Event•Teil 3 / 6E21 Regionalkonferenz Schweiz 2019
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und thematische Verortung
Ich die Hoffnung der Herrlichkeit angewandt auf Mann und Frau sein. Ja, das ist vielleicht in einem Satz.
Wir wollen beten und dann legen wir los.
Himmlischer Vater, wir wollen dir nun danken, dass wir dein Wort aufschlagen dürfen. Wir wollen dir danken, Herr, dass du uns in deinem Wort die Schönheit davon zeigst, wie du Mann und Frau geschaffen hast. Und Herr, auch wenn vieles schiefgegangen ist, machst du in Jesus Christus alles wieder neu. So machst du auch Mann und Frau neu, Ehen neu und Gemeinden neu. Herr, das ist das, woran wir an diesem Wochenende denken wollen. Öffne unsere Augen für die Retterkraft Jesu Christi und dafür, wie er alles neu macht. Segne nun die Betrachtung deines Wortes, und mögest du verherrlicht werden und groß gemacht werden durch das, was wir heute Abend betrachten. Darum bitten wir in Jesu kostbarem Namen. Amen.
Ich muss euch heute Abend zwei Geständnisse machen. Ich hoffe, es ist okay: Ich komme zwar aus Deutschland, lebe aber in Österreich, und ich werde heute Abend einfach duzen. Verzeiht mir.
Ich muss zwei Geständnisse gleich zu Anfang machen. Wenn man mein Gehirn aufschneiden würde und das meiner Frau, würde man durchaus unterschiedliche Gehirne vorfinden. Aber wenn man Bruder Seuberts Gehirn aufschneiden würde und meins, würde man auch sehr unterschiedliche Gehirne vorfinden. Er hat eine Steilvorlage gegeben, und ich werde mein Bestes tun, heute Abend einfach darauf weiter aufzubauen oder daneben aufzubauen.
Aber ein zweites Geständnis: Ich bin fasziniert von Eiskunstlauf. Ich hoffe, das enttäuscht niemanden. Bevor ich in dem Büro, wo ich jetzt arbeite, an der Evangelikalen Akademie gearbeitet habe, waren wir direkt neben einem Supermarkt, wo oben auf dem Dach eine Kunsteisfläche war. Und ich muss gestehen, dass ich häufig, statt den Unterricht vorzubereiten, einfach aus dem Fenster gestarrt und den jungen Mädels zugeguckt habe. Ja, teilweise waren die wirklich auf dem Weg zu Europameisterschaften und Weltmeisterschaften. Es waren wirklich erstklassige Künstlerinnen, und ich habe ihnen einfach zugeguckt und gesagt: Wie machen die das? Ich war sehr fasziniert von der Schönheit des Eiskunstlaufs.
Aber dann letztes Jahr, ich bin Deutscher, als die Deutschen die Olympiade gewonnen haben, habe ich das nicht live gesehen, mitten in der Nacht, in der Übertragung. Aber am nächsten Morgen, als ich dann gehört habe, dass Deutschland im Paarlauf die Goldmedaille gewonnen hatte, war ich doch sehr neugierig, und ich konnte nicht aufhören, dieses Video zu sehen. Es war einfach faszinierend, wie Aljona Savtschenko und Bruno Massot eine so wunderschöne Kür aufs Eis gelegt haben, wo sie teilweise dreifache Schrauben durch die Luft machten und ich gar nicht weiß, wie man das alles nennt. Aber ein hoher Twist als Eingangselement und dann ein dreifacher Wurfflip, und wie dieser Massot, dieses absolute Muskelpaket, sie immer wieder aufhängt, sie hält – muss ich einfach sagen: faszinierend. Es war von einem ehemaligen Eistanz-Olympiasieger, Christopher Dean, choreographisch entworfen. Und als sie dann fünf Wochen später bei der WM noch einmal angetreten sind, haben sie sogar mit dieser Kür einen neuen Weltrekord aufgestellt.
Wenn ich mir hier die Dame Savtschenko anschaue, wie sie wahre Eleganz beweist und hier einfach in einer Schönheit tanzt, wie das kein Mann tun könnte, und ich mir dann den Massot angucke, wie er mit geballter Kraft und doch so einfühlsam sie übers Eis führt, sie hält, sie durch die Luft wirbelt, sie mit einem Arm stützt, während sie sich hier kreiseldrehend auf seinem Arm bewegt, dann frage ich mich: Wie kriegt der Mann das hin, während er dann auch noch auf dem Eis weiter gleitet, ohne die Balance zu verlieren?
Und ich muss einfach sagen: Wenn ihr euch das Video anschaut, seht ihr, wie diese zwei Personen eigentlich zusammenschmelzen zu einer Person. Wenn wir uns das anschauen, sehen wir einfach, dass es, um etwas so Schönes aufs Eis zu legen, eines vollen Vertrauens zwischen den beiden bedarf. Es braucht wahre Stärke von dem Mann und wahres Vertrauen der Frau. Es braucht Einfühlungsvermögen und wirklich eine Sanftheit, mit der Massot hier mit Savtschenko umgeht.
Aber ich beobachte noch etwas anderes. Und das ist letztendlich das, was sie probiert haben, hier zu tun: genau das auszuführen, was sich Christopher Dean ausgedacht hat. Er wurde immer wieder gepriesen für das, was er sich hier überlegt hat, mit diesem Tanz. Es sind heute Abend zu viele Franzosen unter uns, dass ich das jetzt auf Französisch lesen werde. Aber es war also angelehnt an den Naturfilm Die Erde vom Himmel aus gesehen. Und so hat man auch immer wieder während des Videos schöne Blicke, wo sie von oben videografiert werden, in diesem wunderschönen Tanz.
Nun, was hat das mit unserem Vortrag heute Abend zu tun? Ich denke, dieses Bild von diesem Eiskunstlauf, wo zwei Personen zu einem zusammenschmelzen, wo wir klar die Schönheit sehen, wenn ein Mann in Stärke und Verantwortung führt und dabei einfühlsam ist und so sanft umgeht mit dieser Dame, die ihm anvertraut ist, und dann sehen wir, wie Savtschenko ihm vollständig vertraut. Ich denke, die Kür wäre sofort verpatzt, sobald sie nur einmal einen Rückzieher macht oder einmal ganz kurz zögern würde: Soll ich mich wirklich jetzt von ihm hier durch die Luft schleudern lassen? Und würde er mich wirklich halten, wenn er mit einem einzigen Arm jetzt hier gleitend auf dem Eis versucht, mich zu halten?
Wir sehen ein wunderbares Bild, wie zwei Menschen sagen: Es geht nicht um mich, es geht nicht um dich, sondern es geht um uns. Und letztendlich werden wir die Sieger sein, wenn wir genau den Plan, den unser Trainer, den unser Coach sich ausgedacht hat, genau ausführen. Letztendlich ringen sie nicht um ihre eigene Ehre, sondern um die Ehre miteinander und füreinander und letztendlich um die Goldmedaille. Da sagen sie: Eigentlich gehen die Goldmedaillen einmal an dieses Paar und einmal an den Choreografen, der sich etwas so Zauberhaftes ausgedacht hat.
