Einführung in die Thematik der geistlichen Erneuerung
Kann man als Christ geboren werden? Reicht es, wenn man Kirchensteuer zahlt, im Chor singt und seine Kinder konfirmiert? Oder könnte es sein, dass wir in manchen Punkten total auf dem Irrweg sind und eine geistliche Bluttransfusion brauchen?
Hat Jesus dazu etwas zu sagen? Um Nachfolge zu verstehen, mach dich Hashtag Bibelfit.
Ich bin Markus Voss, und hier machen wir drei Dinge: Wir versuchen, tiefer in die Bibel einzusteigen. Wir überlegen, wie du und ich Jesus im modernen Alltag nachfolgen können. Und wir beantworten taffe Fragen, die die Gesellschaft uns Christen stellt.
Zu alldem gibt es Dutzende kostenfreie Tools. Es gibt Hörbücher, Onlinekurse, Tageschallenges und praktische Alltagsgegenstände, die du dir auf der Website gratis mitnehmen kannst.
Zur Transparenz: Finanziert wird all das hier durch kleine monatliche Spenden von Menschen wie dir und mir aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das ist sehr hilfreich, weil dieses Projekt langsam Fahrt aufnimmt.
Überblick über die Videoreihe zu den sieben Sendschreiben der Offenbarung
Und damit willkommen zur neuen Videoreihe über die sieben Sendschreiben der Offenbarung. In sieben Videos schauen wir uns die sieben Sendschreiben der Offenbarung an – jeden Freitagnachmittag eines.
Dabei erkläre ich jedes Sendschreiben möglichst bibeltreu am Urtext. Außerdem zeige ich, was du und ich daraus lernen können und wie wir es praktisch für unser Glaubensleben als Christen umsetzen können.
Hintergrund zur Offenbarung und den Sendschreiben
Zum Hintergrund
Das finale und letzte Buch der Bibel ist die sogenannte Offenbarung. Diese besteht aus zwei großen Teilen: Kapitel 1 bis 3 enthalten die Einleitung, die Charakterisierung und die Sendschreiben. Kapitel 4 bis 22 umfassen Prophezeiungen, die viel Bibelkenntnis voraussetzen. In diesen Kapiteln geht es um die Zukunft, die letzten Jahre der menschlichen Zivilisation, ein kommendes Friedensreich sowie das Jüngste Gericht mit der Hölle und der Ewigkeit.
Die Sendschreiben sind sieben kurze, prägnante Briefe, die der auferstandene Jesus diktiert hat. Sie sollten an christliche Gemeinden in der heutigen Türkei geschickt werden, von den beiden Metropolen Ephesus und Pergam bis hin zu den Nebenstädten. Fast jedes dieser Sendschreiben enthält Lob für die jeweilige Gemeinde, Kritik und eine Aufgabe, die Jesus ihnen gibt.
Historisch spricht einiges dafür, dass diese Sendschreiben tatsächlich als Briefe an die Leiter der sieben Gemeinden übergeben und dort öffentlich verlesen wurden. Noch spannender ist jedoch, dass diese sieben Sendschreiben schnell und weit außerhalb der ursprünglichen sieben Gemeinden verteilt, regelmäßig gelesen und weiterverbreitet wurden. Das bedeutet, dass es zusammen mit dem allgemeinen, tiefgründigen Charakter der Offenbarung nahelegt, dass es unter der Oberfläche um weit mehr geht als nur um Arbeitszeugnisse für türkische Frühkirchen.
Im Laufe der Jahrhunderte gab es zahlreiche wertvolle und gute Auslegungen dieser Sendschreiben. Auch wenn Details unterschiedlich interpretiert werden, sind sich viele kundige Exegeten darin einig, dass hier sieben verschiedene Gemeindementalitäten beschrieben werden. Vereinfacht gesagt handelt es sich um sieben Arten von Menschen, die sich selbst als Christen bezeichnen.
