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Hebräer 1, 3-6

Hebräer 1,3-610.06.2008
SerieTeil 4 / 27Der Hebräerbrief
Warum zählt Jesus mehr als Engel? Weil er nicht nur Gottes Wort bringt, sondern alles trägt, Schuld trägt und sich nach vollbrachtem Werk an Gottes Seite setzt.

Rückblick auf die bisherige Einordnung

Jetzt ist die Gliederung schon ein bisschen besprochen. Ich möchte jetzt als Rückblick ganz kurz die Gliederung noch einmal durchgehen, soweit wir gekommen sind.
Also, wir sind bei Römisch I: Gründe und Aufforderungen zum Treubleiben im Glauben, Kapitel 1 bis 10. Dann haben wir A: Jesus Christus ist der erhabene Vermittler der Offenbarung Gottes, Kapitel 1 bis 4. Römisch 1, nein, Arabisch 1: das Reden Gottes im Sohn, Kapitel 1.
Dann hatten wir klein a: die Zeit dieses Redens, klein b: die Art und Weise dieses Redens, klein c: der Status dessen, durch den Gott redete, nämlich Sohn, klein d: der Adressat, zu dem Gott redete, und dann klein e: die Qualität dieses Sohnes.
Da hatten wir sieben Aussagen, eigentlich acht, wenn man die letzte aus Vers 4 dazu nimmt. Aber in Vers 2 und 3 haben wir sieben Aussagen über den Sohn, die zeigen, dass er erhabener ist als die Engel. Und da waren wir. Diese sieben Aussagen habe ich hier mit groß A: er ist der Erbe, groß B: er ist der Schöpfer, groß C: er ist die Ausstrahlung der Herrlichkeit Gottes, groß D: der Abdruck des Wesens Gottes, groß E: er ist der Träger von allem.
Da waren wir stehen geblieben. Also, Vers 3 in der Mitte: Er ist der Träger, er ist der, der alle Dinge trägt. Der Schöpfer trägt alle Dinge, und er trägt sie mit dem Wort seiner Kraft. Das ist ein Ausdruck für sein kräftiges Wort. Es ist das Wort, das mit Kraft trägt.
Und wenn wir bedenken, dass dieser Herr der ist, der alles trägt, wie schön ist der Gedanke, dass er uns selber trägt und dass er den Zorn Gottes getragen hat für uns. Das ist ja jetzt gerade der Gedanke, der als Nächstes kommt: dass er die Reinigung von unseren Sünden vollzogen hat, indem er den Zorn Gottes für uns getragen hat. Also auch hier ist er ein Träger, der Schöpfer und Erhalter des Universums, des Ziels des Universums. Dieser eine wurde auch unser Erlöser, der die Reinigung vollzog, die Reinigung von unseren Sünden.
Indem er sich selbst als Sündopfer auf den Altar legte, auf den heiligen Brandopferaltar Gottes legte er sich auf Golgatha und wurde ein Brandopfer und ein Sündopfer. Ein Brandopfer kennt ihr die verschiedenen Opfer, 3. Mose? Das Brandopfer ist ein Ganzopfer. Der Herr Jesus ist ein Brandopfer geworden. Er wurde ein Sündopfer und ein Schuldopfer, und er wurde ein Friedensopfer. Alle vier Arten, alle vier blutigen Opfer in 3. Mose 1-7 haben alle die Erfüllung in dem Herrn Jesus Christus.
Das Brandopfer betont seine ganze Hingabe an Gott. Er opferte sich ganz für Gott. Das Friedensopfer oder Heilsopfer, wie es auch übersetzt wird, betont, dass er Frieden schloss zwischen uns und unserem Gott. Das Heilsopfer ist das Opfer, wo der Priester und Gott sich an einen Tisch setzen und gemeinsam von dem Opfer essen. Friede wurde geschlossen durch dieses Opfer.
Das Sündopfer und Schuldopfer sind sehr ähnliche Beschreibungen. Das eine betont die Schuld, das andere betont die Sünde allgemein. Der Herr Jesus wurde beides. Er trug für jeden einzelnen alle Schuld als Schuldopfer, und als Sündopfer hat er die Sünde als solche getragen, die Macht der Sünde gebrochen. Also, alle vier Opferarten des dritten Buches Mose haben ihre Erfüllung in Jesus Christus, und er wurde auch das Speisopfer. Das ist kein Blutopfer. Das Speisopfer betont seine Hingabe, sein Wesen als Mensch ohne den Tod jetzt. Das Speisopfer betont, dass er der ist, der von Gott gesalbt wurde, getränkt mit dem Wein Gottes und mit dem Öl gesalbt, wie das Speisopfer im Alten Testament.
Es ist ein sehr, sehr schönes Studium, wenn man das mal durchstudiert, die Opfer. Das eine Opfer Jesu Christi erfüllt in den verschiedenen Vorschattungen die Opfer des Alten Testaments. Der Herr Jesus wurde dieses Opfer für uns, indem er die Reinigung von unseren Sünden vollzogen hatte.
Die verschiedenen Evangelisten betonen jeweils eine Seite des Opfers. Johannes betont, dass er ein Brandopfer wurde für Gott, dass er sich für Gott geopfert hat. Lukas betont das Friedensopfer, dass er Frieden machte zwischen Mensch und Gott, betont diesen Aspekt des Friedens und des Heils, den er gebracht hat. Und Markus und Matthäus beide betonen das Sünd- und Schuldopfer. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Wegen der Sünde, weil er ein Sündopfer wurde.
Übrigens, das Wort 2. Korinther 5,21, glaube ich, heißt es, er wurde für uns zur Sünde. Er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht. Das Wort „zur Sünde“ kann auch übersetzt werden als „zum Sündopfer“. Das Wort für Sünde ist ein sehr breites Wort im Griechischen und steht manchmal auch als Sündopfer. Auch in Römer 8 kommt es vor. Ich schaue dann nach.
Sünde kann sehr viel bedeuten im Neuen Testament, und eine Bedeutung ist als Sündopfer. Und das steht in, ah ja, da ist es, Römer 8,3: Gott schickte seinen Sohn in der Ähnlichkeit oder Gleichheit des Fleisches der Sünde und als Sünde oder für Sünde, das heißt als Opfer für die Sünde, und verurteilte die Sünde im Fleisch. Gott schickte ihn in der Gleichheit oder Ähnlichkeit des Fleisches der Sünde, das heißt, er ist ganz Mensch geworden, aber ohne Sünde. Aber das Fleisch der Sünde hat er angenommen, das heißt, er wurde ganz Mensch und ist dann als Opfer für Sünde, als Sündopfer, verurteilt worden. Gott schickte seinen Sohn als Sündopfer und verurteilte die Sünde im Fleisch.
