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Der Zweite Petrusbrief (Teil 6/12) — 2. Petrus 1, 13-17

2. Petrus 1,13-1706.01.2012
SerieTeil 6 / 12Weinsberg 2012 - Der Zweite Petrusbrief
Wach bleiben, wenn die Welt dich mit Bildern und Ablenkung einschläfert: Wer Gottes Wort vernachlässigt, verliert den geistlichen Blick. Die Frage ist brutal einfach: Was hält dich wirklich wach?

Die Notwendigkeit geistlicher Wachsamkeit

Ja, wir sind in Kapitel 1, Vers 13. Wir sind bei zweitens: Die apostolische Botschaft ist wichtig und nötig, weil sie hilft, wach zu bleiben beziehungsweise wach zu werden und andere wach zu halten.
Ja, warum wachrufen? Diese Leser sind im Begriff, einzuschlafen. Ich habe ja schon gesagt, Petrus weiss, wie leicht man einschläft. Darauf wurde in der Einleitung auch hingewiesen. Die Gefahr, schläfrig zu werden, besteht bei jedem. Das Wissen davor bewahrt uns nicht vor dem Schläfrigwerden. Man weiss: Ich darf jetzt nicht einschlafen. Gestern Abend habe ich mich noch hingesetzt und wollte etwas vorbereiten, und ich lese immer wieder die gleiche Zeile. Ich darf nicht einschlafen, aber ich bin fast eingeschlafen bei diesen Vorbereitungen.
Deshalb: Wie wird man vor dem Einschlafen bewahrt? Man schläft ein, wenn man nicht mehr erinnert wird. Und das Wort Gottes ist deshalb so wichtig. Wenn wir Gottes Wort ernst nehmen, dann wird es uns wachrütteln. Wenn wir auch darum beten, lesen wir das Wort und beten darum: Herr, wenn ich schlafen sollte, mach mich wach und weck mich auf. Zeig mir, in welchem Bereich ich schlafe.
Diese Welt, in der wir leben, kann uns schläfrig machen. Was heisst schläfrig? Sie kann uns vereinnahmen, so dass wir die geistlichen Dinge in den Hintergrund rücken. Beim Schlafen ist das auch so, oder? Die Wirklichkeit rückt in den Hintergrund, und der Schlaf wird wichtig, die Traumwelt wird wichtig. Die eigentliche Welt ist die göttliche Welt. Und wenn wir unsere fünf Sinne mit Eindrücken dieser Welt füllen, dann zieht uns das in den Bann.
Diese Welt ist eine Welt, die uns in den Bann zieht und uns unnüchtern macht. Wenn wir also unsere Augen auf die Dinge dieser Welt richten oder unsere fünf Sinne auf die Dinge dieser Welt konzentrieren und darauf ausrichten, was mir die Welt gibt und was ich ja nicht verpassen darf in dieser Welt, und wenn ich mich darauf konzentriere, dann verblasst mein geistlicher Blick auf die andere Welt mehr und mehr. Also: Wenn ich stark für diese Welt hier lebe, dann wird der geistliche Sinn stumpf.
Gott hat uns ja einen Sinn gegeben, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Er hat uns einen Sinn gegeben für das Wahre, für den Wahren, den Vater und den Sohn. Er hat uns ein Verständnis gegeben, er hat uns ein Denken gegeben, mit dem wir Gott besser kennenlernen können.
Wir haben, wenn man so will, einen sechsten Sinn, unter Anführungszeichen gesagt, einen anderen Sinn, mit dem wir nicht mit den fünf Sinnen, sondern mit diesem anderen Sinn Gott erkennen. Er hat uns ein Verständnis gegeben, ein Denken über Gott, so dass wir Gott kennenlernen können, sagt Johannes im 1. Johannes 5,20. Auch im 2. Korintherbrief sagt Paulus: Wir haben Christi Sinn, Christi Denksinn. Wenn wir uns stark mit den fünf Sinnen dieser Welt beschäftigen, wird dieser andere Sinn stumpf.
Das ist mitunter heute das schwierigste Problem, mit dem wir es zu tun haben in der Christenheit. Heute noch viel stärker als früher. Christen werden unsensibel, irgendwie innerlich abgestumpft, geistlich abgestumpft. Das ist ein ganz, ganz grosses Problem heute. Und man fragt sich: Wieso ist das so? Das Sichtbare überlagert das Unsichtbare in unserem Denken. Die Dinge dieser Welt überlagern das Wort Gottes und die Dinge der geistlichen Welt.
Warum ist das so? Das ist heute schlimmer denn je. Man fragt sich: Warum ist das so geworden? Das hängt wahrscheinlich mit der ganzen Entwicklung dieser Welt zusammen, in der wir leben. Wir leben nämlich in einer Welt, die ihre Kommunikationsmedien vom Wort auf das Bild umgestellt hat oder umgestellt hat. Diese Welt hat aufgehört, mit dem Wort zu kommunizieren, und kommuniziert mit dem Bild, mit dem beweglichen Bild, mit den Farben, mit den Handys und Bildern auf den iPhones und Computern.
Heute gibt es ja nicht mehr die normalen Plakatwände. Heute gibt es ja überall schon die grossen Monitore. Das ist alles beweglich, das ist alles faszinierend und anziehend. Der Mensch lebt vom Bild her, und das Bild wirkt auf die Emotionen. Das Bild manipuliert. Gegen ein Wort kann man diskutieren, aber gegen ein Bild nicht. Das sieht man ja, das ist so. Das Bild stellt etwas dar, das ist so.
Das wirkt auf die Emotionen des Menschen und manipuliert den Menschen viel mehr als das Wort.

