Serie•Teil 4 / 7Maleachi
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Es gibt Texte in der Bibel, die für einen persönlich, ich sage mal, von größerer Bedeutung sind als andere. Das liegt daran, dass man im Lauf seines Lebens an bestimmte Texte vorbeikommt und dann sagt: Wenn es diese Texte nicht gegeben hätte oder wenn Gott durch diesen Text nicht in bestimmten Situationen zu mir gesprochen hätte, wäre mein Leben ganz anders verlaufen.
Und mit ganz anders verlaufen ist es ja immer ganz und ganz. Manchmal würde man sagen: Dann wäre ich vielleicht nicht von A nach B gezogen. Wenn es den Text heute nicht in der Bibel geben würde, wäre ich nicht hier vorne. Ich wäre weder Prediger, noch würde ich hier in der Gemeinde sein, noch sonst irgendetwas. Ich würde geistlich im Moment keine Rolle mehr spielen. Und von daher liegt mir dieser Text, obwohl er ein bisschen fremd daherkommt, sehr am Herzen.
Wir befinden uns im Buch Maleachi, Kapitel 2, die Verse 10 bis 16, die wir heute miteinander betrachten wollen. Jetzt hatten wir einen kleinen Bruch. Wir haben vor ein paar Wochen Maleachi gemacht, dann fehlte etwas, und jetzt bin ich wieder hier. Deswegen kann ich nicht voraussetzen, dass jeder von euch sagt: Ach, Maleachi, klar, verstehe ich. Das wird wahrscheinlich nicht der Fall sein.
Kurze Einführung: Maleachi, kleiner Prophet im Alten Testament, letztes Buch der Bibel, etwa 430 vor Christus geschrieben. Maleachi ist so aufgebaut, dass es im Zentrum ein Thema gibt. Und dieses eine Thema im Zentrum, dieses wichtigste Thema, das war gewollt. Das war jetzt nur, damit ihr wieder da seid. Dieses eine Thema betrachten wir heute. Und es ist ein Thema, wo man erst einmal sagt: Warum muss man das so ins Zentrum eines biblischen Buches stellen?
Die Überschrift zu Maleachi 2,10-16 heißt: Sei treu. Ganz simpel: Sei treu.
Wir wissen alle, was Untreue ist. Untreue ist, wenn man in einer Beziehung fremdgeht. Wir leben in zwei Beziehungen, jeder von uns. Es ist einmal die Beziehung zu Gott und dann die Beziehung zu den Menschen um uns herum, vor allem da, wo wir verheiratet sind, zu unseren Ehepartnern, zu unseren engsten Freunden, da, wo ganz tiefe Beziehungen sind. Diese beiden Seiten von Beziehung, nach oben und zur Seite, werden von diesem Text behandelt.
Zur Zeit von Maleachi haben wir folgendes Problem: Das Volk möchte mit Gott leben, irgendwie schon. Sie wollen nicht ohne Gott sein, aber in diesem Leben mit Gott, da gibt es so ein paar ganz substanzielle Probleme. Ich bin oft daran erinnert, wenn wir Eheseminare machen. Also wir haben früher eins gemacht, und dann trifft man auf Ehepaare, wo man schon von außen sieht: Es ist gut, dass sie da sind. Und wo man blöderweise auch am ersten Abend schon sieht: Es wird nichts bringen. Also eigentlich ist es genau richtig.
Aber da gibt es so eine grundsätzliche Unwilligkeit, an dem Zustand etwas zu ändern, wo man dann als Referent manchmal fragt: Wo kommt diese Lust auf Unglück im Leben der Leute eigentlich her? Und diese Lust auf Unglück findet sich oft im Leben von Menschen, nicht nur untereinander. Dass man an Beziehungen, wo man eigentlich nur ein bisschen investieren müsste, und das ist oft gar nicht so viel, wo man ein bisschen etwas richtiger machen könnte, und schon würde es richtig viel weitergehen. Das findet sich leider auch oft im Blick auf Gott. Man möchte schon nicht ohne Gott, aber so richtig, so Vollgas und sagen: Dann mache ich es gleich richtig, das findet sich nicht.
Und das ist hier im Fall von Maleachi auch der Fall. Gott schickt seinen Propheten, weil sein eigenes Volk Murks lebt mit ihm, in der Beziehung zu ihm nicht treu ist. Und wir schauen mal, wo diese Untreue anfängt.
Da heißt es in Maleachi 2,10: Haben wir nicht alle einen Vater? Jetzt könnte man sich die Frage stellen: Wer ist da gemeint? Vater, vielleicht denkt der eine an Abraham, den Stammvater der Juden. Der nächste Satzteil macht es schon klar: Hat nicht ein Gott uns geschaffen? Ah, okay, wir haben alle denselben Gott, der hinter uns steht. Jetzt in diesem Fall einen Gott, der mit diesem Volk Israel am Berg Sinai einen Bund geschlossen hat.
Und jetzt kommt die Frage: Wenn wir denselben Gott haben, der uns gemacht und zusammengestellt, der uns berufen hat, warum handeln wir treulos aneinander? Also wenn das so ist, warum ist unser Miteinander von Treulosigkeit geprägt? Und es wird noch mal genauer gesagt: treulos aneinander, um den Bund unserer Väter zu entweihen.
