Einführung in die Fragestellung zur Geburt Jesu
Wir wollen jetzt herausfinden, wann Jesus geboren wurde. Wir werden zwar nicht das exakte Geburtsdatum ermitteln, aber eine starke Vermutung zum Jahr und zum Monat seiner Geburt entwickeln. Vor allem werden wir diese Vermutungen begründen können.
Schritt eins: Wir benötigen eine beliebige Universitätsbibliothek oder eine andere Bibliothek. Los geht's! Was wissen wir überhaupt über Jesus? Fangen wir ganz vorne an.
Man geht einfach in eine x-beliebige Universitätsbibliothek, sucht die geschichtswissenschaftliche Abteilung auf und schlägt in den Standardnachschlagewerken den Eintrag zu Jesus nach. Dort steht zum Beispiel im Staatslexikon in der aktuellen Auflage, Band 1, dass Jesus eine historische Gestalt ist. Das wird heute von keinem seriösen Historiker mehr bestritten.
Auch in der Theologischen Realenzyklopädie, Band 16, heißt es: „Die These, Jesus habe nie gelebt, ist unhaltbar.“ Das klingt gut.
Schauen wir etwas biografischer nach: Wann ist Jesus geboren? Im großen Universallexikon von Mayer heißt es, sein genaues Geburtsjahr sei unbekannt. Im Fließtext wird es jedoch auf das Jahr 4 vor Christus geschätzt.
Im zwölfbändigen Pauli, dem absoluten Standardfachlexikon in den Altertumswissenschaften und dem wichtigsten Nachschlagewerk für Historiker, Philologen und Archäologen, steht über Jesus: Er wurde vielleicht noch vor 4 vor Christus geboren.
Im Standardwerk „Enzyklopädie der Religion“ heißt es, es sei möglich, den Standpunkt zu vertreten, dass Jesus vor dem Tod von Herodes dem Großen im Jahr 4 vor Christus geboren wurde.
Die Encyclopedia Britannica, das vielleicht größte und umfangreichste universale Nachschlagewerk der Welt, geht noch etwas weiter. Dort steht, Jesus sei in einem Zeitraum zwischen 6 vor Christus und kurz vor dem Tod von Herodes dem Großen im Jahr 4 vor Christus geboren worden.
Hier zeigt sich schon ein klarer historischer Konsens: Die Geschichtswissenschaftler sind sich einig, dass Jesus tatsächlich vor Christus geboren wurde.
Quellenlage und historische Methodik
Jetzt zwei Fragen: Erstens, wie kommen sie darauf? Und zweitens, können wir irgendwie an genauere Informationen gelangen?
Zu erstens, wie kommen sie darauf? Nichtchristliche, atheistische Historiker sagen Folgendes: Im Brockhaus heißt es in der neuesten Auflage, die wichtigsten Quellen für das Leben und die Lehre von Jesus sind die in griechischer Sprache verfassten Evangelien des Neuen Testaments.
Im Mayers großen Universallexikon steht, dass man für die geschichtliche Erkenntnis Jesu, also die Details zu seinem Leben, nahezu ausschließlich auf die Evangelien des Neuen Testaments angewiesen ist.
Auch in der Enzyklopädie der Religion heißt es, die wichtigsten Quellen für das Leben von Jesus finden wir im Neuen Testament.
Die Encyclopædia Britannica ergänzt dazu, es sei unwahrscheinlich, dass wir in apokryphen Quellen – das sind Quellen, die nicht ins Neue Testament aufgenommen wurden – viel finden, das die gesicherten Erkenntnisse über den historischen Jesus glaubhaft ergänzt.
Weiter wird ausgeführt, dass es im Beispiel des Thomas-Evangeliums so ist, dass Überlieferungen, die sich in diesen apokryphen Schriften finden, zum einen häufig ganz unähnlich sind zu dem, was wir als bestätigte Berichte in den neutestamentlichen Evangelien haben. Zum anderen finden sich diese Überlieferungen oft in Dokumenten, die sich als unglaubwürdig herausgestellt haben.
Einen Lichtblick gibt es im Brockhaus. Dort heißt es nämlich, aus den historisch eruierbaren, also herleitbaren Daten der Zeitgeschichte Jesu und den innerbiblischen Verweisen lassen sich einige Fixpunkte und sogar eine ungefähre Chronologie erschließen – also eine Abfolge von Jesus’ Leben.
Das ist genau das, was wir wollen. Damit wissen wir auch die Antwort auf unsere zweite Frage: Wie können wir an mehr Informationen über Jesus gelangen? Die Antwort ist tatsächlich über das Neue Testament.
Das Neue Testament als historische Quelle
Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass jemand sagt: „Ach, die Bibel, das ist doch nur ein Märchenbuch, das sind alles nur religiöse Legenden.“ So ging es mir damals als Nichtchrist auch.
