Auswirkungen der Sünde
Sprüche01.01.2002
Serie•Teil 4 / 6Familienfreizeit 2002 - Sprüche
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Generierte Mitschrift
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Die Wirklichkeit der Sünde und ihre erste Folge
Sünde ist Realität. Das wird wahrscheinlich jeder von uns schon am eigenen Leib erfahren haben. Wenn ihr vielleicht nicht davon überzeugt seid, dass ihr selbst Schuld und Sünde in eurem Leben angesammelt habt, dann werdet ihr zumindest sehen, dass es viele andere Menschen gibt, die euch ab und zu etwas Böses antun. Und wenn das nicht so ist, dann seid ihr wahrscheinlich irgendwo schon im Himmel.
Meistens ist es so: Entweder merke ich und muss mir selbst eingestehen, dass ich versagt und falsch gehandelt habe. Das ist das, was die Bibel Sünde nennt. Oder ich merke die Sünde daran, dass ich einfach in der Zeitung nachschaue und sehe, was die Menschen so Böses treiben. Oder indem mich irgendein Nachbar fertig macht, ein Arbeitskollege anranzt oder sonst jemand ein Vertreter übers Ohr haut. Dann merken wir: Da ist Sünde im Spiel.
Die Realität, die Gegenwart von Sünde in der Welt, in der wir leben, ist also nicht die Frage, über die wir uns unterhalten müssen. Aber darüber könnten wir uns tatsächlich Gedanken machen: Was bewirkt denn Sünde? Könnte ich sagen, Sünde ist halt ein Kavaliersdelikt, wir müssen damit leben, anders geht es gar nicht. Und Sünde bereichert doch das Leben. Ich habe es gut, wenn ich sündige, kann mir einen eigenen Vorteil verschaffen. Na ja, und wenn andere es tun, dann muss ich mich halt versuchen, so gut wie möglich dagegen zu schützen.
So ist es im Wort Gottes eigentlich nicht. Da wird uns hingewiesen, und ich meine zu Recht hingewiesen, auf den Schaden, der durch Sünde angerichtet wird. Und zwar finden wir in erster Linie, dass wir uns selbst durch Sünde schaden. Sünde schadet uns selbst. Das wäre der erste Punkt, und wir wollen wieder versuchen, einige Stellen aus den Sprüchen durchzugehen, um zu sehen, wo wir dazu Bestätigung und Erläuterung finden.
Ich meine, dass wir eine erste Stelle in Kapitel 1 haben, Sprüche 1,17-19. Dort heißt es: Man spannt das Netz vor Augen der Vögel; doch lassen sie sich nicht warnen, so lauern jene auf ihr eigenes Blut und trachten sich selbst nach dem Leben. So geht es allen, die nach unrechtem Gewinn trachten; er nimmt ihnen das Leben.
Hier wird uns in mehrfacher Hinsicht gezeigt: Wenn wir versuchen, mit sündigen Überlegungen zu handeln, also mit Überlegungen, die nicht den Maßstäben Gottes entsprechen, dann fügen wir uns selbst Schaden zu. Denn das steht hier: Der, der nach ungerechtem Gewinn trachtet, nimmt sich selbst das Leben. Oder der, der durch sein falsches Handeln so tut, wie das Bild es beschreibt, nämlich ein Netz zu spannen, um die Vögel zu fangen, also um andere Menschen zu fangen, der wird schließlich selbst darunter leiden.
Das ist ein deutlicher Hinweis darauf: Wenn wir gegen die Ordnung Gottes verstoßen, und das ist das, was die Bibel Sünde nennt, dann schaden wir in erster Linie uns selbst. Es geht also nicht darum, dass wir Gott einen Gefallen tun, dass Gott nun so gerne möchte, dass wir das tun, und dass Gott uns dankbar sein müsste, wenn wir uns nach den Geboten Gottes richten. Das Erste, was hier steht, ist: Wir selbst bekommen Schaden, wenn wir uns nicht nach den Ordnungen Gottes richten.
In Vers 25 im selben Kapitel finden wir dann: Wenn ihr fahren lasst all meinen Rat und meine Zurechtweisung nicht wollt, dann will ich auch lachen bei eurem Unglück und spotten, da kommt, was ihr fürchtet. Hier merken wir: Hier ist nicht einmal das aktive Eingreifen Gottes gemeint, das später noch kommt, sondern es wird gesagt: Wenn ihr den Rat Gottes nicht wollt, dann werdet ihr selbst sehen, euer Leben wird scheitern. Und hier, na ja, wir könnten sagen, mit etwas Schadenfreude verbunden. Aber das Wesentliche ist: Es ist der Mensch, der sich selbst Schaden zufügt. Darauf möchte ich hier Wert legen.
Wege, die ins eigene Verderben führen
Ich lese dann auch aus Kapitel 4, Vers 23: „Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.“
„Tu von dir die Falschheit des Mundes und sei kein Lästermaul, lass deine Augen stracks sein und so weiter und so weiter.“ Hm, tja, was wollte ich denn damit jetzt sagen? Also: „Lass dein Fuß nicht auf der Bahn gleiten, deine Wege seien gewiss, weiche weder zur Rechten noch zur Linken.“ Denn dein Fuß ... naja, also hier ist ja mehr die positive Seite: Wenn wir uns nach der Ordnung Gottes richten, dann wird uns all das nicht passieren. Unser Fuß wird nicht ausgleiten, es wird uns gut gehen. Also hier könnten wir sagen, wird die andere Seite betont. Daraus können wir auch ziehen: Wenn wir das nicht tun, dann wird uns all dieses eben passieren, also Schaden, der auch an uns sich vollzieht.
Dann haben wir in Kapitel 11, Vers 7, da wird uns darauf hingewiesen, dass die Auswirkung der Sünde sich nicht nur auf das Leben hier auf der Erde bezieht, sondern dass ich da auch meine Zukunft im Jenseits mit beeinflusse: „Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren, und das Harren der Ungerechten wird zunichte.“ Also spätestens, auch wenn ich hier in meinem Leben durch Ungerechtigkeit, durch Sünde einiges erreicht haben mag, spätestens am Ende meines Lebens wird das korrigiert, und ich werde sozusagen vor dem Nichts stehen. Ich werde merken: Das bringt alles nichts, das hat alles nicht die Erwartungen erfüllt, die ich daran gestellt habe.
