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Woher weiß ich, dass der christliche Glaube wahr ist? (6/11)

Woher weiß ich, dass der christliche Glaube wahr ist?, Teil 6/11
21.04.2025
SERIE - Teil 6 / 11Woher weiß ich, dass der christliche Glaube wahr ist?

Einführung und Fragestellung zur historischen Glaubwürdigkeit

Woher weiß ich, dass der christliche Glaube wahr ist?
Von Chris Morphew
Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt – Nachfolge praktisch, dein geistlicher Impuls für den Tag.

Mein Name ist Jürgen Fischer, und wie schon in den letzten Jahren gibt es auch an Ostern eine exklusive Lesung. Untersuchen wir das leere Grab.

Fassen wir nun kurz zusammen, was wir bisher herausgefunden haben:

Welche Art von Beweisen würdest du verlangen, um zu entscheiden, ob eine Geschichte aus der Antike wirklich wahr ist?

Erstens würdest du wollen, dass dieselben Aussagen durch verschiedene, voneinander unabhängige Quellen bestätigt werden. In Bezug auf Jesus ist genau das der Fall. Es gibt mindestens fünf unabhängige Quellen innerhalb der Bibel und etwa zehn weitere antike Erwähnungen außerhalb der Bibel.

Zweitens hättest du es gerne, wenn die Aussagen möglichst früh festgehalten wurden, das heißt so nah wie möglich an den eigentlichen Ereignissen. Auch hier ist es bei Jesus genau so. Die Quellen aus unserem Neuen Testament wurden alle zu einer Zeit geschrieben, als Jesu Wegbegleiter noch lebten.

Drittens wäre es hilfreich, wenn in diesen Quellen peinliche Details genannt werden, also solche Angaben, die die Schreiber ausgelassen hätten, wenn sie nicht wirklich so passiert wären. Und auch das trifft auf die Berichte über Jesus zu. In einer Geschichte nach der anderen stehen Jesu erste Nachfolger total blöd da.

Viertens würdest du wollen, dass die Details aus deinen historischen Quellen möglichst weitgehend mit dem übereinstimmen, was wir bereits aus der Geschichte wissen. Auch hier ist es bei Jesus so. Die Evangelien sind fest in der außerbiblischen Geschichtserzählung verankert. Bis heute graben Archäologen immer wieder neue Beweise aus, die deutlich machen, dass die Welt im Israel des ersten Jahrhunderts genau so war, wie die Bibel sie beschreibt.

Historische Glaubwürdigkeit der neutestamentlichen Berichte

Zusammengenommen bildet all dies eine solide Beweisgrundlage dafür, dass die neutestamentlichen Berichte über das Leben von Jesus nicht bloß Mythen oder Legenden sind. Es handelt sich um authentische historische Quellen, die uns verlässliche Informationen über Jesus liefern.

Das bedeutet, diese Berichte sind für uns äußerst hilfreich, wenn wir vor der nächsten wichtigen Frage stehen: Ist Jesus wirklich von den Toten auferstanden? Denn wenn wir wissen wollen, ob die christliche Lehre wirklich wahr ist und ob Jesus tatsächlich der war und ist, der er zu sein behauptete, dann ist das die Frage aller Fragen.

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, müssen wir beim Grab beginnen, bei der Gruft, in die Jesus gelegt wurde.

Die Situation am Grab und die Gerüchte der Auferstehung

Stell dir vor, du wärst eines der Mitglieder des Hohen Rats, also des Rats der religiösen Anführer in Jerusalem, zu der Zeit, als Jesus gekreuzigt wurde. Du warst dabei, als römische Soldaten ihn ans Kreuz nagelten. Du hast mit eigenen Augen gesehen, wie er starb.

Du weißt auch, wo er begraben wurde, denn du weißt, dass nach Jesu Tod ein anderes Mitglied des Hohen Rats, Joseph von Arimathäa, zu Pontius Pilatus ging und ihn darum bat, ihm den Leichnam von Jesus herauszugeben, damit er ihn in ein Grab legen konnte (Lukas 23,50-56).

Aber stell dir jetzt vor, einige Tage später würdest du von seltsamen Gerüchten hören, die die Runde machen. Gerüchte darüber, dass Jesus nicht mehr tot ist und einige Leute ihn lebendig gesehen haben.

Wie könntest du am schnellsten nachweisen, dass diese Gerüchte nicht stimmen? Ganz einfach: Du müsstest nur zum Grab gehen, den Leichnam von Jesus herausholen und sagen: Seht ihr, er lebt definitiv nicht mehr, seinen Leichnam haben wir hier.

Doch genau das geschah nicht. Freitagabends wurde Jesus tot ins Grab gelegt, aber Sonntagmorgens war das Grab leer – der Leichnam von Jesus war verschwunden.

Belege für das leere Grab und die Reaktionen der religiösen Führer

Woher wissen wir, dass das Grab wirklich leer war?