Ich denke, das ist genau das, was wir finden, wenn wir das Thema Mann und Frau in der Bibel anschauen. Es geht letztendlich nicht um Mann, es geht nicht um Frau. Wenn wir zurückkommen zu dieser Kugel von Platon, es geht um die Kugel, es geht um beide zusammen in dieser Einheit und die Schönheit, die das darstellt. Es geht darum, den göttlichen Plan auszuführen. Es geht letztendlich um die Ehre Gottes. Das ist ein Thema, womit wir uns heute Abend beschäftigen. Es ist die Ehre Gottes, die letztendlich auf dem Spiel steht, denn Gott hat, um sich selbst zu verherrlichen, Mann und Frau geschaffen, wie er sie geschaffen hat, und will sich darin verherrlichen, dass Mann und Frau jetzt dadurch, dass jeder seiner Berufung, seiner Aufgabe treu ist, als eins zusammenwirken, wie in einem Eiskunstlauf und zusammen eine wunderschöne Kür aufs Eis legen.
Aber wenn wir diese Geschichte durch die Bibel verfolgen, dann sehen wir, wie der Sündenfall eigentlich diese Schönheit, mit der Gott diesen menschlichen Tanz geschaffen hat, absolut zerstört hat. Eigentlich wurde letztendlich diese Ordnung, dieser Plan, diese Choreografie Gottes auf den Kopf gestellt. Und wir sehen, wie letztendlich durch die Sünde Mann und Frau aus dieser Einheit ausgebrochen sind und in diesem Ringen, dass sie sich um sich selbst drehen, letztendlich diese wunderschöne Einheit, die Gott eigentlich geplant hat, nicht mehr vorhanden ist. Und Gott bekommt nicht die Ehre, die er als der Schöpfer von Mann und Frau ihm zugesteht.
Aber, und das haben wir eben bezeugt in dem ersten Lied, Jesus Christus ist in diese Welt gekommen. Und Jesus Christus macht alles wieder neu. Und so macht Jesus Christus auch Mann und Frau neu und macht ihre Beziehung wieder neu und führt sie hinein, führt sie zurück, dass sie wieder als eine Einheit vor Gott, ja, wie in einem wunderschönen Eiskunstlauf, als ein Paar, als eine Einheit Gott die Ehre bringen. Und so soll dieser Vortrag heute Abend nicht nur auf die Verherrlichung Gottes ausgerichtet sein, dieses Thema, sondern das Thema soll auch ausgerichtet sein auf das Evangelium, auf die Erneuerung, die Botschaft der Erneuerung Jesu Christi.
Wenn ich vielleicht ein drittes Thema oder meinen Ansatz heute Abend beschreibe, dann ist es ein biblisch-theologischer Ansatz. Denn was wir machen wollen, ist, dass wir durch die ganze Bibel hindurchgehen und uns die Heilsgeschichte anschauen, die große Geschichte, die die Bibel erzählt, und uns dabei die Frage stellen: Wie hat sich diese große Geschichte auf Mann und Frau, auf Mannsein, auf Frausein und auf die Ehe ausgewirkt? Und ich denke, es ist wichtig, dass das unser Ansatz ist. Wir haben uns als Evangelium 21 schon in Hamburg eine ganze Konferenz nur mit dem Thema biblische Theologie beschäftigt, wo wir eine ganze Konferenz lang eigentlich nur gesagt haben: Okay, wir wollen lernen, was ist die große Geschichte, die Gott von Genesis bis Offenbarung uns erzählt. Das ist das, was ich biblische Theologie nenne.
Was wir heute Abend und morgen früh in diesem Vortrag machen, ist, dass wir das besonders jetzt auf Ehe anwenden oder auf die Beziehung zwischen Mann und Frau, auch in der Gemeinde anwenden. Ich denke, das ist so wichtig, denn so viele von den Ansätzen, so viel von der Literatur und den Vorträgen, die wir genau zu diesem Thema hören, besonders dann auch die Rolle von Mann und Frau in der Gemeinde, nehmen nicht diesen Ansatz, dass wir sagen: Okay, lass uns den großen Bogen der Bibel spannen und sehen, was bedeutet das für Mannsein und Frausein? Sondern wenn ich an das Buch denke Yes, She Can, was sicherlich hier in der Schweiz sehr populär ist in den letzten Jahren, dort wird letztendlich als Anhaltspunkt für das Thema die gegenwärtige kulturelle Empfindung und Debatte aufgegriffen. Man sagt, die Kultur bei Paulus war so anders als heute, und von daher sind Dinge heute okay, die vielleicht von Paulus verpönt wurden. Aber unser Ansatz sollte sein: Nein, lasst uns die ganze Geschichte der Bibel, lasst uns einen heilsgeschichtlichen Ansatz nehmen und sehen, wie sich in der Bibel dieses Thema entfaltet, und das große Bild sehen und das zu dem Kontext machen, aus dem wir dann auch Paulus und seine Bemerkung, insbesondere über die Aufgabe der Frau in der Gemeinde, aber auch in der Ehe, sprechen.
Und so lasst uns heute Abend anfangen in dem Buch Genesis, und wir werden dann letztendlich im Epheserbrief enden und wirklich biblisch-theologisch dieses Thema durchdenken und es ausgerichtet auf die Herrlichkeit Gottes und auf die wunderbare Botschaft des Evangeliums betrachten.
Und so fangen wir heute Abend an, und ich hoffe, ihr habt eure Bibeln dabei, in 1. Mose 1. Wir haben ein Riesenproblem, dass aufgrund der Lichtverhältnisse ich meine Uhr nicht lesen kann, und das ist ganz schlecht. So, jetzt kann ich sie lesen. Gut.
Zuerst einmal: Wir fangen also an in dem ersten Buch Mose mit der Schöpfungsgeschichte, und wir sehen, Gott schuf Mann und Frau gleichwertig, das ist eindeutig. Er schuf sie gleichwertig und doch unterschiedlich. Und warum tat er das? Er tat das letztendlich, um die Schönheit ihres Zusammenwirkens, ihres Zusammenschmelzens zu einem aufzuzeigen und sich darin zu verherrlichen. Gott schuf Mann und Frau gleichwertig, und doch schuf er sie ganz unterschiedlich, damit durch ihr Zusammenwirken als eine Einheit Gott unendliche Ehre und Herrlichkeit zukommt. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, um sich selbst durch sie und ihre Beziehung zu verherrlichen.
So lesen wir gleich schon im Schöpfungsbericht, zum Beispiel hier in Vers 24, Kapitel 1, Vers 24: Und Gott machte die Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art, und Gott sah, dass es gut war. Gott schafft Vielfalt, und er sagt: Es war gut. Und dann lesen wir weiter in Vers 26: Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich. Und dann Vers 31: Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.
Es wird uns gesagt: Es war gut, es war sehr gut, diese Vielfalt, wie Gott den Menschen in seinem Ebenbild geschaffen hat. Es war sehr gut. Was bedeutet das? Gott will, dass Menschen sehen: Wow, es ist etwas Wunderschönes, was Gott geschaffen hat. Und das schließt auch Mann und Frau mit ein. Und Gott will sich darin verherrlichen, dass sowohl Mann und Frau sein Ebenbild tragen, sich in der Ausführung des göttlichen Auftrags ergänzen und ihn darin widerspiegeln.
Wie verherrlicht Gott sich also? Er verherrlicht sich dadurch, dass er Mann und Frau unterschiedlich gemacht hat. Wir können sagen: Mann und Frau setzen sich aus einer Pluralität zusammen. Es ist sehr interessant, wenn wir uns diesen Vers anschauen. Da heißt es: Gott sprach, lasst uns Menschen machen nach unserem Bild. Und das ist schwer zu überlegen. Ist das hier die Dreieinigkeit, ist es ein göttlicher Rat, der hier irgendwie widergespiegelt wird? Was ist dieses Uns?
