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Fragerunde 2 (Freitag)

05.05.2014
Zweite Frage-und-Antwort-Runde auf der E21-Konferenz 2014 zu den Themen. Mit Kai Soltau und Thabiti Anyabwile, moderiert von Martin Reakes-Williams.

Einleitung und Rahmung der Themen

Jetzt wird es für mich als Engländer ein bisschen kompliziert, weil ich die Fragen stellen und alles auf Deutsch moderieren muss. Und wie meine Gemeindemitglieder wissen, vergesse ich manchmal, in welcher Sprache ich gerade bin. Aber ich versuche, auf Deutsch zu bleiben.
Und gestern Abend müssen wir uns entschuldigen, dass das Gespräch nicht ins Englische übersetzt wurde. Aber wie ihr seht, klappt es heute.
Wir hatten heute zwei sehr unterschiedliche Texte. Man könnte sagen: Wir haben heute zwei verschiedene Texte, über die wir predigen. Tabide hat gestern gesagt, ich gebe die Worte jetzt nicht ganz genau wieder, aber im Epheserbrief geht es um Gottes Perspektive auf dieser Erde, ungefähr. Gestern hast du den Punkt gemacht, dass es im Epheserbrief um die Perspektive Gottes geht, wie er den Himmel zur Erde bringt, richtig?
Und Prediger, das ist Teil der sogenannten „Weisheitsliteratur“, ist eher der Blick von unten, eher die menschliche Perspektive. Im Prediger heißt das immer wieder: „unter der Sonne“. Ecclesiastes gibt uns mehr die Perspektive von der Erde aus nach oben, wie es heißt: alles unter der Sonne.
Und ich denke manchmal: Bringt uns das eigentlich in Schwierigkeiten mit dieser zweiten Art von Text, mit dieser Weisheitsliteratur? Denn wenn jemand irgendwann das ganze Buch Prediger gelesen hat, denkt man: Meine Güte, ist dieser Mann ein Zyniker! Ein absoluter Skeptiker. Warum ist das überhaupt in der Bibel?
Und beim Hohelied denkt man: Ach, diese Menschen sind so voller Begierde, das soll auch nicht da sein. Er mag das Buch.
Ja, könnt ihr uns vielleicht, fangen wir mit Kai an, ein bisschen helfen? Wenn ich als Laie anfange, diese Bücher, diese Weisheitsliteratur, zu lesen, wie kann ich am besten damit umgehen? Gibt es einige Tipps, wie ich die Wahrheit, die darin ist, also als Teil der Offenbarung, auch wenn das die menschliche Perspektive ist, sozusagen, wie kann ich das für mich wahrnehmen?
Sorry, lange Frage, aber...

