Serie•Teil 8 / 26Höningen 2013 - Das Buch Josua
Generierte Mitschrift
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Ein unerwarteter Blick auf das Zeichen des Glaubens
Ich habe noch etwas vergessen: Kapitel 2, das ist mir entgangen. Das rote Seil, sie schämte sich nicht des roten Seils. Sie hat ja ihre Verwandten und Bekannten, jedenfalls hat sie dir das weitergesagt. Und der Herr Jesus schämt sich nicht, Irr, der Herr Jesus schämt sich nicht, eine Hure in seinem Ahnenregister zu haben. Und wenn er sich nicht schämt, dieser Hure, dann schämt er sich auch unser nicht.
Wir haben in der Bibel mehrere solche Beispiele. Hebräer 2,11: Ich habe hier die Verse auf der Folie, er schämt sich nicht, uns seine Brüder zu nennen. Der Herr Jesus schämt sich nicht, solche in seiner Schar zu haben, wie wir sind. Hebräer 11 heißt es in Vers 16: Gott schämt sich ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden; er bereitete ihnen eine Stadt. Und wenn er sich nicht schämte, dann wollen wir uns auch seiner nicht schämen, so wie diese Hure sich Gottes nicht geschämt hat.
Es ist interessant: Ihr Leben wurde ja ganz anders. Mit dem Tag vorher hatte sie trostlose Aussichten, denn sie wusste: Der Joshua kommt, und es wird mein Ende. Dann kommt Joshua, und es wird ihre Freude. Und die hat dann eine andere Freimütigkeit haben können in Jericho, die hat ganz anders auftreten können, die hat mit den Leuten reden können, vor allem mit ihren Verwandten.
Und wir werden da auch aufgefordert, dass wir uns nicht schämen und das rote Seil sehen lassen. 2. Timotheus 2,15: Befleißige dich, dich selbst Gott als bewährt zu erweisen, als ein Arbeiter, der sich nicht schämt. Und Paulus sagte: Ich schäme mich nicht des Evangeliums, also der guten Botschaft von Christus, denn sie ist Gottes Kraft zur Rettung einem jeden, der glaubt. 2. Timotheus 1,8: Schäme dich also nicht des Zeugnisses unseres Herrn. Paulus geht mit gutem Beispiel voran. Vers 12: Ich schäme mich nicht. Denn ich weiß, wem ich geglaubt habe, und ich bin überzeugt, er vermag mein Anvertrautes für jenen Tag zu verwahren.
Und wenn wir leiden müssten, sollen wir uns auch nicht schämen. 1. Petrus 4,16: Wenn jemand leiden muss als Christ, dann schäme er sich nicht. Wir dürfen dieses rote Seil raushängen, raushängen lassen. Da hatte sie ein ganz anderes Leben, diese Frau. Jetzt hatte sie Zukunftsaussichten, und jetzt hatte sie eine große Freimütigkeit. Was Jericho betraf, da gab es nicht viel zu verlieren, das war sowieso alles dahin.
Der Weg durch den Fluss als Übergang in eine neue Wirklichkeit
Kapitel drei und vier handelt jetzt vom Durchzug durch den Jordan. Zuerst haben wir in den Versen 1 bis 6 die direkten Vorbereitungen. Dann folgen in den Versen 7 bis 13 die Anweisung an die Priester vor dem Durchzug, also was sie zu tun haben, und die Ankündigung dieses Wunders, dieses Naturwunders. Danach kommt das Wunder selbst in den Versen 14 bis 17. Anschließend haben wir nach dem Durchzug die zwölf Steine in der Mitte des Flusses. Zum Schluss folgt noch die Aufrichtung der zwölf Steine auf der anderen Seite des Flusses, beziehungsweise in Gilgal, was ein wenig weiter weg war. Es war nicht direkt auf der anderen Seite des Flusses, sondern es waren schon einige Kilometer zu marschieren.
Also Verse 1 bis 6: die direkten Vorbereitungen. Da machte sich Josua früh am Morgen auf, und sie brachen auf von Sittim und kamen an den Jordan, er und alle Söhne Israels. Und sie übernachteten dort, ehe sie hinüberzogen. Man darf nicht vergessen: Der Jordan führte Hochwasser und hatte alles überflutet. Das Wetter wird wahrscheinlich auch nicht sonnig gewesen sein, das wissen wir nicht. Aber es ist schwierig, wenn hier alles voller Schlamm ist, alles voller Wasser, kilometerweit. Jetzt verbringen sie die Nacht noch dort, wo es einigermaßen trocken ist, bevor sie hinüberziehen.
Vers 2: Und es geschah am Ende von drei Tagen, da gingen die Vorsteher mitten durchs Lager, und sie geboten dem Volk und sagten: Sobald ihr die Lade des Bundes Jachwes, eures Gottes, seht und die Priester, die Leviten, sie tragen, so sollt ihr von eurem Ort aufbrechen und ihr nachfolgen.
Also das Volk schaut auf die Lade, und sobald sie die Lade sehen, wie sie sich bewegt, dann sollen sie aufbrechen und hinterhergehen.
Vers 4: Doch zwischen euch und ihr soll eine Entfernung von etwa zweitausend Ellen sein, also etwa ein Kilometer Abstand. Und ihr sollt nicht nahekommen, damit ihr den Weg wisst, auf dem ihr gehen sollt, denn ihr seid den Weg früher nicht gezogen.
