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Same God

Wie du Jesus im Alten Testament entdecken kannst
24.05.2026
EventTeil 18 / 21Pfingstjugendtreffen 2026
Klingt erstmal überraschend - ist aber absolut faszinierend. In dieser Session machen wir uns gemeinsam auf die Suche und entdecken, wie Jesus durch jedes Buch der Bibel blitzt.

Ein persönlicher Weg durch Enttäuschung und neue Entdeckung

Ja, ich freue mich sehr, dass ich hier sein darf und über ein Thema sprechen darf, das auch für mich im Laufe meines Lebens zu einer großen Leidenschaft geworden ist.
Ich glaube, es sind manchmal die Phasen der Enttäuschung und der scheinbaren Niederlagen, in denen Jesus Christus besondere Begegnungen für uns bereithält, Schätze, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Das habe ich persönlich erfahren.
Meine Fußballkarriere war ein großer Traum. Irgendwann wollte ich Profi sein. Ich habe bei Nürnberg und 60 München gespielt, und mit Mitte 23 platzte dieser Traum plötzlich vor meiner Nase. Verletzungen, es ging auf diesem Niveau nicht mehr weiter, und es kamen viele Fragen ans Leben. Ich wusste nicht, was ich jetzt machen sollte.
Und wie das eben so im Leben manchmal ist: Wenn man nicht weiß, was man machen soll, was macht man dann? Ich war ein paar Jahre vorher schon zum Glauben gekommen. Man geht an die Bibelschule, oder? Falls jemand da noch Fragen an die Zukunft hat und nicht weiß, was er oder sie machen soll, überlegt das gerne mal, an eine Bibelschule zu gehen. Das ist immer richtig, würde ich sagen.
Und das habe ich gemacht. Ich bin an eine Bibelschule gegangen, und ich weiß noch, wie ich dort reingekommen bin: in der tiefsten Frustphase meines Lebens, mit viel Enttäuschung und viel Schmerz über mein Leben und darüber, wie es bisher verlaufen war. Dort ging es um das Thema Jesus im Alten Testament, Bibelkunde, Altes Testament.
Ich muss sagen: Ich kannte viele Geschichten von früher. Mose, Abraham, Noah, all diese Personen hatte ich irgendwie schon mal mitbekommen, in der Kinderkirche und so weiter. Aber was das alles so richtig mit meinem Leben zu tun hat, das hatte ich nie gesehen.
Und jetzt komme ich in die Bibelschule hinein, und der Bibellehrer fängt an, von vorne bis hinten in all diesen Geschichten, die ich von klein auf kannte, Jesus Christus aufzuzeigen. Ich saß da drin, und es war wie ein Vorhang, der weggezogen wurde. Es hat mich wirklich umgehauen.
Ich bin nach Hause gefahren und habe zu Jesus gesagt: Herr, ich bin wirklich enttäuscht, wie mein Leben gelaufen ist, und ich weiß auch nicht, wie es weitergeht. Aber für das, was ich da sehen durfte, dafür kann ich dich einfach nur anbeten. Same God, wie du Jesus schon im Alten Testament entdecken kannst.
Mein Wunsch für dich ist es, dass vielleicht genau das heute auf eine ganz neue Art und Weise passieren kann, egal ob es dir gerade gut geht oder ob du in einer enttäuschten Lebenssituation steckst. Dass wir wieder neu entzündet werden. Dass du neu entzündet wirst, zu sehen, wer Jesus Christus ist, nach der Schrift, nach der Bibel, im Alten Testament.
Ein faszinierendes Thema, das keine andere Religion zu bieten hat: 1.500 Jahre Entstehungszeitraum der Bibel, 40 Schreiber auf 1.500 Jahre verteilt, 66 Bücher, drei Sprachen und eine Botschaft: das Zeugnis von Jesus Christus in Prophetie, in Personen, in Ereignissen und in Geschichte.
Und das wollen wir gemeinsam entdecken.

Der Weg nach Emmaus als Schlüssel zum Verständnis

Es war kurz nach Ostern, könnte man sagen, als ein paar Jünger in einer ähnlichen Situation waren wie ich vor ein paar Jahren. Sie waren ziemlich enttäuscht, weil das, was sie sich vom Leben vorgestellt hatten, auf einmal wirklich weggeplatzt war.
Jesus wurde gekreuzigt. Sie waren mit ihm unterwegs. Jetzt ist er drei Tage tot, und sie haben sich auf den Weg nach Emmaus gemacht. Das war ein Ort in der Nähe von Jerusalem. Auf diesem Weg waren sie niedergeschlagen. Und auf einmal begegnet ihnen Jesus, ohne dass sie das erkannt haben, und er geht einfach ein Stück mit ihnen mit.
Dann stellt er eine Frage: Ja, warum seid ihr denn so traurig? Und sie haben angefangen loszulegen. Ja, Jesus, wir haben gedacht, er wurde gekreuzigt, er hat Wunder getan und so weiter. Und jetzt ist er seit drei Tagen tot, und wir haben gedacht, er stellt das Reich Israel wieder her. Und alles nichts, oder?
Dann fängt Jesus an, etwas sehr Spannendes einzuwenden, und das möchte ich dir vorlesen. In Lukas 24 sagt er in diesem Zusammenhang, als er sich mit ihnen auf den Weg gemacht hat:
Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, hat nichts mit Fußball in dem Fall zu tun, sondern ja, ich habe gedacht, die Übersetzung passt, weil als Fußballer, aber hat er etwas damit zu tun. Er tadelt sie dafür, dass sie es nicht gecheckt haben. Er sagt: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?
Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.
So war er mit ihnen auf dem Weg Richtung Emmaus. Und als sie dann an diesem Ort angekommen sind, hat er so getan, als würde er weiterlaufen. Sie haben dann gesagt: Nein, bitte bleib noch bei uns. Er ist zu ihnen eingekehrt, und er hat das Brot mit ihnen gebrochen. In dem Moment ist ihnen wie Schuppen von den Augen gefallen. Sie haben erkannt, wer derjenige war, der hier gerade mit ihnen unterwegs war.
Und in dem Moment verschwindet Jesus. Er war einfach weg. Und die Jünger haben zueinander gesagt: Brannte nicht unser Herz, brannte nicht unser Herz, als er mit uns redete auf dem Weg und uns die Schriften öffnete?
Und weißt du, genau das ist es, was, glaube ich, passiert, wenn Jesus uns im Alten Testament begegnet. Unser Herz fängt an zu brennen. Es kommt eine Begeisterung. Es kommt ein Staunen. Es kommt auf einmal Licht in Dinge hinein, die wir vorher so nicht gesehen haben. Und wir sehen, was für einen wunderbaren, herrlichen und großen, mächtigen Gott wir haben.

