Bewegt vor lauter Liebe
Jesus wurde von einem Pharisäer zum Essen eingeladen. Wie uns bekannt ist,
hassten die meisten Pharisäer Jesus. Statt auf Jesus zu hören und darauf
zu achten, was er tat, beschäftigten sie sich damit, wie sie ihn
unschädlich" machen könnten. Als Jesus beispielsweise am Sabbat einen
Menschen heilte, konnten sie sich darüber nicht freuen – im Gegenteil!
Sie wurden von sinnloser Wut gepackt und berieten miteinander, was sie
gegen Jesus unternehmen könnten." (Lukas 6, 11)Eigentlich wären es gerade diese Leute gewesen, die in dem Wirken und Reden
von Jesus hätten erkennen müssen, dass Jesus der erwartete Messias sein
musste. Natürlich hätten sie genau hinhören müssen. Sie hätten die eine
oder andere Ansicht korrigieren müssen. Doch sie hätten dann gemerkt,
dass das, was Jesus tat, genau zu den Vorhersagen über den Messias passt.
Vermutlich fühlten sie sich in ihrer Stellung bedroht. Sie waren auch
eifersüchtig auf Jesus, weil sie merkten, dass die Menschen mehr auf
Jesus, statt auf sie hörten. Jedenfalls konnte Jesus machen, was er
wollte, sie schienen einzig und allein darauf bedacht zu sein,
herauszufinden, was er falsch macht und wo er gegen das Gesetz des Mose
verstösst. Das war allerdings eine schwierige und knifflige Sache. Sie
waren damit nicht sehr erfolgreich.
Obwohl diese Leute Jesus dermassen verfolgten und ständig provozierten,
liess sich Jesus immer wieder mit diesen Menschen ein. Jesus liebte sie
trotzdem. Er war sich bewusst, dass er auch für diese Menschen am Kreuz
sterben wird. Er war bereit, auch für Ihre Schuld zu sterben und später
fanden tatsächlich auch Pharisäer und Schriftgelehrte zu Jesus und wurden
für Zeit und Ewigkeit gerettet. Einer dieser Pharisäer wurde ein ganz
prominenter Mann. Wer war es? Paulus! Jesus freut sich über jeden
Menschen, der gerettet wird, egal ob er Pharisäer, Schriftgelehrte,
Kirchgänger, Kirchenferne, brav oder böse ist, Dieb, menschenfreundlich
oder was für ein Mensch auch immer. Jesus freut sich über jeden, der
durch den Glauben an ihn gerettet wird und sein Leben dadurch eine
positive Veränderung nimmt.
Deshalb nahm Jesus die Einladung des Pharisäers an. Es war seine Liebe zu
diesem Mann. Hier lebt uns Jesus die Feindesliebe, die er selber
predigte, vor.
Der Empfang in diesem vornehmen Haus war – wie hätte man es anders erwartet
– eher kühl. Auf die üblichen Aufmerksamkeiten, die man einem Ehrengast
entgegenbrachte, wurde gegenüber Jesus verzichtet. Seine Füsse wusch man
nicht, um den Staub zu entfernen. Der Kuss zur Begrüssung liess man weg.
Selbstverständlich verzichtete man auch auf wohlriechendes Öl zum Ordnen
der Haare und zum Salben des Hauptes und der Hände. Der Pharisäer wollte
offenbar vermeiden, dass jemand den Eindruck bekommen könnte, dass er mit
Jesus einverstanden sei. Hätte dieser Mann gewusst, wen er hier zu Tisch
bat, er hätte alles getan, was man für einen Ehrengast tut.
Jesus liess sich diesen demütigenden Empfang wortlos gefallen. Er legt sich
zu Tisch, auf eine Art Sofa. Man wusste das Leben eben zu geniessen.
Jesus lag also mit dem Pharisäer Simon zu Tisch. Den Kopf natürlich nach
vorne zum Tisch hin, die Füsse nach hinten. Man stützte sich seitlich mit
dem linken Arm ab.
Nun, als sie eben so bei Tisch lagen – vermutlich lag Simon Jesus gegenüber
– traute Simon seinen Augen nicht. Er sah eine Frau, die in der Stadt als
Sünderin bekannt war. Ihr sündiges Leben war jenseits von Gut und Böse.
