Ich möchte heute über die Adventserwartung dieser merkwürdigen Gestalt, die
da auftaucht des Bileam aus Mesopotamien sprechen. 4. Mose 24, 4. Mose 24und wir können die ganze Geschichte lesen, es sind mehrere Kapitel in der
Bibel. 4. Mose 24 Vers 17. Der Bileam fängt ja ganz feierlich an und sagt:
Dies sagt der Mann, dem die Augen geöffnet sind, das sagt der Hörer
göttlicher Rede und der die Erkenntnis des Höchsten hat, der die
Offenbarung des Allmächtigen sieht und dem die Augen geöffnet werden, wenn
er niederkniet, und jetzt kommt das, was er sieht:
17 Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn, aber nicht von nahem. Es
wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen und
wird zerschmettern die Schläfen der Moabiter und den Scheitel aller Söhne
Sets.
Liebe Gemeinde in unseren Tagen ist's ja so, dass die großen
Führerpersönlichkeiten in unserem Volk nicht mehr hoch geachtet werden.
Könige und Fürsten, die werden fast ausschließlich nur noch in den
Klatschspalten der Regenbogenpresse behandelt, Politiker, die werden so
allgemein hochnäsig und hochmütig kritisiert und in den Dreck gezogen,
Bischöfe gelten auch nicht viel, und Wirtschaftsführer, die müssen sich oft
vor Terroristen und Räubern im Hintergrund halten und verstecken. In
unseren Tagen gibt's eigentlich nur noch eine Gruppe, die allgemein
bewundert und anerkannt wird, das sind die großen Weltstars. Die jungen
Leute, die Teenager, die hängen schmachtend die Poster in ihren Zimmern auf
und reden von diesen tollen Leuten, ihre Melodien werden gesungen und auf X
Kassetten und Platten und Compactdiscs gehört und die Frisuren werden
nachgemacht und die Kleider sind davon geprägt. So wie die Stars das haben.
Sie wissen doch was Star heißt im Englischen, das heißt Stern. Das sind
also die jene Lichtfiguren, denen man nachhängt, die hoch im Kurs stehen.
Das geht manchmal ganz schnell, wie diese Sterne wieder fallen. War's
irgendwann in den letzten Tagen, da las ich, dass einer der Bekannten, der
Michael Jackson, bloß wegen ein paar Skandalnachrichten den Zorn seiner
Fans spürt. Da hieß es in einer der Zeitungen, dass die jungen Mädchen die
Poster runterreißen und mit Tränen in den Augen auf dem Boden zertrampeln.
So schnell können Stars stürzen. Aber wenn wir in diesen Weihnachtstagen
unsere Sterne aufhängen, und wenn der Stern so eine wichtige Rolle spielt,
Sie kennen das aus den Schaufenstern und aus der Dekoration, aus den
Symbolen. Das gehört ja mit in diese Advents- und Weihnachtszeit. Welche
Sterne haben wir? Woher kommt denn das überhaupt mit diesem Bild vom Stern?
Ein paar, die haben ja da ihren Arbeitgeber beim guten Stern auf allen
Straßen, aber da ist der Chromglanz auch schon ein bisschen beschlagen in
diesen Tagen. Das ist auch nicht gemeint. Und andere sagen: Ja nun, meine
Sterne, die liegen in meiner Brust. Da wo ich was will, mit meinem Leben
was tun kann, da ist meine Hoffnung, da ist meine Zuversicht. Und wir
Christen sagen: Aller Trost und alle Freude liegen für uns in dem einen
Stern, der erschienen ist. Das ist ein Symbol, ein Codewort, für Jesus, der
strahlend hell am Firmament leuchtet, am dunklen Nachthimmel. Und für uns
kann es gar nichts Gleichrangiges geben, gar nichts was ihm irgendwo zur
Seite treten kann. Da sind wir so erfüllt davon. Wir wollen auch heute am
Beginn der Adventszeit sagen: Wenn wir uns zusammensetzen und Kerzen
anzünden, wenn wir Gottesdienst halten, wenn wir feiern in diesen Tagen,
dann soll unser Blick immer wieder auf diesem einen Stern ruhen, den wir
erwarten, über den wir uns freuen, den wir ansehen. Stern auf den ich
schaue, Fels auf dem ich steh, Führer dem ich traue, Stab an dem ich geh,
Brot von dem ich lebe, Quell an dem ich ruh, Ziel das ich erstrebe, alles
Herr bist du. Ich möchte Ihnen heute das einfach mal zeigen, wie das in
Israel schon Jahrhunderte lang gelebt hat. Seit den Tagen, als Israel das
gelobte und vom Herrn verheißene Land in Besitz nahm, war die Erwartung
groß für den einen Stern, der kommen wird. Der strahlend helle Stern in der
dunklen Nacht.
