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Treue

Riesen oder Zusage? Gottes Stimme trägt – was hörst du?
24.05.2026
EventTeil 2 / 21Pfingstjugendtreffen 2026
Zwischen Angst und Zusage entscheidet sich, wohin du gehst. Wer nur auf die Riesen schaut, rennt zurück – wer Gottes Wort festhält, bleibt auch im Chaos auf Kurs.

Einleitung: Zwischen Stimmen, Angst und Entscheidung

Was für eine Situation, in der Josor hier drin ist, oder? Er ist hin- und hergerissen von all den Stimmen, die auf ihn einprasseln, und wird hin- und hergezerrt. Und die Frage ist: Auf welche Stimme wird er hören? Wie wird er sich am Ende entscheiden?
Und ich will dir die Frage stellen: Warst du mal in so einer Situation, wo du erlebt hast, du bist auch so hin- und hergerissen von deinen Gedanken? Das eine spricht für das, das andere spricht für das. Du bist hin- und hergerissen und weisst gar nicht, welcher Stimme du glauben schenken sollst. Du weisst nicht, wie du dich entscheiden sollst.
Ich habe sowas in meinem Leben schon oft erlebt, aber eine Situation ist mir noch sehr, sehr, sehr besonders im Kopf geblieben. 2021 war ich mit meiner Frau zusammen in Sambia. Wir haben da drei Monate bei einem Projekt mitgearbeitet. Dieses Projekt heisst Dawn Trust, und was ich an dem Projekt liebe, ist: Es begegnet den Nöten vor Ort, die die Sambier haben, ganz, ganz praktisch.
Es gibt in Sambia eine Regen- und eine Trockenzeit. Und gerade in der Trockenzeit müssen viele Menschen hungern, weil es keine Früchte mehr gibt. Und dieses Projekt begegnet diesen Nöten ganz, ganz praktisch, indem sie Leuten helfen. Viele von denen sind Farmer, haben ihr eigenes Land, damit sie wieder mehr Erträge haben.
Wir haben da drei Monate lang mitgearbeitet, meine Frau und ich. Und es gab so ein Missionarspaar, die dort gewohnt haben. Und wir haben am Anfang so gesagt: Ey, lass mal so einen Abend pro Woche zusammen chillen. Dann wurde daraus quasi jeden Tag. Wir waren jeden Tag bei denen. Es gab nur ein Problem bei denen: Die hatten zwei riesig grosse deutsche Schäferhunde.
Und immer, wenn wir da hingelaufen sind, habe ich meine Frau schon vorgeschickt, dass sie das abcheckt, die Hunde schon mal beruhigt, dass sie wissen, wer wir sind und dass wir reinlaufen können, weil ich negative Erfahrungen mit Hunden gemacht habe. Ich bin mal mit dem Fahrrad gefahren, dann kam so ein Hund angerannt, hat mich angefallen, ich bin umgefallen und er hat so nach mir gebissen. Seitdem sind Hunde für mich ein absolutes No-Go.
Aber meine Frau ist mit Hunden aufgewachsen, für sie war alles fein. Deswegen ist sie immer vorgegangen. Wir hatten einen wunderschönen Abend bei unseren Freunden und sind von da aus nach Hause gelaufen. Und zur Verabschiedung haben die Hunde gedacht: Bellen wir einfach noch mal ordentlich, dass wir endlich weg sind.
Das heisst, die Hunde hier haben gebellt, wir sind dann weitergelaufen und kamen hier zur Werkstatt. An der Werkstatt, wer hätte es gedacht, lebt auch ein Hund. Aber das ist der einzige Hund auf dem Planeten, der mein Freund ist. Der hat sich immer so süss auf meinen Schoss gelegt, und ich habe ihn gestreichelt, und wir waren einfach Freunde. Bis heute habe ich ihn in guter Erinnerung.
Aber an diesem Abend, weil diese zwei Hunde gebellt haben, hat er auch gebellt. Und das wurde zum Problem. Warum? Wir haben hier gewohnt, hier war unser Haus, also so 300, 400 Meter von der Werkstatt entfernt. Dazwischen war ein Zaun, und dahinter haben die Sambier gewohnt. Also wir haben quasi direkt nebeneinander gewohnt. Und an diesem Zaun gab es eine Tür, und diese Tür musste immer geschlossen sein. Das war die wichtigste Regel.
Warum? Weil hinter dem Zaun lebten die Sambier und ein Hund. Und dieser Hund hiess Bella. Bella war dafür bekannt, dass sie schon über dreissig Menschen gebissen hatte, und man hat ihr den Schwanz abgeschnitten, damit sie noch aggressiver ist. Das ist quasi die Selbstverteidigungsanlage, die man in Sambia so hat, um sein Grundstück zu schützen.
Das heisst, ich wusste: Dieses Tor muss immer geschlossen sein, es darf niemals offen bleiben. Aber die Sambier sind da immer fröhlich durchstolziert. Und deswegen stand es an diesem Abend auf.
Das heisst, wir kommen weiter von hier gelaufen, dieser Hund macht diesen Hund aggressiv, dieser Hund bellt darüber, und ich wusste: Oh oh, Bella wird uns wittern. Wir laufen also weiter, und ich sehe schon von der Ferne: Bella bellt und hat uns gefunden.
Und in dem Moment, ich sag's euch, ist Panik in mir aufgekommen, Angst ist in mir aufgekommen, und ich habe überlegt: Was mache ich jetzt? Es ist alles innerhalb von Millisekunden abgelaufen. Ich habe zu meiner Frau gesagt: Wir gehen jetzt nicht vorne in unser Haus rein, sondern einmal hinten rum. Der Hund rennt nach vorne, checkt an: Oh, die sind cleverer als ich, und muss den anderen Weg rumgehen, und in der Zeit gehen wir schnell rein und sind safe.
Das habe ich meiner Frau gesagt, aber es hat ein bisschen gebraucht, bis sie diese Information verarbeitet hat und weitergegeben hat an ihre Füsse. In der Zeit war ich schon weggerannt. Das heisst, ich renne nach hinten hinter das Haus, meine Frau hinterher, und Bella gibt alles, kläffend, und rennt hinten hin.
Und dann kam es zur Begegnung. Ich schaue Bella in die Augen, sie ist am Bellen, bam, bam, bam, bam, bam. Ich ziehe mein Leben an mir vorbeirauschen und musste in dem Moment eine Entscheidung treffen, in meiner Angst. Und die Entscheidung war: Es gab einen Hundezwinger, da ist ein Bild davon, und ich bin schnell in diesen Hundezwinger rein, habe mich versteckt. Ich war safe, aber meine Frau war zu langsam.
Sie stand davor, guckte mich mit ganz grossen Augen an, und ich war einfach verängstigt. Ich habe dieses Tor zugehalten. Bella kommt zähnefletschend angerannt, bellend, ready to kill, schaut meine Frau in die Augen, meine Frau schaut ihr in die Augen. Sie schauen sich in die Augen, und dann legt sich Bella auf den Rücken und lässt sich den Bauch streichen.
Und ich dachte so: Es kann doch nicht wahr sein. Meine Frau lacht sich kaputt, sagt: Nick, was bist du bloss für ein Mann? Im Anbetracht der Angst, der Furcht rennst du weg. Und ich habe ihr dann den Schlüssel schnell gegeben, sie hat die Tür aufgemacht, ich bin reingerannt. Und sie hat all unseren Freunden geschrieben, was gerade passiert ist.