Dieses „ihr sollt ihr nicht nahekommen“ ist ein Klammersatz. Man muss es also so lesen: Doch zwischen euch und ihr soll eine Entfernung von etwa zweitausend Ellen sein, in Klammern: ihr sollt ihr nicht nahekommen, damit ihr den Weg wisst, auf dem ihr gehen sollt. Denn durch diesen Weg sind sie früher nicht gezogen. Das ist jetzt ein neuer Weg, ein ganz neuer Weg für Israel.
Wir merken: Es ist jetzt sehr wichtig, auch wie das ausgedrückt wird. Was jetzt geschieht, ist von äußerster Wichtigkeit. Ein ganz neuer Weg wird jetzt beschritten.
Vorbereitung, Heiligung und die Zusage des Wunders
Haltet euch an Gott, schaut zu Gott hin, zur Lade!
Josua sagte zum Volk: Heiligt euch, reinigt euch, weiht euch dem Herrn. Jegliche Unreinheit muss weg. Man könnte sich ja auf alle mögliche Weise im Volk Israel verunreinigen. Alles muss weg. Heiligt euch, denn morgen wird Jachwe in eurer Mitte Wunder tun. Hier wird ein Wunder angekündigt.
Josua sagte zu den Priestern: Nehmt die Lade des Bundes auf und zieht vor dem Volk hinüber. Und sie nahmen die Lade des Bundes auf und zogen vor dem Volk hinüber. Ja, dieser Vers gehört eigentlich schon zum zweiten Abschnitt.
Und Jachwe sagte zu Josua: An diesem Tag will ich beginnen, dich in den Augen von ganz Israel großzumachen, damit sie wissen, dass ich, so wie ich mit Mose gewesen bin, mit dir sein werde. Und du sollst den Priestern, die die Lade des Bundes tragen, gebieten und sprechen: Wenn ihr an das Ufer des Jordans kommt, so bleibt im Jordan stehen.
Und Josua sagte zu den Söhnen Israels: Tretet herzu und hört die Worte Jachwes, eures Gottes. Also zuerst die Anweisung an die Priester: Sie sollen vorangehen mit der Lade, und in der Mitte sollen sie dann stehen bleiben, in der Mitte des Jordan.
Und dann, Vers 9, sagte Josua zu den Söhnen Israels, jetzt zum ganzen Volk: Tretet herzu und hört die Worte Jachwes, eures Gottes.
Und Josua sagte: Hieran sollt ihr erkennen, dass ein lebendiger Gott in eurer Mitte ist, dass er die Kanaaniter, die Hethiter, die Hewiter, die Perisiter, die Girgasiter, die Amoriter und die Jebusiter gewiss vor euch vertreiben wird. Die sieben Völker werden hier wieder genannt. Und hieran sollt ihr erkennen, dass Gott eure Feinde vertreiben wird.
Siehe, die Lade des Bundes Jachwes, der ganzen Erde, zieht vor euch her in den Jordan. Und nun nehmt zwölf Männer aus den Stämmen Israels, je einen Mann für einen Stamm. Und es wird geschehen: Wenn die Fußsohlen der Priester, die die Lade Jachwes, der ganzen Erde, tragen, im Wasser des Jordans ruhen, so werden die Wasser des Jordans, die von oben herabfließenden Wasser, abgeschnitten werden. Und sie werden stehenbleiben wie ein Damm.
Jetzt wird also das Volk aufgefordert, einen Vertrauensschritt zu tun. Vor allem die Priester müssen vertrauen. Es wird den Priestern gesagt: Geht in die Fluten, steigt in die Fluten hinab. Und es wird gewartet, bis ihre Knöchel da drinnen sind, bis ihre Fußsohlen da drinnen sind, im Wasser. Und dann, wenn die Füße nass geworden sind, dann wird das Wasser ruhen. Das Wasser wird von oben her abgeschnitten werden. Es wird einfach nicht weiterfließen. Das andere wird abfließen, und es wird oben stehen bleiben wie ein Damm.
Glaube war also gefragt. Hier ist ein Glaubensschritt nötig. Und jetzt kommt das Naturwunder.
Vers 14: Und es geschah, als das Volk aus seinen Zelten aufbrach, um über den Jordan zu ziehen, als die Priester die Lade des Bundes vor dem Volk her trugen, und sobald die Träger der Lade an den Jordan kamen und die Füße der Priester, die die Lade trugen, in den Rand des Wassers tauchten, also jetzt kommen wirklich die Füße ins Wasser, der Jordan aber ist voll über alle seine Ufer die ganze Zeit der Ernte hindurch. Also der Jordan ist nicht nur ein bisschen so hin und wieder mal ein bisschen übergegangen, sondern die ganze Zeit war der Jordan hier überflutet.
Das Wunder am Jordan und die bleibende Erinnerung
Als die Priester nun mit den Füßen in den Rand des Wassers tauchten, Vers 16, da blieben die von oben herabfließenden Wasser stehen. Sie richteten sich auf wie ein Damm, sehr fern bei Adam, der Stadt, die seitwärts von Zaretan liegt. Und die zum Meer der Ebene, dem Salzmeer, hinabfließenden Wasser wurden völlig abgeschnitten. Und das Volk zog hindurch, Jericho gegenüber.
Hier wird also das Wunder beschrieben. Und die Priester, die die Lade des Bundes Jachwes trugen, standen festen Fußes auf dem Trockenen in der Mitte des Jordans. Und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinüber, bis das ganze Volk vollends über den Jordan gegangen war.
Interessant ist, dass es hier also ein Parallelwunder ist: Wie beim Auszug aus Ägypten, so beim Einzug in das Land, gehen sie mit trockenen Füßen hinüber. So wie sie mit trockenen Füßen aus Ägypten herausgezogen sind, ziehen sie mit trockenen Füßen ins Land hinein. Die Priester, ihre Füße wurden nass, aber die Füße der Israeliten nicht.