Wenn ihr euch erinnert, was am Berg Sinai passiert ist, dann kommt Gott von oben und er stellt den Leuten seine Gebote hin und sagt: Wollt ihr danach leben? Und das Volk sagt: Ja, das wollen wir, das wollen wir leben, das ist unser Ding. Und Gott sagt: Okay, wenn ihr danach leben wollt, dann schließen wir jetzt einen Bund. Also im Zentrum des Bundes mit Gott steht ein Leben der Gerechtigkeit, ein Leben, das so funktioniert, wie Gott sich das vorstellt. Und wenn man davon abweicht, dann entweiht man den Bund der Väter.
Und das Interessante ist, dass Maleachi hier formuliert: Wenn wir in unserem Leben mit Gott eine Schieflage reinkriegen, dann wird das immer auch auf unser Leben untereinander eine Auswirkung haben. Nochmal: Warum handeln wir treulos aneinander, um den Bund unserer Väter zu entweihen? Eigentlich ist die Beziehung nach oben nicht mehr in Ordnung. Aber praktisch wird das immer dadurch sichtbar, dass unser Miteinander nicht stimmt.
Und ich habe leider die Sorge, dass wir als Evangelikale, also als Leute, die sehr dicht an der Bibel dran sind und die auch anderen Leuten sagen: Du musst dich bekehren, oft nur diese Schiene Gott-Mensch sehen. Hauptsache Gott-Mensch ist alles in Ordnung, diese Ebene, die muss stimmen. Die Bibel ist aber gar nicht so ausgerichtet, dass immer alles in Ordnung ist, wenn Gott-Mensch stimmt, sondern die Bibel behauptet: Wenn es in der Ebene zu Gott stimmt, dann stimmt es auch in der Ebene untereinander. Und wenn die Ebene zu Gott nicht stimmt, dann wirst du das ganz praktisch im Leben erleben, dann wird es auch untereinander nicht laufen können.
Also die Idee: Ich bin irgendwie mit Gott im Reinen, aber ich komme blöderweise mit den Geschwistern nicht aus, ist falsch. Dein Leben ist immer eine Einheit. Und deswegen redet dieser Text hier über Treue zuerst einmal von unserer Treue gegenüber Gott, um dann sofort rüberzugehen und zu sagen: Wenn du da untreu bist, dann wird sich das praktisch in deinem Leben zeigen.
Und deswegen kannst du auch sagen: Wenn jemand in seinem Leben untreu ist, wenn er mit den Geschwistern nicht auskommt, wenn er mit seiner Frau nicht klarkommt, dann kannst du direkt die Frage stellen: Wo ist die Beziehung zu Gott nicht in Ordnung? Die beiden Dinge gehören immer zusammen, und wer sie trennen will, wird auf die Nase fallen. Es wird nicht funktionieren. Du hast ein Leben, du bist ein Mensch, es ist immer derselbe, der in diesen Beziehungen drinsteckt.
Schauen wir uns das mal an, wo das Problem liegt. Ich finde es ganz schön, dass Maleachi sich in dieser Sache nicht ausnimmt. Er sagt: Warum handeln wir treulos? Er hätte sich ja hinstellen können und sagen: Warum handelt ihr treulos? Aber er nimmt sich damit ein. Es liegt daran, dass wenn eine bestimmte Menge von Sünde in einer Gemeinschaft geduldet wird, irgendwann jeder schuldig ist. Auch der, der gar nicht erst Verursacher ist. Irgendwann haben wir alle Dreck am Stecken, wenn eine Gemeinde untergeht oder es in der Gemeinde nicht läuft. Deswegen kann er das so formulieren.
Vers 11: Was ist das Problem? Und jetzt werdet ihr sagen: Boah, ist das Problem weit weg. Es gibt so Probleme, da muss man echt sagen, die habe ich noch nie falsch gemacht. Das heißt aber nicht, dass hinter diesen Problemen nicht Prinzipien stehen, die wir sehr schnell falsch machen können.
Das Problem heißt Mischehen. Ich heirate als jüdischer Mann eine Kanaaniterin. Da wirst du sagen: Nee, das wird mir nicht passieren. Ja, stimmt. Juda hat treulos gehandelt, und ein Gräuel ist in Israel und in Jerusalem verübt worden, denn Juda hat das Heiligtum des Herrn entweiht. Schlimmer Vorwurf: Denn Juda hat das Heiligtum des Herrn entweiht, das er liebt, und hat die Tochter eines ausländischen Gottes geheiratet.
Muss man sich so vorstellen: Man geht so ein bisschen durch die Straßen und sieht da halt ein hübsches Mädchen und denkt sich: Ach, die wäre doch irgendwie ganz nett. Spricht die mal so an, stellt fest, es gibt so ein bisschen Verständigungsschwierigkeiten, ist nicht so eine Jüdin, sondern ist halt so ein bisschen Amoriterin, Moabiterin, was halt so rumläuft. Und dann denkt man sich: Na ja, aber ist aber trotzdem ganz schön hübschig. Klar, das ist vielleicht jetzt nicht so das Richtige. Und irgendwie hat Gott auch ausdrücklich verboten, dass man solche Frauen heiratet. Aber na ja, wenn sie halt so hübsch ist, was soll man da machen? Wo die Liebe halt hinfällt. Was willst du da noch sagen? Und dann heiratet man die.
