Begrüßung und Gebet
Guten Abend, meine Freunde,
es bewegt mich immer stark, wenn ich so eine Versammlung habe, in der der
Name Jesus genannt werden soll, dass wir ganz gewiss sein dürfen, dass
dieser auferstandene Herr in unserer Mitte ist. Wissen Sie, wir sind
Menschenworte so leid und wir müssen ihn bitten, dass sie seine
Hirtenstimme hören.
Wir bleiben sitzen und beten:
Herr Jesus, wir bitten dich, hilf dass wir am Ende nicht Menschenwort
gehört haben sondern die Stimme des guten Hirten, die uns ruft. In all
unserer Verwirrung, und Problematik und Not und Dunkelheit und Schuld. Amen
Fastnachtsschlager
Meine Freunde, wir wollen heute Abend sprechen über das Thema "Wir kommen
alle, alle, alle in den Himmel". Also ich möchte gleich sagen, ich glaub
das nicht. Dieser Satz stammt aus einem Karnevalsschlager. Sagen Sie auch
Karneval oder heißt es hier Fastnacht? Also Fassenacht.
Was verstehen die
Württemberger schon von Karneval. Köln und Mainz, das ist so – nicht? Da
werden so Schlager kreiert und da gibt es jedes Jahr so eins zwei, die
hauen hin. Die werden gepfiffen und gesungen auf der Straße und überall.
Und die interessieren mich deshalb immer, weil ich denke, wenn so'n
Schlager hinhaut, dann spricht er dass aus, was alle denken. Und so war vor
ein paar Jahren schon dieser Karnevalsschlager, wo es hieß: Wir kommen
alle, alle in den Himmel."
Ich spreche ungern übern Fastnachtslied. Ich
muss das im Anfang ehrlichkeitshalber sagen. Ich habe ein richtiges Grauen
vor der Fastnacht – ein richtiges Grauen. Ich muss Ihnen das kurz erklären:
Sehen Sie, es kommt jetzt die Passionszeit oder die Leidenszeit Jesu, die
auf den Höhepunkt hingeht, auf den Karfreitag, wo die Christenheit an das
gewaltige Sterben des Sohnes Gottes denkt. Das war in der alten
Christenheit eine Fastenzeit und da wollte man sich – ehe man an das Leiden
Jesu denkt – noch mal richtig loslassen. Man wollte gleichsam das tun,
wofür Jesus gestorben ist: sündigen. Huren und saufen – sündigen.
Und darum hängt also Fastnacht unterirdisch mit dem Leiden Jesu zusammen, es ist die
größte Beleidigung des Leidens Jesu. Das man diese Passionszeit noch mal
einleitet mit Leichtsinn. Die Welt ist leichtsinnig. Aber in dem
Zusammenhang diese unterirdischen Wurzeln zum Leiden Jesu machen mir die
Sache so unheimlich.
Es sagte mir einer, es gibt auch 'nen anständigen
Karneval, 'ne anständige Fastnacht. Da hab' ich ihm gesagt, es gibt keine
anständige Fastnacht und keine unanständige Fastnacht – sondern nur eine
lästerliche Fastnacht. Nur eine lästerliche. Ich muss Ihnen das sagen, mir
graut immer vor dieser Zeit. Das ist, als wenn ich die Gerichtwolken Gottes
am Horizont aufziehen sehe über einem Volke, das noch nicht begriffen hat,
dass man die Zeit, wo die Erlösung uns vor die Augen gestellt werden soll,
nicht so einleiten kann.
Aber trotzdem will ich also jetzt diesen
Fastnachtsschlager besprechen. Und da möchte ich Ihnen zunächst mal diese
merkwürdige Beobachtung sagen, dass eigentlich ´ne ganze Menge
Fastnachtsschlager – also wenn ich Karneval sage, dann sage ich als
Rheinländer, bei uns heißt's Karneval, da verstehen sie was gemeint ist,
ihr Schwaben seid ja helle, namentlich von 40 aufwärts – das ist mir so
interessant, dass eine Unmenge von diesen Schlagern eigentlich jedes Jahr
sich irgendwie mit den Dingen der Bibel beschäftigen.
Also, da gab's mal einen Schlager, der hieß, der hat furchtbar hingehauen, am 30. Mai ist oder
31. Mai oder war's 1. Mai ist Weltuntergang. Mein schwaches Gedächtnis –
war's am 30. Mai, weißt du auch nicht? - Na ihr wisst es doch, ja am 30. Ja
am 30. Mai ist Weltuntergang. Jetzt stelle ich mir vor, so 'ne große, so
'ne große Karnevalsveranstaltung in Köln oder in Mainz, da sitzen sie mit
ihren Narrenkappen halb besoffen und schunkeln "Am 30. Mai ist Weltuntergang".
Da frage ich mich, was ist denn das? Soll das Spott sein?
