Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein unerwarteter Anfang und die eigene Herkunft
Okay, Matt sagt, ich soll euch die Geschichte erzählen, wie seine Tochter mich zum ersten Mal getroffen hat. Er denkt, das ist für euch interessant. Ich bin mir nicht sicher, aber ich erzähle es euch jetzt trotzdem, weil er das so will.
Ich kam in Washington an und hatte, wie das für einen guten Deutschen üblich ist, einen guten deutschen Akzent. Seine Tochter sagte zu mir – sie ist heute 22, war damals aber zehn oder neun –: „Matthias, why do you talk so funny? Matthias, warum sprichst du so witzig?“
Und ich habe ihr gesagt: „Ja, ich komme aus Deutschland. I’m from Germany.“ Und sie guckte mich nur an, als wäre das überhaupt kein guter Grund, und sagte: „Ich auch.“
Denn Matt hatte seiner lieben Tochter immer erklärt, dass Schmacker ein guter deutscher Name ist, und das ist, weil sie aus Deutschland kommt. Für sie war gar nicht klar, dass man wirklich aus Deutschland kommen kann und auch noch eine andere Sprache sprechen kann. So haben wir uns kennengelernt. That’s how we met, or how your daughter was finally informed that there is actually a real Germany with a real German accent.
Well, and I’m humbled to be here now. I am the great grandson of a German immigrant. Ja, und ich bin demütig froh, hier zu sein. Ich bin der Großenkel eines deutschen Immigranten in den USA.
Mein Urgroßvater kam also in die Vereinigten Staaten, und noch genauer in den westlichen Teil von Pennsylvania, where there were many German Catholics settling, wo es einfach viele deutsche katholische Siedlungen gab.
Prägungen, Fragen und erste Spannungen
Damit ihr mich ein bisschen kennenlernt, bevor ich zu euch über Theologie spreche, möchte ich euch ein wenig über mein Aufwachsen erzählen.
Mein Urgroßvater war römisch-katholisch, und so war es auch bei meinem Großvater und meinem Vater. Die Familie Schmacker war sehr gut darin, Geld zu verdienen. Ich bin einer von sieben Söhnen in der Familie. Und in meinem eigenen Herzen schaute ich auf meine Familie und all das und hatte Fragen.
Eine Frage war: Warum führt Geldmachen nicht zwingend dazu, froh zu sein? Und die zweite Frage, die ich in meinem Kopf hatte, war: Wie kann ich sicher sein, dass ich in den Himmel komme? Die einzigen Leute, die ich in meiner Tradition kannte und von denen ich dachte, dass sie in den Himmel gehen, waren Priester und Nonnen.
So entschied ich mich als junger Junge, dass ich römisch-katholischer Priester werden möchte. Und so wurde ich von Priestern und Nonnen betreut und begleitet. Statt direkt in das Seminar zu gehen, haben meine Eltern mich dazu gebracht, an die Universität zu gehen. Ich bin also nicht gleich ins Seminar gegangen, sondern meine Eltern haben mich ermutigt, erst noch etwas anderes zu lernen.
Aber ich bin tief eingestiegen in die Theologie meiner Tradition. Doch immer, wenn ich versucht habe, auf etwas theologisch festzustehen, schien der Boden unter meinen Füßen wegzugehen. Ich konnte keine festen Antworten finden. Es schien immer auch Unstimmigkeiten zu geben zwischen der römisch-katholischen Kirche in Rom und der in den USA, zwischen der Diözese hier und der Diözese dort und zwischen den verschiedenen Priestern.
Und was ich für mich nicht beantworten konnte und was mich so bewegt hat, war: Wie kann es sein, dass ich nach außen, auch wenn ich sauber und gerecht erscheinen mag, in mir so viel Dunkelheit habe? Es war diese Dunkelheit in mir, von der ich überzeugt war, dass sie mich vom Himmel fernhalten und mich verurteilen würde.
Aber ich habe versucht, mich dieser Theologie meiner katholischen Universität irgendwie anzupassen und das mit aufzunehmen. Sie haben mir gesagt: Du musst dich einfach mehr lieben. Und dann bin ich zurück in mein Zimmer gegangen und habe versucht, mich mehr zu lieben. Sie haben gesagt: Du musst dich einfach mehr lieben. Und dann bin ich zurück in mein Zimmer gegangen und habe versucht, mich mehr zu lieben.
Wir hatten ein Lied, ein bekanntes Lied, das ihr sicherlich auch kennt: Amazing Grace. Wir haben es verändert. In der ersten Zeile geht es ja darum, wie groß die Gnade Gottes ist, die einen Sünder wie mich, einen verdammten Menschen wie mich, rettet. Und wir haben das geändert: dieses Retten, dieses Verdammte, dieses Sünder. Denn Sünder wollten wir nicht erwähnen. Wir wollten es zu Menschen einfach nur machen. Gott rettet Menschen.
Aber das Problem war: Das war nicht meine Erfahrung. Ich fühlte mich wie ein Sünder, und ich konnte das nicht loswerden. Und es war Sünde in meinem Leben. Und wie viel ich auch meine Sünden bekannt habe, ich wurde sie nicht los.
Die Begegnung mit dem Evangelium
an Evangelical Pastor at my University. Und in meinem zweiten Jahr an der Universität traf ich einen Pastor, einen evangelikalen Pastor. Er stand auf den Stufen unserer Bibliothek und predigte dort im Freien. Viele Studenten kamen, um ihm zuzuhören, und ich saß mit all den anderen Studenten da und machte mich über ihn lustig.
being authoritative. But I was taught that we couldn't interpret Scripture, it wasn't authoritative, there was also Tradition and the Magisterium of the Church. Und mir wurde ja immer beigebracht, dass neben der Bibel auch noch die Tradition ist und dass wir die Bibel selber ja gar nicht richtig verstehen konnten und dass wir eben einfach auch noch die Kirche brauchen.
Aber in meinem dritten Jahr an der Universität war er dort wieder, und im vierten Jahr war er immer noch da. Im vierten Jahr war ich ziemlich verzweifelt. Ich konnte einfach keine klaren Antworten von den Leuten meiner eigenen Tradition bekommen. Und im September 1984 gehe ich wieder über den Campus der Universität, und da ist er wieder, dieser evangelikale Prediger, und predigt das Evangelium.
In nur wenigen Minuten beschrieb er den Konflikt, den ich so lange hatte, zwischen meinem Inneren und dem Äußeren. Ich war ein guter Gesetzlicher, ich habe das Gesetz gehalten, aber meine Gedanken und mein Herz waren wütend. Er sprach über Depravität und in wenigen Minuten beschrieb er mich auf eine Weise, wie es noch nie jemand getan hatte. Er verstand mein Dilemma.