Warum erzähle ich dir diese Geschichte am Anfang? In dem Moment, wo ich Bella habe bellen hören und sie gesehen habe, habe ich Angst bekommen. In dem Moment von Angst haben alle meine Kräfte versagt, und ich bin nur weggerannt. Ich habe meiner Frau mal das Versprechen gegeben: In guten wie in schlechten Zeiten werde ich an deiner Seite stehen. Habe ich in dem Moment nicht gemacht.
Warum? Weil ich schon mal negative Erfahrungen gemacht hatte und deswegen so Angst hatte vor diesem Hund. Und was ich gemerkt habe, ist: Das, was sich in meinen Gedanken abspielt, hat Auswirkungen auf meine Handlung.
Ich glaube, das, was in unseren Gedanken passiert, hat so viel Einfluss auf unser Leben, dass wir es manchmal unterschätzen. Aus unseren Gedanken werden Worte, aus unseren Worten werden Taten, werden Gewohnheiten, und daraus kann sich ein Muster in unserem Leben entwickeln.
Und das Spannende ist: Ich habe dir mal dieses Bild hier mitgebracht, um das zu veranschaulichen. Wir alle, meine Frau und ich, haben dasselbe erlebt, aber wir ordnen das unterschiedlich ein. Meine Frau hat positive Erfahrungen mit Hunden gemacht, deswegen hier positiv, Sonne. Deswegen war für sie klar: Der Hund will nur spielen, ich muss keine Angst haben, ich muss nicht panisch wegrennen wie Nick.
Ich in der gleichen Situation: negative Erfahrungen gemacht, ich bin hier unten ganz schwarz, unten bei den Wolken. Ich hatte Angst, weil ich dachte: Was wird dieser Hund mir antun? Was wird er uns antun? Und deswegen habe ich diese feige Entscheidung getroffen, mich selbst zu retten.
Also wir erleben die gleiche Situation, aber wir ordnen sie unterschiedlich ein. Vielleicht bist du heute Morgen aufgestanden und dachtest: Let’s go, pjt, die Sonne scheint, bestes Wetter. Und du bist hier oben und denkst: Perfekt.
Es kann aber auch sein, dass du so aufgestanden bist und dachtest: Oh ne, jetzt muss ich mich eincremen, ich werde den ganzen Tag nur schwitzen, alles ist heiss, boah, ich hätte gern wieder den Regen und den Matsch von letztem Jahr zurück.
Was ich damit sagen will ist: Es kann sein, wir erleben alle das Gleiche, aber wir ordnen es unterschiedlich ein. Es gibt nur ein Problem bei diesem ganzen Spiel: Die negativen Gedanken, die wir haben, prägen sich viel tiefer und viel schneller ein als die positiven Dinge, die wir in unserem Leben erleben.
Und wir wollen uns heute Morgen das Thema anschauen: Wie kann ich denn in diesem Hin und Her gerissen sein, zwischen positiv, negativ, zwischen diesen verschiedenen Stimmen, wie kann ich denn da eine gute Entscheidung treffen? Was bewirkt eigentlich den Unterschied in diesem Hin und Her gerissen sein?
Und dafür wollen wir reingehen mehr in die Geschichte von Joshua. Kuno hat uns gestern mit reingenommen, wie Joshua und das ganze Volk nach über 400 Jahren Sklaverei und Knechtschaft auf wunderbare Art und Weise durch das Meer hindurch in die Freiheit geführt wurden. Er hat uns gesagt: Wir sind geschaffen für Freiheit. Aber er hat auch gesagt: Die sind durch das Meer durch, und dann standen sie auf einmal in der Wüste und hatten Sand im Mund.
Wie ging es danach weiter? Sie sind ein, zwei Jahre durch die Wüste gezogen, bis sie an die Grenze kamen, zu dem Land, wo Gott sie hinführen wollte. Und an der Stelle steigen wir ein in die Bibel. Ihr dürft gerne aufschlagen, wenn ihr die Bibel dabei habt: 4. Mose 13. Wir werden immer im Kapitel 13 und 14 heute Morgen unterwegs sein.
 4. Mose 13, ab Vers 1 heisst es: Nun sprach der Herr zu Mose: Schick Männer aus, die Kanaan erkunden sollen, das Land, das ich den Israeliten geben will. Aus jedem Stamm sollst du einen der führenden Männer auswählen.
Das heisst, Gott gibt dir einen Auftrag an Leiter von Israel. Zwölf Leute sollen ausgesendet werden, zwölf Leiter, Führungspersönlichkeiten, und sie sollen das Land erkunden. Es steht explizit erkunden und nicht bewerten oder ihre Meinung dazu geben, sondern einfach nur erkunden. Sie sollen gucken: Wie ist die Frucht des Landes? Gibt es befestigte Städte? Wer wohnt da? Wie ist einfach diese Beschaffenheit dieses Landes? Das war ihr Auftrag.
Und sie ziehen dann los und kommen nach einiger Zeit zurück. Das lesen wir in Vers 25: Nachdem sie das Land vierzig Tage lang erkundet hatten, kehrten die Männer zurück. Als sie bei Mose, Aaron und der ganzen Gemeinschaft der Israeliten in Kadesch in der Wüste Paran eintrafen, berichteten sie ihnen und zeigten ihnen die Früchte des Landes.
Ihr Bericht lautet der folgenden Massen: Wir kamen in das Land, in das du uns geschickt hast. Dort fliessen in der Tat Milch und Honig, und das hier sind die Früchte, die dort wachsen.
Das heisst, sie sind vierzig Tage als Spione in diesem Land unterwegs, schauen sich alles an, und sie merken: Boah, hier gibt es Früchte, das ist unglaublich. In den Versen davor steht da, dass es Weinreben gab, die man zu zweit tragen musste, so gross waren die. Stell dir mal vor: Bei Lidl ist eine Packung so gross, und die mussten das zu zweit tragen. So gross waren die Früchte dieses Landes. Unglaublich.
Sie sagen: Es fliessen in der Tat Milch und Honig über in diesem Land. Krasses Land. Das heisst, sie ordnen das Ganze positiv ein, sie nehmen das Positive wahr.
Dann geht der Text aber weiter, und der nächste Satz hängt an mit: Aber. Aber die Leute, die dort wohnen, sind stark, und ihre Städte sind gross und gut befestigt. Und dann haben wir auch noch die Anaxöhne gesehen.
Wer waren die Anaxöhne? Die Anaxöhne waren Riesen. Das waren Goliath, das waren Krieger, die als unbesiegbar galten. Niemand hatte eine Chance gegen sie.
Das heisst, sie sehen die Früchte dieses Landes, sie sehen all das Gute, und dann kommt das Aber. Es gibt die Früchte, aber es gibt auch die Riesen. Es gibt die starken Krieger, es gibt das Aber.
Kennst du das aus deinem Leben? Alles ist gut, wir sehen das Positive, aber ... Und dieses Aber ist so laut und so eindringlich, dass es all das Positive irgendwie in den Schatten stellt. Hast du das schon mal erlebt?
Hier passiert es auf gravierende Art und Weise. Dieses Aber ist so stark und so laut, die Früchte sind zwar da, aber die sehen sie fast nicht mehr, weil sie die Riesen gesehen haben und weil sie jetzt eine solche Angst vor den Riesen hatten.
Und wisst ihr, was ich spannend dabei finde? Der Gedanke, dass Gott die Kundschaft da aussendet, das macht Gott ja nicht, weil ihn interessiert, was in dem Land ist. Gott weiss, was in dem Land ist. Er weiss genau, dass es die Früchte gibt und dass es die Riesen gibt.