Aber wenn wir dann weiterlesen in Vers 27, heißt es: Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. Vers 27 ist in unseren Bibeln oftmals einfach in einer fortlaufenden Zeile geschrieben, aber eigentlich sollte dieser Vers in drei Zeilen unserer Bibel aufgelistet sein. Erste Zeile: Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild. Denn wir haben hier einen Parallelismus. Und dann in der nächsten Zeile werden genau diese Worte wiederholt. Es heißt: Und Gott schuf, in der zweiten Zeile heißt es schuf er, dann heißt es den Menschen, in der zweiten Zeile heißt es ihn, dann heißt es in der ersten Zeile in seinem Bild und dann in der zweiten Zeile im Bild Gottes. Und auch die dritte Zeile spielt das jetzt wieder.
Dieses Gott schuf wird wiederholt mit schuf er, und dann in der dritten Zeile mit schuf er. Den Menschen wird wiederholt mit ihn und dann als sie. Und jetzt kommt’s: seinem Bild, erste Zeile, wiederholt als Bild Gottes, zweite Zeile, und dritte Zeile als Mann und Frau. Darin spiegelt sich das Bild wider, dass sie Mann und Frau sind, in dieser Gegensätzlichkeit, in diesem, dass sie sich ergänzen. Gottes Bild spiegelt sich im Mann wider und in der Frau wider, aber in ihrem Mann- und Frausein, in ihrer Pluralität sogar noch mehr. Sie spiegeln als einzelne, aber vor allem als eine Einheit Gott wider.
Wir sehen, genauso wie in der Dreieinigkeit, wo letztendlich die drei Personen der Gottheit zusammenwirken und darin sich letztendlich die Herrlichkeit Gottes ergibt, so sehen wir auch genau das widergespiegelt in dem Menschen. Und der Mensch, als im Ebenbild Gottes geschaffen, verherrlicht Gott dadurch, dass er seinen göttlichen Auftrag ausführt.
Und was ist jetzt der göttliche Auftrag? Den lesen wir hier in Vers 28 dann weiter: Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde. Das ist die Aufforderung. Letztendlich: Was ist ihr Auftrag? Er sagt: Seid fruchtbar, mehret euch, macht euch die Erde untertan und herrscht über die Schöpfung.
Was ist die Ebenbildlichkeit Gottes? Viele Alttestamentler streiten sich darüber, diskutieren das, und ich denke, wir können sagen: Darin liegt die Ebenbildlichkeit Gottes, dass wir hier auf Erden Gott widerspiegeln, dass wir Gott repräsentieren. Wir sind als seine Repräsentanten diejenigen, die jetzt über seine Schöpfung herrschen, die jetzt die Welt sich untertan machen, die weiter schöpferisch tätig sind dadurch, dass wir fruchtbar sind und uns mehren. Und das ist ein Auftrag, den Gott Mann und Frau zusammenschenkt. Diesen Auftrag „mehret euch“ kann man nicht alleine erfüllen, diesen Auftrag „mehret euch“ kann die Frau nicht alleine ausfüllen. Sondern sie müssen zu eins werden, wie wir von unserem Biologielehrer Peter vorhin schon gelernt haben, und dann entsteht neues Leben.
Aber dieses Herrscht, macht euch die Welt untertan, auch da sind Mann und Frau aufeinander angewiesen. Und wir sehen: So wie die Gottheit gemeinsam tätig war in der Schöpfung der Welt, die drei Personen, so sind auch jetzt als Repräsentanten Gottes Mann und Frau, die zusammenkommen als eine Einheit, die als eine Einheit zusammenwirken, dass sie den Auftrag Gottes erfüllen, zu dem Gott sie berufen hat. So dass durch das wunderschöne Zusammenwirken, so wie die Eistänze auf dem Eis zu einem zusammenschmelzen, auch so durch ihr Zusammenwirken letztendlich Gott verherrlicht wird.
Sie sollen zusammen den Willen und die Ehre Gottes ausüben, sie sollen zusammen sich vermehren, sie sollen zusammen Verantwortung übernehmen für die nächste Generation, für die Kinder, sie sollen gemeinsam durch ihre Arbeitsteilung sich die Welt, die Erde untertan machen. Und doch nehmen beide ganz unterschiedliche Aufgaben dabei wahr, um diesen göttlichen Auftrag zu erfüllen.
Ich denke, es ist interessant, dass hier gleich schon am Anfang dieser Auftrag lautet: Seid fruchtbar und mehret euch! Unser Bruder Seubert könnte sicherlich daraus so einiges auch sagen, wie sich das auswirkt auf den Gedanken der gleichgeschlechtlichen Ehe. Gottes Plan war es, dass Mann und Frau in einer Einheit zusammenkommen, die, so der Herr es schenkt, auch sich fortpflanzt, dass Mann und Frau zusammenwirken, in ihrer Gegensätzlichkeit zu einer Einheit werden. Aber ethisch sagt das auch einiges über die Fortpflanzungstechnologie aus, die wir aufgrund dessen hinterfragen sollten. Ja, es kann nicht sein, hier, wir sehen, dass sich durch das Zusammenwirken von Mann und Frau der Mensch fortpflanzt und nicht dadurch, dass irgendwelche Samen und irgendwelche Spermien irgendwo in einem Reagenzglas ergänzt werden. Aber ich denke, da kann der Seubert sicherlich besser etwas zu sagen als ich.
Aber ich denke, wir wollen hier auch einmal einhaken und überlegen: So vieles von diesem Konflikt, und wir reden ja an diesem Wochenende über einen Konflikt, nämlich den Kampf der Geschlechter. Wenn wir diesen Vers wirklich ernst nehmen, Gott hat den Auftrag gegeben, dass Mann und Frau gemeinsam sich die Welt untertan machen. Wir sehen hier das Kulturmandat: Macht euch die Welt untertan. In dem, wie wir unseren Berufen nachgehen, machen wir uns die Welt untertan. Luther hat dann später diesen Begriff geschaffen, ich denke, es war Luther, dass wir die Maske Gottes tragen. Es ist letztendlich Gott, der den Menschen gebraucht, um hier für andere Menschen zu sorgen, die Menschen, die Welt sich untertan zu machen.
Überlegen wir: Heute Morgen bin ich mit einem Taxi zum Flughafen gefahren, und dieser Taxifahrer übt letztendlich eigentlich einen Auftrag Gottes aus, nämlich dass er von Gott berufen ist, andere zu transportieren von einem Ort zum anderen. Vielleicht bist du heute Abend hier Arzt, du machst die Welt dadurch dir untertan, dass du als Arzt für die Gesundheit von anderen Menschen sorgst. Und so können wir jeden Beruf nehmen. Es ist letztendlich, dass unser Wie und was für einen Beruf wir ausüben, Teil dieses Auftrages ist, dass wir uns die Welt untertan machen. Und wir sehen, letztendlich geht es selbst in meiner Berufswahl und in dem Ausüben meines Berufes nicht um meine eigene Ehre, sondern auch das ist etwas, was ich tue, was ich sehe: Ich trage die Maske Gottes und ich bin beauftragt von Gott, ihn zu verherrlichen, dadurch wie ich für meine Mitmenschen durch meine Arbeit sorge.