Dann fängst du an, die Bibel zu lesen, und ich bekam erst einmal einen Schrecken. Denn was ich erwartet hatte, waren irgendwelche uralten Fabeln, Legenden, Mythen oder ähnliches. Doch dann schlägst du die Evangelien auf, also die neutestamentlichen Augenzeugenberichte über das Leben Jesu.
Was du dort siehst, sind konkrete Ortsangaben, Jahreszahlen und ein historischer Kontext. Du siehst, wie die Jünger sich streiten, und zum Beispiel, wie Menschen mit ihren Schwächen dargestellt werden und wie Dinge schiefgehen. So schreibt man keine Mythen oder Fabeln. Das liest sich wie Berichte über tatsächlich geschehene Ereignisse.
Ich war völlig erstaunt zu erfahren, dass säkulare, atheistische Professoren der Geschichtswissenschaft das Neue Testament als seriöse und zuverlässige historische Quelle ansehen.
Also lass uns einmal schauen, ob wir mit diesem Neuen Testament dem eigentlichen Geburtsdatum Jesu näherkommen können.
Einführung in die Bibelfit-Reihe und weitere Hinweise
Und damit willkommen beim Bibelfit-Dienst! Hier versuchen wir, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzusteigen, Jesus im modernen Alltag nachzufolgen und harte Fragen von Nichtchristen klar zu beantworten.
Jeden Beitrag verschenke ich Übersichten, biblische Entscheidungshilfen, komplette Hörbücher und sogar Onlinekurse. All das gibt es kostenlos auf dieser Website. Dafür können freiwillige monatliche Unterstützer aus dem ganzen Land danken – Menschen wie du und ich.
Wer möchte, dass Videos wie dieses hier in unserem Land weiterhin ausgespielt und nicht verborgen werden, sollte jetzt die Glocke unten rechts unter dem Video drücken.
Jesus wurde ermordet und zu Tode gefoltert – mit sehr großer Wahrscheinlichkeit am siebten April des Jahres dreißig. Wie genau wir auf dieses Datum kommen, kann ich dir später gern zeigen. Drücke dazu einfach die Glocke unten rechts unter diesem Video und schreibe einen Kommentar, dass du das sehen möchtest. So weiß ich, wie viele Menschen daran interessiert sind, und wir machen dafür ein eigenes Video.
Historischer Kontext: König Herodes I. und die Geburt Jesu
Zum Geburtsdatum von Jesus
Das erste Indiz ist König Herodes I., eine absolut tragische Person der Weltgeschichte. Er war in seinem hohen Alter von körperlicher Krankheit, geistigem Verfall und tiefer Paranoia geprägt. Dadurch baute er nicht nur einen Überwachungsstaat auf, sondern ließ sogar seine Ehefrau, deren Mutter und seine eigenen Kinder ermorden.
Wie im Neuen Testament klar berichtet wird, wurde Jesus geboren, als Herodes der Erste noch am Leben war. An mehreren Stellen im Neuen Testament heißt es, dass Jesus in der Stadt Bethlehem in Judäa während der Herrschaft von König Herodes geboren wurde. An anderer Stelle wird berichtet, dass Herodes, als er merkte, dass die Sterndeuter ihn hintergangen hatten, außer sich vor Zorn war. Er befahl in Bethlehem und der ganzen Umgebung, alle Jungen im Alter von zwei Jahren und darunter zu töten.
Zu diesem Thema habe ich eine eigene Predigt gehalten, die unter diesem Video verlinkt ist.
Die Encyclopaedia Britannica gibt an, dass Herodes in den Wochen des März oder April des Jahres vier vor Christus in Jericho gestorben ist. Von zeitgenössischen Historikern wie Flavius Josephus haben wir eine genaue Beschreibung von Herodes' Begräbnis und seinem grauenhaften Tod. Erst vor wenigen Jahren wurde tatsächlich das Grabmal von Herodes gefunden.
Jedenfalls wurde Jesus vor diesen Ereignissen geboren, als Herodes noch am Leben war. Damit ist Jesus spätestens im April des Jahres vier vor Christus geboren. Jesus starb im Alter von etwa dreißig Jahren nach Christus und wurde spätestens vier vor Christus geboren. Somit war er zum Zeitpunkt seines Todes mindestens dreiunddreißig Jahre alt.
Das bedeutet für alle, die nicht mehr in ihren Dreißigern, sondern in ihren Vierzigern oder darüber sind: Denk mal darüber nach! Du bist jetzt älter, als Jesus in seinem irdischen Leben je geworden ist. Nutzt du die Zeit weise?
Weitere zeitliche Anhaltspunkte: Quirinius und die Einschreibung
Das nächste Indiz findet sich in Lukas 2, wo von einer Einschreibung unter einem Herrscher namens Quirinius die Rede ist.