Oder ist das die Angst, dass der Untergang ja kommt? Nicht? Man muss ja
blind sein wenn man nicht sieht welchen Dingen wir entgegengehen. Ist das
die Angst, die man mit der Narrenkappe auf dem Kopf und mit dem Alkohol im
Schädel vertreiben will? Oder ist das Lästerung, oder was ist das? Wissen
sie selber nicht. Unheimlich ist das, unheimlich. Oder da gab's einen
Schlager, der bei uns auch so sehr viel gesungen wurde und der jedes Jahr
wiederkommt: von Wilhelm - der interessiert mich, weil mein Name vorkommt -
der Wilhelm kam zum Rheine, er war so schwermütig, - das kapieren sie
doch, dass der Mensch von Natur schwermütig ist – er war also schwermütig
und da kommt er an Fastnacht nach Köln, und da findet er fröhliche Leute
und Wein und ´n hübsches Mädchen, und da war er gar nicht mehr betrübt.
Namentlich das Mädchen das sorgte dafür, und dann kommt auf einmal der
zweite Teil - das ist sehr interessant – von diesem Schlager: Darf das denn
der Wilhelm? Darf der das denn? Und dann geht also vielleicht 10 mal: der
darf datt, der darf datt, der darf datt – also auf kölnisch, der darf das,
das darf der, das darf der.
Nun stelle ich mir so eine große Versammlung vor, nicht wahr, mit den
Narrenkappen und Schunkeln und Singen: er darf es, er darf huren, er darf
saufen, er darf, er darf, er darf. Als wenn sie was niedersingen müssten.
Müssen sie auch. Das Gewissen. Und die Erinnerung an den lebendigen Gott.
Und an das Gericht Gottes. Das wird nun niedergesungen. Das ist unheimlich,
nicht?
Oder nun unser Schlager: Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel. Stellen
sie sich mal vor, so 2000 Menschen, wir kommen alle, alle, alle in den
Himmel. Was ist denn so'n Gesang dann? Will man 'ne Angst vertreiben, dass
es auch anders sein könnte? Oder soll es Lästerung sein oder Spott? Das ist
unheimlich. Verstehen Sie, dass mir vor dem Karneval graut? Merkwürdig,
dass diese Textdichter nicht loskommen – ich könnt' noch mehr Beispiele
erzählen - nicht loskommen von den biblischen Wahrheiten. Ich hab' schon
mal das Bild gebraucht, wissen Sie wenn man einen hohlen Zahn hat, kennen
Sie doch, wenn man einen holen Zahn hat, die Plombe rausgefallen ist, da
macht man immer mit der Zunge dran rum. Man denkt gar nicht, man macht
immer dran rum.
Und jetzt der Eindruck, der Mensch von heute macht immer an
den christlichen Sachen rum. Es gibt keinen Gott, es gibt keinen Gott,
nein. Warum schreist du denn so laut da drüber? Wenn's keinen gibt ist,
dann ruhig, dann ist doch die Sache erledigt, nicht? Und die Kirche taugt
nichts. Natürlich, die Kirche taugt nichts, und die Pfarrer taugen nichts.
Weiß ich ja besser als alle anderen, weil ich selber einer bin, nicht? Aber
warum reden wir soviel davon? Gibt ja auch sonst Berufe, wo wir nicht viel
… da oben, nicht wahr? Man muss immer dran rum machen. Wie mit der Zunge an
einem holen Zahn.
Nun sehen Sie, es ist doch merkwürdig, dass so'n Schlager nun eine Frage anschneidet, im Spott
und Lästerung, ich weiß es nicht, eine Frage, die uns ja doch beschäftigen
sollte: Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel.
Auf einmal ist die Frage da, gibt's denn eigentlich so was wie den Himmel? Gibt's das denn? Und wer
kommt denn dahin? Alle? Oder bloß die Evangelischen? Oder bloß die
Katholiken? Oder bloß die Baptisten? Die Zeugen Jehovas natürlich, nicht?
Wer kommt denn nun eigentlich dahin? Natürlich sagen Sie. Verstehen Sie,
auf einmal ist mit so einem Karnevalsschlager, so einem ganz dämlichen
Karnevalsschlager, Fastnachts-Schlager eine Frage angeschnitten, die der
Mensch ungern stellt. Wie ist das mit dem Himmel und wer kommt denn
eigentlich hin. Und wir wollen jetzt diese Frage ernsthaft besprechen und
lassen den Fastnachtsschlager jetzt hinter uns.
Wer kann Auskunft geben?
Da müssen wir erstmal fragen, wer kann uns denn eigentlich Auskunft geben
auf die Frage, gibt's denn den Himmel? Und wer kommt denn da hin? Und wie
steht's denn damit? Und was kommt überhaupt nach dem Sterben? Sehr
unheimliche Sache, nicht?
