Serie•Teil 11 / 12Spurgeon-Konferenz 2017
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einordnung der prophetischen Erfüllung
Frau Präsidentin, meine Frage wäre: Du hast ja gestern in dem Teil über Auslegungspredigt auch erwähnt, dass es immer darum geht, die Aussage des ursprünglichen Verfassers zu predigen. Und dass quasi jeder Text eben nicht die Aussage hat, die ich hineingebe, sondern eine Aussage, die schon da ist.
Da sehe ich eine gewisse Spannung zwischen dem und dem, dass du immer wieder von Teilerfüllungen sprichst und davon, dass sich ein Text auf mehrere Dinge beziehen kann. Auch auf eine historische Tatsache, die dann kurze Zeit später kommt, aber auch immer oder oft auf etwas, das dann erst im Neuen Testament wirklich erfüllt wird, sagst du.
Kannst du vielleicht etwas dazu sagen, wie es möglich ist, dass ein Text zwei Aussagen hat? Oder ist es dann eine Aussage und ein Schockengang? Oder ein Prinzip? Wie würdest du das erklären?
Ich bin kein Experte diesbezüglich, aber ich würde es eher so sehen, dass es eine Prophezeiung ist, eine Prophetie. Aber es ist diese Fernrohrsache. Es ist nicht so, dass man das Fernrohr herumbewegt, so dass man etwas anderes anschaut. Man schaut weiterhin in dieselbe Richtung. Man sieht zunächst einmal die erste Erfüllung, dann dreht man und sieht eine weitere Erfüllung.
Für mich ist das so: Ich glaube, man muss aufpassen, aber es ist nicht so, als ob ich sagen würde: Hier ist jetzt etwas ganz anderes. Es ist das Gleiche, aber eine weitere Erfüllung. Vielleicht kannst du oder kann jemand anderer mir helfen, das am besten zu erklären.
David Jackman hatte das damals auch versucht zu erklären. Er hat das mit drei Peaks, also Bergspitzen, erklärt. Man sieht zuerst die Bergspitze, die erste Erfüllung. Wenn man über die drüber ist, sieht man plötzlich die nächste, die Erfüllung in Jesus. Und dann kommt eventuell noch eine dritte Bergspitze, nämlich das, was sich dann später nochmals erfüllt. Die Bergspitzen sieht man erst, wenn man sie überschritten hat, die darauffolgende Bergspitze.
Ja, super. Ich werde die Erklärungen von David Jackman sicher nicht ablehnen. Also ich bin begeistert, das ist super.
In diesem Fall ist es ja tatsächlich so, wenn man jetzt bei Hosea 11,1 ist, dass man den Eindruck hat, er schaue zurück auf etwas, was schon geschehen ist. Und Matthäus greift es auf und spricht dann über etwas scheinbar ganz anderes.
Von daher ist es tatsächlich so, dass der Sternraum nicht auf zwei unterschiedliche Dinge geht. Aber manchmal ist auch ein Blick zurück auf ein Geschehen in der Vergangenheit ein Schatten von etwas Zukunftlichem. Also nicht immer nur der Blick nach vorn auf die drei Berggipfel, wie du das sagst, sondern manchmal eben tatsächlich auch ein Blick zurück auf etwas, was historisch geschehen ist und im Kleinen schon mal das dargestellt hat, was im Grossen später noch geschieht.
Ich denke zu diesen verschiedenen Sachen, dass Gott praktisch zieht, immer auf die grosse Erfüllung von den Dingen, die er vorhat. Aber er lässt ganz viele Dinge auf der Erde hier geschehen, damit wir eine Ahnung davon bekommen, was er vorhat. Und so, wenn er jetzt auch Dinge deutet, die in Ewigkeit einmal erfüllt sein werden, dann haben wir Schatten. Oder wie der Hebräerbrief sagt, sehen wir in Typologien oder in Konstruktionen, die hier auf der Erde sind, in Gegebenheiten, die hier sind, Dinge, die einmal in Ewigkeit erfüllt sein werden.
Und somit kann man sagen: Ihr könnt darauf und darauf gucken. Also ich sage das: Das wird so sein, hier sehen wir ein bisschen davon und da sehen wir ein bisschen davon. Also das eine Sache will ich auch auf zwei Dinge dann bedeuten.
Zum Beispiel die Stifte, die Gott Mose gesagt hat: Und sieh zu, dass du es auch genau so machst, wie du es gesehen hast. Mein Gott will, wenn wir uns Dinge angucken, die er geboten hat hier auf der Erde, dass wir da Dinge erkennen, die in der Ewigkeit diese Bedeutung oder die Königlichkeit haben.