Der richtige Zugang zur Weisheitsliteratur

Also, ich denke, wir müssen das Buch im Kontext lesen. Zunächst haben wir den literarischen Kontext dieser Bücher. Dort stoßen wir immer wieder darauf, dass die Bücher letztendlich so aufgebaut sind, dass sie uns dahinführen, dass der Anfang der Weisheit die Gottesfurcht ist. Durch die Gottesfurcht durchstoßen wir gleichsam den Himmel und betrachten die Welt nicht nur von unter der Sonne, sondern auch von über der Sonne. Wir machen also, wenn man so sagen will, unsere Rechnung nicht ohne Gott. So kann man vielleicht die Perspektive nicht ändern.
Der nächste Kontext, denke ich, ist der biblisch-theologische Kontext. Das ist ja auch der Kontext, den wir heute Morgen eigentlich in der Predigt betrachtet haben. Dabei sagen wir: Es ist Teil nicht nur des Alten Testaments, sondern der gesamten Offenbarung Gottes. Wenn wir nun diese Frage nach dem Leid in Hiob betrachten, und wenn Sie sich an Hiob und seine Suche nach Licht erinnern, dann sehen wir in Kohelet die Frage, ob es überhaupt einen Sinn im Leben gibt, weil alles so vergänglich ist. Und dann ist da die Frage nach Sexualität und Ehe, wie sie im Hohelied präsentiert wird. Dort geht es um Ehe und Sexualität. Dann gibt es die Volksweisheit, die uns in den Sprüchen präsentiert wird. Und dann ist da einfach die Tatsache, dass wir all diese Bereiche des menschlichen Lebens angesichts dessen betrachten, was für einen Unterschied Jesus Christus macht.
Letztendlich erklären diese Bücher im Alten Testament irgendwo die Notwendigkeit und den Bankrott des Menschen, der in einer gefallenen Welt lebt. Gleichzeitig werden wir dadurch zu Jesus Christus hingetrieben und sehen: Jesus Christus ist die von Gott gegebene Weisheit. Die Wahrheit in diesen Büchern treibt uns zu Christus, der die Weisheit Gottes ist, die uns offenbart wurde. Wir sehen in Jesus Christus nicht nur die Antwort auf die Vergänglichkeit des Lebens, wie wir es heute Morgen in der Predigt gesehen haben. In Christus bekommen wir nicht nur eine Antwort auf die Fragen des Lebens, warum es so vergänglich ist, sondern auch die Antwort auf das Problem des Leids, auf die Herausforderung der Sexualität und Ehe und auf die Frage, was wirklich weises Leben ist und was nicht weises Leben ist, wie es in den Sprüchen dargestellt wird.
Nehmen wir das Buch Sprüche zum Beispiel. Du und ich haben heute Morgen darüber gesprochen, wie man in ein und demselben Kapitel eigentlich einen Widerspruch finden kann. Es scheint eine offensichtliche Spannung in einem Kapitel zu geben. Ja, schauen wir hier in Sprüche 26,4-5: „Antworte dem Toren nicht nach seiner Torheit, dass du ihm nicht gleich werdest“, und dann in Vers 5: „Antworte aber dem Toren nach seiner Torheit, dass er sich nicht weise dünke.“ Auf der einen Seite heißt es also: Antworte dem Toren nicht nach seiner Torheit, damit du nicht selbst so wirst. Und im nächsten Vers heißt es dann: Antworte dem Toren nach seiner Torheit. Was sollen wir also damit anfangen?
So finden wir in den Sprüchen viele scheinbare Tipps, bei denen wir uns fragen: Wie soll ich das jemals umsetzen? Aber dann lesen wir in 1. Korinther 1,31: Christus ist für uns zur Weisheit geworden. Mal schauen, wie viele ich brauche bis heute Abend. Ich denke, damit können wir es noch abschließen. Dann sehen wir zum Beispiel Jakobus 3, wo auch die Weisheit gezeigt wird. Und wir sehen im Neuen Testament letztendlich mein Einssein mit Christus. Dieses Einssein mit Christus ist schließlich die Antwort auf ein weises Leben. Das ist die einzige Antwort: Wenn wir mit Christus verbunden sind, können wir ein Leben in Weisheit führen.
Tabithi, willst du irgendetwas ergänzen? Und ich habe noch eine zusätzliche Frage, einen Tipp für Prediger: Wie würdest du zum Beispiel das Buch Sprüche predigen? Würdest du versweise predigen oder thematisch, oder wie würdest du da vorgehen?