Und das Problem dabei ist natürlich: Wenn du so eine Ruth heiratest, die ist ja auch eine Moabiterin, so eine richtige, also eine Frau, die dann auch zum Glauben kommt, noch eine, danke, also wenn man eine Ruth heiratet, die gläubig wird, die ihren Glauben so lebt, dass auch der typische Israelit sagt: Bombenfrau, dann ist das nicht das Problem. Aber wenn du eine x-beliebige Kanaaniterin heiratest, die ihren Glauben mitbringt, und das ist das Problem hier, so dass dann irgendwann die eigenen Kinder nicht mehr jüdisch sprechen, dann ist das die erste Stufe hin zum Götzendienst, weil die bringt eben das mit, was sie kennt. Und dann fängst du plötzlich so ein bisschen an, Dinge zu machen, die du vorher nie gemacht hättest.
Und es gibt ein ganz trauriges Beispiel in der Bibel von jemandem, dem das passiert ist: Salomo. Salomo am Anfang, der Mann, der den Tempel hinstellt. Boah, Gebetserhörungen bis zum Abwinken. Und dann heißt es da so: Im Alter heiratet er ein bisschen zu viele Frauen, ausländische Frauen, und sie wenden sein Herz von Gott weg. Und dann fängt er an, Götzendienst zu praktizieren. Könnt ihr euch das vorstellen? Salomo, alt, vielleicht schon ein bisschen gebeugt, grauhaarig, der Mann, wo man sagt: Unser König, Inbegriff von Weisheit und Gottesfurcht, schlurft mit irgendeinem blöden Opfer zu so einem Baumstamm hin und betet den Baumstamm an, die Aschera. Oder schlimmer noch: geht zu so einer Molochstatue, wo man eigentlich Kinder in die Arme legt, die Statue wird vorher erhitzt, und dann verbrennen die da ein Verschmirgeln. Könnt ihr euch Salomo vorstellen?
Und damit das nicht passiert, weil Gott weiß, es gibt so eine eingebaute Tendenz bei den, was soll man sagen, bei den Israeliten, ich würde sagen bei uns auch, eine Tendenz, dass man in der Treue mit Gott immer wieder ein Ja finden muss, immer wieder sagen muss: Den Weg will ich gehen. Und weil es diese Tendenz zum Götzendienst gibt und weil das erste Gebot auch heißt: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir, deswegen hat Gott seinem Volk den Auftrag gegeben, keine Kanaaniter zu heiraten und eher fremde Altäre niederzureißen, Gedenksteine zu zerbrechen, Ascherrim, das sind diese Holzpflöcke, umzuhauen, Götterbilder mit Feuer verbrennen. Das war der Auftrag.
Das Volk durfte nicht den Göttern nachlaufen, die ringsum angebetet wurden. Und deswegen waren Mischehen verboten, weil sie eine Vorstufe waren zum Götzendienst. Und jetzt sagt ihr vielleicht: Okay, wo ist bitteschön die Übertragung? Ich sehe ja ein, dass damals alter Bund, konkretes Problem, wo bitteschön kann mir das passieren? Wo ist das Problem? Und dann, da macht es Klick.
Warum verbietet Gott die Mischehen? Weil er eigentlich dahinter diese Vermischung der Religionen nicht haben will, den Synkretismus, dieses Ich spiele mit anderen Religionen herum. Und dann machte es Klick bei mir, weil es gibt eine Geschichte im Neuen Testament, Apostelgeschichte 19. Da wächst die Gemeinde, und Leute kommen zum Glauben, die hatten so Berührungen mit Esoterik, mit Zauberei. Und die waren so ein bisschen tiefer drin. Und was machen die, als sie zum Glauben kommen? Apostelgeschichte 19,19, ihr könnt das nachlesen: Die nehmen ihre alten Zauberbücher, legen die auf den großen Haufen und fackeln sie ab.
Warum? Weil heute noch gilt, dass wir mit Zauberei, Schamanismus, Esoterik und all diesen Dingen, wenn wir damit rumspielen, dann steht Gott im Himmel und sagt: Schade.
Ich habe versucht, ein Bild zu formulieren. Stell dir vor, ein Mann oder zwei Pärchen heiraten oder funktioniert das, weiß ich nicht. Ich mache es lieber nicht. Ich mache es mal allgemein. Stell dir vor, am Tag nach der Hochzeit kommt die Frau ins Schlafzimmer und da sieht sie neben dem Bett, da auf der Seite, wo der Mann steht, sind die Bilder seiner Ex-Freundinnen. Schön nebeneinander. Was denkt sie? Wenn eine Frau das erlebt, du kommst rein und denkst dir: Boah, ich habe ihn geheiratet, und dann siehst du da aufgereiht die Bilder. Und dann fragst du: Sag mal, warum denn da noch die Bilder? Na ja, das gehört halt so zu meinem Leben dazu. Man muss halt sich dem stellen, wo man herkommt.
