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Light my fire

Wie der brennende Dornbusch unserer Nachfolge neues Feuer gibt
2. Mose 3,1-517.01.2021
EventTeil 23 / 24Jugendkonferenz für Weltmission 2021

Ein ausgebranntes Herz und die Sehnsucht nach neuem Feuer

Eine Frau ruft aufgeregt beim Tierarzt an: „Herr Doktor, Herr Doktor, mein Kater hat Benzin getrunken.“
Der Tierarzt fragt: „Und?“
Sie antwortet: „Na ja, dann ist er zwei volle Stunden lang wie verrückt durch die Wohnung gerast. Jetzt liegt er unterm Sofa und bewegt sich nicht mehr. Können Sie mir sagen, was nur mit ihm los ist?“
Die Antwort ist klar: „Benzin ist alle. Kein Benzin mehr, der Ofen ist aus. Da ist nichts mehr, was brennt und antreibt.“
Statt Feuer im Herzen fühlt er sich ausgebrannt – nicht der Kater, sondern Mose, von dem die Bibel erzählt. Er hatte eine glanzvolle Karriere vor sich, doch jetzt ist er mit einem Haufen Schafe in der Wüste gestrandet.
Was sollte aus seinem Leben noch werden? Er wusste es nicht. Ob Gott ihn noch gebrauchen wollte? Keine Ahnung. Seine Herkunft hat er mit der Heirat einer midianitischen Priestertochter verdrängt, und die Frage nach dem Wohin orientiert sich am Hunger der Schafe.
Feuer im Herzen? Das war einmal. Begeisterung für Gott sieht anders aus.
Wenn du dir neues Feuer, neue Begeisterung und ein brennendes Herz für Jesus in seiner Nachfolge wünschst, dann gehen wir jetzt zu Mose, in die Wüste.
Lies, was sich dort zugetragen hat, und bitte Gott: „Light my fire!“

Die Begegnung am brennenden Dornbusch

Mose hütete die Schafe und Ziegen Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian. Eines Tages trieb er die Herde tief in die Wüste hinein und kam zum Horeb, dem Berg Gottes. Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Feuerflamme, die aus einem Dornbusch loderte.
Mose sah, dass der Busch brannte, aber von den Flammen nicht verzehrt wurde. „Warum verbrennt der Dornbusch nicht?“, fragte sich Mose. Diese außergewöhnliche Erscheinung wollte er sich aus der Nähe ansehen.
Als der Herr sah, dass Mose sich dem Feuer näherte, rief er ihm aus dem Dornbusch zu: „Mose, Mose!“
„Ja, hier bin ich“, antwortete Mose.
„Komm nicht näher“, befahl der Herr. „Zieh deine Sandalen aus, denn du stehst auf heiligem Boden.“
Dann sagte er: „Ich bin der Gott deiner Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.“ Da verhüllte Mose sein Gesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
Der Herr fuhr fort: „Ich habe gesehen, wie mein Volk in Ägypten unterdrückt wird. Ich habe gehört, wie sie wegen ihrer Peiniger um Hilfe schreien und weiß, wie sehr sie leiden. Deshalb bin ich herabgekommen, um mein Volk aus der Gewalt der Ägypter zu befreien. Ich will sie aus Ägypten herausführen und in ein schönes und weitläufiges Land bringen, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Darum mach dich auf den Weg. Ich sende dich zum Pharao, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten herausführst.“
Doch Mose entgegnete: „Ich soll zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten führen? Wer bin ich schon?“
Gott antwortete: „Ich werde dir beistehen. Und dies ist das Zeichen, an dem du erkennen wirst, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, werdet ihr mich an diesem Berg anbeten.“
Mose erwiderte: „Wenn ich zu den Israeliten komme und ihnen sage, der Gott eurer Vorfahren hat mich zu euch geschickt, und sie mich fragen, wie er heißt – was soll ich ihnen sagen?“
Gott antwortete: „Ich bin der Ich bin da.“

