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Adventliche Begrüßung und gemeinsames Gebet
Ich möchte Sie begrüßen zu unserem Gottesdienst im Advent. Wir wollen den Herrn erwarten.
„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. Siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“
Wir wollen miteinander das Adventslied von Paul Gerhardt singen: „Wie soll ich dich empfangen?“, Lied Nummer 10, die Verse 1, 3 und 4.
Wir wollen beten.
Lieber Herr, in diesen geschäftigen vorweihnachtlichen Tagen ist so viel zu besorgen und zu erledigen. Und es sind auch viele unter uns, die schwere Nöte zu tragen haben. Und da verdrängen wir oft, selbst in diesen Adventstagen, dich, den Herrn, der du bei uns anklopfst. Und darum fehlt uns auch die Freude, der Trost und die Ruhe.
Herr, es ist unsere Schuld, dass wir so harte und verschlossene Ohren haben, dass unser Herz oft gar nicht offen ist für dein Wirken. Und darum bitten wir dich: Rede du heute Morgen zu uns allen. Wecke uns auf, erschüttere uns, wo wir uns in falscher Sicherheit von dir absondern. Und gib uns dann diese Freude des Wartens auf dich, dass du vor uns hergehst, auch jetzt, dass du uns begegnen willst mitten in den Tagen der kommenden Woche. Das ist groß.
Und wir bitten dich, dass du uns auch jetzt dein Wort aufschließt, dass wir es ganz neu hören und verstehen. Und wir wollen dir in der Stille all das sagen, was uns Not macht und belastet. Wir beten in der Stille.
Komm, o mein Heiland, Jesus Christ,
meines Herzens Tür dir offen ist.
Amen.
Wir lesen aus dem Lukasevangelium, Kapitel 3, von der Predigt und Wirksamkeit Johannes des Täufers. Der heutige dritte Advent ist schon seit vielen Jahrhunderten immer wieder dem Gedenken Johannes des Täufers gewidmet.
Im fünfzehnten Jahr der Herrschaft des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter in Judäa war und Herodes Landesfürst von Galiläa und sein Bruder Philippus Landesfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis und Lysanias Landesfürst von Abilene, als Hannas und Kaiphas Hohepriester waren.
Diese Zeitangaben sind ganz wichtig. Das ist ja auch dadurch möglich, die genaue Zeit der Wirksamkeit Johannes des Täufers festzustellen. Die Bibel will uns exakte Dinge erzählen, historische Dinge.
Da geschah das Wort Gottes zu Johannes, dem Sohn des Zacharias, in der Wüste. Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Wie geschrieben steht im Buch der Reden des Propheten Jesaja:
Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste:
Bereitet den Weg des Herrn
und macht seine Steige eben.
Alle Täler sollen erhöht werden,
und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden;
und was krumm ist, soll gerade werden,
und was uneben ist, soll ebener Weg werden.
Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen.
Da sprach Johannes zu der Menge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? Seht zu, bringt rechtschaffene Früchte der Buße und nehmt euch nicht vor zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Gott sei Dank durch alle Welt, von der Erfüllung der großen Verheißung des Alten Testaments, 1. Mose 11, Verse 1-4.
Im Alten Testament finden wir die Worte von der Erwartung des kommenden Messias. Und Messias heißt ja auf Griechisch Christus. Die ganzen Hoffnungen in der dunkelsten Zeit sind dann zusammengebunden in diese sehnsüchtige Erwartung.
Wir finden sie doch schon dort in der Schöpfungsgeschichte, wo die ganze Not sichtbar wird mit der Schlange, die den Menschen in die Verse sticht, und der Mensch, der dieser Schlange den Kopf zertritt, gerade wie wir gesungen haben.
Aber finden Sie auch im ersten Mosebuch, Kapitel 49. Dort sind die Segensworte des sterbenden Jakob über seine Söhne. Kunstfreunde lieben ja die unvergleichlichen Darstellungen von Marc Chagall in der Synagoge des Hadassah-Hospitals bei Jerusalem, wo er diese zwölf Segensworte gemalt hat in unvergleichlichen Farben.
In diesen Segensworten hört man etwas von der großen Not. Wenn alte Menschen auf die junge Generation schauen, dann werden sie das ihnen nicht vorenthalten, in wie viel Schwierigkeiten ihr hineinkommen werdet, auch durch eure ungestüme Art. Mittendrin ruft dieser sterbende Jakob, das ist in Vers 18, Kapitel 49: Herr, ich warte auf dein Heil!
