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Hosea – Zusammenfassung

Hosea22.06.2017
Serie•Teil 12 / 12Spurgeon-Konferenz 2017
Warum wirkt Bibellesen oft so trocken? Der Schlüssel ist: Fragen stellen, Strukturen entdecken und das Wort so weitergeben, dass Gott selbst Menschen erreicht.

Ein kurzer Einstieg mit persönlicher Note

Das, was ich jetzt sagen werde, wird kurz sein, aber ich spüre die Skepsis im Raum. Das macht nichts. Ich möchte nur ein paar Dinge sagen zum Buch Hosea, ein paar Dinge zum Thema Bibelstudium überhaupt und dann ein paar Dinge zu uns, dass wir das Wort lehren, dass wir das weitergeben, was der Herr uns lehrt.
Das ist eine Spurgeon-Konferenz. Spurgeon, ich weiß nicht, wie man das auf Deutsch ausspricht: Spurgeon, Spurgeon, ich weiß es nicht. Auf Englisch ist es Spurgeon. Und es gibt so viele Geschichten über Charles Haddon Spurgeon, über diesen großen Prediger. Vielleicht ist er der größte englische Prediger, aber man weiß es natürlich nicht. Sicher war er erstaunlich. Nicht groß in dem Sinn, nein, groß begabtester, okay, Entschuldigung.
Ich habe gedacht, es ist schrecklich, eine ganze Spurgeon-Konferenz zu erleben, ohne dass Spurgeon-Geschichten dabei sind. Deswegen habe ich gedacht, ich fange diese letzte Einheit mit einer Spurgeon-Geschichte an.
Das Gemeindehaus, wo Spurgeon gepredigt hat, war sehr groß. Sehr viele Leute waren da. Ich glaube, 2000 Leute waren im Gottesdienst. Jeden Montag ist die Putzfrau gekommen, um zu putzen. Sie hat das immer gemacht, und zum Schluss ist sie immer hinauf in die Kanzel gegangen, um dort zu putzen. Die Kanzel war ziemlich hoch, weil das notwendig war, weil 2000 Leute in der Gemeinde waren.
Einmal ist sie hinaufgegangen, um dort in der Kanzel zu putzen, und hat entdeckt, dass Spurgeon seine Predigtnotizen vom Sonntag vergessen hatte. Sie hat sich gedacht: Wow, ich habe die Gelegenheit, die Predigtnotizen von diesem so begabten Prediger anzuschauen. Und sie hat sich in die Kanzel gesetzt, hat die Notizen angeschaut, und neben einem Absatz hatte Spurgeon Folgendes geschrieben: Argument schwach, lauter reden.
Ich bin froh, dass Spurgeon auch nur ein Mensch war, der auch Schwächen hatte.

Rückblick auf Hosea und die Bedeutung von Gottes Wesen

Gut, es war für mich ein großes Geschenk, dass ich hier diese Woche über das Buch Hosea reden konnte. Vielen Dank für eure Ermutigung und für eure Bereitschaft, mitzumachen.
Es ist großartig, wie klar man sieht, dass Gott heilig ist, dass er die Sünde ernst nimmt und dass er zugleich gnädig ist. Das hat mich bewegt, und ich glaube, es bewegt auch uns, wie Gott durch das Buch Hosea spricht. Ich glaube, diese Themen, dass Gott heilig, liebevoll und gnädig ist, sind genauso wichtig heute wie immer.
Es ist sehr wichtig, dass wir auch solche Bücher wie Hosea predigen. Das Problem bei einer fortlaufenden Predigtreihe über Hosea wäre meiner Meinung nach aber, dass jeder die eigene Entscheidung treffen muss. Wenn man eher kürzere Stellen hat, gibt es einige Predigten, in denen es nur um Sünde oder nur um Gericht geht. Deswegen denke ich, dass es auf einer Konferenz irgendwie gepasst hat, dass man das so gemacht hat und diese langen Abschnitte anschauen konnte.