I felt like someone had just cut me open and exposed me in front of all these students. Und ich fühlte mich so, als wenn ich aufgeschnitten worden wäre von jemandem, so dass alle mich sehen könnten, vor all diesen Studenten.
But he didn't stop there he talked about Jesus. Aber er hat da nicht aufgehört, sondern er hat über Jesus geredet und über das Evangelium, die gute Nachricht, dass Jesus an meiner Stelle meine Schuld auf sich genommen hat. Er predigte, dass ich umkehren muss, Buße tun muss, ihm glauben muss, ihm nachfolgen muss und dass ich dann ein neuer Mensch werde.
Er hat auch Matthäus 10 zitiert: Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel. Das war genau das, was ich nicht wollte. Ich wollte ja nicht auf Erden abgelehnt werden. Ich wollte nicht im Himmel abgelehnt werden, also konnte ich ihn auch nicht auf Erden ablehnen.
He had connected my sin problem and my desire for heaven in the gospel and he said if you do believe in this gospel I want you to come forward out of the crowd and I want you to gather in a circle. Und er sagte: Wenn du das Evangelium glaubst, dann möchte ich, dass du aus der Menge herauskommst und nach vorne kommst, in einen kleinen Kreis.
Und er hatte uns gesagt, wir sollten die Hände miteinander halten, mit den Fremden. Und wenn ihr mich kennt, also so etwas mache ich nicht. Und er sagte, bevor ich bete, möchte ich ein Lied singen. Und was für ein Lied haben wir wohl gesungen? Wir haben eben Amazing Grace gesungen, und zwar nicht einfach nur mit Mensch, sondern wirklich mit dem böswilligen, mit dem üblen Menschen.
Was glaubt ihr, wie gut habe ich das Evangelium im September 1984 verstanden? Vielleicht nur so viel.
Und in vielen Dingen verstehe ich das Evangelium bis heute noch nicht, dass dieser großartige Gott in Form eines Menschen auf Erden kommt und meine Sünde auf sich nimmt. Das ist zu viel für mich, um es zu verstehen, und ich werde mein ganzes Leben darauf verwenden, das überhaupt nur ein bisschen zu begreifen.
Also, das ist meine Bekehrungsgeschichte. Also was bietet Gott jetzt solchen kleinen Babybekehrten an? Und was gibt er ihnen, um sie großzuziehen? Er gibt ihnen die Kirche, die Gemeinde.
Und ich bin diesem Pastor, der dort an der Universität gepredigt hat, gefolgt in seine Gemeinde hinein. Das war eine treue Gemeinde. Sie haben vieles getan, was biblisch war. Und ich habe sechs oder sieben Jahre dort verbracht, in Gottes Wort und in dieser Gemeinschaft. Ich bin dort gementort worden und in diesem Kreis von Gläubigen.
Aufbruch, Enttäuschung und ein neuer Ort
Aber Ende der Achtziger wollten sie, dass diese Gemeinde weiterwächst, und zwar zahlenmäßig. Und so fingen sie an, nach anderen Optionen und Methoden zu suchen. Diese Gemeinde wuchs schon relativ schnell, aber dann kamen sie auf diesen Namen: Bill Hybels. Den habt ihr vielleicht schon mal gehört.
The seeker sensitive church: we want to gear everything toward being sensitive to those who don't know Christ but are coming into the church.
Also diese sucherorientierte Gemeinde, die alles auf diese Sucher ausrichten will, die Christus noch nicht kennen, um also sucherorientierter zu werden. Sie haben die Predigt ein bisschen sanfter, seichter und auch kürzer gemacht. Und dann haben Musik, Theaterstücke und Anspiele mehr Raum eingenommen.
Und da waren Hunderte Leute, so wie ich, die da am ausgestreckten Abend verhungerten. Wir wurden nicht mehr genährt von Gottes Wort her. Es war zum Verzweifeln. Ich dachte schon, ich hätte die eine wahre Kirche verlassen, als ich die römisch-katholische Kirche verlassen habe. Und jetzt verlasse ich hier schon wieder eine andere Gemeinde, eine Gemeinde, die mich zum Kreuz gebracht hatte.
Aber streng genommen habe ich diese Gemeinde gar nicht verlassen, sie hat mich verlassen. Weil ich immer noch fest gegründet auf Gottes Wort war. Ich habe das als wegweisend für mein Leben genommen. Und das waren die Leute, die die Bibel zur Seite gelegt haben, um aus einem einzigen einzigen einzigen einzigen einzigen einzigen einzigen einzigen einzigen einzigen einzigen einzigen einzigen Grund, nämlich dem einzigen Grund, damit die Gemeinde zahlenmäßig weiter wachsen kann.
Aber in Gottes freundlicher Vorsehung hat mich das dann zu einer anderen Gemeinde geführt, nämlich zur Capitol Hill Baptist Church in Washington, D.C. Die Großmutter meiner Frau war dort von 1924 bis zu ihrem Tod 1990 Mitglied. Die Eltern meiner Frau wurden dort 1946 getraut. trying to find another evangelical church in Washington, D.C. and this is the only one we could find.
Und so kamen wir nun 1991 dorthin, auf der Suche nach einer evangelikalen Gemeinde in Washington, D.C. Und das war die einzige, die wir finden konnten.
But it wasn't like my old church that was full of young people and lively music.
Aber es war nicht so wie meine alte Gemeinde, die voller junger Leute und lebendiger Musik war. Mostly women in the church.
Sehr alte, größtenteils weibliche Mitglieder waren in dieser Gemeinde. Ich habe nichts gegen alte Leute. Ich hoffe, dass ich eines Tages dazu gehören werde. Aber sie schien einfach nicht das Leben zu haben, das ich aus der anderen Gemeinde kannte.
Aber eins war klar: Sie glaubten immer noch an Gottes Wort und versuchten, es zu leben. Und in den 130 Jahren, die es diese Gemeinde gab, haben sie immer noch an dieselbe Bibel geglaubt.
Niedergang, Scham und die Frage nach dem Zeugnis
Der Pastor, der damals Pastor der Gemeinde war, fragte mich, ob ich bereit wäre, dort mitzuarbeiten oder in den Mitarbeiterstamm zu kommen, um die Finanzen und die Gebäudesachen ein bisschen in Ordnung zu bringen.
Diese Gemeinde war Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts eine große Gemeinde, aber ab 1950 kannte sie nur noch Niedergang. In den USA gab es damals zwei Tendenzen, die große innerstädtische Gemeinden niedergebracht haben. Da waren die Rassenkonflikte zwischen Schwarz und Weiß. Und dann gab es eben diese schnell wachsenden Gemeinden in den Vororten, als die Bevölkerung immer mehr in die Vororte zog, in den Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahren. Das führte dazu, dass diese innerstädtischen Gemeinden, genauso wie viele Innenstädte überhaupt, immer weniger Leute hatten.
