Zum Inhalt

Gottes Gnade in den Geistesgaben

1. Petrus 4,1018.07.2020
Serie•Teil 200 / 366Solid Joys
Wenn wir unsere Geistesgaben einsetzen, dann handeln wir als Haushalter der Gnade – nicht der gestrigen Gnade, sondern der heutigen Gnade, mit der uns Gott alle Zeit versorgt.
  1. Juli
Gottes Gnade in den Geistesgaben
Die Gaben des Heiligen Geistes sind Ausdruck von Gottes Gnade. Sie sind nicht der Lohn für besondere Frömmigkeit, sondern ein Geschenk an die Gemeinde. Gott teilt sie aus, wie er will, und gebraucht dabei Menschen mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Grenzen. Gerade darin wird sichtbar, dass nicht menschliche Leistung im Mittelpunkt steht, sondern seine Güte.
Wer eine Geistesgabe empfängt, soll sich deshalb nicht über andere erheben. Keine Gabe ist ein Grund, stolz zu werden. Vielmehr sollen alle Gaben dem Dienst aneinander und der Auferbauung der Gemeinde dienen. Wo der Heilige Geist wirkt, entsteht nicht Selbstverherrlichung, sondern Liebe, Demut und Bereitschaft zum Dienen.
Auch die Vielfalt der Gaben ist ein Zeichen der Gnade. Nicht alle haben dieselbe Aufgabe, und nicht jeder kann dasselbe tun. Doch gerade die Verschiedenheit macht die Gemeinde lebendig und stark. Was dem einen gegeben ist, ergänzt das, was dem anderen fehlt. So zeigt sich, dass Gott seine Gemeinde nicht mit Gleichförmigkeit, sondern mit reicher Vielfalt beschenkt.
Darum ist es wichtig, die Geistesgaben dankbar anzunehmen und verantwortungsvoll zu gebrauchen. Sie sollen nicht zur Selbstdarstellung dienen, sondern dazu, dass Christus geehrt wird. Wo Menschen ihre Gaben im Geist der Liebe einsetzen, wird Gottes Gnade sichtbar. Sie wirkt mitten unter uns und baut seine Gemeinde auf.

Die Vielfalt der göttlichen Versorgung

Dient einander jeder mit den Gnadengaben, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes.
Wenn wir unsere Gnadengaben einsetzen, dann handeln wir als Haushalter der Gnade. Nicht der gestrigen Gnade, sondern der heutigen Gnade, mit der uns Gott alle Zeit versorgt. Und diese zukünftige Gnade ist eine mannigfaltige Gnade; sie nimmt eine ganze Spannbreite vielfältiger Formen an.
Das ist einer der Gründe, warum die Gnadengaben im Leib Christi so vielseitig sind. Das Prisma von Gottes Gaben in deinem Leben wird sich in Farbtöne auffächern, die niemals gleichermaßen durch mein Prisma entstehen würden. Es gibt so viele verschiedene Arten zukünftiger Gnade, wie es verschiedene Erfordernisse im Leib Christi gibt, und sogar noch mehr.
Der Sinn der Geistesgaben ist, dass der Leib Christi die zukünftige Gnade empfängt und entsprechend diese Erfordernisse austeilt.

Die fortwährende Quelle für den Dienst

Jetzt könnte jemand fragen: Warum denkst du, dass Petrus hier über die zukünftige Gnade spricht? Verwaltet ein Haushalter denn nicht die Waren, die bereits im Bestand sind?
Mein Hauptgrund, warum ich denke, dass Petrus hier von der zukünftigen Gnade spricht, liegt im nächsten Vers. Dieser veranschaulicht, wie das geschieht, und Petrus nimmt dort Bezug auf die fortwährende Versorgung mit Gottes zukünftiger Gnade. Er sagt: Wenn jemand dient, so tue er es aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus. 1. Petrus 4,11
Er sagt: da reicht Gegenwart, nicht da gereicht hat Vergangenheit. Tue deinen Dienst in der Kraft der fortwährenden Versorgung mit Gottes Gnade, die dich zu allem befähigt, was du zu tun hast.
Wenn du deine Geistesgabe einsetzt, um morgen jemandem zu dienen, dann tust du es aus der Kraft, die Gott darreicht. Und dann wird er dich morgen mit dieser Kraft versorgen, nicht schon heute.
Wie deine Tage, so sei deine Kraft. 5. Mose 33,25
Gott versorgt uns fortwährend von einem Moment zum anderen mit der Stärke, aus der wir dienen. Er tut das, weil er als die fortwährende, unerschöpfliche Quelle der Kraft alle Ehre empfängt.
Wenn jemand dient, so tue er es aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus.