Gott wird Mensch: Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter ist, Weg, Wahrheit und Leben.
Episode 338: Die Speise zum ewigen Leben, Teil 4.
Die Bedeutung des Brotes Gottes und das Missverständnis der Zuhörer
Jesus bleibt bei der Idee, dass er das Brot Gottes ist, das aus dem Himmel gekommen ist, um der Welt ewiges Leben zu geben. In Johannes 6,33-34 heißt es: „Denn das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt.“ Daraufhin sagen sie zu ihm: „Herr, gib uns allezeit dieses Brot.“
Man merkt, dass sie noch nicht ganz verstanden haben, worum es geht. Jesus spricht von einer Person, doch sie denken immer noch an das Brot, das man essen kann. Dieses Missverständnis ähnelt dem bei der Frau am Jakobsbrunnen. Jesus bietet ihr lebendiges Wasser an und spricht von einer Lebensqualität, die jeden Lebensdurst stillt. Die Frau hingegen versteht nur Wasser im wörtlichen Sinn.
Hier ist es ähnlich: Jesus spricht von sich selbst, doch sie verstehen nur „Fischburger“. In Johannes 6,34-35 heißt es: „Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot. Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.“
Die tiefere Bedeutung des Lebenshungers und Lebensdurstes
Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Freund davon bin, Bibelverse auswendig zu lernen.
Ein besonders schöner Vers ist Johannes 6,35: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.“
Im Leben eines Menschen gibt es einen Hunger und einen Durst, die nur gestillt werden können, wenn wir dem Herrn Jesus begegnen. Zu Jesus kommen und an Jesus glauben – das sind die Voraussetzungen dafür, dass die Suche nach Gott, nach Sinn, Orientierung und Ewigkeit im Leben eines Menschen endet.
Jesus als Person ist die Antwort Gottes auf die Verlorenheit des Menschen.
Das Problem der Ablehnung des Gebers trotz der Gaben
Problem nur: Sie wollen ihn nicht, den Geber, sondern nur seine Gaben (Johannes 6,36).
Aber ich habe euch gesagt, dass ihr mich gesehen habt und dennoch nicht glaubt. Ja, sie hatten ihn gesehen, gesehen, was er getan hat – das mit den Broten und den Fischen. Und er hatte ihnen bereits gesagt, worin ihr Problem liegt.
Sie schauen nicht hinter diese Zeichen. Sie nehmen die Zeichen nicht als Anlass, ihr Vertrauen auf ihn zu setzen und an ihn zu glauben. Und Jesus weiß genau, wer das sind.
Wir lesen etwas später in Johannes Kapitel 6, Vers 64: „Denn Jesus wusste von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten.“ Jesus kennt seine Pappenheimer, weil er weiß, wie es in ihrem Herzen aussieht.
Deshalb sagt er jetzt etwas total Provozierendes. Johannes Kapitel 6, Vers 37: „Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstossen.“
Die Reaktion der Zuhörer und das Problem ihrer Gottesbeziehung
Vor Jesus stehen Juden, von denen er weiß, dass sie nicht an ihn glauben wollen. Am Ende des Kapitels sind deshalb tatsächlich fast alle fort. Jesus steht am Ende da und fragt den innersten Kreis seiner Jünger: Wollt ihr auch weggehen?
Die Situation ist so schlimm, dass gestern noch viele ihn zum König machen wollten, und heute schütteln sie nur noch den Kopf über diesen schrägen Rabbi und gehen weg. Warum ist das so?
Die Antwort ist folgende: Sie haben ein großes Problem mit Gott. Das hätten sie selbst natürlich nie so gesehen. Sie hielten sich für gläubige Juden, doch genau das sind sie nicht. Ja, sie halten sich an Gebote und man findet sie zu den Festen in Jerusalem. Sie sind religiös, aber sie haben keine wirkliche Beziehung zu Gott.
Ich sage das so deutlich, weil es wichtig ist, dass wir begreifen, über wen Jesus hier redet.