Dafür gab es im Gesetz des Mose kein Opfer, keine Möglichkeit zur
Vergebung. In den Augen von Simon ein hoffnungsloser Fall. Bei solchen
Menschen sollte man nur noch darauf achten, dass man mit ihnen nicht in
Berührung kommt, damit man sich nicht verunreinigt – mehr nicht.
Diese Sünderin musste gehört haben, dass Jesus in der Stadt war und bei
Simon zum Essen eingeladen wurde. Sie nahm teures Salböl mit und rannte
zum Haus Simons. Irgendwie hatte sie es geschafft, in das Haus zu
gelangen. Als sie Jesus sah, neigte sie sich zu seinen Füssen und weinte.
Sie trat von hinten an das Fussende des Polsters, auf dem Jesus Platz
genommen hatte, und brach in Weinen aus; dabei fielen ihre Tränen auf
seine Füsse. Da trocknete sie ihm die Füsse mit ihrem Haar, küsste sie
und salbte sie mit dem Öl." (Lukas 7, 38)Ist das nicht ein wunderbares Bild der Zuneigung zu Jesus! Sie weinte und
ihre Tränen benetzten die Füsse von Jesus. Da sie kein Handtuch bei sich
hatte, öffnete sie ihr Haar und trocknete damit Jesus die Füsse. Danach
salbte sie seine Füsse mit kostbarem Öl und küsste sie unablässig.
Fassungslos starrte Simon auf diese Frau. Wie konnte Jesus sich das
gefallen lassen! Diesen Mann kann man doch nicht ernst nehmen! Er dachte
bei sich:
Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, würde er die Frau kennen,
von der er sich da berühren lässt; er wüsste, was für eine sündige
Person das ist." (Lukas 7, 39)Für ihn, der durchschlagende Beweis, dass Jesus kein Prophet, geschweige
der Messias sein konnte. Wäre er ein Prophet oder sogar der Messias, er
hätte diese Sünderin verscheucht.
Natürlich kannte Jesus diese Frau. Ihm war klar, von wem er berührt wurde.
Diese Frau gehörte zu jenen ausgestossenen und verachteten Menschen, die
Gott Recht gaben. Wie wir das einige Verse vor dieser Erzählung lesen.
Alle, die Johannes zuhörten - das ganze Volk und sogar die
Zolleinnehmer -, gaben Gott in seinem Urteil Recht; sie haben sich
von Johannes taufen lassen." (Lukas 7, 29)Jesus hatte dieser Frau ihre Sünden vergeben. Sünden, die durch das Gesetz
des Mose nicht vergeben werden können. Der Pharisäer hatte schon Recht.
Eigentlich war diese Frau ein hoffnungsloser Fall. Doch hoffnungslos war
sie nur in den Augen der Menschen, glücklicherweise nicht bei Gott.
Wer an Jesus glaubt, dem wird auch das vergeben, was durch das Gesetz des
Mose unmöglich vergeben werden konnte. Paulus erklärte das
folgendermassen:
Ihr sollt daher wissen, Geschwister, dass es durch Jesus Vergebung der
Sünden gibt; das ist die Botschaft, die Gott euch verkünden lässt."
(Apostelgeschichte 13, 38) Wozu das Gesetz des Mose nie imstande war, das hat Jesus möglich
gemacht: Jeder, der an ihn glaubt, wird von aller Schuld
freigesprochen." (Apostelgeschichte 13, 38-39)Diese Frau vertraute Jesus. Sie erkannte, dass er der Messias ist und ihr
vergeben hatte. Sie war in den Augen von Jesus gerecht. Ihre Beziehung
zum Schöpfer war wieder hergestellt.
Auf sie traf zu, was auf den Zöllner im Tempel zutraf, der sich an die
Brust schlug und den Herrn anflehte: Sei mir Sünder gnädig. Jesus sagte
daraufhin:
Der Zolleinnehmer war ´in Gottes Augen` gerechtfertigt, als er nach
Hause ging, der Pharisäer jedoch nicht." (Lukas 18, 14)Ergriffen von der Gnade und Barmherzigkeit Gottes, brach in ihr eine
unbändigende Liebe zu Jesus auf. Sie wollte Jesus gegenüber ihrer
Dankbarkeit Ausdruck geben. Sie wollte ihm unbedingt ihre Liebe und
Zuneigung zeigen.
