Serie•Teil 8 / 37Matthäus-Evangelium
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein Fall aus dem Alltag und der Übergang zur biblischen Erzählung
Einsatzbericht, 22. Mai 2001, Brandmeister Nitz. Der Anruf kam kurz vor zehn, abends. Wir werden meistens abends gerufen, wir, es ist die Feuerwehr. Wohnung aufbrechen ist angesagt.
In dem betreffenden Haus roch es seit Tagen. Erst dachten alle an Hundedreck. Doch als alles Lüften nichts half, dachte man an Frau Müller im dritten Stock. Keiner hatte sie seit Tagen gesehen, und auf Klingeln reagierte niemand. Von drinnen kam auf jedes Klopfen und Schreien keine Reaktion.
Es war dunkel, als wir ankamen, dritter Stock, Leichengeruch. Die Tür ist schnell aufgebrochen, in der Wohnung ist es dunkel. Der Strom ist abgestellt. Später wird sich herausstellen, dass ein defekter Toaster in der Küche die Wohnungssicherung zum Durchbrennen gebracht hatte. In der Dunkelheit war Frau Müller dann über eine ihrer vielen Tischchen gestolpert. Oberschenkelhalsbruch, keiner hatte ihr Schreien gehört, innere Blutungen. Der Notfallarzt wird schreiben: Tod ohne Fremdeinwirkung, circa vier Tage vor dem Auffinden verstorben.
Die viel zu große Altbauwohnung lag finster vor uns. Langsam drangen wir ein. Unsere Taschenlampen schnitten helle Korridore in die Dunkelheit. Die Rollläden waren heruntergelassen. Es wirkte unheimlich. Ein Zimmer nach dem anderen durchsuchten wir, der Gestank nahm zu. Dann hatten wir sie gefunden. Im Kegel der Lampen lag eine tote Frau. Alle Hilfe kam zu spät.
Arme Frau Müller, in der Dunkelheit gestürzt, und ihre Helfer kommen zu spät. Wäre doch das Licht der Lampen früher gekommen, dann hätte man ihr helfen können. Die Feuerwehr kam in diesem konstruierten Fall zu spät, um die Frau in ihrer finsteren Altbauwohnung zu retten.
Ich möchte mit euch heute weiterlesen bei Matthäus und euch jemanden vorstellen, der aus dem Licht der Welt rechtzeitig kam, um alle Menschen aus ihrer geistlichen Dunkelheit zu retten. Wir schlagen dazu, soweit wir das haben, unsere Bibeln auf und lesen Matthäus 4, ab Vers 12. Und für die, die keine Bibel dabei haben, wird Till die Verse immer hier vorne dranwerfen. Vielleicht müssen wir den Tisch ein Stück weiter nach vorne stellen.
Matthäus 4, ab Vers 12. Und ihr erinnert euch daran, wir hatten zuletzt die Geschichte von den drei Versuchungen Jesu, und heute geht es eben einfach da weiter.
Der Weg Jesu von Judäa nach Galiläa
Als er aber gehört hatte, dass Johannes, das ist Johannes der Täufer, überliefert worden war, entwich er nach Galiläa. Und er verließ Nazaret und kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt.
Was Matthäus hier in seiner Biografie über Jesus macht, ist Folgendes: Er überspringt etwa ein ganzes Jahr des Wirkens Jesu. Es ist das Jahr, in dem Jesus parallel zu Johannes dem Täufer wirkt, und zwar in Judäa.
In dieser Zeit, die uns nicht geschildert wird, finden Dinge statt, wie zum Beispiel die Hochzeit zu Kana, die erste Tempelreinigung oder das Gespräch mit Nikodemus oder das Gespräch mit der Frau am Brunnen. Das sind alles Dinge, die rein chronologisch gesehen schon vor den Ereignissen liegen, die wir heute gemeinsam betrachten wollen.
Wenn es heißt: Als er aber gehört hatte, dass Johannes überliefert worden war, dann bedeutet dieses überliefert, dass Johannes ins Gefängnis geworfen wurde. Damals gab es einen König. Er hieß Herodes. Es ist nicht der gleiche Herodes, der den Kindermord in Bethlehem befohlen hatte, sondern es ist Herodes Antipas, ein Sohn von Herodes dem Großen, den wir aus der Weihnachtsgeschichte kennen.
Er hat Johannes den Täufer gefangen genommen, weil ihm dessen Predigten nicht gepasst haben. Sie waren ihm zu persönlich, das gefiel ihm nicht. Deswegen hat er ihn ins Gefängnis gesteckt, und zwar auf der Festung Machheros.
Und ich ahne schon, dass nicht jeder, wenn ich sage Judäa und Galiläa und Machheros und was weiß ich wo noch, sich gut auskennt. Und deswegen habe ich euch mal eine Karte mitgebracht, um euch so ein bisschen zu zeigen, von wo nach wo entwickelt sich eigentlich jetzt die Geschichte.