Das ganze Alte Testament als Zeugnis auf Christus hin

Und natürlich ist es so: Die Jünger schießen völlig begeistert los nach Jerusalem und treffen dort die anderen Jünger, die in einem Obersaal versammelt waren. Und dort kommt Jesus dann mit dazu. Er führt es noch etwas genauer aus und sagt: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war. Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht. Wo? Im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.
Und ich muss es kurz sagen: Die Juden haben das Alte Testament dreiteilig verstanden, also Gesetz, ja, Tora, die fünf Bücher Mose. Die Propheten, da gab es die vorderen und die hinteren. Und die Psalmen stehen für die Weisheitsliteratur. Also im Endeffekt das ganze Alte Testament.
Und dann kommt der entscheidende Satz. Das waren ja nicht Leute, die die Bibel irgendwie noch nie gelesen haben. Vielleicht bist du auch jemand, der die Bibel schon häufig gelesen hat. Aber jetzt kommt der entscheidende Vers: Da öffnete er, Jesus, ihnen das Verständnis, so dass sie die Schriften verstanden.
Und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage und dass gepredigt wird in seinem Namen Bu

Ein Gebet um geöffnetes Verständnis und brennende Herzen

Herr Jesus, ich danke dir so sehr, dass du uns selbst ein Werkzeug an die Hand gegeben hast, um zu verstehen, wie dein Wort zu lesen ist: dass sich alles erfüllen musste, was von dir geschrieben steht.
Und wir sehen, Herr, in aller Demut, dass du damals mit Menschen geredet hast, die von klein auf die Bibel kannten, das Alte Testament kannten, große Teile vielleicht sogar auswendig. Und doch brauchten sie es, dass du ihnen die Schriften öffnetest.
Wie viel mehr haben wir das nötig? Und deshalb wollen wir beten, Herr, dass wir, vielleicht auf dem Weg, auf dem wir gerade stehen, und mit dem, was wir wissen, genau diese Erfahrung machen dürfen wie auch die Jünger: dass unser Herz anfängt zu brennen, weil wir verstehen, wer du bist, dass du lebst und dass du gekreuzigt und auferstanden bist, so wie es die Schriften schon immer vorhergesagt haben.
In Jesu Namen, Amen.

Die Schrift als Wegweiser und das Problem falscher Zielsuche

Ich möchte noch zum Thema Verständnis des Alten Testaments eine Stelle hinzufügen, die mir wichtig ist. Und zwar nicht mehr aus dem Lukasevangelium, sondern wir machen jetzt einen kleinen Sprung ins Johannesevangelium.
Dort war eine ähnliche Situation: Jesus war mit den Juden in einem regen Austausch, wiederum mit den Schriftgelehrten, den Gelehrten, den Theologen, den Professoren der damaligen Zeit sozusagen. In Johannes 5,39 bestätigt Jesus das, was wir uns gerade auch schon angeschaut haben. Er sagt zu diesen Menschen: Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin. Und sie ist es, die von mir zeugt; aber ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr das Leben hättet.
Also da waren Leute, die in der Bibel gesucht haben. Was haben sie gesucht? Ewiges Leben. Erst einmal nicht schlecht, oder? Aber was war das Problem? Sie haben gesucht, ja, das ewige Leben, aber wie? Durch ihre Kraft, durch ihre Fähigkeit, durch ihr Werk. Und jetzt kommt der eine, um den es eigentlich geht, zu dem uns die Bibel eigentlich hinführen sollte, weil wir erkennen, dass wir das eigentlich gar nicht erfüllen können. Und sie sind nicht bereit, zu ihm zu kommen. Sehr, sehr traurig.
Das heißt, man kann viel wissen und kann an dem eigentlichen Ziel, nämlich an Jesus Christus, der uns das Leben geben kann, vorüberleben. Die Schriften, sie zeugen von mir.
Dasselbe finden wir auch weiter im Neuen Testament, beispielsweise bei Paulus, am Ende der Apostelgeschichte, in der gleichen Richtung, wie das auch Jesus ausgelegt hatte. Dort heißt es von Paulus: Und als sie ihm einen Tag bestimmt hatten, kamen viele zu ihm in die Herberge. Da erklärte und bezeugte er ihnen das Reich Gottes und predigte ihnen von Jesus, woher? Aus dem Gesetz des Mose und aus den Propheten, vom frühen Morgen bis zum Abend. Ähnlich wie hier, nur mit unterschiedlichen Themen. Einige sind auch schon unterwegs vom frühen Morgen bis zum Abend.
Das heißt, das werden wir heute leider gar nicht schaffen in der Dreiviertelstunde, weshalb ich nur so ein paar Themen ankratzen kann. Aber das möchte ich machen. Und ich möchte euch noch eine Stelle zeigen, auch als Grundlage von Petrus, nämlich sein Schriftverständnis. Da heißt es von Petrus zum Beispiel in Apostelgeschichte 3,18, kurz nach Pfingsten. Er predigt, hat den Heiligen Geist empfangen, so wie es dort zu Pfingsten kam, woran wir auch jetzt in diesen Tagen zurückdenken: Gott aber hat erfüllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten, also nicht nur von zwei, drei, sondern aller seiner Propheten, zuvor verkündigt hat, dass sein Christus leiden sollte.