Nur kann ich einen letzten Satz sagen? In einem Sinn ist das gefährlich, der Satz, den ich jetzt sagen werde, aber ich verlasse das Land am Sonntag, weil wir Römer 9,22-26 gelesen haben und weil wir 1. Petrus 2,9-10 gelesen haben. In einem Sinn verstehen wir das Buch Hosea besser als Hosea es verstanden hat.
Es kommt mir sehr gefährlich vor, wenn ich den Satz jetzt gesagt habe, aber es ist nicht so, als ob das aufgenommen wird. Oh, ja, bitte!
Ja, das finde ich super, dass man das Bild so verwendet. Ja, in einem Sinn schon. Es wird immer klarer, immer deutlicher für uns, je mehr wir das Wort Gottes studieren und sehen, was Gottes Plan ist und wie er das entfaltet. Ja, danke.
Ja, das ist 1. Korinther 13 mit dem Spiegel. Ja, danke. Jonathan? Bitte, kannst du lauter sein? 1. Petrus 1,12 sagt ja auch.
Ja, das ist super, danke. Das ist toll, danke, 1. Petrus 1,12.
Gibt es andere Bemerkungen, Beschwerden, Spenden?
Ja, also es kann sein, ich weiss es nicht, ich bin kein Experte. Die meisten Kommentare aber, ich meine, ich möchte nicht deine Frage demokratisch entscheiden, aber die meisten Kommentare sagen, dass Adam hier in Vers 6 ein Ort ist. Zumindest wenn man Kapitel 6, Verse 7, 8, 9 anschaut, hat man Adam und dann zwei Orte: Gilead und Sichem. Und in dem Sinn würde das eventuell in die Richtung führen, dass man sagt, Adam ist auch ein Ort.
Aber wenn das ein Ort ist, bedeutet das meiner Meinung nach nicht unbedingt, dass etwas ganz Bestimmtes in diesem Ort passiert ist. Er meint einfach: Wo immer ich schaue, sehe ich ein Volk, das meinen Bund gebrochen hat.
Aber in einem Sinn könnte man auch, offensichtlich haben die Übersetzer von meiner Übersetzung Schlachter heisst es: Ja, sie aber haben wie Adam den Bund übertreten. Und weil man hebräisch sehr begrenzt ist, nur auf Schalom und Halleluja und Amen, okay, dann kann ich das offiziell sagen: Grammatikalisch ist beides möglich. Ich weiss es nicht, ist meine Antwort, kurz zusammengefasst. Sorry.
Welche Gerichte angekündigt werden, uns zwischendurch immer so diesen Halbsatz, aber sie bekehrten sich nicht, und für mich so dieser Eindruck entstanden ist, dass dieses Gericht in erster Linie dafür gedacht ist, nicht zu strafen, sondern das Volk zurückzuholen. Und wenn ich es richtig im Kopf habe, ist Juda aufgrund von Sünde und Götzenleben ... Aber als sie zurückgekommen sind, hatten sie die kranken Götter mehr. Zumindest habe ich so verstanden, dass dieses Gericht Gottes quasi dazu allein gegeben hat, dass sie die kranken Götter weggetan haben, und da kommt die Gnade dazu.
Das stimmt sicher. Schlachter verwendet mehr als die englische Übersetzung, die ich normalerweise verwende, das Wort Züchtigung hier. Ziemlich oft hat mich beim Vorlesen überrascht, dass das Wort „Züchtigung“ da verwendet wird, was natürlich das unterstützt, was du gerade gesagt hast, Michael.
Ja, weil Gott gewusst hat, er will gnädig sein, und er will zumindest einen Überrest nach Hause. Dass ein Überrest nach Hause kommen wird, er weiss, dass er gnädig ist, er weiss, was er vorhat, kann man das schon sagen, das ist eher fast wie Züchtigung.
Andererseits, und das werfe ich dir nicht vor, keine Sorge, darf man dann daraus nicht sagen, Gottes Gericht ist immer nur Züchtigung. Es gibt ein jüngstes Gericht, es gibt ein Zuviel, es gibt einen Augenblick für einige Menschen, wo es keinen Weg zurück gibt. Aber danke, finde ich gut, danke.
Stephan? Andrew, ich habe eine Frage. Wie ist es, wenn man jetzt einen Text vor sich hat und mit dem arbeitet, aber es gelingt einem nicht, eine Struktur zu finden? Ich nehme an, du hast jetzt so ein paar Stunden, ein paar Tage damit verbracht, hier so eine Struktur reinzukriegen. Und man hat den Text so wie gestern, wo wir da einen Abschnitt hatten und uns halt relativ schwer getan haben, irgendwie eine Struktur, irgendwie eine klare Aussage ...