Das war jetzt nur ein Nebengedanke. Also zurück: Nachdem er die Reinigung von unseren Sünden vollzogen hatte, dazu kam er ja, dazu ist er gekommen. Und dann, nachdem er das getan hat, kehrte er zurück in den Himmel. Und dann, als er herunterkam, hat er Gott uns nahe gebracht. Und dann ist er für uns gestorben. Und als er sich oben hinsetzte, dann hat er uns zu Gott nahe hingebracht. Als er herunterkam, hat er Gott zu uns nahe heruntergebracht, und als er hinaufging, hat er uns zu Gott nahegebracht. Wir sind nahegeworden durch sein Blut, Epheser 2, nahegeworden durch sein Blut. Wir, die wir ferne waren, hat uns sozusagen hinaufgebracht, in Christus versetzt. Und jetzt dürfen wir ganz enge Gemeinschaft mit Gott pflegen, weil wir in Christus versetzt sind. Wir dürfen die Beziehung pflegen jetzt mit diesem einen.
Also, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden vollzogen hatte, setzte er sich zur Rechten der Majestät in der Höhe. Und ich erinnere mich daran an der Tafel sieht man es schön: Er setzte sich, der Sohn, den er zum Erben gemacht hat, zum Erben eingesetzt hat, durch den er die Welten gemacht hat, der Sohn, welcher sich setzte, zur Rechten der Majestät in der Höhe. Das stellt er ganz fest heraus. Das ist dem Schreiber sehr, sehr wichtig, und mit diesem Sichsetzen wird er sich jetzt weiterhin befassen, dieser Satz: welcher sich setzte zur Rechten der Majestät in der Höhe.
Dieser Gedanke bestimmt jetzt die nächsten Verse noch, und auch den ganzen Brief. Immer wieder werden wir das lesen: der sich gesetzt hat. Das ist die Hauptsache, von der wir sprechen. Wir haben einen solchen hohen Priester, der sich gesetzt hat zur Rechten der Majestät in der Höhe, Hebräer 8,1.
Wer ist dieser Sohn, der sich setzte? Dürfen wir uns fragen: Wer ist dieser Sohn, der sich setzte? Das ist der. Und das ist wichtig. Wenn wir die Bibel lesen, dann sollten wir immer wieder stehen bleiben, nicht zu schnell lesen und uns fragen: Wer ist dieser Sohn, der sich setzte? Das war der, der alles erbt. Das war der, der der Schöpfer von allem ist, der Schöpfer des Universums. Das war der, der die Ausstrahlung der Herrlichkeit Gottes ist. Das war der, der der Abdruck des Wesens Gottes ist, der das Wesen Gottes darstellt in allem, der alles trägt durch sein Wort. Dieser ist es, der durch den Gott zu uns geredet hat, und der hat sich gesetzt.
Als was hat er sich dort hingesetzt? Als König? Was noch? Das König ist sicher richtig. Gott hat ihn zum Herrscher gemacht, zum Herrn und Christus gemacht. Aber was war es noch? Ja, als der Priester, als der große Hohepriester. Wir haben einen König und Priester auf dem Thron Gottes. Ein König, der gleichzeitig Priester ist, ist eine absolute Unmöglichkeit im Alten Testament, absolut unmöglich. Warum? Na ja, die Priester kamen aus Levi und die Könige aus Juda. Zwei verschiedene Stämme. Kann es nicht Priester und König sein? Und wehe dem Saul, wenn er mal eine priesterliche Handlung vollbringt, oder? Und ein Opfer opfert. Dann verliert er sein Königtum, weil er ungeduldig ist.
Aber hier haben wir einen König und Priester auf seinem Thron. Das ist Sacharja übrigens, Sacharja hat es vorausgesagt. Sacharja 6,13, wenn ich nicht irre. Kann das jemand vorlesen? Es müsste etwa, ich hoffe, dass die richtige Stelle ist. Ist es nicht? Ist es nicht Sacharja 6,13: ein König auf seinem Thron, ein Priester auf seinem Thron, er wird beides sein. Ja, er ist der, der den Tempel des Herrn bauen wird, und er wird Herrlichkeit aus Schmuck tragen und auf seinem Thron sitzen und herrschen, und er wird Priester sein auf seinem Thron, und der Rat des Friedens wird zwischen beiden bestehen.
Also, wir haben hier einen König auf dem Thron, einen Priester auf dem Thron, und der Rat, der Friede wird zwischen beiden sein, zwischen dem Priestertum und dem Königtum. Das heißt, die werden vereint, werden versöhnt, die beiden. Und das haben wir auch ähnlich in Jesaja 43. Ich muss es suchen. Ich glaube, ich sei ja 43 am Abend. Moment, vielleicht finde ich es nicht. Da heißt es, da ist von einem Herrscher die Rede, und nein, lassen wir das. Ich glaube, das ist nicht falsch, das ist vom Geist, nicht vom Priester. Nein, lassen wir das.
Also zurück: Wer ist der, der sich gesetzt hat? Es ist dieser eine Sohn, durch den Gott geredet hat. Wo hat er sich gesetzt? Zur Rechten der Majestät in den Höhen. Im Griechischen heißt es „in den Höhen“, also in den Himmelshöhen, Mehrzahl, weil es so hoch ist. Hebräisch ist Mehrzahl, Hebräisch ist ein Semitismus, die Himmel. Der Hebräer sagt zum Beispiel nicht „der Himmel“, sondern „die Himmel“, weil sie so groß sind, weil sie so weit sind. Und die Höhe heißt die Höhen, in den höchsten Höhen, weil sie so hoch ist. Dort setzte er sich auf den höchsten Ort.
Und wir überlegen uns, was das bedeutet, was bringt das mit sich, was bedeutet es, dass er sich setzte. Wenn ein Priester sich setzt, wann darf der Priester sich setzen? Wann darf ein Priester sich setzen? Im Alten Testament. Wenn er das Wort Gottes liest. Ich glaube, da muss er auch aufstehen. Nein, vielleicht wenn er es auslegt. Nein, aber ein Priester steht. Der Priester steht täglich da und verrichtet den Dienst. Der hat nicht zu sitzen. Es gibt gar keinen Stuhl in der Stiftshütte, auch nicht im Tempel, war nicht vorgesehen jedenfalls. Es gibt nur den Gnadenthron, das ist aber ein Thron, das ist kein Stuhl. Das ist von Luther falsch übersetzt, das ist ein Gnadenthron, das ist dort die Bundeslade, der Gnadenthron. Aber es gibt sonst keinen Platz, wo der Priester sich setzen darf. Aber der Herr Jesus hat sich gesetzt. Warum? Was bedeutet das, dass er sich gesetzt hat?
