Johannes 5,17-1912.06.2022
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Generierte Mitschrift
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Einleitung und Ausgangspunkt der Betrachtung
Gott wird Mensch
Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Episode 146
Die Einheit aus Vater und Sohn
Wir sind immer noch in Jerusalem, wo der Herr Jesus sich mit dem Vorwurf konfrontiert sieht, am Sabbat geheilt zu haben. Und nachdem wir uns mit dem Thema „Jesus und der Sabbat“ ausführlich beschäftigt haben, soll es jetzt mit einem anderen, nicht weniger spannenden Thema weitergehen: dem Verhältnis zwischen Vater und Sohn.
Schauen wir uns dazu kurz erst einmal den Text an: Johannes 5,17-18.
Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. Darum suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich so selbst Gott gleich machte.
Die Juden als Hüter der jüdischen Religion verstehen ganz genau, was Jesus meint, wenn er sagt: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. Sie verstehen, dass Jesus sagt: Es gibt keinen Unterschied zwischen mir, dem Menschen Jesus von Nazaret, und dem allmächtigen Gott im Himmel.
Diese Aussage „Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke“ ist der Grund dafür, warum sie ihn noch mehr töten wollen. Für sie ist das pure Blasphemie. Da macht sich einer zu Gott, da stellt sich einer auf dieselbe Stufe mit dem ewigen Schöpfer.
Und spätestens jetzt müsste jeder falsche Prophet einlenken. Jetzt wird es nämlich heikel, jetzt geht es um Leben und Tod. Wer von sich behauptet: Ich bin wie Gott, der ist entweder schwer psychisch gestört, ein Scharlatan oder er sagt die Wahrheit.
Jetzt sehen wir bei Jesus, mal abgesehen von der Steilheit seiner Behauptungen, keinen Hinweis darauf, dass er geisteskrank gewesen wäre. Bleibt also nur noch: Lügner? Oder er ist wirklich Gott im Fleisch.
Der Lügner würde jetzt einknicken. Er weiß, dass er sein Blatt überreizt hat. Man will ihn für seine Lügen umbringen. Jeder Schwindler, der nicht lebensmüde ist, redet sich jetzt spätestens raus und macht die Fliege.
Aber Jesus ist kein Betrüger, er sagt die Wahrheit. Und so beschreibt er ganz ehrlich, wie sein Verhältnis zum Vater aussieht. Und ich kann mir lebhaft vorstellen, wie dabei seinen Feinden die Zornesröte ins Gesicht steigt.
Das Verhältnis von Sohn und Vater im Handeln
Johannes 5,19: Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht. Denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn.
Lasst uns vorsichtig durchdenken, was hier steht. Wahrlich, wahrlich – wörtlich: Amen, Amen. Ein Amen vor einem Satz unterstreicht, was kommt. Ein Amen betont. Zwei Amen treiben die Betonung auf die Spitze, im Sinne von: Achtung. Jetzt kommt etwas wirklich Wichtiges.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht. Denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn. Das ist also super wichtig. Und was ist super wichtig? Super wichtig ist, dass Jesus so eng mit dem Vater verbunden ist, dass er nicht autonom handeln kann oder nicht autonom handeln will. Wir können also nicht tief genug in diese Beziehung hineinschauen.
Aber wir verstehen: Jesus lebt ein Leben, bei dem er mit dem, was er tut, zum verlängerten Arm des Vaters wird. Das ist ja irgendwie auch logisch, oder? Es gibt nur einen Gott. Und wenn Gott Fleisch wird, dann ist der, der Fleisch wird, ja immer noch derselbe.
Bitte erinnert euch daran, was wir am Anfang vom Johannesevangelium sagten: Wenn Gott Mensch wird, ändert sich das Was, aber nicht das Wer. Es bleibt dieselbe Persönlichkeit, das Wer, der ewige Gott. Ändern tut sich nur die Erscheinungsform, das Was: Gott, das Wort, wird Mensch.
