Event•Teil 2 / 10Spurgeon-Konferenz 2016
Generierte Mitschrift
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Einleitung und Gebet
Und wir sind auf Seite fünf bei euren Unterlagen. Erster Teil: die Botschaft.
Beten wir noch einmal.
Vater, vielen, vielen Dank, dass wir einen Retter haben. Danke, dass du ein rettender Gott bist. Danke, dass wir sehen, wie du bist, wenn wir Jesus anschauen. Und danke für das, was er für uns am Kreuz getan hat. Danke, dass er jetzt auferstanden ist und dass sein Geist jetzt hier ist unter uns und in uns. Bitte lehre du uns, Herr, und rüste du uns aus, damit wir auch anderen helfen können. Wir beten im Namen Jesu. Amen.
Gut, erster Teil: die Botschaft.
Ich habe nur ganz kurz vor dem Abendessen gesagt, dass ich bei meiner Struktur, bei meinem Aufbau des Johannesevangeliums, immer davon ausgehe, dass es in jedem Teil zwei Ereignisse und drei Einheiten gibt. Vielleicht sind Ereignisse nicht das richtige Wort, vielleicht sollte es Zeichen sein. Aber ihr werdet Verständnis haben, weil ich Engländer bin.
Ich spüre kein Verständnis.
Okay, macht nichts.
Zwei Ereignisse: die Hochzeit von Kana, das Gericht im Tempel. Und dann drei Einheiten: Jesus und Nikodemus, die Wahrheit, was Jesus betrifft, Jesus und die Samariterin.
Ich habe diesem ersten Teil den Titel gegeben: „Die Botschaft, die Jesus gebracht hat.“
Schaut das an. Wenn du mit dieser Idee vom Aufbau nicht glücklich bist, ist das für mich kein Problem. Wir werden sowieso das Wort Gottes miteinander anschauen. Und dabei beten wir, dass wir dem Herrn begegnen.
Das erste Zeichen und seine eigentliche Aussage
Die zwei Ereignisse zunächst einmal: die Hochzeit von Kana. Fangen wir damit an, Kapitel 2, die Verse 1 bis 12. Ich habe es vor dem Abendessen nicht sehr gut erklärt, als ich gesagt habe, dass es im Evangelium nicht um uns geht, sondern um Jesus. Aber hier ist ein Beispiel für eine Gefahr: die Hochzeit von Kana. Man kann das lesen und sagen, man könnte das so predigen.
Ich glaube, das erste Mal, als ich diese Stelle gepredigt habe, war das am 18. Januar 1981. Zeit zum Rechnen: Ich war, glaube ich, drei Jahre alt. Ich bin jetzt 63. Aber ich glaube, ich habe so gepredigt: Diese Leute waren in Not, sie hatten keinen Wein mehr, und Jesus hat ihnen geholfen. Und die Anwendung ist: Wir dürfen wissen, wenn wir in Not sind, können wir zu Jesus gehen, und er wird uns helfen.
Das ist wahr, aber ich glaube nicht, dass das die Hauptsache hier in diesem Abschnitt ist. Es geht hauptsächlich darum, wer Jesus ist und wozu er gekommen ist. Schauen wir uns die Stelle an.
Zunächst einmal: Jesus, der Gast. Vers 1: Und am dritten Tag war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort. Aber auch Jesus wurde samt seinen Jüngern zur Hochzeit eingeladen. Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.
Vers 4: Es ist wichtig zu sagen, als Jesus sagt: Frau, das ist nicht unhöflich. Also, im Griechischen ist das einfach eine Anrede. Eine Anrede, das ist nicht abwertend, dass er Frau sagt. Was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Einige Male im Johannesevangelium spricht Jesus von seiner Stunde. Und normalerweise bezieht sich das auf sein Kreuz, auf das, was er tun wird, um uns Menschen zu retten. Da sind einige Beispiele da. Kapitel 7, Vers 30, Kapitel 8, Vers 28. Ihr könnt lesen, genauso gut wie ich. Jesus, der Gast in der Situation.
Vom Wasser zum Wein: ein Bild für das Neue
Dann zweitens: Jesus, der Gastgeber, die Verse 6 bis 10.
Vers 6: Es waren aber dort sechs steinerne Wasserkrüge nach der Reinigungssitte der Juden, von denen jeder zwei oder drei Eimer fasste. Ich glaube, das sind ungefähr hundert Liter in jedem Krug. Das ist sehr viel, sehr viel Wasser da, Wasserkrüge, obwohl sie eigentlich noch nicht voll sind mit Wasser.
Diese Phrase, diese Worte da nach der Reinigungssitte der Juden: Als ich das das erste Mal gepredigt habe und auch Jahre danach, hätte ich gesagt, das ist nur ein Detail, das ist nur ein Detail. Es ist wahr, aber es ist nicht wichtig in diesem Abschnitt. Aber ich glaube jetzt, dass es sehr wichtig ist. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, dass diese Krüge da waren und etwas mit der jüdischen Sitte der Reinigung zu tun hatten. Ich glaube nicht, dass das Zufall ist, dass Johannes das hier extra erwähnt in Vers 6.
Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Krüge mit Wasser. Und sie füllten sie bis oben hin. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister. Und sie brachten es hin. Als aber der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, gekostet hatte, und er wusste nicht, woher es war, die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es, da rief der Speisemeister den Bräutigam und sprach zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor und dann, wenn sie trunken geworden sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt behalten.
Und das Problem für uns natürlich: Wir lesen jetzt diese Verse und wir sagen, mhm, mhm, kenne ich schon. Aber stell dir vor, wie es war für die Diener. Sie haben gewusst, das war Wasser. Sie haben das Wasser in die Krüge gegossen, und jetzt auf einmal ist es Wein. Und es ist nicht nur ein bisschen Wein, es ist sehr viel Wein. Wow, das ist ein englischer Ausdruck, das bedeutet Halleluja! Das ist eine gewaltige Sache, was Jesus hier tut. Und man hat überhaupt nicht das Gefühl, dass er sich Mühe dabei machen würde, oder? Er trifft die Entscheidung, er macht das, auf einmal ist er der Gastgeber. Und der Wein ist nicht nur Wein, sondern sehr, sehr guter Wein, der beste Wein, so dass der Trauzeuger oder der Speisemeister staunt.
„Fühl dich frei, Jesus anzubeten. Jesus ist der Gastgeber.“
Ich glaube, diese Frage nach der Reinigungssitte der Juden, das ist da, weil es wahr ist, das ist historisch wahr, so haben sie die Krüge verwendet, aber es ist auch symbolisch wichtig. Ich lese aus dem Propheten Amos. Es gibt andere Beispiele, die man nehmen könnte. Das ist Amos, Kapitel 9, die Verse 13 und 14. Ich lese die vor: Amos 9,13-14.
Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da der Pflüger den Schnitter und der Traubenkelterer den Seemann ablösen wird. Dann werden die Berge von Most triefen und alle Hügel überfließen, und ich will das Geschick meines Volkes Israel wenden. Sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Früchte genießen.
Dies ist eine Vision der Zukunft, und ein Teil dieser Vision der Zukunft in der Gegenwart Gottes und unter dem Segen Gottes hat es mit Wein zu tun, mit Freude an Gott. Mir kommt vor, man könnte das so lesen, dass Jesus hier gekommen ist, nicht nur um diesen Leuten bei dieser Hochzeit zu helfen, sondern auch um etwas ganz Neues zu bringen. Die alte Religion mit den alten Reinigungssitten und so weiter und so fort ist wie Wasser, und Jesus bringt Wein. Jesus bringt Neues, Jesus bringt ein neues Zeitalter mit sich.
Lies mal weiter, die Verse 11 und 12. Drittens: die Reaktion.
Immer wieder im Johannesevangelium lesen wir von der Reaktion der Menschen, weil wir wissen, das gehört zum Ziel von Johannes dazu, dass Leute richtig reagieren auf Jesus, indem sie auf Jesus vertrauen. Johannes 20,30-31; Johannes 1,9-14. Es geht darum, wie wir auf Jesus reagieren. Und die Reaktion hier ist echter Glaube, die Verse 11 und 12:
Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn. Danach zog er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben wenige Tage dort.
Vers 11, das ist ein Zeichen, das ist wie ein, wie ein, wie heißt, Richtungsschild mit einem Pfeil, wie sagt man, bitte? Wegweiser meine ich, wahrscheinlich das, was ihr alle gesagt habt, war richtig, ein Wegweiser. Das ist der Zeigefinger Gottes jetzt, das ist ein Zeichen, das will zeigen, wer Jesus ist und was Jesus anbietet. Er bietet etwas Neues an. Ganz klar hier: Er ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, Vers 11. Johannes hat das schon gesagt, oder? Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, Kapitel 1, Vers 14. Und jetzt hier haben die Jünger seine Herrlichkeit gesehen, und die Herrlichkeit Gottes ist die Gottheit Gottes. Die Herrlichkeit Gottes ist das, was macht Gott, Gott, Gott macht die Reaktion der Jünger.
Mir kommt vor, dass eine Botschaft hier ist: Jesus bringt Neues, er ersetzt das Alte mit dem Neuen. Ich muss sagen, weil ich auch sehr begeistert vom Markusevangelium bin: Gegen Anfang des Markusevangeliums ist auch eine Stelle, wo es auch um Wein geht. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr das aufschlagen, sonst hört einfach zu. Markus 2,18:
Die Jünger des Johannes und die der Pharisäer pflegten zu fasten, und sie kamen zu ihm und fragten: Warum fasten die Jünger des Johannes und die der Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht?
Übrigens ist es an dieser Stelle: Die Anwendung dieser Stelle geht nicht um das Fasten, es geht um Jesus. Es ist wieder ein Beispiel davon, aber ich werde aufhören, von solchen Beispielen zu reden.
Vers 19: Jesus sprach zu ihnen: Können die Hochzeitsgäste fasten, interessant, er spricht von einer Hochzeit, solange der Bräutigam bei ihnen ist, solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten.
Und dann schau erst 22 an: Niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche, sonst zerreißt der neue Wein die Schläuche, und der Wein wird verschüttet und die Schläuche verderben. Sondern neuer Wein soll in neue Schläuche gefüllt werden.