Das, was Gott wollte, ist, dass die Spione, dass die Israeliten sehen, was in diesem Land drin ist. Und das finde ich spannend, weil es zeigt: Gott hat keine Angst vor dem Positiven oder dem Negativen, sondern im Gegenteil, Gott mutet dir und mir, Gott mutet uns, Gott mutet dem Volk Israel die ganze Realität zu.
Und zur Realität gehört es, dass wir positive Dinge in unserem Leben haben, aber dass es auch manchmal dunkel ist, dass es manchmal schwarz ist, dass es manchmal so ist, dass wir selber nicht weiter wissen. Es gehört beides dazu, und Gott erschrickt sich davon nicht. Gott hat keine Angst vor diesen Riesen.
Vielleicht im Gegenteil wollte er es ihnen zeigen, weil er etwas mit ihrem Herzen machen wollte. Das Problem ist nur dann, wenn wir anfangen, das Negative überzubewerten und den Abers so viel Raum in unserem Herzen zu geben, dass wir keinen Blick mehr haben für das andere. Denn genau das passiert.
Dieses Aber wird so gross, sie betonen das so über, dass sie Angst bekommen, und in diesem Hin und Her wird dieses Negative immer grösser und immer grösser und immer grösser. Sie stellen das Land dann negativ dar und sagen: Wir können diese Feinde niemals besiegen.
Wir haben es eben gehört, im Gegenteil, wir sind wie Heuschrecken für sie. Die werden uns einfach zertreten, die werden uns zerstampfen, wir haben keine Chance. Das heisst, wenn sie auf die Riesen schauen und darüber nachdenken, was die Riesen mit ihnen tun könnten, dann rennen sie voller Angst davon, genauso wie ich vor meinem Riesenbeller davongerannt bin.
Und das hat Konsequenzen. Wir gehen ins nächste Kapitel rein, Kapitel 14. Da heisst es dann: Da schrien alle Israeliten laut auf. Vorher waren es nur zehn, die das ganze Negativ dargestellt haben, und jetzt schreien auf einmal alle auf. Zwei bis drei Millionen. Sie weinen die ganze Nacht hindurch, sie murrten gegen Mose und Aaron und klagten: Ach, wären wir doch bloss in Ägypten oder hier in der Wüste gestorben. Ach, wären wir doch schon tot.
Warum hat der Herr uns in dieses Land gebracht? Etwa nur, damit wir in der Schlacht getötet werden und unsere Frauen und Kinder als Sklaven verschleppt werden? Wäre es dann nicht das Beste für uns, nach Ägypten zurückzugehen?
Zehn haben einen negativen Bericht abgegeben. Zehn haben dieses Aber so überbetont, dass es Auswirkungen auf zwei bis drei Millionen Menschen hatte. Das heisst, das, wie du die Dinge in deinem Leben einrahmst, das hat Einfluss auf dich, aber das hat auch Einfluss auf dein Umfeld, auf die Menschen, die mit dir unterwegs sind.
Und das Interessante, was passiert, ist ja hier komplette Entmutigung. Die sind so entmutigt, die sind so verängstigt, dass sie sogar sagen: Lieber gehen wir wieder zurück in diese jahrhundertelange Sklaverei, als dass wir gegen diese Riesen kämpfen.
Sie sind so entmutigt, sie sind so voller Panik und voller Angst, dass sie sogar zurückgehen wollen in das Land, wo sie geknechtet wurden. Und ich glaube, der Punkt ist der, dass diese negativen Gedanken uns vergessen lassen, was Gott in unserem Leben schon getan hat.
Wenn wir die Abers überbetonen, dann lässt es uns vergessen, was Gott in unserem Leben schon getan hat. Genau das ist das, was hier passiert. Gott mutet uns also dieses ganze Bild zu, er ist auch nicht überrascht von unserem Hin und Her, und es ist normal, dass dieses Hin und Her stattfindet. Aber wenn wir nur auf das Negative blicken, dann wird es uns entmutigen, und wir werden wegrennen.
Und trotzdem frage ich mich: Was bringt denn wirkliche Veränderung in dieses Hin und Her hinein? Was ist der wirkliche Game Changer in all dem?
Wir gehen weiter in Vers 6. Da heisst es dann: Zwei der Spione, Josua und Kaleb, zerrissen ihre Kleider, und sie sagen zu den Israeliten: Das Land, das wir durchwandert und ausgekundschaftet haben, das ist sehr gut.
Sie blicken auf das: Das Land ist sehr gut. Und wenn der Herr uns gut gesinnt ist, dann wird er uns in dieses Land bringen und wird es uns geben. Es ist ein Land, in dem Milch und Honig überfliessen. Aber lehnt euch nicht gegen den Herrn auf, habt keine Angst vor den Bewohnern des Landes, sie werden für uns eine leichte Beute sein.
Riesen werden eine leichte Beute sein, sie haben keinen Schutz. Aber mit uns ist der Herr, habt also keine Angst vor ihnen.
Ich glaube, hier steckt die Veränderung in diesem Hin und Her drin. Joshua und Kaleb sagen: Mit uns ist Gott. Mit uns ist der Herr, und deswegen brauchen wir keine Angst zu haben, auch in Anbetracht der Riesen. Wir brauchen keine Angst zu haben.
Und das, was hier passiert, ist so faszinierend, weil bis jetzt haben wir immer geguckt: Wie sehen denn die Spione diese Situation? Wie schauen die Spione auf all das? Aber das, was Kaleb und Joshua machen, ist: Sie nehmen Gottes Perspektive ein. Sie fragen Gott: Was ist eigentlich deine Perspektive? Gott, wie blickst du denn auf das Ganze?
Und es ist spannend, wir haben das schon gelesen, wir springen noch mal zurück ins dreizehnte Kapitel, an den Anfang. Da spricht der Herr zu Mose, und dann heisst es: Schick Männer aus, die Kanaan erkunden sollen, das Land, und jetzt kommt es, das ich den Israeliten geben will.
Gott sagt: Ich will es euch geben. Deswegen schaut es euch an. Es ist wie so ein Geschenk, was ich euch mache, und ihr dürft so einen kleinen Preview machen und dürft mal reingucken, was in dem Geschenk so drin ist, weil Gott will es ihnen sowieso geben.
Das war die Zusage, die von Anfang an stand, und diese Zusage, die war schon viel älter. Schon Jahrhunderte zuvor hat Gott Abraham gesagt: Ich werde dich in ein Land führen. Und dann hat er das zu Mose gesagt, am brennenden Dornbusch, hat er gesagt: Ich habe das Schreien von euch gehört, das Schreien der Israeliten habe ich gehört in der Knechtschaft, und ich will sie in ein schönes und weites Land führen, ein Land, in dem Milch und Honig überfliessen.
Gott hatte diese Zusage schon von langer Zeit gegeben, und das ist seine Sicht, das ist seine Perspektive auf all das. Das heisst, Gott wollte, dass die Israeliten, wenn sie jetzt zum Spionieren gehen, erkennen, dass er treu zu seinen Versprechungen steht, die er schon Jahrhunderte zuvor gegeben hat.
Gott steht dazu. In all dem Leid, in all der Unterdrückung hat er dieses Schreien gehört und will Rettung bringen. Und er wollte, dass sie einfach da reinlaufen und sehen: Stimmt, es ist genau so, wie Gott gesagt hat. Gott ist treu. Gott geht mit. Es ist so, wie er gesagt hat. Gott steht zu seinen Versprechen.