Der helle Stern in der dunklen Nacht
Mein erster Punkt: Hell strahlt der Stern in der dunklen Nacht. Ich muss
Ihnen doch noch die Geschichte von Bileam ein wenig erzählen, eine
sonderbare Geschichte. Die Israeliten waren 42 Jahre lang durch die
glutheiße Wüste gewandert. Es waren schwierige Jahre, Jahre in denen sie
verzweifelt und missmutig waren. Und als sie endlich ganz nah am
verheißenen Land am Ziel waren, da kamen neue Schwierigkeiten. Die
Amalekiter verwehrten ihnen den Weg. Sie mussten einen großen Umweg machen.
Über die große Verkehrsstraße, die durch Jordanien führt, die Königsstraße
genannte Verkehrsverbindung durch die Wüste, herum um das Gebirge Moab. Und
der König der Moabiter, der hat gehört wie das mit den Israeliten
gefährlich ist. Man hat gemunkelt: Da ist doch der große Gott mit ihnen. Da
hat er sich überlegt, wie kann ich die Israeliten schlagen. Und dann kam er
auf eine Idee: Ich brauch eine Wunderwaffe, eine Geheimwaffe. Mit dem
Schwert hat das keinen Wert und mit dem Spieß hat das keinen Wert. Und dann
holt er aus dem Zweistromland, aus Mesopotamien einen der damals
bekanntesten Seher sagte man. Das war einer, der irgendwo mit diesen
geheimnisvollen göttlichen Kräften in Verbindung stand. Wenn Sie mich jetzt
fragen, was war mit dem Bileam los, es geht ja in seiner Person eigenartig
durcheinander. Gott redet durch ihn und auf der anderen Seite ist er ein
Mensch, dem auch immer wieder das Heidentum durchbricht und in dem der
Ungehorsam lebt. Das ist ja bei uns oft gar nicht anders. Gott schenkt uns
große Offenbarungen und dann hat die Sünde wieder Raum. Der König Balak,
der Moabiterkönig sagt dem Bileam durch seine Boten. Ich wird dir
unheimlich viel Geld zahlen. Komm und verfluche Israel. Das ist die einzige
Waffe, mit der man Israel schlagen kann. Gott warnt den Bileam, Bileam
setzt sich über die Warnungen hinweg. Unterwegs, und jetzt kennen Sie die
Geschichte alle, wie er auf der Eselin reitet, läuft die Eselin plötzlich
nicht mehr weiter. Nicht weil sie störrisch war, sondern die Eselin war
gescheiter als der Bileam. Die Eselin sieht, dass ein Engel Gottes im Weg
steht. Und der Bileam, zornentbrannt sagt er: Lauf du dummes Viech und
schlägt die Eselin. Sie sagt: warum schlägst du mich? Und erst da sieht
Bileam: Gott steht im Weg durch seinen Engel. Und Gott sagt ihm: Du darfst
hingehen, aber du darfst Israel nicht verfluchen. Du musst Israel segnen.