Ich wollte aber als Predigttext die Verheißung nehmen, 1. Mose 49,10, aus dem Judasegen:
Es wird das Zepter von Juda nicht weichen, noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
Es ist ja interessant, dass von den Stämmen Israels die Namen aller anderen Stämme nicht mehr heute in Gebrauch sind, sondern dass für alle Stammesnachkommen nur noch der eine Name Juda, Juden, gilt. Das Zepter bleibt in den Händen des Stammes Juda, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seine Eselin an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut. Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch.
Er schließt uns auch dieses Wort auf.
Amen.
Die Hoffnung des Alten Testaments und die Sehnsucht des Glaubens
Ich hoffe, dass Sie in diesen Adventstagen die Zeit nutzen, um auch andere zu besuchen, um bei denen hineinzuschauen, die einsam sind und die alt sind, um Krankenbesuche zu machen in diesen stillen Tagen, die doch so geschäftig sind. Und da werden Sie viele Menschen treffen, die in dieser schönen und herrlichen und von erwartungsvollen Adventszeit traurig sind.
Man kann das oft verstehen, wenn die Leute anfangen zu erzählen, was sie betrübt, was sie beschwert und was sie belastet. Dann sagen sie uns noch: Ich muss noch vor Weihnachten ins Krankenhaus, oder: Ich weiß nicht, wie es mit meinen Kindern weitergeht, oder: Meine Angehörigen, die schauen nicht nach mir. Gibt es so viel Not unter Menschen, die voller Sorge in die Zukunft blicken?
Und all das Äußere, das doch so schön ist in diesen Adventstagen, die Kerzen und die Lieder und die Tannenzweige, all das macht diese Menschen nicht froh. Auch die vollen Schaufenster und die ganze Geschäftlichkeit nicht. Dann ist es wichtig, dass wir den Menschen sagen: Die Freude hängt allein an Jesus, der kommt.
Und das sagen wir nicht nur den Traurigen, sondern das sagen wir allen, auch den Jungen, auch denen, die jetzt rastlos unterwegs sind, die das vielleicht vergessen vor lauter Terminen, die sie haben. Sagen Sie: Pass auf, da liegt alles drin, dass dir jetzt in diesen Tagen Jesus, der Messias, begegnen will.
Gerade dieses Wort, das der alte Jakob spricht, deutet ja auch noch einmal darauf hin: Herr, ich warte auf dein Heil. Und dann sieht er, da kommt er, der Held, auf den warte ich. Das ist meine Hoffnung, das ist meine Zuversicht.
Und das ist gar nicht so schlimm, wenn jetzt andere Dinge, die uns bisher viel bedeutet haben, einmal zurücktreten. Sie sollen Weihnachtsfreude erleben in der Begegnung mit Jesus. Die darf nicht fehlen.
Ich habe heute meine Predigt überschrieben: uralte Sehnsucht, uralte Sehnsucht. Das soll bei Ihnen auch wieder so herausbrechen, dass Sie sagen: Ich sehne mich danach, da einmal auf den Grund zu kommen, dieser Sehnsucht nach dem Erlöser, nach dem Heiland.
Diese Sehnsucht, die ist zuerst eine gereifte bei dem Jakob, eine gereifte Sehnsucht, uralt, aber gereift. Wir kennen ja das Leben des Jakob ziemlich genau. Er war von seinem Sohn Josef nach Ägypten geholt worden und hat dort das fruchtbare Land Gosen angewiesen bekommen. Obwohl er schon ein alter Greis war, hat er noch siebzehn Jahre in diesem fruchtbaren Teil von Ägypten gewohnt.
Und er hat bestimmt auch die Schönheiten der Kultur Ägyptens gesehen. Für uns bleibt das ja immer noch etwas Staunenswertes: die Pyramiden, die Sphinx, das Tal der Könige, die Paläste, die vielen unvergleichlich schönen Kunstwerke. Sicher hat Jakob sich daran gefreut, aber das, was er sucht, liegt viel tiefer.
Es ist interessant, dass diese Adventshoffnung von uns Christen sich nicht erfüllt in all den schönen Dingen dieser Welt. Wir wollen sie nicht madig machen, wir wollen sie nicht schlecht machen. Doch sie liegt dahinter. Er geht hindurch, und im Sterben ist ihm das noch wichtig: Herr, jetzt warte ich auf dein Heil. Das Heil der Ägypter habe ich gesehen, ich habe mein Heimatland gesehen, ich warte jetzt auf das, was du schaffen wirst.