Christus als Schlüssel zur Auslegung und Predigt

Zum ersten Mal muss ich eine Prüfung ablegen darüber, was der andere Redner gesagt hat. Dieser Antwort von Kai gibt es wirklich nichts hinzuzufügen, er hat das sehr gut abgedeckt.
In fact, I was thinking of First Corinthians 1, 30, 31, where it says, God has made Christ to be wisdom for us. Auch meine Gedanken gingen gleich zu 1. Korinther 1,30-31, wo es eben heisst, dass Christus uns zur Weisheit gemacht oder geworden ist.
And thinking about Luke 24, where Christ says, The Law and the Prophets all speak of him. Und in Lukas 24 bei den Jüngern von Emmaus lesen wir ja auch davon, dass Jesus ihnen sagt, dass die Propheten und Mose von ihm zeugen, oder in Matthäus 5,17, wo Jesus sagt, dass er nicht gekommen ist, um das Gesetz wegzutun, sondern um es zu erfüllen. to do what they say, the Law and the Prophets.
Wenn es dort heisst, dass er es erfüllt, ist damit nicht gemeint, dass er einfach alles tut, was die Propheten und Mose gefordert haben. Sondern er gibt dem Ganzen die Fülle, wozu es eigentlich bestimmt worden ist.
Und das ist auch die Brücke dazu, wie wir mit der Weisheitsliteratur umgehen sollen, wie wir sie predigen können. Wir können es sicher auf eine Art und Weise so angehen, dass wir daraus praktische Schlüsse ziehen, wie wir damit umgehen. Aber ich glaube nicht, dass wir das wirklich voll ausgeschöpft haben, bis wir dahin gelangen, dass wir die Weisheitsliteratur im Lichte Christi predigen. Und es gibt unterschiedliche Arten und Weisen, wie wir von der Weisheitsliteratur zu Christus kommen.
So you take a book like Ecclesiastes, zum Beispiel das Buch Prediger, and you can contrast the futility of life apart from Christ with the fullness of life that's in Christ. Und du kannst einen herrlichen Gegensatz aufzeigen zwischen der Nichtigkeit, der Vergänglichkeit deines Lebens ohne Christus im Vergleich zu der Fülle des Lebens, das uns verheissen ist in Christus.
Oder du nimmst das Hohelied, wo romantische Liebe beschrieben wird, und ohne das jetzt zu einer Allegorie zu machen, können wir in biblischer Theologie die Braut Christi und die Liebe Gottes für seine Braut sehen. Von der biblischen Theologie her können wir erkennen, dass es ein Bild ist für die Liebe Gottes zu uns oder auch die Liebe von Christus zu seiner Braut. Und dadurch können wir auch erkennen, wie romantische Liebe verdorben werden kann oder wie diese Liebe zu etwas Wunderbarem werden wird aus der Perspektive Christi.
 Sprüche 1 bis 9 kannst du kapitelweise predigen, aber die Kapitel 10 bis 30 würde ich eher vorschlagen, dass man sie thematisch angeht. Und da kann man einfach die unterschiedlichen Verse zusammenbringen, um ein Thema dann abzudecken. Aber dann wiederum, wenn das Thema definiert ist, sollte die Brücke zu Christus geschlagen werden. Aber ich bin auch froh über die Antwort von Kai, die das Thema wirklich gut abgedeckt hat.
Prediger oder Gründe für Prediger kann man bei der Spurgeon Conference lernen, ein bisschen wie man das macht. Aber ich habe die Befürchtung, dass für manche, die vielleicht am Anfang des Predigtdienstes stehen, oder auch Menschen, die einfach besser mit der Bibel umgehen wollen, in der eigenen stillen Zeit oder im Hauskreis usw., das vielleicht ein bisschen abschreckend wirkt von dem, was sie gehört haben, weil der Standard so hoch scheint. Fast könnte man sagen, dieses Buch kann man nicht verstehen, bis man das Buch verstanden hat. Wo kann ich überhaupt anfangen? Nicht unbedingt bei allen Büchern.
Und wie ist es für Otto Normalchrist sozusagen? Also die haben gehört: Ja, natürlich, wenn ich Jesaja richtig verstehen will, muss ich die Zusammenhänge kennen, den Kontext, ich muss literarisch verstehen, muss wissen, wie das zu Christus kommt. Wie kann ich als Normalchrist so anfangen, ohne dass ich abgeschreckt werde? Also ich habe hier so Tipps, wie man auf dem Level, Christian, everyday Christian, to deal with, let’s say, a book like Isaiah, where you have to understand the full book, the literary genre, everything, how it’s dealt with in the context of the Old Testament, the New Testament, how do you get from there to Christ, how can you encourage someone to approach a book and still go about it.
So does that mean I’m not a normal Christian? Willst du damit sagen, dass ich kein normaler Christ sei? Du hast eine Ausbildung gehabt.
Well, you had some theological training. Actually I haven’t. I’m not seminary trained. Das stimmt nicht, er war nie in einer Seminar in der Bibelschule.
Which really goes to my answer to your question.

