Einführung: Vielfalt der Gebetshaltungen im Christentum
Wie beten Christen, und wie bewegen sie sich dabei? Sie beten im Sitzen, im Stehen, im Knien, auf einem Bett und mit erhobenen Händen. Welche Gebetshaltungen gibt es im Christentum, woher stammen sie eigentlich, und was davon steht in der Bibel? Schauen wir uns das an.
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Heute beginnen wir eine Reihe, die sich viele hier seit einem Jahr gewünscht haben: die Reihe zum Gebet. Wie kannst du auf biblischer Grundlage dein Gebetsleben vertiefen? Dazu kommen in den nächsten Wochen mehrere spannende Videos, die ihr euch gewünscht habt.
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Gebetshaltungen im Alten Testament
Okay, also schauen wir uns jetzt an, wie du eigentlich beten kannst. Was machst du dabei? Wie bewegst du dich? Wohin mit deinen Händen, deinem Arm, deinem Bein, deinem Körper? Was steht dazu in Gottes Wort?
Zuerst schauen wir ins sogenannte Alte Testament. Das Alte Testament sind genau die Schriften, die die allerersten Christen hatten. Diese Schriften waren auch für Jesus und die Apostel selbst heilige Schriften. Jesus selbst nennt sie Gottes Wort.
Warum ist das wichtig? Weil Jesus sagt: Folge mir nach. Und wir Christen sind diese Nachfolger von Jesus. Was er sagt, ist für uns gültig und bindend.
Das heißt, falls jetzt jemand behauptet, dass das, was Jesus sagt, angeblich nicht gültig oder nicht bindend wäre, kann er das natürlich tun – es ist ein freies Land. Dann ist er nur einfach kein Christ.
Das hat auch nichts mit Gesetzlichkeit zu tun. Es geht einfach darum, dass wir – du und ich – das Alte Testament ernster nehmen und intensiver lesen sollten, als wir das manchmal tun.
Sitzen und Verneigen als Gebetshaltungen
Welche Gebetshaltungen gibt es also im Alten Testament?
Eine davon ist das Sitzen. Das findet man im ersten Buch der Chronik. Nachdem David für Gott ein Haus bauen möchte, sagt Gott: „Nein, David, ich baue dir ein Haus, ich baue dir eine Familie, ich baue dir ein Vermächtnis.“ Dort wird berichtet, dass David in das Zelt Gottes geht, sich hinsetzt und betet.
Eine weitere Gebetshaltung ist das Verneigen. Das kennt man aus Genesis 24, wo Eliezer für Abrahams Sohn Isaak eine Frau finden möchte – die später Rebekka wird. Dort verneigt sich Eliezer vor Gott.
Eng damit verbunden ist das Verbeugen. Das findet sich in den Psalmen, wo es heißt, alle Könige sollen vor ihm niederfallen und alle Völker ihm dienen. Wem? Natürlich Gott.
Gaben bringen und Gebetshaltungen der Könige
Aber mehr noch: Schau dir den Vers davor an, in dem es heißt, die Könige aus Sheba und Saba sollen Gaben senden.
Vielleicht denkst du jetzt: Sheba und Saba – wo war das noch mal? Im Geografieunterricht? Diese Namen waren damals Redewendungen für den fernen Osten. Historiker vermuten stark, dass Sheba und Saba im Bereich des heutigen Sudan oder des heutigen Jemen lagen. Jedenfalls sind das Regionen, die weit entfernt sind von dem Ort, an dem viele biblische Texte verfasst wurden, also vom heutigen Israel. Das ist wirklich jwd – ganz weit draußen.
Das bedeutet: Könige aus sehr fernen Ländern, wir würden heute vom fernen Osten sprechen, sollen Gaben für den König senden. Wenn du nun Matthäus 2 liest, wo von den Weisen aus dem Morgenland die Rede ist, wird schnell klar, dass die ersten Christen diese Prophezeiungen im Psalm 72, die wir gerade gehört haben, als eine Vorhersage für die Weisen aus dem Morgenland verstanden haben könnten.
Hände hoch und ausgebreitet beim Gebet
Nächste Gebetshaltung: die Hände hoch erheben.
In der Bibel, zum Beispiel bei Esra, wird beschrieben, wie er das Volk versammelt, aus der Bibel vorliest, Gott dankt, und danach antwortet das ganze Volk mit erhobenen Händen: „Amen, Amen“. Ebenso gibt es Stellen, in denen die Hände ausgebreitet werden. Das findest du zum Beispiel, als Salomo den Tempel einweiht, über den wir gerade bei David gesprochen haben. Am Anfang hält Salomo eine große Rede, ein großes Gebet, und es wird auch erwähnt, dass die Hände ausgebreitet werden.