Das war natürlich eine Enttäuschung für den König Balak, als der Bileam
hintritt. Das ist ja das Gebirge Piska, wo sie dann opferten, wo später
Mose starb. Und dort vom Gebirge Piska, wo man hinuntersieht in die
Jordansenke, wo die Israeliten lagen, da fängt Bileam plötzlich an Israel
zu segnen mit wunderbaren Worten. Gesegnet bist du. Und der Balak der
Moabiterkönig war empört und sagt: ich hab dich doch nicht bestellt und
bezahlt, dass du so was redest und dann sagt er: Wie sollt ich anders reden
können? Wenn Gott mich sendet und ich bin nur ein Bote Gottes, dann kannst
du mir ein Haus voll Silber und Gold geben, ich kann doch nur die Wahrheit
des Gotteswortes reden. Und dann sagt Gott über Israel Worte, das können
Sie selber nachprüfen ob das stimmt, es ist ein Volk gesondert und
zerstreut. Bis heute ist das jenes Geheimnis des Volkes Israel. Das Volk,
das gesondert ist von allen Völkern, das doch zerstreut ist unter allen
Völkern. Und dann zum Schluss hebt er an und sagt dann diese wunderbare
Messiasweissagung, wie er noch einmal ansetzt und sagt: Ich sehe ihn, aber
nicht jetzt, ich schaue ihn, aber noch nicht von Nahem. Es wird ein Stern
aus Jakob ausgehen und ein Zepter aus Israel aufgehen. Und wieder tobt der
Balak und sagt: Halt deinen Mund. Da sagt er: Gott hält sein Wort und Gott
wird dieses Wort erfüllen. Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge. Sollte
er etwas sagen und nicht halten, sollte er etwas reden und nicht tun? So
hat's dann Jesus erfüllt, er ist der helle Stern. Ich möchte kurz ein paar
Sachen sagen, was das heißt dieses wunderbare Bild, was das für Sie
bedeutet. Wenn Sie wissen wollen, was Jesus in Ihrem Leben bedeuten kann.
Er ist das helle strahlende Licht am dunklen Nachthimmel. Jesus hat das ja
noch einmal mit seinen Worten bekräftigt: Ich bin das Licht der Welt. Wer
mir nachfolgt wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht
des Lebens haben. Es sind viele, die in der Adventszeit traurig sind und
dann, einfach weil die Wehmut hochkommt, das Gemüt zu viel Raum hat, reden
sie von ihrem unerfüllten Leben, von ihrem Schmerz, von der Traurigkeit.
Ich weiß Adventszeit ist bei vielen eine ganz traurige Zeit. Da wachen
Erinnerungen auf aus der Kindheit und dann leidet man unter der ungewissen
Zukunft, unter der Last der Krankheit und sagt, was ist denn los, wie
geht's bei mir weiter? Ich weiß meinen Weg nimmer. Jesus ist das Licht für
Sie. Er will Ihnen das jetzt in diesen Tagen ganz klar machen, dass Ihr
Leben in seiner Hand ruht. Dass Sie von ihm geführt werden, auch durch die
dunkle Nacht und es macht gar nichts aus, wenn Sie auch den Weg nicht
wissen. Er macht Ihre Finsternis licht und macht es ganz hell bei Ihnen.
Und er schließt auch das Geheimnis Ihres Lebens auf und sagt: Lass es doch
genug sein, dass er der Herr ist und dass er Sie führt. Er macht es soweit
hell, wie Sie es brauchen. Er ist Ihr Licht. Wie heißt's in einem schönen
Lied? Lobe den Herren, den mächtigen König. Er ist dein Licht. Seele
vergiss es ja nicht. Aber noch was anderes fällt mir bei dem Licht immer
wieder auf und das ist auch ganz wichtig für diese Adventszeit, wenn das
Licht hell scheint, dann sieht man ja auch alle Mängel. Ich möchte Sie
darauf vorbereiten. Adventszeit ist eine Zeit, früher hat man gesagt eine
Fastenzeit oder wir würden heute sagen eine Zeit der Reinigung, eine Zeit
der Buße, der Umkehr, damit wir den Herrn empfangen können, wollen wir auch
schauen, was seinem Kommen im Wege steht und die Hindernisse sehen. Ich
hoffe, dass in diesen Adventstagen Jesus bei Ihnen ganz hell beleuchtet,
was Schmutz und was Sünde ist, was Unrecht ist in Ihrem Leben. Dass Sie
Böses erkennen können und dass Sie's in seinem Licht bereinigen können.