Tatsächlich ist es ja so: Ich könnte mein Leben jetzt dafür einsetzen, wie wir vorher gelesen haben, vom ungerechten Gewinn, und da jetzt viel Energie und Zeit in diesen ungerechten Gewinn hineininvestieren. Ja, und was ist dann am Ende meines Lebens? Was habe ich von dem? Wie sagt das Sprichwort: Das letzte Hemd hat keine Taschen. Was ist davon? Was habe ich dabei erreicht? Oder was habe ich dabei erreicht, indem ich viele Menschen angelogen habe, übervorteilt habe, um dann selbst etwas mehr zu bekommen? Oder indem ich vielen etwas vorgespielt habe, damit ich eine große Anerkennung bei ihnen habe? Was bringt mir die Anerkennung am Ende meines Lebens dann, wenn ich sterben muss? Und hier soll deutlich gesagt werden: Nichts. Du hast die Prioritäten in deinem Leben falsch gesetzt, und spätestens am Ende des Lebens wirst du selbst die Konsequenz daraus ziehen müssen, den Schaden haben.
Wir lesen in Kapitel 11, Vers 19 dann: „Gerechtigkeit führt zum Leben, aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode.“ Hier ist wiederum jetzt nicht das direkte Eingreifen Gottes, sondern wir sind im ersten Teil noch dabei, dass wir uns selbst Schaden zufügen. Wir könnten sagen, es ist wie eine Naturgesetzlichkeit. Wer das tut, der wird dieses Ergebnis an seinem eigenen Leib spüren. Also ich könnte sagen: Wie derjenige, der immer regelmäßig seinen Alkohol konsumiert, der wird früher oder später Alkoholiker werden, dessen Körper wird verfallen, dessen Beziehungen werden kaputtgehen, dessen Ehe wird zerstört werden. Das liegt einfach darin, dass wir falsch handeln. Und so hat die Sünde bei Gott auch ein innewohnendes Potenzial, mit dem wir uns selbst kaputt machen.
An das soll hier vor Augen geführt werden. Der, der der Ungerechtigkeit nachläuft, der dem Bösen nachjagt, der führt sich selbst zum Tode, der macht sich selbst dabei kaputt.
In Kapitel 13, Vers 25 haben wir da noch eine andere Auswirkung vom Falschtun, vom Bösestun. Da lesen wir nämlich: „Der Gerechte kann essen, bis er satt ist, der Gottlosen Bauch aber leidet Mangel.“ Wir könnten jetzt sagen, wir kennen doch einige Ungläubige, die essen auch ganz gut. Aber hier soll wiederum gesagt werden: Diese Gesetzlichkeit, also diese Gesetzlichkeit, Naturgesetzlichkeit, Unrecht tun bringt mit der Zeit Unglück. Das heißt nicht, dass es sofort Knall auf Fall ist. Wahrscheinlich würde sich dann kein Mensch auch mehr gegen die Ordnung Gottes stellen, wenn er sofort in der nächsten Minute tot umfallen würde. Dann wäre die Sünde schnell beseitigt. Wahrscheinlich würde unsere Freizeit hier auch sehr einsam verlaufen, wenn das tatsächlich der Fall wäre. Wir können ja froh sein, dass Gott es manchmal noch ein bisschen Zeit vergehen lässt, ehe wir die Strafe unserer Sünde zu spüren haben.
Nun, wir haben etwas Ähnliches in Kapitel 14, Vers 11, dass der Gottlose Mangel leiden wird: „Das Haus des Gottlosen wird vertilgt, aber die Hütte der Frommen wird grünen.“ Wir haben dann, dass der Böse sich selbst in die Irre führt, Kapitel 14, Vers 22: „Die nach Bösem trachten, werden in die Irre gehen, die aber auf Gutes bedacht sind, werden Güte und Treue erfahren.“ Also auch hier wieder: Wenn ich mich nicht nach den Ordnungen Gottes richte, dann laufe ich in die Irre. Ich merke nicht, was wirklich wichtig in meinem Leben ist. Ich setze falsche Prioritäten, ich gehe falsch mit Menschen um und werde hinterher die Zeche zahlen müssen.
„Unrecht erworbene Schätze führen zum Tod“, Kapitel 21, Vers 6. Der Unrechte vernichtet sich selbst, lesen wir dann im nächsten Vers, also 21, 6 und 7. Vers 7 ist dann: „Die gottlose Gewalt rafft sie selber weg, denn sie wollen nicht tun, was recht ist.“ Also hier steht ganz ordentlich: Sie selber rafft sie selbst hinweg. Wie gesagt, noch ist hier nicht das aktive Eingreifen Gottes, sondern hier wird gesagt: Wenn du das tust, wirst du damit rechnen, dass es in deinem Leben diese negativen Auswirkungen gibt.
Wir lesen dann auch, dass derjenige, der die Klugheit verlässt, das bedeutet ja, dass das, was Gott geoffenbart hat, sich selbst zu dem Tode führt, Kapitel 21, Vers 16. Oder Kapitel 22, Vers 8 lesen wir: „Wer Unrecht sät, wird Unglück ernten, und die Rute des Übermuts wird ein Ende haben.“ Also hier: Wer übermütig ist, wer Unrecht sät bei anderen, wird selbst in Unglück fallen.
Also wir könnten jetzt zahlreiche Beispiele aufzählen von Menschen, die wir einfach so in der Presse kennenlernen. Da haben wir diesen Immobilienmakler Schneider, glaube ich hieß der vor einigen Jahren, der dann durch unrechte Handlungen die Banken betrog usw. Zuerst sah es so aus, auch in Zeitungen: Wow, das ist ein Erfolgsmanager, da geht es ihm ja wirklich gut. Und dann plötzlich, ein paar Jahre später, findet er sich selbst wieder im Gefängnis mit seiner Frau. Jetzt ist er verarmt, leidet unter seinem Alkoholismus, keiner kümmert sich mehr um ihn. Hier könnten wir sagen: ein typisches Beispiel, wenn ein Mensch seine Sünden und seine Schuld einholen.
Wie gesagt, ihr könnt meinen, jetzt sind da ja manche, die leben noch mit dem. Aber denkt daran: Gott sieht das Ende an. Gott sieht nicht unbedingt, was jetzt vorläufig da ist. Da hat er Gnade auch mit dem Ungläubigen und bewahrt ihn erst einmal noch, aber irgendwann schlägt die Sünde zurück. Und dann leiden wir selbst an dem, was wir verbrochen haben.
Wir können auch weiter lesen in Kapitel 28, Vers 16: „Wenn ein Fürst ohne Verstand ist, so geschieht viel Unrecht; wer aber unrechten Gewinn hasst, wird lange leben.“ Zwei Dinge: Wer ohne Verstand ist, ohne Verstand ist nach den Sprüchen derjenige, der Gott beiseiteschiebt, und wer ungerechten Gewinn nimmt, beide werden selbst Schaden in ihrem Leben erfahren.