Wir machen uns die Welt untertan durch Lehre, durch Forschung. Das war ein zentraler Gedanke in der Reformation, dass man gesagt hat, wir machen uns die Welt untertan, das bedeutet, wir wollen die Welt ergründen in allen ihren Naturgesetzen. So gehen wir der Lehre nach, und auch das ist etwas, was wir zur Ehre Gottes tun. Wenn wir jetzt hier sehen, inwiefern identifizieren wir uns mit unserer Arbeit und lassen vielleicht sogar unsere Identität, unsere Arbeit uns von unserem Ehepartner wie ein Keil dazwischen kommen lassen, wo eine Frau ihrer Arbeit nachgeht und da ihre Identität findet und letztendlich der Mann seine Identität in der Arbeit findet, statt ihre Identität in Gott zu finden, in der göttlichen Berufung: Ich führe letztendlich hier Gottes großen Auftrag aus. Und es geht nicht um mich, sondern es geht darum, dass wir als Ehepaar gemeinsam Gottes Auftrag ausfüllen und gemeinsam einander stützen, dass wir unsere Arbeit, unseren Auftrag Gottes noch besser erfüllen.
Ich denke, das ist ein zentraler Gedanke, wo wir hier schon sehen, wie Adam und Eva zusammengewirkt haben und einander ergänzt haben in der Ausübung des Auftrags, den Gott ihnen gegeben hat. Und so verherrlicht sich Gott auch darin, dass er Mann und Frau zwar gleichwertig und trotzdem unterschiedlich geschaffen hat. Und wir haben das jetzt schon philosophisch und biologisch heute Nachmittag betrachtet, inwiefern er dadurch, wie der Mensch, wie Mann und Frau geschaffen sind, ein jeder ganz andere Veranlagungen hat und damit ganz anders auch beitragen kann, zueinander zu ergänzen, was letztendlich Gott unendliche Ehre bringt.
Und Strachan schreibt hierzu: Wir sind als Männer oder als Frauen geschaffen, um unsere Männlichkeit und Weiblichkeit zur Ehre unseres Schöpfers auszuleben. Er hat uns nicht gleichgemacht. Gott liebt die Vielfalt, er schwelgt darin, er schuf eine Welt, die mit Unterschieden pulsiert, die mit Farbe explodiert. Dazu gehören brodelnde Wasserfälle und selbstaufblasende Echsen und begeisterte Erdmännchen. Aber der Mensch, Mann und Frau, ist der Höhepunkt seiner Schöpfung. In Christus verstehen wir, dass unsere Männlichkeit oder Weiblichkeit nicht zufällig ist. Es ist nicht unwichtig, es ist der Kanal, der Weg, durch den wir Gott unsere Ehre geben werden. Gott hat den Mann dazu geschaffen, dass er in seiner Männlichkeit Gott die Ehre bringt, Gott hat die Frau geschaffen, dass sie durch ihre Weiblichkeit Gott die Ehre bringt.
Nun, ich denke, wir können heute Abend viel über Mannsein und Frausein reden. Seubert hat vorhin schon gesagt: Der Mann übernimmt die Schutzmacht. Was für ein Begriff! Er übernimmt die Schutzmacht. Ja, wir sehen hier: Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebauen und bewahren soll. Gott schuf den Menschen zuerst. Er war derjenige, zu dem er den Auftrag ausspricht. So können wir heute Abend ganz viele Gründe geben, die deutlich machen: Der Mann ist dazu berufen, die Verantwortung zu übernehmen. Er ist berufen, für seine Frau und für seine Familie eine Schutzmacht darzustellen. Ja, wir sehen hier den Auftrag: Er soll bewahren und er soll bewachen.
Und dann wird über die Frau gesagt, dass sie als Gehilfin geschaffen ist. Ja, wir lesen, wie es heißt: Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, 1. Mose 2,18. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Und dann 1. Mose 2,22: Und Gott der Herr bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Die soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen.
Hier haben wir jetzt die Frau, die wesensverwandt und gleichartig mit dem Menschen ist wie kein anderes Tier es ist, sondern die perfekte Ergänzung zum Menschen, das perfekte Gegenstück zum Mann, zum Adam. Nun, es wird über sie gesagt, dass sie die Gehilfin ist, dass sie diejenige ist, die letztendlich dem Mann hilft, den göttlichen Auftrag auszuführen. Aber bedeutet das, dass sie weniger wert ist? Bedeutet das, dass sie weniger wichtig ist? Nein. Der Mann konnte das, wozu Gott ihn berufen hat, nicht ausführen ohne dieses Gegenstück, ohne die Frau, die Gott gab. Er stellt ihr eine Helferin zur Seite, und wir sehen hier, dass letztendlich damit die Einsamkeit des Mannes gemildert wird, dass letztendlich hier eine Kameradschaft, eine Einheit, eine Vertrautheit zwischen Mann und Frau geschenkt wird und dass letztendlich auch die Fortpflanzung niemals möglich gewesen wäre, wenn Gott nicht die Frau geschaffen hätte als diesen zentralen Auftrag.
Und so ist es, dass der Mann nur seinen Auftrag, sich zu vermehren und über die Erde zu herrschen, erfüllen kann, weil Gott ihm auch die Frau zur Seite gestellt hat, und er alleine niemals über diese Welt hätte herrschen können und sie sich untertan machen könnte. Und so üben sie jetzt gemeinsam diesen Auftrag aus. So ist die Aufgabe, die Berufung der Frau eine andere, aber das nimmt nichts von dem Wert weg, sondern bereichert genau das, wozu Gott die Menschen geschaffen hat, nämlich es macht möglich, dass sie als eine Einheit Gott die unendliche Ehre bringen und verherrlichen durch ihr gemeinsames Wirken.
Wenn wir dann weiterlesen bis hin zu 1. Mose 2,25, dann sehen wir: Sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht. Wir sehen, dass diese Eintracht, diese Harmonie in diesen Rollen und Aufgaben, die Gott ihnen gegeben hatte, etwas war, was von Intimität und Schönheit und Freude aneinander begleitet war. Köstenberger schreibt in seinem Buch God’s Design: Wir sehen, dass der biblische Text Mann und Frau nicht gegeneinander ausstachelt, sondern ihre Eintracht und Einheit als äußerst intim und harmonisch darstellt. Die Vorstellung, dass die Geschlechter in einer kontroversen, antagonistischen Beziehung stehen, ist im biblischen Schöpfungsbericht völlig fremd. Im Gegenteil: Adam und Eva sind total begeistert voneinander. Die Behauptung, dass die Leitung des Mannes und die Rolle der Frau als seine geeignete Helferin die Überlegenheit des Mannes und die Minderwertigkeit der Frau widerspiegelt, wird ebenfalls nicht durch den Genesis-Bericht bestätigt.
Wir sehen in diesen Rollen, in diesen Aufgaben, die Gott Mann und Frau gegeben hat, eine Intimität, eine Freude aneinander. Sie waren nackt, und sie schämten sich nicht. Diese Beziehung war gefüllt von Liebe und von Hingabe und von Fürsorge von Mann gegenüber der Frau und der Frau gegenüber dem Mann. Was diese Beziehung zwischen Adam und Eva auszeichnete, war, dass sie ein Fleisch waren. Wir lesen dann in 1. Mose 2,24: Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seine Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein. Sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.
In diesem Ein-Fleisch-Sein, in diesem eine Einheit-Sein, finden wir letztendlich die Verherrlichung Gottes. Raymond Ortlund schreibt: Es ist die tiefe Verschmelzung zweier Leben in ein gemeinsames Leben durch diese gegenseitige Zustimmung und den Bund der Ehe. Es ist die vollständige und dauerhafte Selbstübergabe in eine neue gemeinsame Existenz mit dem Partner. Das ist letztendlich, wozu Gott uns in der Ehe berufen hat, dass ein Mann und eine Frau so wie Ei und Sperma miteinander verschmelzen, so auch Mann und Frau miteinander verschmelzen.
Und ich komme hier zurück zu diesem wunderschönen Bild des Eiskunstlaufs, wo gerade die Schönheit auf dem Eis darin liegt, dass die Frau und der Mann zu einer Einheit zusammenschmelzen, weil sie ihm vertraut, sie letztendlich sich seiner Führung fügt und er letztendlich in Kraft und Einfühlsamkeit und Verantwortung sie führt und sie nicht fallen lässt. Dadurch wird der große Plan, den Gott für uns Menschen hat, ausgeführt.
Und das ist es, wozu Gott Mann und Frau geschaffen hat, wozu er die Ehe geschaffen hat. Ich denke, wir sitzen heute Abend hier und sagen: Ich wünsche, dass es so wäre. Wir sehnen uns danach. Und tatsächlich, wenn wir die Geschichte dann weiterlesen, in 1. Mose 3 lesen wir von dem furchtbaren Sündenfall, der all diese schöne Beziehung eigentlich auf den Kopf gestellt hat. Im Sündenfall haben sich Mann und Frau von der wunderschönen Einheit in ihrer Berufung, Gottes Plan zu seiner Ehre auszuleben, abgewandt und ihre gottgegebene Aufgabe auf den Kopf gestellt. Mit dem Sündenfall haben sich Mann und Frau von der Freude aneinander und von der Freude an Gott und seinen Plänen für sie abgewandt. Sünde hat einen Keil zwischen sie getrieben, diese Einheit, zu der Gott sie eigentlich berufen hat, ist aufgesprengt, so dass beide Partner nur noch an sich selbst denken und daran, sich selbst zu verwirklichen, ihre eigenen Träume, ihre eigenen Pläne umzusetzen.
Die Verwirrung und das Auf-den-Kopf-Stellen der Rolle von Mann und Frau, das ist letztendlich das, was wir bei dem Sündenfall lesen. Es ist so interessant, dass letztendlich der Sündenfall der Anfang und der Ursprung des Geschlechterkampfs war. Ja, dass letztendlich der Geschlechterkampf eigentlich der Grund für den Sündenfall war. Dann überlegen wir doch einmal: Was ist hier geschehen? Wir wissen, die Schlange kommt in den Garten, und wo geht sie hin? Sie geht zur Frau statt zum Mann. Und warum? Warum geht sie zur Frau? Sie überredet die Frau, dass sie von der Frucht nimmt. Und dann lesen wir in Vers 6: Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.
Gott hatte zu dem Mann gesagt, von diesem Baum sollt ihr nicht essen, sonst werdet ihr sterben. Gott hatte dem Mann die Verantwortung gegeben, die Schöpfung vor dem Bösen zu bewahren. Letztendlich hat Gott den Mann in den Garten gesetzt mit dem Auftrag: Bebau ihn und bewahre ihn. Der Neutestamentler Gregory Beale zeigt das so schön in seiner biblischen Theologie auf. Letztendlich hat Adam versagt. Adam hatte den Auftrag, den Garten vor dem Bösen zu bewahren, dass das Böse nicht in den Garten eindringt, dass das Böse nicht seine Frau angreift. Er hatte Verantwortung. Aber wo war Adam? Wo war Adam? Und der Teufel wusste es: Wenn die Schlange jetzt zu Eva kommt, dann würde die Schlange Eva versuchen, und Eva würde sich vielleicht in die Versuchung geraten, sich nicht mit dem Mann abzusprechen, nicht letztendlich den Mann entscheiden lassen, sollen sie von der Frucht essen oder nicht. Aber genau das geschah. Und wo war der Mann? Wir lesen hier in Vers 6: Und sie aß von der Frucht, und sie gab auch davon ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.
Und später, als Gott seinen Fluch aussprach aufgrund des Sündenfalls, begründet er es und sagt in 1. Mose 3,17: Und zu Adam sprach Gott: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, weil du auf die Stimme deiner Frau gehört hast oder gehorcht hast, können wir es übersetzen. Wir sehen also: Der Mann war bei ihr. Der Mann hat also entweder das ganze Gespräch oder einen Teil des Gesprächs zwischen Eva und der Schlange mitgehört. Und wir sehen, es war ein Dialog zwischen Eva und Adam, denn es heißt hier: weil du der Stimme deiner Frau gehorchtest. Sie haben gesprochen. Wo war Adam hier? Was hat Adam gemacht? Hat er Einspruch genommen und gesagt: Nein, du bist nicht von der Frucht? Was wir hier sehen, ist: Adam hat letztendlich versagt, seiner Verantwortung nachzukommen. Er ist seiner Verantwortung, die Frau zu beschützen, den Garten vor dem Bösen zu schützen, dass das Böse nicht in den Garten eindringt, nicht nachgekommen. Adam hat nicht geleitet, hat nicht geführt, wie er dazu berufen war.
Und die Frau? Die Frau hat nicht nach der Leitung des Mannes gefragt. Sondern die Frau hat ihr eigenes Ding getan. Und die Frau wird dafür nicht zur Rechenschaft gezogen, sondern wie begründet Gott, dass sie verflucht sind und aus dem Garten geworfen werden, dass der Erdboden verflucht ist? In 1. Mose 3,17 haben wir eben gelesen: Und zu Adam sprach Gott: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem er hier geboten hatte und sprach: Du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen.
Wir können nicht einfach sagen: Ja, die Frau war einfach, die konnte eher versucht werden als der Mann. Der Mann hat hier versagt, genauso wie die Frau auch versagt hat. Der Sündenfall liegt nicht an der Frau, und ich denke, das ist morgen, wenn wir 1. Timotheus 2 lesen, entscheidend. Das ist nicht das Problem mit Frauen und Predigen in unserer Gemeinde. Es ist nicht, weil sie anfälliger sind für Irrlehren und für irgendwelche Nein, sie sind nicht anfälliger. Der Mann und die Frau haben beide hier versagt und sind beide nicht Gottes Willen nachgekommen. Und damit ist letztendlich der Fall der Menschheit verknüpft. Er hat angefangen genau mit diesem Geschlechterkampf. Wie aufschlussreich!
Und so ist Adams Verhalten im Garten das Verhalten, was wir heute immer noch bei den Männern sehen. Owen Strachan schreibt dann weiter in seinem Buch Delighting in God’s Plan: Männern wird heute gesagt, dass sie Idioten sind, kleine Jungen, die niemals erwachsen werden. So werden Männer im Fernsehen repräsentiert. Wir sehen eine solche Unreife in Adams anfänglichem Versagen, die Frau zu beschützen, die Gott ihm anvertraut hat. Wir sehen seinen Egoismus auch darin, Eva dafür zu beschuldigen, die verbotene Frucht gegessen zu haben. Als Gott dann Adam zur Rechenschaft zieht, schiebt er die Schuld auf die Frau. Männer werden von einer Reihe von Sünden versucht, aber sie müssen wissen, dass das Evangelium der schrecklichste Feind ihrer Faulheit, Selbstsucht und Verantwortlosigkeit und Unreife ist. Faulheit, Selbstsucht, Verantwortlosigkeit und Unreife – das ist das, was uns seit Adam immer noch begleitet. Und eine Herausforderung ist für uns Menschen, und sein Ursprung hat dort im Sündenfall.