Ich möchte dann die Anwendung nachher machen, weil ich denke, wir sollen zuerst einmal beim Text bleiben. Also, jetzt kommt der nächste Abschnitt: Kapitel 4, Vers 1 bis 14. Nach dem Durchzug, also der Durchzug war jetzt in den Versen 14 bis 17, jetzt nach dem Durchzug, Kapitel 4, Vers 1 bis 14.
Es geschah, als das ganze Volk vollends über den Jordan gezogen war, da sagte Jachwe zu Josua: Nehmt euch aus dem Volk zwölf Männer, je einen Mann aus einem Stamm, und gebietet ihnen und sprecht: Hebt euch von hier zwölf Steine auf, aus der Mitte des Jordans, von dem Standort, wo die Füße der Priester festgestanden haben, und bringt sie mit euch hinüber und legt sie im Nachtlager nieder, wo ihr diese Nacht übernachten werdet.
Also, jetzt tragen sie aus dem Flussbett, genau dort aus der Mitte, zwölf Steine heraus ans Ufer. Dort, wo sie übernachten, die werden sie dann noch weiter tragen müssen. Die werden dann einiges zu schleppen haben, diese zwölf Männer, kilometerweit. Nämlich bis Gilgal werden sie mit diesen Steinen gehen.
Und Josua rief die zwölf Männer, die er aus den Söhnen Israels bestellt hatte, je einen Mann aus einem Stamm. Und Josua sagte zu ihnen: Geht hinüber vor die Lade Jachwes, eures Gottes, in die Mitte des Jordans, und hebt euch aus jeder einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme der Söhne Israels. Damit dieses ein Zeichen unter euch sei: Wenn eure Kinder künftig fragen und sprechen: Was bedeuten euch diese Steine?, so sollt ihr zu ihnen sagen: Weil die Wasser des Jordans vor der Lade des Bundes Jachwes abgeschnitten wurden. Als sie durch den Jordan ging, wurden die Wasser des Jordans abgeschnitten. Und diese Steine sollen den Söhnen Israels zum Gedenkzeichen sein in Ewigkeit.
Und die Söhne Israels taten so, wie Josua geboten hatte, und hoben zwölf Steine aus der Mitte des Jordans auf, so wie Jachwe zu Josua geredet hatte, nach der Zahl der Stämme der Söhne Israels. Und sie brachten sie mit sich in das Nachtlager hinüber und legten sie dort nieder. Das waren die einen zwölf Steine.
Und jetzt kommt noch etwas, Vers 9: Und zwölf Steine richtete Josua auf in der Mitte des Jordans. Also Josua selber. Er nimmt noch zwölf Steine. Die muss er nicht tragen, sondern die braucht er nur dort in der Mitte des Jordans aufzurichten, an der Stelle, wo die Füße der Priester gestanden hatten, die die Lade des Bundes trugen. Und sie sind dort bis auf diesen Tag, bis zum heutigen Tag, sagt er.
Und die Priester, die die Lade trugen, blieben in der Mitte des Jordans stehen, bis alles vollendet war, was Jachwe Josua geboten hatte, dass er zum Volk reden sollte, nach allem, was Mose Josua geboten hatte. Und das Volk eilte und zog hinüber. Also schnell, nicht nur langsam, sind sie da durchgegangen.
Und es geschah, als das ganze Volk vollends hinübergezogen war, da zogen die Lade Jachwes und die Priester angesichts des Volkes hinüber. Also die Priester gehen als Erste hinein, bleiben dort drinnen, bis das ganze Volk durch ist, und gehen als Letzte mit der Lade wieder heraus.
Und die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse zogen gerüstet vor den Söhnen Israels her, wie Mose zu ihnen geredet hatte. Etwa vierzigtausend zum Heer Gerüstete zogen vor Jachwes Heer zum Kampf in die Ebenen von Jericho.
An diesem Tag machte Jachwe Josua groß in den Augen von ganz Israel, und sie fürchteten ihn, wie sie Mose gefürchtet hatten, alle Tage seines Lebens. Warum? Nun, er hatte das Wunder angekündigt, und es ist eingetroffen. Dadurch wurde Josua groß, das hat seine Autorität natürlich sehr, sehr gestärkt. Man hat gemerkt: Gott steht hinter Josua. Und sie fürchteten ihn im positiven Sinne, also mit großem Respekt anerkannten sie seine Autorität, wie sie Mose gefürchtet hatten, alle Tage seines Lebens.
Jetzt sind also in der Mitte zwölf Steine aufgerichtet, und auf der anderen Seite liegen die zwölf Steine da. Was mit denen geschieht, da müssen wir noch warten.
Die Steine in Gilgal und die pädagogische Funktion des Erinnerns
Vers 15: Yahweh sagte zu Joshua: Gebiete den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen. Und Joshua gebot den Priestern und sagte: Steigt aus dem Jordan herauf.
Und es geschah, als die Priester, die die Lade des Bundes Yahwehs trugen, aus der Mitte des Jordans heraufstiegen, und als die Fußsohlen der Priester das Trockene betraten, da kehrte das Wasser des Jordans an seinen Ort zurück. Es floss wieder wie zuvor über alle seine Ufer.
Und das Volk stieg aus dem Jordan herauf am zehnten des ersten Monats. Und sie lagerten in Gilgal an der Ostgrenze von Jericho.