Kurze Frage zum Edi, der Edi vom Stube Bein. Aber nicht im Priesterdienst. Ich rede vom Dienst des Priesters. Wenn der Priester dient, der darf nicht sitzen, darf nicht sitzend dienen. Ja, wenn der Dienst vollendet ist, wenn alles fertig ist, setzt man sich. Aber der Priester, der hat nie Pause, der ist nie fertig, oder? Der hat Opfer darzubringen und Opfer darzubringen und Opfer darzubringen, nächstes Jahr wieder und so weiter, so geht es dahin. Aber er hat alles vollendet, er hat sich gesetzt. Also das bedeutet, er ist fertig, alles ist vollbracht. Kommt nach Hause, nachdem die Aufgabe vollendet ist! Und jetzt ist er dort zur rechten Hand Gottes, um unser Priester zu sein, der sich für uns einsetzt, wie mein Bruder schon gesagt hat. Wir haben jetzt einen, der sich einsetzt, einen Fürsprecher, einen Herr und Helfer. Ein Herr und Helfer. Bruder Herbert Janssen hat bei uns gesagt: Was ist ein Gott? Hat er gefragt. Was ist ein Gott? Er sagt, ein Gott ist einer, der Herr ist und einer, der hilft. Man braucht einen Herrn und Helfer. Und der Herr Jesus ist genau das geworden. Er ist Herr geworden und er ist da zur rechtzeitigen Hilfe, werden wir noch lesen.
Als rechte Hand Gottes, als er sitzt da, um zu regieren. Sitzt da, um zu regieren: „Sitze zu meiner Rechten“, Psalm 110. Obwohl er setzt seine Erhöhung in Auferstehung und Himmelfahrt fort, der Herr Jesus ist auferstanden, er ist in den Himmel gefahren, er ist erhöht worden, und diese Erhöhung ist ein längerer Prozess. Sie beginnt mit der Auferstehung, setzt sich fort in der Himmelfahrt und setzt sich fort in die Erhöhung zur Rechten Gottes. Er ist immer höher geworden. Er ist aus dem Grabe gehoben worden, er ist in den Himmel gefahren, und er hat sich dort im Himmel noch wiederum erhöht zur Rechten des Vaters.
Er hat sich gesetzt, er hat sich gesetzt, er geht hin und setzt sich einfach hin. Er hat das Recht dazu. Er sitzt dort geborgen vor seinen Feinden, niemand kann ihm mehr was antun, und er sitzt dort als Hoher Priester, um sich für uns zu verwenden. Das wird ein Thema sein, das jetzt also hier wird es das erste Mal schon angerissen. Ich habe gesagt, es geht um den Hohen Priester, und ich habe zuerst erwähnt in Kapitel 2. Es ist das erste Mal, dass wir ihn als Hohen Priester sehen. Aber stimmt, eigentlich nicht. Oder Kapitel 1 sehen wir ihn schon als den Hohen Priester, wird zwar nicht wortwörtlich so genannt, aber es ist klar: Er hat sich gesetzt zur Rechten des Thrones als Priester. Und dies wird dann in jedem Kapitel, Kapitel 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 12 und 13, nur in Kapitel 11 steht es nicht, aber in jedem Kapitel haben wir einen Hinweis, dass er zur Rechten Gottes sitzt und dass er unser Priester ist, in jedem Hebräerbrief außer Kapitel 11.
Hier ist noch eine Frage: Was gab Anlass dafür, dass er sich setzte, oder was gab zum Setzen, zum Sich-Hinsetzen Anlass? Kann das jemand da beantworten? Welches Ereignis wurde mit ein Grund dafür, dass er sich setzte? Vers 4 gibt die Antwort. Also jedenfalls, das hängt ein bisschen von Ihrer Übersetzung ab, die Sie jetzt vor sich liegen haben, das ist ein bisschen eine Übersetzungsfrage. Da er, bei mir geht es so weiter, da er viel besser geworden ist als die Engel. Also hier ist bei mir ein „da“, andere Übersetzungen mit „indem“. Andere übersetzen mit „während“ oder „wobei“, ich glaube so. Wie hat Schlachter? Und? Und, also mit „und“ gehen die weiter, aha. Na ja. Ja, es ist auch möglich, ist vom Griechischen her möglich. Man kann auch so einen Satz mit „und“ weiterfahren lassen, es ist eine Aneinanderreihung, aber man verliert ein bisschen an dieser Verbindung. Das „und“ ist meines Erachtens ein bisschen zu schwach, da müsste man schon mit „wobei“ oder „indem“ oder „während“ übersetzen: während er, wobei er höher geworden ist als die Engel.
Oder man kann es mit einem Kausal übersetzen, das heißt „da“ oder „weil“. Weil er oder da er um so viel besser geworden war als die Engel, deshalb darf er sich setzen. Ein Engel darf sich nämlich dort nicht hinsetzen, kein Engel hat dort Platz zu nehmen. Aber er, weil er viel besser, erhabener geworden ist als die Engel, deshalb darf er sich jetzt hinsetzen. Also mit der Übersetzung: Das ist jetzt wirklich eine Übersetzungsfrage, und die Leute, die die Bibel übersetzen, die ringen oft, sie ringen und flehen: Wie muss ich jetzt übersetzen? Wenn ich jetzt mit „und“ übersetze, geht ein Stück verloren von dieser Verbindung.
Wie soll ich das Partizip, im Griechischen steht hier ein Partizip, sich gesetzt habend oder sich setzen, ja, nein, Blödsinn, Entschuldigung: Um so viel besser geworden seiend als die Engel, setzte er sich hin. Warum setzte er sich hin? Warum durfte er sich dort hinsetzen? Weil er um so viel besser geworden ist als die Engel. Wieso geworden? Bitte, wollen Sie das fragen? Ja, warum also geworden? Wer kann uns weiterhelfen? Ah, Erniedrigung war dazwischen, und durch die Erniedrigung Kapitel 2 wird uns auch noch was bitten. Das heißt, die Erniedrigung hat hier viel mit was er getan hat, also der Erniedrigte hat mitgewirkt dazu, dass er so hoch geworden ist. Von Person her war er es seit jeher schon, aber er hat zusätzlich etwas getan, was ihm eine so hohe Stellung eingebracht hat. Doppelt hatte die Stellung einerseits von seiner Würde, die er schon als Person hatte, und andererseits durch das, was er getan hat. Er hat sich etwas erworben, eine hohe Stellung erworben.
Ist ja interessant, oder? Psalm 2 haben wir vorher schon zitiert gehabt. Psalm 2 steht: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich geboren. Mein Sohn bist du, heute habe ich dich geboren. Und dann bitte von mir Psalm 2,7. Ich gebe Bericht von einem Ratschluss. Der Herr sagte zu mir: Du bist mein Sohn, ich habe dich heute geboren oder gezeugt, bitte von mir, und ich gebe dir Völker zum Erbe und dir zum Besitz die Enden der Erde. Also Gott sagt: Ich habe dich heute geboren oder gezeugt, beides eigentlich, ja. Und dann sagt er: Bitte von mir, bitte mich, sprich die Bitte aus, und ich gebe dir alles, jetzt nachdem du geboren bist. Wir werden sehen, worauf sich das bezieht, wir kommen gleich darauf. Aber jetzt, nachdem er sich erniedrigt hat, soll er bitten, und Gott gibt ihm. Er hat sich das erworben. Ich gebe dir zum Besitz die Enden der Erde, du wirst sie regieren mit eisernem Stab, der starke König.
Gehen wir zurück. Also, die Frage war die: Was gab Anlass dafür, dass er sich setzen konnte, dass er sich setzte? Vers 4 gibt die Antwort. Das Ereignis, das er sich hingegeben hat, was er alles getan hat, seine erniedrigende Erniedigung, das hat ihm offensichtlich das Recht gegeben, sich dorthin zu setzen, das zusätzliche Recht, zu dem, dass er als Person ohnehin das Recht hätte. Aber jetzt hat er noch etwas, und er ist also, weil er um so viel besser geworden ist als die Engel, deshalb darf er sich jetzt dorthin setzen, weil er so hoch geworden ist. Darum hat Gott ihn erhöht, ja, danke, darum hat Gott ihn erhöht und ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, Philipp 2,11.
Er setzte sich. Es sind zwei Dinge übrigens, wenn wir den Vers genau lesen und wir schauen genau hin, was da steht: Es sind zwei Dinge. Es steht nicht nur da, dass er über die Engelhöhe geworden ist. Es steht noch etwas da. Noch etwas: Da er um so viel besser als die Engel geworden war, als er einen vorzüglicheren Namen geerbt hat, der sie überragt. Da er um so viel besser als die Engel geworden war, als er einen vorzüglicheren Namen geerbt hat, der sie überragt. Da er um so viel besser als die Engel geworden war, so viel besser, so viel der Name höher ist als die Engel, da er um so viel besser als die Engel geworden ist, so viel ja auch der Name, den er bekommen hat, vorzüglicher ist, ein Name, der die Engel überragt.
Also, weil er einen höheren Namen bekam, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle, die im Himmel sind, alle Engel, er dürfte sich setzen, wie einem Engel Michael oder Gabriel oder wie sie heißen, den sie sich neben Gott hinsetzen, aber er hat sich gesetzt. Jetzt bleibt er bei diesem Gedanken stehen, seiner Erhabenheit über die Engel, und gibt jetzt sieben Schriftzitate, die seine Erhabenheit über die Engel zeigen.
Sind dazu noch Gedanken und Fragen? Bitte? Nein, ich. Hat dieses Lichtfeuer dann auch besessen, Feuer auf die Engel? Den Namen? Ja, in der Höhe ist die Engel. Ja, als Person, als Gott, sowieso. Aber offensichtlich war das, dass er sich erniedrigt hat, hat ihm noch ein doppeltes Recht gegeben sozusagen, ein weiteres Recht gegeben. Er hat das bekommen, er ist höher geworden. Er hat sich erniedrigt und ist höher geworden als die Engel.
Man erzählt sich die Geschichte von einem Königssohn, der gekidnappt wurde von irgendwelchen Leuten. Und dann kam nach vielen, vielen Jahren der junge Sohn, Königssohn, ganz klein, und in vielen Jahren kamen die Kidnapper und verlangten Lösegeld. Und der König hat den Sohn zurückgekauft sozusagen. Und nein, nein, es war nicht so: Der Sohn wurde verkauft als Sklave, sowas. Der Königssohn wurde gekidnappt und als Sklave verkauft, und dann auf dem Sklavenmarkt wurde er dann irgendjemandem gegeben, und dann hat sich dieser Sklave, der ein Königssohn war, hat sich emporgearbeitet durch seine Verdienste, und dann hat ihn der Herr die Freiheit zurückgegeben. Und dann hat sich dieser Königssohn weiterhin emporgearbeitet und wurde durch seine Leistung, was er getan hat, wurde zu dem höchsten Mann dort in dem Land. Und dann kam das vor dem König, und dann hat der König diesen Mann erhöht, sozusagen zu sich, obwohl er sein Sohn war. Man kam dann nachher darauf: Das ist ja mein Sohn. Aber er war dann Doppelkönig, Kraft der Person, weil er sowieso Sohn des Königs war, und Kraft seiner Verdienste, die er durchlaufen hat und sich schlussendlich hochgearbeitet hat. Es ist nur eine Geschichte, aber es ist eine sehr schöne Geschichte.
In Vers 6 warten wir noch ein bisschen mit Vers 6. Machen wir noch. Ja, können wir noch warten. Warten. Nicht. Also, da er um so viel besser als die Engel geworden war, als er einen vorzüglicheren Namen, der sie überragt, geerbt hat. Engel spielten eine große Rolle bei den Israeliten.
Ja. Ich habe noch eine Frage. Und zwar, weshalb heißt es, da er um so viel besser als der Engel geworden war, als er einen vorzüglichen Namen, der sie überragt, geerbt hat. Das heißt hier jetzt geerbt, geerbt, kann man doch nur etwas, wenn jemand stirbt. Ja, als Belohnung, als Belohnung für das, was er getan hat. Nach seinem Tode wurde er erhöht und hat sozusagen als Erbe einen großen Namen, einen vorzüglichen Namen bekommen, gerade Philipp 2,11. Darum hat Gott ihn erhöht, darum, weil er sich erniedrigte, weil Jesus Christus gehorsam war bis zum Tode am Kreuz, hat Gott ihn erhöht und hat ihm einen Namen gegeben, der erhöht als Belohnung. Als Belohnung, ein Erbe nach seinem Tode als Belohnung, ein Erbe antreten in dem Sinne, hat es geerbt.
Also, die Engel spielen eine große Rolle bei den Juden. Die Engel waren es, die Vermittler waren auf dem Sinai, die das Wort Gottes vermittelt haben, das Gesetz. Das lesen wir in Galater 3,19 und Apostelgeschichte 7,53. Durch die Hand von Engeln wurde das Gesetz vermittelt, am Sinai, als Mose am Berg war. Das erfahren wir nur im Neuen Testament, wir erfahren das nicht im Alten Testament. So war es also wichtig, dass jetzt hier gezeigt wird, dass der Sohn höher ist als die Engel, denn die Engel spielten eine wichtige Rolle beim Vermitteln des Wortes Gottes im Alten Testament. Aber dieser Sohn ist viel größer, und er ist der Vermittler der wahren des Neuen Redens Gottes. Und als solcher ist er viel größer als die Engel.
Ja, laut! Name über alle Namen, Jesus. Ja, Name steht natürlich für ein Wesen, Name steht für eine Person, und wenn er einen besonderen Namen bekommt, bedeutet das eine besondere Auszeichnung dieser Person. Aber hier, in Philippa 2 heißt es Jesus. Jesus ist dieser hohe Name geworden, auf dass in dem Namen Jesu sich jedes Knie beugen soll. Das ist ein besonderer Name, jetzt geworden, durch das, was er getan hat. Sonst Jesus, es gibt in Brasilien viele Jesus, und es gab einen Bar-Jesus im Neuen Testament und einen anderen, im Kolosserbrief heißt auch einer Jesus, Justus, das war ein normaler Name. Aber dieser Jesus, das ist ein besonderer Name geworden. Wir verbinden jetzt damit eine Wertschätzung, das ist gemeint. Dieser Name hat eine ganz andere Bedeutung bekommen, und in diesem Sinne hat er einen Namen bekommen, der in aller Ewigkeit wunderschön lieblich in unseren Ohren klingen wird: Jesus.
Und vergessen wir nicht, er ist Sohn, er ist ein Sohn, er ist nicht nur ein Sohn, er ist der einzige Sohn, denn das ist das Thema: Gott redete ihm Sohn, in einem, der Sohn ist. Und die Frage ist: Wann wurde er denn dann Sohn? Wir werden später noch lesen, Psalm 2,7: Heute habe ich dich gezeugt. Wann wurde er Sohn? Das ist die große Frage. Wann wurde er Sohn? Auf was bezieht sich denn der Psalmist in Kapitel 2, Psalm 2,7? Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Geboren eigentlich, das Hebräische und das Griechische heißen beides. Das ist einseitig, wenn man nur gezeugt übersetzt. Gott hat ihn geboren, gezeugt und geboren. Gott war Vater und Mutter, sozusagen in dem Sinne. Er hat ihn hervorgebracht. Aber als was? Wann hat denn Gott, ja ist es so, wie die katholischen Theologen sagen, in der Ewigkeit eine ewige Zeugung, ist es das?
Was sagt das Neue Testament, wenn wir so eine schwere Frage haben, Psalm 2,7, wo bekommen wir Antwort? Wir müssen schauen: Hat das Neue Testament irgendetwas zu sagen über Psalm 2,7? Gibt es den Vers irgendwo im Neuen Testament, außer in Hebräer jetzt 1? Das wäre schon eine Stelle, und wir sind aber jetzt gerade dran, herauszukriegen, wann wurde er denn Sohn? Gibt es noch eine Stelle, wo dieser Psalm zitiert wird im Neuen Testament? „Du bist mein Sohn“, ja, aber ganz genau das Zitat, wo war das? Bei der Taufe, aber da wird zwar nur gesagt: Gott sagt, du bist mein Sohn, aber da geht es noch nicht um gezeugt oder geboren. Haben wir eine ganz klare Stelle, die uns hilft? Jemand hat was gesagt? War da was? Apostelgeschichte 13,33. Apostelgeschichte. Also, jetzt wird spannend. Apostelgeschichte 13, was sagt Apostelgeschichte 13,33 in Verbindung mit der Frage: Wann wurde er geboren? Wann wurde der Sohn geboren? Bitte.
Gut, kannst du es belegen? Indem er Jesus auferweckte, wie in dem zweiten Psalm beschrieben steht: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Gott hat die Verheißung erfüllt, indem er Jesus auferweckte, wie im Psalm 2,7 steht. Da denkt man sich, wenn man den Psalm liest, wie kommt man darauf? Aber das zeigt uns, was dahinter steckt, es steckt viel mehr dahinter. Gott spricht zu seinem Sohn: Heute habe ich dich gezeugt.
Das kann nicht die Ewigkeit meinen, denn Jesus war doch immer schon da, oder? Es gibt doch nie eine Zeit, wann Jesus gezeugt wurde in der Ewigkeit. Das ist eine Irrlehre in der katholischen Kirche, in der alten Kirche. Man nennt sie die ewige Zeugung des Sohnes, völliger Unsinn. Die Bibel redet nirgends von einer ewigen Zeugung des Sohnes. Apostelgeschichte 13 ist eine ganz deutliche Antwort, wann die Zeugung und Geburt des Sohnes stattfand. Es geht hier um: Wann wurde er dieser Sohn, dieser Erstgeborene aus den Toten? Er war vorher schon Sohn Gottes. Das ist die Frage: Wie weit war er vorher Sohn Gottes? Er wurde gezeugt in dem Schoß der Maria: Das Heilige in dir wird Sohn Gottes genannt werden, heißt es. Das ist ganz sicher. Die Frage ist: War er noch vorher Sohn Gottes? War er in Ewigkeit immer Sohn oder nicht? Das ist eine theologische Frage, wo Leute sich darum streiten. Aber wichtig ist: Man braucht biblische Belege, wenn er schon vorher Sohn war.
Bitte. Der Kaifers wusste er vom Alten Testament Bescheid, und bist du der Sohn des Hochgelobten, oder? Der Sohn des Höchsten, und er sagt: Du sagst es, ja, also bist du Gottes Sohn. Für die Juden war ganz klar, das steht ja schon im Alten Testament, Psalm 2,7, dass Gott einen Sohn haben wird. Die Juden wussten das schon, dass es einen Sohn gibt. Die Frage war, dass ihnen klar war, dass dieser eine, von dem Psalm 2,7 spricht, dass das der Messias ist. Das war den Juden schon klar. Das war für die Juden immer klar, dass eine messianische Bibelstelle, ein messianischer Psalm, der über den Messias spricht, dass er eines Tages kommen wird, und dann wird er der Sohn sein, der Sohn Gottes sein. Und jetzt fragt der Kaifers: Bist du der? Und Jesus sagt: Ja, du sagst es.
Jetzt ist die Frage: Wir müssen uns fragen, gibt es einen klaren Beleg dafür, dass Jesus in Ewigkeit schon Sohn war? Er war in Ewigkeit da, er war in Ewigkeit die Ewigkeit Gott. Viel mehr noch als Sohn, er war Gott, das ist klar. Die Theologen streiten sich hin und her, die einen sagen, er war in Ewigkeit Sohn, und die anderen sagen, nein, er war in Ewigkeit nicht Sohn, er wurde Sohn bei der Auferstehung. Natürlich in Maria zuerst die Menschwerdung, also wurde Mensch, aber dann ist er auferstanden, und da wurde er der Erstgeborene aus den Toten. Das heißt, derjenige, der behauptet, es gibt einen ewigen Sohn, der muss die Bibelstelle das belegen, oder? Er muss es von der Schrift her belegen.
Ja, er war das Wort, richtig. Er war Gott, er war das Wort, er war ewig, er war die zweite Person der Gottheit in aller Ewigkeit. Die Frage ist: Den Titel Sohn, hat er den Titel Sohn in Ewigkeit gehabt oder nicht? Ja, unter bibeltreuen Christen gibt es auch diese Frage, es sind beide Meinungen vorhanden. John MacArthur hat seine Meinung geändert, zuerst die und dann die andere. Kannst du es bitte vorlesen? Ja, und auch die nächsten Verse, vielleicht 34, 35.
Und dann heißt es: Darum wird das Heilige in dir Sohn Gottes genannt werden. Richtig! Also hier ist klar ein Hinweis auf die Geburt, Jungfrauengeburt. Die Voraussetzung für die Auferstehung ist ja klar, und in dem Sinn war er einerseits in der Menschwerdung der Sohn, aber andererseits, das sagt Paulus, in der Auferstehung der Sohn. Jedenfalls Psalm 2,7 ist ganz sicher erfüllt. Die Erfüllung von Psalm 2,7 ist ganz sicher in der Auferstehung Jesu Christi, so wie Paulus es sagt. Das sage jetzt nicht ich. Wer sagt Paulus? Darum geht es, bitte!