Gott steht zu seinen Versprechen, auch wenn gekämpft werden muss, auch wenn es Riesen gibt, auch wenn es befestigte Städte gibt. Aber Gott steht zu seinen Versprechungen, die er gegeben hat.
Und ich glaube, das ist der Game Changer in dem Hin und Her, in dem Hin und Her gerissen sein zwischen positiv, negativ, positiv, negativ, hin und her gerissen sein. Der Unterschied, der wirklich lebensverändernd ist, sind die Zusagen und Verheissungen, die Gott gibt. Er wird uns in dieses Land geben, und dann werden wir siegen. Daran erinnern Joshua und Kaleb.
Und ich glaube, das hier ist auch der Rahmen, der all das umgibt, und deswegen schreibe ich hier oben drüber: Zusage. Weil Gott uns Zusagen macht, die so viel grösser sind als unsere positiven und negativen Gedanken, wie wir auf Dinge blicken. Die Zusagen Gottes, die er uns macht, die umrahmen dieses ganze Bild, und sie stehen über unserem Leben, und sie sind unabhängig von allem.
Menschen werden dich enttäuschen, Organisationen werden dich enttäuschen, deine eigene Kraft wird irgendwann versagen. Aber das, was niemals versagt, ist die Zusage Gottes, die er auf dein Leben gelegt hat. Und die Bibel ist voll davon, von Zusagen, die Gott uns macht, und diese Zusagen haben Bestand, und diese Zusagen sind lebensverändernd.
Und Gott wusste von Anfang an, dass es die Riesen gibt, und dass dort Menschen leben, aber es hat ihn nie abgehalten, diese Zusage zu geben, die all das umrahmt. Niemals hat es ihn abgehalten. Das steht über allem, das ist verlässlich. Und deswegen dürfen wir auch in unserem Leben diesen Rahmen fokussieren und nicht in diesem Hin und Her stehen bleiben, sondern auf die Zusagen Gottes blicken.
Und ich will dir zwei praktische Schritte dazu mitgeben. Der erste ist: Kenne die Zusagen Gottes für dein Leben. Kennst du die Zusagen, die Gott dir macht? Die Bibel hat tausende von Zusagen, die wir darin finden. Und deswegen ist es so wertvoll, in der Bibel zu lesen und diesen Schatz zu heben und zu merken: Was spricht eigentlich Gott über dein Leben aus?
Und ich bin ehrlich mit dir: Bibellesen ist für mich auch nicht jeden Tag ein Feuerwerk an Zusagen Gottes. Und doch merke ich immer wieder in konkreten Situationen, wie Gott hineinspricht, wie Bibelverse irgendwie aufploppen, wo ich merke: Sein Wort hat einen ganz anderen Bestand als mein Hin und Her gerissen Sein zwischen positiv und negativ.
Und deswegen ist das Erste, was wir brauchen, das Wort Gottes, seine Zusagen und Verheissungen, die er für unser Leben geben will, zu kennen. Und deswegen lesen wir in seinem Wort.
Und der zweite Punkt: Wenn wir diese Zusagen entdecken, habe ich genannt: Stelle die Zusagen Gottes gegen deine negativen Gedanken. Nimm diese Zusagen Gottes und stelle dich da drauf.
Ich will dir mal praktisch zeigen, was das bedeutet oder wie ich das versuche, in meinem Leben zu leben. An einer Zusage aus 2. Korinther, da betet Paulus, er hat grosses Leid, und er betet zu Gott und sagt: Bitte Gott, mein Leben wäre so viel besser, wenn du dieses Leid von mir wegnimmst.
Und Gott antwortet in 2. Korinther 12,9 und sagt: Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Meine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in deiner Schwachheit zur vollen Auswirkung.
Gott sagt also: Du brauchst nur meine Gnade, das ist alles, das ist genug. Und ich merke, wenn ich Momente habe, wo ich mich schwach fühle, wo ich mich nicht bereit fühle, wo ich mich kraftlos, perspektivlos, hoffnungslos fühle, dass ich sagen kann: Jesus, mir fehlen vielleicht die Worte, aber ich spreche dein Wort über der Situation aus. Deine Kraft wird dann mächtig, wenn ich schwach bin.
Und vielleicht ist es sogar gut, dass ich gerade schwach bin, weil dann steht mein Stolz mir nicht im Weg. Und ich bete das dann immer ganz praktisch aus in die Gedanken, die mir kommen, dass ich sage: Ich bin kraftlos. Sage ich: Das ist okay, dass ich kraftlos bin, weil Gottes Kraft in den Schwachen mächtig ist. Ich habe nichts, und dann heisst es: Ah, Gottes Gnade habe ich, und das ist alles, was ich brauche.
Also ich stelle bewusst gegen diese negativen Gedanken, gerade wenn man hier unten drin versinkt, abends in seinem Bett, bewusst versuche ich nach und nach immer wieder zu wiederholen die Zusagen Gottes, die er für mein Leben macht, und die gegen die negativen Gedanken zu stellen, um so auf diesen grossen Rahmen zu blicken, der verlässlich ist und der treu ist.
Und das kannst du machen, indem du das proklamierst. Das können wir machen, indem wir Worship machen. Auch das hilft uns, uns daran zu erinnern, was Gott eigentlich über unser Leben sagt.
Und ich glaube, diese Geschichte ist so besonders, weil auch wir alle Riesen haben, auch wir alle haben Herausforderungen und Probleme in unserem Leben. Aber die Frage ist: Wie blickst du da drauf? Blickst du darauf wie diese zehn Kundschafter, die Angst bekommen, die rebellieren, die sogar zurück wollen nach Ägypten, die entmutigt sind, die dieses Negative: aber, aber, aber überbetonen?
Die Konsequenz für sie ist, dass sie vierzig Jahre durch die Wüste laufen müssen, und in dieser Zeit werden sie alle sterben. Alle Männer ab zwanzig aufwärts müssen sterben, ausser zwei, Kaleb und Joshua, weil sie an Gottes Zusagen und Verheissungen festgehalten haben, obwohl sie Jahrhunderte alt waren und obwohl es Jahrhunderte dauerte, bis Gott sie endlich in die Realität brachte. Aber sie haben daran festgehalten, sie sind quasi aufrecht weitergelaufen, und sie haben Gottes Zusagen vertraut, und deswegen dürfen sie ins verheissene Land.
Und ich will dir die Frage stellen: Was ist deine Perspektive, wie du auf dieses Hin und Her blickst? Was ist deine Perspektive?
Du bist der Anfang und das Ende, du bist der Gott ist so wie du, du bist die Wahrheit und das Leben, ist das Licht wie der Dunkel, niemand ist so wie du, niemand ist so wie du, versammelt Bist du ein Versprechen? Was du sagst, das wirst du tun. Beschützer mein Tröster Adelssein, du wirst immer bei mir sein. Ich vertraue auf dich allein, du bist die Wolke. Ich vertraue auch mir zurück, hatten wir wenigstens was zu essen. Und da war es sicher. Genau, überhaupt hier. Was hat Gott sich da bloss gedacht? Gott hat uns in den sicheren Tod geführt. Ja, Gott hat uns total vergessen. Zurück nach Ägypten! Keine Chance! Nee, wir packen das auch nicht mehr! Genau! Es sind uns vier zu überleben! Wir müssen umdrehen! Keine Chance! Gegen sie kommen wir auf keinen Fall an! Keine Chance! Nie schaffen wir das! Reite, ich fürchte mich nicht!