Gemeindliches Lernen und geistliche Reife

Und das ist eine gute Vorlage, um deine Frage zu beantworten. Vergiss nicht: Niemand, der in der Bibel las, hatte eine Bibel. Wie haben sie gelernt, damit richtig umzugehen? Ganz einfach: Sie waren dort, wo die Schrift gelehrt wurde.
Ich habe die Befürchtung, dass wir das Leben des Christen zu sehr individualisieren, zu sehr zu einer persönlichen Sache machen. Und die einzelnen Christen leben dann unter dem Druck, dass sie denken, geistliche Reife bedeute, ein Buch der Bibel so zu kennen, wie ihr Pastor es kennt. Fast wie seminary trained kinds of Christians. Gute, treue Christen haben dann den Eindruck: Na ja, wenn ich keine Bibelschule gemacht habe, keinen Abschluss habe, dann bin ich niemand.
Und ich möchte vorschlagen, dass das eine schlechte Art ist, über das christliche Leben zu denken. Das ist keine gute Weise, über dein Leben als Christ zu denken. Ein sehr guter Christ sollte mit den anderen Menschen Gottes unter dem Wort sitzen, so wie es gepredigt wird. Ein Vorschlag für alle Christen ist, dass sie regelmäßig gemeinsam unter das gelehrte und gepredigte Wort Gottes kommen und dort lernen.
Die Bibel scheint doch ganz klar aufzuzeigen, dass das das Mittel ist, das Gott in erster Linie benutzen will, um sein Volk zu geistlicher Reife zu führen. Sicher gibt es eine Menge, was wir in unserer persönlichen Studienzeit und in der Anwendung der Schrift beherzigen sollten. Aber auch dieses Studium sollte in einem Kontext geschehen, in dem wir wirklich aktiv am Gemeindeleben teilnehmen und uns dort einbringen, als Teil, als Glied der Gemeinde.
Wenn du Fragen zum Buch Jesaja hast, dann geh zu deinen Ältesten oder zu deinem Pastor. Befasse dich mit Jesaja nicht nur bei dir zu Hause in deiner Kammer, sondern auch vielleicht in der Gruppe, in der du bist, oder im Hauskreis, wo auch immer. Tausch dich darüber aus. Wir wachsen auch, indem wir zusammenkommen und untereinander Wahrheit in Liebe reden. So sind wir geschützt vor eigenen Fehlern, die wir begehen würden, oder vor einem Mangel an Erkenntnis, den wir selbst noch haben.
Ich schätze es immer sehr, wenn Leute aus der Gemeinde mir E-Mails mit theologischen Fragen schicken, wenn sie mich fragen: Wie siehst du das? Wie ist das zu verstehen? Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, dass eure Pastoren das auch mögen. Ich denke leider, dass viele von uns in der Situation sind, dass wir nicht unbedingt in Gemeinden sind, in denen wir wirklich Schwarzbrot bekommen, in denen wir in der Gemeinschaft mit den Ältesten und mit den anderen Pastoren vielleicht wirklich den Überblick bekommen.
Aber ich denke, vieles von dem, was Thabiti gesagt hat, kann auch durch gute Literatur ergänzt werden. Und ich denke, ein wichtiger Tipp ist ja, siehe die Büchertische. Auf Martins Frage hin: Ein wichtiger erster Schritt, wenn ich ein Buch angehe, ist, dass ich in einer Einleitung oder in einem Bibelkommentar wirklich einfach mal einen Überblick lese. So dass wir gerade bei so riesigen Büchern wie Jesaja überhaupt mit Erkenntnis an das Buch herangehen und bereits wissen, wie die einzelnen Kapitel und die einzelnen Verse wirklich alle zusammenpassen zu einem größeren Zweck, also zum literarischen Kontext und zum Aufbau des Buches.
Bei einem großen Buch wie zum Beispiel Jesaja ist es hilfreich, einen guten Kommentar zu nehmen, um einfach einen allgemeinen Überblick zu bekommen. Und damit wir uns nicht in all den Einzelheiten und Details des Buches verlieren, sondern wissen, wohin der Hauptgedanke dieses ganzen Buches geht. Dass ich auch nicht nur den literarischen, sondern auch den historischen Kontext verstehe, wenn ich da zum Beispiel an Jesaja 7 denke und wie ich das jetzt predigen soll. Und man sollte nicht nur den literarischen Kontext haben, sondern auch den historischen Kontext, also die Situation, in der das Buch geschrieben wurde.
Aber dann auch, wie wir heute Morgen versucht haben zu praktizieren, wirklich den biblisch-theologischen Kontext sehen und einfach erkennen, wie die Tatsache, dass Christus gekommen ist, irgendwo eine Antwort und eine Erfüllung dessen ist, was wir hier vielleicht bei den Propheten vorfinden. Das ist wie beim Autofahren lernen: Anfangs müssen wir über jeden Schritt nachdenken, und je mehr wir es einüben, desto klarer und einfacher wird es, diese Schritte durchzugehen. Ich weiß nicht, ob das hilft, aber das als Anfangsschritt.