Gilgal liegt etwas weiter entfernt. Hier sieht man es nur undeutlich, aber doch ein wenig. Jericho liegt etwa zwölf Kilometer entfernt, und Gilgal liegt ebenfalls einige Kilometer vom Jordan entfernt. Sie hatten also noch ein Stück zu gehen bis Gilgal. Vielleicht habe ich noch eine bessere Karte. Hier ist es besser zu sehen: Gilgal liegt relativ nahe bei Jericho und doch ein Stück vom Jordan entfernt, also wohl auch ungefähr zehn Kilometer. Wenn Jericho etwa zwölf bis fünfzehn Kilometer entfernt ist, dann sind es bis Gilgal ebenfalls etwa zehn Kilometer, schätzungsweise.
Wo waren wir? Vers 17: Joshua gebot den Priestern: Steigt herauf. Vers 18: Es geschah, als die Priester die Lade des Bundes trugen und heraufgestiegen waren, da kehrte das Wasser zurück. Vers 19: Und das Volk stieg aus dem Jordan herauf am zehnten des ersten Monats, und sie lagerten in Gilgal an der Ostgrenze von Jericho.
Und jene zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Joshua in Gilgal auf. Und er sagte zu den Söhnen Israels: Wenn eure Kinder künftig ihre Väter fragen und sprechen: Was bedeuten diese Steine?, sollt ihr es euren Kindern kundtun und sprechen: Auf trockenem Boden ist Israel durch diesen Jordan gezogen. Denn Yahweh, euer Gott, hat die Wasser des Jordan vor euch her ausgetrocknet, bis ihr hinübergezogen wart, so wie Yahweh, euer Gott, mit dem Schilfmeer tat, dass er es vor uns austrocknete, bis wir hinübergezogen waren.
Hier merken wir, dass der inspirierte Schreiber auch die Parallele zu dem Auszug aus Ägypten zieht, von damals. So wie Yahweh, euer Gott, mit dem Schilfmeer tat, dass er es vor uns austrocknete, bis wir hinübergezogen waren.
Vers 24: Damit alle Völker der Erde die Hand Yahwehs erkennen, dass sie stark ist, damit ihr Yahweh, euren Gott, fürchtet alle Tage.
Also, diese Überquerung sollten wir uns noch ein wenig genauer ansehen, und auch darüber nachdenken, warum das genau so gemacht wurde: dass zuerst die Priester die Bundeslade hineintragen und dann das mit den Steinen. Zwölf Steine in der Mitte des Flusses sollen eine Erinnerung sein, obwohl man sie nicht mehr sieht. Joshua hatte zwölf Steine brav aufgerichtet in der Mitte des Flusses, und dann kam das Wasser, und man sah sie nicht mehr. Aber man wusste: Da waren zwölf Steine, das waren zwölf Gedenksteine.
Und dann die zwölf Steine am Westufer des Flusses, beziehungsweise in Gilgal, die sollten daran erinnern, wie Gott seinem Volk hier wunderbar hindurchgeholfen hat. Es sollte eine Erinnerung für das Volk Israel sein.
Von der historischen Rettung zur geistlichen Deutung
Ich möchte ein bisschen wieder zu dem zurückkommen, wo wir gestern waren, damit wir ein wenig den Überblick haben. Wir hatten ein grosses Hindernis, um ins Land zu kommen. Das Hindernis war dieser Jordan. Wie bringt man ein Heer über einen Fluss? Das ist wirklich schwierig, wenn es ein Millionenheer oder ein Millionenvolk ist.
Und das Nächste wird sein: Wie komme ich in eine verschlossene Stadt hinein? Und das Nächste wird sein: Wie kriege ich einen Feind aus der Stadt heraus? Und das Nächste ist: Wie bekämpfe ich eine Übermacht auf freiem Feld, wenn der Tag zu Ende geht? Und ich bräuchte noch Zeit. Es sind lauter solche Probleme, die da entstehen, und wir sehen, wie der Herr überall dabei ist.
Die Hindernisse also: Das Hindernis hier, der Jordan, ein Hindernis der Natur. Der Jordan ist so breit bei Flut, dass man kaum hinüber sieht ans andere Ufer. Brücken bauen ist unmöglich. Und das andere Hindernis wäre gewesen: Was ist, wenn drüben die Feinde warten? Jetzt haben wir gesehen, alle diese Hindernisse werden beseitigt. Die Kundschafter kommen zurück, keine Feinde sind da. Jetzt das nächste Hindernis: Ja, wie kommt man da drüber? Gott sagt: Ich mache das so, ich trockne den Fluss aus, und ihr könnt hinüber.
Wir wollen jetzt zu dem Punkt der Anwendung kommen. Wir denken daran, wenn ein Mensch vor der Frage steht: Wie komme ich in das Erbteil, in das göttliche Erbland? Wie komme ich in das ewige Land, das Gott eigentlich für den Menschen bereit hätte? Es gibt ein paar Hindernisse, riesengrosse Hindernisse. Ein grosses Hindernis ist die Gefahr des Todes. Jeder Mensch weiss, er muss sterben. Und viele denken sich: Ja, mit dem Sterben, dann ist es vorbei. Ich bräuchte ein Erbe, wo es kein Sterben mehr gibt. Ich bräuchte ein Land, ein Stück Land, wo man wohnen kann und wo man nicht mehr stirbt.
Und man lebt in einem Universum heute, wo man merkt: Es geht alles kaputt, es ist alles im Abbau. Ich habe vor kurzem in der Zeitung oder irgendwo gelesen, dass man jetzt nicht mehr von den Ressourcen lebt, die sich erneuern, sondern dass man die Ressourcen anzapft, die es auf dieser Welt gibt und die man eigentlich noch bräuchte, um weiterzuleben. Das heisst, es ist nicht mehr so, dass sich die Ressourcen erneuern und es bleibt immer gleich, sondern wir nehmen die Ressourcen, und die Ressourcen nehmen jetzt so drastisch ab, dass man rechnen muss: Irgendwann hat die Erde keine Ressourcen mehr, keine Rohstoffe, die man halt braucht.