Dass Sie sagen: Für mich war das eine ganz enorm reiche Zeit. Ich bin
herausgetreten aus so vielem Dunklen meines Lebens ins Licht Jesu. Das ist
etwas Wunderbares, wenn Menschen Beziehungen wieder neu ordnen, wenn unser
Familienleben wieder durchscheinend hell wird. Wenn eine Ehe erneuert wird
durch Jesus, wenn er hell hineinleuchtet. Wenn unser ganzes Wesen, unser
inneres Leben hell, durscheinend hell wird. Das ist ja immer wieder auch in
den großen Prophetenworten die Ankündigung: Es wird nicht dunkel bleiben
über denen, die in der Angst sind. Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht
ein großes Licht. Das soll bei Ihnen jetzt geschehen in den
Weihnachtstagen, es soll strahlend hell werden, strahlend hell werden, dass
Sie sagen: Ich sehe das Licht mitten in der dunklen Nacht meines Lebens.
Ich sehe das Licht mitten in der Traurigkeit, mitten in der Angst, ich sehe
das Licht Jesu. Übrigens ein anderes Licht werden Sie nicht finden. Es wird
keine andere Erklärung geben, es bleibt alles rätselhaft und dunkel. Das
ist das Licht.
Orientierung für Verirrte
Eine Zweite Erklärung will ich geben. Dieser Stern gibt Orientierung für
Verirrte. Nun wissen Sie, dass ja die Sterne eine ganz wichtige Bedeutung
haben in der Seefahrt zum Beispiel, aber auch unsere Flugpiloten, die
lernen noch an dem Sextanten sich an den Sternen auszurichten. Die fliegen
natürlich nicht mehr so, aber für alle Fälle müssen sie's noch lernen,
damit sie in Notsituationen sich orientieren können. Auch wenn unsere
Schiffe heut mit Radar schon fahren, sie werden nach den Sternen ihren Weg
genau richten können. Was heißt denn dieses Bild? Warum ist denn das Bild
vom Stern überhaupt gewählt? Die Bibel möchte ja immer wieder auch durch
diese Symbolik zu uns reden. Sie können Ihre Lebensentscheidungen nur
richtig fällen, wenn Sie Orientierung haben. Und nun sind wir ja alle oft
ratlos. Was soll ich tun in den Schwierigkeiten meines Lebens. Oder Sie
stehen an einer Weggabelung. Was soll ich tun. Ja was ist richtig. Da kann
man sich ja den Kopf zerbrechen. Sie fragen den und der gibt Ihnen den Rat,
Sie fragen einen anderen und der gibt Ihnen einen anderen Rat. Es ist ja
eine Verheißung, die oft im Wort Gottes anzutreffen ist, dass er Sie, der
Herr Sie mit seinen Augen leitet. Und ich bin so froh, dass das auch gilt,
dass man sich da ganz blind darauf verlassen kann. Er wird mich mit seinen
Augen leiten. Aber dazu brauchen Sie sein Wort. Und wenn Sie sein Wort
lesen, dann erfüllt sich dass, das Jesus durch das Wort Gottes hindurch
Ihnen ganz konkrete Weisungen gibt. Und auf einmal verstehen Sie dieses
Wort. Und Sie sagen: Ach das hat mir jetzt heut richtig geholfen. Oft
geht's einem ja schon so beim Losungswort, dass man sagt: das ist ja wie
für mich ausgewählt heute. Aber lesen Sie nur mehr im Wort, Sie werden
merken, wie das immer in Ihre Situation ganz genau hineinredet und wie Sie
immer besser erkennen, ich kann meinen Weg nun unsträflich gehen. Wenn ich
sein Wort habe und dieses Wort hineinleuchtet in meine Situation. Dieses
Wort leuchtet natürlich auch hier hinein, wie mit einem feurigen Stift bis
ins Gewissen. Geht oft so hinein, dass es scheidet Seele und Geist, dass es
durchfährt und trifft. Aber ich muss auch sagen, dieses Wort macht uns auch
die Güte und Liebe und Barmherzigkeit Gottes groß. Es ist ein Licht auf
unserem Wege, man kann wieder seine Entscheidungen klarer sehen. Ich
wünsche Ihnen in diesen Adventstagen, dass Sie ihre Lebensentscheidungen
richtig klar sagen, sehen können, dass Sie sagen können ich spüre, wie auf
Schritt und Tritt mich der Herr umgibt. Vor ein paar Tagen ist es mir so
gegangen, wie ich einen Brief von einer unserer Arztfamilien von
christliche Fachkräfte international von der Familie Dr. Müller aus
Nebobongo las, die sind in Zaire und dort ist eine ganz katastrophale
Wirtschaftskrise. Es ist unheimlich, wie die dort leben. Sie schrieben, sie
haben in ihrem Krankenhaus nur die Hälfte der Medikamente, die von der
Weltgesundheitsorganisation WHO überhaupt für die eiserne Ration, des
Basisgesundheitsdienstes da sind. Und da erzählt dieser Arzt so schön, wie
abends die Frau die Kinder ins Bett bringt und die Kinder noch so beten:
Lieber Heiland, lass doch endlich auch unser Gepäck ankommen. Das war nach
langer Zeit immer noch nicht da. Da klopft's an der Tür. Da kommt ein
Afrikaner und sagt: ich komm grad von Bunia, das ist die Grenzstadt nach
Uganda und ich hab im Zoll gesehen, da steht das ganze Gepäck und die
Zöllner, die waren unverschämt, die wollten eine vierstellige Dollarsumme.