Als ich also 1991 hinkam, war das, was noch übrig war, wirklich nur der letzte Rest von dem, was in den Neunzigvierziger- und Fünfzigerjahren eine große Gemeinde gewesen war. Diese Senioren fuhren meist aus den Vororten sonntagfrüh in die Gemeinde hinein und danach wieder hinaus. Die Gemeinde war alt, sie war arm, sie war müde, und die Nachbarschaft wusste das alles.
Wir verkauften das Grundstück, so wie andere Gemeinden es in unserer Stadt auch getan hatten, und es wurden Eigentumswohnungen daraus. Es war einfach nur eine Frage der Zeit, bis die Gemeinde ihr Grundstück verkaufen würde, damit die Stadt dort später neue Häuser bauen könnte. 1991 war wirklich der Tiefpunkt in der Gemeinde.
Der Mann, der mich damals 1991 eingestellt hatte, zeigte dann, dass er selbst für den Dienst disqualifiziert war. Er betrog seine Frau, wurde schließlich entlassen und ging Anfang 1993.
Wir hatten also einen ehebrechenden Pastor, wir hatten ein völlig kaputtes Gemeindehaus in einer Nachbarschaft, die das alles mit ansah. Die Leute, die man als Capitol Hill Baptist Church kannte, waren ein umgekehrtes Zeugnis. Es war also kein Zeugnis von Hoffnung und Leben, sondern ein Zeugnis von Sünde und Niedergang. Das war unser Tiefpunkt.
Ich sage euch jetzt noch von einem tieferen Punkt. Es gibt zwei bekannte homosexuelle Männer, die auf der Straße von unserer Kirche wohnten. Ich wohne in dem Block, in dem die Kirche steht. Eines Nachts komme ich aus meiner Haustür heraus, um zum kleinen Laden an der Ecke zu gehen und Milch für meine Kinder zu kaufen. Und ich gehe hinter diesen beiden bekannten homosexuellen Männern her. Und was glaubt ihr, worüber die gesprochen haben? Über meine Gemeinde. Und sie machten sich über meine Gemeinde lustig, wegen all der Dinge, die in meiner Gemeinde passiert sind. Sündige Dinge. Und sie hatten Recht. Wir waren dieses schlimme Zeugnis. Wir waren ein schlechtes Wort, ein schlechtes Zeugnis, und genau das waren wir in unserer Nachbarschaft.
Und das ist die Gemeinde, gegen die die Pforten der Hölle nicht angehen können?
Vielleicht habe ich gerade einige der hier vertretenen Gemeinden beschrieben. Ihr müsst eines mit Sicherheit wissen: Der Herr kann eure örtliche Gemeinde schließen und euch anderswo einsetzen. Aber die Pforten der Hölle werden immer noch nichts gegen die Kirche Christi ausrichten können, und das ist die gute Nachricht.
Aber darüber hinaus müsst ihr auch wissen: Wenn ihr Gottes Wort treu predigt und es als Gemeinde lebt, dann kann es durchaus sein, dass der Herr kommt und das segnet.
Ein neuer Pastor und die entscheidende Weichenstellung
Es war dann 1994, dass Mark Dever, der gerade seinen Doktor gemacht hatte, nach Cambridge kam und unser Pastor wurde. Mark Dever hatte viel gelernt, viele Studien gemacht und dachte, dass er eines Tages Professor an einem Seminar werden würde. Er liebte die Gemeinde und wollte zukünftigen Pastoren beibringen, wie eine gute Gemeinde gepastort werden kann.
Er kam 1993, ich würde sagen, durch Gottes Vorsehung, zu uns in die Gemeinde. Er war auf dem Weg, einen Vertrag zu unterschreiben, um Professor an einem Bibelseminar zu werden. Aber wir verbrachten das Wochenende zusammen; wir hatten uns gerade erst kennengelernt. Wir fingen an, über die Gemeinde zu reden. In der ersten Nacht waren wir bis drei Uhr nachts wach und haben über die Gemeinde gesprochen. In der zweiten Nacht waren wir sogar bis vier Uhr auf und haben über die Gemeinde gesprochen. Keiner hat in diesen Tagen geschlafen, aber wir haben ganz viel Koffein getrunken.
I could spend my life being a critic of the church from the professor's chair at a seminary. Das war an diesem Wochenende, und da wurde deutlich: Er könnte sein Leben darauf verwenden, ein Kritiker der Kirchen zu sein, von einem Professorenstuhl aus, or he could come into D.C. and join me and see if we can build a healthy church from which then we can point and say here's an example a model. Oder er könnte zu mir kommen und hier in Washington mit mir Gemeinde bauen, damit er dann irgendwann darauf zeigen kann: Hier gibt es ein Modell, ein Vorbild.
Und Gott veränderte sein Herz, und niemand war mehr überrascht als ich, dass er diese kaputte Gemeinde annehmen würde, um eine gebrochene baptistische Kirche in der Mitte der Stadt zu schaffen.
Die eigentliche Leitfrage und mögliche Antworten
Jetzt, was ist die Frage, die euch drängen würde, wenn ihr in dieser Situation wärt, von 1994 mit einer kaputten Gemeinde, mit einem so schlechten Zeugnis? Und die Frage, die ihr euch vielleicht gerade stellt, die ich überall in aller Welt höre, wo immer auch ich rede: Ich habe ein paar Städte aufgeschrieben, ich habe das in Johannesburg und in Quebec gehört, in Sao Paulo und in Mailand, in Sydney und in London.
Und was ist die Frage, die jeder dann im Kopf hat? Möchte irgendeiner raten? Was kannst du tun, damit sie wieder zustande kommt? Ja, wie kannst du deine Gemeinde wachsen lassen? Genau! Und wenn du vielleicht noch größere Visionen hast, dann sagst du: Was können wir tun, um die Welt zu erreichen? Was kann meine lokale Gemeinde tun? Hier ist noch mal eine andere Form, um das zu sagen: Wie kann meine lokale Gemeinde attraktiv aussehen der Welt gegenüber? Das ist die Frage, die jeder fragt.
Jetzt lassen wir uns mal über ein paar Dinge nachdenken, die wir tun könnten. Wir könnten unsere Musik verändern. Wir könnten zeigen, dass unsere Musik offenbart, dass wir gut geübt haben. Vielleicht auch, wenn wir unsere Predigten ein bisschen ändern. Also Predigten, die bedeutungsvoll sind, aber nicht zu schwer. Bibelisch, aber nicht langweilig. Vielleicht bringen wir auch die gleiche demografische Gruppe zusammen, also zum Beispiel eine Erziehungsgruppe, Singles oder junge Verheiratete. Und in den USA haben wir als Zielgruppe entweder Weiße oder Schwarze oder spanisch sprechende Menschen. Was wäre hier? Wahrscheinlich reich und arm, wahrscheinlich hoch gebildet, nicht so hoch gebildet, rich and poor, well educated, not well educated.