Und er hat so ein Heimweh, so eine Sehnsucht, das zu sehen, was nun Gott schaffen wird. In den letzten Stunden unseres Lebens, wenn wir sie bewusst erleben, was leider wenige heute tun, da kommt ja zum Vorschein, was unser Herz erfüllt. Wenn wir reden über das, was uns wichtig ist, vielleicht noch Geldsorgen, die wir haben, oder irgendwelche anderen Probleme, dann hat der Jakob nur die eine Sehnsucht: Herr, jetzt musst du etwas Neues schaffen.
Ich habe vor ein paar Tagen einen gehört, wie er gesagt hat, dass sich das, was in dieser Woche ereignet hätte, in der großen Abmachung, die da in Washington unterzeichnet wurde zwischen Gorbatschow und Reagan, das sei für ihn das schönste Adventslicht. Da habe ich sagen müssen: Bei allem Respekt vor den Staatsmännern unserer Zeit, was Sie unterschreiben, wird auch am Ende wieder Enttäuschung hervorrufen.
Damit wollen wir das auch nicht madig machen. Wir sind ja froh, wenn es ein Stückchen vorwärts geht, aber wir wissen, dass die großen Nöte unserer Welt sich so nicht lösen lassen, leider. Aber wir freuen uns darüber. Das Adventslicht reicht noch viel weiter als über die Höhepunkte der Versöhnungspolitik hinaus. Herr, ich warte auf dein Heil, ich warte auf dein Heil!
Dann hat Jakob viel Enttäuschung erlebt mit Menschen. Ich möchte das nur erwähnen, weil Sie manchmal denken, Sie seien ganz allein mit dieser schweren und bitteren Enttäuschung, die Sie haben erleben müssen. Ich glaube, so schwer wie Jakob haben Sie noch nie durchgemusst. Er hat für seine Braut sieben Jahre gearbeitet. Und als dann die verschleierte Braut ihm zugeführt wurde, dann war das blöde Gesicht der Lea darunter, sagt die Bibel. Er war schon ein hundsgemeiner Schwiegervater.
Was hat er Enttäuschung im Leben mit Menschen erlebt, Enttäuschung mit Menschen, das ging ja bei dem Laban weiter, eine Enttäuschung nach der anderen. Herr, ich warte auf dein Heil, ich will nicht mehr auf Menschen schauen.
Warum erzähle ich Ihnen das so ausführlich? Weil ich heute glaube, in diesem Gottesdienst muss das für viele von uns erst ganz neu begriffen werden. So belastet ich auch bin, so viel Not mich auch bedrängt, das macht doch nichts aus. Der Herr will mir jetzt sein Heil zeigen, er will zu mir kommen, er will mir eine gesegnete Festzeit schenken. Herr, ich warte auf dein Heil!
Und nicht verschweigen wollen wir, dass Jakob ja auch enttäuscht war über seine alte Art, über sich selbst. Er hat sich geärgert. Jakob war ja ein gerissener Mann, ein Schlitzohr. Wie hat er sich durchlaviert, als er den Segen erschlichen hat? Und er hat mit Recht den Zorn seines Bruders Esau herausgefordert.
Hoffentlich kennen Sie das auch, dass man sich an sich selbst ärgert und dass man maßlos traurig ist, weil man selbst so wenig von dem neuen Leben in sich trägt. Er hat damals überwältigend die Vergebung seines Bruders Esau erlangt, aber er wusste: Das ist noch nicht alles. Und jetzt ist er doch uralt. Und er sehnt sich danach, dass Gottes Heil offenbar wird, dass sein Leben umgestaltet wird. Ach, wie wird das einmal sein, wenn Gott mich verändert und mich verwandelt!
Das ist die Adventshoffnung und Sehnsucht eines Jakob: Herr, ich warte auf dein Heil. Und darum ist das heute in diesen Adventstagen für viele von uns, die den Kopf hängen lassen und die keinen Mut mehr haben, so wichtig, dass sie hinhören. Jesus daherkommt, wie das ein Jakob damals schon viele, viele Jahrhunderte vorher im Glauben gesehen hat. Gott hat es ihm offenbar gezeigt: Da kommt der Messias, der Gottessohn, der Befreier und Retter. Und er sehnt sich danach.
Und heute liegt für dich alles offen da. Da klopft Jesus an deine Tür, lass ihn doch ein. Und wie wunderbar erleben Sie das dann: Im Krankenbett, in der Traurigkeit, in der Enttäuschung. Da wird mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du mein Heil gekommen und hast mich froh gemacht.