Jesus ist der neue Wein. Jesus bringt neuen Wein, und er ist der neue Wein. Und die alten Schläuche sind die religiösen Führer. Er bringt Neues, es ist eine Botschaft. Und wir kommen vor, das ist letztlich in Markus 2,18-22 die gleiche Botschaft wie Johannes 2,1-12.
Der Tempel und die Frage nach Gottes Gegenwart
Wir kommen jetzt zum zweiten Ereignis: Gerichte im Tempel, Kapitel 2, Vers 13-25.
Eine Frage, bevor wir anfangen, den Text in Johannes anzuschauen: Wo gehört die Herrlichkeit Gottes hin? Ich lese noch einmal etwas vor: 1. Könige 8, als der Tempel gebaut worden war und fertig war. 1. Könige 8, ich lese die Verse 10 und 11:
Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligtum hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus des Herrn, sodass die Priester wegen der Wolke nicht hinzutreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten. Denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn.
Die Herrlichkeit des Herrn, die Gottheit, die Gegenwart des Herrn, die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn. Frag einen Juden im ersten Jahrhundert, wo die Herrlichkeit Gottes hingehört, und die Antwort ist: im Tempel.
Jetzt schauen wir Kapitel 2, die Verse 13 bis 25. Warum hier? Ich möchte, ich muss nur ganz kurz etwas dazu sagen, weil ein großer Unterschied zwischen Johannes und Matthäus, Markus, Lukas ist, dass bei Matthäus, Markus, Lukas das Gericht im Tempel erst am Ende ist. Und bei Johannes ist das ganz am Anfang, hier in Kapitel 2. Und die Frage ist: Was ist da los?
Es gibt drei Möglichkeiten.
Möglichkeit Nummer eins: Jesus hat das zweimal gemacht, einmal am Anfang seines Dienstes und einmal fast am Ende seines Dienstes. Das ist Möglichkeit Nummer eins. Es ist ziemlich leicht, was die anderen zwei Möglichkeiten sind.
Möglichkeit Nummer zwei: Er hat das am Anfang gemacht, so wie Johannes das hier beschreibt, und Matthäus, Markus und Lukas erzählen das am Ende, weil bei der Art und Weise, wie sie die Jesusgeschichte erzählen, gibt es nur einen Jesusbesuch in Jerusalem. Und deswegen kommt es am Ende.
Und Möglichkeit Nummer drei: Es ist am Ende passiert, und Johannes hat Gründe, warum er sagt: Ich werde das aber gleich ganz am Anfang erzählen.
Und ich glaube, einer dieser drei Möglichkeiten muss stimmen. Super, gehen wir weiter.
Jesus ist hier bei diesem Fest, Vers 13: Das Passa der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Es gab drei Feste, zu denen es fast erwartet war, dass fast jeder männliche Jude nach Jerusalem ging. Das ist 5. Mose 16,16. Ich werde es vorlesen. Ich würde es nicht vorlesen, wenn ich das jetzt predigen würde, aber ich lese das für euch vor: 5. Mose 16,16:
Dreimal im Jahr soll alles männliche Volk bei dir vor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen an dem Ort, den er wählen wird: am Fest der ungesäuerten Brote, am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten.
Das heißt, man passt fest. Es waren so viele Leute in Jerusalem, weil es ja irgendwie erwartet war, dass alle Männer hingehen, aber besonders die, die innerhalb von 30 Kilometern von Jerusalem gelebt haben. Aber ich glaube, alle.
Erstens die Verse 13 bis 17: Jesus richtet den Tempel.
Vers 14: Er fand im Tempel die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Wechsler, die dasaßen. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern. Und den Wechslern verschüttete er das Geld und stieß die Tische um. Und zu den Taubenverkäufern sprach er: Schafft es weg von hier! Macht nicht das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus!
Seine Jünger dachten aber daran, dass geschrieben steht: Der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt.
Jesus ist zornig, weil er einen Eifer hat. Der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt. Jesus richtet den Tempel.
Jesus als Erfüllung und Ersatz des Tempels
Zweitens: die Verse 18 bis 22, Jesus ersetzt den Tempel.
Vers 18: Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: „Oh, ich muss etwas sagen über diesen Ausdruck ‚die Juden‘. Die Juden bedeutet im Johannesevangelium normalerweise nicht alle Juden, sondern die religiösen Führer. Und normalerweise auch nicht unbedingt alle religiösen Führer, sondern viele der religiösen Führer. Das ist der Ausdruck ‚die Juden‘. Wenn die Menschenmenge gemeint ist, dann steht im Text auch Menschenmenge. Aber Johannes verwendet diese Bezeichnung ‚die Juden‘ für die führenden Juden.
Da antworteten die Juden, Vers 18, und sprachen zu ihm: „Was für ein Zeichen zeigst du uns, dass du dies tun darfst?“ Jesus antwortete und sprach zu ihnen: „Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“ Da sprachen die Juden: „In sechsundvierzig Jahren ist dieser Tempel erbaut worden.“ Sie waren noch nicht einmal fertig, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Als er nun aus den Toten auferstanden war, dachten seine Jünger daran, dass er ihnen dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.
Könnt ihr hier sehen, dass Jesus das im Tempel, im physischen Tempel, gemacht hat? Und jetzt sagt er, er bricht diesen Tempel ab, und er spricht von seinem Körper. Und in drei Tagen wird er wieder aufgebaut werden, und da spricht man von seiner Auferstehung. Jesus verwendet das Wort Tempel auf einmal anders. Er ist der Tempel. Willst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Schau Jesus an. Dort ist die Herrlichkeit Gottes.
