Serie•Teil 187 / 366Solid Joys
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Die Spannung zwischen erlebtem Unrecht und dem Wunsch nach Gerechtigkeit
- Juli
Überlass Gott deine Rache.
Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes. Denn es steht geschrieben: Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr. Römer 12,19.
Warum ist diese Verheißung so wichtig? Warum hilft sie uns, unseren Hang zu Bitterkeit und Rache zu überwinden?
Es liegt daran, dass diese Verheißung darauf eingeht, was hinter unserem Zorn steht und was ihn am meisten motiviert. Und diese Motivation ist nicht völlig falsch. In vielen Fällen hat man uns wirklich Unrecht getan. Darum ist es nicht völlig falsch, dass wir Gerechtigkeit wollen.
Wo wir allerdings falsch liegen, ist, wenn wir selbst für Gerechtigkeit sorgen wollen und wenn sich Bitterkeit einschleicht, bis wir sie endlich bekommen. Das ist ein tödlicher Fehler.
Eine persönliche Begegnung mit der Härte des Nicht-Vergeben-Wollens
Während meines Theologiestudiums waren meine Frau Noelle und ich in einer Kleingruppe für Paare. Wir haben uns in dieser Gruppe zunehmend über ziemlich persönliche Fragen ausgetauscht.
An einem Abend ging es um Vergebung und Zorn. Eine der jungen Frauen sagte, dass sie ihrer Mutter nicht vergeben kann und auch nicht vergeben will, was sie ihr in ihrer Kindheit angetan hat. Wir haben darauf gemeinsam einige biblische Gebote und Warnungen angeschaut, was es heißt, wenn wir nicht vergeben.
Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleich wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. Epheser 4,32
Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. Matthäus 6,15
Sie ließ sich nicht umstimmen. Also habe ich sie gewarnt, dass sie dabei war, ihre Seele zu gefährden, wenn sie an dieser unnachgiebigen Bitterkeit festhielt. Doch sie blieb dabei: Sie konnte und wollte ihrer Mutter nicht vergeben.
Gottes Gericht als Befreiung von Rache und Bitterkeit
Römer 12 verheißt uns hier die Gnade von Gottes Gericht. Sein Gericht kann uns helfen, diesen tödlichen Geist der Rache und der Bitterkeit zu überwinden.
Paulus argumentiert so: Wir können gewiss sein, dass Gott sich um jedes Unrecht kümmern wird. Wir können es Gott überlassen, für Gerechtigkeit zu sorgen, denn die Rache gehört ihm und nicht uns.
„Gott will uns dazu bewegen, unseren Wunsch nach Vergeltung abzugeben. Darum verspricht er uns: Ich will vergelten, spricht der Herr. Gott wird unsere offenen Rechnungen begleichen, er wird für Gerechtigkeit sorgen. Diese Verheißung befreit uns vom Geist der Unversöhnlichkeit, der Bitterkeit und der Rache. Gott wird gerechter, barmherziger und gründlicher handeln, als wir es je könnten. Er lässt keine Sünde ungestraft, er lässt niemandem etwas durchgehen. Entweder bestraft Gott die Sünde am Kreuz, wo Christus für alle gestorben ist, die umkehren und ihm vertrauen, oder er bestraft die Sünde in der Hölle, wenn Menschen nicht zu Christus umkehren und ihm vertrauen. Darum können wir das Unrecht, das wir erfahren, abgeben und Gott den Raum geben, damit er sein vollkommenes Werk tut.“