In 100 Jahren sind wir alle tot. Ich schon
früher. Aber der Jüngste, in 100 Jahren sind wir nicht mehr da. Wenn der
Saal noch steht, sitzen ganz andere Leute hier. Wo sind Sie dann? Da sagt
mir einer, ach, Pfarrer Busch, mit dem Tod ist alles aus. Ach, sage ich,
interessant, wissen Sie das ganz hundertprozentig? - Ja, sagt der,
bestimmt kann niemand was wissen. - Oh, ich müsste aber bestimmt was
wissen, unbedingt bestimmt etwas wissen.
Sagte mir neulich ein junger
Theologe, sprechen Sie doch mit den Leuten nicht vom Tod, wir leben doch,
wir leben in der Gegenwart, wir haben Gegenwartsprobleme. Da sag' ich,
hübsch. Aber mein Leben ist so furchtbar schnell vorüber gegangen.
Und da kommt es auf einen zu, und was kommt denn dann? Was kommt denn dann, wenn
so ein Herzinfarkt kommt und auf einmal ist es aus. Ist dann … Wer kann mir
denn Auskunft geben? Das muss zuerst geklärt werden. Lassen Sie mich es
ganz primitiv sagen, wie es schon tausend mal gesagt habe: Wenn ich ein
Paar Schuhe besohlt haben will, dann geh' ich nicht zum Metzgermeister
sondern zum Schuhmacher, zum Fachmann. Und wenn ich eine Wurst kaufen will,
dann geh' ich nicht zum Schuhmacher sondern zum Metzger. Und wenn meine
Wasserleitung geplatzt ist, dann geh 'ich zum Flaschner, so heißt es auf
schwäbisch, nicht? Jawohl, zum Klempner, heißt es bei uns. Das heißt, ich
geht' zum Fachmann. Wenn mein Auto kaputt ist, dann fahre ich nicht damit
zum nächsten Pfarramt, und sage, können Sie mir helfen, mein Auto ist
kaputt." Der Pfarrer ist ein großartiger Mann, aber Autoreparatur, da ist
die Werkstatt zuständig. Das heißt, wir gehen überall zum Fachmann.
Und wenn ich wissen will, was denn nun mit dem Tod ist und nachher, dann muss
ich einen Fachmann fragen. Gibt es denn unter den Millionen Menschen einen
Fachmann? Nein, nein, wir Pfarrer sind auch keine Fachmänner! Wir wissen so
wenig wie Sie. Und sehen Sie, es gibt nur einen einzigen, der wirklich mit
Gewissheit und Bestimmtheit reden konnte von den ewigen Dingen. Von dem,
was mit dem Tod anfängt. Und dieser eine ist der, der selber gestorben und
auferstanden ist. Und der aus der ewigen Welt kam, der Sohn Gottes, der
Herr Jesus.
Ich bin der Überzeugung, dass Jesus der einzige ist, der
Fachmann ist. Wenn mir also ein Professor oder ein junger Mann sagt, Pastor
Busch, ich glaube mit dem Tod ist alles aus, sage ich: In allen Ehren, aber
ihr wisst darüber nichts, ihr ward nämlich noch nicht tot. Ihr könnt euch
nur was aus dem Füllfederhalter saugen. Oder aus dem Daumen lutschen. Ich
möchte mich lieber an den einzigen Fachmann halten, den es gibt und das ist
Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.
Und was sagt denn der? Der sagt in aller Deutlichkeit, es gibt einen Himmel und es gibt Hölle. Meine
Freunde, die Württemberger sind so Tüftler, und jeder Württemberger könnte
eigentlich ein Buch von 500 Seiten schreiben über die zukünftigen Dinge.
Komm nachher keiner mehr mit allen möglichen Fragen, ich möchte ihnen die
einfachen Dinge sagen, die in der Bibel stehen. Ich weiß auch, dass es eine
Auferstehung der Toten gibt und ein Gericht, aber lassen Sie mich das
einfach sagen, wie Jesus es sagt. Jesus sagt: Es gibt einen Himmel und eine
Hölle. Gehet ein durch die enge Pforte, denn die Pforte ist weit und der
Weg ist breit, der zur Verdammnis führt und viele sind, die darauf wandeln.
Da laufen die groben Sünder und die Atheisten und unbekehrte Christenleute
und anständige moralische Bürger, der Weg ist sehr breit, da gibt es viele
Fahrbahnen, der in die – ich sage wie Jesus sagt – Verdammnis führt und
viele sind darauf wandelnd. Und die Pforte ist eng und der Weg ist schmal,
der zum Leben führt und weniger sind derer, die ihn finden. Das sagt Jesus.
Jesus sagt, mit dem Tod fängt es erst an.
Sagt mir einer, ich glaube das
nicht. Da sage ich, dass macht gar nichts. Wir können es ja abwarten, ob
Sie, Herr Meier Recht haben, oder Fräulein Schulze, oder der einzige
Fachmann, der Sohn des lebendigen Gottes. In 100 Jahren spätestens wissen
wir alle, wer Recht hatte. Warten wir das ab. Mich packt es jedes Mal mit
Gewalt, dieses Wort Jesu, man kann verloren gehen und man kann selig
werden.