Das heißt, Jesus hält uns damit mit unseren gegenwärtigen Stärken, Schwächen und den Bereichen, an denen wir arbeiten sollten, einen immens wertvollen Spiegel vor. Dieser Spiegel soll wachrütteln. Insgesamt nimmt die Offenbarung kein Blatt vor den Mund.
Deshalb sollten wir uns beim Lesen und Hören dieser sieben Sendschreiben ganz selbstkritisch fragen: Was findet Jesus an deinem Glaubensleben gut? Wo aber ist deine Beziehung zu Gott angreifbar? Und worauf kannst du in den nächsten Wochen besonders den Fokus legen? Die Frage, die sich stellt, lautet also: Was für ein Sendschreibentyp bist du?
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Historischer Hintergrund und Kontext des Sendschreibens an Sardes
Und damit sind wir beim heutigen Sendschreiben an die Christen in Sardes.
Ein kurzer historischer Hintergrund, um das für dich anschaulicher zu machen: Sardes liegt an einem gut geschützten Berghang. Dort kann man am Samstag theoretisch schon sehen, wer einen am Montag besuchen wird. Sardes war sehr früh die Hauptstadt des lydischen Königreichs. Das bedeutet, es war immer militärisch bedeutsam, verfügte über große Truppenstärken und hat sich dieser Stärke auch gerühmt.
Später wurde in dieser Region hauptsächlich Textilproduktion betrieben. Es gab große Flächen an einem Hang mit vielen Schafen, sodass es sich anbot, Teppiche und Gewänder herzustellen. Diese werden sogar später in der Bibel erwähnt. Auch Geld spielte in Sardes eine große Rolle. Bekannt wurde Sardes unter anderem als der Ort, an dem König Kroisos die Währung erfunden hat. Das macht den Ort aus menschheitsgeschichtlicher Sicht besonders bedeutend.
Erst in den jugendlichen Jahren Jesu wurde die Stadt Sardes durch ein großes Erdbeben zerstört. Du musst wissen, dass die Region der sieben Sendschreiben in der heutigen Türkei früher von vielen Erdbeben betroffen war. Darauf werden wir später im Sendschreiben von Laodizea noch ausführlich zurückkommen.
Diese Stadt Sardes wurde nach der Zerstörung durch ein enormes finanzielles Rettungspaket von Kaiser Tiberius wieder aufgebaut.
Eine letzte Sache noch: Sardes soll auch die Heimat des berühmten Autors Äsop sein, der die bekannten Fabeln geschrieben hat.
Lob und Kritik an der Gemeinde in Sardes
Jesus’ Anerkennung für Engagement und Ruf
Jesus lobt die Christen in Sardes zunächst dafür, dass er ihre Werke und Taten kennt. Das bedeutet, dass die Christen in Sardes engagiert sind und etwas tun. Grundsätzlich lässt sich aus der allgemeinen Struktur der Sendschreiben ableiten, dass dies etwas Gutes ist.
Er sagt weiter: „Du hast den Namen, dass du lebst.“ Dieser Ausdruck bezieht sich auf das Leben, und dazu gibt es ein zweites Lob, auf das gleich eingegangen wird. Der Name bedeutet, dass sie einen guten Ruf oder eine Reputation haben. Es ist bekannt, dass es Christen in der Stadt Sardes gibt.
Diese Bekanntheit ist etwas, das man weiß, und die Christen werden auch durch diesen Ruf identifiziert. Das heißt, es besteht eine gewisse Reputation.
Kritik an der geistlichen Lebendigkeit und Vollendung der Werke
Was wird an den Christen in Sardis kritisiert? Ehrlich gesagt, es ist ein bisschen wie bei der Gemeinde in Pergamon, nur noch schlimmer. Grundsätzlich lautet das Urteil nach dem Motto: „Außen hui, innen pfui.“
Konkret wird den Christen in Sardis vorgeworfen: „Du bist tot. Du hast den Namen, dass du lebendig bist, aber du bist tot.“ Es geht noch weiter: „Ich habe deine Werke, deine Taten als nicht vollendet vor Gott gefunden.“ Diese Formulierung klingt etwas ungewöhnlich, darauf werden wir gleich noch eingehen.