Wie die Arbeit am Buch Hosea begann

Ich erzähle nur kurz, wie ich zum Buch Hosea gekommen bin. Als ich angefangen habe, das Buch Hosea zu studieren, kannte ich es überhaupt nicht gut. Was ich gemacht habe, ist das, was ich auch mit anderen Bibelbüchern mache, und du machst das wahrscheinlich auch. Aber ich möchte sagen: Es ist nicht schlecht, das noch einmal zu hören.
Ich habe das Buch mehrmals durchgelesen, nicht an einem Nachmittag. Ich habe es zum Beispiel an einem Dienstag durchgelesen, dann wieder am Freitag und dann in der nächsten Woche noch ein paarmal. Also immer wieder.
Dann habe ich ein Blatt Papier neben mir gehabt und Dinge aufgeschrieben. Nicht am Anfang viele, viele Dinge, aber gewisse Dinge, die mir aufgefallen sind. Gewisse Dinge, die immer wieder aufgetaucht sind, entweder Wörter oder Themen, die im Buch Hosea immer wieder vorkamen. Und natürlich waren Sünder dabei, Gericht war dabei und Gnade war dabei, weil diese Dinge vorkommen. Aber ich hatte auch andere Dinge notiert.
Dann habe ich mir die Frage gestellt: Gibt es hier eine Struktur in diesem Buch? Ich meine, ich bin begeistert von Struktur, das wisst ihr wahrscheinlich. Aber mir ist klar, dass man nicht in jedem Bibelbuch eine Struktur so klar sehen kann. Und einige Leute würden sagen, dass auch die Struktur von Hosea nicht klar ist. Damit kann ich leben. Die Kommentare sind sich nicht einig, was die Struktur des Buches Hosea betrifft. Aber jeder Kommentar und jeder, der das Buch Hosea gelesen hat, sagt: Ja, die ersten drei Kapitel gehören zusammen, das ist eine Einheit. Und ich glaube, das ist klar.
Also wusste ich das. Dann habe ich gedacht: Dieses Thema Gnade kommt einige Male vor, nicht nur am Ende von Kapitel drei, sondern auch am Anfang von Kapitel sechs, auch am Ende von Kapitel elf und auch in Kapitel vierzehn. Dann habe ich gedacht: Gibt es da einen Rhythmus? Gibt es eine Wiederholung?
Dann habe ich gesucht. Es ging nicht schnell. Und wie gesagt, es war nicht so, dass ich tagelang daran gearbeitet habe. Ich habe hier eine Stunde gemacht, dort eine Stunde gemacht, in der nächsten Woche wieder eine Stunde. Dann habe ich drei, vier Wochen lang nichts gemacht. Es war also ein Prozess.

Die Suche nach dem Aufbau eines biblischen Buches

Aber dann bin ich zu dem Schluss gekommen, ob der richtig ist oder nicht. Dann können andere entscheiden, dass es doch diese Reihenfolge gibt: Sünde, Gericht, Gnade, Sünde, Gericht, Gnade, Sünde, Gericht, Gnade. Und deswegen habe ich dann diese vier Hauptteile gehabt: 1,1 bis 3,5; 4,1 bis 6,3; 6,4 bis 11,11; 12,1 bis 14,10.
Ich denke, dass es sich lohnt, sich diese Frage zu stellen, was die Struktur betrifft, wenn man zu einem Bibelbuch kommt. Aber es wird unterschiedlich sein, welche Struktur es gibt. Wenn du an den Kolosserbrief oder an den Philipperbrief denkst, gibt es auch eine Struktur. Ich meine, es gibt eine Reihenfolge. Es ist nicht einfach zusammengewürfelt, es ist nicht random, wie sagt man random? Es ist nicht willkürlich, wie das zusammengestellt ist. Paulus hat gewusst, was er da schreibt, und ich glaube, es ist gut, dass man versucht, die Einheiten zu finden, die Abschnitte zu finden und dann zu überlegen und darüber zu beten: Warum ist es in dieser Reihenfolge? Was ist für Paulus der wichtigste Abschnitt hier? Was ist die Hauptbotschaft des ganzen Briefes? Dass ich mir solche Fragen stelle.
Ich werde euch nur ein Beispiel geben von einem anderen Buch, wo man eine Struktur ziemlich klar sieht. Einigen wird das schon bekannt sein, anderen nicht. Können wir das Matthäusevangelium aufschlagen, bitte?
Es gibt einen Satz oder eine Phrase, die mehrmals vorkommt im Matthäusevangelium, und das sollte einen zumindest so nachdenklich machen. Bitte schau Kapitel 7, Vers 28 an. Das ist am Ende der Bergpredigt. Die Bergpredigt finden wir in den Kapiteln 5, 6 und 7. Und in Kapitel 7,28 steht: Es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre usw. Aber diese Phrase ist: als Jesus diese Worte beendet hatte.
Wenn man 11,1 weiterliest, dann erreicht man Kapitel 11, Vers 1. Und es steht hier: Es geschah, als Jesus die Befehle an seine zwölf Jünger hier in meiner Übersetzung vollendet hatte, zog er von dort weg, um in ihren Städten zu lehren und zu verkündigen. Das heißt, es kommt noch einmal vor: als Jesus etwas vollendet, beendet hatte. Und vielleicht ist es nur Zufall, es kommt zweimal vor.
Dann, wenn man 13,53 anschaut, Kapitel 13, Vers 53, nachdem Jesus sieben Gleichnisse erzählt hat: Als es geschah, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er von dort weg. Interessant, schon wieder: als er beendet hatte, etwas beendet hatte.
Dann Kapitel 19, Vers 1: Nachdem Jesus über die Endzeit geredet hat, es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, verließ der Herr Galiläa. Es ist irgendwie jedes Mal, wenn Matthäus damit sagen will, ein Abschnitt ist jetzt vorbei und ein neuer Abschnitt beginnt.
Und das letzte Mal ist Kapitel 26, Vers 1, am Anfang des Leidens und Sterbens Jesu: Kapitel 26, Vers 1: „Es geschah, als Jesus alle diese Worte beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern.“