Man könnte daraus ein großes Thema machen, und manche Menschen reagieren manchmal hysterisch, wenn es um Details dieser Einschreibung geht. Für uns ist heute jedoch nur die Namensangabe von Quirinius relevant. Gemeint ist Publius Sulpicius Quirinius, ein römischer Senator. Frühestens um das Jahr sieben vor Christus erhielt dieser Quirinius Befugnisse in Syrien.
Das bedeutet, dass Jesus nach den Berichten erstgeboren wurde, nachdem Quirinius seine Befugnisse in Syrien erhalten hatte. Das wäre ungefähr im Jahr sieben vor Christus. Gleichzeitig wissen wir, dass Jesus vor dem Tod von Herodes I. geboren wurde, der im März oder April des Jahres vier vor Christus starb.
Daraus ergibt sich, dass Jesus zwischen sieben und vier vor Christus geboren wurde. Diese Spanne umfasst die Jahre sieben, sechs, fünf und vier vor Christus.
Zusammengefasst: Jesus starb am 7. April im Jahr 30 nach Christus. Somit war Jesus zum Zeitpunkt seines Todes mindestens 33 Jahre alt und höchstens 37 Jahre alt.
Diese Informationsgrundlage ist sehr gut. Von anderen einflussreichen historischen Persönlichkeiten wissen wir bis heute nicht, wann sie genau geboren wurden.
Zum Beispiel haben wir keine genauen Geburtsdaten von Sultan bin Ahmad, dem Herrscher von Oman im 19. Jahrhundert, oder von Edward Winter, Gouverneur der East India Company im 17. Jahrhundert. Auch von Sir William Booth, der im 17. Jahrhundert die britische Seeflotte leitete, oder von John Bly, wissen wir das nicht.
Ebenso wenig sind genaue Geburtsdaten von Publius Cornelius Lentullius Scipio bekannt, einem römischen Senator zur Zeit Jesu, oder von Euklides, der im 5. Jahrhundert vor Christus den Stadtstaat Athen regierte und dort das griechisch-ionische Alphabet einführte, das wir teilweise bis heute nutzen.
Was wäre zum Beispiel mit Dschingis Khan, dem Alleinbefehlshaber des Mongolenreiches? Dieses Reich war das längste zusammenhängende Reich der Weltgeschichte, und er hatte die Kontrolle über mehr als 17 Prozent der Erdoberfläche.
Von all diesen Menschen wissen wir bis heute nicht genau oder überhaupt nicht, wann und wo sie geboren wurden. Bei Jesus jedoch sind wir mit einer Spanne von vier Jahren relativ nah dran. Das ist eine sehr gute Grundlage.
Öffentliche Wirksamkeit Jesu und ihre zeitliche Einordnung
Die nächste Frage betrifft den Bereich der Wahrscheinlichkeiten. Erinnere dich daran, was wir am Anfang gesagt haben: Wir werden nicht das exakte Geburtsdatum ermitteln. Aber wir werden eine fundierte Vermutung zum Monat und Jahr anstellen können. Vor allem werden wir diese Vermutung auch begründen können.
Für diese nächste Spur müssen wir kurz klären, wie lange Jesus öffentlich gewirkt hat. Dabei orientieren wir uns wieder an den Berichten der frühen Biografien von Jesus im Neuen Testament. Besonders betrachten wir die Berichte des Johannes, der meiner Meinung nach tatsächlich einer der zwölf Apostel war – nämlich der Lieblingsjünger von Jesus und Augenzeuge der Geschehnisse.
Falls du dich mehr für Johannes interessierst und wissen möchtest, warum es wahrscheinlich wirklich der Jünger ist, der uns seine Augenzeugenberichte hinterlassen hat, kannst du gerne die Glocke unten rechts unter diesem Video drücken. Schreib auch einen Kommentar, damit ich weiß, wie viele Leute sich dieses Thema wünschen.
Noch einmal zusammengefasst: Jesus ist im Jahr 30 gestorben. Die Frage ist nun, wie lange er vorher öffentlich gewirkt hat. Das brauchen wir gleich.
Zum einen gibt es eine sehr große Fülle von Ereignissen in dieser Zeitspanne. Jesus hat so viel gesprochen, dass es 1957 Verse im Neuen Testament braucht, um seine eigens gesprochenen Worte zu überliefern. Dazu kommen mindestens neunzehn verschiedene Berichte von Dämonenaustreibungen. Mehr dazu besprechen wir demnächst in der Videoreihe über die unsichtbare Welt.
Über dreiundzwanzig Mal ist in den Berichten die Rede davon, dass Jesus einzelne Menschen oder Gruppen von Menschen heilt.