Die Bedeutung des brennenden Dornbuschs für unser Leben

Gott brennt in uns, nicht wir für Gott

Mit neuem Feuer brennen, ohne dabei auszubrennen – Entdeckungen am brennenden Dornbusch, so lautet unser Thema.
Eine erste Frage drängt sich auf: Weshalb brennt der Dornbusch und brennt doch nicht aus? Die Antwort ist einfach: Der Dornbusch brennt und brennt doch nicht aus, weil Gott selbst im Feuer ist. Der Dornbusch brennt nicht für Gott, sondern Gott brennt in ihm. Deshalb gilt auch für uns: Du bist nicht dazu berufen, für Gott zu brennen.
Das Erste: Wir können brennen für unsere Gemeinde, für eine Aufgabe und sogar für Gott. Doch wir brennen aus, wenn nicht Gott selbst in dieser Flamme ist. Du kannst für Gott brennen und wirst ausbrennen, wenn nicht Gott selbst in dir brennt.
Das wünsche ich mir für mich und unsere Gemeinden, dass Gott in uns brennt. Wie das gehen kann? Für mich ist es einer der größten Schätze, den Tag mit einem Bibelwort und Gebet zu beginnen. Manche mögen das als gesetzlich ansehen – jeden Tag stille Zeit, jeden Morgen. Nun, man kann es so sehen. Man kann es aber auch als das größte Vorrecht und Geschenk ansehen und erleben, mit dem lebendigen Gott in den Tag starten zu dürfen und ihn zu bitten: Jesus, light my fire, brenn du heute in mir.
Ein zweites...

Schuhe aus – Vorbereitung auf heiligen Boden

Dass wir nicht nur für Gott brennen, sondern dass er in uns brennt, hat wohl auch etwas mit dem zu tun, was Gott Mose aus dem Dornbusch zuruft. „Komm nicht näher“, befahl der Herr, „zieh deine Sandalen aus, denn du stehst auf heiligem Boden.“
Wenn Gott in uns brennen soll, heißt das deshalb zweitens: Stopp, Schuhe aus! Was ist damit gemeint? Wofür stehen die Schuhe? Zum einen verbindet sich mit den Schuhen der Dreck, durch den sie laufen. „Zieh deine Schuhe aus“ bedeutet dann: Zieh aus, was schmutzig ist, leg ab, was dich verunreinigt und in Gottes heiliger Gegenwart keinen Raum mehr hat. Womit Gott nicht zurechtkommt, geschweige denn darin brennen möchte.
Wenn du willst, dass Gott in dir brennt, dann bitte Gott: „Reinige mich, heilige mich und hilf mir, so zu leben, wie es dich ehrt.“ Ein Leben in der Nachfolge – das ist heiliges Land.
Mir wurde das schon gelegentlich bewusst, wenn ich einen Verkündigungsdienst hatte und kurz bevor ich losmusste, es daheim aus irgendeinem Grund Zoff gab. Ein blöder Satz, etwas Schwieriges oder Verletzendes – was auch immer. Und dann war plötzlich keine Zeit mehr, um die Sache zu klären, in Ordnung zu bringen oder mich zu entschuldigen. Ich musste einfach los.
Diese Ausruffahrten hatten es in sich, wenn man weiß, wo man sich danebenbenommen hat. Und jetzt soll man Gottes Wort verkündigen – heiliges Land! „Zieh deine Sandalen aus, denn du stehst auf heiligem Boden.“ Wer sie nicht auszieht, wird keinen Segen bewirken. Kraft und Ausstrahlung bleiben aus.
Dann stehen Schuhe auch für Sicherheit. Schuhe geben den Füßen Schutz und Halt. „Stopp, zieh deine Schuhe aus!“ Wenn du willst, dass Gott in dir brennt, dann zieh deine Schuhe aus. Leg ab, was dir Sicherheit gibt. Leg ab, worauf du dich verlässt, und verlasse dich auf Gott.
„Ich verlasse mich auf Gott“ – diese fünf Worte kann nur der von sich sagen, der auch bereit ist zu sagen: „Ich verlasse mich auf Gott. Herr, ich habe es nicht im Griff, wie es weitergeht. Herr, ich würde dir so gern dienen, aber ich weiß nicht, wie ich das Studium schaffen soll. Herr, du weißt, dass ich auf diese Frau stehe oder dass sie auf diesen jungen Mann steht, und ich könnte mir diese Beziehung vorstellen – was meinst du dazu?“
Zieh deine Schuhe aus oder mit anderen Worten: Verlass dich auf mich!
Ein drittes: Treue im Kleinen.