Ich bin sicher, jede normal gepolte Frau wird an dieser Stelle genau einen Reflex verspüren: nehmen und wegschmeißen. Und wenn du ihn nicht verspürst, hast du ein echtes Problem. Du hast ein Problem damit, dass du nicht weißt, was Eifersucht ist. Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Und wenn er durch meine Wohnung geht und dann sieht er da noch so ein altes Zauberbuch rumstehen, so mit Zaubersprüchen, das kann ja auch etwas Wertvolleres sein, Apostelgeschichte 19,19, das war unendlich viel Geld, was sie da abgefackelt haben, unendlich viel Geld. Damit hätte man viel Gutes machen können. Aber sie haben es nicht bei Ebay reingestellt, sondern sie haben es verbrannt.
Wenn Gott durch meine Wohnung geht, dann möchte ich nicht, dass er sagt: Oh, das ist von früher, dieses Zauberbuch, ja ja, so Sechstes Buch Mose oder was es da so gibt, so die Crowley-Sachen, da war ich auch mal dabei, das weißt du doch, es ist doch nicht schlimm, wenn das hier steht, oder? Manchmal schaue ich rein und dann schwelge ich noch so in früher, aber ich bin wirklich auf deiner Seite, aber ich würde es gern hier stehen lassen.
Ich verspreche dir: Wenn Gott nur halbwegs so tickt wie eine normale Ehefrau und Gott sagt: Ich bin ein eifersüchtiger Gott, dann will er, dass du in diesem Moment denselben Reflex verspürst, den jeder verspürt, der in so einer Situation wie die Frau vor ihm steht: Nimm das Ding und fackel es ab, schmeiß es einfach weg.
Wenn es in deinem Leben irgendetwas gibt, im Bereich Zauberei, Esoterik, Okkultismus, irgendeinen Trullifax, irgendwas, was du dir irgendwann mal gekauft hast, was du vielleicht aus dem Urlaub mitgebracht hast oder was weiß ich, ich gebe dir heute einen Tipp: Schenke Flo, der hat ein Feuerbecken, der kann das brauchen. Ja, ich meine das ganz ernst, weil Gott ist nicht ein theoretischer, ein intellektueller Gott. Gott ist nicht so eine philosophische Idee. Gott ist eine Person.
Meine Frau möchte nicht, dass in unserer Ehe irgendwas von anderen Frauen reinkommt. Das ist richtig so, völlig richtig. Und Gott möchte nicht, dass irgendein anderer Gott irgendwie irgendeine Art von Anbetung, fremder Anbetung, in unserem Leben passiert. Das kann etwas anderes sein. Vielleicht hast du so einen Tick, dass du ab und zu mal nach deinem Sparbuch schaust, weil da ein schöner großer Betrag drauf ist, und dich so ein bisschen abends in deinen Sessel setzt und sagst: Boah, ja, total schön. Vielleicht hast du so einen Versandkatalog-Tick, keine Ahnung, und sagst: Boah, da noch ein bisschen, weiß nicht, wo du stehst, was der Götze in deinem Leben ist.
Auf der Outdoor-Bibelschule hat jemand zugegeben, so ein Fußballfan zu sein, immer da hinzufahren und so. Ja, vielleicht ist das dann deine Sünde, keine Ahnung. Wenn du so einen Götzen hast, schmeiß ihn raus. Einfach ganz simpel, schmeiß ihn raus, denn du kannst nicht gotttreu sein und dann hast du noch so einen Mammon. Du hast so viel Gott wie nötig, man will ja schon im Himmel, und so viel Mammon wie möglich. Das funktioniert nie, nie.
Und deswegen, das ist die Lektion, die wir hier lesen: Wenn du sowas hast, ach, das können alte Tarotkarten sein, pendeln, keine Ahnung, was dir so einfällt, Feuerbecken. Es ist nicht schwer, das ist simple Theologie. Einfach nicht darüber nachzudenken. Wenn du sagst: Ja, aber das ist in Antik schon ein bisschen länger her, schmeiß es weg, schmeiß es sofort weg.
Ich muss an dieser Stelle auch an unsere Heilpraktiker denken, weil die sich manchmal in Grenzbereichen vorwagen. Da gibt es manches, was im Bereich der Zauberei und des Schamanismus abgeht, und ich weiß, wie schwer es für die ist, die so eine Ausbildung haben, da auch sauber zu bleiben und auch zu sagen: Hier ist jetzt meine Grenze. Ich denke, da muss man auch im Gespräch immer wieder überlegen, was wirklich die Grenze ist. Denn in dem Moment, wo wir durch das, was wir praktisch tun und haben, Gott untreu werden, dann kommt Vers 12: Dem Mann, der das tut, wird der Herr alles ausrotten, was lebt und antwortet. Also das ist nicht so, dass Gott sagt: Na ja, das kann halt mal passieren, so wie man mal blöd auf dem Bordstein fährt und vorne rechts irgendwie den Reifen schrottet. Ja, nee.
Dem Mann, der das tut, wird der Herr alles ausrotten, was lebt und antwortet, aus den Zelten Jakobs, selbst wenn er dem Herrn der Heerscharen eine Opfergabe darbringt. Da, wo Okkultismus, Zauberei, wo wir die Vorstufe nur zum Götzendienst schaffen, schon die Vorstufe reicht, dass Gott sagt: Ich bin voll dagegen, weil Gott ein eifersüchtiger Gott ist.