Die geografische und geschichtliche Einordnung des Schauplatzes
Wenn ihr euch das anschaut, dann hatte ich vorgelesen, dass Jesus Judäa verlässt und nach Galiläa zieht. Die Karte zeigt euch, wie sie hier unten auch heißt, Palästina zur Zeit Jesu. Im unteren Teil befindet sich Judäa, also hier ist auch Jerusalem. Gewirkt hat Johannes der Täufer etwa hier am Jordan, und mit ihm zusammen auch im ersten Jahr Jesus.
Jetzt verlässt er diese Gegend, Judäa, weil Johannes der Täufer ins Gefängnis geworfen wurde, und zwar hier. Hier unten liegt diese Festung. Er verlässt Judäa und zieht hier hoch nach Galiläa. Galiläa ist jetzt hier oben, man kann es hier so lesen. Hier oben wirkt er.
In Galiläa zieht er von Nazareth nach Kapernaum um. Also ist er erst eine Weile hier in Nazareth, und dann nimmt er, wenn man so will, einen neuen Stützpunkt ein. Er bleibt nicht in Nazareth. Warum er nicht bleiben kann, beschreibt Lukas sehr genau: Seine eigenen Dorfbewohner wollen ihn loswerden. Und er geht, und er baut einen neuen Stützpunkt auf in Kapernaum.
Kapernaum liegt hier am See, der hier Galiläisches Meer heißt oder auch See Genezareth, oder an anderer Stelle im Johannesevangelium auch See von Tiberias genannt. Also Jesus bewegt sich von Süden, Judäa, nach Norden, Galiläa, und in Galiläa von Nazareth nach Kapernaum.
Noch mal Matthäus 4,12-13: Als er aber gehört hatte, dass Johannes überliefert worden war, entwich er nach Galiläa. Und er verließ Nazareth, das ist die Stadt, in der er aufgewachsen war, oder das Dorf, in dem er aufgewachsen war, und wohnte in Kapernaum, das am See liegt, in dem Gebiet von Sebulon und Naftali.
Die Stämme Israels und ihre Bedeutung für den Text
Und vergebt mir, wenn ich heute ein bisschen mehr auch Hintergründe bringe. Aber wenn das jemand liest, in das Gebiet von Sebulon und Naftali, ja, was heisst denn das? Was ist denn Sebulon und Naftali? Und ich wette, wenn ich jetzt eine Umfrage machen würde — ich werde es jetzt nicht machen, ihr braucht jetzt nicht zucken — aber wenn ich es machen würde, manch einer würde sagen: Na, ich habe da so eine Idee, was das sein könnte, aber so richtig genau weiss ich es eigentlich nicht. Sag es mir doch noch mal.
Und das will ich gerne tun. Leg mir mal die Folie auf, bitte. Ja, genau die. Das ist ein Abriss der Geschichte Israels. Ihr habt das auf den Predigtnotizen auch drauf, diese Folie.
Und wenn ihr mal ganz weit zurückgeht: Wo fängt die Geschichte des Volkes Israel an? Sie fängt an dem Punkt an, wo Gott sagt: Okay, ich möchte jetzt gerne einen Mann berufen, nämlich Abraham. Zu dem Zeitpunkt hiess er noch nicht Abraham, sondern erst Abram. Das war etwa zweitausend Jahre vor Christus. Und ich möchte diesen Mann benutzen, um aus ihm ein ganz besonderes Volk werden zu lassen.
An diesem Volk werde ich ein paar Dinge mal exemplarisch durchspielen. Das wird ein ganz besonderes Volk sein, insbesondere deshalb, weil der Messias, das heisst der Retter der Welt, aus diesem Volk kommen wird. Er lässt sich darauf ein, auf diese Berufung. Er glaubt Gott und er bekommt einen Sohn, Isaak. Das ist eine ganz spannende Geschichte. Wer den noch nicht kennt, lest sie nach, es ist wirklich interessant. Man kann viel, viel davon lernen.
Isaak und seine Frau Rebekka bekommen dann auch zwei Söhne. Also Abraham hatte auch mehr als nur Isaak, aber mich interessiert jetzt nur Isaak. Da ist einmal Jakob und Esau. Jakob macht eine recht interessante geistliche Entwicklung durch. Er ist nicht immer einer, der so richtig eng mit Gott zusammen ist, er muss das erst noch lernen, aber er lernt es. Und Gott kann ihn verwenden als ein Werkzeug. Er kann ihn benutzen, um jetzt einen weiteren Schritt zu gehen, auf das grosse Ziel hin, ein Volk zu schaffen.
Und während sein Vater Isaak nur zwei Söhne hatte, hat Jakob zugegebenermassen mit vier Frauen deutlich mehr Söhne. Und diese Söhne, mal hier hingeschrieben: Ruben, Simeon, Levi, Judah, Gad, Asser, Dan und Naftali — ihr merkt schon, hier taucht das Wort Naftali wieder auf — Issachar, Sebulon, Joseph und Benjamin. Diese Söhne Jakobs werden dann, beziehungsweise ihre Nachkommen werden dann, die zwölf Stämme Israels, ganz grob.