Schau dir dazu diese Karte der Orte an, an denen Jesus war. Wir haben dir eine Karte erstellt, auf der du sehen kannst, wo Jesus überall unterwegs war und welches weite Territorium er über mehrere Länder hinweg abgedeckt hat: vom Hermonberg im hohen Norden im heutigen Syrien über den Meereshafen Tyros im heutigen Libanon, über die Jesreelebene in den heutigen palästinensischen Autonomiegebieten bis zur Dekapolis und Perea im heutigen Jordanien sowie dem westlichen Emmaus, von dem aus du den Mittelmeerstrand sehen kannst.
Stand heute ist noch nicht hundertprozentig geklärt, in welcher Reihenfolge Jesus diese Orte besucht hat. Aber selbst wenn du annehmen würdest, dass Jesus die kürzeste Strecke genommen hat – was nicht wahrscheinlich ist – dann bist du automatisch bei über zweitausend Kilometern, um mal konservativ zu bleiben. Wahrscheinlich ist Jesus also deutlich mehr gelaufen, gut möglich eher in Richtung achttausend Kilometer.
Die Karte findest du demnächst auf der Website zum Gratisdownload. Jeder, der sich schon einmal etwas vom Bibelfit-Dienst heruntergeladen hat, bekommt automatisch Bescheid, sobald diese Karte bereitsteht.
Das heißt, wir haben eine große Menge von Ereignissen, bei denen du dich selbst fragen kannst: Ist es wirklich wahrscheinlich, dass alle diese Ereignisse in nur einem Jahr stattgefunden haben? Oder ist es eher wahrscheinlich, dass sie sich über mehrere Jahre verteilt haben? Urteile selbst.
Dazu kommt, dass Jesus schon zu Lebzeiten eine überaus bekannte Persönlichkeit war. Das haben die meisten von uns gar nicht richtig auf dem Schirm. Drück die Glocke und schreib unten einen Kommentar, falls du ein Video dazu sehen möchtest, wie bekannt Jesus schon zu Lebzeiten war.
Und schließlich gibt es harte Faktoren, nämlich die Anzahl der verschiedenen Kalendereignisse, die du in den Berichten findest. Gehen wir sie einmal durch.
In Johannes 2 ist die Rede davon, dass das alljährliche Passafest bevorstand und Jesus nach Jerusalem ging. Das ist Passafest Nummer eins, das im Frühjahr stattfindet.
Dann vergeht etwas Zeit, denn in Johannes 4 sagt Jesus zu Menschen in einer ländlichen Umgebung: „Ich habe gehört, dass in vier Monaten die Ernte beginnt.“ Die Ernte begann in Israel zum Ende des Spätsommers und zu Beginn des Herbsts.
Eine Weile später heißt es in Johannes 6, es war kurz vor dem jährlichen Passafest, also Passafest Nummer zwei, das wieder um den April herum ist.
Dann vergeht wieder etwas Zeit, in der viele Dinge passieren. Jesus läuft um den See Genezareth, er durchquert Galiläa und dann geht er zum Laubhüttenfest im Herbst. Dort lehrt er im Tempel und heilt den Blindgeborenen.
Zu Chanukka, dem Tempelweihefest, ist Jesus wieder in Jerusalem. Das Fest liegt etwa im Dezember.
Dann geht es zum Jordan, wo Johannes der Täufer vorher gewirkt hat. Anschließend bleibt Jesus im Ort Ephraim.
Wir sind wieder im Frühjahr, und es heißt, dass sechs Tage vor Beginn der Passafeierlichkeiten Jesus nach Bethanien im Großraum Jerusalem kam. Das ist dann sein drittes und letztes Passafest.
Außer es gäbe irgendeinen wirklich heftigen, fundamentalen Grund, all dies als unhistorisch abzutun, heißt das nun mal, dass Jesus drei Jahre lang öffentlich gewirkt hat. Und das macht ehrlich gesagt auch eine Menge Sinn, wenn man überlegt, was in dieser Zeit alles passiert ist.
Das bedeutet also zusammengefasst, damit alle folgen können: Jesus wurde im Jahr 30 ermordet, im dritten Jahr seines öffentlichen Wirkens. Wann hat er dann angefangen, öffentlich zu wirken? Du kannst zurückzählen: Jahr 30, Jahr 29, Jahr 28. Im Jahr 28 begann er.
Das wird durch eine andere Datumsangabe in einem weiteren Bericht bestätigt. Dort heißt es, dass Johannes der Täufer im fünfzehnten Regierungsjahr von Kaiser Tiberius zu wirken begann.
Kaiser Tiberius I. war der Stiefsohn von Kaiser Augustus. Kaiser Augustus starb am 19. August des Jahres 14 nach Christus. Direkt danach wurde Tiberius zu seinem Nachfolger bestimmt, also ebenfalls im Jahr 14. Das war Tiberius’ erstes Regierungsjahr.
Das heißt, Tiberius’ fünfzehntes Regierungsjahr, in dem Johannes der Täufer zu wirken begann, war das Jahr 27 bis 28.