Treue im Kleinen als Vorbereitung auf Großes

Die Hebräer leisten Schwerstarbeit. Tag für Tag wird ihnen von den Ägyptern Unmenschliches abverlangt, und gnadenlos werden sie unterdrückt. Währenddessen treibt Mose seine Schafe durch die Wüste.
Alles wäre nicht so gekommen, hätte Mose damals nicht den Mord an einem ägyptischen Aufseher begangen. Nach diesem Mord blieb ihm nichts anderes übrig, als sein Volk zu verlassen und in das ferne Midian zu fliehen.
Eigentlich war Moses Mitleid mit den Israeliten damals ja Gottesmitleid gewesen, und Moses Wunsch nach Freiheit für sein Volk war Gottes Wunsch. Nur der Weg, den Mose einschlug, als er einen Ägypter schlug, war eben nicht Gottes Weg.
Jetzt aber treibt Mose Schafe zum Gottesberg, anstatt sein Volk zum Gottesberg zu führen und weiter ins verheißene Land. Doch halt! Wir bemerken eine Parallele: Sind es jetzt Schafe, die Mose zum Gottesberg führt? Aus dem Rückblick wissen wir, dass es einmal Gottes Volk sein wird, mit dem Mose diesen Weg geht.
Gott ist mit Mose nicht am Ende, im Gegenteil. Was wie das Ende erscheint, ist Gottes Anfang. Wenn Gott jetzt Mose Schafe weiden lässt und sie zum Gottesberg führt, dann nimmt er den Mörder und Hitzkopf in seine Schule. Auf den einsamen Weiden Midians und an den Hängen des Sinai-Gebirges wird Mose, ohne dass er es ahnt, von Gott für die größte Hirtenaufgabe der Geschichte Israels und wohl auch der Weltgeschichte vorbereitet.
Bei den Schafen in der Wüste lehrt Gott Demut und die Bereitschaft, auf ihn zu hören. Gott fragt nach Moses Treue im Geringen, fernab jeglicher Leitungsaufgabe, bevor er ihn für sein großes Befreiungswerk beruft.
Diese Schule Gottes, die nach der Treue im Geringen fragt, finden wir auch bei Jesus. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu. Und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht.
Bin ich im Geringsten treu und nehme auch Aufgaben ernst, die wenig Anerkennung bringen, und kann ich sie mit Liebe erfüllen? Bin ich im Geringsten treu durch Treue meinen Nächsten gegenüber – meinen Eltern, meinem Ehepartner, denen, die Gott mir zur Seite gestellt hat? Bin ich im Geringsten treu, wenn die Wahrheit unbequem ist und eine Lüge wesentlich leichter fällt? Bin ich im Geringsten treu in Geldangelegenheiten? Bin ich im Geringsten treu, auch wenn es auf den ersten Blick Vorteile hätte, es nicht ganz so genau zu nehmen?
Die großen Gottesmänner Mose und David waren Mörder. Ich will nicht behaupten, dass uns etwas Entscheidendes fehlt, wenn wir das nicht sind. Wohl aber fehlt uns etwas, wenn wir uns nicht von Gott in die Schule nehmen lassen – eben wie David unter der Anklage durch den Propheten Nathan oder wie Mose bei den Schafen.
Gottes Schulweg heißt Treue im Geringsten. Es ist ein Weg der Umkehr, der Demut und der Bereitschaft, auf Gott zu hören. Mose geht diesen Weg mit seinen Schafen, woraufhin Gott ihn dazu beruft, diesen Weg mit seinem Volk noch einmal zu gehen.
Ein viertes: Dein Auftrag, es ist Gottes Vision.