Deswegen ist die Frage: Wo steht denn das geschrieben, dass ich das nicht haben darf? Völlig irrelevant. Ja, wo steht geschrieben, dass ein vernünftiger Ehemann nicht die Bilder seiner Ex-Freundin aufstellt? Nirgends. Er macht es einfach, weil er nicht völlig bescheuert ist. Ja, also Männer sind nicht immer so das Klügste in Beziehungen, aber an dieser Stelle ist völlig klar: Wenn du das tust, weißt du, da brauchst du nicht mal einen guten Freund, da brauchst du einen Hammer als Ratgeber. Und das reicht völlig, um zu verstehen, dass das falsch ist.
Und hier auch: Wenn du an dieser Stelle mit so Sachen rumspielst, wo du merkst, da kommt ein fremder Geist, da kommt so ein Irrgeist in dein Leben rein, schmeiß es raus, schmeiß es sofort raus. Du willst eines nicht: Gott gegen dich haben. Ich verspreche dir das, wir brauchen alle miteinander jeden Futzel Segen, den wir irgendwo abgreifen können von Gott. Wirklich jeden. Ich bete jeden Tag: Vater im Himmel, bitte halte das Böse von meiner Familie fern. Warum bete ich das? Weil das Vaterunser heißt, dass wir das nicht haben wollen: Erlöse uns von dem Bösen. Das heißt: Schmeiß es einfach raus.
Die haben das nicht gemacht. Zur Zeit von Maleachi: Riesenproblem. Es gab zwar unter Esra Reformen, auch unter Nehemia, aber zur Zeit von Maleachi bis hinauf in die Familie des Hohepriesters gibt es diese schusseligen Mischehen, obwohl Gott gesagt hat, er möchte das nicht, er möchte das kein Stück.
Ich sagte euch: Wenn es im Umgang mit Gott, wenn wir da in so eine Treulosigkeit reinkommen, wenn wir da so fremden Göttern Raum geben, ob das Geld ist oder ob das wirklich geistliche Mächte sind oder was auch immer unser Herz da gefangen nimmt, es wird immer auch Auswirkung haben auf unser Miteinander, weil wir können nicht im Blick auf Gott schräg sein und im Blick aufeinander gerade stehen. Es geht einfach nicht.
Und hier wird es ganz deutlich: Maleachi 2,13 und zweitens tut ihr dies, ihr bedeckt mit Tränen den Altar des Herrn, mit Weinen und Stöhnen. Die kommen zu Gott und flehen, denn irgendwie merken sie: Gott war gegen sie, Gott hatte seinen Segen zurückgezogen. Sie stellen sich die Frage: Warum segnet Gott uns denn nicht? Und zweitens tut ihr dies, ihr bedeckt mit Tränen den Altar des Herrn, mit Weinen und Stöhnen, weil er sich eurer Opfergabe nicht mehr zuwendet und sie nicht mehr mit Wohlgefallen aus eurer Hand nimmt.
Wir wissen nicht genau, was passiert ist. Der Text, der später kommt, legt Ernteausfälle nahe und solche Sachen, also ein bisschen Mangel, einfach Mangel an Segen. Und sie kommen zu Gott, und sie weinen, sie stöhnen, sie bringen Opfer. Und immer, wenn man Opfer bringt, dann ist es so, dass man das tut, um Gottes Wohlgefallen zu erregen, das ist normal. Ich bete nicht, damit Gott danach ärgerlich auf mich ist. Ich bete, weil ich glaube, dass Gott das mag. Ich singe Gott Lieder, weil ich denke, in der Bibel steht, wir sollen Gott Lieder singen, neue Lieder, also frische Lieder. Das mache ich, weil es da steht und weil ich weiß, es gefällt Gott und weil ich einfach einer bin, so platt das klingt, der egoistisch genug ist, den Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, auf meine Seite zu ziehen.
Also ein Opfer ist dazu da, dass Gott mich mag. Mein Leben ist dazu da, ein Opfer zu sein, weil ich weiß, wenn ich so lebe, dann lebe ich auf der Seite Gottes. Und ich möchte Gott nicht gegen mich haben. Hier sind Leute, die bringen Opfer, aber da passiert nichts. Jetzt kann man sagen: Der Herr muss ein bisschen ausharren, stimmt. Aber immer dann, wenn unser Leben schräg verläuft, müssen wir uns die Frage stellen: Ist jetzt ausharren angesagt? Das kann sein, gibt es. Oder ist vielleicht nicht ausharren angesagt, sondern Buße? Gibt es da in unserem Leben Treulosigkeiten?
Und ich mag den Maleachi, weil die Leute natürlich dann wieder sagen: Weswegen? Anscheinend hatte er da schon öfter so mit den Leuten besprochen, und er weiß immer, wenn er das anspricht, sagen die Leute: Warum soll das uns treffen? Und Maleachi ist dann so einer, der holt den Knüppel raus. Das ist wirklich von null auf bam!
Deswegen, weil der Herr Zeuge gewesen ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast, wo sie doch deine Gefährtin und die Frau deines Bundes ist. Also eben noch bei Mischehen, ja, so ein bisschen, ja, kann man vielleicht auch anders sehen. Und jetzt, Freund, du hast ein ganz anderes Problem noch. Das zweite Problem heißt: Du lässt dich scheiden. Scheiden von der Frau deiner Jugend. Falsche Scheidepraxis, die Frau, die du geheiratet hast, als du jung warst.