Das Volk Israel zieht nach Ägypten, wird dort versklavt, verlässt unter Mose Ägypten und zieht in das verheissene Land. Das verheissene Land ist Kanaan und geographisch gesehen identisch mit dem, was wir auf der ersten Karte gesehen haben, also Judäa, Samaria, Galilea, diese Bereiche. Das ist genau das Gebiet, in das die Israeliten damals gezogen sind, unter Joshua, und sie haben dieses Land besiedelt.
Von der Landnahme bis zur Verteilung im Norden
Jetzt möchte ich euch auf einer Folie zeigen, wo die einzelnen Stämme sind, die hier eingetragen sind. Wenn die Besiedelung stattfindet, dann ist das ein paar hundert Jahre nach Jakob. Aus dieser kleinen Schar von etwa siebzig Leuten, die nach Ägypten gezogen sind, wurde etwa ein Volk von zwei Millionen Menschen. Das ist zumindest eine sehr vernünftige Schätzung, weil in den Zählungen die Männer gezählt werden und man da noch auf über 600 kommt. Hochgerechnet ergibt das etwa zwei Millionen.
Natürlich konnten auch nicht alle im verheißenen Land am gleichen Fleck wohnen. Also wurden sie ein wenig verteilt. Jetzt legt man die Folie auf, und hier könnt ihr sehen, wo die einzelnen Stämme im verheißenen Land gelebt haben, wo sie angesiedelt waren. Man sieht im Süden zum Beispiel Juda. Und hier im Norden sind Sebulon und Naftali.
Und jetzt merkt man: Wenn Matthäus schreibt, er kam in das Gebiet von Sebulon und Naftali, dann erinnert er sich einfach in der Geschichte zurück und sagt: Damals, früher, nämlich etwa 1400 vor Christus, hatten sich die beiden Stämme Sebulon und Naftali dort angesiedelt. In das Gebiet, das man zur Zeit Jesu Galiläa nannte, dorthin kam Jesus, um zu predigen und um seinen Dienst anzufangen.
Ganz kurz: Wie ging es hier weiter mit Sebulon und Naftali, damit wir eine Vorstellung davon bekommen, was uns eigentlich in Galiläa begegnet? Dieser obere Teil, also die oberen zehn Stämme, wurde im achten Jahrhundert vor Christus verschleppt. Die Assyrer hatten eine sehr grausame Politik. Wer nicht spurte, wurde einfach zwangsdeportiert, kam woanders hin und wurde dort angesiedelt.
Das heißt, dieses Gebiet hier oben war irgendwann frei von Juden. Da wohnten nur noch ein paar. Und diese Juden, die dort wohnten, hat man mit Leuten aus anderen Gebieten vermischt, die dort angesiedelt wurden. So ergab sich hier im Norden ein Mischvolk, in dem auf der einen Seite eine ganze Menge Nichtjuden dabei waren und eben auch ein paar Juden.
So hat sich das über die Jahrhunderte hinweg gehalten. Als die Juden später von Süden aus kommend wieder einen Teil des Geländes einnahmen, war das etwa 200 vor Christus. Man hat versucht, all die Nichtjuden zwangsweise zum Judentum zu bekehren, aber das hat nicht so richtig geklappt. Das ist auch klar: Wenn jemand sagt, du musst, und mit dem Messer neben dir steht, dann bewirkt das keinen echten Glauben.
Und so war die ganze Einwohnerschaft von Galiläa über die Jahrhunderte hinweg stark fremden Eindrücken und fremden Einflüssen ausgesetzt. Wenn ihr also ein Bild von Juden in Galiläa habt, dann stellt sie euch bitte ein bisschen weniger traditionell vor als die Juden, die unten um Jerusalem herum zum Beispiel gelebt haben.
Galiläa als Randgebiet und der Blick Gottes auf das Geringe
Kann ich bitte noch mal die Folie haben vom Neuen Testament? Nein, nicht den Text, sondern die Karte.
Also alles, was hier oben wohnte, hatte ganz, ganz viel mehr Einflüsse bekommen von anderen Kulturen, von anderen Philosophien, ganz andere Hintergründe als die Juden, die hier unten wohnten, besonders die in Jerusalem und natürlich ganz besonders stolz waren auf ihre alte Geschichte.
Und nachdem Matthäus diesen Vergleich herstellt und sagt, er kommt in das Gebiet von Sebulon und Naftali, also da, wo früher Sebulon und Naftali wohnten, geht er weiter und sagt: Bereits siebenhundert Jahre vor Christus hatte Jesaja, ein Prophet, über dieses Gebiet eine Verheissung gemacht. Und die Verheissung stellt er jetzt vor.
Da heisst es in Matthäus 4,14-16: Damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: Und jetzt kommt wieder ein Zitat aus dem Alten Testament, wo es um Sebulon und Naftali geht. Merkt ihr, deswegen ist es wichtig zu wissen, wo liegt denn das? Land Sebulon und Land Naftali, wir könnten auch sagen Galiläa. Land Sebulon und Land Naftali gegen den See jenseits des Jordan, Galiläa der Nationen. Das Volk, das in Finsternis sass, hat ein grosses Licht gesehen, und denen, die im Land und Schatten des Todes sassen, ist Licht aufgegangen.
Ihr merkt an so einem Zitat, wie die Juden damals über Galiläa gedacht haben. Es war das Galiläa der Nationen, das war so ein bisschen weiter im Norden, da wohnten schon Juden, aber die waren so ein bisschen komisch. Nationen, das Wort bedeutet „Heiden“, ja, Nichtjuden, es ist das Galiläa der Nichtjuden. Man hat das nicht so richtig ernst genommen.
In der damaligen Zeit war Galiläa ein wirtschaftlich sehr interessantes Gebiet. Mehrere Handelswege führten direkt durch, unter anderem ein grosser Handelsweg von Damaskus über Galiläa ans Mittelmeer heran und dann weiter nach Ägypten. Und durch diesen Kontakt mit den Ausländern, da ständig neuer Input kam, waren die Galiläer, die man auch übrigens an ihrer Sprache, an ihrem Dialekt leicht erkennen konnte, bei den Juden so ein bisschen Juden zweiter Klasse.
Die waren eigentlich nicht so richtig echt, also die haben es auch nicht so richtig ernst gemeint, wisst ihr? Und manch ein Jude aus dem südlichen Bereich hat vielleicht auch herabgeschaut auf diese Juden und gedacht: Naja, Galiläa, was würdest du schon aus Galiläa erwarten?
Ich möchte an dieser Stelle ein Prinzip zeigen, ein ganz wichtiges Prinzip in meinen Augen, nämlich das Prinzip, dass Gott Interesse an dem Schwachen hat, dass Gott Interesse an dem Einfachen hat und dass er den Leuten, die eingebildet sind und selbstgerecht, immer wieder steht. Denn wo geht Licht auf? In Jerusalem? Wo die ganzen Priester sind, oder in Judäa, wo sich die Juden für etwas Besseres halten? Nein, da geht nicht das Licht auf. Das Licht geht an der Stelle auf, wo die Sorte Juden lebt, von der alle am wenigsten halten: Galiläa.
Das heisst an einer anderen Stelle, das müsst ihr in der Bibel nachschlagen, da habe ich keine Folie dazu, im ersten Korintherbrief, 1. Korinther 1,26. Da geht es um die Frage, wen beruft Gott? Und Paulus sagt: Wisst ihr was, schau dich doch mal in deiner Gemeinde um. Kann ich mal die Hand haben, wer hat alles zehn Millionen Mark? Einfach mal die Hand hoch. Ja, wer hat zehn? Zehn ist zu viel. Na, wer hat eine? Eine flüssig, weil ich bräuchte eine jetzt gerade, ich habe da ein paar Ideen damit.
Und immer noch geht keine Hand hoch. Oder machen wir es leichter: Kann ich mal, wie viele Professoren haben wir heute hier unter uns? Und wieder geht keine Hand hoch. Woran liegt denn das? Sind wir alle so dumm oder so faul? Die Lösung könnte sein, wie es hier in 1. Korinther 1,26 heisst: Denn seht eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind. Sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zu Schanden mache, und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zu Schanden mache.
Lasst uns das nie vergessen, wenn wir darüber nachdenken, wie rettet Gott, wen rettet Gott? Es ist das Schwache, das Einfache. Und das ist der Weg, den Gott geht, dass er Menschen, wo wir sagen würden: Ja, was willst du denn im Himmel mit denen bitteschön? Auf der Erde will keiner was zu tun haben, warum willst du mit denen zu tun haben? Und Gott sagt: Stimmt. Auf der Erde gelten die nicht viel, aber ich kann in die Herzen hineinschauen, und da sehe ich diese einfachen Menschen mit ihrem einfachen Glauben, der mich ernst nimmt, der mich liebt, wo wirklich eine Ernsthaftigkeit da ist, die ich bei diesen ganzen reichen, eingebildeten, dünkelhaften Leuten, die in dicken Porsche fahren oder so, nie gefunden habe. Nie.
Und dann sagt Gott: Und das war es mir wichtig. Ich will die Leute im Himmel haben, die es ernst meinen, und nicht die, die meinen, sie seien eh schon was Besseres und mich dann eben noch obendrauflegen, weil sie auch ihr Ticket in den Himmel haben wollen. Das will Gott nicht.
Okay, das war das Prinzip: Gott schaut auf das Einfache. Und man merkt es daran: Wo fängt Jesu Wirken an? In Galiläa, bei den Juden, die am verachtetsten sind, mit denen keiner was zu tun haben will.