Ich krieg' jeden Tag zu hören, Pastor Busch, davon spricht man
nicht, das interessiert niemanden." Sag ich, das macht nichts." Und, da
bete ich wie meine Väter: vom Reiche Gottes kommen viele nicht hinein,
lass mich unter wenig sein." Hier wird nicht abgestimmt, ob man dafür ist
oder dagegen. Hier handelt es sich um Wirklichkeiten, die der lebendige
Gott gesetzt hat.
"Was meinen Sie, gibt es eine Hölle?"
Meine lieben Freunde, sooft ich im Privatgespräch an
diese Stelle komme, da fährt so ein junger Mann dann - ich habe es meist
mit jungen Männern zu tun - fährt auf, Hölle, sagen Sie, glauben Sie
wenigstens, dass es eine Hölle gibt? Ernsthaft? Im 20. Jahrhundert?" Ich
muss also jetzt als nächstes über die Hölle sprechen, nicht?
Und da muss ich Ihnen eine Geschichte erzählen, das ist jetzt vielleicht 5 Jahre her.
Da lebte in Norwegen ein berühmter Professor Halesby, ich habe ihn noch
kennengelernt, ein wundervoller Mann. Und der hielt eine Woche lang
Andachten im Radio. Er war so ein richtiger, gewichtiger, ernster Norweger.
Ich kann mir förmlich vorstellen, wie er vor dem Mikrofon steht und sagt:
Es kann sein, dass Sie heute Abend friedlich ins Bett gehen und morgen
früh in der Hölle aufwachen. Ich möchte Sie warnen."
Das gab einen furchtbaren Sturm, denn die Norweger gehören auch zur Rubrik der modernen
Menschen und die spielen ja heute eine phantastische Rolle, der moderne
Mensch, nicht wahr? Da war so ein Journalist, ein Zeitungsschreiber von
der größten Osloer Zeitung, der schrieb also einen Leitartikel: Wir sind
doch nicht im Mittelalter, das geht ja nun wenig an, dass ein modernes
Gerät wie der Rundfunk gebraucht wird, um solchen Unsinn zu verzapfen."
Und wenn so eine große Zeitung das bringt, sagen wir die Süddeutsche, dann
kläffen all' die Kleinen mit, nicht? Und durch den ganzen Blätterwald
rauschte es, wir sind doch nicht im Mittelalter, wie kann ein Professor
von Hölle reden."
Und da hat der Rundfunk in Oslo den Professor Halesby
gebeten, er solle die Sache noch mal richtig stellen. Und da ist der
Professor Halesby vor das Mikrofon getreten – ich kann ihn förmlich vor mir
sehen - und sagt; Ich soll diese Sache klären, ich will es tun. Es kann
sein, dass Sie heute Abend fröhlich ins Bett gehen und morgen früh in der
Hölle aufwachen. Ich möchte Sie warnen."
Na, nun tanzten alle Puppen. Sämtliche Bischöfe in Norwegen wurden gefragt, ja oder nein, gibt es eine
Hölle oder nicht? Der Bischoff Smemo schrieb ja", manche machten einen
Eiertanz, nicht, so ein bisschen, man wüsste nicht, jawohl, und Hölle wäre
mehr so ein inwendigen.., da ist es sowieso, da ist es sowieso hier drin.
Aber es handelt sich um Straußenenergie.. Sogar der Spiegel, nicht wahr,
nahm die Sache auf und brachte einen großen Artikel über den Höllenstreit
in Norwegen. Und was der Spiegel bringt, ist ja nun mondän, nicht wahr?
Es war vielleicht ein dreiviertel Jahr nach diesem Knall, da hatte ich
Vorträge bei Studenten in Oslo. Und dann Abends noch ein paar öffentliche
Vorträge und es begann mit einer Pressebesprechung, wie sie leider hier
nicht zustande gekommen ist, aber in Norwegen geht so was.
Da waren in einem Hotel die Vertreter aller Zeitungen versammelt und ehe man so ein
Frühstück einnahm, saß man im Kreis rum, und da passierte das Wunderliche,
dass ich rechts von mir den Journalisten hatte, der den Krach damals
angefangen hatte und links von mir Professor Halesby, als Vertreter der
evangelischen Presse. So hatte ich die beiden Kontrahenten rechts und links
von mir. Nun, und erst ging die Pressebesprechung so wie es üblich ist,
sind Sie geboren, ja, und geimpft und so. Und dann also, wie das offizielle
vorbei war, da gab es so ein kleines Frühstück, und da ging es natürlich
sofort los.
Der von rechts, der fuhr auf mich rein, Pfarrer Busch, ich habe einen Streit mit Professor Halesby, sagen Sie, was meinen Sie, gibt es eine Hölle?" Er kitzelte mich noch richtig, sind doch ein moderner Mann,
nicht?" Sag ich, ja das bin ich hoffentlich, nicht? Ich fahre Auto, ich
fliege, selbstverständlich, nicht? Rasier mich elektrisch." -
Sind doch ein moderner Mann, sagen Sie, gibt es eine Hölle?"
"Ja", sage ich natürlich gibt es eine Hölle, selbstverständlich." – Das kann ich
nicht verstehen, dass Sie das sagen." Sage ich, ich bin gern bereit, Ihnen
das zu erklären." Nun hören Sie gut zu, was ich ihm erklärt habe. Ich habe
gesagt, Sehen Sie, es gibt einen lebendigen Gott, und der läuft uns
geradezu nach, und bietet sich uns an, er sendet seinen Sohn. Aber er
zwingt niemand. Wer also leben will, ohne mit ihm zu reden im Gebet, wer
seinen Frieden nicht will, wer nicht umkehrt und sein Eigentum wird, der
braucht nicht. Sie dürfen fern von ihm bleiben. Sie dürfen seine Gebote mit
Füßen treten, es gibt hier keinen Zwang. Nur machen Sie sich klar, Sie
dürfen das dann in alle Ewigkeit, und das ist die Hölle. Ich habe Menschen
sterben sehen, die keinen Frieden mit Gott hatten. Die nie bestritten
hatten, dass Gott lebt, aber die keinen Frieden mit Gott hatten. Und es
lag eine Verzweiflung über diesem Sterben und sie gingen dorthin, wo Gott
sie nicht mehr ruft. Wo man vielleicht mal beten möchte und es dringt nicht
mehr zu seinem Thron. Man möchte mal einen Choral hören - sie hören nur
Schlager. In der Hölle wird gehetzt, aber nicht Choräle gesungen. Da
schreit das Herz, das friedlose, vielleicht eines Tages nach Frieden, aber
findet ihn nicht mehr. Wissen Sie, lassen Sie alle kindlichen Vorstellungen
von Hölle mal weg, so von Teufelchen und Pech und so, was weiß ich, Hölle
ist, dass ich Gott losgeworden bin und ihn losgeworden sein muss. Hölle ist
der Ort, wo es keine Umkehr mehr für den verlorenen Sohn gibt. Das ist
Hölle."
Ich sagte dem Journalisten, ist doch logisch, Gott bietet sich uns
an, wer ihn nicht will, dem zwingt er sich nicht auf. Der darf ohne ihn
bleiben. Ja, er muss es bleiben. Sie wählen hier, was Sie wollen. Wem Gott
lästig war, der darf dann in der Ewigkeit in der Hölle ihn los sein, Gott
wird ihn nicht mehr rufen."
Bitte versehen Sie mich recht. Und da sagte ich dem Journalisten, zweitens glaube ich das, weil Jesus es gesagt hat. Ich traue dem Worte Jesu unbedingt. Ich glaube, dass der mehr wusste als alle
klugen Leute. Und es gibt ein Wort Jesu, was mich schrecklich beeindruckt
hat, fürchtet Euch nicht vor denen, die Euch totschlagen.
Mein Gott, wir haben doch Angst vor der Atombombe. Och, sagt Jesus, das sind kleine
Fische, davor fürchtet Euch nicht. Aber fürchtet Euch vor dem Gott, der
Leib und Seele verderben kann in die Hölle. Und als wenn ihn selber der
Schrecken packt sagt der Sohn Gottes: Ja, vor dem fürchtet Euch."
Bitte, sagt mir jemand: Sollte Gott so kleinlich sein und unsere Sünden
bestrafen?" Sage ich, nein, die Hölle ist nicht Strafe, unsere Strafe liegt
auf Jesus. Das steht in der Bibel, die Strafe liegt auf ihm, auf das wir
Frieden hätten. Nein, er bot uns geradezu eine Ehe an, der lebendige Gott,
durch Jesus. Wir wollten nicht. Dann dürfen wir das wählen in Ewigkeit, das
ist Hölle. Oft habe ich den Satz gehört, wie schrecklich, ein Gott der
Menschen in die Hölle wirft. Und da kann ich nur antworten: Er wirft
niemanden in die Hölle, dahin gehen wir. Den Weg wählen wir uns selber.
Der Schrecken Gottes
Ich muss jetzt ein ganz persönliches Wort sagen. Wenn ich doch so reden
könnte, dass es Ihnen durch Mark und Bein geht. Sie haben nur ein einziges
Leben und das kann man verspielen.
Es kann sein, dass diese Rede Sie gar nicht trifft, aber ich muss sie halten, denn hier war der Anfang meines
Lebens mit Gott, dass im Krieg neben mir einer fiel und ich plötzlich
fragte, wo ist der?
Und mir ganz klar war, er hat völlig ohne Gott gelebt, wie ich. Und nun ist er da, wo Gott nicht ist, in der Hölle. Und da packte mich ein ungeheurer Schrecken. Gewiss hatte er alle Gebote Gottes mit Füßen
getreten. Ich war so gottlos wie nur irgendwas. Aber das Entscheidende war,
ich war fern von ihm.