Okay. This here is a newer idea among church growth strategists: you assemble a church or a place where people can get involved. Und hier ist noch eine andere Strategie, die oft genannt wird: Du baust eine Gemeinde, wo Leute mitarbeiten können, wo man dienen kann, wo man Evangelisation und Missionen machen kann, wo man die Armen versorgen kann, to the outside world. Und vielleicht auch, wenn wir die Architektur ein bisschen verändern, das Gebäude ein bisschen verändern, vielleicht macht uns das auch attraktiver für die Welt. Also in den USA sehen Gemeinden immer mehr so aus wie Einkaufszentren oder wie so ein Kaffeehaus. Oder auch so wie ganz alte Kirchengebäude. Wir wollen so dieses echt authentische Kirchengefühl.
Also viele dieser Dinge sind gut oder zumindest neutral. Wenig davon ist wirklich schlecht. Aber es ist die Frage, mit der ich angefangen habe, um die es mir hier wirklich geht. Denn diese Frage treibt die meisten Pastoren an, die ich bisher getroffen habe: Wie können wir uns attraktiv machen, wie können wir die Welt erreichen?
Ich möchte euch ein paar Gemeindemodelle vorstellen, wie Gemeinden versucht haben, diese Frage zu beantworten. Also bitte mich, die traditionelle Gemeinde in Deutschland zu beschreiben, also eine Gemeinde, die sehr auf sich selbst fokussiert ist. Das Ganze wirkt ein bisschen verstaubt, man ist nicht sehr evangelistisch, man ist selbstzentriert.
Ich habe ja schon die sucherorientierte Gemeinde beschrieben. Du baust alles darum, dass du attraktiv bist für Nichtgläubige. Du nimmst also alles weg, was irgendwie zu sehr nach Kirche aussieht, was eine Barriere sein könnte. Also deine Predigten sind gefüllt mit Füllung, Füllung und besseren Verhältnissen. Dinge zur Selbstverwirklichung, mit Dingen, wo du ein Ziel für dein Leben, Visionen entwickelst.
Das neueste Modell in diesen Gemeindemodellen, das ist die missionale Gemeinde. Also die Mission ist nicht nur etwas, was die Gemeinde tut, es definiert die Gemeinde. Es ist gerade in den USA und sicherlich auch in Deutschland sehr aktuell, sehr modern, in die Stadt hineinzuziehen, mitten in der Stadt Gemeinden aufzubauen. Du involvierst dich mit der Kunst und mit Suppenküchen. Und hier ist die Sprache der missionalen Kirche: Du wirst inkarn in der Kultur und transformieren. Du inkarnierst, du wirst Teil dieser ganzen Kultur, du dienst und bringst Heilung zur Gemeinschaft.
Aber letztendlich fangen alle diese Modelle an mit der Frage: Wie können wir der Welt dienen? Und wir glauben, dass diese Frage, wie können wir die Welt erreichen, einfach die falsche Frage ist. Ich glaube, es ist eine sehr gute Frage, aber es ist eine zweitrangige Frage. Und wenn wir diese zweitrangige Frage erstrangig machen, dann geben wir den Außenseitern die Möglichkeit, zu definieren, wer wir sind und wie wir leben sollen. Und wir glauben nicht, dass das das ist, was Gott will.
Die primäre Frage, die die Gemeindeleiter sich fragen sollten, ist, wie wir Praktizieren wir Lobpreis. Lobpreis ist primär, weil Gott primär ist. Christian, du hast John Piper erwähnt, das war das einzige, was du gesagt hast, was ich verstanden habe. John Piper hat Folgendes gesagt: Er sagte, Mission oder Ausrichtung existiert, weil Worship nicht existiert, weil Lobpreis nicht existiert. Die Gemeinde existiert fundamental vor allem dazu, um Lobpreis zu üben. Wir sollen also nach außen gehen, Mission machen, Evangelisation machen, um Leute reinzubringen, damit sie Gott loben und preisen. Das ist das, was Jesus gesagt hat, als er sagte: Geht und macht zu Jüngern. Was heißt das? Was heißt das andererseits? Geht und macht mehr Menschen zu Lobpreisern Gottes.
Und so kommt jetzt die Frage, die wir beantworten wollen: Gott, wie sollen wir dich lobpreisen in unseren lokalen Gemeinden? Und ich glaube, wenn du mit dieser Frage anfängst, wirst du ein anderes Modell erscheinen. Wir haben nicht wirklich Namen dazu, wir können es die lobpreisende Gemeinde nennen. Es ist so ein bisschen wie die Doppelung, dass wir uns in der Gemeinde sehr interessiert sind, dass wir uns in der Gemeinde sehr interessiert sind, dass wir uns in der Gemeinde sehr interessiert sind, dass wir uns in der Gemeinde sehr interessiert sind, dass wir uns in der Gemeinde sehr interessiert sind. Amerikanisch traditionelle Gemeinde, die sich sehr stark um Bekehrung kümmert, und wir wollen suchorientiert sein, wir wollen alles zu allen Menschen werden, und hoffentlich wird es auch missional, denn wir sind ja Menschen, die eine Mission haben. Aber über allem wollen wir vor allem Gott richtig Lob preisen.
Und so fragen wir also die Frage: Wie sollen unsere Gemeinden Lob preisen? Und ich versuche das jetzt zu beantworten, indem ich euch einmal durch die ganze Bibel führe, in sechs Episoden. Der Titel dieser Geschichte ist: „Image is everything“ oder das Abbild ist, worum es geht.
Gottes Bild in Schöpfung, Fall und Erwählung
Okay, Nummer eins: Schöpfung.
In 1. Mose 1 schöpft Gott die Tiere und die Pflanzen alle, ein jedes nach seiner Art. Also jeder Apfel sieht aus wie jeder andere Apfel, jedes Zebra sieht aus wie ein anderes Zebra. Aber in Vers 26 sagt dann Gott: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.“
Worum es mir hier vorangeht, ist das Bild. Man is not patterned after another man, he is patterned after God. Der Mensch ist nicht geschaffen nach seiner Art, sondern nach Gott. Man uniquely resembles or mirrors God. Der Mensch ist in einzigartiger Weise ein Abbild Gottes.