Aber ich hab mit denen gesprochen, ich hab's ohne einen Pfennig
rausbekommen. Und er sagt das war so überwältigend für die Kinder zu
erleben: ich hab doch grad erst gebetet und jetzt ist's Gepäck da. Sie
werden's nicht immer so erleben. Gott kann Sie auch manchmal lange warten
lassen. Aber Sie wissen doch, dass der Herr Ihre Wege lenkt. Sie wissen
doch, dass man ihm vertrauen kann und das ist nur so wichtig für uns, dass
wir unsere Wege einrichten nach der Weisung, nach dem Stern, nach Jesus,
nach seinem Wort.
Der mächtige König
Und noch das Letzte. Er ist der mächtige König. Da steht auch vom Zepter
drin. Dieser Bileam, dieser merkwürdige, für uns im Dunkeln stehende Seher,
ahnt ja nur ein bisschen was von Jesus, aber das, was er sieht, das ist für
uns sehr wichtig, damit wir Jesus besser verstehen. Ich habe jetzt in
diesen Tagen auch immer wieder Menschen getroffen, die sagen: Wissen Sie,
ich hab da meine Zweifel bei Jesus. Wenn Sie das haben, wenn Sie da nicht
klar sind, sind Sie ganz schlimm dran. Dann fehlt Ihnen ja die Weisung.
Dann haben Sie keine Orientierung. Wenn Sie nur auf sich selbst gestellt
sind, das gibt's jetzt viele, die sagen: ich möcht so mit meinem eigenen
Leben das packen, oder wie ich vorhin sagte: hinter deiner Brust liegen
deine Schicksalssterne. Du musst das bloß wollen. Da kommen wir nicht weit.
Dieser Bileam sieht das Zepter und das Zepter war der Herrschaftsstab. Aus
gutem Grund sagen wird ja, für uns haben die Sterne keine Bedeutung. Die
Abergläubischen, die glauben ja an die Sternbilder, deshalb lesen sie
Horoskope. Für uns ist das ein Unfug. Nein, wir sind nicht der Meinung,
dass unser Leben auch nur im Geringsten irgendwo von den Sternen
vorherbeschrieben ist. Im Gegenteil, unser Leben soll allein bestimmt sein
von dem mächtigen Herrn der Welt, von Jesus. Der uns führt und der uns
leitet und der uns lenkt. Und das soll uns wichtig sein. Er soll über mein
Leben bestimmen. Auch über meine Todesstunde, wie weit die Krankheit in
unserem Leben Raum hat, in wie weit böse Menschen mit uns spielen können.