Diese Haltung war übrigens für die ersten Christen über viele Jahrzehnte, manche Archäologen sprechen sogar von mehreren Jahrhunderten, eine ganz übliche Gebetshaltung. Man betete entweder so oder sogar mit weit ausgestreckten Händen bei besonderen Anlässen. Das ist ganz interessant.
Ein weiteres Beispiel findest du im zweiten Buch der Könige, wo der Prophet Elia einen Jungen, der vermeintlich oder vielleicht sogar wirklich gestorben ist, durch Gottes Kraft im Gebet heilt oder zum Leben zurückholt. Dabei macht Elia mehrere Anläufe, um den Jungen ins Leben zurückzuholen. Währenddessen geht er im Gebet im Zimmer umher, in dem der Junge liegt.
Klar ist also, dass Menschen sehr verschiedene Gebetshaltungen haben. Auch die Lautstärke, in der gebetet wird, ist ganz unterschiedlich. Wir lesen zum Beispiel davon, dass Menschen in der Bibel auf unterschiedliche Weise beten. Manche liegen still auf ihrem Bett, wie im Psalm 4. Dort geht es um das Kontrollieren von Zorn, wenn man wirklich frustriert oder wütend ist. Dort wird vorgeschlagen, einfach betend auf dem Bett zu liegen und zu schweigen.
Andere beten laut, wie zum Beispiel in Psalm 34, wo es heißt, dass jemand im Elend laut rief, krächzte und schrie. Da hörte der Herr und half ihm aus seinen Nöten. Wieder andere beten mit Lippenbewegungen, also still, aber mit bewegten Lippen, man könnte auch sagen flüsternd.
Eine ganz berühmte Stelle dazu findet sich im ersten Buch Samuel. Dort wird von Hannah berichtet, einer Frau, die sich unbedingt Kinder wünscht, aber momentan keine bekommen kann. Sie betet, und bei Luther heißt es: „Hannah redete in ihrem Herzen“, das heißt, sie war gedanklich voll involviert, nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme war aber nicht zu hören.
Kommen wir nun zum Neuen Testament und schauen uns an, was Menschen dort mit ihrem Körper beim Beten machen. Wenn du mich fragst, ist das Entscheidende beim Gebet, dass du bei Gott bist, dass es authentisch und ehrlich ist und dass du du selbst bist. Deshalb sollten deine Körperhaltungen auch direkt widerspiegeln, was du inhaltlich sagen möchtest.
Was möchtest du also im Gebet sagen? Falls du das möchtest, kannst du dir gern die biblische Gebetsmindmap mitnehmen, in der auf biblischer Grundlage erklärt wird, welche Arten von Gebet es gibt. Als ich damals Christ wurde, bekam ich so etwas Ähnliches in die Hände, und das hat mir sehr geholfen. Es gab mir erst einmal ein Gerüst und ein paar Ideen für mein eigenes Gebetsleben. Bis heute kehre ich zu dem zurück, was ich damals gelernt habe.
Falls du möchtest, nimm dir gern deine Gebetsmindmap gratis mit. Damit bekommst du einige konkrete Beispiele, welche Arten von Gebet es in der Bibel gibt und wie du sie für dich und andere nutzen kannst. Dank der Hilfe der Spendercommunity hier kann ich das Hunderten Menschen, die danach gefragt haben, öffentlich und vor allem kostenfrei zur Verfügung stellen. Nimm sie dir gern gratis, klicke dafür einfach auf den Link in der Videobeschreibung.
Weiter zum Neuen Testament: Dort lesen wir von einer ganzen Reihe von Gebetshaltungen, zum Beispiel dem Stehen. Ganz berühmt ist das Gleichnis in Lukas 18, wo Jesus den Vergleich zieht zwischen einem Pharisäer, der selbstgerecht ist, und einem Zolleinnehmer, der damals als Verbrecher galt. Es wird beschrieben, wie sie unterschiedlich „zu Gott kommen“.
Es heißt, der Zolleinnehmer blieb verlegen am Eingang des Tempels stehen und wagte es nicht einmal, aufzusehen. Schuldbewusst betete er: „Gott, sei mir gnädig und vergib mir, ich weiß, dass ich ein Sünder bin.“ Er blieb stehen und betete im Stehen.
Eine weitere Gebetshaltung ist das Knien. Paulus schreibt dazu: „Ich knie mich nieder, ich knie mich hin vor dem Vater, dem jede Familie im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt.“ Das ist etwas, was bis heute in vielen katholischen Kirchen und in manchen evangelischen Landeskirchen, auch hier in Mitteleuropa, praktiziert wird.
Das Beten mit erhobenen Händen ist ebenfalls biblisch belegt. Paulus schreibt: „Ich möchte, dass die Männer an jedem Versammlungsort beten und dabei ihre Hände mit reinem Gewissen erheben, frei von Zorn und Streit.“ Das Beten mit erhobenen Händen findest du heute noch in vielen evangelischen Freikirchen.