Das Bild vom Licht und seine geistliche Bedeutung
Und das heißt dort: Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen. Und denen, die im Land und Schatten des Todes saßen, ist Licht aufgegangen.
Wir sagen ja auch: Uns geht ein Licht auf. Also kennen wir durchaus das Bild vom Licht. Und in der Bibel passiert es tatsächlich sehr oft, dass, wenn man über den Charakter oder über den Dienst von Jesus Christus hört, das mit Licht verglichen wird. Dahinter steckt folgende Idee: Wenn ein Licht aufgeht, dann kann ich etwas sehen.
Wer von euch einen Keller hat, der weiß, wovon ich rede. Du hast einen Keller, und da ist irgendwo so eine Funzel. Und wer jemals eine Steintreppe, also eine steile Kellertreppe, hinuntergegangen ist, bei der gerade die Funzel unten ausgefallen war, der weiß: Das ist eine ziemlich gefährliche Sache. Denn du siehst nichts.
Und egal, wie groß dieses Ding da oben ist, das kann eine 20-Watt-Funzel sein. Wenn sie an ist, ist das super. Einfach klasse. Und in diesem Sinn gebraucht die Bibel das Wort Licht. Es ist etwas, das mich einfach etwas sehen lässt.
Jesus kommt in diese Welt als Licht. Das werden wir gleich sehen. Ich bringe euch ein paar Bibelstellen, und er lässt mich Dinge sehen, die ich vorher nicht gesehen habe. Er zeigt mir zum Beispiel, was Sünde ist, wie ich leben sollte. Er bringt die Wahrheit Gottes in mein Leben hinein und zeigt mir, was ich alles falsch mache. Er ist doch super.
In diesem Sinne geht den Menschen ein Licht auf. Schauen wir uns ein paar Verse dazu an. Der erste stammt aus dem Johannesevangelium. Da heißt es in Johannes 1,1.4-5:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Johannes führt Jesus ein als das Wort Gottes. Er sagt, das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott, um von Anfang an zu zeigen, dass Jesus Gott ist. Und dann macht er eine ganz bemerkenswerte Feststellung über dieses Wort, über Jesus Christus. Er sagt: In ihm, das heißt in Jesus, war Leben. Und dieses Leben war das Licht der Menschen. Und dieses Licht, das von Jesus her für die Menschen in diese Welt kommt, leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.
Gott wird Mensch, Gott kommt in diese Welt, Gott bringt das Licht des Lebens mit und erscheint in die Finsternis von Menschen hinein. Und die Finsternis, egal wie stark sie ist, ist nicht in der Lage, dieses Licht auszulöschen. Das ist für mich eine der bemerkenswertesten Tatsachen des Christentums. Wie viele haben versucht, den Glauben an Jesus kaputtzumachen, und wie wenigen ist es gelungen?
Denkt an das, was zum Beispiel Jahrzehnte kommunistischer Diktatur in China erreicht haben. Heute spricht man von 50, 60, 70 Millionen Gläubigen. Ja, die Finsternis kann das Licht nicht auslöschen. Warum? Weil das Licht Leben bringt. Und jeder Mensch kann einfach unterscheiden: Lebe ich oder lebe ich nicht.
Licht als Entscheidung und die Einladung zur Umkehr
Aber natürlich kommt überall dort, wo Licht in das Leben eines Menschen hineinkommt, wo Jesus kommt und sagt: Ich will dir einmal zeigen, was wahres Licht ist, noch etwas anderes hinzu. Und das möchte ich euch auch zeigen.
Johannes 3,19: Licht bringt auch Gericht. Denn wir können uns vorstellen, was es bedeutet, wenn Jesus in diese Welt kommt und uns zeigt, wie wir leben sollen, und wir dann sagen: Weißt du was, ist schon gut, bleib mal zu Hause, bleib mal an deinem Kreuz da, ich will mit dir eigentlich gar nichts zu tun haben.
Johannes 3,19: Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse.
Und jeder, der mir nicht glaubt, dass sich an Jesus die Geister scheiden, den bitte ich, Folgendes zu tun: Wenn ihr das nächste Mal am Stammtisch sitzt oder wo auch immer, haut auf den Tisch und sagt: So, jetzt reden wir mal über Jesus. Und du wirst merken, du wirst in diesem Moment wenig Freunde haben. Ist normal, ja? An Jesus scheiden sich wirklich die Geister.
Da kommt einer und sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Ohohohoho, was für ein Satz, he? Jesus kommt, und Jesus zwingt uns tatsächlich zu einer Entscheidung, ob wir auf ihn hören wollen oder ob wir ihn ablehnen wollen.
Jedes Mal, wenn ein Mensch mit Jesus konfrontiert wird, sei es, dass er in der Bibel liest, sei es, dass er sich in so einen Gottesdienst wie hier verirrt und eine Predigt hört, sei es, dass er mit jemandem über Jesus spricht: Egal, wie das passiert, jedes Mal, wenn du mit Jesus konfrontiert wirst, musst du eine Entscheidung fällen.
