Die Problematik der guten und schlechten Taten in Weltreligionen
In fast allen Weltreligionen geht es darum, mehr gute als böse Taten zu vollbringen. Das bedeutet, dass du am Ende deines Lebens einen Überhang von mindestens 51 guten Taten gegenüber schlechten Taten haben musst.
Das Problem dabei ist, dass du nie genau wissen kannst, wie eine einzelne Tat gewertet oder gewichtet wird. Deshalb müssen Menschen, die diesen Religionen anhängen, bis zu ihrem Tod in völliger Ungewissheit und Sorge leben. Sie fragen sich zum Beispiel, ob sie einer älteren Person noch öfter die Tür hätten aufhalten sollen oder ob sie einen Euro mehr hätten spenden müssen.
Das mag kurios klingen, ist es aber nicht. Es führt tatsächlich dazu, dass Menschen auf der Welt in regelrechte Verzweiflung stürzen und teilweise sogar Suizide begehen.
Dieser Rahmen mit dem 51-Überhang trifft auf alle großen Weltanschauungen zu – mit Ausnahme des Buddhismus und des Christentums. Das sind die beiden Ausnahmen unter den Weltreligionen.
Die zentrale Botschaft des Christentums: Freispruch für Schuldige
Ich spreche nun über das Christentum. Im Kern geht es im Christentum darum, wie schuldige Individuen, die es wirklich von Herzen wollen, vor dem Jüngsten Gericht freigesprochen werden können. Dieser Freispruch wird denjenigen angeboten, die ihn aus eigenem Willen annehmen. Es handelt sich dabei um ein freiwilliges Geschenk von Gott.
Ich möchte das noch einmal betonen: Im Christentum geht es um schuldige Individuen, die eine freiwillige Entscheidung treffen.
Es gibt also zwei Gruppen von Menschen, die das Christentum nicht hauptsächlich anspricht. Die erste Gruppe...
Gruppen, die das Christentum nicht vorrangig anspricht
Gruppe eins: Die Unschuldigen
Wenn du unschuldig bist, bedeutet das nicht, mehr gute als schlechte Taten getan zu haben. Es bedeutet vielmehr, wirklich unschuldig zu sein. Das heißt, keine schlechten Taten begangen zu haben, sodass keine Schuld an dir haftet. Es gibt kein Leid, keine Ungerechtigkeit und keine Unheiligkeit, die du in die Welt gebracht hast.
Das ist die wahre Bedeutung von Unschuld.
Wenn du also wirklich unschuldig bist – zum Beispiel ein neugeborenes Kind, ein ungeborenes Kind oder jemand mit schwerer geistiger Behinderung, der nicht Herr seiner Taten ist – dann brauchst du logischerweise keinen Freispruch beim Jüngsten Gericht. Denn du hast beim Jüngsten Gericht nichts zu befürchten.
Gruppe zwei: Die Schuldigen ohne Freispruchswunsch
Gruppe zwei umfasst Menschen, die das biblische Christentum nicht hauptsächlich anspricht. Es handelt sich dabei um Personen, die schuldig sind, aber keinen Freispruch wünschen.
Das bedeutet: Du weißt, dass du ein ewiges Wesen bist, möchtest aber die Ewigkeit nicht mit Gott verbringen. Auch diese Haltung gibt es.
In diesem Fall wirst du dich für deine Schuld verantworten müssen. Gott wird dich jedoch nicht gegen deinen Willen zwingen, die Ewigkeit mit ihm zu verbringen.
Persönliches Zeugnis und Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit
Auf mich trifft das beispielsweise nicht zu. Ich weiß um das Leid, ich weiß um die Ungerechtigkeit und ich weiß um die Unheiligkeit, die ich in die Welt gebracht habe. Ich weiß, dass ich es verdiene, die Ewigkeit in äußerster Finsternis zu verbringen. Ich weiß, dass ich die Höllenstrafe verdiene, und ich weiß auch, wofür ich das verdiene.
Aber ich will diese Konsequenz nicht. Ich habe Angst vor den gerechten Konsequenzen meiner eigenen Taten, die ich selbst gewählt habe. Ich habe Angst vor der Hölle, und das sollte ich auch. Ich will nicht, dass mir Gerechtigkeit widerfährt.
Ich liege vor Gott mit meinem Gebet und vertraue nicht auf meine Gerechtigkeit – das ist ja hoffnungslos, wenn du schuldig bist – sondern ich vertraue auf Gottes Barmherzigkeit. Und diese Barmherzigkeit hat einen Namen: Jesus.
Ich bin gottfroh, dass Jesus einen Ausweg geschaffen hat, sodass ich nicht bekommen muss, was ich verdiene.
Der Unterschied des christlichen Heilsverständnisses
Wie genau dieser Ausweg funktioniert und wie du ihn ebenfalls erhalten kannst, habe ich dir hier unter diesem Video verlinkt.
Jedenfalls ist das ein riesengroßer Unterschied. Der Himmel ist keine Bonuszahlung dafür, dass du im Leben gute Taten vollbracht hast. Er ist auch keine Belohnung dafür, Christ zu sein. Die Hölle ist keine Strafe dafür, nicht in der Kirche zu sein oder ähnlicher Unsinn.
Lass uns hier ganz klar sein.