Am Ende des Sendschreibens heißt es zudem etwas, das darauf hindeutet, dass es sich um Christen handelt, die Prophezeiungen und Prophetie nicht ernst nehmen. Dies wird ihnen negativ ausgelegt und kritisch angerechnet. Dazu später mehr.
Praktische Hilfsmittel und die Bedeutung einer lebendigen Beziehung zu Jesus
Bevor wir zu dem kommen, was Jesus diesen Christen mit großem Nachdruck rät, ist es hilfreich, den Überblick zu behalten und tiefer einzusteigen. Dafür kannst du dir sehr gern diese schöne Übersicht über die sieben Sendschreiben der Offenbarung kostenlos mitnehmen.
Dort findest du eine kurze, einfache Erklärung der Offenbarung sowie eine Übersicht über alle sieben Sendschreiben. Diese Übersicht eignet sich gut für den Hauskreis, Jugendstunden, Katechismus, Konfirmanden- und Religionsunterricht. Dank der Unterstützung vieler Menschen, die hier mitspenden – vielen Dank dafür – konnte ich diese Übersicht erstellen und stelle sie jetzt öffentlich und vor allem kostenfrei zur Verfügung.
Also nutze die Gelegenheit und lade sie dir über den Link unter diesem Video herunter, solange es möglich ist.
Und das ist der Punkt: Die Christen in Sardis halten sich für Christen, aber die entscheidende Frage ist, ob sie eine echte, lebendige und persönliche Beziehung zu Jesus haben. Ohne diese Beziehung funktioniert es nicht.
Vielleicht hast du das schon auf Webseiten von christlichen Organisationen gesehen. Wenn sie jemanden einstellen wollen, sagen sie als Einstellungskriterium: „Wir wollen, dass der Kandidat, die Bewerberin eine persönliche Beziehung zu Jesus hat.“ Das ist etwas anderes.
Als ich damals landeskirchliche Theologie studierte, hieß die Zugangsvoraussetzung einfach nur, dass man irgendwann einmal getauft worden sein musste. Ich hatte mich als junger Mann taufen lassen. Ob ich eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus hatte, ob ich gläubig war oder nicht, oder ob ich vielleicht als Kind getauft worden war, ohne es zu wissen – danach hat niemand gefragt. Das ist ein Unterschied, weißt du?
Das will ich einfach aus meinem landeskirchlichen Hintergrund und der liberalen Theologie, von der ich selbst komme, ganz selbstkritisch sagen. Du kannst theoretisch in der Kirche geboren sein, getauft sein – vielleicht sogar als Kind, ohne es bewusst zu wissen. Du kannst irgendwo in irgendwelchen Akten als Christ geführt werden, Kirchensteuer zahlen und dich in sozialen Belangen engagieren. Aber deine Taten und dein Christsein können trotzdem nicht vollkommen sein.
Unvollkommene Taten bedeuten zum Beispiel, dass du keine vollkommenen Taten tust. Vollkommene Taten sind in den Augen und Ohren von Jesus Christus solche, bei denen du evangelisierst, also versuchst, Menschen für das Himmelreich zu gewinnen, für Jesus Christus zu begeistern.
Das nicht zu tun und auch Prophetie mit Füßen zu treten, bedeutet am Ende des Tages, das Ende der Welt gar nicht ernst zu nehmen. Es heißt auch, die sogenannte individuelle Eschatologie nicht ernst zu nehmen. Das heißt, dass es ein persönliches Gericht für jeden Einzelnen von uns geben wird.
Was den Christen in Sardis fehlt, ist in gewisser Weise die biblische Grundlage. Jesus sagt zu ihnen: Es gibt einige in Sardis, die haben ihre Kleider nicht besudelt. Diese Stelle ist als Lob gemeint. Das Beste, was Jesus über diese Gemeinde zu sagen hat, ist, dass es einige darin gibt, die sich nicht an den schlechten Dingen der Gemeinde beteiligt haben. Das soll ein Lob sein.