Gottes Vision und unser Auftrag

Wir hören noch einmal auf das Bibelwort:
Der Herr fuhr fort: „Ich habe gesehen, wie mein Volk in Ägypten unterdrückt wird. Ich habe gehört, wie sie wegen ihrer Peiniger um Hilfe schreien und habe erkannt, wie sehr sie leiden. Deshalb bin ich herabgekommen, um mein Volk aus der Gewalt der Ägypter zu befreien. Ich will sie aus Ägypten herausführen und in ein schönes und weitläufiges Land bringen, ein Land, das von Milch und Honig überfliesst. Ich gebe ihnen das Gebiet der Kananiter, Hethiter, Amoriter, Peresiter, Hiewiter und Jebusiter. Darum mach auf den Weg, ich sende dich zum Pharao, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten herausführst.“
„Gesehen habe ich“, beginnt Gott. Und dann kommt zum Sehsinn auch der Hörsinn. Nach diesem Merismus – zwei Teile für das Ganze – folgt die absolute Steigerung: „Ja, ich habe erkannt, wie sehr sie leiden.“ Wenn Gott die Not seines Volkes sieht, hört und erkennt, dann nimmt er sie nicht nur wahr, sondern sie geht ihm durch Mark und Bein.
Mit dieser Erkenntnis kann Gott nicht anders, als aktiv zu werden. Gott ist herabgekommen, um zu befreien.
Hinter Moses’ Berufung steckt nicht weniger als eine Vision Gottes. Und wenn du Jesus nachfolgen willst, dann ist es nichts anderes. Denn dann ist dies der große Horizont, der über deiner Nachfolge steht.
Gott sieht, hört und erkennt, wie Menschen verstrickt sind in Sünde und Gefangene von Krankheit, Leid und Tod. Diese Sehnsucht treibt ihn an – dieselbe wie damals: zu retten, heimzubringen in sein ewiges Reich.
Deshalb steht über deinem Leben diese Vision Gottes und sein Auftrag: „Darum mach dich auf den Weg, ich sende dich.“ Wir haben einen Gott, dem diese Welt nicht gleichgültig ist, der ihr Leid auf sein Herz genommen hat und der dich um dieses Leides willen sendet.
Allerdings ein fünftes...

Zweifel und Anfechtungen trotz Berufung

Auch wenn Gott beruft, bleiben Anfechtungen nicht aus. Am Beginn der Segensgeschichte Israels steht Gottes Vision für Mose. Doch wie das bei Berufungen oft der Fall ist, weiß Mose nicht so recht, ob er wirklich gemeint ist. Kann das sein? Meint Gott wirklich mich? Und was, wenn ich es nicht schaffe, nicht will oder nicht kann?
Mose soll zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten führen. Wer bin ich schon? Diese Zweifel bringen Mose in eine Krise. Er beginnt, mit Gott zu ringen. Wir kennen ja den weiteren Verlauf der Geschichte.
Nicht nur persönliche Anfechtungen, sondern auch Bedrängnisse von außen, etwa durch den Pharao oder auf der Wanderung durch die Wüste, scheinen die Berufung immer wieder in Frage zu stellen. Hat Gott wirklich mich gemeint? Hat er mich berufen und in den Dienst gestellt? Oder war es doch nur eine große Selbsttäuschung?
An Mose sehen wir, dass auch dann, wenn Gott dich tatsächlich berufen hat – sei es zur Mitarbeit in der Gemeinde, im Studium oder im hauptamtlichen Dienst – Anfechtungen nicht ausbleiben. Eine Berufung durch Gott, selbst wenn sie durch einen brennenden Dornbusch geschieht, garantiert nicht, dass Anfechtungen ausbleiben. Im Gegenteil.
Dennoch ist es diese Berufung und Sendung Gottes, die über allem steht und die auch in aller Anfechtung trägt. Warum das so ist? Das hat damit zu tun, wie die Geschichte weitergeht.

Begegnung im Flugzeug: Humorvolle Perspektive auf Identität

Ein Mann reist in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Flugzeug. Einzig der Sitz neben ihm ist noch frei. Plötzlich kommt eine absolute Traumfrau den Gang entlang und setzt sich zwangsläufig auf den Platz neben ihm.
Ganz aufgeregt will unser Mann die Dame irgendwie ansprechen. „Entschuldigung, ja, und weshalb fliegen Sie jetzt nach Berlin?“, fragt er.
„Ah ja, ich habe da auf einem Kongress zum Thema Ehe einen Vortrag zu halten“, antwortet sie. „Wissen Sie, es ist höchste Zeit, endlich mal mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen. Viele Leute glauben zum Beispiel immer noch, dass die afrikanischen Männer besonders einfühlsam seien. Aber ich kann Ihnen sagen: Im weltweiten Vergleich ist das nichts gegenüber den amerikanischen Ureinwohnern. Es gibt keine einfühlsameren Menschen als die Indianer.“
„Und dann glauben immer noch viele, die Franzosen seien so herausragend, charmant, voller Esprit und unendlich romantisch. Aber völlig falsch! Es sind die Griechen, die es wie kein anderes Volk verstehen, ihre Frauen mit Charme, Humor und Romantik zu verwöhnen.“
„Aber, guter Mann, weshalb erzähle ich Ihnen das überhaupt – von diesen einfühlsamen Indianern und so romantischen Griechen? Ich weiß ja noch nicht mal Ihren Namen.“
„Oh, Entschuldigung, ja, natürlich, mein Name… ja, Winnetou, Winnetou Papadopoulos!“
Sein Name ist Programm – nicht der von Winnetou Papadopoulos. Sechstens: Gottes Name ist sein Programm.