Was hat das mit Jesus zu tun? Ganz einfach: In einem anderen Bericht lesen wir folgende Notiz: Nachdem Johannes, gemeint ist Johannes der Täufer, von Herodes Antipas verhaftet worden war – viele Namen heute, ich weiß, wir konzentrieren uns auf das Wesentliche – ging Jesus nach Galiläa, um dort die Botschaft Gottes zu predigen. Das heißt, dann ist Jesus öffentlich aufgetreten.
Das fällt also in dieselbe Zeit und passt direkt zum Jahr 28.
Die dritte Bestätigung für das Jahr 28 nach Christus ist, dass gleich zu Beginn von Jesus’ öffentlichem Auftreten Jesusgegner mit ihm diskutieren. Dabei fällt am Rand eine Bemerkung: Diese Jesusgegner sagen, dass die Tempelanlage 46 Jahre lang aufgebaut worden sei.
Dazu können wir in einem zeitgenössischen, nichtchristlichen Bericht nachlesen, dass die Bauarbeiten an der Tempelanlage im Jahr 18 vor Christus unter Herodes begonnen wurden.
Das war im Jahr 19 vor Christus. Sechsundvierzig Jahre später, da das Jahr Null nicht mitgezählt wird, ist genau das Jahr 28 nach Christus.
Das passt also.
Damit dürfen wir festhalten: Das Jahr 28 nach Christus ist das Jahr, in dem Jesus angefangen hat, öffentlich zu wirken.
Es ist erstaunlich, wie viele zuverlässige Informationen du im Neuen Testament findest. Da muss sich jedem klar denkenden Menschen die Frage stellen: Stimmt das, was die neutestamentlichen Berichte sagen?
Und jetzt geht es nicht einmal nur um historische Details von vor zweitausend Jahren, sondern um das Wesentliche: Dass du und ich wirklich Sünder sind, die beim Jüngsten Gericht ein ernsthaftes Problem haben. Und dass Jesus dich davon befreien kann.
Darum geht es ja. Im Alten Testament hat Gott versprochen, den Tod zu besiegen. Im Neuen Testament zeigt er, wie er es gemacht hat und was das mit dir und mir zu tun hat.
Du kannst es dir gar nicht leisten, das nicht zu wissen.
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Rückkehr zum Geburtsdatum und Altersabschätzung Jesu
Weiter geht's: Jesus ist um das Jahr 28 nach Christus aufgetreten. Das hilft uns, die nächste Spur zu Jesus' Geburtstag weiter zu verfolgen.
Noch einmal zur Erinnerung: Jesus ist am 7. April des Jahres 30 gestorben. Das bedeutet, er war zwischen etwa 33 und 37 Jahre alt. Diese Spanne haben wir jetzt ziemlich genau. Die Frage ist nun ganz grundsätzlich: Was ist plausibler? War Jesus eher älter, also näher an den 40 Jahren, als er gestorben ist, also Ende 30? Oder war Jesus eher jünger, also näher an den 30 Jahren?
Schauen wir uns das einmal an. Ich möchte noch einmal deutlich sagen, dass wir uns jetzt immer mehr in den Bereich der Vermutungen bewegen. Überlegen wir also einfach, für welche dieser beiden Vermutungen am Ende mehr Punkte sprechen: War Jesus in dieser Spanne eher älter oder eher jünger?
Im Neuen Testament findest du eine Notiz, über die wir häufig hinweglesen. Jesus' Feinde bezeichnen ihn darin als einen "Anthropos Phagos kai oinopotes". Das wird in manchen Bibeln mit "einen Fresser und einen Weinsäufer" übersetzt. Vielleicht hast du dich schon mal gefragt, wo das herkommt.
Schau mal in Deuteronomium 21. Dort wird eine damalige Regelung beschrieben, in der Eltern ihrem Sohn den Vorwurf machen können, er sei ein "Solel wesowe". Das ist der hebräische Ausdruck für "Fresser und Weinsäufer". Genau die Bezeichnungen, die die Pharisäer Jesus als Anklage vorwerfen.
Im Buch Deuteronomium bezieht sich diese Passage auf einen unverheirateten jungen Mann, bei dem die Eltern sogar noch über dessen Leben mitreden können. Ich will das jetzt nicht überbewerten, aber die Pharisäer zitieren das in ihren Vorwürfen über Jesus als Anklage. Das funktioniert nur bei jemandem, der noch jung genug ist, um unter der Vorherrschaft der Eltern zu stehen. Das heißt, Jesus wird ein Vorwurf gemacht, den man nur einem jungen Mann machen kann.
Frage: Spricht das eher dafür, dass Jesus älter oder jünger ausgesehen hat? Die Vermutung ist, dass diese Aussage nicht unbedingt dafür spricht, dass Jesus sehr alt ausgesehen hat. Im Gegenteil, es ist leicht plausibler, dass Jesus eher jünger war.