 Sprüche 30,4: Wer ist sein Sohn? Wie heißt der Vers noch mal? Und vorher noch? Das ist nicht eine direkte Aussage über Gott, sondern es ist allgemein eine Frage: Gibt es einen Menschen, der das gemacht hat? Bitte schön, sagen mir! Und wer heißt sein Sohn? Das ist so ein Ausdruck, der... Nein, nein, das ist ein Ausdruck, der... Er fragt ja, gibt es irgendeinen Menschen? Die Frage ist ja eine rhetorische Frage, oder? Die ganze Abschnitte zeigen, es ist eine rhetorische Frage, und die Antwort ist immer Nein, es gibt niemanden, es ist nur Gott. Dann sage ich mir: Sag mir den Namen, wenn es einen gibt, und sag mir seinen Sohn. Wie heißt sein Sohn? Also das wäre auch zu wenig.
Auch Sprüche 8, die Weisheit, die personifizierte Weisheit, am Anfang der Wege Gottes war ich Schoßkind bei ihm. Da spricht er aber nicht vom Sohn, da spricht er von der Weisheit. Gott hatte in Ewigkeit eine Weisheit, die personifizierte Weisheit, aber es ist auch nicht die Rede von dem Sohn Gottes. Also es fehlen uns Bibelstellen, es fehlen uns Bibelstellen, die uns klar sind. Ich möchte das jetzt in den Raum stellen, versteht ihr? Es fehlen uns Bibelstellen, die uns ganz klar bezeugen, dass Jesus in Ewigkeit der gezeugte Sohn war. Also Psalm 2,7 kann auf jeden Fall nicht so ausgelegt werden, dass das die Zeugung in der Ewigkeit wäre. Die gibt es nicht. Da können noch so hohe katholische Theologen sein, sie können auch täuschen, oder? Sie können sich auch täuschen, haben sich schon viel getäuscht, in vielerlei Hinsicht.
Die alte Kirche hat diesen Spruch schon ins Glaubensbekenntnis aufgenommen. Wer die katholische Kirche kennt, da ist es im Glaubensbekenntnis drinnen: gezeugt, nicht geschaffen, heißt es dort, in dem katholischen, nicht im protestantischen, glaube ich, aber im katholischen Glaubensbekenntnis, gezeugt, nicht geschaffen. Das ist ein Unsinn eigentlich. Denn sie beziehen es auf die ewige Existenz des Sohnes Gottes, und er sei ewig gezeugt worden. Das geht nicht. Man kann nicht jemanden ewig zeugen. Das ist völliger Unsinn.
Aber es geht hier in Psalm 2 nach Paulus um die Auferstehung Jesu Christi. Er wurde der Erstgeborene aus den Toten, der Erstling der Entschlafenen. In ihm ist mit der Auferstehung Jesu Christi eine neue Schöpfung angebrochen. Ist uns das klar? Mit der Auferstehung Jesu Christi gibt es eine neue Schöpfung. Und der erste der neuen Schöpfung ist Jesus Christus. Das war keine Auferstehung wie die Auferstehung eines Lazarus. Der wurde auferweckt aus dem Tod, um dann wieder zu sterben. Das ist eine ganz andere Art von Auferstehung. Jesus Christus wurde auferweckt und ist auferstanden aus dem Tod, er hat den Tod besiegt. Und ist der Erstling der Entschlafenen, und wir kommen nach. Er ist der Erstgeborene unter vielen Brüdern, Römer 8,29, Erstgeboren unter vielen Brüdern, Römer 8,29, und Erstling der Entschlafenen, 1. Korinther 15,20, der Erstling aus den Toten, der Erstgeborene aus den Toten, zweimal in Kolosser 1,15 und Kolosser 1,18, Kolosser 1,15 und 18, er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, er ist der Erstgeborene aller Schöpfung, es gibt eine neue Schöpfung. Und da ist er der Erstgeborene, Vers 17, und er ist vor allem und alles besteht in ihm, und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, Erstgeborener von den Toten, damit er in allem der Erste würde.
Der Erstgeborene, hier ist ganz klar geboren, das gleiche Wort, also wie das „heute habe ich dich geboren“, die gleiche Wortwurzel. Das heißt, Moment, nicht ganz die gleichen Worte, aber eine ähnliche Wortwurzel, so muss ich sagen. Dann Offenbarung 1,5, Offenbarung 1,5: Jesus Christus, der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Fürst über die Könige der Erde. Und später dann: „Siehe, ich war tot und ich lebe“, siehe, er, der tot ward und er lebendig wurde. Das heißt, mit der Auferstehung Jesu Christi begann die neue Schöpfung. Er ist der Erste der neuen Schöpfung, und nachher kommen die anderen, die seinen nach. Bei der Wiederkunft Jesu Christi ist die Auferstehung der Gläubigen, und dann kommt die neue Schöpfung. Dann nach dem Tausendjährigen Reich macht Gott die neue Schöpfung. Wenn jemand heute zum Glauben kommt, wird er geistlich eine neue Schöpfung. Ist jemand in Christus, dann ist er eine neue Schöpfung. Aber zuerst ist Christus und dann die Christen, zuerst geistlich, dann leiblich und dann die Welt die neue Schöpfung.
Und er ist also in dieser Hinsicht ein besonderer Sohn geworden. Ich möchte das jetzt nur mal so stehen lassen, wir können da später vielleicht weiter darüber diskutieren, über die Frage der ewigen Sohnschaft oder nicht ewigen Sohnschaft.
Weiter, also jetzt hier zurück zum Text Hebräer 1. Er gibt jetzt sieben Schriftzitate, und das erste Schriftzitat haben wir gerade besprochen, ohne dass wir es eigentlich genannt haben, wir sind direkt darauf gestoßen worden. Also, ich wiederhole: Man könnte sagen, die Engel sind ja Söhne Gottes. Steht ja mal in Hiob, oder? Die Söhne Gottes versammelten sich vor Gott und so weiter, die Engel sind gemeint. Ja, wenn die Engel Söhne Gottes sind, dann ist es ja nichts Besonderes, wenn Jesus ein Sohn Gottes ist, oder? Moment, die Engel sind Söhne Gottes als Kollektiv. Weil sie in besonderer Nähe bei Gott in besonderer Nähe sein dürfen, werden sie einmal so genannt, Kollektiv Söhne Gottes. Aber es wird nie von einem einzelnen Engel gesagt, dass er der Sohn Gottes sei, auch nicht von Michael und auch nicht von Gabriel, obwohl sie zu den Engelsfürsten, höchsten Engelsfürsten gehören. Niemals ist ein Engel der Sohn Gottes. Also Sohn hier in einem ganz besonderen Sinn: Sohn als einziger Sohn, und in dieser Art gibt es nur ihn, das besondere Wesen, dass ein Sohn vom Vater ist, einer, der das gleiche Wesen hat wie der Vater. Das ist bei den Juden bekannt, dieser Gedanke. Ein Sohn des Vaters ist eigentlich wesensgleich mit dem Vater. Und wenn Jesus Christus sich Sohn Gottes nennt, dann heißt das für Juden wesensgleich mit Gott, und er hat das mal getan, und dann haben sie ihn einen Gotteslästerer genannt. Das war in Johannes 5.