Vers 22: Wenn du dir das noch einmal anschaust, ich werde es nicht noch einmal lesen: Der Tod und die Auferstehung Jesu führen dazu, dass der Tempel, der physische Tempel, nicht mehr notwendig ist. Jesus hat den Tempel ersetzt.
Und jetzt drittens: die Reaktion. Es ist oben auf Seite sechs bei den Unterlagen. Die Reaktion dieses Mal ist unechter Glaube.
Vers 23: Als Jesus aber am Passafest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, weil sie seine Zeichen sahen, die er tat. Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte. Und weil er es nicht nötig hatte, dass jemand von den Menschen Zeugnis gab, denn er wusste selbst, was im Menschen war.
Schau, wir erst 23 an. Du wirst zunächst einmal sehen, dass er in Jerusalem andere Zeichen getan hat. Wir lesen nur von diesem Zeichen im Tempel, aber offensichtlich hat er zu diesem Zeitpunkt andere Dinge getan. Beim Passafest, aber Johannes erzählt uns nichts davon. Und sie glauben, weil sie seine Zeichen sahen, was vielleicht ein Hinweis darauf ist, dass es nur ein oberflächlicher Glaube war. Denn zumindest Jesus vertraute sich ihnen nicht an. Es ist eigentlich derselbe Ausdruck, Vers 23: „Es glaubten viele an ihn.“ Und dann im Griechischen, Vers 24: „Jesus glaubte nicht an sie.“ Derselbe Ausdruck: Jesus glaubte nicht an sie, weil das oberflächlich ist. Die sind einfach von den Zeichen beeindruckt. Es ist nicht echter Glaube. Kapitel 1, 12 und 13, Kapitel 20, Verse 30 und 31.
Das war ziemlich schnell jetzt. Ich denke persönlich, dass diese zwei Ereignisse zusammenpassen. Ich glaube, eine Botschaft ist da. Jesus ist etwas Neues und bringt etwas Neues. Er ersetzt das Alte mit dem neuen Wein, mit sich selbst, und er sagt, dass der alte Tempel jetzt hinfällig ist. Er ersetzt den Tempel. Wenn man die Herrlichkeit Gottes sehen will, schaut man Jesus an.
Gehen wir weiter und schauen wir die drei Einheiten an, die meiner Meinung nach zu dem passen, was Jesus auf der Hochzeit und im Tempel getan hat. Ich glaube, das gehört alles dazu.
Ein neues Leben von oben: Nikodemus und die Wiedergeburt
Zunächst einmal: Jesus und Nikodemus. Interessant ist, dass es in diesem Gespräch um etwas Neues geht, das in einem Menschen geschehen muss. Das ist dieselbe Botschaft.
Die Verse 1 und 2:
Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern namens Nikodemus, ein Oberster der Juden, der bei Nacht zu Jesus kam und zu ihm sprach: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist.
Zeichen, mehrzahl? Es ist wieder ein Hinweis darauf, dass Jesus auch andere Zeichen getan hat.
Dass er bei Nacht zu Jesus kommt, darüber gehen die Meinungen auseinander. Einige Kommentare sagen, er komme, weil er es heimlich machen wolle und nicht gesehen werden wolle. Andere sagen, es sei üblich gewesen, wenn man mit einem Lehrer ein ungestörtes Gespräch haben wollte, abends hinzugehen. Ich habe keine Ahnung, warum er bei Nacht gegangen ist, aber er ist bei Nacht gegangen.
Schauen wir uns die Stelle an. Zunächst einmal: was der Geist tut, die Verse 3 bis 10.
In den Versen 3 und 4 gibt es dann ein Missverständnis von Nikodemus. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden?
Ich glaube, das ist ehrlich. Er versteht überhaupt nicht, worum es jetzt geht. Es macht für ihn keinen Sinn.
Das Reich Gottes: Ihr wisst sicher, das ist dort, wo Gott regiert. Das ist kein geografisches Land. Das Reich Gottes ist dort, wo Gott regiert, wo Gott gekannt ist, wo Gott geliebt ist.
Und wenn Jesus das sagt in Vers 3, ein Mensch muss von Neuem geboren werden, dann kann das auch bedeuten: von oben geboren werden. Das ist im Griechischen zweideutig, von Neuem geboren, von oben. Und das ist wichtig. Das Neue gehört zum Botschafter dazu, das haben wir schon bei der Hochzeit in Kana gesehen. Aber dass es von oben kommt, das haben wir auch gesehen, oder in Kapitel 1, Vers 13.
Die Verse 5 bis 10 sind dann die Erklärung, die Aufklärung dieses Missverständnisses. Jesus antwortete, Vers 5: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.
Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.
Ja, ich lese auch 9 und 10, weil das wichtig ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann das geschehen? Jesus erwiderte und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?
Das ist sehr wichtig. Du bist der Lehrer Israels, und deine Übersetzung sollte der Lehrer sein und nicht ein Lehrer. Er ist offensichtlich einer der obersten Lehrer, einer der bekanntesten Theologen. Er kennt sich sehr, sehr gut aus, der Nikodemus. Und interessanterweise ist Jesus überrascht: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?