Von Adam bis Noah: Schuld, Gericht und Rettung aus Gnade

Und deshalb, ihr Lieben, als Handwerkzeug für euer eigenes Bibellesen:
Ich kenne so viele junge Leute, die Probleme mit dem Alten Testament haben. Und natürlich ist das ein riesiger Strang an Geschichte. Aber lasst uns das nicht vergessen: Erstens brauchen wir jemanden, der uns die Schriften öffnet, und sie zeugen von Jesus. Also lasst uns Jesus darin suchen.
Es gab mal so einen jungen Prediger vor ein paar Jahrhunderten, der hat eine tolle Predigt gehalten, hat er gemeint. Danach kam so ein alter Prediger nach vorne, Charles Spurgeon heißt der. Ja, ich mag den richtig, anderes Thema, aber der kam nach vorne und hat dann so mit ihm geredet, ja, wie war es, Feedback-Gespräch. Und da hat er gesagt: Die Predigt, die war grottenschlecht. Da hat der junge Mann gesagt: Hä, warum? Da war ich überzeugt, es war eine gute Predigt. Da hat er gesagt: Es war kein Christus darin zu finden. Da hat der so gesagt: Ja, wie, Christus hier? Es geht doch um etwas ganz anderes. Da hat er gesagt: Junger Mann, aus jedem Ort in England führt ein Weg nach London, und genauso führt aus jedem Ort in der Schrift ein Weg wohin? Zu Christus. Und meine Aufgabe als Prediger ist es, koste es, was es wolle, diesen Weg aufzuzeigen und zu finden, selbst wenn ich dafür durch Hecken kriechen und über Zäune springen muss.
Die Schrift zeugt von Christus. Deshalb lasst uns Christus in der Schrift suchen.
Frage: Wer weiß, wo wir so die erste klare Stelle finden? Ein paar wissen es, die müssen ruhig sein. Wer weiß, wo wir so die erste Stelle im Alten Testament finden, wo Jesus oder auf ihn hingewiesen wird, wo Jesus sozusagen schon vorgeschattet wird? Wer hat eine Idee? Hier unten.
Ich verrate es euch: Ja, bei der Schöpfung? Christus war bei der Schöpfung. Da gibt es eine spannende Stelle, die ich heute leider nicht drin habe. Deshalb richtig, aber ich wollte auch etwas anderes heraus. Richtig, 1. Mose 3,15 kann man sich merken. Ihr kennt so den bekanntesten Vers, Johannes 3,16. So, und im Alten Testament, 1. Mose 3,15, ja, da ist ein klarer Hinweis auf den einen, der kommen soll.
Und zwar hat Gott die Himmel und Erde geschaffen. Er hat uns Menschen gemacht. Und was ist passiert? Der Mensch hat sich gegen Gott aufgelehnt. Diese Beziehung zwischen Gott und Mensch ist zerbrochen. Und was war die Folge davon? Trennung in der Beziehung zwischen Gott und Mensch.
Wie geht Gott jetzt mit Menschen um, die sich von ihm abgewandt haben? Das ist die große Frage. Macht er Feierabend mit allem, oder wie reagiert er darauf? Und wir sehen es in 1. Mose 3,15, dass er eine wunderbare Hoffnung bringt, eine Botschaft der Hoffnung, dass einer kommen wird, der diese Beziehung zwischen Gott und Mensch, die kaputtgegangen ist, wiederherstellt.
Wir lesen dort: Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinen Nachkommen und ihrem Nachkommen. Gott redet zur Schlange, zum Teufel, und dann heißt es, der Nachkomme der Frau soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
Ein Nachkomme der Frau wird diese Beziehung zwischen Gott und Mensch, die kaputtgegangen ist, wiederherstellen. Aber es wird ihn auch etwas kosten. Er wird wortwörtlich in die Ferse gestochen werden. Mehr wissen wir hier noch nicht, aber damit beginnt die Suche nach diesem einen Er.
Und jetzt fängt das Alte Testament an, Stück für Stück uns ein Puzzle zusammenzubauen. Wenn wir diesem Puzzle folgen und es erkennen dürfen, kommen wir im Neuen Testament an und haben ein faszinierendes Bild von Jesus, der die Schriften erfüllt. Und das zu erkennen, ist der Wahnsinn. Das zu erkennen, das ist wirklich der Wahnsinn.