Zunächst einmal gibt es mehrere unabhängige Quellen, die alle berichten, dass Jesu erste Nachfolger zum Grab gingen und sahen, dass sein Leichnam nicht mehr dort war. So finden wir dies in Markus 16,6, Johannes 20,1-2 und 1. Korinther 15,3-5.

Es gibt außerdem Beweise dafür, dass die religiösen Anführer der Juden in Jerusalem versuchten, das leere Grab dadurch zu erklären, dass sie Jesu Nachfolger beschuldigten, den Leichnam gestohlen zu haben. Diese Darstellung findet sich in Matthäus 28,11-15.

Das hätten die Anführer natürlich nicht machen müssen, wenn der Leichnam noch im Grab gelegen hätte. Wäre Jesu Grab nicht leer gewesen, hätten die Anführer in Jerusalem seinen Leichnam einfach holen und die Auferstehungsgerüchte im Keim ersticken können.

Wäre das Grab nicht leer gewesen, wäre die Geschichte von der Auferstehung niemals aufgekommen. Aber das ist sie. Denn wenige Tage, nachdem Jesus ins Grab gelegt wurde, war das Grab tatsächlich leer.

Zweifel an der Leichendiebstahl-Theorie und die Bewachung des Grabes

Wie ist das dann zu erklären? Stell dir vor, du arbeitest in einem Leichenschauhaus. Eines Morgens kommst du an und siehst, dass die Vordertür aufgebrochen wurde und eine Leiche fehlt. Hoffentlich ist dein erster Gedanke dann nicht: „Krass, die Person muss auferstanden sein.“ Denn es gibt eine viel naheliegendere Erklärung: Jemand ist nachts eingebrochen und hat die Leiche gestohlen. Eine geklaute Leiche ist viel wahrscheinlicher als eine Auferstehung.

Woher wollen wir also wissen, dass nicht genau das mit Jesus passiert ist? Woher wollen wir wissen, dass die Jünger nicht eingebrochen sind, die Leiche gestohlen haben und dann nur so taten, als sei Jesus wieder am Leben – wie von den religiösen Anführern behauptet? Wie wir in Kapitel vier festgestellt haben, haben wir berechtigte Gründe zu glauben, dass Jesu Nachfolger die Wahrheit sagten, als sie über sein Leben berichteten.

Selbst wenn seine Jünger die Leiche tatsächlich hätten stehlen wollen, hätten die Anführer in Jerusalem alles getan, um das zu verhindern. Die Anführer, die Jesus töten ließen, wussten ja, dass er zu Lebzeiten davon gesprochen hatte, dass er auferstehen würde. Natürlich hielten sie das für unmöglich. Doch sie hatten eine Vorahnung, dass seine Jünger versuchen könnten, seine Leiche zu stehlen, um eine Auferstehung vorzutäuschen.

Am nächsten Tag – es war der Sabbat – kamen die Hohenpriester und Pharisäer bei Pilatus zusammen. „Herr“, sagten sie, „uns ist eingefallen, dass dieser Verführer, als er noch lebte, behauptet hat: ‚Nach drei Tagen werde ich auferstehen.‘ Gib deshalb bitte den Befehl, dass die Gruft bis zum dritten Tag bewacht wird. Sonst könnten seine Jünger kommen, ihn stehlen und dann dem Volk gegenüber behaupten, er sei von den Toten auferstanden. Die zweite Verführung wäre dann noch schlimmer als die erste.“

„Ihr sollt eure Wache haben“, erwiderte Pilatus. „Geht und sichert die Gruft so gut ihr könnt.“ So zogen sie los, versiegelten den Stein am Eingang und sicherten das Grab mit der Wache.

Nicht nur wurde das Grab von Jesus mit einem großen Stein verschlossen, sondern es wurde versiegelt und von schwer bewaffneten Soldaten bewacht. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass Jesu Jünger nicht einmal mutig genug gewesen waren, um bei Jesus zu bleiben und ihn bei seiner Verhaftung zu verteidigen – das heißt, als er noch lebte.

Warum sollten sie dann plötzlich ihr Leben riskieren, indem sie seinen toten Körper stahlen? Jesu Jünger haben seine Leiche nicht weggebracht. Diese Theorie ergibt einfach keinen Sinn. Und trotz allem war Jesu Grab immer noch leer.

Bedeutung des leeren Grabes und Ausblick auf weitere Beweise

Natürlich beweist ein leeres Grab allein noch nicht, dass Jesus auferstanden ist. Es wirft jedoch ein Problem auf, das man nicht einfach wegerklären kann. Besonders deutlich wird dies, wenn wir uns dem nächsten Beweis zuwenden: den vielen Augenzeugen, die berichteten, Jesus nach seinem Tod lebendig gesehen zu haben.

Die Bücher von Chris Morphew richten sich an Jugendliche. Bitte bete dafür, dass sie vielen jungen Menschen zum Segen werden.

Das war's für heute. Neben „Woher weiß ich, dass der christliche Glaube wahr ist?“ gibt es auch noch die Titel „Wer bin ich?“ und „Wie kann ich Gott erleben?“

Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.

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