Lernen braucht Übung und gute Hilfsmittel

I agree with the last thing you said there. Zuerst möchte ich dem zustimmen, was du am Ende gesagt hast: It’s hard work? It’s hard work. Harte Arbeit, okay?
Yeah, so studying the Bible is like cracking coal until the diamond comes out. Wenn du die Bibel studierst, dann ist es so, als wärst du ein Strahler, also wenn du nach Diamanten suchst. Du musst viele Steine aufschlagen, bis du letztendlich einen Edelstein darin findest.
So don't get discouraged the first time you tap the rock. Werde nicht entmutigt, wenn beim ersten Mal nicht gleich ein großer Edelstein hervorkommt! Suche weiter, schürfe weiter, hämmere weiter. Es wird sich bezahlt machen!
Die Pastoren, deine Pastoren, tun nichts anderes. Das ist unser täglich Brot, wenn wir uns auf die Predigt vorbereiten. All die Tipps, die Kai euch gegeben hat, sind hilfreich, und sie werden euch helfen, dass ihr erwachsen werdet in der Erkenntnis des Wortes Gottes.
Dann habe ich noch einen Gedanken zu der ersten Sache, die du gesagt hast. Leider ist es wahr, dass nicht jede Gemeinde mit der besten Lehre gesegnet ist. Aber hier ist eine Herausforderung, die ich euch stellen möchte.
Wenn ihr in einer Situation lebt, in der es nicht viele große Kirchen gibt, wenn du dich in einem Kontext wiederfindest, wo es nicht eine Menge guter Gemeinden in deiner Nähe gibt, vielleicht gibt es ein oder zwei Gemeinden in deiner Umgebung, wo es wirklich gute Predigten gibt, dann geh in diese Gemeinde! Wir wollen, dass alle Gemeinden so werden wie diese Gemeinde.
And we want to create a loving pressure on the preaching of the word, und wir wollen einen liebevollen Druck ausüben auf diejenigen, die das Wort Gottes predigen, by sitting under good preaching and encouraging good preachers, indem wir eben diese Predigten aufsuchen, unter ihrer Predigt sitzen und sie ermutigen, das weiter zu tun.
Schlechte Prediger verdienen es überhaupt nicht, dass du ihnen zuhörst. Und ein schlechter Prediger, lass mich das definieren, ist jemand, der einfach untreu ist im Ausüben des Predigens. Er lehrt nicht das Evangelium, und wenn du ihn fragst, wirst du feststellen, dass er nicht einmal an die Autorität der Schrift glaubt, letztendlich.
Du schuldest es deiner eigenen Seele, dass du Leuten zuhörst, die völlig überzeugt sind von der Irrtumslosigkeit und Autorität der Schrift, die völlig davon überzeugt sind, dass das die Nahrung ist, die unsere Seelen brauchen; who weeps at the thought of people going to a Christless eternity and sits unter Männern, die Tränen darüber vergießen, wenn sie daran denken, dass Menschen auf dem Weg in die Hölle sind, ohne Christus; and gives this to you as faithfully and clearly as he can, und hört den Männern zu, die alles daran setzen, das Wort Gottes gerade zu schneiden und es treu zu lehren und zu predigen.
That man may not be a world famous preacher. Der Prediger muss nicht ein weltbekannter Prediger sein. Aber wenn er treu ist, treu dem Wort Gottes gegenüber, dann ist er auch treu für die Nahrung deiner Seele.
Und jeder von uns braucht es, hat es nötig, unter solchen Predigern zu sitzen.