Jesus selbst hat eine ganze Reihe von Gebetshaltungen eingenommen. So hat er beispielsweise selbst gekniet, wie wir in den Berichten vom Garten Gethsemane vor seiner Kreuzigung lesen können. Dort heißt es, dass er sich ungefähr einen Steinwurf weit von den Jüngern zurückzog, sich hinkniete und betete.
Jesus hat auch im Sitzen beziehungsweise Liegen gebetet. Ich erkläre kurz, was damit gemeint ist. Im Markus-Evangelium, beim letzten Abendmahl, heißt es: „Sie aßen, Jesus nahm das Brot, dankte, brach es und gab es ihnen.“ Dabei sagte er: „Nehmt hin, das ist mein Leib.“
Warum ist das wichtig? Es gibt eine eigene griechische Vokabel, die bedeutet, dass man damals gelegen hat. Im ersten Jahrhundert war es im Israel und im Römischen Reich nicht üblich, beim Essen zu sitzen, wie wir das heute kennen. Man lag seitlich auf einer Art kleiner Couch oder Liege, so schräg gelegen, und aß und unterhielt sich.
Das heißt, wenn Jesus dort gebetet hat, kann es sein, dass er sich entweder hingesetzt hat auf dieser Liege oder dass sie auf großen Kissen saßen. Es könnte aber auch durchaus sein, dass er in dem Moment, in dem er das Gebet sprach, gelegen hat.
Es gibt eine Stelle, in der beschrieben wird, wie Jesus in Todesangst fragte, ob es Gottes Wille sein könnte, dass er nicht durch die Kreuzigung zu Tode gefoltert werden muss. In Matthäus 26 heißt es, dass Jesus im Garten Gethsemane noch ein paar Schritte weiterging und sich niederwarf, mit dem Gesicht auf dem Boden. Er lag richtig da, wie manche katholischen Priester bei der Priesterweihe direkt auf dem Boden liegen, und betete: „Mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen, aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.“
Diese Stelle möchte ich erwähnen, damit du sie mal gehört hast. Ironischerweise wird sie von manchen Muslimen herangezogen, um zu behaupten, dass Jesus wie ein Muslim gebetet hätte oder sogar selbst Muslim gewesen sei. Das Problem dabei ist, dass jemand, der so etwas behauptet, automatisch die Evangelien, in denen das steht, als glaubwürdig anerkennen muss. Sonst macht es ja keinen Sinn, daraus etwas abzuleiten.
Der Punkt ist nun, dass viele Muslime diesen Evangelien nur so weit trauen, wie sie sie werfen können. Das größere Problem dabei ist eigentlich, dass Jesus sogar empfohlen hat, im Stehen zu beten.
Hör mal genau hin in Markus 11, wo Jesus sagt: „Wenn ihr steht und betet, müsst ihr zuerst jemanden vergeben, gegen den ihr etwas habt.“ Damit ist vorausgesetzt, dass Jesus davon ausgeht, dass viele von uns im Stehen beten.
Gebetshaltungen im Neuen Testament
Wir gehen nun zum Neuen Testament und schauen uns an, wie Menschen dort beim Beten ihren Körper einsetzen.
Meiner Meinung nach ist beim Gebet das Wichtigste, dass du bei Gott bist, dass es authentisch und ehrlich ist und dass du ganz du selbst bist. Deshalb sollten deine Körperhaltungen genau das widerspiegeln, was du inhaltlich sagen möchtest.
Was möchtest du also im Gebet ausdrücken? Wenn du möchtest, kannst du dir hier gern die biblische Gebetsmindmap mitnehmen. Darin wird auf biblischer Grundlage erklärt, welche Arten von Gebet es gibt.
Als ich damals Christ wurde, bekam ich etwas Ähnliches in die Hände. Das hat mir sehr geholfen, denn es gab mir erst einmal ein Gerüst und einige Ideen für mein eigenes Gebetsleben. Bis heute kehre ich immer wieder zu dem zurück, was ich damals gelernt habe.
Wenn du möchtest, nimm dir gern deine Gebetsmindmap gratis mit. So erhältst du einige konkrete Beispiele, welche Arten von Gebet es in der Bibel gibt und wie du sie für dich und andere nutzen kannst.
Dank der Unterstützung der Spendercommunity hier kann ich das Hunderten Menschen, die danach gefragt haben, öffentlich und vor allem kostenfrei zur Verfügung stellen. Nimm sie dir gern gratis mit. Klicke dafür einfach auf den Link in der Videobeschreibung.