Das, was hier gerade passiert ist, ist so stark, auch unabhängig von dem Theaterblitz. Das ist so stark! Und ich frage mich: Was war Josuas Geheimnis? Was war sein Geheimnis, wenn zehn Männer gegen ihn sind und fast das ganze Volk ihn steinigen will? Was ist sein Geheimnis? Wie schafft es Joshua, so auf diese Zusage Gottes zu vertrauen und daran festzuhalten, auch wenn seine Umstände ganz anders aussehen? Wie schafft er das?
Und das Geheimnis liegt in einem ganz einfachen Wort, was wir heute auf die Art und Weise nie benutzen, aber es ist mein Gebet, dass dieses Wort heute in unseren Kopf und unser Herz kommt und dass wir anfangen, das zu leben, dieses Geheimnis, was Joshua selbst so stark vorgelebt hat.
Wir lesen das in 4. Mose 32. Da wird quasi rückblickend auf die Situation geguckt, und da heisst es: Diese Leute, die aus Ägypten gezogen sind von zwanzig Jahren und drüber, sollen wahrlich das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, darum, dass sie mir nicht treulich nachgefolgt sind.
Das ist also diese Konsequenz. Sie müssen alle in die Wüste, vierzig Jahre, einmal extra Runde drehen, und sie werden dort umkommen, sie werden das Land nicht sehen. Und dann heisst es aber: ausgenommen Kaleb und Joshua, denn sie sind dem Herrn treulich nachgefolgt.
Luther übersetzt es mit treulich. Sie sind dem Herrn treulich nachgefolgt, Joshua und Kaleb sind dem Herrn treulich nachgefolgt, nicht wie ich weggerannt vor diesem Riesen, vor diesem Hund, sondern sie sind treulich nachgefolgt.
Ich liebe dieses Wort. Es steckt so viel Schönheit in diesem Wort: treulich. Und Joshua, sein ganzer Charakter, sein ganzes Leben steht für dieses treulich. Joshua treulich in dieser Ausbildungszeit, treulich in der Sklaverei, in der er aufgewachsen ist. Er kannte nichts anderes als Ketten, als Sklaverei, aber er glaubte an Gott. Er wusste, dass Gott da ist und dass Gott einen Weg hat.
Und Joshua war an der Seite von Mose und hat am Anfang ganz viele so Sachen gemacht, die man in so einer Ausbildungszeit machte. Wenn Mose in der Stiftshütte war, dann stand er aussen und hat gewartet, oder er ist mit durch dieses Meer mithin durchgezogen. Er wurde später Heerführer, als gegen Amalek gekämpft wurde. Mose hat gebetet, und Joshua hat unten das Volk geführt.
Joshua war mit dabei am Berg Sinai, als Mose die zehn Gebote bekommen hat und das Volk rebelliert hat. Joshua hat all diese Dinge mitbekommen und hat im Kleinen, im Verborgenen, ohne dass es vielleicht jemand sieht, manchmal ist es nur so ein Nebensatz, er hat treulich gedient. Er war treulich in seiner Nachfolge gegenüber seinem Herrn, im Kleinen, ohne dass es jemand gesehen hat.
Und jetzt kommt der erste richtig grosse Auftrag: Er ist Kundschafter, er darf in das verheissene Land und darf sich all die Sachen angucken, auf die sie seit Jahrhunderten warten. Warten, obwohl sich alle gegen ihn stellen. Bleibt Joshua bei seiner Entscheidung und seinem Lebensstil, er folgt treulich nach.
Und das ist sein Geheimnis: Joshua ist treulich im Kleinen, Joshua ist treulich im Grossen, aber Joshua folgt vor allem Gott treulich von seinem ganzen Herzen. Ganz egal, was für Riesen, befestigte Städte, Feinde er sieht, Joshua folgt Gott treulich mit ganzem Herzen.
Ich will mich, ich will mit euch noch mal kurz angucken: Was bedeutet dieses treulich? Und ich glaube, es bedeutet erstens: Gott zu folgen, egal wo es hingeht. Treulich nachzufolgen bedeutet, Gott zu folgen, egal wo es hingeht. Gott steht zu seinen Versprechen, und Joshua folgt diesen Versprechen treulich.
Und ich hatte neulich eine Situation, da stand ich an der Edeka-Kasse. Und Supermärkte sind ja super clever, die packen ja die Sachen, die dein Herz gerne haben will, an die Kasse, wo du möglichst lang stehst, dass du irgendwann nicht mehr widerstehen kannst, oder? Kennt ihr das? Ja, so war das bei mir auch.
Ich stand an der Kasse und ich habe etwas gesehen, ich wusste: Ich muss das haben für meine dreijährige Tochter und auch ein bisschen für mich, für uns beide. Ich zeige euch, was ich gekauft habe. Jetzt ist es raus, jetzt ist es raus. Ich hatte gestern einen sehr, sehr schönen Abend und heute ist ein wunderbarer Tag, aber darum geht es jetzt nicht.
Ich habe diesen Ballon gekauft. Und meine Tochter, sie ist drei Jahre, hat damit gespielt, so unglaublich süss und faszinierend. Er fliegt immer wieder nach oben, es war richtig süss. Und ich habe gedacht, ich will was Witziges machen, und dann habe ich ihr diesen Luftballon hinten hier so hingeklemmt, wo sie nicht drankommt.
Und dann ist sie den ganzen Tag mit diesem Luftballon so durch die Wohnung gelaufen, und überall, wo sie hingegangen ist, ist dieser Luftballon mitgekommen. Und sie hat mit dem Luftballon gespielt, und in diesem Moment schaue ich auf sie, und es ist wie, als Gott zu mir sagt: Nick, genau darum geht es.
Treulich Gott von ganzem Herzen nachzufolgen bedeutet erst mal: Du musst dich einklinken, du musst in Verbindung gehen, du musst in Beziehung gehen mit diesem Gott. Das war die Einladung, die Kuno gestern formuliert hat. Jesus ist am Kreuz für dich gestorben und trägt all die Dinge, die dich trennen von Gott, damit du eingeladen bist in die Beziehung mit dem lebendigen Gott, deinem liebenden Vater. Jesus hat dafür alles getragen, und du musst dich erst mal einklinken, du musst in Beziehung mit ihm gehen, um ihm überhaupt treulich nachzufolgen.
Treulich nachzufolgen beginnt mit einer Einladung. Aber wenn du diese Einladung annimmst, dann folgst du Gott da, wo er hingeht. So wie dieser Luftballon: Da, wo ich hingehe, da geht dieser Luftballon hin. Und es geht nicht um den Luftballon, sondern dem, dem er folgt. Und genau das hat Joshua gelebt.
Joshua war treulich in seiner Sklavenzeit, er war treulich durch das Rote Meer, er war treulich in seiner Ausbildungszeit, er war treulich im Grossen. Und das Spannende ist: Spoiler, Josua wird auch die nächsten vierzig Jahre treulich sein. Zehn Kundschafter haben das Negative gesehen, er hat Gottes Verheissung standgehalten, hat gesagt: Ich vertraue darauf. Und trotzdem muss er vierzig Jahre mit durch die Wüste gehen. Er durfte keine Abkürzung nehmen ins verheissene Land, er war bereit, diese vierzig Jahre mitzugehen.