Ein Beispiel für wiederkehrende Muster im Matthäusevangelium

Und wenn man diese Phrase, die sich wiederholt, anschaut, dann hat man einige Blöcke, einige Abschnitte im Matthäusevangelium.
Wenn man sich die Abschnitte etwas näher anschaut, werde ich nicht lange darüber reden, obwohl ich gerne länger darüber sprechen würde, dann sieht man, dass es in jedem Abschnitt zwei Teile gibt. Ein Abschnitt liegt jeweils zwischen den Formulierungen „als Jesus beendet hatte“ und „als Jesus beendet hatte“. In jedem dieser Abschnitte gibt es zwei Teile.
Es gibt einen Teil, in dem es um die Erzählung geht, also darum, was Jesus getan hat. Es geht um Wunder und so weiter, um Begegnungen mit Menschen. Dann gibt es einen Lehrteil, also eine Lehre darüber, was Jesus gelehrt hat. Die Bergpredigt ist zum Beispiel der Lehrteil im ersten Block.
Ja, also gibt es immer, das heißt, man hat wegen dieser Wiederholung „als Jesus beendet hatte“ diese Abschnitte. Und in jedem Abschnitt gibt es Erzählung und Lehre: Erzählung, was Jesus getan hat, Lehre, was Jesus gelehrt hat.
Für mich öffnet sich das Buch Matthäus dann. Ich fange an, mich damit zu beschäftigen. Vielleicht werde ich mir ein paar Wochen nehmen, um diesen ersten Abschnitt anzuschauen, daran zu arbeiten, darüber zu beten, daraus zu lernen und den Herrn besser kennenzulernen. Danach gehe ich zum zweiten Abschnitt.
Also kann man versuchen, das auch mit anderen Bibelbüchern zu machen. Aber ich sage es noch einmal: Es gibt viele Bibelbücher, in denen es vielleicht keine Phrase gibt, die sich wiederholt. Trotzdem gibt es meiner Meinung nach fast immer einen Aufbau, eine Struktur in jedem Buch.
Auch in den Mails, die du schreibst, gibt es wahrscheinlich meistens einen Aufbau. Du sagst am Anfang Hallo, und dann gibt es ... ja, okay ...