Spannung zwischen Verheißung und Gegenwart

Also, ein bisschen eine neue Thematik, aber es geht darum, dass es hier Unterschiede gibt, also unterschiedliche Betonungen zwischen solchen Predigten. Und zwar in diesem Bereich, den du heute angesprochen hast: Erbe, Christi. Da hatten wir auch die Verbundenheit mit Christus in beiden.
Im Grunde geht es um diese Frage: Was ist der Teil des Erbes, den wir jetzt schon als Vorgeschmack geniessen dürfen, und was ist noch nicht zu erwarten? Es gibt die Tendenz, dass manche Christen für heute, in der heutigen Erfahrung als Christ, viel mehr erwarten, als eigentlich für heute versprochen ist. Das ist die korinthische Richtung: Himmel jetzt.
Aber es gibt auch andere, die die Tendenz haben, dass alles schlimm, schwierig und furchtbar wird, und man muss nur irgendwie durchkommen, und irgendwann kommt dann der Himmel. Aber jetzt ist nur Schwierigkeit und Trübsal. Also: Habt ihr Gedanken, wie wir mit dieser Spannung zurechtkommen können?
I don't know if balance is the right word, partly because I think it's going to depend on where you live. So our brothers and sisters in parts of the world where the church is actively persecuted, Geschwister zum Beispiel, die in einem Teil der Erde der Welt wohnen, wo sie wirklich Verfolgung erleiden, sie haben grossartige Dinge, die sie uns weitergeben können in Bezug auf Leiden und Freude in sehr leidvollen Situationen. Und es kann sein, dass sie eben Leid viel mehr betonen, weil das der Kontext ist, in dem sie ihr Leben führen. Und vielleicht scheint das für uns dann ein bisschen unausgeglichen, aber in dem Kontext, in dem sie sich befinden, ist das sehr wohl passend.
Aber wenn ich deine Frage richtig verstehe, dann läuft sie darauf hinaus, dass es ja auf der einen Seite ein Wohlstandsevangelium gibt und auf der anderen Seite vielleicht eine austere, fast monastische love of suffering. Und auf der anderen Seite haben wir dann diejenigen, die jeglichen irdischen Freuden entsagen, so als würden sie hier in einem Kloster leben.
Und die beste Art und Weise, eine Spannung aufzulösen, ist, dem Gewicht dort das Gewicht zu geben, wo die Bibel das Gewicht legt. Not to believe in promises that God never actually makes. Und das beinhaltet auch, dass wir nicht Verheissungen in Anspruch nehmen, die Gott nie gegeben hat.
Es gibt keine einzige Stelle in der Schrift, wo Gott einfach verheisst, dass Christen reich sein werden, wo Gott einfach generell verheisst, dass Christen reich sein würden. Aber Gott sagt, dass er unsere Bedürfnisse abdeckt. Er sorgt für uns. Matthäus 6,33 zum Beispiel.
Aber in der Schrift sehen wir auch, dass es Christen gibt, die durchaus sehr reich gewesen sind. In 1. Timotheus 6 werden diese reichen Christen aufgefordert, ihren Reichtum zu nutzen, um für das Reich Gottes Gutes zu tun. Und dann finden wir viele Leute in der Schrift, die ganz klar und eindeutig arm sind. 2. Korinther 8 zum Beispiel, die Mazedonier.
And though they were poor and in much affliction, they were the most generous people toward God. Und das Erstaunliche dort ist: Diese Mazedonier waren mausarm, sie litten unter grosser Verfolgung, aber sie haben mehr gegeben als alle anderen. These people had nothing and yet they begged to be able to give to the needs of others. Eigentlich hatten sie gar nichts, aber sie haben förmlich darum gebettelt, auch spenden zu dürfen für die Bedürfnisse anderer.
Und die Bibel legt das Gewicht auf Grosszügigkeit und nicht auf grosse Reichtümer. Und wenn Gott uns grosse Güter anvertraut, dann gibt er sie uns nicht als Eigentümer, sondern als Verwalter, damit wir sie richtig einsetzen zu seiner Ehre. Und ob wir jetzt viel oder wenig haben, das Ziel ist es, zu lernen, zufrieden und dankbar zu sein in der Situation, in der wir uns gerade befinden.
Das führt uns zurück zu dem Gebet von Agur in Proverbs 30: „Give me neither poverty nor riches.“ Er bittet dort, dass Gott ihm weder Armut noch Reichtum geben möge.