Wer da nicht bereit ist, sich korrigieren zu lassen, sagt uns Kapitel 29, Vers 1: „Wer gegen alle Warnungen halsstarrig ist, der wird plötzlich verderben, ohne alle Hilfe.“ Also hier auch: Dann gibt es Korrektur, und dann sagen Menschen, wenn man dich darauf hinweist oder du liest es in der Bibel, du merkst, das ist eigentlich falsch, und innerlich sympathisierst du ja doch noch mit der Sünde, also ein bisschen Sünde schadet doch eigentlich nicht. Und ich weiß es doch besser als Gott, Gott ist so altmodisch, der hat doch irgendwelche Maßstäbe, nach denen kann ich ja heute gar nicht leben. Und wer diese Weisung, die Gott gibt, diese Zurechtweisung ablehnt, wird sich hinterher selbst schaden.
Wir haben dann auch in Kapitel 29, Vers 6 wird das noch mal ausgeführt: „Wenn ein Böser sündigt, verstrickt er sich selbst, aber ein Gerechter geht seinen Weg und ist fröhlich.“ Er verstrickt sich selbst dabei, er baut sich selbst eine Falle durch das, was er tut. Und das müssen wir als Christen, als diejenigen, die keinen Zugang zu Gott haben, je nachdem, wo wir da stehen, müssen wir uns das erst einmal eingestehen. Wir selbst sind schuld daran, an dem, was wir falsch machen. Es ist nicht irgendein anderer, der uns dazu getrieben hat, und vieles von dem, was wir Negatives erleben, haben wir uns auch selbst zuzuschreiben.
Wenn Schuld auch andere trifft
Nun sind die Auswirkungen nicht nur für mich selbst. Sonst könnten wir ja sagen: Das wäre ja noch schön, vielleicht nicht für mich, aber zumindest würden andere Menschen nicht darunter leiden. Wir finden in den Sprüchen aber auch den Hinweis, dass Sünde in meinem Leben anderen Menschen Schaden zufügt.
Zuerst möchte ich mich auf die Menschen konzentrieren, die in meinem direkten Umfeld leben, also auf die zwischenmenschlichen Belastungen, die durch meine Sünde ausgelöst werden. Danach wollen wir noch einen kleinen Blick darauf werfen, dass Sünde auch negative Auswirkungen im grossen Zusammenleben hat, das heisst in der Gesellschaft, in der wir leben, im Staat. Auch da hat Sünde, meine persönliche Sünde, Auswirkungen.
Nun, zum einen ist es so: Ich beginne mal in Kapitel 11 damit und werde wieder einige Verse aufschlagen. Kapitel 11, Vers 9: Durch den Mund des Gottesverächters wird sein Nächster verderben, aber die Gerechten werden durch Erkenntnis errettet.
Hier sehen wir: Dadurch, dass ich falsche Worte, sündige Worte ausspreche, denn das meint es ja, der Gottesverächter, der durch die Worte der Gottesverächter spricht, der sagt, er will nichts mit Gott zu tun haben, der sagt auch, die Ordnungen Gottes gelten für mich nicht, ich richte mich nicht danach, der fügt seinem Nächsten Schaden zu. Also durch meine Sünde bin nicht nur ich geschädigt, sondern auch der Nächste, mit dem ich lebe, wird geschädigt.
Demgegenüber wird dann beispielsweise in Kapitel 15, Vers 4 gesagt: Eine linde Zunge ist ein Baum des Lebens, aber eine lügenhafte bringt Herzeleid. Und jetzt ist Herzeleid ja gemeint, nicht nur bei mir, sondern bei dem anderen. Ich belüge den anderen, und der andere bekommt Schaden durch meine Sünde, die ich begehe.
Dann wird in Kapitel 16, Vers 28 und 29 ein anderes Beispiel von Sünde genannt, das negative Auswirkungen auf das Leben anderer Menschen hat: Ein falscher Mensch richtet Zank ein, und ein Verleumder macht Freunde uneins. Ein Frevler verlockt seinen Nächsten und führt ihn auf keinen guten Weg.
Andere Beispiele: Wir merken dadurch, dass wir falsch handeln, sind wir Vorbilder für andere, verführen sie, dass sie ebenfalls in Sünde hineinfallen und diesem Weg folgen, den wir eingeschlagen haben. Oder Freunde werden uneins. Wie viel Streit um uns herum ist gerade dadurch ausgelöst, dass Menschen sich nicht nach den Massstäben Gottes richten, sondern versuchen, ich erinnere mich, wir haben Beziehung zu einer ledigen Frau, sie war mal verheiratet, ist jetzt geschieden, lebt nur noch mit ihrem Sohn zusammen. Und in ihrer Umgebung merken wir immer wieder, da wird nur gelogen. Sie erzählt uns ja, da hat sie ihre Freundin angelogen, da hat sie ihre Mutter angelogen, da hat sie auch ihren Mann früher angelogen, und das findet sie ganz normal. Aber wie gesagt: Durch dieses ganze Lügengeflecht sind ihre Beziehungen alle belastet, alle kaputtgegangen. Und zeitweilig haben wir auch gemerkt, dass sie uns dann angelogen hat, wo wir miteinander gesprochen haben. Natürlich, wir haben versucht, den Kontakt weiter aufrechtzuerhalten, aber diese Frau ist für mich ein typisches Beispiel dafür, wie ein falsches Leben, wie hier steht dann ja Frevler oder Lügenhaftes, wie jedenfalls solch ein falsches Leben Beziehungen zerstören kann, kaputt machen kann. Es gibt keine Beziehung, die dort heil ist in der Situation, in der diese Frau noch lebt, und zum grössten Teil selbst verschuldet durch ein Leben, das ihr vollkommen entgegengesetzt den Massstäben Gottes geführt hat und das sie auch nicht einsehen will.
Nun, dann geht es weiter. Wir lesen beispielsweise dann in Kapitel 21, Vers 10 noch einmal einen Hinweis: Kapitel 21, Vers 10: Die Seele des Gottlosen gelüstet nach Bösem, und erbarmt sich nicht seines Nächsten.
Hier wiederum der Nächste: Derjenige, der gottlos ist, der das Böse verfolgt, das muss jetzt nicht einer sein, der da geifert und dem Fliesssohn der Speichel heraus und der will jetzt die Leute umbringen, so muss das nicht sein, sondern der Böse ist nach der Bibel schon derjenige, der nicht nach den Ordnungen Gottes lebt, das ist der Böse. Und zudem dann gehören viele zu den Bösen, und der ist bestrebt, dort eigentlich anderen Menschen Schaden zuzufügen, ob er das nun aktiv macht oder ob das nur eine Nebenwirkung ist.