Stehen und Knien als Ausdruck der Demut
Weiter zum Neuen Testament. Dort lesen wir von einer ganzen Reihe von Gebetshaltungen, wie beispielsweise dem Stehen. Ganz berühmt ist in Lukas 18 ein wichtiges Gleichnis, in dem Jesus den Vergleich zieht zwischen einem Pharisäer, der selbstgerecht ist, und einem Zolleinnehmer, der damals als Verbrecher galt. Es wird beschrieben, wie sie unterschiedlich zu Gott kommen.
Da heißt es, der Zolleinnehmer blieb verlegen am Eingang des Tempels stehen und wagte es nicht einmal, aufzusehen. Schuldbewusst betete er: „Gott, sei mir gnädig und vergib mir, ich weiß, dass ich ein Sünder bin.“ Er blieb stehen und betete im Stehen.
Eine weitere Gebetshaltung ist das Knien. Paulus schreibt dazu: „Ich knie mich nieder, ich knie mich hin vor dem Vater, dem jede Familie im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt.“
Diese Haltung wird bis heute noch in vielen katholischen Kirchen praktiziert und auch in manchen evangelischen Landeskirchen, auch hier in Mitteleuropa.
Hände nach oben erheben und Jesus als Vorbild
Und die Hände nach oben halten. Paulus schreibt dazu: „Ich möchte, dass die Männer an jedem Versammlungsort beten und dabei ihre Hände mit reinem Gewissen erheben, frei von Zorn und Streit.“ Das Beten mit erhobenen Händen findet man heute noch zum Beispiel in vielen evangelischen Freikirchen.
Jesus selbst hat verschiedene Gebetshaltungen eingenommen. So hat er beispielsweise auch gekniet. Das lesen wir in den Berichten vom Garten Gethsemane vor seiner Kreuzigung. Dort heißt es, er zog sich ungefähr einen Steinwurf weit von den Jüngern zurück, kniete sich hin und betete.
Jesus hat auch im Sitzen beziehungsweise im Liegen gebetet. Ich erkläre kurz, was damit gemeint ist: Im Markus-Evangelium, wenn vom letzten Abendmahl die Rede ist, heißt es: Sie aßen, Jesus nahm das Brot, dankte, brach es und gab es ihnen, also die zerbrochenen Brotstücke. Dann sagte er zu ihnen: „Nehmt hin, das ist mein Leib“ und so weiter.
Warum ist das wichtig? Es gibt eine eigene griechische Vokabel, die bedeutet, dass man damals gelegen hat. Bei Tisch lag man damals. Heutzutage sitzt man an einem Tisch auf einem Stuhl und isst sozusagen im Sitzen. Im Israel des ersten Jahrhunderts und auch im Römischen Reich war das jedoch nicht üblich. Man lag bei Tisch, sozusagen seitlich auf einer kleinen Couch oder einer Art Liege, schräg liegend, während man aß und sich unterhielt.
Das heißt, wenn Jesus dort gebetet hat, kann es sein, dass er sich entweder hingesetzt hat auf dieser Liege oder auf großen Kissen saß. Es könnte aber auch durchaus sein, dass er in dem Moment, als er das Gebet sprach, gelegen hat bei Tisch.
Jesus im Garten Gethsemane: Niederwerfen und Todesangst
Es gibt eine Stelle, in der beschrieben wird, wie Jesus in Todesangst gefragt hat, ob es Gottes Wille sein könnte, dass er nicht durch die Kreuzigung zu Tode gefoltert werden muss. In Matthäus 26 heißt es, dass Jesus im Garten Gethsemane noch ein paar Schritte weiterging und sich mit dem Gesicht auf den Boden warf.
Genau so liegt es richtig, wie manche katholische Priester bei der Priesterweihe direkt auf dem Boden liegen und beten: „Mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen; aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Diese Stelle möchte ich nur erwähnen, damit du sie einmal gehört hast. Ironischerweise wird sie von manchen Muslimen herangezogen, um zu beweisen, dass Jesus wie ein Muslim gebetet hätte, nur wie ein Muslim gebetet hätte und sogar selbst angeblich Muslim war.
Das Problem dabei ist natürlich, dass jemand, der so etwas behauptet, damit automatisch die Evangelien, in denen das so steht, als glaubwürdig erklären muss. Sonst macht es überhaupt keinen Sinn, daraus irgendetwas abzuleiten.
Der Punkt ist nun, dass viele dieser Muslime den Evangelien, die diese Begebenheit beschreiben, nur so weit trauen, wie sie sie werfen können. Ein noch größeres Problem dabei ist eigentlich, dass Jesus sogar empfohlen hat, beim Beten zu stehen.
Hör genau hin in Markus 11, wo Jesus sagt: „Wenn ihr steht und betet, müsst ihr zuerst jemanden vergeben, gegen den ihr etwas habt.“ Damit setzt Jesus voraus, dass viele von uns im Stehen beten.
Jesus empfiehlt das Stehen beim Beten
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