Mit anderen Worten: Das, was ich gerade gesagt habe, von Neuem geboren, Wasser und Geist, ist alles in der Bibel, Nikodemus. Es ist alles im Alten Testament. Du kennst dich doch aus, du bist der Lehrer Israels. Und das soll uns helfen zu verstehen, was es bedeutet, worauf Jesus hier hinauswill, worauf er anspielt.
Im Alten Testament gab es, oder für die Juden gab es die Erwartung, dass eines Tages Gott einen neuen Bund schenken würde. Einen neuen Bund, in dem Menschen Gott kennen würden, in dem Leute wissen würden: Uns ist vergeben, Gott hat uns angenommen. Der neue Bund.
Es gibt drei Bibelstellen im Alten Testament, die besonders darauf hinweisen. Das ist Jeremia 31, ab Vers ... Das ist Joel 2, ab Vers 18 beziehungsweise Joel 3, ab Vers 1, je nachdem, welche Übersetzung du hast. Und die dritte Bibelstelle, wo es um den Neuen Bund geht, ist Hesekiel 36.
Es wäre super, das aufzuschlagen, wenn ihr die Energie dazu habt. 36. Ich lese nur die Verse 25 bis 27 vor.
Hesekiel und diese Bibelstellen, diese Bibelstellen, wo es um den neuen Bund geht: Viele, viele, viele Juden haben diese Bibelstellen gekannt, und ganz sicher der Lehrer Israels, Johannes 3, Vers 10. Nikodemus hat das gekannt.
Hesekiel 36, Vers 25: Es geht um den neuen Bund. Ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein. Von all eurer Unreinheit, von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.
Vergebung, Wasser, Vergebung, Reinigung und Geist. Der Geist kommt und lebt in dir. Und darum geht es. Das ist das, was Jesus hier meint, hier in Johannes Kapitel 3 im Gespräch mit Nikodemus.
Der Sohn des Menschen und das Kreuz als Erhöhung
Zweitens die Verse 11 bis 15 in Johannes 3, was der Sohn sagt, die Verse 11 bis 13.
Vers 11: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben, und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen Dingen sagen werde? Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der im Himmel ist.
Ich muss etwas nur kurz zu diesem Begriff Sohn des Menschen sagen. Das haben wir schon einmal gesehen, im letzten Vers von Kapitel 1, Kapitel 1, Vers 51. Aber jetzt ist es wieder da, Kapitel 3, Vers 13. Sohn des Menschen ist ein doppeldeutiger Begriff. Manchmal bedeutet Sohn des Menschen dasselbe wie ich. Das heißt, ich könnte sagen: Der Sohn des Menschen hält jetzt einen Vortrag über das Johannesevangelium. Und das ist einfach eine Redewendung, um zu sagen: ich.
Ich gebe euch zwei Bibelstellen, um das zu zeigen. Wir werden sie nicht jetzt anschauen: Matthäus 16,13 und Markus 8,27. In Matthäus 16 sagt Jesus: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist? Und in Markus 8, das ist dieselbe Begebenheit, sagt Jesus: Was sagen die Menschen, wer ich bin? Der Sohn des Menschen und ich, das Gleiche.
Aber der Sohn des Menschen hat eine zweite Bedeutung, und dazu braucht man Daniel, Kapitel 7. Die Juden im ersten Jahrhundert haben diese Erwartung gehabt, dass dieser Sohn des Menschen eines Tages kommen würde und dass er auch der Messias wäre. Daniel 7, die Verse 13 und 14. Fühl dich frei, Gott anzubeten, wenn ich das vorlese.
Daniel 7,13: Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Und er gelangte bis zu dem Hochbetagten, das ist Gott, und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.
Diese Erwartung war da, dass eines Tages der Sohn des Menschen kommen würde. Und es gibt Stellen, wo es eindeutig ist, dass Sohn des Menschen einfach ich bedeutet, so wie in Matthäus 16 und Markus 8. Es gibt Stellen, wo es eindeutig ist, dass es Daniel 7 bedeutet, der herrliche Sohn des Menschen. Aber es gibt Stellen, wo es zweideutig ist, wo man es nicht weiß. Das ist Sohn des Menschen, Johannes 3,13.
Und dann kommen zwei wichtige Verse in den Versen 14 und 15, von denen Jesus sagt: Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Das ist eine Anspielung oder ein Hinweis auf 4. Mose 21. Als die Israeliten gesündigt und gegen Gott rebelliert haben, hat Gott Schlangen geschickt, und als die Schlangen gebissen haben, sind die Leute gestorben. Und dann hat es geheißen, dass es doch eine Lösung gibt. 4. Mose 21, die Verse 8 und 9, lese ich vor:
Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine Seraphschlange und befestige sie an einem Feldzeichen, und es soll geschehen: Wer gebissen worden ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben. Da machte Mose eine eherne Schlange und befestigte sie an dem Feldzeichen. Und es geschah: Wenn eine Schlange jemanden biss und er die eherne Schlange anschaute, so blieb er am Leben.