Opfer, Bedeckung und die Linie von Noah bis Abraham

Ich möchte noch eines anfügen, weil mich das auch fasziniert. Vielleicht weißt du das: Nachdem der Sündenfall geschehen war, was haben die Menschen danach gemacht? Adam, als er im Garten unterwegs war, hat sich irgendetwas umgeheftet, Feigenblätter. Er hat sich diese Feigenblätter umgeheftet, weil er gemerkt hat, dass Sünde in sein Leben gekommen ist, Scham, und die Beziehung zu Gott nicht mehr so ist, wie sie sein sollte.
Und was hat er versucht? Er hat versucht, sich selbst zu bedecken, richtig? Hat es funktioniert? Nein, es hat nicht funktioniert. Und dann kommt diese Verheißung, die wir hier gelesen haben. Später heißt es: Und Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau eine Bedeckung oder Leibrücke aus Fell und bekleidete sie.
Um ein Fell zu bekommen, braucht es ein Opfer. Um bedeckt zu werden, das heißt, um gerechtfertigt zu werden, können wir uns anstrengen, wie wir wollen. Wir können uns umhängen, was wir wollen. Wahre Bedeckung geht von Gott aus. Und das ist auch hier schon drin: Wir können uns nicht selber rechtfertigen, wir können uns nicht selber bedecken. Nein, Gott kann es tun, und dazu braucht es ein Opfer. Das wird entfaltet.
Wir kommen von Adam irgendwann zu Noah. Noah ist so das große Thema, dass Gott aus Gnade rettet. Noah aber fand Gnade bei Gott, heißt es dort. Und wir sehen dort Noah, der zu den Menschen verkündigt und sagt: Hey, es wird das Gericht Gottes kommen, und jetzt kommt an den Ort der Rettung, damit ihr vor diesem Gericht verschont werdet.
Und in diesem Fall sind auch wir unterwegs. Wir sind Menschen in der Welt, und die Leute feiern Feste, machen Dinge, so wie Jesus das dann auch sagt zur Zeit Noas. Und wir laden ein an den Ort der Rettung, den Gott bereitet hat, der uns rettet durchs Gericht. Das ist der Schatten, und das ist das Eigentliche. Es geht um uns. Es geht um das Evangelium in unserer Zeit von Jesus Christus, damals schon vorgestattet.
Ich kann da nicht so lange bleiben. Wir gehen weiter. Wir kommen von Noah irgendwann zu Abraham. Abraham ist das große Thema Glaube, Noah Gnade, Abraham Glaube, aus Gnade durch Glauben.