Wir leben in einem sterbenden Universum, und das Leben selber, unser eigenes Leben, rinnt uns davon. Und diese Geschichte kann man so gut evangelistisch verwenden und den Menschen zeigen: Schau, was machen wir mit unserem Dasein, was machen wir mit unserer Existenz? Gibt es denn eine Zukunft für unsere Existenz?
Und Petrus spricht, ich habe es gestern gelesen, Petrus spricht von einer Wiedergeburt, dass Gott die Gläubigen hier wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten und zu einem Erbteil, das unvergänglich ist und das also nicht ausbrennt oder ausrinnt, zu einem Erbteil, das unverwältlich ist, das schön ist, zu einem reinen, schönen, unvergänglichen, ewigen Erbteil durch die Auferstehung Jesu Christi. Das heisst, Petrus sagt: Der ganze Todesprozess, der heute existiert, könnte aufgehalten werden durch etwas, was Gott getan hat, nämlich durch die Auferstehung Jesu Christi. Also unser Todesprozess könnte aufgehalten werden durch etwas, was der Herr Jesus für uns tat.
Gott möchte nicht, dass einfach alles einem Ende entgegengeht und dann ist alles aus und alles fertig und wir sind alle verloren. Nein, eines Tages wird die Schöpfung befreit werden zu einer herrlichen Freiheit. In Römer heisst es: zur Freiheit der Kinder Gottes, Kinder Gottes, die ein ewiges Leben haben, Kinder Gottes, die aus der Auferstehung leben. Der Herr Jesus selber sprach einmal von der grossen Wiedergeburt: Eines Tages, in der Wiedergeburt, dann wird der Menschensohn herrschen und auf seinem Thron sitzen. Eine Geburt aus dem Tode heraus.
Und wie geschieht das? Nun, das Entscheidende ist, dass hier jemand in den Tod gegangen ist für uns und dann aus den Toten wieder auferstanden ist. Das zweite Problem ist also nicht nur der physische Tod, sondern der geistliche Tod. Das erste war die potenzielle Gefahr, die ganze Erde geht kaputt, alles geht kaputt, alles geht Richtung Tod. Und das zweite ist: Wir sind geistlich tot, da sind wir bereits tot, in Sünden und in Übertretungen. Epheser 2,1-3 ist davon geschrieben. Der Mensch ist geistlich tot, und wie kann der Mensch von dem geistlichen Tode herauskommen? Und er sagte: Genau durch das Gleiche, durch die Auferstehung Jesu Christi. Da ist jemand in den Tod gegangen und ist aus dem Toten wieder heraufgestiegen. Das Ganze war ein Wunder.
Der tiefe Weg des Herrn und die Identifikation mit seinem Volk
Und hier in Josua stehen die Menschen vor dem großen Erbland. Wie kommt man in das Land hinein? Da muss ein großes Wunder geschehen. Der Fluss wird jetzt trocken, und jetzt steigt der Herr der ganzen Erde ins Flussbett hinab.
Dort tief unter dem Meeresspiegel, 390 Meter unter dem Meeresspiegel, befinden wir uns an der sehr, sehr tiefsten Stelle, vielleicht an der tiefsten Stelle überhaupt, wo Menschen hinuntersteigen können. Dort im Jordantal, das ist weit unter dem Meeresspiegel. Und dort steigt jetzt der Herr der ganzen Erde, so heißt er, Vers 4. Der Herr der ganzen Erde steigt jetzt ins Flussbett hinab.
Da habe ich gestern ein Lied zitiert, oder ich wollte es zitieren, und dann habe ich es nicht gefunden. Das Lied geht so: Tiefer noch muss die Liebe gehen, sie hat sich an unseren Platz gestellt, er hing am Kreuz in Schmach und Wehen, starb für eine verlorene Welt.
Das ganze Lied beginnt mit: Tief neigt der Himmel sich zu Armen, Immanuel wollte sich uns nahen, Gott wurde Mensch, o welch Erbarmen, du sein Volk, bete staunend an! Wer kann dies Lieben je erfassen? Hier unter Sündern zieht er ein, er, den das Weltall nicht kann fassen, will vollkommener Diener sein.
Tiefer noch muss die Liebe gehen, hat sich an unseren Platz gestellt, er hing am Kreuz in Schmach und Wehen, starb für eine verlorene Welt.
Der Herr Jesus Christus ging in den Tod, ganz tief hinab. Der Herr der ganzen Erde steigt hinab. Das Wunder von Golgatha. Und dann steigt er wieder heraus aus den Toten, steigt wieder heraus, um uns mitzunehmen in ein anderes Land, in ein Erbland, wo wir mit ihm sein können.
Man merkt: Diese Geschichte ist nicht nur einfach so ein schönes Wunder. Da sind sie durch den Fluss gegangen, wunderbar hat Gott das gemacht, und die Völker haben gestaunt. Nein, da steckt mehr dahinter. Da ist auch eine Botschaft, die zeigt: Gott Israels identifiziert sich mit seinem Volk. Er kommt in der Lade des Bundes, er kommt ganz mit, er kommt an diese tiefe Stelle dort hinein. Und dann nimmt er sein Volk mit und sagt so: Und jetzt zieht er vorüber da unten. Mitten an der untersten, tiefsten Stelle, da zieht er jetzt alle vorüber. Und wenn er alle durch sei, dann komme ich da wieder mit rauf.