Wort und Bild als geistlicher Kampfplatz

Gott hat den Weg gewählt, um mit den Menschen zu kommunizieren: das Wort. Das sind Buchstaben oder Wortlaute, die wir hören, wenn das Wort Gottes vorgelesen wird. Das ist der Weg, auf dem Gott mit uns spricht. Es geht über die Ohren ins Denken hinein und prägt das Denken. Das Bild dagegen manipuliert.
In der Endzeit lesen wir, dass das Bild wichtiger wird, in Offenbarung 13, vor allem das bewegliche Bild, das Bild, das lebt. Das wird den Menschen mehr und mehr in den Bann ziehen, und er wird ein Anbeter des Bildes werden. Und die Gesellschaft verändert sich heute in diese Richtung. In den letzten zwanzig Jahren ist das in besonderer Weise entstanden.
Und wir wundern uns, warum unsere junge, neue Generation ganz anders denkt als die alte Generation. Das ist deshalb so, weil sie von allen Seiten manipuliert wurde. Und wir haben heute ein ganz, ganz großes Problem: Der Mensch ist normalerweise nicht mehr einer, der viel liest und viel diskutiert. Früher hat man viel gelesen und viel diskutiert. Heute schaut man sich Bilder und Filme an, und man diskutiert nicht mehr. Man lässt alles stehen, wie es ist. So hat sich die Welt verändert.
Und das wirkt sich jetzt auch auf die Gemeinde Jesu aus. Das sollen wir aber nicht. Wir sollen wieder lernen, das Wort und vor allem das Wort Gottes ins Zentrum zu rücken. Wir müssen darauf achten, dass wir uns ein wenig abschirmen von dieser Flut von Bildern, die auf uns zukommt. Manchmal müssen wir die Augen zumachen. Das Sichtbare sollte in unserem Leben und Denken nicht das Unsichtbare überlagern.
Wer viel sieht, wird es schwerer haben, davon loszukommen. Wer nicht mehr auf viele Bilder, Filme und so weiter schaut, der kann sich wieder mehr dem Wort zuwenden. Für ihn werden die Bilder dann nicht mehr so eine große Anziehungskraft haben.
Also, das ist ein Punkt, wo wir eingeschlafen sind oder wo wir in Gefahr stehen, einzuschlafen. Und dieser Schlaf ist gefährlich.

Der Todesschlaf als Warnbild

Die Bibel spricht von einem Todesschlaf. Epheser 5,14 ist an Christen gerichtet. Ich möchte den Vers vorlesen. In Epheser 5,14 sagt Paulus zu den Gläubigen: Alles, was offenbar ist, ist Licht. Deshalb heißt es: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, und Christus wird dir leuchten.
Was heißt das? Hier ist jemand, der schläft, und er wird gerufen, von den Toten aufzustehen. Das bedeutet, dass der Schlaf, den er schläft, in Richtung Tod geht. Der Schlaf ist eine Vorform des Todes. Und wenn wir schlafen, sind wir wehrlos. Deshalb beten wir auch, bevor wir schlafen gehen, dass der Herr uns in der Nacht bewahren möge, während wir schlafen, weil wir passiv und wehrlos sind. Es ist wie eine Vorstufe des Todes.
Auch bei Christen spricht man vom Einschlafen, wenn sie sterben, oder? Sie schlafen ein und bleiben dann im Schlaf, bis der Körper auferweckt wird. Aber geistlich gibt es das auch: einen geistlichen Schlaf. Und der geht in Richtung Tod. Das ist gefährlich, denn der geistliche Tod wäre das Schrecklichste, was man sich vorstellen kann. Geistlich zu sterben, das ist furchtbar. Der Schlaf ist eine Vorform davon, und Paulus spricht in Epheser 5,14 natürlich in Bildern. Wache auf, der du schläfst, stehe auf von den Toten. Du bist ja schon fast so gut wie tot, noch nicht ganz, aber fast. Also wache auf, lass dich aufwecken aus dem Todesschlaf.
Das Gleiche haben wir in Offenbarung 3. Diese Stelle wird oft nicht verstanden, und ich möchte sie auch noch kurz lesen. In Offenbarung 3 heißt es: Dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe. Beachten wir: Es geht an die Gemeinde, an den Engel der Gemeinde oder den Boten der Gemeinde. Das ist jemand, der dort eine Botschaft auszurichten hat. Aber dort wird dann die ganze Gemeinde angesprochen, nicht nur der eine Bote in der Gemeinde. Dem Boten der Gemeinde in Sardes schreibe: Dies sagt der, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat. Ich weiß um deine Werke, dass du den Namen hast, dass du lebst, und bist tot.
Werde ein Wachender und festige das Übrige, das sich anschickt zu sterben. Also, hier ist jemand, der den Namen hat, dass er lebt, aber er ist tot. Inwiefern ist er denn tot? Nicht ganz, denn er soll aufwachen. Wenn er ganz tot wäre, könnte man nicht sagen: Wach auf. Dann wäre er tot. Zu einem Toten, der wirklich tot ist, kann man nicht sagen, er soll aufwachen. Aber wenn man so einen Todesschlaf schläft, der in Richtung Tod geht, dann muss man ihn aufrütteln und aufwecken.
Ich denke da an gewisse Situationen. Es gibt Menschen, die in einer Notsituation stehen, und dann werden sie ganz müde. Dann weiß man: Wenn er jetzt einschläft, dann wird er sterben. Wenn er wach bleibt, kann er sich noch länger am Leben halten. Dann ruft man ihm zu: Bleib jetzt noch wach und schlaf nicht. Und dann bleibt er am Leben. So ist es hier auch. Hier sind Menschen, die sich nicht mehr in der Hand haben, sondern sich gehen lassen. Christen, die in Gefahr sind zu sterben. Sie werden aufgerufen, aufzuwachen und das Übrige zu festigen, das ebenfalls in Begriff ist, zu sterben. Sie sind auch noch nicht tot, sie sind im Begriff zu sterben, sie gehen in Richtung geistlichen Tod. Das gibt es tatsächlich. Sie müssen geweckt werden.