And being uniquely made in the image of God, he is then ... Und weil der Mensch halt so gemacht ist, als Abbild Gottes, soll er eben auch so handeln wie Gott, so aussehen wie Gott. Er soll also Gott abbilden vor dem Rest der Schöpfung. Also wie ein Sohn, der in den Fußstapfen des Vaters folgt, soll man Gott repräsentieren, seinen Charakter und seine Regelung über die Schöpfung. So soll der Mensch eben Gott repräsentieren, seinen Charakter über die ganzen Schöpfungen. Er soll also herrschen über die Fische im Meer, über die Vögel und über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht.
Also sind wir nicht geschaffen worden, weil Gott gelangweilt war.
Zum Zweiten: der Sündenfall.
Ab 1. Mose 3 entscheidet sich der Mensch, Gottes Herrschaft nicht mehr zu repräsentieren. Er wendet sich gegen Gott und versucht, nach sich selbst zu leben. 1. Mose 3, Vers 5: Gott weiß, dass, wenn ihr esst, eure Augen aufgetan werden und ihr wie Gott sein werdet. Kapitel 3, Vers 5: Gott weiß, an dem Tag, da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott.
Das ist ein entzündendes Bild: mich wie Gott. Das ist ein verführerisches Bild: so sein wie Gott. So Eve and then Adam took and ate. Und so haben Eva und Adam genommen und gegessen. Und Gott hat ihnen das gegeben, was sie wollten, und er hat sie verstossen aus dem Garten.
Der Mensch ist jetzt schuldig, er hat Gottes Gesetz gebrochen, und in diesem ganzen Prozess ist er jetzt korrumpiert, er ist verdorben. Also dieser Spiegel, der Gott repräsentieren sollte, ist jetzt verbogen und irgendwie kaputt. Ihr Bild ist jetzt ein falsches Bild, das die Welt reflektiert. Das Abbild ist jetzt ein falsches Abbild, das der Welt etwas Falsches abbildet. Wir kennen diese Karnevalsspiegel, diese verbogenen Spiegel, diese komischen Bilder abgeben, so ist das hier.
Also, Nummer eins war die Schöpfung, Nummer zwei war der Sündenfall, und Nummer drei ist jetzt Israel.
Also hat Gott in seiner Gnade den Plan, durch ein bestimmtes Volk seinen ursprünglichen Plan durchzuführen. Was war dieser ursprüngliche Plan? Die Abbildung seiner eigenen Herrlichkeit. Er bringt also jetzt dieses Volk, Israel, zusammen. Und wie nennt er Israel? Sein Sohn, weil Söhne so aussehen wie die Väter und weil sie ihrem Vater in seinen Fußstapfen folgen. Söhne bilden oft den Vater.
Und auf dem Weg in das gelobte Land nimmt er den Sohn und bringt ihn auf den Berg Sinai, und er sagt einige Dinge zu ihm. 2. Mose 20, Vers 3: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Und dann Vers 4: Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist.
Israel war also dazu berufen, dieses erste Gebot zu halten: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Und sie sollten dieses erste Gebot, keine anderen Götter zu haben, dadurch halten, dass sie Gottes Herrlichkeit abbilden, was automatisch mit beinhaltet, dass sie sich eben vor keinen anderen Abbildern, vor niemand und nichts anderem niederbeugen. Gott ermahnte eben den Sohn, dass, wenn er das nicht tun würde, wenn er also nach anderen Götzen laufen würde, dann würde er sie nicht in das Land lassen.
Israel hat versagt, und so wurde Israel aus dem Land verstossen. Eine der großen Lehren, die wir vom alttestamentlichen Israel lernen können, ist, dass gefallene Menschen, wenn sie alleine gelassen sind, Gott nicht richtig abbilden können.
Christus als vollkommene Offenbarung
Viertens: Christus. Jetzt kommt der gute Teil.
In Lukas 3,22 wird Jesus getauft. Der Heilige Geist kommt auf ihn herab wie eine Taube, und dann kommt diese Stimme vom Himmel. Es ist Gottes Stimme, die sagt: Du bist mein Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Hier ist der perfekte Sohn, in Großbuchstaben, der seinem Vater vollkommen Freude bringt.
Dann kommt dieses Geschlechtsregister, das in Vers 38 endet: der Sohn von Enos, der Sohn von Seth, der Sohn von Adam, der Sohn von Gott. Und direkt nach diesem Geschlechtsregister, was kommt dann? Jesus wird von Satan versucht, genauso wie Adam. Aber der geliebte Sohn tat nicht, was Adam getan hatte, und er tat auch nicht, was Israel getan hatte. Dieser Sohn bildet den Vater vollkommen ab und verherrlicht ihn so.
Und in diesem Prozess rekapituliert Jesus die ganze Geschichte. Er durchlebt sie noch einmal. Er geht die ganze Geschichte neu durch. Wie der Vater, so der Sohn.
Wenn wir jetzt die Schreiber des Neuen Testaments hören, lesen wir in Kolosser 1,15: Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. In Hebräer 1 ist er der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens. In Johannes 14,9 sagt Jesus: Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Und in Christus ist jetzt dieses Korruptionsproblem geschlossen. Das Problem der Rebellion Adams ist gelöst. Das unschuldige Lamm Gottes wird für uns geopfert und nimmt unsere Sünde auf sich. Das Problem ist gelöst.
Das ist Christus.
Nummer fünf: die Gemeinde.
Kennt irgendwer den Namen Dorothy Sayers? Sie war Lehrerin in Amerika, sie war Lehrerin in den USA. Sie sagte, Christus hat drei Erniedrigungen erlitten. Erstens: Er wurde Mensch. Zweitens: Er hat das Kreuz auf sich genommen. Drittens: Er hat sich selbst mit der Gemeinde verbunden.
Und was die Kirche hier als ein paar Verse beschreibt, hört man dann als das, was die Gemeinde genannt wird. Ich lese jetzt ein paar Verse vor, und es geht hier um die besondere Tonung von etwas.
Römer 8,29: Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
1. Korinther 15,49: Und wie wir getragen haben das Bild des Irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des Himmlischen.
2. Korinther 3,18: Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel. Wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur anderen, von dem Herrn, der der Geist ist.
Und schließlich Kolosser 3,9-10: Belügt einander nicht, denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.
Was sagt Gott also, was die Gemeinde tun soll? Wir sollen den Charakter, die Ähnlichkeit, das Bild und die Herrlichkeit des Sohnes im Himmel abbilden. Der Vater ist ein Friedenstifter, so soll auch ihr, Gemeinde, Friedenstifter sein. Der Vater liebt die Feinde, so sollt auch ihr eure Feinde lieben. Ich und der Vater sind eins, so sollt auch ihr, Gemeinde, vereint sein. Jesus sagte: Der Vater hat mich gesandt, so sollt auch ihr, Gemeinde, gehen. Und Jesus sagt: Der Vater hat mich gesandt, und so sollt auch ihr jetzt, Gemeinde, gehen.