Und mich packte ein Schrecken, wenn ich jetzt einen
Schuss kriege. Ich kann nur sagen, dass ist etwas unheimliches, wenn die
Schrecken Gottes über einen Menschen fallen. Wenn man zum ersten Mal weiß,
Gott ist ja wirklich und Gott ist schrecklich. Ich bin rumgelaufen zu
Militärpfarrern und allen möglichen Leuten und keiner konnte mir helfen.
Bis mir Gott in wunderbarer Weise ein Testament in die Hand spielte und ich
den Satz finde, Jesus Christus ist gekommen in die Welt, die Sünder zu
erretten." Da stand das Wort, erretten". Sünder, das war ich. Errettet
werden wollte ich, wenn Jesus Sünder errettet, muss ich Jesus finden.
Jesus ist gekommen um Sünder zu retten
Gott will nicht, dass wir verloren gehen, Gott will nicht, dass wir in die Hölle
laufen, Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur
Erkenntnis der Wahrheit kommen. Und darum hat er Jesus geschickt. Jesus,
die einzige Chance für uns. In ihm werden wir errettet. Jesus Christus ist
gekommen, die Welt, die Sünder zu erretten.
Ich muss einen Moment dabei stehen bleiben. Es geht wirklich um Errettung. Ich habe heute bei dem
allgemeinen Christentum den Eindruck, dass ist so eine Art Verzierung, eine
religiöse Verzierung fürs Leben und die meisten Leute verzichten darauf und
da rennt die Kirche hinterher um zu bitten, sei doch lieb und nimmt noch
ein bisschen christliches Odeur mit. Darum geht es gar nicht!
Es geht darum, dass sie zur Hölle fahren, solange sie Jesus nicht haben. Das man
verloren geht. Ich habe damals, wie ich das las, eine Erschütterung erlebt,
die kann ich gar nicht beschreiben. Jesus, gekommen, Sünder zu erretten. Da
muss ich Jesus finden.
Auf einmal habe ich gemerkt, denn muss ich gar nicht suchen. Der ist ja da. Ich vergesse nicht die Stunde, wo ich niederkniete und sagte, Herr Jesus, ich gebe mein Leben dir. Ich kann dir nichts
versprechen, ich habe einen ziemlich labilen Charakter, aber ich gebe mein
Leben jetzt dir. Du sollst mein Herr sein.
Da trat ich den Schritt von der Verlorenheit zum Leben. Meine Freunde, verstehen Sie? Es geht um Errettung
und der Erretter heißt Jesus. Und so muss ich also jetzt von Jesus reden
und ich sagte gestern schon: Wenn ich davon rede bin ich auf meinem Thema.
Ich rede nicht von einem Jesus als einer vergangenen Persönlichkeit. Ich
rede von dem Jesus, der aus dem Grabe herauskam und von den Toten
auferstanden ist. Es ist heute so unklar, dass man gar nicht weiß, was
Auferstehung eigentlich sein soll.
Es war am Ostermorgen, als sein Grab leer war und er stand lebendig inmitten seiner Jünger und sagte Friede sei
mit Euch." Und von diesem Jesus rede ich. Der lebendig dasteht. Darum kriegt die Welt keine Ruhe.
Darum müssen sich die Karnevalisten immer mit auseinandersetzen, wie mit dem holen Zahn, verstehen Sie? Weil er da ist und sie berührt und dafür sorgt, dass es keine Ruhe gibt.
Von diesem Jesus rede ich. Der errettet vom ewigen Verderben. Und zwar darum, weil er am
Kreuz für uns gestorben ist. Und das ist mir nun das Wichtigste.
Und was ich in jedem Vortrag tun möchte, ich möchte Ihnen das Bild des gekreuzigten
Sohnes Gottes vor die Augen malen. Gehen Sie mit mir vor die Tore
Jerusalems auf den Hügel Golgatha. Da steht die Volksmenge schimpfend,
fluchend, lästernd, und da ragen die drei Kreuze, rechts und links die
Schächer, die Soldaten passen auf, eine weinende Mutter - wir wollen die
alle nicht beachten, sondern den Mann in der Mitte.
Die grauenvolle Kreuzigung
Da hängt er am Kreuz, es ist grauenvoll. Als ich heute noch mal darüber nachdachte, hat es mich
ganz übernommen, wie grauenvoll eine Kreuzigung ist.
Und das war noch das Geringste, dass über diesem Jesus ein Grauen der Verzweiflung liegt, dass
er schreit, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Er war wirklich
verlassen. Er war wirklich verlassen. Meine lieben Freunde, das ist die
Hölle, sagte ich eben: von Gott verlassen sein.
Und da war Jesus in der Hölle. Er, der Sohn, der Sündlose. Und die Bibel erklärt es dir, uns: an
unserer Statt, auf dass wir Frieden hätten. Unsere Sünde liegt auf ihm, auf
dass wir Frieden hätten. Unsere Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden
hätten.