Sie haben es so gesungen. Aber ist das bei Ihnen auch wirklich erlebt? Da kommt Jesus und macht mich froh. Und es geht wirklich in diesen Adventstagen nur darum, dass wir Jesus aufnehmen.
Stehen bleiben, ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen, und weil ich nur nicht weiter kann, bleibe ich anbetend stehen. O, dass mein Sinn ein Abgrund wäre und meine Seele ein weites Meer, dass ich dich möchte fassen.
Der Held aus Juda und die Deutung des Namens
Seine gereifte Sehnsucht bei Jakob, das war mein erster Punkt. Das Zweite ist eine tief gefühlte Sehnsucht. Er beschreibt ja das, was er da erwartet: Herr, ich warte auf dein Heil. Der Held kommt aus dem Stamm Juda. Im Vers davor steht noch das Symbol, das der Stamm Juda ja immer hat, das Bild des Löwen. Die Juden sind heute mächtig stolz darauf: Löwen aus Juda. So stolz, dass ihn sogar noch die Äthiopier in ihre Landesgeschichte hineinahmen, als ein Erbe aus Israel.
Der Löwe aus Juda, der Held – was meint denn Jakob, wenn er davon spricht, bis dass der Held komme? Jetzt müssen Sie sich noch einmal vergegenwärtigen, wie das ist: Jakob liegt in seinen letzten Zügen. Die Angehörigen stehen um sein Bett, und er ringt mit letzter Kraft, um diese großen Worte noch zu sprechen, diese Segensworte über seine Söhne. Und plötzlich sinkt der Alte zurück und ruft: Herr, ich warte auf dein Heil. Aber er kann es dann noch nennen, was er meint: Da kommt der Held, da kommt der Held.
David war es nicht, David hat enttäuscht, und Salomon war es nicht. Es war eine Jesuserwartung, dass der Held komme. Was war denn an Jesus so heldenhaft? Ach, dieser sterbende Jakob, sieh doch den Sieger über den Tod! Liebe Schwestern und Brüder, das ist die Nagelprobe. Um die geht’s: Wo ist der, der für mich mein Sterben besiegt? Alle Errungenschaften unserer Welt können uns die Todesfrage nicht lösen. Und wenn Menschen versuchen, das zu vergessen: Ach, wie gut ist es, dass wir Christen vom Ostersieger Jesus wissen. Er hat den Tod niedergerungen, am Ostermorgen tritt er aus dem Grab heraus als der Sieger.
Ich behaupte einfach: Jakob sieht den Messias als den Sieger über den Tod. Er, der Sterbende, freut sich, dass das kommen wird, dass Menschen im Augenblick des Sterbens die Angst weglegen und fröhlich heimgehen zu Gott, weil sie wissen: Jesus hat dem Tod die Macht genommen und Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht.
Aber dann ist auch biblisch gefüllt das Bild von dem Löwen aus Juda. Wir haben gerade in der Bibelstunde die Offenbarung gelesen, Offenbarung 5. Da wird erzählt, wie die ganzen Geheimnisse des Weltablaufs verschlossen sind, und im Bild wird das dargestellt wie ein Buch, das niemand öffnen kann. Und da Johannes weint und sagt: Ist niemand da, der die Rätsel der kommenden Weltgeschichte uns enthüllen kann? Dann sagt ein Engel zu ihm: Weine nicht, es hat überwunden der Löwe aus Juda. Das ist wieder ein Ehrenname für Jesus. Er kann uns die Geheimnisse der Weltgeschichte enträtseln. Und Menschen, die Jesus kennen, die wissen, was auf sie zukommt in der Geschichte.
Also, all das sind Deutungen für dieses Wort. Allerdings muss ich Sie jetzt noch darauf aufmerksam machen: An dieser Stelle ist auch noch etwas anderes möglich. Ich denke oft, das Bibelwort redet in verschiedener Hinsicht, und es macht gar nicht so viel aus, dass man verschiedene Möglichkeiten hört. So gibt es an dieser Stelle verschiedene Lesarten. Es ist eine der ganz wenigen Stellen, wo wir nicht genau wissen, was im hebräischen Urtext steht.
Also zur Klärung: Wenn Leute von Widersprüchen in der Bibel reden, die wissen nichts. Fragen Sie die immer: Wo? Abgesehen von Stammbäumen werden sie Ihnen gar nichts erwähnen können. Das ist aber so ein Spruch, den jeder erzählt: Es gibt keine Widersprüche in der Bibel, die von irgendwelcher großer Tragweite wären. Aber es gibt ein paar Stellen, wo wir nicht genau wissen, was da war. Und zwar steht im Hebräischen ein Wort „Schilo“, und das kommt sonst nirgendwo mehr vor im Alten Testament. Dann tun wir uns etwas schwer, die Bedeutung zu enträtseln.