Und Jesus sagt: Das ist so wie bei mir. Und sehr wichtig ist in Vers 14: Habt ihr das gesehen? Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden. Das kann einerseits die Bedeutung haben, verherrlicht zu werden, aber es ist auch ein Hinweis auf die Kreuzigung. So hat man einen gekreuzigt, oder? Man hat ihn erhöht. Ich glaube, man hat ihn so festgenagelt, während er lag, und dann hat man ihn erhöht.
Und Jesus sagt: Es ist so wie bei der Schlange. Wenn man schaut, wenn man glaubt, steht es da in Vers 15, dann wird man Leben haben, Leben. Johannes 20,31. Es passt alles zusammen, das gehört zur Botschaft dazu.
Am 6. Januar 1850 war ein englischer Teenager unterwegs. Er konnte nicht in die normale Gemeinde gehen, weil das Wetter so schlecht war. Es ist sehr ungewöhnlich in England, wenn das Wetter schlecht ist, natürlich. Danke, einer hat gelacht, das freut mich. Andrea, ich mag dich.
Und er ist in eine andere Gemeinde gegangen. Er hat niemanden gekannt, es waren sehr wenige Leute da. Und er sitzt da, dieser Teenager. Er war nicht Christ, er war auf der Suche. Er wollte wissen, ob das stimmt mit Jesus, mit Gott und so weiter. Und dem Prediger ist es aufgefallen, dass dieser Teenager ziemlich traurig ausgeschaut hat. Und mitten in seiner Predigt hat er aufgehört zu predigen und hat gesagt: Junge Mann, du schaust traurig aus, schau auf Jesus!
Und er hat die Entscheidung getroffen, auf Jesus zu schauen, auf Jesus zu vertrauen, ist gläubig geworden, und sein Name war Charles Haddon Spurgeon. Schau auf Jesus. Und hier geht es darum, dass, so wie die Leute auf die Schlange geschaut haben, so dürfen wir auf Jesus schauen, auf Jesus vertrauen, an Jesus glauben, der für uns erhöht worden ist.
Gottes Liebe, Gericht und die Antwort des Menschen
Was der Geist tut, was der Sohn sagt, was der Vater anbietet.
Die Verse sechzehn bis einundzwanzig sind im Griechischen, wie ihr wisst, nicht durch Anführungszeichen markiert. Man weiß also nicht genau, wo Jesus hier aufhört zu reden. Meiner Meinung nach — aber ich kann auch damit leben, wenn du sagen willst, dass Jesus die ganze Zeit bis Vers einundzwanzig gesprochen hat — ist es eher so, dass er bis Vers fünfzehn gesprochen hat. Ab Vers sechzehn bis Vers einundzwanzig geht es dann darum, dass Johannes seinen Kommentar natürlich unter der Führung des Heiligen Geistes dazugibt. Aber das ist nicht eindeutig.
Und es geht hier um die Reaktion von Menschen auf Jesus, auf seine Botschaft. Es gibt zwei Gruppen. Vers zwanzig: Es gibt die, die Nein sagen. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Und es gibt andere, die Ja sagen. Vers einundzwanzig: Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind.
Aber hier geht es in diesem Abschnitt ab Vers sechzehn um das, was Gott der Vater getan hat. Vers sechzehn: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Halleluja! Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
Was der Vater anbietet: Er bietet Leben an, er bietet Freude an, er bietet Sinn an. Was der Geist tut, was der Sohn sagt, was der Vater anbietet: Der Vater hat die Entscheidung in der Ewigkeit getroffen, uns zu lieben. Der Sohn ist vor zweitausend Jahren gekommen und ist für uns erhöht worden. Und der Geist ist auch heute am Wirken und schenkt Menschen neues Leben.
- Johannes 1,13
Die Wahrheit über Jesus und die Rolle des Täufers
Die zweite Einheit: Die Wahrheit, was Jesus betrifft. Kapitel 3, die Verse 22 bis 36.
Kann ich nur ganz kurz etwas zu Vers 24 sagen? Ich werde schneller fahren müssen, aber Vers 24 ist für mich sehr interessant. In einigen Übersetzungen steht das in Klammern. Ich lese Vers 23 vor: Aber auch Johannes taufte in Enon nahe bei Salim, weil viel Wasser dort war; und sie kamen dorthin und ließen sich taufen. Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis geworfen worden.
Das ist sehr komisch, oder? Wenn er sagt, Johannes hat getauft, und er war noch nicht im Gefängnis, ist das seltsam. Warum schreibt er Vers 24? Es ist sehr seltsam, dass Vers 24 so seltsam ist, dass einige Übersetzungen Vers 24 in Klammern haben. Ich glaube, es gibt nur eine Erklärung, warum Vers 24 da ist. Wenn ihr eine andere Erklärung habt, dann sagt mir das nachher, ich freue mich.
Ich denke, dass Johannes mit der Wahrscheinlichkeit rechnet, dass viele seiner Leser das Markus-Evangelium oder die Art kennen werden, wie Markus seine Geschichte, die Jesusgeschichte, erzählt hat. Denn schon in Markus 1,14 heißt es, dass Johannes der Täufer ins Gefängnis geworfen worden ist. Das heißt, die Leute, die die Markus-Geschichte gelesen haben oder gehört haben, wissen: Sehr, sehr früh ist Johannes ins Gefängnis geworfen worden, Markus 1,14.