Kapitel 22, Vers 10: Treibe den Spötter hinaus, so geht der Zank weg, und Hader und Schmähungen hören auf. Also Hader, also dass einer mit dem anderen unzufrieden ist, Schmähungen, dass einer sich über den anderen lustig macht, und Zank gehen weg, da wo derjenige, der nicht in Ordnung Gottes entsprechend lebt, weg ist. Also wir merken umgekehrt, können wir den Rückschluss ziehen: Da, wo er gegenwärtig ist, da haben Zank und Schmähungen und all so etwas ihren Platz, und die schaden ja den Menschen.
Wir finden dann auch, dass der Spötter Aufruhr gibt in seiner ganzen Umgebung. Kapitel 29, Vers 8 beispielsweise: Kapitel 29, Vers 8: Die Spötter bringen leichtfertig eine Stadt in Aufruhr, aber die Weisen stillen den Zorn. Hier merken wir: Derjenige, der Spott betreibt, hier eine Sünde der Zunge, dass wenn wir reden, ein grosses Unheil über seine ganze Umgebung bringen kann, sagt uns die Bibel an dieser Stelle.
Das soll uns genügen. Ich möchte jetzt einige wenige Beispiele noch nennen und diesen Teil dann damit abschliessen, wo uns gesagt wird, dass Sünde auch Auswirkungen hat im grösseren Zusammenhang, im Staat, in dem wir leben. Da ist natürlich die Sünde von jedem Einzelnen von uns mit gemeint, und wir werden gleich sehen, insbesondere auch die Sünde derjenigen, die Verantwortung im Staat innehaben.
Nun, wir haben in Kapitel 11, Vers 10 und 11 eine solche Stelle: Eine Stadt freut sich, wenn es dem Gerechten wohlgeht, und wenn die Gottlosen umkommen, ist man froh. Durch den Segen der Frommen kommt eine Stadt hoch. Aber durch den Mund der Gottlosen wird sie niedergerissen.
Also deutlich gesagt: Die Menschen, und hier sind ja nicht mal nur die Gläubigen mitgemeint, die Menschen merken, wenn da Böse sind, und sie freuen sich darüber, wenn diese Bösen bestraft werden, weil sie selbst darunter leiden. Und wie gesagt: Durch den Segen der Gottesfürchtigen, also diejenigen, die Gott nachfragen, wird eine Stadt gesegnet. Wenn wir gottlos leben, schaden wir der Stadt. Und hier ist die Stadt als kleinste Einheit des öffentlichen Lebens gemeint. Das geht natürlich auch im grösseren Massstab, ganz klar.
Wir lesen das auch in Kapitel 16, Vers 27. Na ja, hier ist der Ungerechte, hier wird nicht direkt gesagt, dass die grosse Masse ist, aber: Ein heilloser Mensch gräbt nach Unheil, und in seinem Mund ist es brennendes Feuer. Ein falscher Mensch richtet Zank an, ein Verleumder macht Freunde uneins. Das ist ja gerade, was wir gelesen haben.
Schlagen wir vielleicht auf etwas, was die Regierung angeht: Kapitel 20, Vers 8: Ein König, der auf seinem Thron sitzt, um zu richten, sondert aus mit seinem Blick alles Böse. Ja, nein, also bis dahin, dieses hier. Also hier der König: Ein König, wenn er nach Gottes Massstäben regiert, dann wird er selbst gegen das böse Vorgehen vorgehen. Also Auswirkung auf die Gesellschaft: Ich werde auch von der Gesellschaft bestraft, wenn ich Böses tue, sofern der König gottgemäss handelt.
Das Gleiche haben wir noch mal in Kapitel 20, Vers 26, da wird das Ganze noch mal wiederholt. Da lesen wir nämlich: Ein weiser König sondert die Gottlosen aus und lässt das Rad über sie gehen, also bestraft sie hier, sperrt sie ein, tötet sie, je nachdem, was sie ja verbrochen haben dabei.
Dann in Kapitel 20, Vers 30 haben wir das auch noch mal: Man muss dem Bösen wehren mit harten Strafen und mit ernsten Schlägen, die man fühlt. Es geht ja noch hier immer darum: Wie ist das im Staat? Hier wird also gesagt, im Staat, damit es dem Staat gut geht, müssen die Bösen bestraft werden, sonst geht es mit einem Staat bergab.
Das merken wir ja: Staaten, die das nicht tun, da blüht dann Korruption und Betrug, weil ja niemand dagegen vorgeht. Schon dann, wenn ein Staat dagegen vorgeht, merken wir, dass sich nicht alle davon abschrecken lassen und trotzdem Unrecht geschieht. Aber natürlich: Umso weniger der Staat tut, umso mehr dazu. Also auch der Staat sollte sich nach den Ordnungen Gottes richten.
Kapitel 28, Vers 15: Da lesen wir: Ein Gottloser, der über ein armes Volk regiert, ist wie ein brüllender Löwe und ein gieriger Bär. Also ein Gottloser, das heisst der, der in Sünde lebt, der Regierungsgewalt innehat oder der sonst eine herrschende Stellung in der Gesellschaft hat, der ist wie solch ein Raubtier, das frisst die Menschen auf, macht sie kaputt, und das soll hier natürlich als negatives Beispiel genannt werden.
An der letzten Stelle in Kapitel 29, Vers 2: Wenn der Gerechten viele sind, freut sich das Volk, wenn aber die Gottlosen herrschen, seufzt das Volk. Wieder eindeutiger Hinweis: Sünde hat nicht nur Auswirkungen in meinem Leben, nicht nur Auswirkungen in dem Leben der Menschen, die direkt um mich herum sind, meinem Nächsten, sondern Sünde hat auch Auswirkungen, je nach meiner Verantwortung, in der ganzen Stadt, in der ganzen Firma, in dem ganzen Land, je nachdem, wo meine Verantwortung steht.
Gottes Blick auf Schuld und Gericht
Als letzten Punkt, welche Auswirkungen Sünde hat, möchte ich einige Beispiele nennen, dass Sünde auch Auswirkungen in meiner Beziehung zu Gott hat. Bisher haben wir Gott ja noch nicht aktiv darin gesehen. Hier wird einfach bloß gesagt: Wenn jemand nicht nach den Ordnungen Gottes lebt, dann wird sein Leben scheitern, das Leben der anderen nimmt Schaden und das Leben des Staates nimmt Schaden.
Jetzt sehen wir: Gott greift auch noch ein, weist Menschen zurecht und bestraft Sünde. Ich nenne einige wenige Beispiele dafür.