Darum haben viele Ausleger und auch einige Handschriften dieses Wort „Schilo“ in ein anderes Wort umgelesen, und da heißt es dann „Held“. Aber in der hebräischen Wurzel dieses Wortes „Schilo“ steckt Ruhe, Frieden, Sicherheit. Und es gibt sehr viele Ausleger, darunter der von mir so geschätzte Helmut Frey, der lange Jahre im Baltikum gelehrt hat und dann in Bethel bei Bielefeld an der theologischen Hochschule. Er sagt, Jakob habe ein eigenes Wort dafür geprägt. Das war ihm so groß. Er, der immer unterwegs war auf der Wanderschaft, der so viel Not in seiner Familie erlebt hat, der von seinen eigenen Kindern so gemein angelogen wurde, wo sie sagten: Josef ist tot. Er hat so viel erlebt, und der Mann sagt: Ich kann verzweifeln, ich werde verrückt am Leben.
Der Mann wartet auf den Friedensbringer, auf den Heiland, der ihn zur Ruhe bringt. Kommt her zu mir, ich will euch erquicken, dann werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Ich bin überzeugt, dass viele in diesen Adventstagen so Jesus erleben werden: als den, der ihnen sagt: Leg die schweren Gedanken in meine Hand, ich sorge für dich. Du kannst das nicht bewältigen mit dem Morgen, mit der ungewissen Zukunft. Und selbst da, wo sie Vorwürfe plagen an sich selbst, Versäumnisse, Schuld: Legen Sie es doch nieder. Er schafft Ihnen Ruhe, vollkommene Ruhe. Ihr werdet Ruhe finden. Und er gibt uns diese wunderbare Geborgenheit.
Es ist mir ganz arg schwer, dass heute viele Leute Jesus gegen das Wort der Bibel verändern, in einen Anpeitscher. Und immer sagen: Jesus ist der, der uns zur Aktion ruft, Jesus ist der, der uns Gesetze gibt. Stimmt doch gar nicht! Jesus ist der Heiland, wo gescheuchte Menschen Ruhe finden. Und das will ich auch in diesen Tagen verkünden: nicht was sie tun müssen und sollen und noch weiteres auf ihren Rücken laden müssen, einen schweren Lasten, sondern er will sie erquicken. So ist Jesus gekommen. Nicht als der, der den Menschen neue Gesetze gab, sondern ihnen Frieden schenkte: Freue dich, es ist alles gut, es ist alles vollbracht, und der Himmel ist dir aufgeschlossen. Komm bloß her zu mir, in meiner Nähe und in meinen Frieden!
Die erfüllte Sehnsucht in Leben, Fest und Gemeinschaft
Und das Letzte noch von dieser uralten Sehnsucht, ich meine, dass wir das Adventsgeschehen und das Weihnachtsgeschehen verstehen unter dieser Schau, die Jakob hat, die uralte Sehnsucht, die gereift ist, die tief gefüllt ist. Fast freue ich mich jetzt darüber, dass das im Wort gar nicht richtig eindeutig ist. Was er genau meint, es schwingt alles wahrscheinlich mit, wenn er dieses Wort vom Helden sagt, von Shiloh.
Aber noch das Letzte: Es ist eine Sehnsucht voller Leben. Manchmal kann man jetzt bei Christen auch solche Meckerworte hören, dass sie sich immer wieder beschweren und sagen: Ach, so schlimm mit dem Rummel und mit der äußeren Festlichkeit. Sie ist doch auch schön, sie ist doch schön. Und da, wo sie es feiern können, dürfen sie es benutzen, weil da, wo Jesus ist, festes Freude ist. Da müssen unsere Kinder sich laut und jauchzend mitfreuen können, und das sollen alle auch noch hören und empfinden.
Und was uns ja wundert, ist, dass auch Jakob in seinem Segen für Juda so materialistisch redet. Er redet mit einer Sprache, die anstößig ist, wie man das Heil sieht, wenn der Messias kommt. Ich denke, dass das nicht von ungefähr war, als Jesus in Kana auf der Hochzeit seine Herrlichkeit offenbarte, dass man es bis in die Speisekammer hinein gesehen hat, dass der Heiland da ist. Ich denke, dass sie auch die Wunder erfahren, auch in ihrem kranken Leib, auch in Sorgen, die sie haben. Die Herrlichkeit des Herrn geht auf über ihr. Es ist voller Leben, voller Leben. Die Völker werden ihm anhangen, von allen Seiten laufen sie herzu. Bis in die Nationen der dritten Welt hinein ist die Sehnsucht erwacht nach dem Heiland Jesus.