Abraham, Isaak und der Berg der Verheissung

Und wenn du dir die Geschichte von Abraham anschaust, dann kommen wir irgendwann zu einer Geschichte, die meine persönliche Lieblingsgeschichte in der Bibel ist, und zwar folgende:
Backstory: Ich war mal auf einen Geburtstag eingeladen. Und wie es bei mir halt so ist: Ich bin Theologe, ich bin bei Fußball mit Vision und so. Und wenn mich jemand fragt, was ich so mache, dann ist man relativ schnell beim Glauben, ja. Und einer hat mich so gefragt, was ich so mache. Ich habe es ihm so erzählt, und dann war er irgendwie nicht mehr so interessiert. Er hat nur so gesagt, ja, er versteht nicht, wie man an einen so grausamen Gott glauben kann, der von einem Vater fordert, dass er seinen Sohn opfert.
Vielleicht im ersten Moment verständlich, aber ich habe mir nur so gedacht: Wie schade, wie schade, weil in dieser Geschichte so viel Wunderbares steckt, das weit, weit darüber hinausgeht. Und das möchte ich dir hier zeigen.
Wenn wir uns diese Geschichte anschauen, dann ist sie ein bisschen länger, aber ein paar Punkte sind wichtig. Zuallererst sehen wir: Abraham sollte seinen einzigen geliebten Sohn auf einem Berg, den Gott ihm zeigen wird, im Land Morija opfern. Wer weiß, wo das Land Morija war? Ja? Jerusalem. Jawohl, Umland von Jerusalem. Also Gott sagt: Dein einziger geliebter Sohn, ich habe sogar ein Bonbon für dich dabei, du hast gut mitgemacht, guck mal hier. So, bitte! Also, seinen einzigen geliebten Sohn auf dem Berg im Umland von Jerusalem soll er opfern.
Dann lesen wir weiter: Abraham hat anscheinend etwas gewusst. Es heißt nämlich, dass er zu den Knechten gesagt hat: Und dann wollen wir wieder zu euch kommen. Hä? Also Abraham soll seinen Sohn opfern, seinen einzigen Geliebten, er geht los, und er sagt zu den Knechten, bevor er losgeht: Und dann werden wir wieder zu euch kommen. Was hat Abraham gewusst?
Im Hebräerbrief sehen wir, dass er geglaubt hat, dass wir einen Gott haben, der erstens, das ist Römerbrief ja, hält, was er verspricht, und zweitens, der die Macht hat, Tote wieder lebendig zu machen. Das war der Glaube, mit dem Abraham losgegangen ist. Also klar, ich opfere den jetzt, ist natürlich hart, aber Gott hat mir versprochen: Dieser Sohn, auf den habe ich so lange gewartet, und ich habe einen Gott, der Tote wieder lebendig machen kann. Könnt ihr euch das vorstellen?
Dann ist er losgegangen, und dann sehen wir, dass Isaak sein Holz selber auf den Berg hinauftrug, auf dem er geopfert werden sollte. Und natürlich, der hat das ja schon ein paarmal gemacht, stellt er dann dem Abraham so die Frage: Hä, Papa, wo ist denn das Opferlamm? Wir haben hier Holz, wir haben ein Messer. Und was antwortet Abraham dann? Er sagt: Mein Sohn, Gott wird für ein Opferlamm sorgen.
Und dann kommen sie da oben an, auf diesen Berg. Und Abraham ist bereit, es durchzuziehen. Er fesselt seinen Sohn, und er will ihn töten. Und in dem Moment greift der Engel des Herrn ein und sagt: Jetzt weiß ich, dass du mir vertraust, dass du mir gegenüber gehorsam warst. Du warst bereit, deinen einzigen Sohn mir nicht vorzuenthalten. Und dann stirbt stellvertretend im Gebüsch ein Widder anstelle von Isaak.
Und jetzt natürlich: Was macht man, wenn man so etwas Krasses erlebt hat? Man gibt dieser Sache vielleicht einen Namen, ja. Und Abraham steht da, und er nennt diesen Berg: Der Herr wird dafür sorgen oder der Herr wird ersehen. Also, jetzt ist es gerade passiert, und er sagt nicht: Gott sei Dank, Gott hat dafür gesorgt oder Gott sei Dank, Gott hat ersehen, gerade noch mal davongekommen. Nein, auf diesem Berg, da wird Gott Zukunft, wird er für etwas sorgen.
Das heißt, wir sehen einen Vater, der seinen einzigen geliebten Sohn auf dem Berg im Umland von Jerusalem opfern sollte, damit Segen für alle Völker möglich wird. Ein Sohn, der sein Holz selber auf diesen Berg hinaufträgt und der in diesem Fall verschont wird. Aber es kommt der Höhepunkt, nämlich: Abraham hat ein Versprechen bekommen. Am Ende von 1. Mose 22 heißt es, sagt Gott zu Abraham: Und in deinem Samen oder Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorsam warst.
Quizfrage: In deinem Samen, Einzahl oder Mehrzahl? Mehrzahl, habe ich gehört. Nochmal: Singular oder Plural? Singular. Und in deinem Samen, also in einem expliziten Nachkommen von dir, Abraham, werde ich alle Völker segnen, in Verbindung mit dieser Opferaktion auf diesem Berg.
Dass ihr seht, dass ich jetzt nicht irgendwie nur etwas in die Schrift hineinlese, möchte ich euch das aus dem Neuen Testament zeigen. Hier kommt die Auslegung von dieser Geschichte: Galater 3,16. Paulus schreibt an die Galater: Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: und den Nachkommen, als gelte es vielen, sondern es gilt einem: deinem Nachkommen, welcher ist Christus.
In dieser Geschichte geht es nicht um Abraham, sondern Gott zeigt Abraham auf die Zukunft hin: Abraham, nein, nein, nein, nicht du bist derjenige. Ich bin derjenige, der seinen einzigen geliebten Sohn opfern wird. Und Abraham, wie hat er reagiert, was hat er mit ihm gemacht? Jesus im Johannesevangelium gibt uns die Antwort. Abraham, euer Vater, im Gespräch mit den Juden: Abraham, euer Vater, freute sich auf mein Kommen, und er sah es voraus, und er war froh. Könnt ihr euch das vorstellen? 1800 Jahre zuvor hat Abraham etwas gesehen. Wo? Auf einem Berg im Umland von Jerusalem.
Und die Leute erwiderten: Hä, du bist nicht mal fünfzig Jahre alt, wie kannst du behaupten, du hättest Abraham gesehen? Hä? Und Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham war, bin ich. Wisst ihr eigentlich, wer hier vor euch steht? Wisst ihr eigentlich, wer hier vor euch steht? Ehe Abraham war, bin ich. Ich bin der Ewige, der Gott des Alten Testaments, und ich habe damals Abraham schon gezeigt, was ich in Zukunft tun werde.
Und das Schöne ist: Er hat dieses Versprechen erfüllt. Er hat seinen Sohn wirklich gegeben, seinen einzigen geliebten Sohn. Der hat sein Holz auf diesen Berg getragen und wurde wirklich geopfert, stellvertretend für uns, damit wir Anteil an diesem Segen haben können.
Und die Frage ist: Was wollen wir hierzu noch sagen? Sagt Paulus. Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Er, der sogar seinen einzigen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
Das ist die Frage, die ich dir stellen möchte: Wenn Gott bereit war, sein Kostbarstes für dich zu geben, wenn Jesus an diesem Kreuz geblieben ist, komplett freiwillig, er hätte es jeden Moment beenden können, aber er ist da geblieben, alle Mächte der Finsternis gegen ihn gestellt, er erlebt die schwärzeste Stunde, die jemals ein Mensch in dieser Geschichte, auf dieser Welt erfahren hat, und er bleibt einfach da, komplett freiwillig.
Und meine Frage lautet: Wenn er dich damals nicht verlassen hat, wenn er freiwillig dort geblieben ist, wenn ihn das nicht von dir trennen konnte, kann dann vielleicht heute eine Phase, in der du richtig enttäuscht worden bist, oder eine beschissene Zeit im Job oder sonstige schwierige Momente, die man so im Leben durchlebt, wenn ihn das damals nicht von dir trennen konnte und er dort geblieben ist, wie viel mehr würde er dich jetzt nicht verlassen?
Es ist der Trost, den wir daraus nehmen können: Wenn er für dich ist, wer kann gegen dich sein? Er hat auch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben.