Es ist, wie wenn er sich identifiziert, und er holt das Volk mit sich durch, bringt das Volk mit sich durch den Tod, durch diese Tiefe des Tales. Das Volk geht hinter der Bundeslade her, aber mit Abstand. Tausend Meter Abstand hinter der Bundeslade. Alle sollen sehen, welch großes Wunder. Alle sehen den großen Abstand.
Der Herr Jesus ging den Weg ganz alleine, mit großem Abstand. Und in diesem Punkt können wir ihm nicht folgen, wo er gesühnt hat für unsere Sünden. Aber wir sollen mitgehen, sagt er jetzt. Wir sollen jetzt mitgehen. Aber bitte mit Abstand, mit großem Respekt sollen wir daran denken, was er für uns getan hat. Und jetzt sagt er: Jetzt nehme ich euch mit. Ich bin für euch gestorben, aber mehr noch: Weil ich stellvertretend für euch gestorben bin, dann gilt das so viel, als dass ihr auch gestorben seid. Kommt mit!
Aber er hat gesühnt. Das ist ein großer Abstand zwischen ihm und uns. Wir sind einfach identifiziert, wir werden jetzt identifiziert mit ihm. Und das ist, was Römer 6 uns auch erklärt: Christus ist für uns gestorben, und wir sind mit ihm gestorben. Auch Galater 2: Wir sind mit ihm gekreuzigt worden, heißt es dort. Römer 6, Galater 2, Vers 19, Römer 6, Verse 6 bis 11.
Der Herrscher von Himmel und Erde, hier der Herrscher der ganzen Erde, der Herr der Erde, der Herr über die Natur, der geht hier hinein, und die Natur beugt sich. Die Natur bleibt still. Das Wasser bleibt still. Hier geht der Herr, der Herr geht da durch, und die Natur bleibt stehen. Der Fluss bleibt stehen vor Ehrfurcht, weil der Herr da jetzt durchgeht, der Herr der ganzen Erde.
Und der Jordan lässt ihn passieren, den Herrn, bis er fertig ist, bis er durch ist. Und wenn er fertig ist, dann kommt der Fluss wieder weiter. Warum ging der Herr diesen ungemütlichen Weg durch den Jordan? Warum ging er nicht direkt? Der Herr der ganzen Erde hat auch kein Problem, darüber zu springen. Warum geht der Herr den ungemütlichen Weg durch die Jordanebene, durch den Jordanfluss? Das hätte er nicht nötig gehabt.
Warum ist der Herr Jesus diesen Weg gegangen? Weil er nicht einfach nur hingegangen ist, um für sich das Land in Besitz zu nehmen. Wenn der Herr Jesus für sich den Himmel in Besitz nehmen wollte, dann braucht er nicht diesen ungemütlichen Weg gehen. Daher wollte Jesus uns mitnehmen, und um uns mitzunehmen, da muss er diesen Weg in die Tiefe gehen.
Also, er kam nicht einfach deshalb, um für sich selber das Land in Besitz zu nehmen, das ihm ohnehin gehörte. Nein, er kam, um uns ins Erbe hinein zu bringen, und zuerst durch den Jordan hindurch. Und dann in das verheißene Erbe hinein. Da muss er als Vorläufer hindurch, der Herr der ganzen Erde, damit jetzt wir nachfolgen.
In Hebräer 6 lesen wir, dass der Herr als Vorläufer hineingegangen ist für uns in das Heiligtum, in dieses Erbteil. Da heißt es in Vers 19, Hebräer 6,19: Die Hoffnung, welche wir als einen Anker der Seele haben, einen sicheren und festen Anker, der in das Innere, hinter dem Vorhang hineingeht, wo als Vorläufer für uns Jesus hineinging. Jesus ging als Vorläufer für uns dort hinein. Jesus, nach der Ordnung Melchisedeks, ein Hoherpriester in Ewigkeit geworden.
Hier nur der eine Punkt: Er ging als Vorläufer für uns dort hinein. Er ging als Vorläufer für uns in das ewige Land, in das verheißene Land der Ewigkeit, ging er hinein, um uns dorthin zu bringen. Weil wir Sünder sind, musste er sühnen. Musste er so tief herabsteigen, musste er so tief hinuntergehen.
Wir denken an Psalm 22: „In den Staub des Todes legst du mich“, Psalm 22, ich weiß nicht welcher Vers, Psalm 22, „In den Staub des Todes legst du mich“, Vers 16, so tief. Die Psalmen sprechen auch von dieser Tiefe. Die Fluten gingen über mich, sagt er im Psalm, ich denke, es heißt Psalm 69, ich habe es jetzt nicht vor mir. Deine Fluten gingen über mich.
Er hätte nicht müssen. Er hätte einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen können und gesagt: Komm, lass mir die alte Welt, lass mir diese Menschen, tu mir sie weg, vernicht mir, ich mache jetzt einen neuen Himmel und eine neue Erde, und dann schaue ich mir, dann lebe ich halt mit den Engeln. Das hätte er alles nicht tun müssen, was er gemacht hat. Dann wären wir alle verloren gegangen. Aber um diese Barriere des Todes zu brechen, ging er hinein, ging er für uns hinein.
Und wir, wir stehen da, staunen und halten Abstand, einen Kilometer Abstand, und beten an, was er für uns getan hat.
Gott machte Josua groß, heißt es Kapitel 3, Vers 7: In diesen Tagen werde ich Josua groß machen. Und Kapitel 4, Vers 14 oder Vers ... wo war das? In dieser Zeit hat er Josua groß gemacht, oder? Und wie viel größer wird uns der himmlische Josua, Jesus, der Jeschua, wenn wir auf Golgatha schauen. Auf Golgatha, da machte Gott Jesus Christus groß. Und er hat ihnen einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesus sich alle Knie beugen müssen, Philipper 2,11-12. Alle Zunge bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist. Da machte Gott seinen Josua groß, seinen Jesus groß.