Gesellschaftliche und kirchliche Herausforderungen
Deswegen kannst du dir einfach mal überlegen, ob du es gut findest oder eher negativ bewertest, wenn das Christentum zur Staatsreligion wird und die Kirche zur Staatskirche wird.
Viele nichtchristliche Kritiker sprechen sich für eine stärkere Trennung von Kirche und Staat in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Ich vermute, dass viele von uns kein großes Problem mit einer größeren Trennung von Kirche und Staat hätten. Ich bin wirklich daran interessiert, hier Kommentare dazu zu lesen.
Stell dir mal eine Situation vor, die so verworren ist, wie sie es in Deutschland, Teilen von Österreich und manchmal auch der Schweiz in den letzten Jahrzehnten war. Wenn die Kirche praktisch – ich übertreibe jetzt und male schwarz-weiß, das ist nicht statistisch korrekt – die gesamte Bevölkerung umfasst hat, wie zum Beispiel im deutschen Kaiserreich, dann denken viele, sie gehörten automatisch dazu.
Viele Menschen, die im Staat wohnen und Bürger sind und damit Teil der Staatskirche sind, glauben automatisch, sie gehören zur Kirche, zur Gemeinde Jesu Christi und zum Himmelreich dazu. Wenn das so ist, wenn man denkt, man sei christlich aufgewachsen – was immer das auch bedeuten soll – und dadurch dazugehört, dann sieht man häufig keine Notwendigkeit für eine persönliche Umkehr oder eine eigene Beziehung zu Jesus.
Dann gibt es keine Bekehrungen und keine Evangelisierung, also keine Weitergabe der Botschaft von Jesus Christus an andere Menschen. Hinzu kommt die Verwirrung, dass man glaubt, man wolle dem Staat dienen oder dass der Staat automatisch Gott dienen würde. Vielleicht entsteht sogar die größte Verwirrung von allen: der Versuch, das Reich Gottes auf Erden zu bauen.
Das ist mit dem biblischen Christentum nicht vereinbar. Falls du wissen möchtest, warum das so ist, habe ich versucht, sachliche Kritikpunkte an diesen Vorstellungen zusammenzutragen. Diese findest du in Videos über liberale Theologie und Staatskirchen.
Wenn du diese sehen möchtest, drücke gerne die Glocke unter diesem Video, dann wirst du darüber informiert.
Jesu Mahnung zur Wachsamkeit und geistlichen Erneuerung
Was sagt Jesus Christus dieser Gemeinde? Er sagt ihnen: Werde wach.
Werde wach bedeutet, dass du wachsam sein musst. Du musst bemerken, was um dich herum passiert. Das heißt, die Gemeinde bis jetzt ist nicht wach. Sie schlummert irgendwie und bekommt manche Entwicklungen gar nicht richtig mit. Sie ist nicht bei vollem Bewusstsein.
"Werde wach" ist im Neuen Testament häufig eine Aufforderung, die mit dem Ernstnehmen von Prophezeiungen verbunden ist. Du musst den Zeitgeist kritisch beurteilen, die Zeichen der Zeit deuten und Prophezeiungen und Prophetie ernster nehmen.
Wusstest du, dass sowohl im Alten als auch im Neuen Testament die prophetischen Bücher die am wenigsten gelesenen Bücher in der gesamten Bibel sind? Das ist doch hart, oder? Und genau das sagt Jesus Christus: Fangt mal an, ihr Christen dort, euch wirklich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen. Werdet wach, werdet aktiv – und zwar nicht nur sozial aktiv, sondern geistlich aktiv.
Er sagt weiter: Stärke das Übrige, das im Begriff steht zu sterben.
Weißt du, im Geschäftsleben sagt man, wenn es ein Unternehmen oder ein Startup gibt, soll es versuchen, nicht alles gleichmäßig gut zu können, sondern seine Stärken stärken und weiter ausbauen. Im Privatleben dagegen, finde ich, gilt eine umgekehrte Regel: Hier ist es wichtig, an seinen Schwächen zu arbeiten.