Also, meine lieben Freunde, dass muss Ihnen der heilige Geist
öffnen, und ich kann Ihnen empfehlen, lesen Sie den Römerbrief. Denn Ihre
Errettung hängt da dran, dass Sie das begreifen, und dass kann ich in fünf
Minuten jetzt nicht erklären. Aber ich möchte Ihnen sagen, hier dieser
Gekreuzigte, das ist der Erretter. Erretter von der Hölle.
Ich möchte im letzten Augenblick meines Lebens dies Kreuz vor mir sehen und es glauben
können, er hat mich Sünder erkauft für den Himmel. Er hat meine Sünde
weggetragen, als er am Kreuze hing. Sein Blut ist eine Quelle, in der ich
mich waschen darf. Er ist die Tür zum ewigen Leben. Es sind lauter
biblische Bilder.
Wer den Namen Jesu anruft soll gerettet werden
Ich hatte gestern ein Gespräch mit einem jungen Mann, der
mir sagte, dass er mit dem Christentum fertig sei. Und da habe ich gesagt,
das glaube ich nie, das kann man nicht sagen. Jesus ist mit Ihnen noch
lange nicht fertig."
Und da winkte er ab. Und da habe ich gesagt, hören Sie eben, dreimal steht in der Bibel, wer den Namen Jesus anruft soll errettet werden.
Sie kommen in Ihrem Leben an eine Stelle, wo der Abgrund
beginnt. Vielleicht eine große Verzweiflung. Und das Ihr Gewissen aufwacht,
wo Sie spüren, die Hölle. Und dann sollen Sie wissen, damals hat Pastor
Busch mir das gesagt, dreimal steht in der Bibel, wer den Namen Jesus
anruft soll errettet werden."
Und da sagt der, ich gehe jetzt". Ich sage, Moment mal. Ich möchte es Ihnen gern einhämmern, Sie brauchen es eines Tages. Wer den Namen Jesus, nicht wer Religion hat, wer christlich ist, wer
Kirche ist, wessen Großmutter den Superintendenten gekannt hat, davon ist
nicht die Rede, sondern wer den Namen Jesus anruft soll selig werden, soll
– wörtlich heißt es – errettet werden.
Sehen Sie, weil Jesus Vergebung der Sünden schenkt, darum tut er den Himmel auf. Und jetzt muss ich Ihnen zum
Schluss sagen, es gibt also tatsächlich auch einen Himmel. Wenn Sie mich
fragen, wo der ist, dann sage ich, in einer anderen Dimension, das weiß ich
nicht. Nicht 77 Meilen über uns, das ist ja alles sichtbare Welt.
Aber ich weiß, dass ich in dem Augenblick, wo ich meine Augen hier schließe, sie
aufschlage, ich gehöre Jesus, am Angesicht Jesus, ich will satt werden,
wenn ich erwache, an Deinem Bilde. Also da gibt es große Diskussionen, ob
man da erst noch jahrzehntelang tot ist oder so was – nach meiner
Schrifterkenntnis ist mir völlig klar, dass, wenn ich hier die leiblichen
Augen schließe, ich ihn sehen will. Es gibt einen Himmel, und da möchte ich
hinkommen.
Auf dem Kirchentag in Leipzig
Ich muss Ihnen eine nette kleine Geschichte erzählen, es war auf
dem Kirchentag in Leipzig. Und da war so ein Empfang im Rathaus, Spitzen der
Behörden, atheistischer Behörden, nicht? War eine komische Sache
eigentlich, und Spitzen der Kirche, wissen Sie, Tische bogen sich mit Sekt
und Kaviar, es war schon so eine phantastische Aufmachung.
Und da wurden nun Reden gehalten, möglichst unverbindlich, damit man anderen nicht so auf
die Hühneraugen trat, nicht? Und da sollte Heinrich Giesen, der war damals
Generalsekretär vom Kirchentag, Schluss machen. Und ich vergesse das nicht,
wie der Heinrich Giesen aufsteht und sagt "Ach, Sie fragen uns, meine
Herren, was wir für Leute sind. Ich möchte es Ihnen mit einem Satz sagen:
Wir sind Leute, die beten 'Lieber Gott, mach´ mich fromm, dass ich in den
Himmel komm'". Und dann setzt er sich hin.
Und es war unheimlich – also neben mir saß ein großer Mann mit einem Leninorden, es war unheimlich, wie
diese Leute auf einmal erschüttert waren.
Gibt es den Himmel? – Ja. Es gibt doch keinen. Wissen Sie es bestimmt? Wir beten, "Lieber Gott, mach´ mich
fromm, dass ich in den Himmel komm". Ich möchte gern selig werden. Ich
möchte in den Himmel kommen.
Sie können es halten wie Sie wollen, ich ringe darum, dass ich, dass ich ein paar wegbringe vom Weg des Verderbens. Dass ich sie hinführe zu Jesus. Es gibt einen Himmel.