Eine Stelle, die wir schon gelesen haben, in anderem Zusammenhang, ist Kapitel 3, Vers 11:
„Mein Sohn, verwirf die Zucht des Herrn nicht und sei nicht ungeduldig, wenn er dich zurechtweist; denn wen der Herr liebt, den weist er zurecht und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.“
Hier ist die erste Reaktion Gottes nicht gleich, dass er uns in die Hölle schmeißt oder so. Wenn wir Sünde tun, will Gott uns korrigieren. Er züchtigt uns, er weist uns durch irgendwelche Hinweise darauf hin: Pass auf, mach da nicht weiter, denn du schadest dir, du schadest anderen usw. Also ist Zucht etwas, was von Gott kommt, weil er uns hier nicht bestrafen will, sondern weil er uns herausziehen will aus dem Problem, das wir uns mit der Sünde einhandeln.
Kapitel 5, Vers 21:
„Denn eines jeden Wege liegen offen vor dem Herrn, und er hat Acht auf alle Menschengänge. Den Gottlosen werden seine Missetaten fangen, und er wird mit den Stricken seiner Sünde gebunden. Er wird sterben, weil er Zucht nicht wollte, und um seiner großen Torheit willen wird er dahingerafft werden.“
Also hier werden zwei Punkte erwähnt: Wir können vor Gott keine Sünde verstecken. Selbst wenn es hier auf der Erde so weit sein sollte, dass wir am Ende des Lebens noch irgendwelche Sünden unterm Tisch haben, die noch nicht rausgekommen sind, bei Gott sind sie alle offenbar. Und das heißt: Wenn wir Strafe von Gott bekommen, dann wird das auch Sünde betreffen, die kein anderer Mensch kennt, die nur ich selbst kenne, die ich geheim gehalten habe.
Wir finden dann in Kapitel 9, Vers 18 das generelle Urteil Gottes über Sünde:
„Er weiß aber nicht, dass dort nur die Schatten wohnen und ihre Gäste in der Tiefe des Todes hausen.“
Also: „Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein; er weiß aber nicht, dass dort nur die Schatten wohnen und die Gäste in der Tiefe des Todes hausen.“
Sünde führt irgendwann zum Tod. Und hier ist ja nach der Bibel nicht nur der irdische Tod gemeint, sondern der ewige Tod.
Kapitel 10, Vers 9 weist uns noch einmal auf das Gericht Gottes hin:
„Wer in Unschuld lebt, der wird sicher leben; wer aber verkehrte Wege geht, wird ertappt werden.“
Hier ist also mit „ertappt“ nicht nur gemeint, dass das auf der Erde passieren kann. Das kann schon passieren, da muss man immer mitrechnen. Aber wie wir gesehen haben, Gott sieht das alles. Gott weiß das spätestens einmal, wenn wir vor Gott stehen, um uns vor ihm zu verantworten.
Kapitel 10, ab Vers 28, wird uns das noch einmal deutlich gemacht:
„Das Warten des Gerechten wird Freude werden, aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein. Das Walten des Herrn ist über die fromme Zuflucht, aber für die Übeltäter ist es Verderben. Der Gerechte wird nimmermehr wanken, aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben.“
Dann wird hier alles weitergeführt: Strafe Gottes. Und hier wird ja Strafe Gottes genannt, irdisch. Also: Hier auf der Erde kommt es auch vor, dass Gott für Sünde straft, nicht erst im Jenseits, sondern schon hier auf der Erde.
Wir finden dann ein anderes Beispiel in Kapitel 12, Vers 6. Da wird eine besondere Sünde genannt und die Strafe dafür angeführt:
„Der Gottlosen Reden richtet Blutvergießen an, aber die Frommen erretten ihren Mund. Die Gottlosen werden gestürzt und nicht mehr sein, aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.“
Also hier: Die Gottlosen, die auch gottlose Reden führen, wir sehen ja wiederum eine Auswirkung für unsere Mitmenschen, richten Blutvergießen an. Die werden gestürzt, und hier ist es Gott, der eingreift. Gottlose werden Strafe bekommen, sagt uns dann auch Vers 21 im selben Kapitel:
„Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen, aber die Gottlosen werden voll Unglück sein. Lügenmäuler sind dem Herrn ein Gräuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm.“
Also hier: Gott wird dort eingreifen.
Dasselbe haben wir dann in Kapitel 13, Vers 21:
„Es ist viel Speise, wo aber kein Recht ist, da ist viel Verderben.“
Wiederum: Gott greift dort ein.
Wir haben dann, dass Gott die Taten eines jeden Menschen vergilt, Kapitel 14, Verse 12-14:
„Manchem scheint sein Weg recht, aber zuletzt bringt er ihn zum Tod.“
Hier wird uns deutlich auch darauf hingewiesen: Es kann ja sein, dass wir einen eigenen Katalog aufstellen von dem, was richtig und was falsch ist. Aber letztendlich gilt nicht der, sondern der, den Gott aufgestellt hat. Es gibt ja zahlreiche Menschen um uns herum, die sagen: Ich weiß selbst, was für mich gut ist. Hier wird damit aufgeräumt. Es wird gesagt: Nein, selbst wenn du jetzt sagst, Lüge ist gut, gerichtet wirst du trotzdem nach dem, was Gott sagt.
Ein einfaches Beispiel: Wenn du jetzt irgendwo eine Geschwindigkeitsbeschränkung überschreitest, kannst du hinterher auch sagen, dem Polizisten: Also, ich habe meine eigene Regel aufgestellt. Für mich gilt hier: Hier kann man 100 fahren, also darf ich auch 100 fahren. Und weil sie dann ein Schild hingetan haben mit 70, das gilt für mich nicht. Wie beeindruckt wird der Polizist davon sein? Nun, ich kann euch verraten, ihr könnt es ja mal probieren: Der wird euch wahrscheinlich staunend anschauen, was ihr da sagt, aber zahlen müsst ihr hinterher trotzdem.
Und bei Gott ist es auch so. Es gibt zahlreiche Menschen, die sagen sich: Ja, ich weiß doch selbst, was gut ist. Ich entscheide darüber, was gut und was böse ist. Aber letztlich gilt nicht, was ich für gut und böse halte. Hier steht ja, wir haben das hier gehabt: Der gottlosen Menschen, wie haben wir das denn hier? Manchem scheint sein Weg recht, aber zuletzt bringt er ihn zum Tod.
Das letzte Wort hat dabei eben Gott und nicht, was ich für gut und richtig halte.
„Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt das Leid. Einem gottlosen Menschen wird’s gehen, wie er wandelt, und auch einem Guten nach seinen Taten.“
Hier merken wir: Gericht Gottes ist nach den Taten. Nach dem, was wir getan haben, werden wir vor Gott einmal gerichtet.