Joshua ist treulich dem Herrn nachgefolgt. Er lebte in dieser Beziehung mit Gott, und treulich nachzufolgen bedeutet auch: Ich sortiere mich hinten ein. Wir sind quasi wie dieser Luftballon. Wir sortieren uns hinten ein. Dieses Positiv, Negativ, diese ganzen Dinge, die drehen sich nur um uns, aber treulich Gott von ganzem Herzen nachzufolgen bedeutet: Ich sortiere mich hinten ein. Es ist nicht mehr mein Wille, sondern ich folge dem, der mich leitet, und das ist unser Herr Jesus Christus.
Er führt, er leitet unseren Weg, und so wird Boden zu Weg, wie wir es eben in dem Poetry Slam gehört haben und wie es geschrieben wurde. Boden wird zu Weg, und dadurch können wir da hingehen, wo wir noch nie hingegangen sind, weil wir dem folgen, der das Leben ist und das Leben in ganzer Fülle ist, und der lädt uns ein, in diese Beziehung. Aber der lädt uns auch ein, treulich ihm zu folgen, ganz egal, wo er hingeht.
Und ich sage dir ehrlich, das kann sehr, sehr schön sein, das kann aber auch hart sein. Die Israeliten sind erstmal in die Wüste gegangen. Kuno hat gestern gesagt, der Mund war erstmal voller Sand. Das ist nicht immer alles happy clappy, aber wir dürfen diese Entscheidung treffen: Gott, ich will dir folgen, ich will dir treulich nachfolgen, weil du ein Leben für mich hast in Fülle.
Und ich sage dir ehrlich, für mich ist das aktuell ein sehr, sehr, sehr herausforderndes Gebet und ein sehr herausfordernder Lebensstil, weil ich merke, dass Gott mich in Tiefen hineinführt, in Schmerz hineinführt, wo ich noch nie in meinem Leben war. Aber ich weiss, ich wäre verloren ohne ihn, und ich weiss, dass ich niemals ohne ihn dadurch navigieren könnte, und dass nur wenn ich ihm folge, wird am Ende dieses Prozesses etwas Schönes und etwas Gutes dastehen.
Und deswegen will ich dich ermutigen: Wenn dein Leben gerade nicht leicht ist, wenn da viele Riesen sind, es lohnt sich, Gott treulich nachzufolgen, weil er will das Beste für dich. Er will das Beste für dich, auch wenn es sich vielleicht im ersten Moment anstrengend anfühlt. Und es kann sich anstrengend anfühlen.
Und deswegen ist die zweite Bedeutung von diesem „treulich“: Wenn man das übersetzt, dann heisst es auch so viel wie voll sein oder erfüllt sein oder bis an den Rand gefüllt sein. Wir lesen in 4. Mose 27,18 über Joshua, da heisst es: Gott spricht zu Mose und sagt: Hol Joshua, den Sohn Nuns, er ist ein Mann, der von meinem Geist erfüllt ist.
Das heisst, die zweite Bedeutung von treulich Gott nachzufolgen bedeutet: erfüllt zu sein von seinem Heiligen Geist, erfüllt zu sein von seinem Heiligen Geist. Und das ist auch das, was dieser Luftballon ist. Dieser Luftballon ist erfüllt von Helium, und deswegen kann er fliegen, und deswegen kann er da hingehen, wo ich hingehe.
Ich habe euch noch einen zweiten Luftballon mitgebracht, der ist weiss. Warum auch immer der weiss ist, hier ist die Luft einfach raus. Ja, da ist nichts mehr mit irgendeiner Kraft, irgendeiner Stärke. Wenn der Luftballon folgen will, das ist so ein Lulli, der liegt einfach nur rum, und für den wird es hart sein, zu folgen dahin, wo ich gehe, weil er nicht erfüllt ist.
Und wisst ihr, Christsein ist so hart, wenn wir es aus eigener Kraft herausleben. Christsein ist unmöglich, aus seiner eigenen Kraft herauszuleben. Und deswegen feiern wir heute Pfingsten, weil Pfingsten bedeutet, dass Gott seinen Heiligen Geist über uns ausgiesst.
Wenn wir diese Entscheidung für ihn treffen, dann steht in Galater 2,20: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Das Alte ist vergangen, was Neues ist geworden. Jesus hat quasi selbst durch seinen Geist Einzug in mir erhalten, und dadurch kann ich fliegen, dadurch kann ich folgen, und dadurch ist es leichter, Jesus zu folgen, weil wir es nicht mehr aus unserer Kraft heraus tun und so rumliegen, sondern weil wir es aus seiner Kraft tun.
Und Dinge, die vorher unmöglich erschienen, sind auf einmal möglich, weil es nicht mehr unsere Kraft, sondern seine Kraft ist. Dynamis, das ist die Kraft, die in uns lebt, eine Kraft, die sogar Tote lebendig macht, und dieser Kraft dürfen wir Raum geben. Indem wir uns zum Beispiel öffnen für Gottes Wort, indem wir sagen: Heiliger Geist, wirke du mehr von dir, weniger von mir.
Und ich will dir fragen: Machst du das? Lässt du dich erfüllen von Gottes Geist, gibst du dem Raum, in dem du Bibel liest, in dem du betest, in dem du ihn darum bittest, dass er mehr und mehr Kontrolle über dein Leben nimmt und du Dinge abgibst, damit du ihm treulich nachfolgen kannst?
Deswegen lass dein Leben in Einklang mit Gottes Wort bringen, damit seine Verheissung und seine Zukunft deine Zukunft bestimmt. Treulich von ganzem Herzen nachzufolgen bedeutet also, dahin zu gehen, wo Gott hingeht, und vollkommen erfüllt zu sein von seinem Heiligen Geist.
Wir sind gestartet mit dieser Situation, wo Joshua hin- und hergerissen war, und dieser Frage, wie wird er sich entscheiden. Und wir sehen, dass Joshua sich im Kleinen, im Verborgenen dazu entschieden hat, treulich nachzufolgen, aber auch im Grossen sich dazu entschieden hat, seinem Herrn Gott treulich nachzufolgen.
Und ich will dir die Frage stellen: Bist du dazu bereit? Bist du bereit, deinem Herrn treulich nachzufolgen in den kleinen Dingen und in den grossen Dingen? Und was sind die kleinen Dinge bei dir, die vielleicht niemand sieht, die niemand mitbekommt, die irgendwo im Verborgenen sind? Und was sind die grossen Dinge bei dir? Bist du bereit, deinem Herrn treulich nachzufolgen?
Ihr habt alle so ein Programmheft. Und in diesem Programmheft auf Seite 28, da ist eine leere Seite drin. Und ich stelle mir manchmal vor, als würde Gott mir so eine leere Seite hinhalten und sagen: Nick, bist du bereit zu unterschreiben, wie so eine Art Vertrag, eine Vereinbarung, und ich darf die Vertragsbedingungen ausfüllen, ich darf sagen, wo es hingeht, aber bist du bereit, dieses Commitment zu geben, weil du weisst, ich bin gut, weil du weisst, ich werde dich ein Leben von ganzer Fülle führen, aber bist du bereit dazu?
Ich darf jetzt zwei Freunde von mir auf die Bühne bitten, Anna und Paul, und sie werden uns ein bisschen mit reinnehmen in ihr Leben, wie sie das Ganze erlebt haben. Herzlich willkommen, Anna und Paul, ihr seid Freunde von mir, wir sind auch Kollegen, und ihr habt in den letzten ein, zwei Jahren krasse Situationen erlebt, wie Gott euch geführt hat. Und wir danken euch so sehr, dass ihr uns da ehrlich mit hineinnehmt.