Und was bringt uns dahin, dass wir ihm gehorchen, dass wir ihn fürchten, dass wir ihm nachfolgen? Dieses Wunder, dass er für mich in die Tiefe ging.
Hier ist der Psalm: Psalm 69, Vers 16: Lass die Fluten der Wasser mich nicht fortschwemmen, lass die Tiefe mich nicht verschlingen, lass die Grube ihren Mund nicht über mir verschließen. Psalm 69 ist ein messianischer Psalm. Der Hohn hat mein Herz gebrochen. Und mit Essig haben sie mich getränkt und so weiter. Lass die Flut der Wasser mich nicht fortschwemmen. Die Fluten gingen ihm bis an die Kehle.
Dann hat Gott ihn auferweckt. Er ist auferstanden zur Herrlichkeit, und uns hat er mitgenommen. Er ist auferstanden, damit wir auch Leben bekommen durch den Glauben an ihn.
Gedenksteine als Schutz vor Vergessen und Selbstgenügsamkeit
Kapitel vier, Vers sechs: Gedenksteine. In der Mitte des Jordans hat Josua einen Haufen gemacht. Dann hat er diese Steine aus der Mitte des Jordans herausgeholt, Vers 6, damit dieses ein Zeichen unter euch sei. Wenn eure Kinder künftig fragen und sprechen: Was bedeuten euch diese Steine?
Ein Zeichen, wenn Israel dann im Erbland sein wird und wenn der Herr sie segnen wird. Dann werden sie reich werden, dann wird die Frucht groß sein, und jeder wird unter seinem Feigenbaum sitzen, und jeder wird unter seinem Weinstock sitzen. Sie werden die Trauben genießen und Rosinenkuchen essen. Die Milch wird fließen, und Honig werden sie haben. Es wird wunderbar sein, und sie freuen sich über die Segnungen des Landes.
Aber wenn man dann so voller Segnungen des Landes ist, dann könnte man leicht vergesslich werden. Dann wird man dicker und dicker, weil die Kühe, die Schafe und die Ziegen und alles da ist, und es gibt viel zu essen. Der Herr segnet. Wunderbar, wenn der Herr segnet, herrlich. Aber dann muss man aufpassen, dass man Gott nicht vergisst.
Hier sind Gedenksteine. Wie ist es bei uns? Ja, wir werden auch gesegnet. Wir leben mit dem Herrn, wir sehen, wie der Herr uns segnet. Wir haben feine Familien. Unsere Kinder bekommen Ausbildung, können studieren, bekommen einen guten Job, verdienen sehr gut, und es ist alles der Segen des Herrn. Wir bekommen einen guten Beruf, es ist alles der Segen des Herrn. Wir sind dankbar für den Beruf, für die Arbeit, und jetzt haben wir Freizeit. Wunderbar. Jetzt haben wir auch Geld, können uns ein bisschen was leisten. Jetzt können wir in Urlaub fahren, und dieses und jenes und dieses und alles. Alles der Segen des Herrn, oder?
Und dabei kann man irgendwie vergesslich werden. Das kann gleichzeitig eine Gefahr werden, der Segen des Herrn. Was könnte Gott tun, damit das nicht passiert, damit wir Gott vergessen? Er sagt: Richte diese Gedenksteine auf, damit die Israeliten immer wieder daran denken, was Gott getan hat, wie er sie durch den Jordan geführt hat.
Papa, wozu sind diese Steine? Das hat Gott etwas Gewaltiges getan. Gott hat uns da mitgenommen. Er selber ist in die Tiefe des Jordan hineingegangen und hat uns mitgenommen. Wir sind da durchgegangen. Alle Völker haben es gesehen und haben vor uns gezittert. Gott ist großartig. Und man betet Gott an. Ein Zeichen: Gott kam vom Himmel herunter, um uns zu erlösen. Der Herr des Himmels wurde der Herr der Erde und hat uns ins Erbteil gebracht.
Das ist für uns jetzt wichtig. Was wird uns davon abhalten, dass wir nicht egoistisch werden und materialistisch, und uns zu sehr an diese Dinge hier, an die irdischen Segnungen, hängen? Da gibt es eine beständige Erinnerung: Gedenksteine, Gedenksteine, die man immer wieder, immer wieder aufsucht und die uns erinnern an das, was der Herr für uns getan hat.
Sie sind nicht umsonst. Der Herr Jesus hat gesagt: Tut dies zu meiner Erinnerung. Tut dies zu meiner Erinnerung. Nehmt den Kelch, stellt ihn da hin. Die Jünger, das war ein ganz besonderer Abend dort, der Abend, bevor er ans Kreuz ging. Er hat den Kelch hingestellt. In Lukas sieht man das so schön: Er nahm den Kelch, mischte den Kelch, und dann heißt es, der Kelch steht. Und dann heißt es, er nahm Brot. Aber der Kelch steht immer noch, wurde nicht verteilt. Der Kelch ist gemischt worden und stand dann da. Und dann nimmt er Brot, bricht es und sagt: Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird. Tut das zur Erinnerung an mich. Und dann nimmt er den Kelch und sagt: Dieser Kelch ist der Bund, der neue Bund in meinem Blut. Tut das, so oft ihr daraus trinkt, zur Erinnerung an mich.