Und wir sehen: Gott sieht unser Herz. Es wird uns auch noch einmal in Kapitel 15, Vers 11 gesagt:
„Unterwelt und Abgrund liegen offen vor dem Herrn, wie viel mehr die Herzen der Menschen.“
Also Gott sieht nicht nur, was wir tun und verheimlicht haben, er sieht sogar, was wir denken und falsch getan haben, und wird auch das korrigieren.
Kapitel 16, Vers 5:
„Ein stolzes Herz ist dem Herrn ein Gräuel, und er wird es gewiss nicht ungestraft lassen.“
Wir haben dann auch Bestand gegen Gott. Das ist der Kern von Sünde, der uns hier genannt wird.
Nun, einige andere Stellen werde ich euch auf dem Blatt noch mit abziehen, wo dann noch mehr steht. Immer wiederholt Gott: Er straft hier auf der Erde, Gott straft nach dem Tod im Jenseits, der Mensch wird nach seinen Taten beurteilt. Und wie wir hier eben jetzt noch am Ende gesehen haben: Gott sieht in unser Herz, er sieht auch die verheimlichten Sünden, und er sieht hier auch unsere Worte, alles das, was wir getan haben, und er wird das nicht ungerecht lassen. Nicht unsere eigenen Maßstäbe gelten.
Ich möchte am Ende vielleicht auch noch mit einer Sache aufräumen. Wenn jetzt jemand hier noch ist und sagt: Mich betrifft das ja alles gar nicht, dann sollten wir uns Kapitel 20, Vers 9 zu Herzen nehmen, denn in Kapitel 20, Vers 9 lesen wir:
„Wer kann sagen: Ich habe mein Herz geläutert und bin rein von meiner Sünde?“
Das ist eine rhetorische Frage, die natürlich selbstverständlich beantwortet werden soll: Keiner. Die Sprüche wollen uns hier deutlich sagen: Es ist kein Mensch, der von sich aus ernsthaft, wenn er sich überprüft und sich hineinhorcht, sagen kann: Ich bin sündlos, ich habe kein Problem mit Sünde. Es gibt es nicht.
Also all die Punkte, die wir jetzt genannt haben, betreffen einen jeden von uns, die Menschen des Alten Testaments natürlich, aber auch uns betreffen diese.
Es gibt dann einige Stellen, die in den Sprüchen darauf hinweisen, welche positiven Auswirkungen es denn hat, wenn wir gottgemäß leben. Viele Stellen malen das vor Augen, genauso viele, wie die zeigen, welche negativen Auswirkungen es hat. Ich will hier nur einige wenige nennen, die anderen könnt ihr noch nachlesen, wenn ich euch da die Stellen auf Papier gebe.
So haben wir beispielsweise in Kapitel 4, Vers 4:
„Da lehrte er mich und sprach: Lass dein Herz meine Worte aufnehmen; halte meine Gebote, so wirst du leben.“
Ganz deutliche positive Auswirkung: Wenn du dich nach den Ordnungen Gottes richtest, dann wirst du leben. Und leben meint hier irdisches, aber insbesondere auch das Leben bei Gott. Also du wirst das Leben haben. Leben wird vermittelt durch die Ordnungen Gottes.
Wir müssen immer im Hinterkopf haben: Keiner kann die Ordnung Gottes einhalten. Das kann sich jetzt ja frustrieren, dann müsste es heißen: Keiner wird das Leben haben. Aber da sagen die Sprüche auch noch mehr darüber, das kommt gleich.
Wir lesen, dass das Einhalten der Gebote heilsam ist, nicht nur für das Leben, sondern auch für meinen Körper. Kapitel 4, Vers 22, meine ich, sagt das. Da steht nämlich:
„Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leib.“
Also wenn wir vorher sagen: Also die Gebote, steht ja hier, also Vers 20:
„Mein Sohn, merke auf meine Rede und neige dein Ohr zu meinen Worten“,
und dann geht es weiter:
„Denn sie, meine Worte, sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam dem ganzen Leib.“
Also hier merken wir, dass das Einhalten der Gebote Gottes nicht nur eine seelische Sache ist, sondern auch eine körperliche, und das sollte uns ja auch zum Nachdenken bringen. Denn da steckt ja der Gedanke hinter: Wer sich nicht nach den Ordnungen Gottes richtet, kann sich dabei auch körperliche Leiden einhandeln. Umgekehrt wird es dem ganzen Menschen wohlgehen, wenn wir in der Nähe Gottes sind. Das ist ja immerhin eine ganz interessante Überlegung. Das wäre eine alternative Heilmethode hier, nicht? Richte dich nach den Ordnungen Gottes, und auch deinem Körper wird es besser gehen. Durchaus hier eine nachdenkenswerte Sache.
Nun, es wird dann darauf hingewiesen, Kapitel 6, Vers 23:
„Denn das Gebot ist eine Leuchte und die Weisung ein Licht, und die Vermahnung ist der Weg des Lebens.“
Also: Der Weg des Lebens ist gut für uns, es ist ein Licht. Das heißt, wir können dadurch die Worte Gottes erkennen, was eigentlich gut ist in unserem Leben. Also hier viele positive Sachen, wenn wir uns nach den Geboten richten. Gebote bringen Leben, Kapitel 7, Vers 2:
„Behalte meine Gebote, so wirst du leben; hüte meine Weisung wie deinen Augapfel.“
Die Gerechtigkeit bringt den Segen Gottes, Kapitel 10, Vers 6. Also auch irdische Auswirkungen: Gott segnet das, wenn ich versuche, mich nach ihm auszurichten.
Dass gute Taten auch gute Worte, auch gute Auswirkungen haben, sagt uns Kapitel 12, Vers 14:
„Viel Gutes bekommt ein Mann durch die Frucht seines Mundes, und dem Menschen wird vergolten nach den Taten seiner Hände.“
Also hier merken wir: Hier wird schon gesagt, schon auf der Erde werden wir die positiven Auswirkungen spüren von dem, wenn wir uns nach den Ordnungen Gottes richten.
Wir finden darüber hinaus, dass Gott uns letztendlich im Tod trösten wird, Kapitel 14, Vers 32, wenn wir ihm nachgehen. Entschuldigung, Kapitel 14, Vers 32:
„Denn der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück, aber der Gerechte ist auch in seinem Tode getrost.“
Also hier die Ausführung: Wir brauchen letztendlich keine Angst zu haben, auch wenn wir am Ende des Lebens kommen. Wir wissen: Wir haben mit Gott gelebt, wir werden einmal in der Ewigkeit bei ihm sein.