Aber auch die Frau, denke ich, wir sehen hier ein Muster, was sich fortgesetzt hat. Die Eva hat unabhängig von Adam gehandelt und sich nicht von ihm beraten und führen lassen, und stattdessen hat sie seine Führung umgangen und hat hier selbst die Führung ergriffen. Die Frau sah, und sie nahm, und sie aß. Und Owen Strachan schreibt auch hier weiter: Frauen wird heute gesagt, dass ihr Wert in ihrem Aussehen, in ihren sozialen Fähigkeiten oder in ihrer Fähigkeit besteht, die Männer zu dominieren. Dies ist ein altes Problem mit modernen Folgen. Frauen wird heute gesagt, dass sie Erfüllung und dauerhaftes Glück darin finden werden, wenn sie stark sind. Sie werden aufgefordert, ihre Sexualität als Instrument ihrer Macht zu nutzen, sie werden herausgefordert, Weiblichkeit zu verachten, und christliche Frauen werden spüren, wie diese und andere Versuchungen sie anziehen. Aber auch hier müssen die Frauen das Evangelium hören und durch das Evangelium geheilt werden, letztendlich errettet werden, um den Ausweg aus diesem Missbrauch ihrer eigenen Manipulation zu finden.
Und so können wir jetzt hier weiter gucken: Was sind die Folgen, was sind die Folgen des Sündenfalls? Wir sehen, der Tod ist eingekehrt, Schmerzen im Gebären als eine Folge des Sündenfalls, für den Mann die Mühe in seiner Arbeit. Aber wir kommen dann in Kapitel 3, Vers 16 auch zu einem Streit in der Ehe. Ein interessanter Vers, wo Steffen Felber und ich uns auch nicht ganz einig sind, wie der auszulegen ist, aber wir lesen hier als weitere Folge des Sündenfalls: Und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen. Eine Folge des Sündenfalls, die uns bis heute begleitet.
Wie heißt es hier: Dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein. Um welches Verlangen geht es hier? Dieses Wort kommt noch zwei weitere Male in der Bibel vor, gleich im nächsten Kapitel, in Kapitel 4, Vers 7 in Bezug auf Kain, und dann sehen wir das auch noch im Hohelied, Kapitel 7, Vers 10. In Hohelied 7,10 wird dieses Wort Verlangen auf jeden Fall als sexuelles Verlangen, als etwas sehr Positives dargestellt. Aber ich denke, im direkten Zusammenhang sehen wir eine absolute Parallele zu den Worten Kains, die Gott zu Kain spricht. Wenn er zu ihm in Kapitel 4, Vers 7 sagt: Es ist nicht so, wenn du Gutes tust, so darfst du dein Haupt erheben. Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet. Du aber sollst über sie herrschen.
Also, es wird zu Kain gesagt: Die Sünde wird ihr Verlangen auf dich richten, und zu Eva wird gesagt: Dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein. Sehen wir die Parallele? Und dann wird gesagt: Aber er soll über dich herrschen. Und zu Kain gesagt: Du aber sollst über sie herrschen. Also, es ist fast genau derselbe Satz mit Prolog, der ein bisschen umgestellt ist. Und das Verlangen bei Kain ist sehr offensichtlich: Das Verlangen der Sünde ist auf dich gerichtet. Was ist das Verlangen der Sünde? Die Sünde versucht Kain zu kontrollieren. Aber Kain, du sollst über sie herrschen.
Und so sehen wir in diesen Worten an Eva: Dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein. Auch hier bei Eva, denke ich, ist es das Verlangen, den Mann zu dominieren und letztendlich ihn zu manipulieren, letztendlich seine Führung zu umgehen. Das ist das Verlangen seit dem Sündenfall in den Frauen. Und dann sehen wir: Er aber, der Mann, soll über dich herrschen. Ich denke, das ist auch etwas Negatives, wo wir hier sehen, es ist ein Herrschen, ein Beherrschen, nicht, dass er sie als Schutzmacht beschützt und sie führt und Verantwortung über sie nimmt, sondern ein Beherrschen. Er setzt brutale Mittel ein, um ihre Werke zu unterbinden. Ja, er unterdrückt sie, und hier sehen wir ein großes Problem, dass Frauen psychisch, mental, psychologisch und geistlich von ihren Männern manipuliert werden. Die Kompatibilität, von der wir dieses Wochenende sprechen, bedeutet nicht, dass der Mann über die Frau rüberfahren kann wie eine Dampfwalze und alles mit ihr machen kann. Das ist nicht das Plädoyer. Das ist Teil des Fluches, den wir hier sehen, dass der Mann dazu die Veranlagung hat, dass der Mann versucht, die Frau zu manipulieren und zu dominieren auf eine unangemessene Art und Weise. Das können wir ganz bestimmt nicht gutheißen.
So waren Mann und Frau hier eigentlich Korrigenten über die Erde. Was ist daraus geworden? Die Frau versucht, die Führung des Mannes zu umgehen, ja, ihn sogar zu manipulieren, und der Mann reagiert damit mit despotischer Autorität. Aus der einfühlsamen, geduldigen, gottzentrierten Herrschaft zusammen mit seiner Frau über die Schöpfung ist eine fahrlässige, sorglose, ungeduldige, selbstzentrierte Herrschaft über seine Frau geworden. Das ist letztendlich, wohin der Sündenfall die Beziehung zwischen Mann und Frau hingeführt hat.
Und wenn wir dann die Geschichte weiterlesen, im Alten Testament sehen wir, dass vielleicht durch das Gesetz mehr oder weniger das eingedämmt wurde. Aber wir sehen, dass kein Gesetz hier das rückgängig machen kann, was die Sünde bei Eva und bei Adam angerichtet hat. Das Gesetz konnte niemals diesen Keil wieder entfernen, egal inwiefern hier die Beziehung zwischen Mann und Frau reguliert wurde.
Und so kommen wir zum Neuen Testament, und es ist interessant, hier einfach mal die Aufforderung an die Männer und an die Frauen uns vor Augen zu finden, uns zu überlegen: Was für Sünden, was für Probleme werden angesprochen? Zum einen, wir werden gleich zu Epheser 5 kommen, wo, bevor Gott überhaupt, bevor Paulus überhaupt unter göttlicher Inspiration zu den Frauen sagt: Ordnet euch unter, und zu den Männern sagt: Liebt eure Frauen wie euch selbst, opfert euch auch für eure Frauen, bevor er das überhaupt sagt, sagt er zu beiden: Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. Das ist sein allererster Auftrag: Ordnet euch einander unter. Und wir sehen hier das Problem: Es ist eine mangelnde Bereitschaft, die Ehe zur Ehre Gottes auszuleben, in der beide als eine Einheit auf den anderen bedacht sind. Ordnet euch einander unter, fügt euch und sagt: Wir sind berufen, als eine Einheit zu leben und nicht gegeneinander und nicht parallel voneinander zu leben.
