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Kann Information durch Zufall entstehen?

Why not?! Glaubensfragen
09.03.2026

Einführung in das Thema Information und Missverständnisse

Warum nicht Glaubensfragen, der YouTube-Kanal des Why-not-Teams? Kniffelige Fragen werden hier einfach erklärt, dialogisch und durchdacht.

Hey, da bist du ja. Ich habe dir das Trikot mitgebracht. Wozu brauchst du das eigentlich?

Wie kommst du darauf, dass ich ein Trikot brauche? Wir haben doch kein Turnier. Was soll ich damit?

Hä, aber du hast mir doch geschrieben: „Komme nicht mehr nach Hause, bring bitte Ringertrikot mit.“

Hä, was soll ich geschrieben haben?

Ah Mist, das hätte ich mir eigentlich gleich denken können. Du meintest „Ringer-Schuhe“. Entschuldigung, das war mein Fehler. Aber ich glaube, Daniel hat noch welche in deiner Größe.

Aha, diese blöde Autokorrektur. Aber ich hätte ja auch noch mal draufschauen können, bevor ich das abgeschickt habe.

Aber das passt doch zu unserem Gespräch von heute Vormittag.

Wie meinst du das?

Na ja, ob Information durch Zufall entstehen kann. Und hier ist ja durch Zufall, also durch die Autokorrektur, eine neue Information entstanden.

Die aber keine Information war.

Genau, weil es für diese Information, also dass du ein Trikot brauchst, keinen Sender gab.

Information, Sender und Empfänger im Alltag und in der Zelle

Aber trotzdem hast du es als Information betrachtet und sogar darauf reagiert, indem du mir dieses Trikot mitgebracht hast. Ich bin davon ausgegangen, dass diese Mitteilung einen Sender hat.

Kann man das nicht auch auf die Information in der Zelle übertragen? Im Zellkern gibt es ja ebenfalls Informationen, und die Zelle führt sie aus. Sie tut dies auch dann, wenn sie nicht weiß, von wem die Information stammt. Wenn zufällig eine Änderung geschieht, entsteht dadurch auch zufällig neue Information.

Das stimmt, aber die Sache hat einen Haken. Das, was die Autokorrektur geschickt hat, war ja nicht ganz zufällig. Aus einem Ringer-Trikot können schon mal Ringerschuhe werden, aber kein Spinat.

Stell dir vor, die Autokorrektur würde anfangen, irgendwelche Sätze zu würfeln: „Morgen ist Hitze frei“ oder „Bring mir Schokolade mit“ oder „Sag dem Andre, dass er zu dumm ist, ein Handy zu bedienen“. Wie könnte ich dann feststellen, ob es sich wirklich um Information handelt?

Du könntest mich zum Beispiel anrufen, also beim Sender nachfragen. Wir versuchen doch gerade, Information zufällig, also ohne einen Sender, zu erzeugen. Dann müsstest du eben alles ausprobieren, sofern es irgendeinen Sinn ergibt.

Zufällige Information und biologische Prozesse

Übertragen wir das mal auf die Zelle. Die Zelle weiß ja nicht, ob eine Information einen Sinn ergibt. Also müsste sie jede Information, die zufällig entsteht, ausführen.

Okay, und die Wahrscheinlichkeit, dass sie dabei Unsinn macht und kaputtgeht, ist viel größer, als dass sie etwas Nützliches tut. Aber warte mal. Ist das nicht gerade das Prinzip von Mutation und Selektion? Also, wir haben eine kleine Änderung, und wenn sie für die Zelle nützlich ist, dann behält sie sie.

Und sonst? Ja, sonst stirbt sie halt.

Du meinst, dass die Zellen sozusagen zufällig entstandene Änderungen filtern. Wenn es nützlich ist, dann ist es Information, und wenn es unnütz ist, dann war es keine Information?

Ja, so ungefähr. Genau so könntest du ja ausprobieren, was passiert, wenn du mir sagst, dass ich zu dumm bin, ein Handy zu bedienen. Ich garantiere dir, du weißt dann ganz schnell, dass das keine Information war.

Voraussetzungen für Information und die Rolle des Lebens

Okay, das heißt, man könnte durch zufällige Prozesse auch ohne Sender einen Code erzeugen, der wie Information aussieht. Und wenn der Empfänger, zum Beispiel die Zelle, damit etwas Nützliches anfangen kann, dann ist es auch Information.

Weil man ja nicht unterscheiden kann, ob es von einem Sender kommt oder nicht, kann Information doch zufällig entstehen.

Ja, aber die Voraussetzung dafür ist, dass es einen Empfänger gibt, der ausprobiert, ob der Code Information sein könnte oder nicht. Und dieser Empfänger funktioniert nur, weil sein Bauplan schon vorher als DNS, also als Information, gespeichert war.

Das heißt, durch zufällige Prozesse könnten alle möglichen Kodierungen entstehen. Aber ohne dass es Leben gibt, das auf Information beruht, könnte niemand feststellen, ob diese Kodierungen als Information zu gebrauchen wären.

Oder einfacher ausgedrückt: Ohne Leben, das heißt ohne jemanden, der etwas mit der Information anfangen kann, gibt es gar keine Information.

Also kann Information allein aus Zufall nicht entstehen. Es sei denn, wir glauben, dass die erste Zelle einfach so entstanden ist.

Die theologische Perspektive auf Information und Leben

Ich glaube zwar noch nicht ganz an Gott, aber an so einen Zufall kann ich auch nicht wirklich glauben.

Also braucht eine Information entweder einen Sender oder einen Empfänger, der selbst auf Information beruht. Und dieser Empfänger braucht wiederum einen Sender. Und dieser Sender ist Jesus.

Gott hat nicht nur Information gesendet, damit das Leben funktioniert, sondern er sendet auch Information, um mit uns zu kommunizieren und um Gemeinschaft mit uns zu haben. Diesen Gott kannst du in der Bibel kennenlernen. Dort hat Gott alle Informationen kodiert, die wir für eine Beziehung zu ihm brauchen.

Vielleicht fange ich doch noch einmal an, mit dir die Bibel zu lesen. Aber jetzt müssen wir schnellstens in die Halle – du weißt ja, pro Minute Verspätung zehn Liegestütze.

Na, dann schauen wir mal, wer mehr von uns schafft.

Abschluss und Segenswünsche

Das war es für heute. Unterstütze den Kanal, indem du ihn abonnierst und die Videos deinen Freunden empfiehlst. Bete dafür, dass der Kanal bekannter wird.

Der Herr segne dich. Erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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