Nun, das möchte ich einfach einmal so stehen lassen. Jetzt ist die Frage: Wie gehen wir denn nach den Sprüchen und nach der gesamten Botschaft der Bibel mit Sünde um, was machen wir da?
Eine Antwort wäre sicherlich: Wir versuchen selbst, unsere Taten und Worte zu korrigieren. Wir lesen in der Bibel, die Sprüche sagen das ja häufig: Gedenke an die Gesetze des Herrn, also binde sie dir, hatten wir mal gelesen, an die Hände oder auf die Stirn und habe sie immer bei dir. Also lass dich davon prägen, das ist sicherlich ein Weg, den wir gehen können.
Es wird gesagt in Kapitel 4, Vers 23:
„Behüte dein Herz vor der Sünde“,
also pass selbst auf. Wir haben schon gesehen, wir müssen auf unsere Augen aufpassen, wo sie hingehen, damit sie uns nicht ablenken und wegführen von dem, was Gott sagen will.
Wir sollen möglichst Abstand nehmen zum Gottlosen, also keine Gemeinschaft mit Gottlosen und Törichten und Spöttern usw. haben, weil das schadet uns in unserem Leben, und dann fällt es uns umso schwerer, das Gute zu tun. Ist ja auch ganz klar: Wenn ihr immer mit Freunden zu tun habt, die nur ständig dabei sind, die Gebote Gottes zu überschreiten, wird es euch sehr schwer fallen, nach den Regeln Gottes zu leben. Wenn ihr allerdings um euch herum immer Menschen habt, die auch bestrebt sind, wo ihr euch gegenseitig anspornen könnt, ja, das ist gut zu tun, ihr merkt, ihr habt Freude daran. Natürlich färbt das ab, und insofern kann es ein Schutz vor Sünde sein, sich in die Umgebung von Menschen zu begeben und sich darin aufzuhalten und prägen zu lassen, die auch das Gute wollen, die auch Gott nachfolgen wollen.
Wir sollten natürlich Gott lieben, das ist klar. Dann werden wir dahin kommen.
Ein wesentlicher Punkt, den uns die Sprüche allerdings sagen, ist: Wir müssen Reue empfinden. Es geht nicht einfach darum, dass wir versuchen, unser Leben selbst zu verbessern, und dann wird es gut rauskommen, sondern das, was die Sprüche uns sagen: Wir brauchen Reue über die Sünde. Wir müssen bereuen und uns dann zu Gott wenden und ihn um Vergebung unserer Schuld und Sünde bitten.
Es wird uns auch gesagt, dass es einmal in unserem Leben ein Zu-spät geben kann von Reue. Beispielsweise Kapitel 1, Vers 28:
„Dann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich suchen und nicht finden.“
Das ist das, was Gott hier sagt. Das fängt an, dieser Abschnitt in Kapitel 1, Vers 24:
„Wenn ich aber rufe und ihr euch weigert, wenn ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet“,
das ist das, was kommt. Und dann unten:
„Dann werden sie nach mir rufen, wenn sie zurechtgewiesen sind, wenn sie plötzlich in Angst über ihre Sünde kommen“,
aber dann sagt Gott: Dann werde ich nicht mehr hören.
Also es gibt auch ein Zu-spät, das sollte uns ernst sein. Wir sollten also nicht Sünde immer weiter aufschieben und sagen: Irgendwann kann ich die einmal ausräumen, sondern wir sollten es möglichst bald, wenn Gott durch unser Gewissen zu uns spricht, das Ausräumen und diese Sünde bereinigen. Das ist das, was uns die Sprüche hier nahebringen wollen. Und es gibt ein Zu-spät dabei.
Nun, es sind auch noch andere Punkte, die uns da erwähnt werden, beispielsweise, dass nicht durch das Leugnen die Sünde vergeben werden kann, sondern nur dann, wenn wir sie Gott gegenüber bekennen, und sonst kann es sein, dass Gott unser Herz verhärtet. Kapitel 28, Vers 14, ziemlich am Ende:
„Wohl dem, der Gott alle Wege fürchtet; wer aber sein Herz verhärtet, wird in Unglück fallen.“
Ein Gottloser, ja genau das ist also Vers 14. Jetzt auch hier Vers 13 noch:
„Wer seine Sünde leugnet, dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“
Zwei wichtige Aussagen hier sozusagen zum Schluss: Also wohl dem, der Gott fürchtet, der sein Herz nicht verhärtet, der also sie zulässt, erst mal an seinem Herzen: Ja, Sünde ist da. Und dann steht ja direkt darüber, ganz wichtiger Vers hier in den Sprüchen:
„Wer seine Sünde leugnet, dem wird es nicht gelingen“,
denn Gott weiß darüber Bescheid. „Wer sie aber bekennt“ Gott gegenüber „und lässt“ und dann sein Leben ändert, „der wird Gerechtigkeit erlangen“, der wird Barmherzigkeit, Vergebung der Sünde in seinem Leben erfahren.
Und das ist ja die Botschaft, die dann durch Jesus Christus im Neuen Testament ausgeführt wird, wo vor Augen geführt wird: Vergebung können wir nur bekommen, wenn jemand an unserer Stelle die Strafe für Sünde trägt. Wir haben gesehen: Sünde hat negative Auswirkungen bei mir, bei meinem Nächsten, bei anderen Menschen und wird vor Gott gestraft, weil Gott in seiner Nähe keine Sünde zulassen kann. Und dann wird gesagt: Wir müssen Sünde eingestehen, wir müssen sie bekennen, und dann wird sie vergeben. Nicht, weil wir ein Anrecht darauf haben, sondern wie hier steht: aus Barmherzigkeit.
Und diese Barmherzigkeit können wir bekommen, weil Jesus Christus, dadurch dass er gestorben ist, die Strafe bezahlt hat, die wir eigentlich vor Gott bezahlen müssten. Gott müsste sagen, wie wir hier in den Sprüchen lesen: Sünde ist da, Versagen ist da, Strafe ist der Tod, ewige Trennung von Gott. Das sagen uns die Sprüche. Und hier wird gesagt: Wir können trotzdem einen Weg über Barmherzigkeit bekommen, und den können wir, weil Gott vergibt, weil Jesus dafür gelitten hat und gestorben ist.