Wir haben dann, wenn wir uns die Liste von Aufforderungen an die Männer anschauen, eine mangelnde Bereitschaft des Mannes in Liebe und Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme und Fürsorge für die Frau zu sorgen, die Gott ihm anvertraut hat. Sondern wir lesen schon indirekt hier, dass er seine von Gott gegebene Stärke missbraucht und damit letztendlich zu seinem eigenen Vorteil, aber nicht zu dem Wohl seiner Frau handelt. Da heißt es in Kolosser 3,19: Ihr Männer, liebt eure Frauen und werdet nicht bitter gegen sie. Dieses Wort bitter kommt dann noch ein paar Mal in der Offenbarung vor und bezieht sich dort auf Wasser, das bitter geworden ist, oder einen bitteren Magen. Wir haben dieses Bild von einem Ehemann und wie er seine Frau behandelt: Es ist letztendlich wie Magensäure. In der Neuen Genfer Übersetzung wird es übersetzt: Ihr Männer, liebt eure Frauen und geht nicht rücksichtslos mit ihnen um. Oder in der ESV: and do not be harsh with them, seid nicht rau, seid nicht barsch, seid nicht herb mit ihnen.
Sehen wir hier genau diesen Missbrauch letztendlich der Stärke, die Gott dem Mann gegeben hat? Davon muss Gott die Männer befreien und erretten. Oder dann im Petrusbrief, 1. Petrus 3: Ihr Männer sollt gleichermassen einsichtig mit euren Frauen als dem schwächeren Gefäß zusammenleben. Oder wie die Neue Genfer es sagt: Ihr sollt verständnisvoll zusammenleben mit euren Frauen und euch von Natur aus schwächeren Konstitutionen annehmen und Rücksicht nehmen. Ihr sollt Rücksicht nehmen aufeinander.
So schreibt Claire Smith in ihrem Buch God’s Good Design: Und seit dem Fall missbrauchen Ehemänner ihre Autorität entweder, indem sie hart und egoistisch sind, oder selbstsüchtig abwesend sind und sich ihrer Verantwortung und Autorität entziehen, wodurch ein Vakuum entsteht, das durch seine Frau oder Kinder gefüllt werden muss. Auch heute sind Ehemänner oft emotional und physisch abwesend von zu Hause. Der Wunsch, finanziell für die Familie zu sorgen und sich eine Karriere aufzubauen, überschattet den Wunsch, wahre Leitung in der Familie zu bieten.
Und es ist die Frage an uns Männer heute Abend: Führen wir? Oder sind wir so beschäftigt mit unserer Karriere, mit unserem Job, sogar mit unserem vollzeitlichen Dienst für den Herrn, wie auch immer wir es nennen wollen, dass wir sagen: Leitung ist viel zu kompliziert. Ich tue ja den Willen Gottes, weil ich ein so gutes Werk für ihn tue. Sind wir einsichtig, sind wir rücksichtsvoll? Opfern wir uns, so wie Jesus Christus sich für seine Braut geopfert hat?
Meine Zeit ist leider schon aus, aber wir sehen, wie letztendlich das, was Jesus für seine Braut getan hat, zu dem Ideal wird, was jetzt zum Anspruch wird, für den Mann auf die gleiche Art und Weise auch sich für seine Frau zu sorgen. Aber ich denke, auch wenn wir dann zu den Frauen kommen, auch dort sehen wir eine mangelnde Bereitschaft der Frau, sich auf die Führung ihres Mannes einzulassen und ihm und seiner Führung mit einem sanften und stillen Geist zu vertrauen. Immer wieder, sei es bei Petrus oder sei es in anderen Hinsichten, sehen wir immer wieder, dass letztendlich der sanfte und stille Geist in der Frau aufgefordert wird, Epheser 5,22 und 1. Petrus 3.
Und das, denke ich, ist genau die Auswirkung des Sündenfalls noch weiterhin auf Frauen, so wie Claire Smith dann schreibt: Seit dem Fall in 1. Mose 3 ist es der Wunsch einer Frau, ihren Mann zu kontrollieren. Und jede Frau hat ihre eigene Art, dies zu tun. Vielleicht nörgelt oder manipuliert sie, vielleicht stellt sie ihn vor seinen Freunden oder den Kindern bloß, vielleicht sagt sie nie ein Wort, sondern führt einen Katalog seiner Sünden, der ein wachsendes Feuer der Wut und Selbstgerechtigkeit in ihr auslöst. Es nimmt ganz unterschiedliche Formen an, aber es ist kein sanfter und stiller Geist.
Genau deshalb ist Jesus Christus in die Welt gekommen, nicht nur, um uns die Sünden zu vergeben, dass Mann und Frau wieder zueinander finden, sondern Teil der Mission Jesu Christi ist, dass Mann und Frau wieder eins werden, dass Mann und Frau wieder einen Weg finden, wie sie wie die Frau dem Mann vertrauen kann und bereit ist, seiner Autorität und seiner Führung zu vertrauen, und dass aus dem Mann ein Mann wird, der in Heldenhaftigkeit bereit ist, sich aufzuopfern für seine Frau, der nicht flüchtet in seiner Arbeit, der sich nicht aus Faulheit zurückzieht, sondern sagt: Das ist mein Auftrag, hier zu führen und zu sorgen, und das nicht in Brutalität, sondern in sanftmütiger Hingabe, Demut und Fürsorge.
Und natürlich wird das am deutlichsten in Epheser 5,21-33, wo ich denke, dass viele von uns klar mit diesem Text vertraut sind. Aber ich will uns vielleicht, um uns einfach die Dimension dieses Textes vor Augen zu führen, ein bisschen auch auf den Kontext dieses Textes zum Abschluss noch eingehen. Wir sehen hier in Epheser 5,21 die klare Aufforderung: Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn. Wir sehen, plötzlich in der Beziehung zu Jesus Christus werden Mann und Frau zu neuen Menschen, so wie wir vorhin gesungen haben. Wir werden zu neuen Menschen, und als neue Menschen ist jetzt die Beziehung zwischen Mann und Frau nicht mehr eine Beziehung zwischen Mann und Frau, sondern eine Beziehung zwischen Mann und Frau und Jesus Christus. Sie ordnet sich unter als dem Herrn. Ihre Unterordnung ist etwas, was Jesus Christus und seinem perfekten Willen entspricht, und es ist aus Liebe und aus Hingabe zu Jesus Christus, dass auch diese Unterordnung stattfindet.
Und dem Mann wird dann in Vers 25 gesagt: Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat. Der Standard für diese Liebe und für die Bereitschaft, sich hinzugeben und aufopferungsvoll für die Frau zu wirken, ist letztendlich, was Jesus Christus getan hat. Die Frau ist mit Jesus Christus eins geworden, der Mann ist mit Christus eins geworden, und in diesem Einssein mit Christus sind sie neue Menschen und leben jetzt für den Herrn. Und in ihrem Leben für den Herrn sind sie bereit, Verantwortung zu übernehmen, sind sie bereit, sich unterzuordnen.