Egal, was die anderen Leute über sie denken. Sie musste sich dessen bewusst
gewesen sein, dass sie im Haus des Pharisäers schief angesehen würde,
aber das störte sie nicht, es war ihr egal. Sie überlegte vermutlich
nicht einmal, ob sie Jesus durch ihr Verhalten in Verlegenheit bringen
würde. Ganz nüchtern betrachtet, war das schon eine sehr peinliche
Situation.
Sie hatte sich nicht mehr unter Kontrolle, sie sah einfach Jesus – nur
Jesus! Um jeden Preis wollte sie Jesus ihre Liebe und ihre Dankbarkeit
zeigen.
Die Liebe – wie man so schön sagt – hatte sie blind gemacht für so genannte
vernünftige Überlegungen. Sie sah ihren Retter, der sie von ihrer Sünde
befreite und ihr ewiges Leben schenkte.
Die Liebe zu Jesus hatte diese Frau in Bewegung gebracht. Sie scheute keine
Umstände, um Jesus ihre Liebe auszudrücken.
Es stimmt schon, Liebe verengt unseren Blick, aber sie öffnet unser Herz.
Das Herz dieser Frau war weit für Jesus geöffnet. Sie sah nur noch Jesus.
Das ist für mich ein faszinierendes Bild für einen Menschen, der von
Jesus begeistert ist. Der über beide Ohren in Jesus verliebt ist.
Es ist auch ein Bild für Anbetung, die von Herzen kommt. Anbetung, die
nicht überlegt, was der andere denken könnte, wenn er mich sieht.
Der König David gehörte auch zu den Menschen, die Gott begeistert lobten.
Als die Bundeslade nach Jerusalem gebracht wurde, bestellte David die
Leviten, es gab einen riesigen Jubel.
Ganz Israel stimmte jubelnd in den Klang der Hörner, Trompeten,
Becken, Harfen und Lauten mit ein. So geleiteten sie die Lade des Herrn
zu ihrem neuen Platz." 1. Chroniker 15, 28
Wer nun meint, David hätte hier in königlicher Würde dem jubelnden Tross
zugeschaut, der täuscht sich gewaltig. David ging vor der Bundeslade her
und tanzte!
Unterwegs tanzte er mit ganzer Hingabe vor dem Herrn und seiner Lade
her. Er hatte nur einen leinenen Priesterschurz an." 2. Samuel 6, 14Wir könnten Beispiele an Beispiele reihen. Gott liebt es, wenn wir in ehren
und wenn wir ihm zujubeln. Die Psalmen sind voll von Aufforderungen, wir
sollten Gott rühmen.
Kommt und jauchzt vor dem Herrn, wir begrüssen ihn mit
Freudengeschrei; denn er ist unser starker Helfer!" Psalm 95, 1 Wir treten vor ihn mit unserem Dank, wir ehren ihn mit unseren
Liedern!" Psalm 95, 2Begeisterung kann man eben nicht steuern. Ich wünschte mir, dass wir als
Gemeinde etwas freier und ausgelassener unseren wunderbaren Gott loben.
Früher hatte ich sogar gehört – nicht in unserer Gemeinde – es sei schon
problematisch, wenn jemand die Hände zum Loben erhebt. Ehrlich gesagt
habe ich nie wirklich begriffen, was dabei eigentlich falsch sein könnte.
Wir sind manchmal so stark damit beschäftigt, wie wir nun Gott richtig
loben sollten, dass wir so verkorkst werden, dass wir gar nicht richtig
frei zu diesem Lob sind.
Diese Frau gibt uns ein eindrückliches Beispiel von einem Menschen, der
ganz und gar in Jesus verliebt ist und sich nicht durch irgendwelche
gesellschaftliche Konventionen davon abhalten lassen will, Jesus die
verdiente Ehre zu erweisen.
Bibelstellen zum Nachschlagen: Psalm 95, 1-7; Psalm 150; 2. Samuel 6,
14; 1. Chroniker 15, 28; Lukas 6, 11; Lukas 7, 29-30; Lukas 7, 33-34;
Lukas 18, 14; Apostelgeschichte 13, 38-39; Offenbarung 2, 1-5
## Beglückt über hingebende Liebe
Diese äusserlich gesehene Peinlichkeit, bringt Jesus keineswegs in
Verlegenheit. Er hätte sich ja daran stören können. Was denken denn die
andern? So etwas hatte man ja noch nie gesehen! Er hätte wie die Frau von
David reagieren können.