Auch an einer ganz anderen Stelle, in Johannes 8, lesen wir wieder aus dem Mund von Jesus' Feinden, dass Jesus im zweiten Jahr seiner Verkündigung den Eindruck eines jungen Mannes gemacht hat. Es ist ein kleiner Hinweis, aber auch er zeigt, dass Jesus bei seinem öffentlichen Auftreten im zweiten Jahr, also im Jahr 29 nach Christus, nicht gerade so ausgesehen hat, als wäre er im fortgeschrittenen Alter.
Dann heißt es in Lukas 3, dass Jesus selbst sein öffentliches Wirken begann, als er etwa 30 Jahre alt war. Das heißt, Jesus war im Jahr 28 nach Christus ungefähr 30 Jahre alt und, wie du gerade gesehen hast, wahrscheinlich nicht viel älter.
Wie gesagt, keiner dieser Punkte ist für sich allein ein Totschlagargument, das ist klar. Aber all diese Punkte zusammengenommen mit den anderen Faktoren: Welches Bild zeichnen sie? Sprechen sie eher dafür, dass Jesus Ende 30 war oder eher Anfang 30?
Wir haben zwar nur wenige Anhaltspunkte, aber keiner von denen, die wir haben, legt ein höheres Alter nahe. Alles, was vorliegt, zeigt auf das jüngere Alter mit Anfang 30.
Das heißt konkret: Alles, was wir hierzu an Indizien vorliegen haben, zeigt mit höherer Wahrscheinlichkeit auf das Ende des Jahres 5 vor Christus und den Anfang des Jahres 4 vor Christus, also auf das jüngere Geburtsdatum. Wie gesagt, das ist eine Vermutung, aber sie ist nicht völlig aus der Luft gegriffen oder frei erfunden, sondern eine begründete Vermutung.
Hinweise zur Diskussion und Umgang mit Unsicherheiten
Wir steigen jetzt noch tiefer in das Thema ein. Deshalb sind mir vorher zwei Dinge wichtig.
Erstens: Dieses Thema ist nicht heilsrelevant. Es gibt also keinen Grund, hysterisch zu werden oder sich verbal mit vielen Ausrufezeichen die Köpfe einzuschlagen. Denkt daran, liebe Geschwister: Nichtchristen beobachten, wie wir uns verhalten – auch im Internet.
Für die Profis unter euch: Falls du begründete Vermutungen für ein anderes Geburtsdatum hast, schreibe das gern in die Kommentare. Das ist nicht mein Spezialgebiet, es kann sein, dass ich etwas übersehe. Bedenke aber: Falls du eine alternative Vermutung hast, sollte diese nichts ignorieren, was vorher gesagt wurde. Eine Alternativerklärung ist dann gut, wenn sie alle bisher vorliegenden Faktoren berücksichtigt und eine noch bessere Erklärung dafür bietet.
Lass uns bei der Vermutung bleiben, dass Jesus mit höherer Wahrscheinlichkeit in einem Zeitraum geboren wurde, der vom Ende des Jahres fünf vor Christus bis zum Anfang des Jahres vier vor Christus reicht – also bevor König Herodes gestorben ist.
Wir haben jetzt diese Zeitspanne. Können wir daraus begründet noch etwas näher kommen, um eine plausible Vermutung für den Geburtsmonat treffen zu können? Zwei Spuren könnten dabei helfen.
Hinweise aus der Hirtenwache und klimatische Überlegungen
Spur eins
Der Historiker Lukas berichtet, dass zeitgleich mit der Geburt Jesu Folgendes geschah. Er schreibt: „Cal pomen es elsan entecioda teote, agrolojantos, caifolysantes, phylakas, tesnyctos, epiten, poimen, auton.“ Wörtlich übersetzt heißt das: In derselben Nacht hielten sich Hirten unter freiem Himmel auf und schoben die Nachtwache über ihre Herde.
Das könnte uns gleich weiterhelfen. Deshalb sollten wir Folgendes vor Augen führen. Zum einen: Wenn man für einen kurzen Moment vergisst, was in der westlichen Welt an Weihnachtstraditionen üblich ist, und diesen Satz zum ersten Mal hört – Menschen halten sich nachts unter freiem Himmel auf –, denkt man dann eher an eine wärmere oder an eine kältere Jahreszeit?
Zum Zweiten: Es geht um Schafe, die nicht in einem Stall sind, der überdacht und warm sein muss, sondern um etliche Schafe, darunter Muttertiere, Lämmer und Jungtiere, die mitten in der Nacht einfach unter freiem Himmel beaufsichtigt werden. Rein logisch betrachtet spricht das eher dafür, dass wir es mit einer wärmeren Jahreszeit zu tun haben, oder?