Die Beziehung zwischen Vater, Sohn und den Gläubigen
Wenn der Herr Jesus auf seinen Dienst zurückblickt, formuliert er in Johannes 17,6: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.“
Mir geht es hier nur um die Beschreibung der Menschen, die der Vater dem Sohn gibt. Es sind Menschen, die vorher, also bevor der Vater sie dem Sohn gibt, bereits dem Vater gehören. Es handelt sich um gottgläubige Israeliten. Der Vater gibt die Juden, die bereits an ihn glauben, weiter an den Sohn.
Noch einmal zurück zu Johannes: Jesus weiß also, wer nicht gläubig ist, und zu denen sagt er in Johannes 6,37: „Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstossen.“
Warum sagt er ihnen das? Weil er sie auf etwas hinweisen will. Er möchte ihnen deutlich machen, dass sie nicht zu denen gehören, die der Vater dem Sohn gibt. Wenn sie zu dieser Gruppe von Israeliten gehören würden, dann würden sie jetzt kommen. Aber sie gehören nicht dazu.
Wer zu Jesus kommt, ist bei ihm sicher. Jesus wird niemanden hinausstossen. Der Sohn nimmt alle an, die der Vater ihm gibt. Es ist die Aufgabe des Sohnes, den Charakter Gottes zu offenbaren, wie wir eben gelesen haben: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart.“
Die Israeliten, die eine Beziehung zum Vater haben und auf echte Weise gläubig sind, lassen sich vom Vater motivieren, zu Jesus zu gehen und ihm nachzufolgen.
Die ernste Situation der Ablehnung und ihre Bedeutung
So, und jetzt wird es sehr ernst: Die Zuhörer Jesu sind gerade dabei, ihn abzulehnen. Das ist ein deutlicher Beleg dafür, dass sie nicht an Gott glauben – Religiosität hin oder her.
Würden sie glauben und eine Beziehung zum Vater haben, dann würden sie jetzt anfangen, den Worten Jesu Vertrauen zu schenken. Sie würden das tun, weil der Vater die gläubigen Israeliten dem Sohn gibt, damit sie von ihm ewiges Leben erhalten.
Versteht ihr die Argumentation? In den gläubigen Israeliten wirkt der Vater. Der Vater sorgt dafür, dass sie den Sohn finden. Er reicht die Gläubigen an den Sohn weiter.
Aber wie ist es mit den Leuten, die vor Jesus stehen, die nicht zu ihm kommen und nichts mit ihm anfangen können? Was zeigt ihr Desinteresse am Sohn? Genau, ihr Umgang mit Jesus offenbart, dass sie ein viel größeres Problem haben: Sie haben keine Beziehung zum Vater.
Lasst mich diesen Gedanken noch einmal wiederholen: Johannes 6,37 sagt: „Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstossen.“
Jesus weiß, wer gläubig ist und wer nicht. Weil er weiß, dass fast alle seine Zuhörer nicht gläubig sind und kurz davorstehen, ihn als Messias abzulehnen, beschreibt er ihr Problem.
Wenn sie nicht anfangen, an ihn zu glauben, dann beweisen sie damit, dass sie nicht zu denen gehören, die der Vater dem Sohn gibt. Wenn sie Jesus ablehnen, zeigen sie damit auch, dass sie keine Beziehung zum Vater haben.
Denn alle, die zum Vater gehören, alle, die auf echte Weise gottgläubig sind, gibt der Vater dem Sohn. Oder mit meinen Worten: Der Vater sorgt dafür, dass diese Menschen den Sohn erkennen und an ihn glauben.
In dieser kritischen Zeit, in der aus Juden Christen werden, passt der Vater darauf auf, dass keiner von den wirklich gottgläubigen Israeliten den Sprung zum Christentum verpasst.
Persönliche Reflexion und Abschluss
Was könntest du jetzt tun? Frag dich doch einmal, ob dein Lebenshunger wirklich durch die Bekehrung gestillt ist.
Ich erlebe immer wieder Christen, die das zwar behaupten und vielleicht auch singen, aber ganz anders leben.
Das war es für heute. Wenn dir eine Episode besonders gefällt, leite sie gern an Freunde weiter und mache ein wenig Werbung für den Podcast.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