Aber es ist interessant: Letztendlich, worum geht es eigentlich in dem Epheserbrief? Ich denke, das ist der erste so interessante Einblick hier. Wenn wir zurückschlagen zu Kapitel 1, dann sehen wir in Vers 10: Das große Ziel, das Gott in Jesus Christus verfolgt, ist, dass alle Dinge im Himmel und auf Erden unter dem einen Haupt Christus zusammengebracht und vereint werden. Gott hat eine große Mission in Jesus Christus laut dem Epheserbrief, und das ist das, was sich auseinandergelebt hat, das, wo ein Keil dazwischen getrieben ist, wieder zusammenzubringen. Dazu gehören nicht nur die Beziehungen zwischen Juden und Griechen und Sklaven und Freien, sondern da gehört auch die Beziehung zwischen Mann und Frau dazu, dass Gott da, wo der Sündenfall für Trennung gesorgt hat, wo ein Keil dazwischen getrieben worden ist, wieder zusammengebracht wird und eins gemacht wird. Und das ist doch letztendlich das, was Gott sichtbar machen will in christlichen Ehen. Dass das, was aufgrund des Sündenfalls, wo Mann und Frau eigentlich nicht miteinander können und wo sie sich auseinanderleben in ihrer Sündhaftigkeit, dass sie in Christus wieder vereint werden, weil jeder in Christus ganz neu wieder seine Rolle und seinen Auftrag, den er von Gott bekommen hat, ernst nimmt und wagt, auszuführen.
Aber dann ist interessant, dass diese Verse, wo der Frau gesagt wird: Ordne dich unter, und dem Mann gesagt wird: Liebe deine Frau wie dich selbst und opfer dich für sie auf, dass das ein langer Satz ist, der eingeführt wird, schon in Kapitel 5, Vers 18. Da ist die Rede von: Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes. Und dieses Werdet voll Geistes wird jetzt auf ganz viele unterschiedliche Dinge angewandt. Ich denke, das können wir nachvollziehen. Wir können sehen: Ich bin erfüllt von dem Geist, und deshalb reden wir zueinander in der Gemeinde in Psalm und Lobsängen. Aber eine weitere Auswirkung und ein weiteres Zeichen, dass wir vom Geist erfüllt sind, ist dann Vers 21, dass wir uns einander unterordnen in der Furcht Gottes. Und des Weiteren eine Auswirkung des im Geist Wandelns ist, dass die Frau sich dem Mann unterordnet. Eine weitere Auswirkung des Geisterfülltseins ist, dass der Mann sich aufopfernd, heldenhaft hingibt und für seine Frau sorgt. Das ist letztendlich, was geistliches Leben ist, und niemand kann uns sagen, dass das etwas ist, was der Bibel aufopfert, dass das einfach die patriarchischen Prinzipien sind, die Welt, in der Paulus gelebt hat. Er sagt: Das heißt es, das ist geisterfüllt sein. Das ist nicht seine Meinung, das ist nicht seine Kultur, die er hier anderen aufstülpt, sondern das ist vom Geist erfüllt zu sein. Denn vom Geist erfüllt zu sein bedeutet, dass ich eins bin mit Christus, dass ich mein Einssein mit Christus auslebe und dass letztendlich in Christus ich sehe, wie ich mit meiner Frau umgehe, ist eine Sache zwischen mir und Christus, wie ich mit meinem Ehemann umgehe, ist eine Sache zwischen mir und Christus.
Dazu sind wir berufen, geisterfüllt durch Jesus Christus wieder zurückzukehren zu der ursprünglichen Ordnung, die Gott für Mann und Frau in der Schöpfung vorgesehen hat. Und das letztendlich nicht als eine Strafe, sondern zum Wohl. Gott sah diese Einheit, und er sagt: Es ist gut, es ist sehr gut. Und Gott wurde dadurch verherrlicht, und das muss im Mittelpunkt unserer Ehen stehen, dass Gott verherrlicht wird dadurch, dass Jesus Christus Mann und Frau, Ehepartner wieder zusammenbringt.
Aber ich will dann vielleicht noch auf einen dritten, letzten Kontext eingehen. Habt ihr euch je überlegt, wie geht es dann weiter? In Kapitel 5 ist die Rede davon, wie der Mann sich der Frau gegenüber verhält, wie die Frau sich dem Mann gegenüber verhält und natürlich auch Eltern-Kinder-Beziehung und meist Sklavenbeziehung.
Aber dann in Kapitel 6, worüber redet Paulus in Kapitel 6? Er sagt: Zieht die Waffenrüstung an, zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels, denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit. Unser Kampf richtet sich gegen die Schlange, gegen die Schlange, die damals im Garten Eden die Beziehung zwischen Mann und Frau versucht hat, auf den Kopf zu stellen, und es ist ihr gelungen. Der Kampf in einer Ehe, das Ringen um Rollen, das Ringen um Rechte, es ist nicht ein Kampf zwischen Ehepartnern, sondern es ist letztendlich ein geistlicher Kampf.
So sagt Köstenberger in seinem Buch God’s Design: Der Feind der Gläubigen ist nicht der Ehepartner, die Eltern oder der Arbeitgeber oder irgendein anderer Mensch. Seit die Schlange sich Eva im Garten näherte und sie und Adam der Versuchung erlegen waren, werden Ehebeziehungen ständig im Rahmen der geistlichen Kriegsführung ausgelebt. Der Teufel will nichts lieber, als einen Keil weiterhin zwischen Mann und Frau zu treiben. Und da kämpfen wir gegen an.
Und da frage ich mich: Ziehen wir die Waffenrüstung Gottes an, leben wir in ständiger Vergebung, dass wir immer wieder in Jesus Christus Neuanfänge wagen, leben wir im Glauben an das Ideal, was Gott eigentlich mit der Ehe bewirken will, leben wir aus dem Evangelium, dem Helm des Heils heraus, wo wir sagen: Das Evangelium, das ist das, was definiert, und nicht die Kultur, in der ich lebe.
Savtschenko und Massot haben sicherlich nicht auf Anhieb eine so schöne Kür hingelegt. Ich denke, wir können uns überlegen, wir können nachspielen, wir können uns vorstellen, wie jahrelang, Tag für Tag, Woche für Woche sie diese Kür eingeübt haben und immer wieder sicherlich Massot sie wahnsinnig enttäuscht hat und Savtschenko auch immer wieder versagt hat und sich nicht wirklich hat führen, leiten und leiten lassen. Das war anfangs sicherlich nichts Schönes, es war nichts für Zuschauer, als sie angefangen haben zu trainieren. Doch sie haben trainiert. Im geistlichen Sinne würden wir sagen: Wir ziehen die Waffenrüstung Gottes an, weil wir sagen, es geht um etwas so viel Größeres, es geht um die Ehre Gottes. Es geht darum, dass das Evangelium sich als kräftig erweist in unserer Beziehung. Es geht letztendlich darum, dass Gottes ursprünglicher Schöpfungsplan in unseren Ehen, in unseren Beziehungen ausgelebt wird.
Ich frage dich heute Abend: Ist deine Ehe etwas, wo es um dich selbst geht, oder ist deine Ehe etwas, wo es um die Ehre und die Herrlichkeit Gottes geht? Gott hat die Ehe zu seiner Ehre geschaffen, und durch Jesus Christus finden wir den Weg zu einer erfüllenden Beziehung, erfüllenden Ehe. Es ist nicht immer leicht, ganz bestimmt nicht, aber etwas, was Jesus Christus Gott unendlich Ehre bringt, weil er Erneuerung bringt. Und das ist der Trost, den wir heute Abend für uns in Anspruch nehmen dürfen. Amen.