Und natürlich ist das so eine Sache. Ich kann mir das so gut vorstellen: Da heiratet so ein Israelit seine Frau und dann so nach zehn, zwanzig Jahren und sechs Kinder später oder sechzehn, keine Ahnung, läuft man so ein bisschen und denkt sich: Oh ja, das Mädel da drüben ist eigentlich hübscher. Vielleicht sollte ich doch noch mal überlegen, ob ich nicht meine Frau abstosse und eine andere heirate. Und das überlegt man so, und irgendwann macht man es. Lässt sich aus nichtigen Gründen scheiden und denkt sich: Ach, das wird schon nicht so schlimm sein. Und jetzt kommt Maleachi und sagt: Damit hast du völlig in die Tonne gegriffen.
Es ist nicht nur die Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast, es ist deine Gefährtin. Es ist die Frau deines Bundes. Hier wird die Ehe als ein Bund beschrieben, der vor Gott geschlossen wird zwischen einem Mann und einer Frau und in der Hochzeitsnacht besiegelt wird, wenn Blut fließt. Und Gott sagt: Dieser Bund gilt. Und wenn du einfach so dich davon machst, wenn du deine Gefährtin verlässt, an der Stelle bin ich einhundert Prozent gegen dich.
Im Hebräerbrief wird es einmal heißen: Den Unzüchtigen und Ehebrechern wird Gott richten. Da ist Gott einfach, da ist er nicht mehr so, ich will ja sagen, er ist ja nicht mehr so nett. Warum ist er so, so, so, warum ist er dann nicht mehr so, oder warum, warum ist an dieser Stelle, und ich will jetzt keine Last auf die legen, wo das schon passiert ist mit der Scheidung, darum geht es mir nicht. Es geht mir darum zu sagen: Was ist Gottes Ideal? Wir müssen manchmal mit Situationen leben, die sind wie sie sind, und da muss man das Beste daraus machen. Und trotzdem, wenn man einfach mal von oben auf das Ideal zoomt, das, was wir der nächsten Generation weitergeben, unseren Kindern, dann ist es einfach so, dass Gott mit Ehe eine bestimmte Idee hat. Die kommt in Vers 15.
Und er hat sie gemeint: Ist Mann und Frau. Und hat er sie, Mann und Frau, nicht zu einem gemacht? Also ist es Gottes Idee nicht, dass Mann und Frau ein Fleisch sind, irgendwie das aus zwei eins wird, zu einem Fleisch, in dem Geist ist. Also sie sind ein Fleisch, und Geist bedeutet hier so viel wie Verstand oder Weisheit. Mann und Frau bilden eine Einheit, die zusammen denkt, zusammen ein Ziel hat.
Dann sagt der Text: Wenn Wasser strebt, das eine, was wollen die beiden, was? Wenn du eine geistliche Ehe hast und du zoomst in diese Ehe rein, was wäre das Ziel, was im innersten Zentrum dieser, ja, so der Gedanke, der alle christlichen Ehen eigentlich miteinander verbinden sollte? Und was erstrebt das eine? Göttliche Nachkommenschaft, wörtlich Nachkommenschaft Gottes. Und damit ist nicht gemeint, wir wollen ein Kind, sondern damit ist gemeint: Wir wollen, wenn wir Kinder haben, dass sie zu Gott finden, dass sie in eine Beziehung zu Gott kommen. Das ist die Idee hinter dieser etwas merkwürdigen Formulierung.
Im Zentrum einer christlichen Ehe, da wo die beiden ein gemeinsames Ziel haben, das innigste gemeinsame Ziel, was sie haben, ist es, dass ihre Kinder ihren Glauben teilen und finden. Ich glaube, ich könnte damit leben, wenn eine Ehe geteilter Meinung darüber ist, was man für ein Auto fahren soll, was man für Musik hört, ob man zur Miete wohnt oder ein eigenes Haus hat, wie man den Garten gestaltet. Da können wir alle unterschiedlicher Meinung sein, aber wir können nie unterschiedlicher Meinung sein in der Frage: Möchtest du, dass unsere Kinder zum Glauben finden? Nö, ich schon. Na ja, schauen wir mal, was rauskommt. Das wird nie so sein.
Sondern im Zentrum dieses gemeinsamen Nachdenkens, ich hatte heute Morgen wieder Gespräche über Kindererziehung, worum geht es? Kindern den Glauben der Eltern lieb zu machen. Also nicht nur biologische Nachfahren zu schaffen, sondern eine Nachkommenschaft zu haben, die in einem qualitativen Sinn göttlich ist, die etwas von Gott mitbekommt, die meinen Glauben teilt. So hütet euch bei eurem Leben.
Warum ist es so gefährlich, sich von der Frau seiner Jugend scheiden zu lassen? Weil Gott sagt, dann bleibt etwas, das eigentliche Ziel von Ehe bleibt auf der Strecke, wenn Männer sich leichtfertig scheiden lassen, weil Kinder dann nicht mehr erleben, was es heißt, in einer intakten Familie groß zu werden, nicht mehr erleben, was es heißt, den Glauben der Eltern zu sehen. Und ich weiß nicht, wie viele Kinder sich vielleicht nichts mehr gewünscht hätten in ihrem Leben, als dass ihre Eltern diesen Vers für sich persönlich ausgelebt hätten.