Und jetzt beschreibt Gott der Sohn, wie es sich als Mensch so lebt, wenn man Gott in menschlicher Gestalt ist. Und wir lesen, dass der Sohn den Vater in Raum und Zeit hinein projiziert. Später wird er sagen: Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Oder: Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Die beiden sind, was ihr Tun angeht, nicht zu trennen. Du regst dich darüber auf, dass der Sohn am Sabbat heilt? Vorsicht, es war der Vater. Du meinst, du würdest Gott damit ehren, wenn du diesen galiläischen Rabbi verfolgst, weil er ein Gesetzesbrecher ist? Vorsicht, du verfolgst den Vater.
Die Frage ist: Warum hält der Vater eine so enge Verbindung zum Sohn? Als Gott im Himmel müsste er das doch gar nicht tun. Aber es gibt da ein Geheimnis zwischen den beiden. Übrigens ein Geheimnis, in das sie uns, die Gläubigen, gerne mit einbeziehen würden.
Liebe als Schlüssel zur Einheit
Johannes 5,20 Denn der Vater hat den Sohn lieb, ja, Liebe, das ist das Geheimnis. Das ist das Geheimnis, das die unterschiedlichen Aspekte Gottes miteinander verbindet. Und diese Liebe ist nicht einfach weg, wenn Gott das Wort Fleisch wird. Die Liebe bleibt. Und weil die Liebe bleibt, bleibt auch die enge Verbindung zwischen Vater und Sohn.
Nochmal Johannes 5,20: Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut. Merkt ihr? Der Vater zeigt dem Sohn alles, was er selbst tut. Es ist ein Ausdruck von Liebe, dass ich keine Geheimnisse habe. Die Menschen, die ich am meisten liebe, das sind die Menschen, denen ich mich am meisten offenbare. So funktioniert Liebe zwischen Menschen. Und natürlich auch zwischen den Aspekten, die Gott ausmachen. Vielleicht mit dem Unterschied, dass es uns Menschen schwerfällt, ganz offen zu sein.
Aber genau das, völlige Offenheit, findet sich in der Beziehung zwischen Vater und Sohn. Der Vater zeigt dem Sohn alles, was er selbst tut. Und jetzt gibt es noch einen zweiten Punkt. Zur Liebe gehört nämlich nicht nur die Offenheit, sondern auch der Wunsch, dass der Geliebte groß rauskommt.
Die Absicht des Vaters, den Sohn zu ehren
Johannes 5,20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut. Und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, damit ihr euch wundert.
Wir denken vielleicht, dass die Heilung am Sabbat schon eine gewaltige Sache war. Aber der Vater im Himmel möchte, dass alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Johannes 5,23 Das ist sein Ziel. Der Vater will, dass alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Deshalb wird er ihm größere Werke zeigen.
Am Ende der Weltgeschichte soll niemand zu klein vom Sohn denken. Das ist, was der Vater will. In den Augen des Vaters ist Jesus ein ganz Großer. Und die Liebe des Vaters zum Sohn sorgt dafür, dass der Vater den Sohn ganz groß herauskommen lässt.
Größere Werke, damit ihr euch wundert! Menschen sollen verwundert den Kopf schütteln, wenn sie sehen, was der Vater durch den Sohn wirkt.
Die Feinde Jesu sehen in ihm nur einen gottlästernden, den Sabbat entheiligenden, ungelehrten Möchtegern-Rabbi aus Galiläa, einen komischen Kauz, den sie nicht wirklich einsortieren können. Aber eben auch einen, der langsam lästig wird, den man loswerden muss. Und wenn das bedeutet, dass man ihn umbringt, dann ist das eben so. Das ist, was seine Feinde sehen.
Gott sieht in seinem Sohn viel, viel mehr. Und er will, dass alle Menschen viel, viel mehr in seinem Sohn sehen. Denn es gibt eine Sache, die Gott der Vater nicht ausstehen kann: wenn Menschen zu klein von seinem Sohn denken.
Schlussgedanke und persönliche Anwendung
Was könntest du jetzt tun? Du könntest dir überlegen, wie du dir das Zusammenspiel zwischen Vater und Sohn bislang vorgestellt hast.
Das war’s für heute? Die Skripte zu allen Episoden finden sich auf Frogwords und in der App.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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