Immer wieder sollen wir das tun, damit uns das abhält davon, dass wir nicht zu stark uns über die Segnungen freuen und uns in den Segnungen laben, die er uns alle gibt, sondern dass wir immer daran denken, wie viel es ihn gekostet hat, dass wir erlöst sein können und dass es uns so gut gehen darf durch die Gnade des Herrn.
Immer wieder soll Israel erinnert werden, die Gemeinde Gottes, das Volk Gottes im Land: Wie kam ich in dieses herrliche Erbteil hinein? Oft gibt es Dinge, die uns abhalten von der stillen Zeit, Segnungen, die uns abhalten von der stillen Zeit. Eines Tages wird uns der Herr eine Galaxie geben. Du bekommst die Milchstraße so und so, und er bekommt eine andere Milchstraße zum Verwalten in seiner neuen Schöpfung. Was wird uns dann daran erinnern, an den Herrn?
Wir können dann sagen: Wir haben auch so viel zu tun, wenn wir so viele Milchstraßen verwalten müssen. So viel zu tun für den Herrn. Es wird immer das Lamm im Zentrum des Thrones stehen, das frisch geschlachtete Lamm in der Mitte des Thrones wird sie weiden, wird sie führen. Das Lamm wird jeden Schritt von den Gläubigen führen in der Ewigkeit, in den Aufgaben, die wir dann haben werden.
Erinnerung, Auferweckung und die Ausrichtung auf das Kommende
Was sagt Paulus? Epheser 2,11 – was sagt er? Da spricht er auch von den Segnungen. Der Epheserbrief ist ja der Brief der Segnungen. Was sagt er dort? Der Herr hat uns gesegnet mit jedem geistlichen Segen, das sagt er in Epheser 1,3. Und dann sagt er in Kapitel 2, dass Gott uns gerettet hat. Er hat uns herausgeführt, als wir tot waren, in Epheser 2,1: Wir waren tot in Übertretungen.
Was hat Gott gemacht? Er hat uns mitgenommen, er hat uns geführt, hat uns mit Christus lebendig gemacht, in Vers 6. Er hat uns erweckt, zusammen mit ihm, hat uns mitsitzen lassen in der Himmelswelt. Jetzt sind wir im Erbteil, jetzt sind wir zu Hause im neuen, ewigen Land, das wir bekommen haben. Nicht aus Werken, aus Gnade ist es, aus Gnade. Denkt immer daran: Es ist aus Gnade, in Epheser 2,8.
Und Vers 11: Was sagt er? Darum denkt daran. Denkt daran, was ihr früher wart und was der Herr getan hat, dass ihr einst von den Heidenvölkern wart, Unbeschnittene, dass ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ohne Bürgerschaft, außerhalb von Israel, Fremde, den Bündnissen. Kein Bündnis mit Gott, keine Hoffnung, ohne Gott. Denkt daran, was wahr war, und denkt daran, was Christus getan hat.
Vers 13: Nun aber, in Christus Jesus, seid ihr nahe geworden durch das Blut des Christus. Denkt daran, sagt der Apostel Paulus. Es ist gut, wenn wir uns immer wieder einmal zurücksetzen und zurücklehnen und einmal zurückdenken. Vielleicht sagen einige von euch ja: Ich war ja nie in der Welt, ich bin fromm aufgewachsen, und es waren immer christliche Leute um mich herum. Aber doch: Man ist nicht automatisch gerettet. Auch als Mennonit war man einmal unter den Heiden, und auch als Katholik oder sonst irgendetwas. Denkt daran, was der Herr getan hat.
Praktische Konsequenzen aus diesen historischen Tatsachen kommen heraus aus dem Jordan, sagt er, in Josua 4,15. Josua 4,15: Der Herr sagte zu Josua, gebiete den Priestern, sie sollen heraussteigen. Und das ganze Volk, in Vers 19, das ganze Volk stieg heraus aus dem Jordan, am zehnten Tag des ersten Monats. Man hat sich sogar das Datum gemerkt.
Kommt heraus, und was ist jetzt zu tun? Bitte schön, jetzt richtet eure Gedanken auf das Land, jetzt richtet eure Gedanken auf das, was kommt. Also einerseits ist es gut, zurückzudenken, woher wir kommen. Andererseits sollen sie jetzt, wenn sie herauskommen, ihre Augen richten auf das Land, in das sie jetzt hineingehen werden.
Kapitel 5 wird es uns dann zeigen: Sie sollen das Manna hören auf, das Passah soll sie schlachten, die Beschneidung findet statt, und jetzt sollen sie sich an dieses neue Land gewöhnen. Neutestamentlich gesprochen: Kolosser 3,1 bis 4. Kolosser 3,1: Wenn ihr also zusammen mit Christus auferweckt wurdet, sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist.
Denn ihr seid gestorben, Jordan, ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen worden zusammen mit Christus in Gott. Und wenn Christus, unser Leben, geoffenbart werden wird, eines Tages, wenn Christus, unser Leben, geoffenbart werden wird, dann werdet auch ihr zusammen mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit. Sinnt auf das, was droben ist.
Jetzt bin ich verbunden mit einem Christus droben. Und mit diesen Gedanken gehen wir dann hin, ins Land, gegen Jericho, gegen Ai und nach Ebal. Das Gesetz wird jetzt aufgerichtet, aber dazu dann am Nachmittag heute, ab vier Uhr.
Sind noch Gedanken oder noch ein paar Minuten? Sind noch Gedanken oder Fragen? Kolosser 3,1 bis 4. Richte deine Gedanken auf Christus, auf die Dinge, die droben sind. Kolosser 3,1 bis 4.
Dann würden wir uns noch ein bisschen Zeit nehmen für das Gebet, vielleicht jetzt.