Seht ihr das? So wie der Vater, so der Sohn, so die Söhne.
Das ist Jesus.
Nummer sechs: die Verherrlichung.
Wir werden ihn am allerbesten, am vollkommensten, wenn wir ihn am klarsten sehen, in der Herrlichkeit.
1. Johannes 3,2: Wir wissen aber: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Heilig wie er, voller Liebe wie er, vereint wie er.
Dieser Vers verspricht uns nicht, dass wir alle Götter werden. Er verspricht uns, dass unsere Seelen eines Tages hell leuchten werden, so wie er, wie perfekte Spiegel, die der Sonne entgegengerichtet sind.
Also lasst uns die Geschichte noch einmal ganz schnell durchlaufen. Habt ihr das verstanden? Gott hat die Welt geschaffen und die Menschen, um seine Herrlichkeit abzubilden. Adam und Eva wurden dazu geschaffen, aber sie sind daran gescheitert. Israel ist auch gescheitert.
Aber der Sohn, der es nicht gescheitert hat: In Christus kam Gott, um Gott abzubilden. Und in Christus kam Gott, um zu retten. Zu retten wen? Die Gemeinde.
Und jetzt ist die Gemeinde dazu berufen, den Charakter des allmächtigen Gottes wiederzuspiegeln. Und das tun wir dadurch, dass wir ihn bekennen und durch unsere Taten.
Was war jetzt am Anfang noch die Frage? Wie sollen wir Lob preisen? Und wenn ihr jetzt gerade aufwacht, ich gebe euch jetzt die Antwort: Das tun wir, indem wir die Herrlichkeit von Christus abbilden, indem wir so sind wie er und ihn abbilden.
Wenn wir die erste Frage beantworten, wie wir worshipen, dann sind wir in der Position, auch die zweite Frage zu beantworten. Die zweitrangige Frage, über die so viele Leute nachdenken, nämlich: Wie erreichen wir die Welt?
Was macht also eure Gemeinde attraktiv? Wird es die gute Musik sein? Wird es bequem sein für Außenseiter, für Leute, die so aussehen wie du, oder für Leute, die eine authentische Erfahrung machen wollen? Wie wäre es mit einer übernatürlichen Anziehungskraft? Wie wäre es mit einer Gruppe von vergebenen Rebellen aus verschiedensten ethnischen Gruppen und Gesellschaftsschichten, die Gott annimmt und die er verändert in sein Abbild: heilig, liebend, vereint. Und er gibt ihnen seinen Heiligen Geist. Und er stellt sie dann zur Ansicht, damit die ganze Welt, das ganze Universum sie sehen kann, als ein Abbild seiner eigenen Herrlichkeit.
Alles andere, was wir heute und in den nächsten Tagen sagen werden, basiert auf dieser theologischen Wahrheit, nämlich dass die Gemeinde fundamental dazu berufen ist, Gott dadurch zu lobpreisen, dass sie seine Herrlichkeit abbildet.
Ihr Pastoren, ihr müsst das glauben.
Die Gemeinde als Ort der gelebten Gottesähnlichkeit
Ich möchte uns ein paar Lektionen geben, die wir vielleicht aus dieser Lehre mitnehmen können.
Nummer eins: Gott will das gemeinsame Leben der lokalen Gemeinde dazu gebrauchen, seine Schöpfungsabsicht durchzuführen. Er wird den Leib gebrauchen, um sich selbst darzustellen.
Also denk einmal über eine Charaktereigenschaft nach, von der du meinst, dass du sie in besonderer Weise hast. Ich bin besonders geduldig. Ich bin besonders nett. Ich bin besonders freundlich. Ich sage nicht, dass ihr das nicht seid. Vielleicht seid ihr das. Wenn das so ist, dann ist das eine Gnade Gottes. Das ist Charakter, den Gott euch gegeben hat.
Aber dieser Charakter kann nicht dargestellt werden, wenn ihr allein auf einer Insel sitzt. Wenn ihr in eine Gemeinschaft kommt, die ihr lieben wollt, und diese Gemeinschaft gibt euch Gründe, sie nicht zu lieben, und ihr macht es trotzdem und liebt sie trotzdem, wer wird dadurch dargestellt? Gott wird dargestellt.
Wenn ich geduldig mit Matthias bin, obwohl er mir Gründe gibt, ungeduldig zu sein, dann wird Gott dargestellt. Wer wird dargestellt?
Ich habe eine Schwägerin, die ist leichtgläubig, sehr liberal, und sie sagt mir: Matt, du musst dich nicht so kümmern, weil du dich so kümmerst. Relax more and get in touch with the peace of God more and, in a sense, be like her. Und sie sagt mir immer wieder: Matt, du musst dich ein bisschen entspannen, du musst ein bisschen mehr den Frieden Gottes aufnehmen und vielleicht ein bisschen mehr so werden wie sie.
I live in the city, in the middle of a busy city, in a busy church, with a busy family. Und ich lebe mitten in der Stadt, in einer geschäftigen Stadt, mit einer geschäftigen Familie. Ich bin ein introvertierter Mensch, der hier total überfordert ist. Sie sitzt auf einem Riesengrundstück eine Stunde außerhalb der Stadt, ganz alleine. Ihr Mann arbeitet lange, und sie sendet ihre Kinder zur Boarding School.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sie die Möglichkeit hat, Gott überhaupt so darzustellen, wie ich das tun kann, weil sie niemand sehen kann. Komm in die Stadt und lebe ein Leben wie ich, und wenn dir Geduld, Liebe und Freundlichkeit auskommen, dann ist Gott on display. Komm und lebe so wie ich hier mitten in der Stadt, und wenn du dann noch in mir Geduld, Liebe und Freundlichkeit siehst, dann wird Gott dargestellt.
Also, wenn du jemand bist, der ganz alleine zu Hause sitzt und sagt: Ich bin ein guter Christ, ich brauche keine Gemeinde, dann möchte ich das herausfordern. Vielleicht bist du gerettet, aber du verpasst den grundlegenden Grund, warum Gott dir diese Salvation gibt, nämlich um sich selbst darzustellen.
Abgrenzung, Anderssein und die Kraft des Evangeliums
Zweitens: Die lokale Gemeinde soll klar getrennt sein von der Welt. Wie viele Bücher und Kirchenlehrer aus der Welt sind so sehr auf Kontextualisierung aus? Also, wie viele Bücher und Gemeindelehrer gibt es, die so tun, als wäre der Schlüssel zum Erfolg die Kontextualisierung? Letztendlich geht es dann darum, Nichtchristen zu zeigen, dass wir alle so sind wie sie.