Und dann werden sie das hören in Johannes 3,23, dass Johannes getauft hat, und sagen: Wie bitte? Nein, nein, nein. Er war sehr früh im Gefängnis. Und Johannes will mit Vers 24 hier sagen, dass alles, was ich jetzt erzähle, vor Markus 1,14 passiert ist. Das heißt, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, dieser Besuch, also das mit Kana, mit der Hochzeit, und dann der Besuch in Jerusalem für das Passafest, die Reinigung im Tempel, das Gespräch mit Nikodemus – das ist alles vor Markus 1,14 passiert.
Ich glaube, das ist der Grund, warum Vers 24 da ist. Aber er schaut überhaupt nicht überzeugt aus, aber das macht noch nichts. Ich werde nächste Woche eh nach Hause fahren.
Okay, die Verse 22 bis 24 habe ich irgendwie schon vorgelesen. Vers 25 bis 29:
Es erhob sich nun eine Streitfrage zwischen den Jüngern des Johannes und einigen Juden wegen der Reinigung. Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der, welcher bei dir war jenseits des Jordan, vor dem du Zeugnis abgelegt hast, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm.
Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann sich nichts nehmen, es sei ihm denn vom Himmel gegeben. Ihr selbst bezeugt mir, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin vor ihm hergesandt.
Und jetzt interessant: Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihn hört, ist hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt.
Johannes verwendet auch Hochzeitssprache. Er sagt, dass Jesus der Bräutigam ist. Und dann der Höhepunkt, von dem Johannes der Täufer sagt: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Das ist das, was Johannes der Täufer sagt.
Und meiner Meinung nach, aber man kann das anders sehen, sind die Verse 31 bis 36 das, was Johannes der Evangelist sagt, also der, der das Evangelium geschrieben hat. Und ich werde nur den Höhepunkt, Vers 36, vorlesen. Das ist die Reaktion:
Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben. Wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.
Das ist die Reaktion. Kapitel 20, die Verse 30 bis 31, Kapitel 1, die Verse 9 bis 14.
Die Begegnung mit der Samariterin und die Offenbarung des Messias
Und jetzt Kapitel vier: Jesus und die Samariterin, Kapitel vier, die Verse eins bis zweiundvierzig.
Jesus geht nach Samaria, die Verse eins bis sechs. Als nun der Herr erfuhr, dass die Pharisäer gehört hatten, dass Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johannes, obwohl Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jünger, da verließ er Judäa und zog wieder nach Galiläa. Er musste aber durch Samaria reisen.
Ich habe jahrelang gehört, dass Juden nie durch Samaria gegangen sind, auf dem Weg von Jerusalem nach Galiläa. Sie haben immer einen Umweg gemacht. Ich glaube nicht, dass das unbedingt stimmt. Aber wenn sie durch Samaria gegangen sind, haben sie natürlich so wenig wie möglich Kontakt mit Samaritern gehabt, weil die Samariter wirklich halb Heiden waren. Es war sehr viel Spannung da.
Aber Jesus musste nach Samaria. Entweder, weil das der beste Weg war, oder weil er gewusst hat, dass er diese Verabredung mit dieser Frau hat.
Und der Schwerpunkt hier, ein möglicher Schwerpunkt hier in diesem Kapitel: Was ist die Meinung dieser Frau, was Jesus betrifft? Was hält sie von Jesus? Weil das das Thema ist. Johannes 20,30-31, dass wir glauben, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes. Sie fängt damit an, dass sie sagt, sie denkt, dass er ein Jude ist.
Da kommt eine Frau aus Samaria, Vers 7, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken. Er hat Durst und er ist müde. Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen.
Nun spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie erbittest du als ein Jude von mir etwas zu trinken, da ich doch eine samaritische Frau bin? Denn die Juden haben keinen Umgang mit den Samaritern. Die haben nicht miteinander geredet. Und in der Öffentlichkeit, glaube ich, hat ein männlicher Jude nicht mit einer Frau gesprochen, die er nicht gekannt hat. Also das war wirklich erstaunlich, was Jesus hier tut.
Aber die Frau erkennt, Vers 9, dass er ein Jude ist, sicher von seinem Gewand. Er ist ein Jude. Zweitens: Er ist größer als Jakob, oder zumindest ist die Frage da. Vers 10: Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken!, so würdest du ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser.
Die Frau spricht zu ihm: Herr, du hast ja keinen Eimer, der Brunnen ist tief. Woher hast du denn das lebendige Wasser? Bist du größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, samt seinen Söhnen und seinem Vieh?
Das lebendige Wasser in Vers 10, auch in den Versen 13 und 14. Ich lese nur Jesaja Kapitel 44 vor, das ist vielleicht ein Hinweis darauf, Jesaja 44,3: Denn ich werde Wasser auf das Durstige gießen und Ströme auf das Dürre. Ich werde meinen Geist auf deinen Samen ausgießen und meinen Segen auf deine Sprösslinge.
Ich glaube, es geht um den Heiligen Geist. Wasser und Geist. Kommt es euch bekannt vor: Wasser und Geist? Jesus hat auch davon mit Nikodemus gesprochen. Und wenn man auch über Wasser denkt, kann man auch die Joel-Stellen über den Neuen Bund aufschlagen, Joel, Ende von Kapitel zwei oder Joel drei.