Aber was meint denn dieses Bild von dem Esel, der an den Weinstock gebunden wird? Das macht man doch nicht. Wir haben ja unter uns so Landwirte und Viehzüchter, die wissen: Wenn man Esel an den Weinstock hat, der frisst den ganzen Weinstock nieder. Das ist doch ein Zeichen der paradiesischen Heilsfreude. Da werden Tiere keinen Schaden mehr tun, da gibt es keine Zäune mehr. Das ist ja ein Symbol, über das man jetzt stundenlang nachdenken wollte. Wenn Jesus kommt, gibt es keine Zäune mehr, dann bricht der Frieden an. Da ist nicht das gemeint, wenn heute manche in christlichem Gewand Revolution predigen, sondern wo Jesus Menschen erreicht, da geschieht plötzlich dies, dass Zäune abgebaut sind und da sogar die Natur teilhat an der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
Und sein Kleid ist in Wein gewaschen und sein Mantel in Traubenblut. In Israel, wo man jeden Tropfen Wasser sorgfältig bewahren muss, weil Wasser so rar ist, da wäscht er seine Kleider in Traubenblut, das heißt die Reinigung der schmutzigen Kleider. Das wird so üppig sein, der wird sogar Traubensaft nehmen zur Reinigung. Es ist ein typisch alttestamentliches Bild, so wie es nur Orientalen verstehen können. Das Verstehen, dies sofort, was gemeint ist: Der wird umfassend die schmutzigen Kleider unseres Lebens total reinigen. Und da wird das geschehen, nachdem wir uns immer wieder gesehnt haben, dass mein Leben neu wird und verändert.
Und dann setzt er mich an den Tisch und bewirtet mich, er schenkt mir voll ein, so wie es im 23. Psalm heißt: Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang. Seine Augen sind dunkel von Wein. Wir kennen die große Not, die der Wein anrichtet, die furchtbare Not, dass Menschen gerade dort in eine Triebhaftigkeit hineingebunden werden. In der Bibel ist etwas ganz anderes gemeint, dass es eine Freude des Festes gibt. Milch und Wein sind Ausdruck gewesen für Lebensfülle alter Güter, die diese Erde bieten kann, und die wirklich in der Freude vor Gott gebraucht werden zur Verherrlichung seines Namens und nicht im Missbrauch.
Und dann ist das ein Bild nicht bloß vom Abendmahl, sondern auch für all unsere anderen Mahlzeiten, die wir in Jesu Namen feiern dürfen, wo wir genießen, wo sie sich am Heiligen Abend allein oder mit ihren Angehörigen zu Tisch setzen dürfen und sich freuen dürfen, dass der Heiland geboren ist. Die Sehnsucht ist erfüllt, freue dich, Amen!
Schlussgebet, Hinweise und Ausblick auf die Gemeinde
Nun singen wir noch einmal ein schönes Paul-Gerhardt-Lied. Dieses Adventslied kennen manche von Ihnen nicht, und Sie sollten es kennen. Alle Verse sind so schön, auch wenn wir nur drei aus dem Lied 402 singen, nämlich die Verse zwei und drei und dann den Vers sechs.
Lieber Herr, wir suchen in diesen Tagen immer wieder nach Antworten, die wir fassen können und die wir sehen. Doch du hältst uns oft genug vor Augen, dass wir dort keine Ruhe finden. Auch da, wo Krankheit uns belastet und wo äußere Nöte zu durchleiden sind, möchtest du mitten darin Ruhe und Frieden geben. Vielen Dank, dass du das wahr machst bei allen, die dich im Glauben anrufen und das Bekenntnis zu dir im Glauben festhalten.
Gib uns doch in diesen Adventstagen immer diesen klaren Blick. Und wir möchten das so gerne vielen weitergeben: den wahren Trost und die wahre Freude, wo so viele Menschen um uns her leer und ohne Befriedigung, ohne Hoffnung und ohne Zuversicht sind. Segne du all die Briefe, die wir jetzt schreiben, die Besuche, die wir machen, und die Telefonate, die wir führen, damit wir dadurch Menschen trösten, aufrichten und zum Glauben führen können.