Dazu muss man auch bedenken: Nach der internationalen Klimaklassifikation von Köppen und Geiger fällt Zentralisrael, besonders die Ortschaft Bethlehem, wo wir uns jetzt befinden, in die Kategorie der sogenannten CS-Klimate. Das sind Klimazonen mit warmen, heißen Sommern, aber in den Bergen kalten Wintern. Bethlehem liegt im judäischen Bergland sogar höher als Jerusalem.
Hinzu kommt: Die Sommertemperaturen im damaligen Israel waren noch einmal höher als heute. Warum? Weil es im ersten Jahrhundert deutlich weniger Bäume gab, die die Lufttemperatur hätten abkühlen können. Daraus folgt – denken wir kurz an den Bio- und Physikunterricht zurück –, dass es klimatisch weniger Verdunstung gab, weniger Wolken und somit noch höhere Sommertemperaturen. Außerdem gab es im Winter weniger Wärmespeicher und weniger Windschatten, was die Winter noch kälter machte als ohnehin schon.
Normalerweise wissen die Landwirte, dass Schafe im Sommer, im Frühsommer, geschoren werden. Danach sind sie mehr oder weniger nackt und ungeschützt. Wenn es also zum Beispiel zu dem Zeitraum, von dem wir sprechen, Oktober wäre, dann wäre die Wolle der Schafe wahrscheinlich noch nicht genug nachgewachsen, um die Tiere im judäischen Gebirge vor der Kälte und vor allem vor dem kalten Winterwind zu schützen, der die gefühlte Temperatur nachts noch einmal deutlich senkt.
Und zum Dritten: Die Schafe sind ein weiterer Hinweis. Was machen Schafe tagsüber? Sie weiden. Man führt seine Schafe dorthin, wo es Weidegräser gibt. In der konkreten klimatischen Köppen-Geiger-Klassifikation, in der sich das judäische Bergland befindet, war im damaligen Israel die Regenzeit von November bis März.
Wenn es zum Zeitpunkt von Jesu Geburt zum Beispiel Oktober gewesen wäre – was ich nicht vermute, und gleich erkläre, warum ich über Oktober spreche –, dann wäre ein sehr heißer Sommer im jüdischen Gebirge diesem Oktober vorausgegangen. Das heißt, wir sprechen von Sommertemperaturen, die leicht 35 bis 40 Grad erreichen können, mit Durchschnittstemperaturen von über 30 Grad. Es hätte kaum oder gar keinen Regen gegeben. Alles wäre trocken gewesen, die Felder und das Gras ausgetrocknet oder gar nicht mehr vorhanden.
Und das muss man zugeben: Das macht die Vorstellung schwierig, dass nicht nur ein einzelnes Schaf nach vertrockneten Grashalmen sucht, sondern dass ganze Herden, einschließlich Jungtiere, draußen weiden.
Wenn es aber zum Zeitpunkt von Jesu Geburt zum Beispiel März oder April gewesen wäre, dann hätte es zuvor gute Regenmonate gegeben, die den Boden mit Wasser und Nährstoffen versorgten. Das Gras wäre satt und grün gewachsen, die Sonneneinstrahlung wäre optimal gewesen, tagsüber herrschten perfekte Durchschnittstemperaturen von etwa 22 Grad Celsius, und nachts mit etwa 15 Grad gute Schlaftemperaturen für Hirten und Schafherden.
Das sind perfekte Voraussetzungen für reichhaltige grüne Wiesen und um Schafe sowie Jungtiere auch nachts weiden zu lassen.
Versteht man, was ich meine? Diese beispielhafte Alternative – entweder Oktober oder März/April – sollte man im Hinterkopf behalten für den letzten Schritt.
Hinweise aus dem Dienst des Zacharias und der Schwangerschaft Elisabeths
Es gibt nämlich ein letztes Indiz, das uns erlaubt, eine vorsichtige Vermutung über den Geburtsmonat von Jesus anzustellen. Diese Vermutung erscheint plausibler als viele andere Alternativen.
Letzte Spur in diesem Video: Wir wollen herausfinden, wann Maria Jesus geboren hat.
Frage: Gibt es irgendwelche Hinweise, aus denen wir begründete Vermutungen über Maria in diesem Zeitraum anstellen können? Tatsächlich ja, es gibt zwei bemerkenswerte Spuren.
Im Neuen Testament lesen wir in zwei Randnotizen, dass Maria schwanger geworden ist, als ihre Verwandte Elisabeth im sechsten Monat schwanger war. Das bedeutet, Elisabeth ist sechs Monate vor Maria schwanger geworden.
Lass uns kurz bei Elisabeths Familie bleiben. Der Vater von Elisabeths Kind ist ihr Ehemann Zacharias. Von ihm finden sich Berichte, dass er Priester im Tempel war. In einem Nebensatz heißt es bei Lukas, Zacharias sei "ex ephemerias Abia" gewesen, also während seiner Arbeit als Priester in der Abteilung Abia eingeteilt.