Ja, bezieht deine Frage sich jetzt auf eine Stelle oder auf ein Bibelbuch?
Nein, einfach prinzipiell auf die Methode, dass ich mir eine Struktur lege und dann halt sage, wie zum Beispiel jetzt, wo du gesagt hast, Gott wird dreimal nostalgisch. Und wenn einem das nicht gelingt, diese Struktur zu finden, so dass man irgendwie ...
Ja, das passiert mir oft, dass ich mich nicht mehr auskenne mit einer Stelle oder mit einem ganzen Bibelbuch. Aber ich bin immer auf der Suche nach Struktur. Das muss nicht bedeuten, dass immer eine Struktur da ist, das ist mir ganz klar.
Zumindest sage ich nur in Klammern das, was Sie gemacht haben mit dem Markusevangelium. Und mit dem Johannesevangelium letztes Jahr, haben wir Johannes hier angeschaut. Ich habe eine Struktur entweder gefunden oder erfunden.
Na, das muss ehrlich sein, das kann sein. Ich meine, ich rechne mit der Möglichkeit, dass Markus auf mich auf der neuen Erde zukommt und sagt: Was hast du da alles getan? Aber ich habe kein schlechtes Gewissen, weil ich kein so geistiges Da-Vinci-Code-Buch schreibe, also das sagt: Diese neu entdeckte Struktur des Buches zeigt eine Botschaft, die jahrhundertelang versteckt worden ist. Und das ist nicht so.
Ich will einfach das Wort Gottes lehren. Aber ich suche nach Struktur. Und zum Beispiel finde ich diese dreimal, wo Nostalgie – ich habe es Nostalgie genannt – aber diese Wiederholung von Liebe, Enttäuschung, Gericht, Liebe, Enttäuschung, Gericht, Liebe, Enttäuschung, Gericht, das habe ich nicht sofort gesehen. Aber beim Durchlesen habe ich gedacht: Ah, das ist ein bisschen wie das. Und dann habe ich gesehen, es passiert dreimal.
Aber es gibt auch Stellen, die ich lese, und ich denke: Ich habe keine Ahnung, wie das alles aufgebaut ist.
Und was mache ich, wenn ich keine Struktur finde, ist das deine Frage?
Ja, dann irgendwie essen gehen oder Urlaub buchen.
Nein, nein, ich meine: Es passiert mir, ich versuche ... Es ist schwieriger, wenn man einen wirklichen Beruf hat, weil man dann nur abends Zeit hat oder samstags Zeit hat oder was. Aber ich will nicht meine ganze Vorbereitung für eine Predigt zum Beispiel in einem Block machen, in einem Stück machen. Ich versuche, viel früher anzufangen.
Und mache vielleicht nur zwanzig Minuten das erste Mal, also ein paar Gedanken aufschreiben, bete über die Stelle und so weiter. Vielleicht bin ich gar nicht so weit, dass ich eine Struktur sehe. Und dann ein paar Tage später schaue ich das noch einmal an und bete, und vielleicht sehe ich etwas. Und dann zwei, drei Tage später schaue ich das noch einmal an und denke: Nein, nein, das ist gar nicht da, du hast zu viel Käse gegessen. Und dann fange ich an. Also dieser Prozess.
Und manchmal habe ich eine Struktur, und ich denke, diese Struktur ist wirklich da, das passt. Und dann versuche ich, Überschriften zu finden. Und vielleicht habe ich vier Abschnitte, ich suche vier Überschriften, und vielleicht habe ich eine, die erste, die zweite, die vierte Überschrift sind super, ich finde keine dritte Überschrift, die dem Abschnitt treu ist und die mit den anderen Überschriften zusammenpasst.
Aber dann schlafe ich drüber. Und es ist erstaunlich, nicht immer, aber es passiert immer wieder: Wenn ich das noch einmal anschaue, dann entweder finde ich die dritte Überschrift, die doch passt, oder ich habe eine Idee, wie man andere Überschriften verwenden kann, die auch ihren Abschnitten treu sind, aber die zusammenpassen.
Also ich versuche nicht, alles in einem Block zu machen. Ich staune, ich verstehe, dass Leute manchmal unter Zeitdruck sind und so weiter und so fort, aber es wäre sehr schwierig für mich, wenn ich am Sonntag die Predigt habe und ich am Samstagmittag mit der Vorbereitung anfange. Ich schaffe vielleicht auch Stunden dann Vorbereitung, aber das ist alles in einem Block. Ich habe keine Zeit zum Überlegen, zum Schlafen, zum Freunde fragen.
Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, dass es mir leicht fällt. Es fällt mir leichter jetzt als vor 20, 30 Jahren. Aber ich habe noch immer Pannensituationen, wo ich denke: Ich habe keine Ahnung. Soll ich anrufen und sagen, ich bin ein bisschen krank, ich schaffe das nicht am Sonntag? Nein, ich kann nicht, das ist eine Lüge. Solche Gedanken kommen mir in den Kopf.
Zum Beispiel bin ich im Programm in meiner Heimatgemeinde, wenn ich eingeteilt worden bin, dann habe ich die Predigt an dem Sonntag, und die Stelle ist schon vorgegeben, der Titel ist vorgegeben, nicht von mir. Ich habe den Titel nicht ausgesucht für die Predigt, aber der Titel ist da. Aber da gibt es einen Predigertrick, den man verwenden kann, wenn man den Titel nicht mag. Das ist ein super Trick. Aber der Trick ist einfach: Also es kommt auf die Leinwand, also der Titel und die Stelle, und dann habe ich – ich verwende nicht viel PowerPoint, sehr wenig, ich mag nicht so viel PowerPoint, weil es vorlesungsartig ist. Ich verwende es nur für meine Überschriften, das heisst, wenn ich drei Teile habe, dann kommen nicht alle drei Überschriften auf einmal, so wie bei euren Unterlagen, alle Überschriften sind da. Sie kommen: die erste, und dann, wenn ich bereit bin, kommt die zweite.
Und wenn man den Titel mag, der ausgesucht ist vor drei Monaten von jemand anderem, dann sagt man am Anfang: Der Titel von dieser Predigt ist ... und man liest es vor. Und wenn man den nicht mag, erwähnt man den Titel gar nicht. Der steht auf der Leinwand, aber kaum ein Mensch schaut den Titel an. Und es kommt mir nie vor, dass jemand nachher auf mich zukommt und sagt: Danke für die Predigt, du hast den Titel gar nicht erwähnt.
Es ist eine super Strategie, weil ich manchmal Titel kriege, wo ich denke, bei der Vorbereitung: Ich glaube nicht, dass dieser Titel dem Text wirklich entspricht. Und das ist kein Vorwurf, weil der arme Mensch, der das Programm geschrieben hat und die Titel ... Er hat nicht die Zeit gehabt, alles zu studieren. Er muss sagen, ob er Titel haben will. Das verstehe ich schon.
War das die Frage? Ach so, was passiert, wenn ich keine Struktur habe? Ja, dann predige ich ohne Struktur. Aber das ist sehr, sehr selten. Ich predige manchmal mit einer Struktur, die mich nicht ganz überzeugt. Und ich habe das auch erlebt, wenn ich andere Prediger höre, wie sie predigen, zum Beispiel John Stott. Er war mein grosser Held als Bibelausleger. Es war eine erstaunliche Gabe, die er hatte.
Aber hin und wieder habe ich eine Predigt von ihm gehört, und ich hätte ihm gern gesagt, nachher, aber er war mit anderen beschäftigt. Aber ich bin fast sicher: Ich sitze da und denke, das ist grossartig, Halleluja, das Wort Gottes ist toll, Gott spricht zu mir. Ich denke: John, du bist nicht ganz begeistert von deiner dritten Überschrift. Ich spüre einfach, dass ihm nichts Besseres eingefallen ist und dass er auch ein bisschen frustriert war. Es kann sein, dass ich mich täusche, aber manchmal habe ich es gedacht.
Entweder weil die Überschrift nicht ganz passt zum Abschnitt – das passiert, glaube ich, nie bei ihm – oder die dritte Überschrift passt nicht zu den anderen, und ich weiss, dass er das gerne so hätte, dass sie zueinander passen. Also, ich bin noch in der Schule, und natürlich habe ich Predigten, wo es nicht ganz klappt, und mit Hosea auch. Ich meine, ich bilde mir nicht ein, das ist die richtige Gliederung für jede Stelle, überhaupt nicht.
Es ist ja vor allem, dass du die Kernaussage vergleichst und nicht vergisst, dass wir treu das wiedergeben, was Gott gesagt hat. Das heisst, du fängst sicherlich damit an, erstmal zu überlegen, was uns der ganze Abschnitt sagt, was die Kernaussage des ganzen Abschnitts sagt.