Soll er allein bestimmen. Ich möchte mein Schicksal in seine starke Hand
legen. Aber jetzt ist es nur wichtig, dass unser eigensinniges Herz nicht
immer wieder eigene Wege geht, das ist so schlimm. Und in diesen
Adventstagen ist das ja eine Bitte: Komm Jesus und zieh in meinem Herzen
ein. Mit Herz meint die Bibel immer da wo unsere Pläne gemacht werden, wo
die Hoffnungen wachsen, wo die Gefühle sind, wo der Willen sich immer
wieder so trotzig gebärdet. Herr komm du und sei mein Herr, mit deinem
Zepter, mit deiner Königsherrschaft. Wenn dieses Wort zitiert wird, so
gestern Abend auch, dann lassen wir ja meist den zweiten Teil des Verses
weg. Der wird zertreten die Schläfen Moabs. Da sagen wir: das ist doch
blutrünstig. Ich möchte Sie anleiten auch die unbequemen Stellen der Bibel
zu lieben. Unser Herr liebt alle Menschen und sucht alle Menschen, aber wer
sich ihm entgegenstellt muss zertreten werden. Das ist schlimm, hoffentlich
sind Sie nie einer, der gegen Jesus geht. Er wird sein Königreich aufbauen
in dieser Welt mit Macht. Für mich ist das ein großes Trostwort, wenn ich
sehe, wie in unserer Welt der Teufel unheimlich viel Macht hat. Und ich
weiß, Jesus wird auch alle Werke des Teufels zertreten. Er ist stärker. Wir
waren vor ein paar Tagen mit Mitarbeitern von diesem
Drogenrehabilitationszentrum in Frankfurt Metanja zusammen. Was die mir
erzählt haben, das hat mich schockiert. Die sagten: Es ahnt keiner, was auf
uns zukommt, eine ganze Generation wird getötet. Es sind viele Kinder auch
von gläubigen Eltern schon längst gefangen und wer einmal drin ist, und das
ist bei Metadon dann noch aussichtslos. Es gibt überhaupt keinen Ausweg
mehr, man kann sich nicht vorstellen, wie furchtbar die Gefangenschaft ist.
Und es geht viel viel weiter als man ahnt. Die sagen schon, die jungen
Polizisten, die mit denen wieder reden, die sind schon wieder angesteckt.
Es ist unvorstellbar und keiner will das zur Kenntnis nehmen, wie heute in
unserer Welt die dunklen Mächte das Sagen haben, junge Menschen mit sich
reißen und wenn Sie das einmal sehen, freuen Sie sich dran und sagen: wenn
Jesus das Zepter hat, dann kann er auch dem Teufel seine Macht zertreten.
Und dann will ich Mut lernen. Dann will ich drauf zugehen, selbst auf
unhaltbare Zustände und sagen: Herr, ich will um diesen einen Menschen
kämpfen. Ich will dem Teufel nicht das Feld überlassen, ich möchte deinen
Sieg erleben. Und ich möchte, dass du in diesen Tagen jetzt auch das fertig
bringst, mit dieser Familie, wo es so verzweifelt aussieht, in dem Leben
dieses jungen Menschen. Da sollst du siegen. Ich will mit dir kämpfen
lernen. Merken Sie, wie das Wort auf einmal leuchtet? Er ist der, der das
Zepter hat. Ich bin begeistert, dass wenn ich in die Welt hineinblicke, ich
hab immer einen ganz anderen Blick der Welt, als das, was in der Zeitung
steht. Vor ein paar Tagen war ein Amerikaner da, der hat mir erzählt wie in
den fernsten Provinzen Asiens Menschen zum Glauben an Jesus kommen unter
den Riffkabilen eine Erweckung ist, unter den Bergern in Timbuktu und
mitten in der Sahara. Wissen Sie die Macht Jesu ist groß. Da, wo Menschen
Jesus gehorsam werden, ihm folgen, ihm vertrauen, werden Sie erleben, da
können Sie mit Jesus sogar dem Teufel sicher geglaubte Beute entreißen. Sie
dürfen das Reich Gottes bauen und das wollen wir in diesen Tagen. Deshalb
bedeutet uns das Wort von dem Stern so viel. Das ist der Star, der
leuchtet. Wir wollen mit Jesus leben, ihm die Türen weit aufmachen, dass er
einziehen kann. Er soll uns Orientierung und Licht selber geben, aber wir
wollen auch sein Zepter erleben, dass er bei uns herrschen und siegen kann.
Jetzt bitt ich Sie einfach, dass Sie die Adventstage nicht bloß äußerlich
feiern, sondern sagen: er soll bei mir Einzug halten, ich möchte die Kraft
Jesu erleben und möchte in der Kraft Jesu wirken.
Amen