Und natürlich, wenn wir das einmal da klar Schiff gemacht haben Gott gegenüber, also wenn wir einmal uns Gott gegenüber geöffnet haben, eingestanden haben, dass wir versagt haben, um ihn um Vergebung zu bitten: Vater im Himmel, vergib du mir meine Sünden, Jesus ist dafür gestorben, ich will nur mit dir leben – das ist ja das, was uns dieser Vers hier sagt. Wenn wir das getan haben, heißt das nicht, dass die Sünde nun vollkommen aus unserem Leben verschwunden ist, sondern dann kann es sein, dass wir immer wieder dann mit einzelnen Sünden auch zu Gott kommen müssen und ihm sagen: Siehst du, hier habe ich schon wieder versagt, vergib du mir. Nicht selbst herumwursteln, sondern versuchen, diese Barmherzigkeit Gottes praktisch Realität werden zu lassen in meinem Leben.
Wenn wir das nicht tun, dann steht hier eindeutig in den Sprüchen: Jeder wird gerichtet nach seinen Taten. Na ja, und wenn du sündlos bist, dann kannst du zu Gott kommen, wenn du Sünde in deinem Leben hast nicht. Dann haben wir gelesen: Ist da denn jemand, der, wenn er sein Herz überprüft, sagt, er ist sündlos? Gibt es nicht.
Eindeutig, also das heißt: Wenn du nicht diese Barmherzigkeit Gottes annehmen willst, dann wirst du ewig von Gott getrennt sein und Strafe im Jenseits bekommen. Gott straft ja nicht für die guten Taten, du kannst ja ein guter Mensch sein. Aber wenn ich noch einmal auf den Polizisten zu sprechen komme, der dich anhält nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung, dem kannst du auch sagen: Ich komme gerade von der Freizeit der Bibelschule Brake, ich habe da viel Geld gespendet dafür, und ich unterstütze sogar noch Missionare, und meiner Nachbarin kaufe ich immer noch ein. Die meisten Polizisten werden nicht beeindruckt sein und werden sagen: Weil Sie so ein guter Mensch sind, deshalb dürfen Sie auch so schnell fahren. Sondern sie werden sagen: Ja, das ist ja schön, aber jetzt fahren Sie auch ordentlich hier, wenn Sie schon so ein lieber, netter Mensch sind.
Und so ist es auch bei Gott. Gott wird uns natürlich nicht strafen für das Gute, was wir getan haben. Aber wir müssten ja nichts Böses haben, um keine Strafe zu bekommen. Und das haben wir aber.
Also lasst euch das gesagt sein, denkt darüber nach: Wenn ihr noch nicht klar Schiff mit Gott gemacht habt, kehrt um, bekennt eure Schuld vor Gott, versucht nicht selbst da herauszukommen, nehmt diese Barmherzigkeit an. Jesus ist dafür gestorben, das ist schon klar gemacht.
Wenn ihr merkt, es ist Sünde in meinem Leben, die ich aufräumen sollte, die jetzt aktiv da ist, denkt daran: Sie trennt euch von Gott. Sie kann hier auf der Erde dazu führen, dass ihr körperliches Leid habt, dass der Segen Gottes verschwindet. Es gibt andere Verse in den Sprüchen, die uns dann sagen, Gott hört nicht auf das Gebet desjenigen, der in Sünde lebt. Es gibt da Differenzen. Gott, wir sind in Abstand zu Gott. Wir merken, es schadet unseren Mitmenschen, es schadet mir selbst.
Denkt auch als Christen daran: Wenn ihr so mal grundsätzlich mit Gott ins Reine gekommen seid, auch dann können wir nicht Sünde einfach bestehen lassen. Wir müssen Sünde ausräumen. Wir müssen zu Menschen gehen, uns entschuldigen, wenn wir falsch gewesen sind. Wir müssen Gott gegenüber Sünde bekennen und um Vergebung bitten. Und wir müssen uns dann immer wieder das Gesetz Gottes einschärfen und sagen: Das ist doch das Gute, was Gott eigentlich will. So kann ich hier ein gutes Leben führen auf der Erde.
Ja, damit will ich euch eigentlich dann für heute Morgen entlassen, und wir wollen am Ende, oder ich will mit euch am Ende noch zusammen beten und euch bitten, dazu aufzustehen.
Herr Jesus Christus, vielen Dank dafür, dass du gestorben bist und dass diese Strafe, die du dort bekommen hast, mir die Möglichkeit gibt und uns die Möglichkeit gibt, vor Gott Vergebung zu bekommen. Ich möchte dich bitten, dass du jedem von uns aufdeckst, wo Sünde und Schuld unbereinigt ist. Ich möchte dich bitten, dass wir dort nicht uns selbst in einer Illusion wiegen oder dass wir damit zufrieden sind, dass andere diese Sünde nicht sehen, sondern dass wir wissen, dass du Sünde siehst, dass du Sünde aufdeckst und dass Sünde von dir bestraft werden muss.
Ich möchte dich bitten, dass wir wieder den Mut haben, dann auch zu dir zu kommen, Sünde zu bekennen und auszuräumen. Ich möchte dich bitten für all diejenigen, die noch keinen grundsätzlichen Lebensanfang mit dir gemacht haben, die irgendwie noch aus eigener Kraft versuchen, vor dir gerecht zu sein, dass du ihnen zeigst, dass das so nicht geht. Gib du ihnen den Mut, ein Leben mit dir zu beginnen.
Und ich möchte dich bitten für all diejenigen, die schon seit Jahren oder Monaten ein Leben mit dir führen, dass du auch ihnen zeigst, wo Versagen da ist, dass du ihnen diese tiefe Einsicht gibst, dass Sünde nicht etwas ist, was wir krampfhaft vermeiden müssen, nur weil du es willst, sondern dass Sünde etwas ist, was mir schadet, was anderen Menschen schadet, mit denen ich zu tun habe, dass Sünde ja wie ein Gift ist, was mein Leben kaputt macht. Gib uns diese tiefe Überzeugung und führe du uns immer wieder dein Wort vor Augen. Lass du uns darin leben und erkennen, dass es gut ist, so zu leben, wie du es willst: keine Unterdrückung, sondern eine Befreiung, dass das Leben ist.
Ich möchte dich bitten, dass du so unser Denken und auch unser Handeln veränderst, dass wir hinausstrahlen in unsere Welt und Menschen merken: Da werden sie mitgesegnet, sie haben Freude daran, weil sie merken, wir versuchen, dein Gebot entsprechend zu leben, dass Menschen gesegnet werden, dass unsere Beziehung zu dir vertieft und freigemacht wird, dass wir merken, das Leben mit dir bringt Freude und Spaß und Erfüllung und dass wir am Ende des Lebens einmal in Ewigkeit bei dir sein können.
Vielen Dank, dass du uns diesen Weg geschaffen hast, dass du uns nicht alleine mit der Sünde hier auf der Erde lässt. Vielen Dank, Herr Jesus, dass du für uns gestorben bist. Amen.