Erinnerung als Mittel gegen das Einschlafen

Und genauso ist es hier im zweiten Petrusbrief, wenn wir zurückgehen zum zweiten Petrusbrief. Hier ist der Hirte Petrus, der Sorge trägt für die Schafe, damit sie wach bleiben, durch Erinnerung, durch das Wort Gottes. Das ist das Mittel, das der Apostel Petrus verwendet. Also: Das Hören, Lesen und Erforschen des Wortes Gottes ist das Mittel, das uns hilft, geistlich wach zu bleiben.
Ich habe mit einem Bruder gesprochen, der mich fragte: Hast du noch andere Christen kennengelernt, die wach geworden sind? Es gibt so viele, die schlafen. Hast du Christen kennengelernt, die wach geworden sind, die merken, was gespielt wird in dieser Welt, die merken, wohin diese Welt läuft? Man muss wach werden, denn wir stehen an einem sehr kritischen Zeitpunkt in der Weltgeschichte. Wir merken nicht, wie unsere christliche Gesellschaft eliminiert wird, das heißt zerstört wird, und wie jetzt mehr und mehr eine antichristliche Gesellschaft aufgebaut wird in Deutschland. Ein antichristliches Deutschland, es gibt nicht mehr ein christliches Deutschland, das war früher. Wir sind an der Wende zu einem antichristlichen Deutschland, das antichristlich regiert wird.
Also sollen wir wach werden, indem wir wieder gut und genau auf das Wort Gottes hören. Alles Leben ist entstanden durch das Wort Gottes, sagt Petrus im ersten Brief und auch im zweiten Brief, Kapitel drei. Alles wird erhalten durch das Wort Gottes. Ebenso ist es mit dem geistlichen Leben. Das geistliche Leben ist auch entstanden durch das Wort Gottes, 1. Petrus 1,23. Gott hat uns wiedergeboren durch das Wort Gottes, das Wort des lebendigen Gottes. Und es wird erhalten durch das Wort Gottes. Auch das geistliche Leben wird auf diese Weise erhalten.
Wir werden also belebt, wenn wir das Wort Gottes lesen. Deshalb Hebräer 4,12: Das Wort Gottes ist kräftig und lebendig und schärfer als ein zweischneidiges Schwert, und es dringt durch bis ins innerste Wesen des Menschen. Also haben wir unsere geistliche Existenz dem Wort Gottes zu verdanken, und unser Glaube wird genährt, unsere Liebe wird genährt, unsere Hoffnung wird genährt durch das Wort Gottes. Und von daher ist es wichtig, dass wir jetzt dieses Wort Gottes weiterhin aufnehmen.
Und wer das Wort Gottes nicht mehr liest, der wird vergessen. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes geht. Und wenn jemand aufhört, die Bibel zu lesen, dann fängt etwas in ihm an zu sterben. Wenn du nicht mehr stille Zeit machst und nicht mehr in der Bibel liest, dann hat ein Sterbeprozess begonnen, innerlich, ein geistlicher Sterbeprozess. Und es ist höchste Zeit, die Bibel wieder herauszuholen, dass die Bibel wieder hervorgeholt wird, herauszunehmen und sich wieder regelmäßig Zeit zu nehmen für das Lesen des Wortes Gottes.
Ich habe Christen kennengelernt, die lesen am Morgen nicht das Wort Gottes, die stehen auf ohne Wort Gottes. Ich sage: Wie kannst du das überhaupt überleben? Wie kannst du überleben, einen Tag ohne das Wort Gottes gelesen zu haben? Es soll auch Christen geben, die stehen am Morgen ohne zu beten auf. Und dann wundert man sich, warum man Niederlagen erlebt, warum man innerlich keinen Biss mehr hat, sagt man in Österreich. Hier sagt man: keinen Bock mehr hat, sagen die jungen Leute. Ich habe keine Lust, keine Lust, das ist alles langweilig. Ja, das ist klar, jetzt ist es langweilig geworden, weil die Sinne ausgerichtet sind nach dieser Welt, und diese Welt ist anders, oder? Die geistliche Welt spricht andere Sinne an, und die schlafen, die sind eingeschlafen.