Jesus wurde Mensch und sprach in einer Sprache, die jeder verstehen konnte. Aber unsere Herausforderung als Sünder ist, anders als bei Jesus, dass wir anderen Sündern nicht zeigen sollen, dass wir so sind wie sie. Es geht nicht darum, anderen Sündern zu zeigen, dass wir so sein können wie sie. Die Herausforderung für uns ist doch, den anderen Menschen zu zeigen, dass wir wirklich etwas anders sind. Versteht ihr das? Die Gemeinde sollte einfach anders sein. Es sollte etwas sein, das uns von der Welt trennt.
Die dritte Lektion: Also sollte all unsere Missionsarbeit, all unsere evangelistische Arbeit, auf unserem Anderssein basieren. Wenn du einen Chor hast und darin einen Mann, von dem alle wissen, dass er Ehebrecher ist, dann kannst du dein ganzes Evangelisations- und Missionsprogramm einstellen. Denn dann bist du nicht anders als die Welt.
Seht ihr, wie das zusammenhängt? Ich will Leute in meine Gemeinde bringen und sagen: Schau, riechst du, schmeckst du Christus, das Aroma Christi? Oder riecht es hier wie überall in der Welt? Tun die Leute in eurer Gemeinde genau das Gleiche, was die ganze Welt tut? Wenn das so ist, dann erwähnt Christus am besten gar nicht, denn das wird nur die Welt verwirren.
But if you actually look holy and loving and united, go ahead and tell them about Jesus, because that's representing Jesus well.
Aber wenn du heilig, liebevoll und freundlich lebst, dann sprich von Christus, weil das ihn gut repräsentiert.
Das Evangelium als Mitte und Maßstab
Lesson Nummer vier. Viertens: The local church finds its life in the proclamation of and in the rehearsing of the gospel.
Okay, die lokale Gemeinde findet ihr ganzes Leben in der Verkündigung und im kontinuierlichen Ausleben des Evangeliums. Was ist die Gemeinde? Die Gemeinde ist die Gemeinde des Evangeliums. Die Gemeinde bezieht sich auf das Sünde- und Korruptionsproblem, über das wir vorhin gesprochen haben. Das Evangelium ist doch die Antwort auf dieses Sünde- und Korruptionsproblem, von dem wir am Anfang gesprochen haben.
Hebt mal eure Hand hoch, wenn ihr Pastor seid. Lieber Pastor, nimm nicht an, dass die Leute in deiner Gemeinde das Evangelium verstehen. Verkündige es immer wieder und lebe es vor. Jede Woche. Wir sind die Leute des Evangeliums. Wenn die Leute müde werden, das Evangelium zu hören, dann ist das ein Problem für sie.
20 minutes. We have 20 more minutes, okay. Suppose you're sitting, you're a young pastor, you don't have a church, and you're being interviewed by a pastoral search committee.
Stell dir mal vor, du bist ein junger Pastor, du bist noch nicht bei einer Gemeinde angestellt, und du wirst von einer Gemeinde für den Job als Pastor interviewt. Und das Team fragt dich: Was ist deine Vision für die Gemeinde? Und du sagst, weil du gut zugehört hast: für die Gemeinde Gottes Herrlichkeit abzubilden. Und dann sagen die: Und wie willst du das machen? Was hast du jetzt vor? Willst du in der Jugendgruppe starten oder in der Suppenküche oder im Chor oder was?
Wenn die Gemeinde primär dazu berufen ist, Gott zu verherrlichen, dadurch dass sie seinen Charakter widerspiegelt, dann tun wir das dadurch, dass wir auf Gottes Wort hören. Also: Stell meinen Charakter dar, spiegel mich wider, indem du auf mein Wort hörst und danach lebst. Jesus sagt: Sei heilig, denn ich bin heilig. Wenn mich jemand liebt, der wird mein Wort halten, Johannes 14,23. Und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
Also lasst uns noch einmal ganz schnell durch diese sechs Episoden gehen und dabei über Gottes Wort in der Heilsgeschichte nachdenken.
Schöpfung. Wie schafft Gott das ganze Universum? Durch sein Wort. Gott spricht: Es werde Licht. Er sagt es. Er sagt es.
Im Sündenfall: Adam und Eva, was tun sie nicht? Sie hören nicht auf Gottes Wort. Sie rebellieren gegen Gottes Wort. In 1. Mose 3,17 heißt es: Und zum Mann sprach er, nach dem Sündenfall: Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot. Adam sollte auf Gott hören, aber stattdessen hört er auf wen? Also, Gott sollte auf Adam hören, aber auf wen hat er stattdessen gehört? Auf Eva.
In anderen Worten: Gott schätzt das Problem also so ein: Das Problem, das sie haben, ist ein Gehörproblem. Sie hören auf die falschen Stimmen. Ist das nicht eine wunderbare Beschreibung von gefallenen menschlichen Wesen? Wir mögen Gottes Stimme nicht. Wir mögen sein Wort und sein Gesetz nicht, und so hören wir auf andere Worte.
Oder was ist zum Beispiel mit Israel? Gott ruft Abraham aus Ur durch sein Wort. Er spricht dann zu Abraham und gibt ihm ein Versprechen: Ich will dich segnen. Er gibt ihm einen Segen. Und er gibt den Nachfolgern von Abraham das Gesetz, die zehn Worte.
I will find it. I'll read it in English while you're looking it up. 5. Mose 4,6: Keep these statutes and rules and do them, for that will be your wisdom and your understanding in the sight of the peoples, who, when they hear all these statutes, will say, surely this great nation is a wise and understanding people.
So bewahrt sie nun also die Satzungen und tut sie, denn darin besteht eure Weisheit und euer Verstand vor den Augen der Völker. Wenn sie alle diese Gebote hören, werden sie sagen: Wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk?
Hält Israel nun sein Wort? Nein, was sie tatsächlich tun, ist leere Evangelisation.
Viertens: Jesus. Jesus, das ewige Wort, wird Fleisch und erfüllt das Gesetz. Und beim Abendmahl, beim letzten Abendmahl, gibt er dann einen neuen Bund in seinem Blut. Also Jesus ist derjenige, der Gottes Wort perfekt hört und sein Leben genau danach lebt.
Und Satan sagt: Mach diese Steine zu Brot. Aber Jesus sagt: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt. Johannes 4,34: Mein Essen ist, dass ich den Willen des Vaters tue, von dem er mich gesandt hat, um sein Werk zu vollenden.
Also erfüllt Jesus Gottes Gebot dadurch, dass er die Herrlichkeit widerspiegelt, indem er auf sein Wort hört und es tut.
Jetzt Nummer fünf: die Gemeinde. Was sollen wir tun? Also Matthäus 28,20: Lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Ja, und dann sagt Jesus: Selig sind die im Lukas 11,28. Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.