Und das ist hier das Gleiche. Auch im spirituellen Leben geht es nicht nur darum, wenn du zum Beispiel richtig gut predigen kannst oder gut Seelsorge leistest, diese Fähigkeiten weiter auszubauen und dich darauf zu fokussieren. Das kannst du gerne tun, um das Reich Gottes weiterzubauen. Nur zu!
Aber im geistlichen Leben, in diesem Marathon des Christseins, geht es auch darum, die Schwächen zu schwächen. Es geht nicht nur darum, in den guten Dingen besser zu werden, sondern in den schlechten Dingen weniger schlecht zu werden.
Es heißt dort weiter: So denke nun daran, was du empfangen und gehört hast.
Was haben wir empfangen und gehört? Die Lehre der Apostel. Für uns Christen heute heißt das: die Bibel. Du musst deine Bibel lesen, und zwar häufig und viel. Vor allem brauchst du sie regelmäßig. Du brauchst diese tägliche Dosis – das ist wie ein gutes Medikament, das du morgens, mittags und abends einnehmen musst. Du brauchst das mehr, als du denkst.
Vertrau mir an dieser Stelle: Ich habe eine Zeit lang versucht, als Christ ohne Bibellesen klarzukommen. Das steht ganz oben auf der Liste der dümmsten Dinge, die ich je gemacht habe. Es war wirklich, wirklich dumm und hat eine Menge extrem negativer Folgen gehabt.
Erspar dir das. Gib mir einfach den Vertrauensvorschuss. Du musst das Rad nicht neu erfinden.
Aufforderung zur Buße und Warnung vor Überraschung beim Wiederkommen Jesu
Was sagt Jesus weiter? Er sagt: Tue Buße, tue Buße. Darum geht es im Christentum immer.
Auf YouTube wird nach diesem Video eine Empfehlung für ein Video angezeigt, das erklärt, was nach dem Tod passiert und worum es im Christentum geht. Dort habe ich das noch einmal eindeutig erklärt.
Buße tun bedeutet Umkehren, selbstkritisch in den Spiegel schauen und einsehen, dass wir sündig sind. Es ist wichtig, dass wir diese Sünden beim Namen nennen können und erkennen, dass wir nicht im Recht sind. Das ist entscheidend, denn wenn ich denke, ich sei im Recht und mich meinen eigenen Sünden nicht stellen will, brauche ich auch keinen Retter, der mich aus diesen Sünden errettet und mich vom Jüngsten Gericht freispricht. Wenn ich glaube, nichts zu befürchten zu haben, ist das klar.
Genau daran scheitern viele Menschen. In unserer Gesellschaft heißt es oft, man solle kein schlechtes Gewissen haben und sich nicht schlecht fühlen. Doch aus meiner Sicht brauchen wir gerade ein heilsames schlechtes Gewissen. Christsein beginnt mit Buße, Reue und Umkehr. Christsein beginnt mit einem schlechten Gewissen, sagt Jesus.
Weiter sagt Jesus: Wenn du nicht wachst – eine Formulierung, die in der Bibel oft im Zusammenhang mit Prophezeiungen vorkommt –, werde ich über dich kommen wie ein Dieb.
Wenn die Entwicklungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den großen christlichen Kirchen so weitergehen wie in den letzten Jahrzehnten und Jahren, und Jesus eines Tages wiederkommt, dann ist aus meiner Sicht völlig klar, dass viele große christliche Kirchen in diesen Ländern völlig überrascht sein werden. Sie nehmen das nicht ernst, dass Jesus wiederkommen kann, oder predigen so etwas gar nicht erst. Das ist aus meiner Sicht nicht mit der biblischen Lehre vereinbar.
Deshalb: Werde wach, beobachte dich selbst und deine Umgebung selbstkritisch. Stärke das, was in deinem Glaubensleben und deiner Nachfolge noch nicht stark ist. Schau selbstkritisch in den Spiegel, lege den Spiegel von Gottes Geboten für deine Moral an und bleibe wach. Das ist die Botschaft, die Jesus dieser Gemeinde zu sagen hat.