David, Goliath und die wahre Gestalt des Sieges

Ich gehe zu meiner weiteren Lieblingsgeschichte: David gegen Goliath. Ich habe gerade House of David geschaut, und ich fand es sehr, sehr interessant. Und ich habe die Frage wieder einmal mitgebracht: Warum steht diese Geschichte in der Bibel?
Ich möchte kurz das typische Verständnis von David gegen Goliath erzählen, mit dem ich aufgewachsen bin. Ich habe die Geschichte so verstanden. Ich fand sie schon immer cool, das ist so richtig mit Helden und ihr wisst schon. Und ich habe sie oft so verstanden: Ja, sei mehr wie David, sei mehr wie David, vertrau auf Gott, und dann kannst du deine Goliaths, die Riesen in deinem Leben, mit Gottes Hilfe besiegen. Kennt ihr das so?
Dann bist du motiviert nach der Predigt, wenn ich es gut machen würde. Und dann gehst du raus und merkst nach zwei Wochen wieder, was für ein Versager du bist, dass du es nicht schaffst.
Und ich möchte an dieser Stelle die Frage stellen: Um wen geht es in dieser Geschichte? Sollen wir der Held in dieser Story sein, oder sind wir eher diejenigen, wie das Volk damals, die einen Helden brauchen? Was ist unsere Rolle?
Ein paar Fragen. Janik war so freundlich, hat ein paar Süßigkeiten mitgebracht, ein paar Nervennahrung, ein paar Fragen.
Erste Frage: Aus welchem Stamm kam David? Wer hat es gesagt? Wer hat es gesagt? Du hast es laut gesehen, du hast es gesehen, ja. Also perfekt, also richtig: 1. Samuel 17,12, aus dem Stamm Juda.
Wo ist David geboren? Wer hat es gesagt? Wow, stark! Also, Bethlehem ist richtig. David aber war der Sohn jenes Ephrathiters aus Bethlehem in Juda, der Isai hieß.
Dann: Was war er von Beruf? Schäfer, Hirte, okay, ihr könnt es nachher abholen.
Und was ist er später geworden? König.
Also: Einer aus dem Stamm Juda, in Bethlehem geboren, der Hirte von Beruf war und König wurde, wird von seinem Vater zu einem Volk gesandt. Und dieses Volk steht einem Feind gegenüber, den sie selber nicht besiegen können. Er geht stellvertretend für dieses Volk in die Schlacht, besiegt diesen unbesiegbaren Feind, und alle, die zu diesem Volk dazugehören, haben Anteil an diesem Sieg, ohne dass sie etwas dazu beigetragen haben.
Um wen geht es in dieser Geschichte? Sehr gut, also es geht um Jesus, ja.
Und dieser David bekommt später diese Verheißung, dass einer seiner Nachkommen für immer auf dem Thron sitzen wird. Das ist 1. Chronik 17, wer es nachlesen will. Dort sagt Gott: Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich will ihn einsetzen in mein Haus und in mein Königtum ewiglich. Sein Thron wird beständig sein.

Das Leiden des Messias in den Psalmen und Propheten

Und David wird in Psalm 22 noch konkreter. Wir lesen in Psalm 22, und damit kommen wir auch zum prophetischen Teil. Das war jetzt der Teil über die Person, jetzt kommen wir zum prophetischen Teil.
Da lesen wir in Psalm 22 ganz bekannt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf. Denn Hunde haben mich umgeben, und die böse Rotte hat mich umringt. Sie haben meine Hände und Füße durchgraben. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.
Was wird hier beschrieben? Kreuzigung.
Wenn man das Neue Testament liest, dann sieht man da so ein paar Soldaten und denkt sich: Oh, das Gewand, das können wir doch, lass uns doch darum würfeln. Und das finde ich krass, weil alles geschehen ist, damit sich erfüllt, was geschrieben wurde. Damit wir erkennen können: Jesus kam nicht einfach so. Er hat nicht nur gesagt: Glaub mal an mich, ich bin der Retter, glaub mal an mich. Sondern alles hat sich erfüllt. Bis ins kleinste Detail. Sie würfelten um seine Kleider, sie haben ihm Hände und Füße durchgraben.
Damals gab es noch keine Kreuzigung. Das kam erst viel, viel später mit den Römern. Und wir lesen das dann im Neuen Testament: Gegen drei Uhr rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, Lama asabtani? Das bedeutet: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Die Soldaten gaben ihm Wein, der mit bitterer Galle vermischt war. Doch als er ihn schmeckte, weigerte er sich, ihn zu trinken. Psalm 69,22 ist das.
Nachdem sie ihn ans Kreuz genagelt hatten, würfelten die Soldaten um seine Kleider. Nun, wenn du der Sohn Gottes bist, dann rette dich doch selbst und steig vom Kreuz herab. Die obersten Priester, Schriftgelehrten und Ältesten verspotteten Jesus ebenfalls: Anderen hat er geholfen, höhnten sie, aber sich selbst kann er nicht helfen. Wenn er wirklich der König Israels ist, dann soll er doch vom Kreuz herabsteigen, dann werden wir an ihn glauben. Er hat doch Gott vertraut, nun soll Gott zeigen, dass er zu ihm steht, indem er ihn verschont. Ja, er hat behauptet: Ich bin der Sohn Gottes.
Tausend Jahre vorher, in Psalm 22, geht es noch weiter. Da heißt es dann, dass er den Namen des Herrn kundtun wird. Das heißt: Wenn er gekreuzigt wurde, Auferstehung. Und dass das zur Folge hat, dass er viele Nachkommen sehen wird. Leute, mit diesen Nachkommen seid ihr gemeint. Psalm 22.