Wenn du es nicht hinbekommst, eine Struktur zu finden, die der Text vorgibt, also den Text zu strukturieren, gibt es ja immer noch die Möglichkeit, einfach die Kernaussage auch anhand der Aussagen aus diesem Abschnitt thematisch zu strukturieren. Das ist manchmal eine Notlösung, die ich durchaus ab und zu mal anwende, wenn ich im Text einmal sehe: Wie kriege ich jetzt die Kernaussage mit einer schlüssigen Struktur hin? Weil wichtig ist vor allem, die Kernaussage zu haben.
Aber um darüber gut nachzudenken: Daniel, würdest du mal kurz das Buch hochhalten? Das gibt es leider im Moment nicht auf dem Büchertisch, ich weiss nicht warum, aber das gibt es käuflich zu erwerben. Es ist ausverkauft, okay. Es wird aber demnächst wieder geben, es sieht da nur ein bisschen anders aus. Es ist ein Buch von David Helm und heisst Die Auslegungspredigt. Es ist im Moment noch beim 3L Verlag erschienen, wird demnächst bei Bethanien erscheinen, mit dem gleichen Titel, nur mit einem anderen Cover.
Das kann ich sehr empfehlen, weil das im Prinzip genau durch diese Punkte führt: Wie komme ich von einem Predigttext hin zu einer Predigt? Und es gibt, denke ich, noch einmal sehr praktische Hinweise darauf, wie man eine Struktur erstellt. Wie gesagt: David Helm, Die Auslegungspredigt.
Gut, ich glaube, an dieser Stelle ... ach so, du hattest noch eine letzte Frage. Kannst du lauter sein?
Sondern dass sich einfach Schlüsselworte durch den Text durchziehen, aber dadurch auch eine Struktur entsteht, die aber nicht dieser Struktur A B C entspricht. Und da ist meine Frage: Hast du da noch andere Strukturformen an dieser Stelle? Und wie würdest du die predigen? Würdest du dann bei dem von mir genannten Beispiel – ich hatte zuletzt so einen Fall, wo ich das so gemacht hatte, dass ich ein ganzes Kapitel im Prinzip drei Punkte rausgenommen habe, aber dann zu jedem Punkt chronologisch den Text durchgegangen bin und die Teile jeweils dazugehoben habe und neu strukturiert habe. Wie würdest du so etwas machen?
Ich verstehe die Frage, und es kommt darauf an, wie die Stelle ist und so weiter und so fort. Ich verstehe, was du sagst. Meine Frage ist aber: Vielleicht würde die Frage nicht mehr stellen, wenn ich diese bestimmte Stelle, an die du jetzt denkst, mir zeigen würdest. Also auch wenn es drei Hauptthemen gibt, die überall an der Stelle sind, meine Frage ist: Wenn das die drei Hauptthemen sind, warum hat der Autor nicht zunächst einmal vom ersten Hauptthema geredet und dann vom zweiten? Er hat es trotzdem geschrieben, so wie er es geschrieben hat.
Und deswegen denke ich mir, ohne dass man diese drei Hauptthemen verliert – ganz wichtig, dass man sie behält, wenn sie die drei Hauptthemen sind – denke ich mir, ich würde sicher lange suchen und schauen, ob doch eine Gliederung möglich ist, eine Aufteilung möglich ist, wo es wirklich 1 bis 4, 5 bis 11, 12 bis 19 zum Beispiel ist, so dass es doch linear ist. Aber ich weiss schon, dass nicht alle so schreiben.
Ich weiss, dass es eine Meinung gibt, dass einige Juden, anstatt so zu schreiben, so im Rad geschrieben haben, also wie ein Rad mit der ... was ist die Mitte des Rades? Narbe? Narbe, ah, Narbe, okay, super. Und dass man da anfängt und dann geht man zur Narbe, und dann springt man woanders am Rad und dann kommt man wieder zur Narbe. Und es gibt so das.
Also da müsste man flexibel sein. Wenn es anders aufgebaut ist, dann ist es anders aufgebaut. Ich habe nicht immer – ich meine, ich habe nicht immer linear 1 bis 4, 5 bis 8 und so weiter – aber das ist immer dort, wo ich zuerst suche.
Ja, aber es ist leicht für mich, das zu sagen, weil ich nicht weiss, welche Stelle du jetzt meinst. Aber es ist auch möglich, dass er sagt, dass er denkt: Ja, diese sind die drei Hauptthemen, aber ich schreibe das trotzdem so, dass man einen Schritt nach dem anderen tut. Aber schau mir die Stelle an oder schick mir das am Montag, wenn ich wieder in Sicherheit in England bin.