Werde wach und erkenne die Realität dieser jenseitigen Welt. Es ist nur ein ganz dünner Schleier, der unsere diesseitige Welt von der anderen Welt trennt. Wir müssen wieder neu erkennen, dass hinter dieser Welt die wahre Welt ist, die geistliche Welt. Gott ist nicht weit weg, wie manche denken. Da fährst du so und so viele Lichtjahre in den Kosmos hinaus, und dann steht ein großes Schild Richtung Himmel. Das geht nicht so. Der Himmel ist hier, aber er ist hinter einem Vorhang. Und der Vorhang, das ist dieses Diesseitige. Aber die himmlische Welt ist nicht weit weg, die ist da. Wir sehen sie nicht, wir hören sie nicht, wir riechen sie nicht, wir schmecken sie nicht und wir tasten sie nicht, aber sie ist da. Und wir können jederzeit mit dieser Welt in Kontakt treten.
Also: Starke, zu starke Beschäftigung mit dem Diesseits schläfert ein, und Petrus weiß, wovon er spricht. Am Berg wurde er wachgerüttelt für die andere Welt. Da hat er ein Stück hineingeschaut in die andere Welt, als der Herr Jesus verwandelt wurde vor ihren Augen. Und damals im Garten hat er geschlafen und hat verkannt, dass es hier um die größte Schlacht der Weltgeschichte ging. Hier waren geistliche Soldaten gerufen, in die größte Schlacht der Weltgeschichte zu treten und natürlich mit geistlichen Waffen zu kämpfen. Und was sagt der Herr Jesus? Betet! Betet jetzt! Wann, wenn irgendwann, wenn es irgendeine Zeit gegeben hat, wo er beten soll, dann jetzt. Das ist die einzige Stelle, die ich weiß, wo der Herr Jesus seine Jünger aufgerufen hat zu beten, für ihn und überhaupt zu beten, dass er nicht in Versuchung kommt. Und da haben sie geschlafen.
Und was passiert nachher? Wer war vorbereitet für die Schlacht? Der Herr Jesus war vorbereitet. Und als er gefragt wurde, hat er die richtigen Antworten gegeben? Er hat zum richtigen Zeitpunkt geredet und zum richtigen Zeitpunkt geschwiegen. Er war vorbereitet auf die Schlacht. Aber Petrus war nicht vorbereitet. Da greift er zum Schwert, wenn er still sein sollte, und wenn er reden sollte und sich zu Christus stellen sollte, dann schweigt er. Er hat alles verkehrt gemacht in dieser Nacht. Er war nicht vorbereitet auf die geistliche Schlacht, und wir stehen auch in einem Kampf, in einer Schlacht. Und wenn wir nicht gebetet haben, dann sind wir nicht vorbereitet.
Und es gibt so Zeiten, wo der Heilige Geist uns ganz still ermahnt: Jetzt bete, jetzt nimm die Zeit, jetzt hast du noch zehn Minuten, jetzt bete! Und dann machen wir etwas anderes, und dann kommt eine Situation, und wir sind nicht vorbereitet. Und wir reagieren falsch, wir sündigen, und wir verlieren die Schlacht, eine Teilschlacht.
Also der Herr möge uns helfen, wach zu sein und im Gebet zu bleiben. Sagen wir nicht, wir haben keine Zeit zum Beten, das ist nicht wahr. Wir dürfen den Herrn bitten, sagen: Herr, ich habe so viel zu tun, aber gib mir Zeit zum Beten. Und der Herr, wenn ich dann die Augen offen halte, dann werde ich merken: Jetzt ist Zeit zum Beten. Ich kann verzichten auf dieses und jenes, aber auf das Gebet kann ich nicht verzichten. Der Herr helfe uns, dass wir hier nicht schlafen.