In Johannes 5 sagen sie zu ihm: Du bist ein Mensch und machst dich zu Gott, weil er von sich selbst behauptet, er sei Gottes Sohn. Johannes 5,18. Deswegen suchten die Juden also mehr, noch mehr ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte. Also wenn sich jemand Gottes Sohn nennt und Gott seinen eigenen Vater nennt, dann macht er sich damit gottgleich. In den Augen der Juden war das ganz klar. Wer sagt, er ist Sohn Gottes, der Sohn Gottes, der macht sich gottgleich. Und das ist Gotteslästerung. Deshalb haben sie ihn hier töten wollen.
Ähnlich ist es ja auch in Johannes 10,33, nicht Johannes 10,33, auch das Gleiche. Die Juden antworteten ihm, also Jesus fragte sie: Warum steinigt ihr mich? Und die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst, weil er vorher davon geredet hat, dass er und der Vater eins sind, dass er sozusagen Gott seinen eigenen Vater nannte. Und dann sagte er ja auch weiter in der Antwort, warum sagt er zu mir, du lästerst, weil ich sagte, ich bin Gottes Sohn, Vers 36. Sagt ihr, von dem, den der Vater heiligte und in die Welt sandte, du lästerst, weil ich sagte, ich bin Gottes Sohn. Also für Juden war das ganz klar: Wer sagt, ich bin Gottes Sohn, Vers 36, der lästert Gott, weil der macht sich Gott gleich. Also diese beiden Stellen Johannes 5,18 und Johannes 10,33 bis 36, vor allem 36, 33 und 36.
Sieben Schriftzitate, und interessant wie gesagt: Der Schreiber sagt nicht, David hat gesagt und Mose hat gesagt und so weiter, sondern er nennt gar keinen Schreiber des Alten Testaments. Er zitiert einfach das Alte Testament: Gott hat das so gesagt. Das zweite Zitat: „Ich werde ihm Vater sein, ich werde ihm Vater sein, er wird mir Sohn sein.“ Also das erste Zitat war aus Psalm 2,7, haben wir besprochen. Das zweite Zitat aus 2. Samuel 7,14: „Ich werde ihm Vater sein und er wird mir Sohn sein“, wird Zukunft, oder? Hier auch auf den Messias bezogen. In der Stelle selber im Alten Testament spricht dort es zum Teil von Salomon, zum Teil von Messias, also werden beide gesehen in einem, aber der Hebräerschreiber wendet es ganz klar auf den Messias an, 2. Samuel 7,13 und 14 am Anfang.
Drittes Zitat: Alle Engel sollen ihn anbeten. Wenn er aber wieder den Erstgeborenen, ah, übrigens hier haben wir das Wort wieder Erstgeborenen. Vorher sagt er: Du bist mein Sohn, ich habe dich heute geboren. Wenn er wieder diesen Erstgeborenen, den er geboren hat, in das Weltreich einführt, sagt er, es sollen ihn huldigen alle Engel Gottes. Also übrigens hier dieser Gebrauch Erstgeborener, gerade nach Vers 5, dass er ihn jetzt diesen Sohn, jetzt den Erstgeborenen nennt, bestätigt, dass wir auf der richtigen Fährte sind, wenn wir sagen, der Sohn wurde Sohn, als er der Erstgeborene aus den Toten wurde. Denn das ist, glaube ich, allen Christen klar, dass der Herr Jesus der Erstgeborene wurde, als er aus den Toten auferstanden ist. Das bestreitet niemand. Natürlich war er auch der Erstgeborene der Maria. Aber das ist nicht das Thema. Es geht um einen höheren Erstgeborenen.
Also noch mal Vers 6: Wenn er aber wieder den Erstgeborenen in das Weltreich einführt, sagt er, und es sollen ihm huldigen alle Engel Gottes. Das ist aus 5. Mose 32,43 das Zitat. Und er sagt nicht, Moses sagt, nein, er, Gott sagt. Gott ist am Reden. Auch in Vers 5: „Er sagt Gott“, und wiederum. Also wenn Gott wieder den Erstgeborenen in das Weltreich einführen wird, dann sagt Gott, dann sollen ihm huldigen alle Engel Gottes.
Ja. Ja, was könnte es sein, wenn er in das Weltreich einführt, wenn er in das Weltreich einführt, was könnte der Zeitpunkt sein, welche Möglichkeiten gibt es? Das zweite Kommen, das ist wahrscheinlich die wahrscheinlichste Möglichkeit, weil die andere, dass es das erste Kommen ist, von dem hat er ja eigentlich vorher das erste Kommen, das erredet er in Zukunft, wenn er wieder wird, wieder einführen wird. Dieses Wieder bezieht sich auf Einführen. Das heißt, das setzt voraus, er hat ihn vorher schon einmal eingeführt, oder? Das ist die Menschwerdung. Und das zweite Mal ihn wieder einführen muss demnach die Wiederkunft Jesu Christi sein. Also möchte jemand dazu etwas sagen zu diesem Zeitpunkt? Dann werden ihn alle Engel Gottes anbeten. Ja, aber wieso spricht er hier von Zukunft, dann werden, wenn er den Erstgeborenen wieder eingeführt haben wird, werden, in das Weltreich, in den Erdkreis. Das heißt, es geht um ein Wieder auf die Erde, genau, etwas, was in der Zukunft geschehen wird, wo er wieder in die Erde eingeführt wird. Das erste Mal kam er, oder? Und jetzt geht es um ein Wiedereinführen dieses Erstgeborenen. Das ist doch ziemlich deutlich. Es kann also nicht die Himmelfahrt sein, es muss dann die Wiederkunft Jesu Christi sein. Himmelfahrt wäre nicht in den Erdkreis eingeführt, sondern es ist in den Himmel eingeführt. Aber hier geht es um das Weltreich, das Weltreich, da ist die Erde gemeint, das irdische Weltreich ist gemeint. Oikumene heißt es auf Griechisch, Oikumene. Das Weltreich ist ein Imperium, und der Grieche hat das Wort Oikumene dafür. Oikumene heißt, wo alle unter einem Dach wohnen, ein Haus, eine Hausbleibe wörtlich, dort, wo man unter einem Haus bleibt. Also einmal wird das ganze Haus der Welt ein großes Haus unter einem Dach sein, und das wird nicht die neue Weltregierung des Antichristen sein, sondern das wird das Haus des Herrn Jesus sein im tausendjährigen Reich.