Einordnung der Debatte um Homosexualität und Sklaverei

Einen letzten Themenbereich dann. Das hilft uns ein bisschen mit der Apologetik, vielleicht kommt das auch auf deinem Hintergrund an.
Wir hören sehr oft, und das haben wir vielleicht auch von Freundinnen gehört, in dieser ganzen Frage, die in unserer Gesellschaft aktuell ist: Homosexualität. Für Christen ist das, na ja, wie die Sklaverei. Ihr habt lange gebraucht, um zu merken, dass das falsch war, und ihr werdet das auch mit Homosexualität irgendwann klarkommen.
Und dieser Vergleich wird sehr oft in den Medien gemacht. Kannst du uns kurz helfen: Wie ist dieser Vergleich berechtigt, und wenn nicht, was sind die wichtigsten Punkte?
Ja, ich kenne dieses Argument. Und dieses Argument baut auf zwei Standbeinen auf. Es hängt einerseits damit zusammen, dass Christen sich dafür schämen, dass sie versagt haben, oder dass sie sich dafür schämen, dass es Teile in der Schrift gibt, die unser Leben unangenehm gestalten können.
Das hat auch damit zu tun, dass man eine Sicht der Bibel hat, die einfach immer vorausschaut und nicht in der Realität, in der Gegenwart lebt. Und es ist eben diese Sicht, dass wir alle auf dem Weg sind, irgendwo hin, ein Ziel zu erreichen, angesichts dessen, was die Bibel lehrt.
Und ich würde drei Punkte hier nennen.
Nummer eins: Wir müssen uns mit dem Gedanken anfreunden, dass wir in den Augen der Welt Toren sind und auch Toren bleiben werden. Wenn wir uns dafür schämen, dass in der Bibel von Sklaverei die Rede ist, dann werden wir uns zurückhalten, wenn es darum geht, die Wahrheit zu sagen. Wir werden uns winden und irgendwie nach Auswegen suchen. Wir sollen demütig bleiben, und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen, was die Bibel lehrt und was da drinsteht. Es ist Gottes Wort, und es ist wahr, auch wenn wir als Christen nicht immer ganz treu waren in der Nachfolge und in der Umsetzung dieser Wahrheit.
Zweitens: Von der Bibel betrachtet gibt es überhaupt keinen Anlass, keinen Ansatz, Sklaverei mit Homosexualität zu vergleichen. Das ist, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Es gibt keine einzige Stelle in der Schrift, die dafür plädiert, dass Homosexualität tolerierbar wäre. Wir wollen sanftmütig sein, wir wollen liebevoll sein, wenn wir diese Wahrheit angehen und darüber reden. Aber überall, wo die Bibel von Homosexualität spricht, spricht sie so darüber, dass es als Sünde verurteilt wird, zusammen mit vielen anderen Sünden, ob heterosexuell oder anders.
Wenn immer die Bibel von Homosexualität spricht, dann spricht sie immer dahingehend, dass es etwas Schlechtes, etwas Verurteilungswürdiges ist, genau wie eine Vielzahl anderer Sünden, die dort genannt werden.
Die zweite Sache ist, dass die Sklaverei anders ist, weil die Bibel auf der einen Seite gewisse Formen von Sklaverei erlaubt. Sklaverei ist also ein anderes Thema, weil eine gewisse Form von Sklaverei durchaus okay ist mit dem, was die Bibel lehrt. Und doch reguliert sie sie auch und gibt sozusagen den Sprengstoff, um Sklaverei als System zu zerstören. Aber gleichzeitig kann es auch dazu führen, dass man das falsch versteht, und Sklaverei ist etwas im Wert, was es nicht sein soll.