Der Blick über das eigene Leben hinaus

Drittens: Diese Botschaft ist wichtig und nötig, drittens, weil die nachapostolische Gemeinde etwas braucht, um andere mit dieser Botschaft an diese Dinge erinnern zu können, Vers 14 und Vers 15.
Der Apostel weiß, dass er bald aus dieser Welt hinausgehen wird, Vers 14. Er sagt, im Wissen, oder da ich weiß, dass das Ablegen meines Zeltes bald da ist. Er weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat, um die Gläubigen zu erinnern. Er weiß, dass er bald heimgehen wird zum Herrn.
Und wir wissen ja, die Zeit ... Hier sind einige ältere Leute, die wissen es noch besser als ich, dass die Zeit sehr schnell abläuft. Noch vor kurzem hat man sich gedacht, man habe noch viel vor im Leben und wolle alles Mögliche tun. Und dann schaut man auf und wacht auf und merkt: Oh, es ist schon vorbei. Ich schaffe das gar nicht mehr, was ich mir in meinem Leben vorgenommen habe. Das ist ein böses Erwachen, oder? Man wird älter. Und plötzlich merkt man: Das Leben ist schon gelebt.
Das verstehen die jungen Leute jetzt nicht, was ich sage. Das verstehen die älteren Leute. Als junger Mensch denkt man: Das Leben ist lang, ich habe ein riesengroßes Leben vor mir. Stimmt nicht, das ist ein Trug. Das läuft so schnell. Die Jahre, dreißig, vierzig, fünfzig, also das weiß ich, die laufen ganz schnell. Zwischen vierzig und fünfzig, die anderen weiß ich noch nicht, aber ich glaube, die wisst ihr. Hier sitzen einige unter uns. Das läuft noch schneller.
Warum ist das so? Weil für einen Zehnjährigen ein Jahr ein Zehntel seiner bisherigen Lebenserfahrung ist, für einen Hundertjährigen ist ein Jahr nur ein Hundertstel seiner bisherigen Lebenserfahrung. Das heißt, für den Hundertjährigen geht das Jahr zehnmal so schnell vorüber wie für den Zehnjährigen, subjektiv empfunden. Und außerdem wird er schwach, also geht es noch schneller, weil man alles noch viel langsamer tun kann. Also geht es noch mal schneller.
Also: im Wissen, dass das Ablegen meines Zeltes bald da ist, wie auch unser Herr Jesus Christus mir deutlich machte. Der Herr Jesus hat ihm das deutlich gemacht, hat es ihm geoffenbart, dass er bald sein Leben ablegen wird. Wie er ihm das geoffenbart hat, wissen wir nicht. Manche meinen vielleicht, das sei ein Bezug auf Johannes 21, wo der Herr ihm gesagt hat, wie er sterben wird. Nun, da hat er ihm vielleicht gesagt, wie, aber er hat ihm nicht gesagt, wann. Aber irgendwann hat er ihm geoffenbart, dass sein Leben jetzt bald zu Ende sein wird.
Vers 15: Ich werde beflissen sein, so dass ihr auch jederzeit nach meinem Ausgang imstande seid usw. Ich möchte hier aufmerksam machen auf das Wort Ausgang. Ausgang: Das griechische Wort heißt Exodus. Exodus ist ein Auszug, ein Ausgang, so wie die Israeliten aus Ägypten ausgezogen sind. Das war der große Exodus des Volkes aus Ägyptenland. So werden wir eines Tages ausziehen aus unserem Körper. Da gibt es einen kleinen Exodus, da ziehen wir aus.
Man kann hier diese Welt mit Ägypten vergleichen und den Himmel mit Kanaan. Wir ziehen aus diesem aus und gehen in das himmlische Land Kanaan ein. Petrus wollte am Berg drei Hütten bauen damals. Als er vom Schlaf aufwachte, wollte er drei Hütten bauen: eine für Mose, eine für Elija, eine für den Herrn Jesus. Er wollte diesen herrlichen Moment festhalten, er wollte hier die Herrlichkeit haben, diesseits. Und da hat Gott ihn abgestoppt, da hat Gott vom Himmel her abgestoppt und sagt: Dieser ist mein geliebter Sohn, auf ihn hört. Dieser ist mein geliebter Sohn. Petrus, die Herrlichkeit liegt vor dir. Hier müssen wir die Hütte abbrechen, nicht Hütten aufbauen. Hier müssen wir einen Exodus antreten, hin zu dem besseren Ort.
Mose und Elija haben mit dem Herrn Jesus geredet. Worüber haben sie geredet? Steht dort in Lukas 9. Worüber hatten Mose und Elija mit dem Herrn Jesus geredet? Lukas 9,30: Siehe, zwei Männer redeten mit ihm. Es waren Mose und Elija. Vers 31: Diese erschienen in Herrlichkeit, und sie redeten über seinen Ausgang, Exodus auf Griechisch, über seinen Exodus, den er machen würde in Jerusalem. Das Thema war der Exodus, das Thema war der Auszug, Ausgang von dieser Welt in die andere Welt.
Und als dann, das ist ja Lukas Kapitel 9, und dann in Lukas Kapitel 9 am Ende, Vers 51, dort heißt es: Es geschah, als sich die Tage seiner Aufnahme erfüllten, richtete er sein Angesicht fest darauf, nach Jerusalem zu gehen. Das ist ein ganz eigenartiger Ausdruck: als die Tage seiner Aufnahme sich erfüllten. Ich dachte, das ist mitten im Evangelium, jetzt spricht er von der Himmelfahrt Jesu. Lukas spricht in der Mitte des Evangeliums, Lukas Kapitel 9, Vers 51, von der Himmelfahrt Jesu, als die Tage seiner Aufnahme in den Himmel nämlich sich erfüllten. Da hat er sein Angesicht fest darauf gerichtet, nach Jerusalem zu gehen. Denn in Jerusalem wird er in den Himmel gehen. Er geht nach Jerusalem, um in den Himmel zu gehen. Er geht über Jerusalem in den Himmel. Dort findet der große Exodus statt, der große Auszug aus dieser Welt in die andere Welt zurück.