Das kommt daher, dass es für den Tempeldienst einen klaren Ablaufplan gibt, wann welche Abteilung zweimal im Jahr zu dienen hatte. Aus der Mischna können wir klar lesen, dass jeder Dienst eine Woche dauerte. In der Auflistung ist die Abia-Abteilung die achte Abteilung. Das heißt, sie ist eingeteilt für die achte Woche des Jahres und dann nochmal ein halbes Jahr später für die zweiunddreißigste Woche des Jahres. Beide Male dienten sie jeweils sieben Tage, zuzüglich Vor- und Nachbereitung sowie An- und Abreise.
Der jüdische Kalender beginnt im Monat Nisan, das heißt, vereinfacht gesagt, in den meisten Jahren im März oder April.
Die Zeiten, in denen die Abia-Abteilung im Tempel diente, sind also die achte Woche im jüdischen Kalender, vereinfacht gesagt um Mai oder Juni, und die zweiunddreißigste Woche, also um November oder Dezember. Zu diesen beiden Zeiten hatte Zacharias seinen Arbeitseinsatz.
Falls dir jetzt schon der Kopf qualmt, bleib kurz dran. Ich verspreche dir, es lohnt sich.
Warum ist das mit Zacharias für uns relevant? In den Berichten über Zacharias heißt es Folgendes: "Hors eplestesan hayemera teis leturgias autu ab elthen eston oikon autu" – als die Tage seines Dienstes vorüber waren, ging er nach Hause.
Und direkt im Vers darauf heißt es in Bezug auf genau diese Tage von Zacharias’ Dienst: "Meta de tautas tassemeras sin elaben Elisabeth hegyne autu", das heißt, nach diesen Tagen von Zacharias’ Tempeldienst empfing seine Frau Elisabeth, wurde sie schwanger.
Jetzt könntest du fragen: "Na ja, an diesen Tagen danach kann das doch eine sehr lange Zeitspanne bedeuten." Das glaube ich nicht.
Siehst du, im Gegensatz zum Beispiel zu Johannes hat der Historiker Lukas, von dem wir diese Berichte haben, eine sehr gewählte Ausdrucksweise im Altgriechischen. Er benutzt viele verschiedene Vokabeln, hat einen großen Wortschatz und eine präzise Grammatik. Wenn er einfach nur sagen wollte "irgendwann danach", hätte er das grammatikalisch anders formuliert.
Wahrscheinlich meint Lukas also tatsächlich, dass Zacharias von seinem Einsatz nach Hause kam, seine Frau Elisabeth traf, sie sich sehr freuten, und sie direkt schwanger wurde.
Wie hilft uns das jetzt? Je nachdem, ob das der erste oder der zweite Einsatz der Abia-Abteilung war, hat Zacharias seinen Dienst entweder im Juni oder im Dezember absolviert.
Der Dienst dauerte sieben Tage, zuzüglich Vor- und Nachbereitung sowie An- und Abreise zu seiner Frau nach Hebron, was je nach Gepäck ungefähr eine weitere halbe Woche maximal dauert.
Laut der Grammatik, die Lukas nutzt, wurde Elisabeth direkt danach schwanger. Das heißt, wir sind entweder im Juni/Juli oder im Dezember/Januar.
Nun kommen wir zu Maria. Maria, die Mutter von Jesus, wurde sechs Monate später schwanger. Das heißt, entweder im Dezember/Januar oder im Juni/Juli.
Schwanger ist man von der Empfängnis bis zur Geburt rund vierzig Wochen, was vielen bekannt ist. Das sind etwas über neun Monate und eine Woche.
Das heißt, für die Geburt von Jesus kommen zwei Zeiträume in die nähere Auswahl: Entweder Maria wurde in der ersten Zeitspanne schwanger, dann wurde Jesus im September/Oktober geboren. Oder Maria wurde in der zweiten Zeitspanne schwanger, dann wurde Jesus im März/April geboren.
Soweit klar?
Zusammengefasst ist Jesus also wahrscheinlich entweder um den Oktober fünf vor Christus oder im März/April vier vor Christus geboren.
Denk jetzt mal zurück an das, was wir gerade besprochen haben: die Hirten, die im Gebirge unter freiem Himmel übernachten, die Schafe mit den Jungtieren und die grünen Wiesen. Du hast diese beiden Monate zur Auswahl.
Zu welchem Monat passt das besser? Zum Oktober oder zum März/April, kurz bevor Herodes I. gestorben ist?
Weißt du, was ich meine?
Ist das jetzt hundertprozentige Gewissheit? Nein. Aber mit den hier vorliegenden Eckdaten und Rahmenfaktoren ist der März/April des Jahres vier vor Christus das wahrscheinlich plausibelste Geburtsdatum für Jesus Christus.