Warum? Jesus zeigt dir ein paar Dinge in deinem Leben, die dir nicht passen. Er zeigt dir zum Beispiel, dass da böse Gedanken sind, Halbwahrheiten vielleicht, freche Worte, Hass, Neid, Verbitterung oder Angeberei, falsche Moral und was weiß ich noch alles. Und er kommt mit diesen Dingen in dein Leben und sagt: Stell dich dazu, was hältst du davon? Was hältst du von meiner Diagnose deines Lebens?
Das ist die Frage, die Jesus immer wieder stellt, wenn er als das Licht des Lebens in das Leben von Menschen hineinkommt. Und die Frage, die Jesus provozieren will, warum macht er das? Warum lässt er Licht aufgehen im Leben von Menschen? Die Frage, die er stellt oder die er provozieren will, das ist die Frage, die der Kerkermeister in Philippi gestellt hat. Ein Kerkermeister, das ist der Leiter einer Justizvollzugsanstalt. Die Frage, die der Kerkermeister von Philippi gestellt hat, war: Was muss ich tun, dass ich errettet werde?
Und genau diese Frage will Jesus im Leben eines Menschen stellen: Was muss ich tun, damit ich errettet werde? Und das ist die alles entscheidende Frage, die es im Leben eines Menschen gibt, oder? Entweder höre ich auf Jesus und nehme seine Diagnose an und stelle die Frage und höre mir die Antwort an, oder Jesus sagt: Ich kann dir nicht helfen, wenn du dir nicht helfen lässt. Aber wenn du dir nicht helfen lässt, dann bleibst du in deiner Verlorenheit.
Johannes 8,12b: Das ist der Ausweg. Wenn jemand sagt: Nein, ich möchte auf keinen Fall in meiner Verlorenheit bleiben.
Noch einmal zum Thema Licht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Hey, das ist ein Statement, oder? Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln. Super, ich möchte das. Herr Jesus, das interessiert mich. Du hast so viel Licht in mein Leben hineingebracht. Ich möchte dir nachfolgen.
Es gibt einen Ausweg. Es wäre fatal, wenn Jesus einfach nur gekommen wäre, als das Licht der Welt, uns unsere Sünden gezeigt hätte und danach gesagt hätte: So, jetzt wisst ihr alles, aber helfen kann ich euch auch nicht.
Stell dir das mal vor: Du kommst, du merkst, ich bin wirklich ein Sünder, und Jesus sagt: Ja, es tut mir leid, das wollte ich dir zeigen, dass du ein Sünder bist, aber in die Hölle kommst du so oder so, ob du es weißt oder nicht weißt. Und das ist nicht der Fall.
Sondern Jesus sagt: Ich bringe nicht nur die Diagnose, sondern ich bringe auch gleichzeitig noch das Rezept für die Heilung mit. Folge mir nach.
Und Petrus hat das dann später im ersten Petrusbrief so ausgedrückt: Ihr aber seid, und das ist rückblickend, da spricht er zu Christen und sagt: Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis, da waren die Menschen vorher, zu seinem wunderbaren Licht berufen hat.
Wir sind dazu da, Gott groß zu machen, weil er uns aus dem alten Leben herausgerissen hat und ein neues Leben hineingestellt hat. Die Bibel nennt das alte Leben Finsternis und das neue Leben Licht. Gott bringt Rettung.
Ist das nicht toll? Matthäus schreibt: Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land und Schatten des Todes saßen, ist Licht aufgegangen.
Gott bringt Rettung, und das Schöne ist, er bringt sie heute noch. Ich weiß nicht, wer heute Morgen hier ist, der sagt: Ja, so ist es in meinem Leben. Ich merke etwas von diesem Licht, das in mein Leben hineinstrahlt. Ich merke etwas davon, dass Jesus anklopft. Ich merke, dass er mich ziehen will, einen Schritt weiterzugehen. Ich merke, dass es in meinem Leben Punkte gibt, die nicht so bleiben können, wie sie sind.
Das ist dieses Licht, das in das Leben eines Menschen hineinkommt. Und Gott bietet uns dafür einen Ausweg an, so wie den Menschen damals. Diesen Ausweg möchte ich kurz vorstellen.
Die Bedeutung von Buße als innere Umkehr
Matthäus 4,17 heißt es: Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße.
Wir werden sagen: Jürgen, das kennen wir schon. Die meisten hier werden das kennen. Aber das ist nicht schlimm. Euch öfter dasselbe zu sagen, verdrießt mich nicht. Denn wir können uns daran gewöhnen, die wirklich wichtigen und guten Dinge des Christseins für selbstverständlich zu nehmen. Und bei solchen Dingen möchte ich nicht mitmachen.
Deswegen: Wenn Jesus sagt, tut Buße, wenn Matthäus uns vor Augen hält, dass das Erste, was Jesus macht, um die Menschen in Galiläa zu erreichen, dieses ist, dass er ihnen sagt: Tut Buße, dann müssen wir verstehen, was das bedeutet.