Das Ganze hat ganz unscheinbar angefangen im Juni 2024. Da bin ich an der Grippe erkrankt, und nach einer Woche wurde ich wieder gesund. Wir haben einen Monat später geheiratet. Und das Interessante war, dass ich immer, wenn ich zur Ruhe kam, wenn ich mich wo hingelegt habe, irgendwie so meine Arme und Beine gespürt habe. Und ich habe gedacht: Okay, komisch. Aber deswegen geht man ja nicht zum Arzt oder so.
Und dann im September ist die Krankheit zum ersten Mal so richtig ausgebrochen. Die Krankheit heisst ME-CFS, Chronic Fatigue Syndrom, also chronisches Erschöpfungssyndrom. Und das war der erste Crash, der dazu geführt hat, dass ich dauerhaft Schmerzen in den Armen und Beinen bekommen habe und ganz starke Erschöpfung, so dass ich einfach ganz viel in meinem Alltag nicht mehr so normal machen konnte und einiges einfach auch nur noch mit Rollstuhl ging.
Das war ziemlich krass, so auf einen Schlag bam aus dem Leben so ein bisschen rausgehauen, aber es ging schon noch einiges. Ich bin ganz viel zu Ärzten gegangen, viel Unwissenheit war am Anfang da, und es wurde irgendwie peu à peu schlechter.
Und dann im Februar letztes Jahr, 2025, hatte ich so in meinem zweiten wirklich ganz grossen Crash, und da war es so, dass es wirklich gar nichts mehr ging. Also ich konnte nicht mehr essen, ich lag nur noch im Bett und im abgedunkelten Zimmer. Keinen Reiz mehr konnte ich wahrnehmen, jeder Ton, jedes Licht, alles war zu viel, es ging gar nichts mehr.
Und als ich mich davon so erholt habe, von diesem Crash, war es so, dass ich nur noch so 300, 400 Meter am Tag laufen konnte. Ich konnte sowas wie heute, Gottesdienste oder solche Sachen, war nicht mehr drin, alles war zu viel, ich war fast nur noch daheim. Weil ich nicht mehr mehr konnte. Ich war so erschöpft, mein Körper hat nicht mehr mehr ausgehalten als das.
Und es war so krass für mich. Und es war natürlich eine Situation auch für mich als Ehemann, frisch verheiratet. Was macht man dann? Also man hat sich irgendwie auch andere Dinge vorgestellt. Wir sind so zwei, die es lieben, outgoing, unterwegs zu sein, wandern, Kanu oder verschiedene Aktionen in der Natur einfach zu machen. Und das war auf einen Schlag dann nicht mehr möglich.
Also ich hatte mir unsere Ehe irgendwie auch anders vorgestellt und nicht gedacht: Okay, statt Wandern schiebe ich jetzt meine Frau am Rollstuhl oder bin auch letztendlich der an ihrer Seite, der für sie sorgt und für sie da ist. Und ich muss sagen, das war eine Zeit, die war echt schwer. Und ich muss sagen, ich weiss nicht, wie es euch geht, es ist so eine gewisse Last, die auf einem dann lastet, auf uns zwei auch.
Aber eine Entscheidung, die ich euch auch noch mal heute mitgeben will, war, dass wir gesagt haben: Nicht Anna ist die Last, sondern wir zwei möchten zusammen die Last tragen. Die Last ist die Krankheit.
Aber einen Schritt noch weiter zu gehen und auch noch mal darüber nachzudenken, war bei uns auch ein Punkt, wo wir gemerkt haben: Hey, crazy, Gott ist der, der wahren Frieden geben kann. Weil wir hatten so viele Situationen, wo nichts ging, wo wir oft geweint hatten, wo wir oft überfordert waren, frisch verheiratet, wie gesagt. Und dann haben wir gebetet, und das ging immer. Und es kam so ein Frieden rein in unser Leben, so eine Dankbarkeit, die ist einfach unbeschreiblich gewesen.
Ja, für mich war das natürlich auch eine krass herausfordernde Phase. Es war so herausfordernd, fast nur noch daheim sein zu können, isoliert vom Leben. Alles, meine Freunde, alles Mögliche, Hochzeiten, ich musste alles absagen, ich konnte einfach nicht am Leben mehr teilhaben. Und es war so herausfordernd für mich.
Und das Krasse aber in dieser Zeit war, und es war so unfassbar besonders: Ich durfte Gott kennenlernen und ihm begegnen, wie ich noch nie in meinem Leben begegnet bin. Ich habe ganz, ganz viel gelernt, und eines der grössten Learnings war ein Bibelvers, den hat der Nick gerade schon genannt: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Nicht mehr ich lebe, es ist nicht mein Leben, sondern es ist Jesu Leben.
Und wenn es für Jesus okay ist, dass ich gerade krank bin, dass ich gerade nichts machen kann, daher bin ich dann, dass sich sagt, es ist nicht fein. Wir beten so oft: Dein Wille geschehe, und wir singen das aus und was auch immer. Und dann in solchen Momenten, wo es so schwer ist, ich habe mich immer wieder gefragt: Hey, kann ich jetzt eigentlich gerade dastehen und sagen, Jesus, nö, eigentlich finde ich das gar nicht fein und du bist eigentlich richtig Punkt, Punkt, Punkt? Kann ich das gerade wirklich machen?
Und es war ein richtiger Prozess, den ich da so durchgegangen bin. Und als ich das wirklich begriffen habe und annehmen konnte, so: Ja, es ist nicht mein Leben. Hier geht es nicht um mich, sondern es ist Jesuleben. Und wenn es für Jesus okay ist, dann soll es für mich auch okay sein. Und als das so durchgesickert ist, da ist so ein Friede auf mich gekommen, und es war einfach okay.
Es war immer noch herausfordernd, ich hätte trotzdem jeden Tag Schmerzen, trotzdem war es einfach blöd, dass ich krank war, aber es war einfach okay.
Und dann ist noch etwas richtig Krasses passiert, nämlich ich habe eine Zusage Gottes bekommen, im Februar damals ebenfalls, im Jahr 2025, und Gott hat zu mir gesagt, dass ich in einem halben Jahr geheilt werde, am 22. August. Und es war für mich, also Anna hat es mir Gott sei Dank erzählt.
Und für mich war das übelst krass. Also, Anna hat gehört: In einem halben Jahr wird sie geheilt. Und ich stand dann vor der Entscheidung, also innerlich war ich so zerrissen. Einerseits dachte ich: Wow, genial, Gott hat gesprochen. Ich bin auch ins Gebet gegangen und habe auch Gott gesucht und habe echt oft gefragt: Gott, schenkt mir den Frieden, ich möchte auch diese Zusage, dass ich weiss, Anna wird geheilt.
Aber es war dann auch auf der anderen Seite diese riesen, riesen, riesen grosse Angst: Was ist, wenn es nicht passiert? Was ist, wenn sie an dem Tag nicht geheilt wird und dann wir oder sie in ein Loch fällt voll Enttäuschung? Weil meine Rolle war auch viel in der Hinsicht, wo ich gesagt habe: Okay, ich möchte auffangen, ich möchte da sein, falls was nicht geht, die, sagen wir mal, die helfende Hand, die sie in der Situation nicht hatte.
Und das war so eine Zerreissprobe, auf was stelle ich mich genau? Ich habe mich in der Zeit viel mit dem Buch Hiob beschäftigt, und am Anfang des Buches sagt Hiob diesen einen Satz, und Hiob hat ganz viel Leid dort auch erlebt: Der Herr gibt und der Herr nimmt, gepriesen sei der Name des Herrn.