Jesaja und die klare Sprache der Verheissung

Ich mache noch zwei Schnelle. Ich gucke ein bisschen auf die Uhr. Ich habe gesagt, ich bin einigermaßen pünktlich, zumindest meistens.
700 vor Christus: ein anderer Prophet, Jesaja. Sensationsfund! Ja, man hat lange Zeit nicht so richtig gewusst. Die älteste Jesaja-Schrift, die man hatte, die war lange nach dem Ereignis. Und dann hat irgendwann in Qumran ein junger Mann, oder man weiß nicht genau, man sagt eigentlich: Die Sage sagt, ein Hirtenjunge, dem sind die Ziegen abgehauen. Und dann wurden in der Höhle Schriftrollen gefunden, die Qumran-Rollen. Und da war die Jesaja-Rolle aus dem Jahr dreihundert vor Christus mehr oder weniger vollständig erhalten. Und man konnte sie abgleichen mit unserer heutigen Jesaja-Abschrift. Und man hat gesehen, dass es mehr oder weniger komplett identisch ist.
In diesem Buch Jesaja gibt es faszinierende Stellen. Wir waren ja mit David unterwegs, und deshalb möchte ich in Jesaja 7,14 anfangen. Da sprach Jesaja wohl an: So hört ihr vom Hause David. Und wenn wir Hause David hören, dann muss es bei uns klingen, weil wir ja zuvor schon gehört haben: David, Verheißung, Nachkomme, Königreich, ewiglich und so weiter. Und jetzt heißt es hier: Ist es euch zu wenig, dass ihr Menschen müde macht? Müsst ihr auch meinen Gott müde machen? Darum wird euch der Herr selbst, also nicht ein Engel, nicht ein Prophet, nicht irgendein Mensch, sondern der Herr selbst wird euch ein Zeichen geben.
Wie wird dieses Zeichen sein? Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel, das bedeutet: Gott mit uns.
Dann blätterst du weiter. Und dann kommst du in Jesaja 9,5-6 raus. Da liest du dort: Ein Kind ist uns geboren. Logischerweise wird ein Kind geboren, aber der Sohn, der wurde nicht geboren, sondern der wurde uns gegeben. Warum? Weil der Sohn nicht mehr geboren werden muss, weil er ewig ist. Er kann uns nur geschenkt werden.
Und dann heißt es: Und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Man nennt seinen Namen wunderbarer Ratgeber, starker Gott, ewiger Vater, Friedefürst. Also ein Kind, dessen Name zugleich starker Gott, ewiger Vater ist. Was wird das für ein Kind sein? Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, dass er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des Herrn der Herrscharen wird dies tun.
Und dann liest du weiter. Letzte Stelle: Ich muss es einfach vorlesen, auch wenn es vielleicht eine der bekanntesten Prophezeiungen ist: Jesaja 53. Und ich erinnere noch mal daran: 680 vor Christus, sprich, das ist ein Prophet. Und ich möchte mal ganz langsam vorlesen, und du kannst es einfach auf dich wirken lassen, in Bezug auf das, was du glaubst, in Bezug auf denjenigen, auf den du dein Vertrauen gesetzt hast.
Ich stelle oft Leuten, die jetzt so nichts mit der Bibel zu tun haben, die Frage. Da stelle ich ihnen die Frage: Wenn ich das vorgelesen habe, ey, ich lese dir mal was vor, ist das okay? Ja, klar. Sag mir mal, um was es da geht. Und weißt du, die Antwort ist immer richtig, egal ob Moslem, ob Atheist, ob Christ. Die Antwort ist immer richtig. Das sagt mir, dass es deutlich ist.
Wir lesen Jesaja 53: Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt. So verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.
Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg. Aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen. Er wird Nachkommen sehen und seine Tage verlängern. Er wird auferstehen, und das Vorhaben des Herrn wird in seiner Hand gelingen. Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen.
Das ist es, was Jesus für dich getan hat, und das ist es, was Gott schon vor Jahrhunderten, vor Jahrtausenden angekündigt hat. Und die Frage ist: Was machen wir jetzt damit? Leute, das ist so wichtig, dass wir das festhalten, dass wir das festhalten, dass wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen.
Und genau so hat Petrus das gesagt im zweiten Petrusbrief. Wir halten das fest, das prophetische Wort, Vers 20 dabei, damit ihr erkennt. Sorry, Vers 20: Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.
Und genau deshalb ist Jesus im Alten Testament so entscheidend wichtig. Petrus schreibt es an Leute, die in der Zerstreuung waren, die verfolgt waren, die um ihres Glaubens willen Zweifel hatten. Ja, ist es denn wirklich wahr? Und was sagt er zu ihnen? Wir halten fest das prophetische Wort. Es ist wie ein Licht, das in der Finsternis aufleuchtet. Haltet dieses Wort fest, Leute!
Ich stelle mir vor, dass das so die Reise war, die Jesus gegangen ist mit den Emmausjüngern: Geschichte für Geschichte, um Geschichte. Und nach und nach haben sie gesagt: Wow, das, was bei mir Enttäuschung war, durfte auf einmal zum Segen werden. Mein Herz hat angefangen zu brennen. Ich durfte wieder neu gestärkt werden, dass dieser Gott wirklich ein Gott ist, der hält, was er verspricht, dem er vertrauen kann. Was für ein großes Geschenk.