Ermutigung zum gemeinsamen Bibelstudium

Zum Schluss möchte ich uns nur dazu ermutigen. Ich habe früher in dieser Woche die fünf Eigenschaften von Christen vorgeschlagen, die eine Lehrgabe haben. Und wenn du dich in diesen fünf Eigenschaften ein bisschen wiedererkannt hast oder wenn es dir ein Anliegen ist, anderen Menschen zu helfen, die Bibel zu erklären, zu verstehen und Gottes Stimme in der Bibel zu hören, dann ist das jetzt für dich, was zum Schluss kommt.
Das bedeutet, dass du anderen helfen willst. Es kann sein, dass es nur eine Freundin oder ein Freund ist. Ihr trefft euch einmal in der Woche oder einmal in zwei Wochen, lest gemeinsam eine Bibelstelle und redet darüber und betet darüber.
Übrigens: Wenn du zu zweit mit jemandem eine Bibelstelle liest, gibt es zwei Methoden. Und ich mag die erste Methode nicht. Dann sage ich euch die zweite Methode, die mir besser gefällt.
Die erste Methode ist, dass du betest und dann deinem Freund Fragen stellst. Das ist wie ein Kreuzverhör. Du stellst die ganzen Fragen, und der Arme muss versuchen, diese Fragen zu beantworten. Das finde ich ziemlich, ziemlich unangenehm. Das technische, theologische Wort dafür ist „org“. Also, ich finde das unangenehm, und ich bin nicht überrascht, wenn mein Freund aufhört zu kommen. Er hat jetzt leider keine Zeit.
Viel besser ist es meiner Meinung nach, aber ihr könnt euch eure eigene Meinung bilden. Ich werde nie wissen, was deine Meinung ist, und ich verlasse das Land sowieso morgen. Wir lesen die Bibelstelle, ich bete kurz, aber ein ganz kurzes Gebet. Und dann stellen wir uns einander Fragen. Jede von uns kann Fragen stellen. Du kannst Fragen stellen, bei denen du die Antwort weißt, und du kannst auch Fragen stellen, bei denen du die Antwort nicht weißt. Aber du stellst Fragen. Jede von uns kann Fragen stellen.
Und der Vorteil beim Fragenstellen ist: Je mehr Fragen du stellst, desto weniger Antworten musst du geben. Für einige ist das wirklich ein neues Erlebnis. Ich habe hier vorher keine Fragen aufgeschrieben als Vorbereitung. Ich habe schon darüber nachgedacht und darüber gebetet, aber wir fangen an, einfach Fragen zu stellen.
Manchmal kommt es mir so vor, oder es passiert mir, dass mein Freund beim ersten Mal kaum Fragen stellt, weil es für ihn ein neuer Gedanke ist, dass er Fragen stellen kann. Aber beim zweiten Mal legt er los. Ich meine, ich glaube, das ist eines der Geheimnisse des Bibelstudiums: dass man dem Text gegenüber Fragen stellt, oder?
Vielleicht machst du das zu zweit, aber vielleicht lehrst du die Bibel auch in einer Gruppe, in einer Kleingruppe, in einem Bibelkreis, im Jugendkreis oder vielleicht im Gottesdienst, in der Predigt. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man die Bibel lehrt. Aber es ist wichtig, dass die Bibel gelehrt wird.
Erinnert ihr euch an den Vorwurf gegen die Priester? Die haben nicht gelehrt. Und deswegen war das Volk ohne Wort Gottes. Die Priester haben nicht gelehrt, und wir haben die Verantwortung, zu lehren.

Verantwortung im Dienst am Wort

Also zum Schluss noch ein paar Stellen im Zweiten Timotheusbrief, bitte.
 2. Timotheus, Kapitel 2. Ich denke, diese Stellen sind schon von Mike erwähnt worden, aber es lohnt sich, sie noch einmal anzuschauen.
Kapitel 2, Vers 15. Paulus schreibt dann an Timotheus und sagt ihm: Das ist der letzte Paulusbrief, den wir haben. Paulus weiß also, dass er bald sterben und zum Herrn gehen wird. Er will Timotheus die wichtigsten Dinge sagen, bevor er stirbt, und deswegen schreibt er diesen Brief.
Und Kapitel 2, Vers 15: Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt.
Das bedeutet: Ich soll es ernst nehmen mit der Bibel, die Bibel nicht vernachlässigen und nicht sagen: Ja, ja, ich kann eine Bibelarbeit leicht machen. Wie sagt man auf Deutsch? So ist es eben, wenn ich das mit der Bibel mache, mit Bibelarbeiten und so weiter, dann habe ich 2. Timotheus 2,15 nicht ernst genommen.
Ich soll im Wort Gottes wachsen. Ich soll den Wunsch haben, das Verlangen haben, die Bibel immer besser kennenzulernen, Gott durch die Bibel immer besser kennenzulernen, mich in der Bibel immer besser auszukennen. Nicht damit ich anderen zeige, dass ich super bin, sondern damit ich anderen helfen kann, Gott in seinem Wort zu begegnen.
Das Ziel ist nicht Wissen. Das Ziel ist ein übernatürliches Ereignis. Ich kann das natürlich nicht kreieren, aber ich kann so mit der Bibel umgehen und so mit meinen Zuhörern umgehen, dass sie offen dafür sind, dass Gott zu ihnen spricht und dass sie Gott begegnen.
Kapitel 4, die Verse 1 und 2, bitte.
 2. Timotheus, Kapitel 4: Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebende und Tote richten wird, um seine Erscheinung und seines Reiches willen.
Wow, dieser erste Vers bedeutet: Timotheus, das, was jetzt in Vers 2 kommt, ist irrsinnig wichtig, oder? Ich lese Vers 1 noch einmal vor. Das ist wie ein Drumroll: Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebende und Tote richten wird, um seine Erscheinung und seines Reiches willen.
Jetzt kommt’s: Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen, überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung.
Sucht die Gelegenheit. Sucht Gelegenheiten, wo du das Wort Gottes weitergeben kannst. Zu zweit, in einer Kleingruppe, in einer größeren Gruppe, egal. In einer Mail, in einem Brief: Such die Gelegenheit, das Wort Gottes weiterzugeben.
Weil ich davon überzeugt bin, und ich glaube viele von uns auch, dass das, was Gott, der Heilige Geist, mehr als alles andere verwendet, um Menschenleben zu verändern, die Bibel ist. Natürlich verwendet er auch andere Dinge: Anbetung, Seelsorge und so weiter. Aber mehr als alles andere verwendet er die Bibel, um Menschenleben zu verändern.
Und stell dir vor, ich meine, das ist ein Brief an Timotheus. Stell dir vor, das ist ein Brief an dich. Wenn du denkst: Ich habe dieses Anliegen, das Wort Gottes weiterzusagen, dann ist Vers 2 auch an dich gerichtet. Und Gott sagt dir: Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen, überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung.
Und das Großartige dabei ist: Wir sind nicht allein, wenn wir das machen. Wir dürfen uns auf den Heiligen Geist verlassen und ihn bitten, dass er uns verwendet und dass er uns ausrüstet, damit wir das tun können.