Drittens: Jesus ist ein Prophet, die Verse sechzehn bis vierundzwanzig. Jesus sagt, Vers 16: Geh hin, rufe deinen Mann und komm her! Die Frau antwortete und sprach: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann; denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Da hast du die Wahrheit gesprochen.
Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Weil er etwas über sie weiß, das er nicht wissen könnte. Und sie merkt, dass er ein Prophet ist.
Und dann habe ich immer gedacht, jahrelang habe ich gedacht, jetzt will die Frau ablenken mit dem, was sie als Nächstes sagt. Aber ich glaube nicht, dass es eine Ablenkung ist, und ich glaube, dass sie sehr wichtig ist.
Vers 20: Die Frau sagt: Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten soll. Jesus spricht zu ihr: Frau, glaub mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, und so weiter und so fort.
Vers 23: Die Stunde kommt, und sie ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden, denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Habt ihr das gesehen in Vers 21? Jesus sagt, Gott sucht Menschen, die ihn anbeten. Aber sie müssen nicht in einem Tempel sein. Auf eurem Berg oder auf unserem Berg: Wo ist die Gegenwart Gottes, wo ist die Herrlichkeit Gottes? Der Tag kommt, wo diese Tempelidee physisch nicht wichtig ist. Jesus bringt etwas Neues.
Wenn man Jesus kennenlernt, wenn man auf Jesus vertraut, wenn man an Jesus glaubt, dann hat man Zugang zu Gott. Dann kommt der Geist in dir wohnen. Dann hast du Gott durch Jesus kennengelernt.
Vers 21 ist Jesu Antwort. Das passt genau zu Kapitel 2, oder? Bei der Hochzeit bringt er etwas Neues, besser als das alte Wasser der jüdischen Religion damals. Und er richtet den Tempel in Jerusalem. Mir kommt vor, das passt alles zusammen, diese Begebenheiten.
Und der Höhepunkt: Es ist noch nicht sicher, dass sie das glaubt, aber offensichtlich glaubt sie das. Vers 25: Die Frau sagt: Ich weiß, dass der Messias kommt, welcher Christus genannt wird. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet. Er stellt sich vor: Ich bin der Messias.
Und dann passiert, dann geschieht das Wunder in ihrem Leben. Jude, größer als Jakob, Prophet, der Messias, und er bringt Neues. Das ist die Botschaft, die er bringt. Aber Jesus ist letztlich die Botschaft, oder?
Die Frucht der Botschaft: Glaube und Zeugnis
Jesus und die Jünger, Vers 27: Die Jünger kommen zurück und verwundern sich, dass er mit einer Frau redete. Doch keiner sagt: Was willst du? Oder: Was redest du mit ihr?
Dann die Samariterin. Es ist großartig, was sie macht: Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und lief in die Stadt. Sie sprach zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Ob dies nicht der Messias ist? Sie ist Samariterin. Wahnsinn!
Da gingen sie aus der Stadt hinaus und kamen zu ihm. Und dann gibt es ein Gespräch in den Versen 31 bis 38 zwischen Jesus und den Jüngern. Er sagt, dass er etwas zu essen hat, was sie nicht haben. Vers 34: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat. Dieser Ausdruck, der mich gesandt hat, ist sehr wichtig im Johannesevangelium. Jesus sorgt immer wieder dafür, dass der Vater ihn gesandt hat, viel mehr in Johannes als in den anderen Evangelien.
Und dann gibt es wieder etwas über die Ernte und über den Sämann, über den Schnitt. Die Verse 35, 36, 37, 38: Dies ist wieder Amos 9,13-14 Gedanken.
Aber jetzt kommt der Höhepunkt, Vers 39. Aus jener Stadt glaubten viele Samariter an ihn um des Wortes der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Schaut es euch bitte an: Es glaubten viele Samariter, viele Menschen haben geglaubt.
Dann schaut, was in Vers 40 steht. Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben, und er blieb zwei Tage dort. Ach, ich hätte so gern eine Aufnahme von diesen Gesprächen. Wow!
Und bis Vers 41 glaubten noch viel mehr Leute um seines Wortes willen. Also: Viele haben geglaubt wegen dem, was die Frau erzählt hat. Aber jetzt, weil sie Jesus gehört haben, seine Worte gehört haben, glauben viel mehr. Es ist ein Wahnsinn, was da passiert, was Gott da tut. Und diese Menschen sind Samariter.
Vers 41: Es geht um Glauben. Und in Vers 42, hinter Vers 42, lauern Kapitel 20, die Verse 30 und 31 wieder. Toller Höhepunkt für diesen ersten Teil!
Zu der Frau sprachen sie: Nun glauben wir nicht mehr um dieser Rede willen; wir haben selbst gehört und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Messias ist.
Und sie haben richtig reagiert, sie haben auf Jesus vertraut. Mir kommt vor, dass diese Botschaft da ist, von Kapitel 2, Vers 1 bis Kapitel 2, Vers 4, Vers 42, dass Jesus das Neue ist, dass Jesus das Neue anbietet, das besser ist als die alte Religion, das besser ist als alles andere. Das ist das, was er anbietet, und das ist der, wer er ist: der Retter der Welt, der Messias. Kapitel 4, Vers 42, die Botschaft.