Also wir können doch, wir gehen doch ziemlich sicher, wenn wir hier also das beziehen auf die Wiederkunft Jesu Christi. Ihm huldigend zu Füßen werfen werden. Jetzt tun sie es auch, aber wer sieht es? Die Rabbis sagen ja, ihr könnt lange reden, ihr Christen, welche Engel beten denn den Zimmermannssohn von Nazaret an? Aber eines Tages sagt eure Bibel, Genesis bis Maleachi, eure Bibel sagt, dass dem Messias eines Tages alle Engel anbeten werden. Das heißt, ihr Rabbis oder ihr hebräischen Christen, die ihr sympathisiert mit dem Judentum, überlegt doch mal: Eure eigene Bibel, die Bibel des Alten Testaments, bestätigt, dass der Messias weit erhaben ist über die Engel. Und das will er ja zeigen, er will zeigen, dass die Rabbis ihre Bibel schlecht studiert haben. Die Theologen sind gar nicht so gute Bibelstudierer, haben wir auch gemerkt.
In der Vergangenheit hat man auch Sie gemerkt, in der Vergangenheit hat man in der katholischen Kirche gemerkt, als ich in der katholischen Kirche noch war, da habe ich gedacht: Die katholischen Theologen, wie sollten die sich irren? Ein Thomas von Aquin und ein Augustinus, diese großen, riesigen Männer des Geistes und der Philosophie, wieso sollten die sich irren? Die haben doch ihre Bibel studiert! Mein Vater hat auch gesagt: Wie kann die katholische Kirche, das gibt es so große Denker, hat hier hervorgebracht, die katholische Kirche wird sich niemals irren. Na ja, Fischer und Zöllner haben die Bibel besser studiert als die besten Rabbis der Juden. Sie hatten die Hilfe des Heiligen Geistes, das stimmt, und sie hatten die Schule des Herrn Jesus, das stimmt. Und das ist genau der Weg, wie wir lernen. Wir brauchen die Schule des Herrn Jesus, die Schule des Herrn Jesus gehen, und wir brauchen die Hilfe des Heiligen Geistes. Natürlich brauchen wir einander, aber das ist nicht das Entscheidende. Die entscheidende Hilfe ist, dass wir den Herrn haben und uns demütig zu ihm kommen, und dann können wir weit mehr erkennen als die besten Theologen. Bultmann hat Teile des Neuen Testaments auf Griechisch auswendig gekonnt und hat sich geirrt, und Barth und andere protestantische Theologen, die sich geirrt haben.
Also, eure Bibel sagt es. Die jüdische Bibel sagt es, dass der Messias weit über die Engel erhaben ist, und eines Tages wird es sichtbar sein, dann werden alle Engel Gottes ihm anbeten.
Herr Präsident! Die hebräische Version ist ein bisschen anders als die griechische Version im Alten Testament, und der hebräische Schreiber zitiert jedenfalls das, was er zitiert, in Einklang mit der griechischen Version des Alten Testaments. Möglicherweise hat er genau diese Version vor sich liegen, beziehungsweise die Christen damals waren ja die hebräischen Christen, haben griechische Bibeln gehabt, offensichtlich. Denn er schreibt ja griechisch, dann hätte er gleich hebräisch schreiben können. Nein, die haben griechische Bibel vor sich gehabt, dann hat er auch aus der griechischen Version, also Übersetzung, zitiert. Und es ist immer noch nicht erwiesen, ob der masoretische Text, der hebräische masoretische Text, den ja Ungläubige dann überliefert haben, Juden haben ihn überliefert, nicht Christen, ob der an jeder Stelle auch wirklich richtig überliefert wurde, besonders dort, wo es interessant wird für die Christen, oder?
Wir dürfen nicht vergessen, die Masoreten, die den Text überliefert haben, der hebräische masoretische Text, der stammt etwa aus dem Jahr 900 oder 1100 nach Christus. Da haben wir den Codex Leningradensis, liegt da in Leningrad. Und unsere Biblia Hebraica Stuttgartensia hat diesen Text zugrunde liegend, daraus werden unsere Bibeln übersetzt. Das ist also der hebräische Text, der zugrunde liegt. Aber vergessen wir nicht, es sind ungläubige Leute, die diesen Text überliefert haben, das sind Juden, nicht Christen, die uns diesen Text überliefert haben.
Und wenn wir jetzt eine griechische Übersetzung haben, von einem Text, und diese griechische Übersetzung zitiert wird im Neuen Testament, dann dürfen wir ruhig sagen: Also wenigstens in diesem Vers ist die griechische Übersetzung die richtige. Versteht ihr? Also wo die griechische Übersetzung und die hebräische Bibel sich nicht gleich sind, in einem Zitat, dann gehe ich nach dem Zitat, das im Neuen Testament steht, denn das Neue Testament ist nicht von Ungläubigen überliefert worden. Hier haben wir eine sehr, sehr gründliche Überlieferung, und wir vertrauen auch, dass Gott uns alles, was er gesagt hat, richtig überliefert hat, und in den Zitaten zieht das Neue Testament vor, vor dem Alten Testament. Also wenn ein Unterschied ist, gehen wir nach dem Neuen Testament.
Nämlich welche? Das würde mich interessieren. Ja, es ist ein ähnlicher, aber nicht genau der gleiche Text. Das stimmt, man muss suchen. Man muss suchen, in der ganzen griechischen Übersetzung des Alten Testaments muss man suchen, wo das Zitat ist. Es ist heute mit Computer leicht, früher war es schwierig. Aber man hat es schon gefunden, die Leute haben ihre Bibel gekannt, auch früher, und man hat gewusst, das könnte das Zitat sein oder das. Aber wenn es ganz genau ist, ist es keine Frage. Manchmal sind sogar zwei Zitate genau gleich, Psalm 97 ist sehr ähnlich im Griechischen, ich schaue es dann nach, ich habe die Septuaginta da im Computer. Von wo er zitiert, das muss der Übersetzer beziehungsweise der Bibelleser selber herausfinden. Das kann man nicht mit Sicherheit sagen, nein. Bei den meisten Stellen ist es klar, es gibt ein paar, wo es nicht klar ist, weil er nicht genau zitiert. Es gibt es ja auch, dass manchmal die Schreiber nicht genau zitieren, die sagen nicht, so steht es geschrieben, Doppelpunkt, sondern sie zitieren einfach, sie greifen den Vers einfach raus, sagen ihn aber nicht ganz genau, aber unter Inspiration des Heiligen Geistes sagen sie ihn so, wie er gesagt ist, und wir akzeptieren das. Sie haben ja nicht gesagt, dass Sie genau das zitieren, aber Sie zitieren ihn sinngemäß oder so. Das gibt es in ein paar Fällen, es gibt solche, ja.
Also weiter das vierte Zitat, oder sollen wir kurz Pause machen, oder sind wir gerade voll im Schuss? Machen wir Pause kurz, ja, machen wir fünf Minuten Pause, das ist gut.