Die Lehrer, die falschen Lehrer in dem zweiten Petrusbrief, was haben die gesagt? Wir werden in Kapitel zwei von diesen falschen Lehrern lesen. Die haben gesagt, das Leben hier in dieser Welt ist das Wichtigste. Es heißt ja, sie haben das Leben hier, sie achteten das Leben hier für ein Vergnügen. Die richten sich nach Vergnügen aus. Die Gefahr ist immer da, auch für Christen, dass das Vergnügen in dieser Welt das Wichtigste ist.
Wovon reden wir? Was ist das Thema, das uns beschäftigt? Ja, jetzt haben wir Versammlung, aber wenn wir dann hinausgehen, wovon reden wir? Wenn wir bei der Tür draußen sind, jetzt geht das Leben wieder los, oder? Was machst du heute Nachmittag, was tun wir jetzt? Wo gibt es ein schönes Vergnügen, das wir tun könnten, hier und dort? Was beseelt uns, was beschäftigt uns? Da kann man sich selber prüfen. Was tust du, wenn du ganz alleine bist? Wenn dich niemand sieht, womit beschäftigst du dich? Das, womit du dich beschäftigst, das ist deine Welt, für die du lebst. Da darf man sich selber prüfen.
Petrus schreibt uns, um uns wachzurufen, und der Herr möge das tun in meinem Leben und in unserem Leben. Ja, worüber haben Sie geredet? Der Herr Jesus hat mit Elija geredet und mit Mose, das heißt, mit Menschen aus der anderen Welt hat er geredet. Und das dürfen wir auch tun: mit Menschen aus der anderen Welt reden. Nein, mit dem Herrn Jesus, einem Menschen aus der anderen Welt reden wir. Mit einem Menschen sprechen wir, der ist in der anderen Welt, mit dem sprechen wir, mit dem Herrn Jesus Christus, mit anderem nicht, aber mit ihm reden wir und mit dem Vater.
Dort auf dem Berg, das war schon ein sehr interessantes Ereignis. Dort auf dem Berg haben sie das Königreich Gottes gesehen, sagt Lukas. Etliche von denen, die hier stehen, werden nicht sterben, ehe sie das Königreich Gottes sehen. Und etliche sind nicht gestorben. Der normale Weg, um das Königreich Gottes zu sehen, ist zu sterben. Aber einige werden nicht sterben, sagt der Herr Jesus, und werden das Reich Gottes sehen. Dann gingen sie auf den Berg hinauf, Jakobus, Petrus und Johannes mit dem Herrn Jesus, und da haben sie das Reich Gottes gesehen. Sie haben das Reich Gottes gesehen in der Gestalt des Königs, wie der König vor ihren Augen verwandelt wurde, so wie er sein wird, wenn er wiederkommen wird in der Herrlichkeit.
In die Herrlichkeit geht es durch den Tod. Wir müssen durch den Tod hindurch. Nur als Gestorbener kommt man dorthin. Dann muss das Hiesige aufgelöst werden, diese Welt wird ohnehin einmal aufgelöst werden. Nur als Gestorbene kann man dort das Reich Gottes sehen, aber mit einer einzigen Ausnahme: Diese Leute hier haben das Reich Gottes gesehen, am Berg, ohne zu sterben.
Aber gehen wir wieder zurück zu Petrus’ Brief. Vers 15: Also der Apostel weiß, dass die nachapostolische Gemeinde diese Botschaft braucht, um nämlich auch andere damit erinnern zu können. Vers 15, dass ihr imstande seid, diese Dinge in Erinnerung zu bringen. Petrus will, dass die Gläubigen imstande sind, auch anderen Gläubigen diese Dinge, speziell die Kraft und die Ankunft Jesu Christi, die Kraft des neuen Königreiches, in Erinnerung zu bringen. Petrus weiß, dass seine Leser etwas brauchen, damit sie anderen Menschen, dass andere Gläubige das bringen können. Und wir haben das jetzt, den zweiten Petrusbrief. Genau deshalb ist er uns gegeben worden.
Also, wozu sollen wir den zweiten Petrusbrief verwenden? Um andere wieder aufzuwecken. Nicht nur den zweiten Petrusbrief, auch den ersten, und nicht nur die Petrusbriefe, auch die anderen Briefe der Apostel. Wir sollen über den Tod hinaus denken. Wir sollen über den Tod hinaus denken und überlegen: Was bleibt zurück, wenn ich hier sterbe? Was bleibt zurück?
Der Mensch will für etwas leben, was das Leben überdauert. Das wollen wir. Wir wollen lange leben. Wir wollen, dass aus unserem Leben etwas wird, das länger dauert als unser Leben auf dieser Erde. Und das macht der Herr Jesus durch uns. Der Herr Jesus kann uns gebrauchen, dass aus unserem Leben etwas wird, das länger lebt als unser Leben hier auf dieser Erde, dass andere Menschen gläubig werden und das Wort Gottes wieder weitergeht und Menschen für die Ewigkeit gewonnen werden.
Diesen Wunsch hat Gott uns in das Herz gelegt, für etwas zu leben, das unser Leben überdauert. Welche Spuren hinterlasse ich, wenn ich diese Welt verlasse? Wir müssen weiter.