Auch in unserem Leben ist genau das der Punkt, dass irgendwann die Frage kommt: Habe ich wirklich Buße getan? Oder, damit ich es mal auf Deutsch sage, weil das Wort Buße oft falsch verstanden wird: Bin ich wirklich umgekehrt? Buße heißt Umkehr, wenn man es ins Deutsche übersetzt, das griechische Wort.
Und ich habe euch dazu eine Folie mitgebracht, bitte, die Buße versucht darzustellen, einfach. Ihr habt das auch auf euren Predigtnotizen. Und ich denke, im Leben eines Menschen, der Christ wird, gibt es drei Phasen.
Da gibt es einmal die Phase, in der er noch gar nichts mit Gott groß zu tun hat, aber so langsam merkt, zum Beispiel durch Gespräche, durch das Lesen der Bibel, durch Predigten, dass er nicht so ist, wie Gott es sich vorstellt, dass es in seinem Leben wirklich Sünden gibt.
Und er bleibt da vielleicht nicht stehen, sondern er redet mit jemandem darüber und sagt: Du, was muss ich tun, damit ich nicht in diesem Zustand verbleibe? Und er sagt ihm: Du, das ist kein Problem. Jeder Mensch kann gerettet werden, weil Jesus für jeden Menschen gestorben ist und weil jeder Mensch, der im Glauben dieses Geschenk annimmt, tatsächlich ewiges Leben und den Himmel geschenkt bekommt.
Und derjenige, der das hört, erkennt das Evangelium, versteht das Evangelium und denkt darüber nach und sagt: Na, wenn das so ist, dass Gott auf die Welt gekommen ist, um mich zu retten, dann möchte ich das doch annehmen. Aber wie macht man das eigentlich? Wie funktioniert denn das?
Also musst du dich wieder mit jemandem unterhalten, musst fragen: Ja, sag mal, ich möchte ja gerettet werden, aber wie geht denn das? Und dann sagt derjenige: Tu Buße!
Denkst du dir: Was heißt denn das? Muss ich jetzt zehn Vaterunser beten? Ist das damit alles getan? Oder muss ich mein Auto verkaufen und das Geld der Kirche spenden, ist das Buße tun?
Und ich sage dir: Nein, das ist nicht Buße tun. Buße meint Umkehr. Das heißt, im Innersten meines Wesens geschieht eine Veränderung. Ich verändere meine Haltung zu Gott.
Und diese Verhaltensänderung, die geschieht, ist die, dass ich sage: Ich möchte Gott folgen. Ich möchte Gott folgen, wohin er will. Er soll in meinem Leben die Nummer eins sein. Er soll in meinem Leben Retter und Herr sein.
Die Bibel sagt: Jesus aufnehmen, das ist eigentlich Glauben. Also zu Jesus gehen und sagen: Herr Jesus, ich bin ein Sünder und ich weiß nicht wohin mit meiner Schuld, aber du hast gesagt, du möchtest dafür bezahlen, du möchtest mich retten. Hier ist mein Leben, nimm es. Mehr kann ich nicht geben. Und von heute an gehört mein Leben dir. Von heute an möchte ich das tun, was du sagst. Von heute an möchte ich mich ausrichten an deinen Zielen. Von heute an möchte ich alles das, wo Menschen mir versuchen, etwas einzureden, messen an dem, was du gesagt hast.
Merkt ihr: Da passiert eine innere Änderung, innen drin eine Umkehr. Und diese Umkehr nennt die Bibel Buße. Deswegen ist an diesem Lück da in der Mitte hingeschrieben: Buße gleich Umkehr.
Nachfolge als sichtbare Folge der Umkehr
Ich würde jetzt gerne fünf oder sechs Leute nach vorne bitten, damit sie erzählen, wie das in ihrem Leben war. Aber dafür fehlt uns die Zeit. Das ist schade.
Fragt Leute, wie das in ihrem Leben gelaufen ist, was sie getan haben. Ihr werdet oft Geschichten hören, in denen jemand sagt: Ich habe erkannt, dass in meinem Leben die Dinge falsch laufen. Dann bin ich auf die Knie gegangen und habe gesagt: Herr Jesus, mein Leben soll dir gehören.
Das ist der Moment, in dem Menschen umgekehrt sind, in dem Menschen angefangen haben zu glauben, in dem Menschen Dinge mit Gott festgemacht haben. Und da fängt geistliches Leben an, nicht früher und nicht später.
Also nicht Kirchenmitgliedschaft, nicht den Zehnten geben, nicht beten, nicht irgendwo ein Amt haben oder was auch immer du für relevant halten magst, ist der entscheidende Punkt. Sondern es geht darum: Habe ich im Innersten meines Herzens, da, wo ich innen drin wirklich ich bin, da, wo es darauf ankommt, bin ich da umgekehrt? Oder bin ich im Grunde meines Herzens der Alte geblieben, nur ich habe mir eine neue Hülle verpasst?