Als die Bundeslade in die Davidsstadt getragen wurde, stand Davids
Frau Michal, die Tochter Sauls, am Fenster. Sie fand es unpassend, dass
David als König vor Freude umhersprang und tanzte, und verachtete ihn
in ihrem Herzen." 1. Chroniker 15, 29
Jesus verachtet keinen Menschen, der ihn offen und aufrichtig verehrt, auch
wenn die Menschen das peinlich oder unpassend finden. Jesus findet das
nie unpassend. Er kannte die Herzensstellung dieser Frau und er freute
sich über diesen aussergewöhnlichen Ausdruck der Liebe und Dankbarkeit.
Jesus nahm diese Begebenheit sogar zum Anlass, um Simon zur Einsicht zu
führen. Simon dachte ja bei sich, Jesus sei kein Prophet, weil er nicht
erkannte, welche Frau ihn berührte.
Simon hätte auf Grund des folgenden Gesprächs mit Jesus unmissverständlich
erkennen können, dass Jesus genau wusste, was das für eine Frau war und
er deshalb durchaus ein Prophet sein konnte. Jesus fragte ihn:
Simon, ich habe dir etwas zu sagen." (Lukas 7, 40)Simon war bereit auf Jesus zu hören.
Meister, bitte sprich!" (Lukas 7, 40)Also, Jesus erzählte ihm folgende Geschichte:
Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher. Der eine
schuldete ihm fünfhundert Denare, der andere fünfzig." (Lukas 7, 41) Keiner der beiden konnte seine Schulden zurückzahlen. Da erliess er
sie ihnen. Was meinst du: Welcher von den beiden wird ihm gegenüber
wohl grössere Dankbarkeit empfinden?" (Lukas 7, 42)Natürlich antwortete Simon, wie jeder von uns geantwortet hätte – eine
einfache Frage, die Jesus stellte.
Ich nehme an, der, dem er die grössere Schuld erlassen hat." (Lukas 7,
43)
Wirklich eine einfache Frage, die Jesus ihm stellte und Jesus bestätigte
ihm:
Richtig!" (Lukas 7, 43)Nun wandte Jesus sein Gesicht dieser Frau zu, die immer noch seine Füsse
küsste und sagte zu Simon:
Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, und du hast mir
kein Wasser für meine Füsse gereicht; sie aber hat meine Füsse mit
ihren Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet." (Lukas 7, 44) Du hast mir keinen Kuss zur Begrüssung gegeben; sie aber hat, seit ich
hier bin, nicht aufgehört, meine Füsse zu küssen." (Lukas 7, 45) Du hast meinen Kopf nicht einmal mit gewöhnlichem Öl gesalbt, sie aber
hat meine Füsse mit kostbarem Salböl gesalbt." (Lukas 7, 46)Diese Frau erwies Jesus die Ehre, die ihm mit Recht zukommt, aber Simon tat
nichts dergleichen. Er hatte Jesus nicht wie einen Ehrengast empfangen,
sondern mit kühler Zurückhaltung. Nun sagte Jesus:
Ich kann dir sagen, woher das kommt. Ihre vielen Sünden sind ihr
vergeben worden, darum hat sie mir viel Liebe erwiesen. Wem aber wenig
vergeben wird, der liebt auch wenig." (Lukas 7, 47)Nicht dass wir Jesus falsch verstehen, er meinte nicht, weil sie mir viel
Liebe zeigt, werden ihre vielen Sünden vergeben. Das wäre reine
Werkgerechtigkeit. Ihre Sünden waren derart gross, dass sie Jesus nie
genug Liebe hätte entgegenbringen können.
Jesus meint: Weil ihr viele Sünden vergeben wurden, darum erweist sie mir
viel Liebe.
Durch dieses Gespräch zeigte Jesus dem Simon seine grosse Liebe. Er gab ihm
nämlich einen unübersehbaren Hinweis. Er zeigte ihm, dass er sehr wohl
wusste, was für eine Frau ihn küsste. Simon hätte also erkennen können,
dass Jesus tatsächlich ein Prophet oder vielleicht sogar noch mehr als
ein Prophet sein könnte. Doch Simon schien taub zu sein. Sein Herz
öffnete sich nicht.