Die apostolische Botschaft als verlässliches Zeugnis

Diese Botschaft ist zuverlässig, Kapitel 1, Vers 16 bis 21. Die apostolische Botschaft ist zuverlässig, nicht nur wichtig. Petrus will seinen Lesern zeigen: Leute, das, was ihr glaubt, das sind Tatsachen. Das sind nicht irgendwelche Märchen, denen wir gefolgt sind. Er weist darauf hin, dass Gott sich auf glaubhafte Weise bezeugt hat. Und er hört nicht auf, seine Leser immer wieder daran zu erinnern, damit sie merken: Es handelt sich um Wirklichkeiten.
Warum weiß er, dass es sich um zuverlässige Wirklichkeiten und Tatsachen handelt? Aus zwei Gründen: weil es im Alten Testament durch heilige Männer, durch Propheten, verheißt worden ist, und weil er, Jakobus und Johannes ein Stück vom Reich Gottes gesehen haben, als sie auf dem Berg waren. Er ist ein Augenzeuge. Er war dabei, als sie den König in seiner Herrlichkeit gesehen haben und als die Stimme Gottes vom Himmel herunterkam. Deshalb ist das Prophetenwort des Alten Testaments umso fester bestätigt. Und die Leser tun gut daran, darauf zu achten, als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort scheint, bis zu jenem Tag hin.
Ja, das ist diese Frage, die uns oft beschäftigt, oder? Ist es vielleicht doch nicht alles ein Märchen? Gerade junge Leute denken öfters daran: Ja, ist es wirklich wahr, was die Eltern uns gesagt haben über Jesus Christus? In der Schule hört man es anders, irgendwelche Freunde in der Welt sagen es anders. Ist es überhaupt wahr? Petrus hilft uns hier.
Wenn wir auf unserer kostbaren Glaubensgrundlage Fortschritte machen wollen, müssen wir davon überzeugt sein, dass die andere Welt Wirklichkeit ist, Realität ist. Und wir müssen uns auf die andere Welt konzentrieren. Das ist dem Apostel Petrus ganz klar. Und er führt hier also diese zwei Zeugnisse für die Zuverlässigkeit seiner Botschaft an.
Zuerst dieses eigene Zeugnis: Er selber war am heiligen Berg Augenzeuge von der Königshoheit Jesu Christi. Und das ist das eine Argument gegen den Einwand, das seien alles Märchen. Gott hat in unsere Welt eingegriffen, damals auf dem Berg oben, als Jesus Christus verwandelt wurde. Und ich bin Augenzeuge, ich habe es mit eigenen Augen gesehen.
Vers 16: Denn wir waren nicht klugersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch Kenntnis gaben von der Kraft und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Also die Apostel folgten nicht einer Märchenerzählung, als sie von der Wiederkunft Jesu Christi sprachen und als sie daran glaubten.
Das Wort, das hier in Vers 16 verwendet wird, Ankunft unseres Herrn Jesus Christus, heißt im Griechischen Parousia und bedeutet Ankunft und Gegenwart. Also Jesus kommt, und dann bleibt er gegenwärtig, das ist gemeint. Ankunft und Gegenwart, das verwenden wir auch so, oder? Da kommt jemand mit dem Zug an, ich bin gestern mit dem Zug angekommen, und dann war ich gegenwärtig. Eine Ankunft ist etwas, wo man kommt und wo man dann gegenwärtig bleibt, eine Zeit lang jedenfalls. Und hier ist es auch gemeint. Dieses Wort wird hier verwendet: Jesus Christus wird eines Tages kommen, um dann gegenwärtig zu bleiben, und zwar sichtbar. Er wird sichtbar kommen, und er wird sichtbar gegenwärtig bleiben.