Die Sklaverei, die im Neuen Testament beschrieben wird, hat nichts damit zu tun, was in den USA geschehen ist mit der Sklaverei. Es hat nichts damit zu tun, welcher Rasse man ist. Und die Sklaverei, von der wir in der Bibel lesen, hat nichts damit zu tun, dass es eine höhere Rasse gibt oder jemand, der über einer anderen Menschenrasse steht und deshalb das Recht hat, sie als Sklaven zu benutzen. Whereas when we think about American chattel slavery, that's precisely what it was based on.
So when we're asked that question, we need to know that they're comparing apples and oranges. Wenn Sie diese Frage stellen, dann müssen wir uns bewusst sein: Wenn wir Sklaverei und Homosexualität vergleichen, dann vergleichen wir Birnen und Äpfel. Es ist nicht dieselbe Sache.
Aber wir können sogar noch einen Schritt weiter gehen. Wir können 1. Timotheus 1,10 anschauen, wo Paulus sagt, dass etwas dem glorreichen Evangelium Gottes entgegensteht, wo es heißt, dass Sklaverei ein Gegensatz zum Evangelium ist. Die Bibel spricht sich ganz klar gegen eine Form von Sklaverei aus, wie wir sie eben zur Zeit der USA praktiziert gesehen haben, wo Sklaven so misshandelt wurden.
Und der Philemonbrief gibt uns noch mehr Einsicht in dieser ganzen Geschichte. Paulus schickt Onesimus, einen entlaufenen Sklaven, zurück zu seinem Herrn. Und du fragst dich vielleicht: Wie kommt Paulus darauf, Onesimus so einen Rat zu erteilen? Und es gibt Leute, die dann daraus ableiten, dass Paulus nicht nur sexistischer Gesinnung war, sondern auch rassistischer Gesinnung.
Aber Paulus sagt Philemon, dass er Onesimus als einen Bruder aufnehmen soll. Und er macht seine Bitte auf der Grundlage von Liebe. Der Grund, oder der Ausgangspunkt, diese Forderung zu stellen, ist Liebe. Und wenn du den Philemonbrief liest, dann beruft er sich nicht irgendwie auf ein Gesetz oder auf soziale Gerechtigkeit. Er bezieht sich auf etwas Tieferes und viel Mächtigeres. Er bezieht sich auf etwas viel Tiefgreifenderes und viel Gewaltigeres.
Er bezieht sich darauf, dass die Liebe Gottes, die in unsere Herzen ausgegossen ist, ebenso tiefgreifende Veränderungen herbeiführen sollte, dass auch die Beziehung zwischen einem Herrn und seinem Sklaven dadurch in das richtige Gleichgewicht gebracht wird. Christliche Liebe erhöht denjenigen, der eigentlich sozial weiter unten angesiedelt ist, in die Stellung eines Bruders.
Aber 1. Korinther 13 lehrt uns auch, dass die Liebe sich nie an bösen Dingen freut. Also müssen wir einfach klar festhalten, dass die Bibel in zwei unterschiedlichen Kategorien spricht, wenn sie von Sklaverei spricht oder von Homosexualität.
Schäme dich nicht für das, was da steht, und verstehe, dass es sich hier um zwei völlig unterschiedliche Kategorien handelt. Und die Antwort, die das Evangelium für beide Dinge liefert, ist sehr unterschiedlich. Homosexuelle werden zur Buße gerufen und dazu, sich durch Christus retten zu lassen. Und der Sklave wird zu einem Bruder, auch wenn er immer noch ein Sklave ist und einen Herrn über sich hat.
Punkt. Landung. Es ist dreizehn Uhr.