Und wir möchten dich bitten für deine weltweite Christenheit, wo dein Wort in diesen Tagen verkündigt wird, dass doch viele Menschen dieses Wort verstehen. Gib du auch in unserem Volk ein neues Hören und Aufmerken für dein Wort. Wir wollen heute auch bitten für deine Gemeinde, wo sie ins Leiden geführt ist. Du weißt, wo Menschen um deines Namens willen bedrängt und verfolgt sind. Lass ihnen in der Dunkelheit umso mehr dein helles Licht scheinen und sei ihnen nahe.
Wir bitten dich auch für alle, die wir hier von unserer Gemeinde ausgesandt haben in deinen Dienst der Mission. Stärke sie heute und erquicke sie. Auch wenn sie mit uns verbunden sind über die Kassette, dann gib du ihnen deinen Frieden und deine Nähe, so dass sie eingehüllt sind in deine Gegenwart.
Lasst uns gemeinsam beten:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Singen wir noch den Vers: „Komm, o mein Heiland, Jesus Christ“ aus dem Lied 6, den letzten Vers.
Nehmen Sie bitte nachher, wenn Sie es noch nicht haben, unseren Notizenzettel mit, auf dem alle unsere Gottesdienste stehen. Das ist der Weg jetzt. Helfen Sie auch denen, die neu sind, damit sie den Ausgang finden.
Wir wollen ja heute auf die Königstraße gehen und dort singen. Herr Siegle ist gerade nicht da vom Wetteramt, um uns immer so Geschicktes mitzuteilen, aber ganz genau wissen die es oft auch nicht, wenn es so um null Grad herum ist. Da ist es für unsere Posaunen manchmal kritisch, und wir wissen nicht, wie wir es durchkriegen. Wenn es da nur ein bisschen absinkt, dann gefrieren die Instrumente ein. Das ist die einzige Sache, womit man unsere Posaunen lahmlegen kann.
Jetzt machen wir es so: Wir gehen dennoch auf die Königstraße, wir bringen die Instrumente mit und warten es ab. Vielleicht ist es dort durch die Häuser ein bisschen wärmer. Und wenn die Instrumente nicht blasen können, dann singen wir eben nur. Es wäre schade, wenn wir das deshalb absagen würden. Wir wollen dann kurze Ansprachen dazwischen einschieben und die Menschen dort einladen, in diesen Adventstagen mehr zu suchen als nur äußere Dinge und äußere Freuden.
Und wir sind sehr dankbar, wenn Sie mitgehen können, um 17.00 Uhr. Sie finden uns ganz einfach. Das ist bei der Stiftstraße, Königstraße ein bisschen unterhalb. Wir müssen sehen, denn da sind ja manchmal noch andere Straßenmusikanten, und da müssen wir uns dementsprechend demütig einordnen. Aber wir machen dann schon Lärm, dass die Leute bei uns stehenbleiben.
Wissen Sie, es ist immer auch ein Stück Demut, wenn man so auf die Straße geht. Da kann mancher Spötter und so sein Zeug rufen. Aber Sie werden merken, wie Sie selber durch dieses Mitgehen wieder wissen, was wir den Menschen zu sagen haben, und es wird Sie mit großer Freude erfüllen. Deshalb lade ich Sie ein, dass Sie doch mitgehen. Wir sind dankbar für jeden, der mitgehen kann.
Wir haben am Dienstag zum letzten Mal in diesem Jahr Bibeltraining, weil wir dann in der Weihnachtswoche keine Bibelstunde mehr haben. Nur dass das jetzt schon bekannt ist.
Die Frau Kosin, unsere Kirchenpflegerin, die verlässt uns. Da muss ich zuerst erklären, was Kirchenpfleger heißt. Viele meinen, das sei die, die die Kirche so schön in Ordnung hält. Nein, das ist die Frau Ludwig, da nennt man es Mesnerin. Es gibt für alles ein interessantes Wort. Kirchenpflegerin ist die, die die Finanzrechnung führt im Auftrag des Kirchengemeinderats.
Frau Kosin geht für ein Jahr nach Südafrika, um dort einen diakonischen Dienst zu tun in der Versöhnungsarbeit von African Enterprise. Das ist die Arbeit, mit der auch Bischof Hesto Kiventschere aus Uganda verbunden ist, dort in Pietermaritzburg in der Provinz Natal. Dieses schöne Zentrum ist eines der ganz wenigen Zentren, auch der Christen, wo sich Schwarze und Weiße begegnen und überhaupt einmal finden, miteinander Wege zu gehen.
Frau Kosin, wir begleiten Sie. Am 7. Januar reisen Sie hinaus, und wir wollen dann auch an Sie denken und Ihnen Gottes Segen wünschen. Jetzt stehen Sie doch nur auf, damit die Leute sehen, wer das war, der da in aller Stille gewirkt hat.