Die Herrlichkeit auf dem Berg als Vorausblick

Kraft und Ankunft
Also: Die Apostel wurden Augenzeugen seiner majestätischen Herrlichkeit. Er sagt hier, als wir euch Kenntnis gaben, Vers 16, wir waren nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch Kenntnis gaben von der Kraft und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus, sondern wir waren Augenzeugen seiner Majestät.
Von seiner Kraft und Ankunft: Inwiefern war er Zeuge von der Kraft? Was hat er da am Berg gesehen, von Kraft? Interessant ist, wenn wir das Markusevangelium aufschlagen. Das Markusevangelium ist ja das Petrusevangelium. Markus hat im Auftrag von Petrus geschrieben. Und wenn wir besonders Petrus beobachten wollen, dann sollen wir das Markusevangelium lesen. Denn im Markusevangelium werden die Geschichten, in denen Petrus dabei ist, ein wenig ausführlicher berichtet als in den anderen Evangelien.
Petrus hat mit Markus zusammengearbeitet. Petrus hatte Markus den Auftrag gegeben, einen Evangeliumsbericht niederzuschreiben. Und Markus hat unter anderem den Inhalt dessen, was er geschrieben hat, von Petrus bekommen. Da lesen wir in Kapitel 9, Vers 3 von einer Kraft. Markus 9,3: Seine Kleider wurden hell, glänzend, sehr weiß wie Schnee, derart, wie kein Walker auf der Erde sie weiß machen kann.
Es steckt hier im Griechischen das Wort Dynamis drin, das heißt Dynamit. Kein Bleicher, ein Walker ist ein Bleicher, einer, der die Stoffe bleicht, und er sagt: Kein Bleicher hat die Kraft, sie so weiß zu machen wie diese Kleider. Aber Jesus hatte eine größere Kraft, oder hier wurde eine größere Kraft sichtbar. Die Kraft Gottes hat dem Herrn Jesus seine Kleider ganz hell gemacht.
Er gibt uns ein wenig Augen für diese Kraft. Und eines Tages werden wir verwandelt werden, nicht unsere Kleider, sondern unser anderes Kleid, unser Zelt, unser Leib. Eines Tages wird unser Leib verwandelt werden mit einer Kraft, die von Gott kommt. Dann wird unser Leib aus den Toten auferstehen und verwandelt werden. Und die, die leben, die werden gleich verwandelt werden, ohne zu sterben, bei der Entrückung, wenn der Herr Jesus wiederkommt.
Der Herr Jesus hat seinen verklärten Leib erst nach der Kreuzigung bekommen. Aber hier am Berg wurden seine Kleider verwandelt. Er wurde vor ihnen umgestaltet, für kurze Zeit, oder? Als sie dann wieder hinuntergingen, war alles wieder normal wie vorher. Aber für kurze Zeit sahen sie einen verherrlichten Jesus. Er, seine Kleider, auch sein Angesicht, steht in der Bibel, wurde verwandelt.
Das heißt: Für kurze Zeit tat sich der Himmel auf, und sie sahen den Herrn Jesus so, wie er eines Tages sein wird, wenn er wiederkommen wird. Und dann war das wieder weg. Dann kamen sie wieder hinunter, und der Herr Jesus war wieder ganz normal. Also bekommen wir hier einen kleinen Einblick in diese Kraft, die eines Tages geschehen wird, wenn der Herr Jesus wiederkommt.
Im Zweiten Korintherbrief gibt es einen schönen Vers, 2. Korinther 4,6, den möchte ich hier noch vorlesen: 2. Korinther 4,6: Gott, der aus der Finsternis Licht scheinen hieß, er ist es, der in unseren Herzen schien, um leuchten zu lassen die Kenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.
Gott, der damals befohlen hat, als er die Welt geschaffen hat, dass aus der Finsternis Licht scheinen soll, derselbe Gott ist es, der jetzt mit seinem Lichtschein in unsere Herzen hineingekommen ist. Er hat es in unserem Herzen hell werden lassen, zu dem Zweck, dass wir nun im Angesicht Jesu Christi den vollen Glanz von Gottes Herrlichkeit sehen können und auch weitergeben können. Ein wunderbarer Vers.
Dieser Gott hat schon angefangen, ein Licht anzuzünden, um ein wenig von seiner Herrlichkeit weiterzugeben. Aber es ist noch verborgen, oder? Das Licht ist noch in unseren Herzen. Eines Tages wird es frei herausleuchten, wenn Gott dann sein Werk vollenden wird. Eines Tages.
Gut, wir gehen zurück zum Petrusbrief. Warum ist die Verklärung Jesu Christi so wichtig? Warum ist es dem Petrus so wichtig, dass er auf dieses Ereignis hinweist, wo sie da oben auf dem Berg waren? Weil das ein Vorgeschmack auf die Herrlichkeit war. Ein Vorgeschmack auf das, was uns eines Tages erwartet. Und dann sagt er: Schau, das ist eine Garantie dafür, dass das tatsächlich eintreten wird, dass Jesus eines Tages wiederkommen wird. Das ewige Königreich ist Wirklichkeit, ich habe es selber gesehen.
In Matthäus 16,28 lesen wir: Einige von euch, die hier stehen, werden den Tod nicht schmecken, bis sie gesehen haben, den Sohn des Menschen als einen, der in seiner Königsherrschaft kommt. Einige werden nicht sterben, die werden mit mir auf den Berg der Verklärung gehen, Matthäus 16,28, bis sie gesehen haben, den Sohn des Menschen, so wie er sein wird, wenn er in seiner Herrlichkeit kommt. Genau das.
Manche Christen missverstehen diesen Vers und meinen, Jesus hätte gesagt, einige werden nicht sterben und würden übrig bleiben, bis der Herr Jesus wiederkommt. Das sagt er nicht. Der Text sagt, sie werden nicht sterben, bis sie gesehen haben, den Sohn des Menschen als einen Kommenden oder als den, der wiederkommt. Das war genau am Berg. Dort haben sie den Sohn des Menschen gesehen, und zwar so, wie er sein wird, wenn er wiederkommt. Genau das passierte eine Woche später, Matthäus 16,28.
Also, wir gehen zurück zum Petrusbrief. Petrus sagt: Wir waren Augenzeugen seiner Majestät, wir waren Augenzeugen seiner herrlichen Majestät. Der Leib Jesu war wie ein Schleier und hat diese Herrlichkeit verborgen. Aber dort am Berg wurde dieser Schleier ein wenig geöffnet, gehoben. Und sie haben ihn gesehen auf dem heiligen Berg.
Heilig war der Berg so lange, wie diese heilige Sache dort oben geschah. Als sie dann wieder hinunterkamen, war der Berg nicht mehr heilig.