Vertrauen auf den Geist und ein abschließendes Gebet

Ich schließe mit einer letzten Spurgeon-Geschichte. In seinem Gemeindehaus in London, wo ungefähr 2000 Leute waren, war die Kanzel sehr hoch. Es gab 15 Stufen hinauf zur Kanzel, weil es wichtig war, dass sie hoch war, da das Gemeindehaus so groß war.
Und während des Liedes unmittelbar vor der Predigt singen zweitausend Leute und loben Gott zusammen. Der einzige, der nicht mitsingt, ist Spurgeon, weil er diese fünfzehn Stufen hinaufgeht in die Kanzel. Und auf jeder Stufe hat er leise gesagt: Ich glaube an den Heiligen Geist, ich glaube an den Heiligen Geist, ich glaube an den Heiligen Geist, ich glaube an den Heiligen Geist.
Dieser große Mann Gottes, der so begabt war, hätte locker Predigten ohne den Heiligen Geist halten können, die nichts genützt hätten. Aber er hätte das tun können. Er war sehr begabt. Auf jede Stufe: Ich glaube an den Heiligen Geist. Weil er gewusst hat: Wenn der Heilige Geist nicht wirkt, dann ist es Zeitverschwendung, oder?
Und die Anwendung ist nicht, dass du eine Kanzel extra bauen lässt mit 15 Stufen, nur um das klarzumachen. Man muss die Anwendung gut erklären. Wir müssen uns neu dazu entscheiden, wenn immer wir mit der Bibel zu tun haben, im eigenen Studium, in der Lehre, im Weitergeben des Wortes Gottes, uns auf den Heiligen Geist zu verlassen und nicht auf uns selbst.
Und das Tolle ist: Wenn wir das machen, wissen wir, was das große Ziel des Heiligen Geistes ist. Das große Ziel des Heiligen Geistes ist, dass Jesus großgemacht wird, dass Jesus verherrlicht wird. Super, oder, das zu wissen?
Beten wir miteinander! Vielleicht denkst du wieder an diese Geschichte von Spurgeon und von dem, was er gesagt hat, auf jeder Stufe. Vielleicht willst du dem Herrn sagen in der Stille: Ja, ich will mich auf den Heiligen Geist verlassen, bitte rüste du mich aus. Bete mir in der Stille, und dann werde ich ein Gebet sprechen.
Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebendige und Tote richten wird, um seiner Erscheinung und seines Reiches willen: Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen, überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung.
Vater, vielen Dank für die Leute, die Menschen, die Du in unserem Leben verwendet hast, vielleicht in unseren Gemeinden, die uns geholfen haben, Deine Stimme in Deinem Wort zu erkennen und zu hören. Wir danken Dir.
Und Vater, viele von uns, die da sind, wir wollen Dir sagen, dass wir so gerne anderen helfen möchten, Dir in Deinem Wort zu begegnen. Bitte rüste du uns aus und gib uns die Kraft Deines Geistes, damit wir Jesus, Deinen Sohn, verherrlichen können.
Und wir beten im Namen Jesu. Amen.