Die ganze Bibel als Geschichte von Christus

Ich möchte mit einem kurzen Videoclip abschließen, der uns noch einmal den kompletten Durchlauf über all das gibt, was ich jetzt in der Kürze der Zeit nicht sagen konnte.
Wem geht es in der Bibel? Dreht sie sich um dich oder um Jesus? Lehrt uns die Geschichte von David und Goliath mehr, wie David zu sein? Oder redet sie über den einen, der den einzigen Riesen besiegte, der uns töten kann? Um den, der den Sieg für uns hat – um wen geht es? Das ist die grundlegende Frage. Wenn man das erkennt, beginnt man, die Bibel ganz anders zu lesen.
Denn Jesus ist der wahre und beste Adam. Er widerstand der Versuchung im Garten, und sein Garten war viel härter. Und sein Gehorsam wird uns angerechnet.
Jesus ist der wahre und bessere Abel. Sein unschuldig vergossenes Blut schreit zum Himmel, jedoch nicht, um uns anzuklagen, sondern um uns gerecht zu machen.
Jesus ist der wahre und bessere Abraham. Er folgt dem Ruf Gottes und verlässt den Komfort seiner Heimat, ohne zu wissen, was ihn erwartet.
Jesus ist der wahre und bessere Isaak. Er wurde von seinem Vater auf dem Berg als Opfer dargeboten, aber nicht verschont, sondern wirklich für uns alle geopfert. Gott sagte zu Abraham: Jetzt weiß ich, dass du mich wirklich liebst, denn du hast deinen einzigen Sohn nicht verschont. Und jetzt können wir am Fuße des Kreuzes stehen und zu Gott sagen: Jetzt wissen wir, dass du uns wirklich liebst, denn du hast deinen einzigen Sohn, den du liebst, nicht verschont.
Jesus ist der wahre und bessere Jakob. Er kämpfte und empfing die Schläge des Gerichts, die wir verdient haben. Und so empfangen wir, wie Jakob, nur die Wunden der Gnade, die uns wachrütteln und unterweisen.
Jesus ist der wahre und bessere Josef. Er sitzt zur Rechten des Königs und vergibt denen, die ihn verraten und verkauft haben. In seiner Macht rettet er sie.
Jesus ist der wahre und bessere Mose. Er steht im Riss zwischen dem Volk und dem Herrn und schließt so den neuen Bund.
Jesus ist der wahre und bessere Felsen in der Wüste. Er wurde mit dem Stab des Gerichts Gottes geschlagen, und aus ihm fließt Wasser in das dürre Land.
Jesus ist der wahre und bessere Hiob. Er leidet wahrhaftig unschuldig und rettet durch seine Fürbitte seine dummen Freunde.
Jesus ist der wahre und bessere David. Sein Sieg wird zu einem Sieg für das ganze Volk, obwohl sie nichts dazu beigetragen haben.
Jesus ist die wahre und bessere Esther. Er riskierte nicht nur, den irdischen Palast zu verlieren, sondern verlor letztendlich den himmlischen. Er riskierte sein Leben nicht nur, er gab es hin. Statt zu sagen: Falls ich sterbe, sterbe ich, sagte er: Wenn ich sterbe, sterbe ich für Sie, um mein Volk zu retten.
Jesus ist der wahre und bessere Jona. Er wurde in den Sturm hinausgeworfen, damit wir durch ihn gerettet werden können.
Jesus ist das wahre Passahlamm, der wahre Tempel, der wahre Prophet, der wahre Priester, der wahre König, das wahre Opfer, das wahre Land, das wahre Leben, das wahre Brot.
Die Bibel dreht sich nicht um dich. Es geht um Jesus.

Schlussgebet und Ausblick

Ich bete noch kurz mit uns, Herr Jesus. Wir danken dir so sehr für dein Wort. Wir danken dir dafür, dass es die Wahrheit ist, dass keine Prophezeiung aus eigenmächtiger Deutung hervorging, sondern dass durch deinen Geist getrieben die heiligen Gottes geredet haben. Daran dürfen wir erkennen, dass du wirklich der Christus bist, der uns das Leben gibt.
Herr, ich bete, dass es unseren Glauben stärkt, dass wir es festhalten und dass es uns zu dir zieht. Wir danken dir einfach dafür und beten, dass du auch weiter, wenn wir hier wieder weggehen, unsere Augen öffnest, die Schriften öffnest, damit wir verstehen, was sich auf dich bezieht, und dass unser Herz dadurch zum Brennen anfängt.
Und wir sagen, Herr: Auch wenn unser Leben manchmal enttäuschend ist, wo sollten wir hingehen? Wir haben erkannt, dass du der Christus bist und dass du Worte des ewigen Lebens hast. Amen.
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