Wenn ich zum Opfer noch etwas sagen darf, dann erkläre ich das gern. Sie haben uns in diesem Jahr sehr geholfen in unserem Dienst der christlichen Fachkräfte. Wir haben ja zum ersten Mal in diesem Jahr auch Unterstützung durch das Entwicklungshilfeministerium bekommen, aber nur immer wieder für einzelne Entwicklungshelfer. Einige andere Entwicklungshelfer müssen wir ganz aus freien Spenden tragen. Ich habe Ihnen freimütig gesagt, dass wir in dieser Arbeit noch ein ganz beträchtliches Defizit haben. Aber wir wissen, dass uns Gott gerufen hat und dass er auch herzenswillig macht, dass die, die wir ausgesandt haben, auch finanziert werden können.
Vielleicht darf ich Ihnen das an einem Beispiel noch illustrieren. Sie können ja die vielen Namen kaum mehr verfolgen, aber vielleicht bleibt dann ein bisschen etwas hängen. Hier im Gottesdienst war über viele Jahre Günter Bosch, ein treuer Mann. Als ich drüben auf der Stitzenburgstraße eingezogen bin, hat er mir die Lampen montiert. Er war Elektroingenieur hier in einer großen Stuttgarter Firma.
Und dann hat er, als er älter war, den Ruf Gottes vernommen, er solle in den Missionsdienst gehen. Er hat im Alter, ich meine, er war schon 40 Jahre alt, in Freiburg mit dem Medizinstudium begonnen. Und als er fertig war, kam ein Verkehrsunfall, und er flog von der Autobahn und blieb querschnittsgelähmt in einem Feld liegen. Man fand ihn erst viele Stunden später.
Und was besonders schlimm war: Er, der seinen Doktor gemacht hatte, hörte von den deutschen Ärzten, dass er hier keine Facharztausbildung machen könne. Er könne gar nicht seine letzten Prüfungen nach der Uni, diese Praxisjahre, machen. Die Ärzte sagten: Ein querschnittsgelähmter Arzt passt nicht in unser Berufsbild.
Günter Bosch hat nicht locker gelassen. Er sagte: Ich muss irgendetwas finden. Wir haben ihm auch keine Hoffnung gemacht, aber dann hat er selbst in Kamerun ein Baptistenhospital gefunden, wo er nun seine Praxiszeit machen kann. Er sagt: Ich gehe in die Mission. Er hat eine Missionarin geheiratet, die auch wieder hinaus wollte, und sie sind nun in Kamerun. Er schrieb so glücklich, dass er dort in diesem Krankenhaus einen guten Dienst tun kann und niemand sagt, er sei behindert. Er strengt sich sehr an. Er ist sogar bei mir, und Sie wissen, wie hoch ich wohne, die Treppen mit den Krücken hochgelaufen.
Günter Bosch ist nun draußen. So etwas wird auch nicht von der Entwicklungshilfe finanziert, das ist klar. Aber ich bin überzeugt, dass es Gläubige gibt, die sagen: Solch ein Ruf ist von Gott bestätigt. Und es ist wichtig, dass wir auch dahinterstehen und dass Günter Bosch, wenn er dann seine Praxis hinter sich hat, dort unten in Afrika noch einen guten Dienst tun kann.
Es ist ja manchmal merkwürdig, warum Gott schwere Wege führt. Ich sage das, weil das für Sie sicher auch hilfreich ist, für manche Prüfungen, die Sie durchleiden müssen. Darum bin ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie dieses Werk christliche Fachkräfte mit all den verschiedenen Mitarbeitern, die draußen Dienst tun, mittragen und auch beten. Die Fürbitte wirkt so viel, das ist uns ja wichtig. Nicht nur, dass die Menschen draußen wieder gesund sind, sondern dass sie etwas vom Heil der Welt verkündigen, dass Wort und Tat verbunden sind durch den Dienst dieser Landwirtschaftsleute und medizinischen Helfer und dieser Bauleute.
Ganz herzlichen Dank auch für Ihr Mittragen. Wir wollen das auch in diesen Weihnachtstagen besonders tun, wo wir das Opfer geben am Heiligen Abend und so weiter für diese Arbeit, die uns am Herzen liegt, durch Menschen ganz konkret helfen in der großen Not, die draußen in der Dritten Welt herrscht.
Und nun wollen wir um den Segen Gottes bitten:
Herr, segne uns und behüte uns.
Herr, lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und gib uns deinen Frieden.