Jetzt fragen Sie mich, sagen Sie, wie sieht denn der Himmel aus?" Wie ich Auto fahren lernte,
habe ich immer gesagt, ärgerlich, dass immer so ein dummer Kerl vor einem
ist. Und da sagte meine Frau, Du stellst Dir wohl den Himmel vor wie eine
große Autobahn, die Dir allein gehört." Und da habe ich gesagt, nein,
nein, so stelle ich mir den Himmel nicht vor." Ich stelle mir den Himmel
sogar ohne Benzingestank vor.
Zwei Dinge über den Himmel
Aber wir wissen es nicht. Die Bibel sagt zwei Dinge über den Himmel, zwei Dinge: das erste ist, wir werden Jesus sehen wie er ist. Da brauche ich nicht mehr zu ringen, Ihnen zu erklären, wer
Jesus ist. Da wird man ihn sehen. Ich freue mich drauf. Wie gesagt, ich will satt werden, heißt es in den Psalmen, wenn ich erwache an deinem Bilde.
Und das Zweite, das ist noch großartiger: Wir werden ihm gleich
sein. Junge, wie ist man heute anders als Jesus, nicht? Man hat jeden Tag
mit sich selber zu tun. Und ich habe den Eindruck, es gibt schrecklich
viele Menschen, denen ich auf die Nerven falle. Und man macht alles
verkehrt. Und mal dahin kommen, wo wir verwandelt werden in sein Bild. Wir
werden ihm gleich sein wie er ist.
Wir haben in Essen eine große Konferenz, da wird am Schluss immer das Lied gesungen, "Wenn nach der Erde Leid, Arbeit und Pein, ich in die goldenen Gassen zieh' ein, wird nur das Schau'n meines
Heilands allein, Grund meiner Freude und Anbetung sein. Das wird allein,
Herrlichkeit sein, wenn frei von Weh' ich sein Angesicht seh'. "
Lassen Sie mich mit einem kleinen Erlebnis schließen. Gerade in der Woche ehe ich
abfuhr und hierher fuhr bekam ich einen erschütternden Brief. Wie ich ihn
gelesen hatte ging ich in die Küche zu meiner Frau, die gerade Spätzle
machte – die ist norddeutsch aber hat mir zuliebe Spätzle gelernt, so
richtig - und sage, Frau hier habe ich den erschütternsten Brief, den ich
je bekommen habe.
Wichtige Veränderung
Ich habe im vorigen Jahr eine Evangelisation für Kurgäste in – nein im Jahr davor, 1964 – eine Evangelisation für Kurgäste in Obersdorf im Allgäu gehabt. Und da begrüßte mich so eine nette Familie aus
dem Siegerland. Hatten so einen netten dreizehnjährigen Boy, so einen
richtigen Jungen, wissen Sie? Ich sagte, ist Dir nicht langweilig
geworden?" – "Nein, nein" sagte er, "mir ist nicht langweilig geworden."
Er war geradezu ein bisschen gekränkt, dass ich das fragte. Und ich hatte
sie aus dem Gedächtnis verloren. Und nun schreibt die Frau, Ihre Vorträge
haben diesem dreizehnjährigen Jungen einen merkwürdigen Eindruck gemacht.
Ich weiß nicht, ob er alles verstanden hat, aber das hat er verstanden,
Jesus errettet. Hier schon. Und wir merkten an dem Jungen' schreibt sie,
eine merkwürdige Veränderung.
Er hatte auf einmal ein Testament, das las er. Er sprach nicht darüber, aber man merkte eine Veränderung bei ihm. Und denken Sie, ein halbes Jahr später ist er gestorben. An Krebs. Ich hatte
bis dahin gar nicht gewusst, dass dreizehnjährige Jungens Krebs haben
können. Das gibt es, und das ist sehr grausam, nicht? Ein Arzt sagte mir,
das ist ein schreckliches Sterben.
Und nun schrieb die Mutter, der Junge erinnere sich daran, er hätte sich immer daran erinnert, wie ich gesagt
hätte, wir sind wie Wanderer im Regen, die nach Hause gehen. Und es wäre
erschütternd gewesen, wie dieser dreizehnjährige Junge immer wieder davon
gesprochen hat "Ich gehe nach Hause zu Jesus." Es wäre ein so wunderbares,
herrliches und getrostes und sieghaftes, seliges Sterben gewesen. Ihr Mann
wäre nicht darüber hinweggekommen und nach einem halben Jahr wäre er auch
gestorben, sie wäre nun ganz allein.
Und da hat es mich gepackt. Sehen Sie, ehe ich solch einen Vortrag anfange, denke ich, Mensch, das ist doch, das
will doch heute gar niemand hören, das ist doch ganz unmodern und das ist
doch – jede Fachkonferenz kann ihnen sagen, so kann man doch nicht reden.
Und wenn es mir keiner abnimmt, wenn ich so einem dreizehnjährigen Jungen
dazu verhelfen kann, dass er durch Jesus gerettet wird und in den Himmel
kommt, dann bin ich dankbar und glücklich. Aber vielleicht ist der eine
oder andere auch hier, der sich anschickt, mit Eifer Jesus zu suchen.