Gottes Name als Zusage und Programm

Mose erwiderte: „Wenn ich zu den Israeliten komme und ihnen sage, der Gott eurer Vorfahren hat mich zu euch geschickt, und sie mich fragen: ‚Wie heißt er denn?‘, was soll ich ihnen dann sagen?“
Gott antwortete: „Ich bin der Ich bin da.“ Der, der dich zum Leben mit ihm und in seinem Feuer berufen hat, ist auch dabei. Er ist der „Ich bin, der ich bin da“. Sein Name ist sein Programm für dich.
In deinen Zweifeln und in deiner Anfechtung sagt Gott sich selbst dir zu: „Ich bin, der ich bin da.“ Ein Siebtes.

Die Symbolik des Dornbuschs und Gottes Gegenwart im Leid

Das Beste kommt zum Schluss. Halten wir nochmals fest, wo Gott Mose mit Feuer begegnet: in einem Dornbusch.
Weshalb wählt Gott den Dornbusch aus, um sich aus ihm herauszuoffenbaren? Er hätte doch auch, wie bei Bileam, einen sprechenden Esel nehmen können oder eines von Moses Schafen. Warum also der Dornbusch?
Der Dornbusch begleitet den Menschen seit seiner Vertreibung aus dem Paradies. Seit dem Sündenfall sind Dornen das Symbol für Gottes Gericht. Gott sagt: „Von nun an wird der Ackerboden deinetwegen unter einem Fluch stehen, und du wirst dich dein Leben lang nur mit Mühe von ihm ernähren. Er wird mit Dornen und Disteln übersät sein, und am Ende wirst du wieder zur Erde zurückkehren, aus der du gemacht wurdest.“
Vermutlich kennt jeder von uns solche Dornen: wenn Schule und Arbeit schwerfallen, wenn man beim Lernen das Gefühl nicht loswird „Mein Kopf ist ein Sieb!“, wenn Krankheit das Leben schwer macht oder wenn einem Steine beziehungsweise Dornen in den Weg gelegt werden.
Doch schauen wir nochmals genau hin: Im brennenden Dornenbusch werden die Dornen vom Ort des Gerichtes zum Ort, an dem Gott seine Retterliebe zeigt. Gott offenbart sich Mose, um sein Volk zu erlösen – und er tut dies an jenem Ort, der seit dem Sündenfall als Symbol für Gottes Gericht steht, mitten in den Dornen.
Dabei bleibt es nicht einmal. Später bezeugt Mose Gott als den, der, Zitat, „im Dornbusch wohnt“. Gott begegnet dir nicht nur inmitten deiner Dornen, er wohnt darin, er nimmt sie auf sich.
Wer sie auf sich nimmt, sehen wir im wahrsten Sinne des Wortes, als Gottes Sohn Jesus Christus am Kreuz stirbt – unter einer Krone aus Dornen. Nachdem die Soldaten ihn ausgepeitscht hatten, flochten sie aus Dornenzweigen eine Krone und setzten sie Jesus auf den Kopf.
So werden die Dornen vom Ort des Gerichtes über den Ort der Offenbarung Gottes und seines Wohnens zum Ort, an dem Gott Gericht und Heil zusammenführt. Jesus nimmt unter der Dornenkrone das Gericht auf sich, damit unser Leben heil werden kann.
Ich schließe und fasse zusammen: Light my fire – wie der brennende Dornbusch unserer Nachfolge neues Feuer gibt. Nicht du sollst für Gott brennen, sondern lass ihn in dir brennen.
Wie? Schuhe aus, sei treu im Kleinen. Dein Auftrag ist Gottes Vision, auch wenn Anfechtungen nicht ausbleiben. Aber Gottes Name ist sein Programm für dich: „Ich bin der, ich bin da.“
Und in allem schau auf Jesus: Unter der Dornenkrone hat er Gottes Gericht auf sich genommen – dir und dieser Welt zum Heil. Amen.

Zusammenfassung: Light my fire – neues Feuer für die Nachfolge

Bitte geben Sie den Text an, den ich überarbeiten soll.