Kinder haben von der Bibel her ein Recht darauf, dass ihre Eltern zusammenbleiben. Sie haben ein Recht darauf, eine intakte Familie zu erleben, wo der Mann nicht treulos an der Frau handelt und umgekehrt genauso, wo sie auf attraktive Weise den Glauben der Eltern vorgelebt bekommen und auf diese Weise selber zum Glauben finden. Ich weiß nicht, ob das klar ist: Ehe ist dazu da, wesentlich dazu da, dass die nächste Generation den Glauben mitbekommt. Trotz Kinderkirche, Jungscharstunden, Sommerlager, es ist eigentlich so dieser Inkubator, wo Glaube ausgebrütet wird. Und wenn ich mich leichtfertig scheiden lasse, dann funktioniert das nicht.
Und deswegen heißt es, und das ist der Vers, der mich in einer Situation, wo ich meine eigene Ehe nicht mehr ertragen konnte und wo ich dachte, ich gebe auf, an einem See, wo ich morgens stand und dachte: Vater, ich schaffe es nicht mehr, wo mich dieser Vers gepackt hat. Wenn du einen Grund wissen willst, warum es gut ist, Bibelferse auswendig zu lernen, damit der Heilige Geist dir im entscheidenden Moment so um die Ohren schlagen kann, dass dir die Ohren nachklingen. Und das hat er gemacht. Er stand an diesem See, und ich habe Gott mein Leid geklagt, sagte: Ich kann nicht mehr, ich gebe auf, ich weiß nicht mehr, wie ich das hinkriegen soll. Wir sind sehr unterschiedlich, wer das hat so seine Tücken.
Und dann kam so aus dem Off, ich hatte es, wenn ich es bildhaft beschreiben müsste, wäre es so, wie wenn hinter mir jemand mit so einer Holzplanke steht, ja, und dann kommt dieser Vers aus dem Off und Gott haut ihn mir um die Ohren: Denn ich hasse Scheidung, spricht der Herr. Also ich wusste, wenn ich jetzt weitergehe an dem Punkt, wenn ich diesen Gedanken weiterdenke, wenn ich die nächsten Schritte einleite, habe ich Gott nicht mehr auf meiner Seite, denn ich hasse Scheidung, spricht der Herr, der Gott Israels, ebenso wie wenn man sein Gewand mit Unrecht bedeckt, spricht der Herr der Heerscharen. So hütet euch bei eurem Leben und handelt nicht treulos.
Es ist möglich, Scheidung ist möglich, auch in der Bibel. Es gibt ausgewählte Scheidungsgründe, hat zum Beispiel zu tun mit Unzucht, wenn einer fremdgeht, dann ist einfach mal, das gibt es. Aber wenn die Pharisäer kommen und Jesus fragen, ob man aus jeder beliebigen Ursache willen seine Frau entlassen kann, dann sagt Jesus: Wie war es am Anfang? Ein Mann, eine Frau, ein Leben lang. Das ist Gottes Ideal. Und dann sagt er den Satz: Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Und deswegen, wenn jemand seine Frau wegschickt, wenn jemand sich scheiden lässt und das ist nicht einer dieser legitimen Gründe, da muss man einfach sagen, dann ist das vor Gott falsch. Ich hasse Scheidung. Gott kennt keinen Lebensabschnittsgefährten. Gott kennt Ehe. Und Gott wünscht sich liebende Ehepaare.
Da, wo wir jetzt in Ehe stehen, möchte Gott, dass wir alles investieren, alles tun, damit das funktioniert. Und wenn es kriselt, und das wird es manchmal in Beziehungen, selbst wenn du denkst, wird uns nie passieren. Ich verspreche dir, es wird Momente geben, wo es kitzelig wird, mal mehr, mal weniger, wo man mal so miteinander ist und mal mehr so nebeneinander her und manchmal auch ein bisschen weiter weg. Dieser Vers betont, wie wichtig es ist, dass beide Ehepartner alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um eine Scheidung zu verhindern. Am besten so früh wie möglich.
Wenn du merkst, es ist so ein bisschen Sand im Getriebe. Meine Frau hat vor kurzem das gemerkt, und ihre Reaktion fand ich fantastisch, absolut biblisch, hoheliedmäßig, so nach dem Motto: Irgendwie läuft es gerade nicht rund. Und dann hat sie uns hier so eine Ferienwohnung, anderthalb Stunden auf dem Land. Lustig, ganz lustig, wenn ihr die Adresse haben wollt, sehr interessante Erfahrung, sehr preiswerte interessante Erfahrung. Und wir sind nach dem Gottesdienst da hingefahren, waren einfach zwei Tage weg und hatten einfach mal wieder Zeit auszuschlafen, zu frühstücken. Wir hatten zwei gute Flaschen Rotwein dabei, wo du einfach merkst: Natürlich, das überlebst du alles, du überlebst mal so ein bisschen Sand im Getriebe. Aber du überlebst es nicht ewig.