Und es war so etwas, wo ich das gelesen habe, das hat so in mein Herz gesprochen, wie ich gesagt habe: Krass, wenn der Herr gibt, preise ihn, und wenn der Herr nimmt, preise ihn. Und ich erinnere mich noch richtig an die Zeit, an den Tag davor. Für uns war das so eine Anspannung: Was passiert morgen?
Und wir haben dann zusammen gebetet und diesen Vers auch noch mal ausgebetet: Herr, wir möchten dich preisen, wenn du heilst, und wir möchten dich preisen, wenn du es nicht tust, und uns auf diese Aussage gestellt. Und es kam wieder so ein Frieden in die Situation rein.
Yes, und dann kommt der 22. August, und meiner Vorstellung war es so, dass ich morgens aus dem Bett springe und es alles gut war. War nicht so. Und ich weiss nicht, ich war schon enttäuscht und ich war so: Ja, well.
Und wir haben dann gesagt: Okay, wir gehen uns im normalen Alltag nach, wir machen stille Zeit jetzt. Und ich habe mich erinnert: Okay, hey, wir sagen, wir haben gesagt, wir wollen Gott loben, egal was passiert. Also habe ich ein bisschen Lobpreis gemacht und angefangen, Bibel zu lesen. Und an dem Tag war eine Geschichte dran von der Heilung, und ich war irgendwann so: Okay Gott, ja, du kannst heilen. Auch wenn du mich nicht heilst, ist es okay.
Und dann, und dann hat Gott zu mir gesprochen: Anna, steh auf und geh, so wie beim Gelähmten. Und ich sass so auf unserem Sofa und war so: That’s weird. Dann bin ich aufgestanden, mir ging es echt nicht gut an dem Tag, ich war übel schwach und bin so um unseren Wohnzimmertisch angefangen zu laufen, so Kreise, und ich habe gedacht: So kann ich mich bitte wieder hinsetzen? Gott, das ist wirklich gerade erstens albern und zweitens kann ich auch nicht. Wie auch immer.
Und Gott hat gesagt: So nein, geh weiter. Und dann habe ich gesagt: Okay, dann ziehe ich meine Schuhe an und gehe spazieren, das erste Mal seit Monaten. Ich bin so losgelaufen und habe immer wieder so Bänke gesehen, habe Gott gefragt: So Gott, kann ich mich bitte wieder hinsetzen? Ich kann nicht mehr. Und Gott war so: Geh weiter, geh weiter.
Und irgendwann kam mir das Bild von Petrus auf dem Wasser, der Jesus anschauen soll, und die Wellen sind da, aber wenn er auf Jesus schaut, dann passiert nichts, dann bleibt er auf dem Wasser. Und es war bei mir auch so. Es war so: Jesus hat mir gesagt, ich soll Jesus anschauen und weiterlaufen, weiterlaufen, weiterlaufen, egal ob die Schmerzen da seien, egal ob ich mich schwach fühle, egal was das mit meiner Krankheit vielleicht machen könnte, geh weiter.
Und mit jedem Schritt wurde es besser, und nach einer halben Stunde war ich daheim, und ich war geheilt. Herr.
Danke, dass ihr uns mit hineingenommen habt in diese besondere Zeit. Ich habe das mitbekommen, wir hatten wöchentliche Meetings, wo wir gebetet haben, und ich fand es so bewundernswert, wie ihr durch diese Phase gegangen seid. Und ich habe immer gedacht: Ihr hättet allen Grund zu sagen, wir legen unseren Glauben ab, warum lässt Gott das zu? Aber wir bleiben an Gott dran, und Gott hat in dieser Zeit zu euch gesprochen, ihr habt euch da draufgestellt und erlebt, was er Wunder tun kann. Das ist so inspirierend, danke, dass ihr uns mit hineingenommen habt, richtig, richtig stark.
Vielleicht sitzt du jetzt hier und sagst: Boah, das sind krasse Geschichten. Hinterher kann man sowas immer erzählen. Treulich nachzufolgen, egal wo der Herr hingeht, egal was passiert, auf seine Zusagen sich zu stellen. Ich bin aber immer wieder untreu, ich schaff's immer wieder nicht, ich renne immer wieder zurück.
Dann will ich dir einen Vers zusprechen aus 2. Timotheus 2,13: Da heisst es: Sind wir untreu, so bleibt er doch treu, denn er kann sich nicht selbst verleugnen. Gott bleibt dir treu, Gott bleibt an deiner Seite, er hält an dir fest. Gott ist treulich gegenüber dir, und deswegen darfst du immer wieder aufs Neue auch die Entscheidung treffen und sagen: Gott, und ich will dir auch weiterhin treulich nachfolgen.
Wir wollen dir heute die Möglichkeit dazu geben. Du hast jetzt gleich zwei, drei Minuten Zeit, wo du darüber nachdenken kannst. Wie gesagt, auf Seite 28 kannst du deine Unterschrift einfach symbolisch druntersetzen, als Zeichen zu sagen: Ja, Herr, ich will dir treulich folgen, ich will mich auf deine Verheissung, auf deine Versprechungen stellen, und du darfst sagen, wohin es geht, du darfst sagen, was dann passiert, im Kleinen und im Grossen.
Du hast auch später die Möglichkeit da draussen Richtung pjthala gibt es so walls, und auf einer steht drauf treulich. Das ist die treulich wall, und wir wollen dich ermutigen: Wenn du sagst, ich treffe heute diese Entscheidung, dann geh da vorbei und schreib deinen Namen da drauf. Und es ist mein Gebet, dass es nicht nur Namen sind, wie wir da drauf schreiben, sondern Entscheidungen, die wir heute treffen. Trefft diese Entscheidung nicht leichtfertig, aber trefft sie bewusst.
Gott nachzufolgen ist herausfordernd, aber es ist das Schönste und das Beste, was dir in deinem Leben passieren kann. Ich gebe dir jetzt zwei Minuten Stille, in der du über das, was du gehört hast, nachdenken darfst. Du darfst dir die Frage stellen: In diesem Hin und Her gerissen, gibt es eine Zusage Gottes, oder darfst du diese Zusage Gottes beten? Und du darfst gleichzeitig diese Entscheidung treffen: Bist du bereit, Gott treulich von ganzem Herzen nachzufolgen?
Ich will noch beten und dann gehen wir in die Zeit der Stille.
Jesus, wir danken dir so sehr für dieses Beispiel von Joshua. Danke, dass du dieses verheissene Land gezeigt hast, und danke, dass er sich treu an deine Versprechungen gehalten hat, auch wenn seine Umstände ganz anders waren. Gott, ich bete für diese Kraft und für diese Perspektive, dass wir auf diesen Rahmen schauen, auf das, was du sagst, und nicht das, was unsere Gefühle, unsere Gedanken, unser ganzes Chaos uns sagt, sondern was du sagst, ist entscheidend, Gott.
Und ich bete, dass du jetzt sprichst zu uns, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Und ich bete darum, dass wir mutige Entscheidungen treffen, dir treulich nachzufolgen, erfüllt zu sein von deinem Geist und dahin zu gehen, wo du uns sendest, im Kleinen und im Grossen. Herr, sprich du jetzt und zeig du jedem Einzelnen von uns, welcher Schritt konkret dran ist. Danke, Jesus, dass du gut bist, dass du alles bist und dass du ein Leben in Fülle für uns hast, Jesus. Amen.