Noch etwas muss klar gestellt werden. Dieser Pharisäer hatte natürlich auch
nicht wenige Sünden. Jesus sagte nur, wem wenig vergeben ist, der liebt
wenig. Ihm waren nur wenige Sünden vergeben. Höchstens die Sünden, die
durch das Gesetz des Mose vergeben werden konnten.
Weil sich Simon peinlich genau an die religiösen Vorschriften hielt, meinte
er vor Gott gerecht zu sein. Der Gedanke, wie gross die Sünde ist, die
auf ihm lastete und wie bitternötig er die Vergebung durch Jesus hätte,
war ihm fremd. Deshalb konnte er Jesus nicht lieben.
Seine Selbstgerechtigkeit, sein Stolz verbarrikadierten ihm den Weg zu
Gott.
Hast Du die Liebe Gottes schon erfahren? Bist Du von Deinen Sünden durch
Jesus freigesprochen?
Bibelstellen zum Nachschlagen: 1. Chroniker 15, 29; Titus 3, 4
## Beschenkt mit echter Liebe
Jesus sprach dieser Frau die Vergebung ihrer Sünden nochmals zu. Wie nicht
anders zu erwarten, lehnen sich die anderen Gäste des Pharisäer innerlich
wieder gegen Jesus auf. Sie dachten:
Wer ist dieser Mann, der sogar Sünden vergibt?" (Lukas 7, 49)Wären sie bereit gewesen, das, was Jesus sagte, ernst zu nehmen, hätten sie
erkennen müssen, wer Jesus ist. Sie hätten sofort gewusst, dass hier der
Messias, der Sohn Gottes in ihrer Mitte sass. Jesus ging nicht mehr auf
diese streitsüchtigen Menschen ein. Er kümmerte sich um diese Frau und
sagte ihr:
Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden!" (Lukas 7, 50)Der Glaube an Jesus hatte sie gerettet, nicht die Liebe zu Jesus.
Der Schlüssel zur echten Liebe Jesus gegenüber ist der Glaube an ihn. Durch
den Glauben an Jesus werden uns unsere Sünden vergeben und wir bekommen
das ewige Leben.
Wer das begriffen hat, der kann nicht anders, als seinen Retter lieben. Er
wird mit der Liebe Gottes beschenkt.
Täuschen wir uns nicht! Keiner von uns hat wenige Sünden. Wir alle sind
Sünder und können vor Gott nicht bestehen.
Bibelstellen zum Nachschlagen: Römer 3, 23-24; Römer 5, 5
Schlussgedanke
Diese Frau ist für uns ein Beispiel für die Hingabe, wie es Gott gefällt.
Eine Hingabe, die nur ihn im Blick hat. Eine Liebe, die einen so
verengten Blick hat, dass sie nur noch Jesus sieht, aber ein offenes Herz
für Jesus – allein für Jesus hat.
Die Liebe ist das, worüber sich Gott sehr freut. Jesus wollte, nachdem in
Petrus drei Mal verleugnete nur einen wissen: Petrus liebst du mich?
Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus:
Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als irgendein anderer
hier?" (Johannes 21, 15)Petrus gab ihm zur Antwort:
Ja, Herr, du weisst, dass ich dich lieb habe." (Johannes 21, 15)Jesus fragte ihn ein zweites Mal:
Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?" (Johannes 21, 16)Petrus antwortete:
Ja, Herr, du weisst, dass ich dich lieb habe." (Johannes 21, 16)Jesus fragte ihn ein drittes Mal:
Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?" (Johannes 21, 17)Petrus wurde traurig, weil Jesus ihn nun schon zum dritten Mal fragte:
Herr, du weisst alles. Du weisst, dass ich dich lieb habe." (Johannes
21, 17)
Wenn Jesus eine wichtige Fragen an Dich hat, dann ist es diese eine Frage:
Hast Du mich lieb?"
Hast du mich lieb?" (Johannes 21, 17) Bibelstellen zum Nachschlagen: Hosea 6, 6; Micha 6, 8; Johannes 21, 15-
17; Galater 5, 6; 1. Timotheus 1, 5
Amen