Die ersten Christen, Apostelgeschichte 2,42: Die blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft. In Römer 10 wird deutlich, dass der Glaube aus der Predigt kommt und die Predigt durch das Wort Christi. Da sind viele weitere Verse, die ich jetzt lesen könnte. Aber die Gemeinden, die Gottes Wort ignorieren oder es nicht wichtig nehmen, die machen einen großen Fehler.
Das ganze Leben der Gemeinde ist in Gottes Wort und darin, dass man danach lebt, dass man nach Gottes Wort lebt als Gemeinde. Da ist das Leben der Gemeinde.
Treue, Predigt und praktische Ausrichtung
Denkt an Paulus am Ende seines Lebens. Da schreibt er seinem jungen Nachfolger Timotheus folgende Worte. Er gibt ihm also seinen letzten Aufruf, wahrscheinlich den letzten Aufruf, den er an Timotheus weitergibt. Er hat viel investiert und ihm viel beigebracht. Jetzt sagt er diesem jungen Pastor, was am allerwichtigsten ist: Timotheus, was auch immer du tust, tu das. Wenn du auch sonst alles vergisst, vergiss das nicht.
Eines Tages wirst du vor Gott stehen und ihm Rechenschaft geben. This is what you want to be found doing between this day and that day. Und pass auf, das Folgende ist, was du zwischen diesem Tag und heute tun willst. 2. Timotheus 4,1-2.
I charge you in the presence of God and of Christ Jesus, who is to judge the living and the dead, and by his appearing and his Kingdom preach the Word.
So ermahne ich dich inständig: Vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: Predige das Wort!
Und für euch Pastoren, ihr habt bestimmt schon Dutzende von Dingen, die ihr durch die Woche schon durchgedacht habt, was weit über diese Aufforderung hinausgeht. Wir werden noch sehr viel mehr über Predigen reden, aber das ist von großer Wichtigkeit. Ich möchte euch zum Abschluss noch einige schnelle Lektionen geben von dem, was ich gesagt habe.
Wenn du darüber nachdenkst, ein erfolgreicher Pastor oder eine erfolgreiche Gemeinde zu sein, was geht durch deinen Kopf? Erfolg ist gleich Treue zu Gottes Wort. Es spielt keine Rolle, wie groß euer Gebäude ist oder wie bekannt du bist. Wir brauchen einfach eine bessere Definition von Erfolg. Erfolg ist wirklich Treue zu Gottes Wort.
Versuche nicht, relevant zu sein. Das ist so ein Modewort: relevant sein. Und nimm nicht Treue einfach als gegeben hin, sondern strebe danach, Gottes Wort treu zu sein. Und sei vergewissert, dass Gottes Wort relevant ist.
Kennt ihr den Namen Ligon Duncan? Pastor in den USA, Presbyterianer. Ligon Duncan, also dieser presbyterianische Pastor in den USA, der sagt etwas sehr Schönes darüber, wie wir unseren Lobpreis strukturieren sollen: Lese die Bibel, predige die Bibel, bete durch die Bibel, sing die Bibel und seh die Bibel. Und was er mit seh die Bibel meint, ist die Taufe und das Abendmahl, wo wir Leben reinkommen sehen.
Die letzte Lektion, dann stoppen wir: Simplifizieren und solidifizieren. Mach Dinge einfacher und mach sie konzentrierter. Vereinfache es, predige Gottes Wort und lieb die Leute. Nimm deine Augen weg von all diesen Programmen und diesen ganzen Veranstaltungen und spende deine Zeit, die Kirche zu Gottes Wort, um deine Gemeinde auf Gottes Wort hin auszurichten. Das ist besonders wichtig für Sie, Pastor, die in einer reformierenden Situation sind. Sie werden viel Druck haben, viel Dinge zu tun.
Und dann solidifizieren und dann bring Dinge zusammen. If you can get your hands on the curriculum of the children's program, make it more solid. Also, wenn du, wenn du deine Hände kriegen kannst, wenn du Einfluss haben kannst auf das Kindergottesdienstprogramm, dann sorgt dafür, dass es solide wird, dass es gut wird.
The elders, the pastors of the church, the overseers should be leading in with the choosing the hymns and the music to make sure it's solid. Und die Pastoren und Ältesten in der Gemeinde, die sollten die Lieder auswählen, um sicherzustellen, dass die solide sind, dass da eine gute Botschaft vermittelt wird. Und die Gebete in der Gemeinde, da sollten die Pastoren und die Ältesten darauf hinwirken, dass die solide werden, gut biblisch.
Vor allem die Pastoren, ihr Pastoren, nehmt euch so viel Zeit, wie ihr auch immer braucht, um eine gute Predigt zu schreiben. Du beginnst in deinem Kalender mit Predigen, mit dem Schreiben deiner Predigt. Unser Pastor mag derweil, der nimmt Freitag und Samstag den ganzen Tag, da kommt nichts anderes in seinen Kalender. Das gibt es nur für die Predigt, diese beiden Tage. Manche Pastoren nehmen jeden Morgen in der Woche. Es spielt keine Rolle, wie genau du das tust, aber beginn damit, nimm dir die Zeit, die du dafür brauchst. Und dann kann alles andere noch den Rest des Kalenders auffüllen.
Gottes Volk wird berufen, wird auferbaut, wird bekehrt, all das nur durch Gottes Wort, und dahin müssen wir sie führen.
Gebet und Schluss
Ich bete zum Abschluss.
Himmlischer Vater, dein Wort gibt Leben. Dein Wort hat diese Welt in sechs Tagen geschaffen. Dein Wort hat uns Menschen geschaffen. Du hast uns deine Worte gegeben, damit wir wissen können, wie wir leben sollen, und wir haben nicht gehorcht.
Aber du, das Wort Gottes selbst, bist Mensch geworden, um unter uns zu leben. Du hast das Wort Gottes erfüllt. Du hast es uns gelehrt. Du hast uns durch das Wort Leben gegeben.
Dein Wort allein verändert uns. Es macht uns dir immer ähnlicher. Deshalb wollen wir dir danken für dein Wort. Wir wollen dich bitten, dass du in unseren Herzen wirkst, dass wir wachsen in unserer Liebe zu deinem Wort.
Ich möchte dich bitten um Vergebung, da, wo wir dein Wort nicht im Zentrum der Gemeinde hatten. Öffne unsere Augen für die Fehler, die wir gemacht haben, und hilf uns, die Gemeinde mit auf den Weg zu nehmen zur Korrektur. Dass dein Wort wieder ganz im Zentrum steht, weil dein Wort allein Leben gibt.
Dafür preisen wir dich in Jesu Namen. Amen.