Dann ist das zu wenig. Denn Gott schaut das Herz an. Er kennt uns durch und durch, und wir können ihm nichts vormachen.
Wenn jemand sagt: Ja, das habe ich getan, dann will ich euch noch auf Phase drei hinweisen. Die werden wir in der nächsten Predigt, die ich halte, noch ein bisschen genauer herausarbeiten. Wenn jemand wirklich Buße getan hat, dann ist der dritte Schritt Nachfolge.
Es ist ja klar: Wenn ich sage, Herr Jesus, komm in mein Leben, ich möchte mit dir leben, ich möchte, dass du mich mehr und mehr hell machst, dass ich noch mehr sehen kann von dir, ja, wozu denn? Damit ich dann mein Wissen im Kopf abspeichere und nach wie vor so lebe wie vorher? Doch bestimmt nicht, oder? Sondern damit ich dann lebe, wie es Gott gefällt. Und das ist Nachfolge. Das werden wir uns dann in der nächsten Predigt genauer anschauen.
Also: Umkehr bedeutet, mein Leben bekommt einen neuen Lebensmittelpunkt. Früher stand ich in der Mitte, und dann steht Jesus in der Mitte. Und die Echtheit dieser Umkehr sieht man einfach an meinem Leben, am Glauben, an der Nachfolge.
Das nahe Reich Gottes und der abschließende Ruf zur Entscheidung
Matthäus 4,17: Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.
Das ist eine Begründung. Warum sollen die Leute Buße tun? Weil er sagt, das Reich der Himmel ist nahe gekommen.
Jetzt werdet ihr sagen: Reich der Himmel, was bedeutet das? Lukas schreibt nicht Reich der Himmel, er schreibt Reich Gottes. Und Reich Gottes meint einfach: Das ist der Bereich, wo Gott herrscht. Jeder, der an Gott glaubt, gehört zum Reich Gottes, weil er ein Untertan Gottes ist. Weil er sagt: Ja, Gott ist König in meinem Leben. Und jeder, der das von ganzem Herzen sagen kann: Gott ist mein Chef, der gehört zum Reich Gottes.
Und Jesus steht da und sagt: Tut doch alle Buße. Und die Leute sagen: Warum? Weil das Reich Gottes so ganz nahe gekommen ist. Es steht quasi greifbar vor euch, in Lukas 17,20-21.
Heißt es: Und als er von den Pharisäern gefragt wurde, wann kommt das Reich Gottes, er hat eine ganz andere Vorstellung von Reich Gottes, ja, die dachten an ein politisches System, das der Messias aufrichtet. Wann kommt denn jetzt das Reich Gottes?, haben die Pharisäer gefragt. Und Jesus sagte: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. Noch wird man sagen: Sieh hier oder sieh dort. Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.
Du kannst das Reich Gottes nicht sehen. Du kannst hierher kommen, und ich sage, ich weiß, dass viele, die hier sitzen, Glieder am Reich Gottes sind, dass in ihrem Leben Gott der König ist. Aber du kannst es nicht sehen. Die haben nicht alle einen blauen Punkt auf der Stirn oder eine heilige Ausstrahlung oder einen heiligen Schein oder sonst irgendetwas. Du kannst das Reich Gottes so nicht sehen.
Aber da, wo Jesus ist, da ist das Reich Gottes mitten unter den Menschen. Denn da, wo Jesus ist, da ist auch sein Reich. Und jetzt steht Gott in Menschengestalt vor den Galiläern und sagt: Tut doch Buße. Ich bin so nah da, ich bin quasi greifbar nah. Das Reich Gottes steht in einer in der Geschichte nie zuvor dagewesenen Form vor euch. Ihr könnt es erleben, ihr könnt es erfahren.
Alle fragen danach, ob es Gott gibt oder nicht gibt. Kommt doch an der Stelle zum Ende. Gott ist da. Ihr könnt, würde er den Galiläern sagen, heute in eine ganz lebendige Beziehung zu Gott eintreten. Ihr könnt das Alte alt und vergangen sein lassen, und ihr könnt das Neue neu machen. Ihr könnt mir folgen. Das ist das Angebot.
Und dieses Angebot ist über die Jahrtausende hinweg immer dasselbe. Jesus steht heute nicht mehr leibhaftig vor uns, aber dieses Angebot, ihm zu folgen, gilt nach wie vor. Wer will, kann das erfahren.
Für Frau Müller kam jede Hilfe zu spät. Sie lag in der Dunkelheit und starb. Sie starb, weil das Licht des Lebens, in diesem Fall die Rettung durch die Feuerwehr, zu spät kam.
Worum es mir heute ging, war, euch ein anderes Licht vorzustellen, nämlich Jesus. Ein Licht, das jeden erretten will und erretten kann, der in der Finsternis seines eigenen Lebens liegt. Jesus ist das Licht der Welt, und ihm nachzufolgen heißt, gerettet zu sein.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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