Und deswegen ist es wichtig, irgendwann den Schnitt zu setzen und zu sagen: Stopp. Ich lasse es einfach nicht zu, dass hier etwas anfängt und auskrisselt, krisseliger, noch krisseliger, und dann werden die Sandkörner irgendwann zu Monstersteinen und erschlagen dich und deine Ehe. Mach das nicht. Mach einfach das, was nötig ist, damit deine Ehe funktioniert, und halte daran fest. Und wenn du sagst, du schaffst es alleine nicht, es ist keine Sünde, wenn Christen sich kompetente Hilfe suchen, die sie beraten. Es ist andersherum, es ist unweise, es nicht zu tun, weil in der Bibel steht schon von Anfang an im Hohelied, dass da, wo kleine Füchse auftreten, sagen Salomo und Sulamit: Helft uns! Und da, wo es Knatschen der Ehe gibt, sagt Sulamit: Hilf mir! Ich weiß nicht weiter. So, da wird immer Hilfe von außen gesucht, sucht sie euch!
Was ist mir wichtig für heute? Ich werde euch ganz kurz noch mal die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Mir ist wichtig, dass wir, genau wie beim Volk Israel, verstehen: Gott ist unser Vater und er verdient unsere Treue. Da, wo wir Sünde zulassen in der Gemeinde, werden wir irgendwann alle sündig sein. Dann ganz wichtiger Punkt: Jedes Herumspielen mit Okkultismus, Esoterik, fremden Religionen, lass es sein, schmeiß die Sachen einfach weg, die du da vielleicht noch zu Hause hast.
Dann dieser Punkt: Die Leute heulen. Ja, irgendwie ist da Buße im Spiel, aber sie ist nicht echt. Also Tränen sind noch kein Beweis für Buße. Wenn du schon heilst, dann schau erst noch mal, ob du über das Richtige heilst. Manchmal heult man darüber, dass Dinge nicht klappen, statt darüber, dass man Sünder ist. Schau noch mal nach, ob da irgendwas sein könnte in deinem Leben, wenn es nicht gelingt.
Dann: Gott möchte, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun, um eine glückliche Ehe zu führen. Scheidung ist nur in absoluten Ausnahmefällen eine Option. Wir haben als Ehepartner das Recht auf bedingungslose Treue. Das sage ich noch mal den Männern. Ich meine, das ist jetzt kein Geheimnis, dass wir Männer manchmal Probleme mit unseren Gedanken haben, oder? Okay, ich sage das einfach mal so. Wir sind so ein bisschen die Augenwesen, ja, und ich weiß, was es für ein nerviger Job ist, Mann zu sein und durch Berlin zu fahren und du siehst an jeder Werbung irgendwie hübsche Frauen. Heute bin ich wieder an einer Werbung für Holzparken vorbeigefahren und ich dachte mir: Wo ist das Holzparkett auf der ... Entschuldigung, da war eine wunderhübsche Frau und es stand Holzparkett. Na gut, okay. Und das ist so fies.
Das heißt, wir sind permanent hier oben dabei zu denken, und ich weiß, dass man irgendwann keinen Bock mehr hat, irgendwie dagegen zu kämpfen. Irgendwann lässt es mal laufen, weil du einfach sagst: Komm, falsch. Wenn du das kennst, ich möchte dich ermutigen, in der nächsten Woche wieder zu sagen: Nein. Und wenn das kommt, zu sagen: Ich will das nicht denken. Die Bibel weiß: Flieht die Unzucht. Und aufhören damit zu denken, wirklich rausschmeißen, fokussieren auf die eigene Frau.
Wir haben das Recht auf gegenseitige Treue, Kinder haben das Recht auf Eltern, die ihnen den Glauben lieb machen, und dieser eine Punkt noch: Wenn wir leben, dann leben wir immer eine Einheit. Das ist wie beim Kreuz, wir werden immer beide Balken brauchen, damit ein Kreuz entsteht. Und wenn unser Balken von oben nach unten, wenn der gerade ist, dann wird auch der Querbalken gerade sein. Und wenn wir merken, dass der Querbalken nicht so richtig stimmt, dass ich mit Leuten nicht so richtig klarkomme, dann verspreche ich dir auch von oben nach unten, irgendwas nicht stimmt. Wir sind eine Einheit. Und lasst uns das einfach nicht vergessen.
Und was ich uns als Gemeinde wünsche, das ist klar, oder? Ich wünsche mir immer noch das, was ich schon am Ende vom Hohelied gesagt habe: Ich wünsche mir leidenschaftliche Ehen. Lieber solche, wo man mal wegschauen muss, weil sich die Hand vielleicht dann doch auf den Popo verirrt oder so, wo man dann sagt: Lieber so, als dass man sagt: Ach, die beiden sind miteinander verheiratet, habe ich noch nie gesehen, dass die irgendwie zusammenstehen oder so. Besser so herum. Leidenschaftliche Ehen, die auch darum kämpfen, leidenschaftlich zu bleiben, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit bewusst sind, die treu sind, wo man einfach weiß: Die sind füreinander, die gehen durch Höhen und Tiefen, die wollen das unbedingt.
Und ich wünsche mir, dass im Blick auf Gott genau das Gleiche gilt, dass wir im Umgang miteinander lernen, was es heißt, treu zu sein. Und ich wünsche mir, dass wir eine Gemeinde sind, wo Gott einfach reinschauen kann, durch jede unserer Wohnungen gehen kann und sagen kann: Super! Alle Aschera sind geschrottet, alle Zauberbücher verbrannt, hier fühle ich mich wohl, hier kann ich meinen Segen ausgießen. Amen.
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