Zum Inhalt

Lukas 15,1-32: "Freude über Sünder, die Buße tun"

Lukas 15,1-15,3204.04.2011
Serie•Teil 33 / 53Lukas-Evangelium
Warum verpasst man Gottes Ewigkeit? Weil man sich den Himmel verdienen will. Jesus zeigt: Nicht Leistung rettet, sondern Umkehr – und darüber freut sich der Himmel.

Einleitung und thematische Verortung

Schön, dass ich wieder hier sein kann. Wir stecken immer noch mitten im Lukasevangelium, und wir bleiben auch noch eine ganze Weile bei diesem Thema: Zukunft, oder anders ausgedrückt: Warum verpassen die meisten Menschen eigentlich Gottes Ewigkeit?
Wenn der Herr Jesus in der Bergpredigt in Matthäus 7,13-14 Folgendes sagt: „Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen“, dann ist das etwas, was der Herr Jesus wirklich so meint. Der Herr Jesus schaut mit dem Blick der Allwissenheit auf die Erde und sagt: Viele werden auf dem Weg des Verderbens durch diese weite Pforte gehen. In Vers 14 heißt es dann: „Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.“
Es geht also um die Frage: Wie finde ich den schmalen Weg, wie finde ich die enge Pforte zum ewigen Leben?
Wir haben in diesem Abschnitt aus Lukas 13,22 bis ungefähr Lukas 17,10 schon zwei Punkte gemeinsam identifiziert. Das eine war so eine Art Überpunkt, den man eigentlich über jedes Leben schreiben kann, das am Ende durch die weite Pforte ins Verderben rennt. Dieser Überpunkt heißt Unglaube. Menschen haben einfach keinen echten Glauben. Es sind Menschen, die an Jesus vorbeigehen. Das ist eine Art Überpunkt.
Jetzt schauen wir uns drei Unterpunkte an. Wie sieht das denn im Detail aus? Letztes Mal hatten wir uns den Angeber angeschaut, den Angeber und den Eigennützigen. Kennt ihr Brummkreisel? Die gibt es, glaube ich, heute gar nicht mehr, aber ich habe die noch erlebt. Ich weiß nicht, ob man die heute noch hat. Furchtbare Dinge, die man mit einer Tür und dann so um die eigene Achse... Das ist der, über den wir letztes Mal geredet haben: Jemand, der sich immer nur um sich selbst dreht und vor sich hin brummt und kein wirkliches, echtes Interesse an den Dingen der Ewigkeit hat. Vielleicht ein bisschen aufgesetztes Interesse an Weihnachten und Ostern, aber das war es dann auch.

Ein Blick auf echte und unechte Hoffnung

Ich war am Dienstag auf einer Beerdigungspredigt. Sehr kurzfristig ist ein Freund von mir verstorben. Er war noch gar nicht so alt, er war noch lange keine sechzig, und in der ersten Reihe saß wirklich aschfahl seine junge Frau. Sie war kurz davor zusammenzubrechen.
Ich habe in meinem Leben schon ein paar Beerdigungen gemacht. Und bei einigen Beerdigungen war es nicht so ganz klar, ob der Tote bei Gott angekommen war. Manche Leben sind so wenig aussagekräftig, dass man als Beerdigungsprediger nicht so genau weiß, was man denn jetzt sagen soll. Man möchte auf der einen Seite Hoffnung vermitteln, und auf der anderen Seite ist man dann doch so ein bisschen skeptisch.
Ich war schon bei einigen Predigten, wo mir im Herzen bange war. Egal, was ich da gesagt habe, ich kann auch mal abschalten und kann auch mal was anderes sagen, als in meinem Herzen ist. Wo ich dann auch vorne stehe und vor mir steht der Sarg, und ich denke mir: Mann, Freund, ob du wirklich dabei bist, da bin ich mir nicht so sicher.
Bei Eugen war das anders. Wer Eugen jemals kennengelernt hat, von euch wahrscheinlich niemand: Er war ein absolutes Original, so ein echter Kauz, so einer, wo du sagst, an dem kann man sich so herrlich reiben. Also wirklich, so einer, toll, einfach toll. Ich mag so Leute.
Und bei aller Kauzigkeit, bei aller Originalität, bei allem: Ich bin Eugen, er hatte eine tiefe Leidenschaft für den Herrn Jesus, eine tiefe Leidenschaft für Gemeinde, und er hat das auch jedem gesagt. Und deswegen stand ich da vorne, in der Kapelle vor der Trauergemeinde, und ich konnte im Brustton der Überzeugung sagen: Eugen lebt!
So schön, es war so schön. Ja, Eugen lebt! Und wisst ihr was: Alle, die glauben, die werden ihn wiedersehen. Es gibt eine Hoffnung, es gibt eine tragfähige Hoffnung vor und nach dem Tod. Und das war dann eigentlich so die Botschaft. Und man hat das auch gemerkt, sie ist angekommen. Viele Gesichter, man geht da so traurig rein in die Kapelle, und wenn man dann sagt: Er lebt, dann kommt so ein leichtes, so ein bisschen gehen die Mundwinkel hoch, und die einzelnen denken: Stimmt, eigentlich stimmt das ja. Das ist ja gar nicht da vorne, das ist nur der sterbliche Überrest.
Und wir wollen uns Gedanken darüber machen in diesem Abschnitt mit Lukas zusammen: Wie kann ein Leben aussehen? Was sind Bedingungen dafür, dass wir nicht an dieser Hoffnung vorbeigehen oder dass wir nicht eines Tages in der Kiste liegen und die Hoffnung, die wir hatten in unserem Leben, erweist sich als Schall und Rauch?
 Lukas 15 und wir lesen die ersten drei Verse, Lukas 15,1-3:
Es nahten aber zu ihm alle Zöllner und Sünder, ihn zu hören. Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen. Er sprach aber zu ihnen dieses Gleichnis und sagte:
Zwei Dinge. Zum einen: Was jetzt kommt, ist ein Gleichnis, obwohl wir immer denken, es wären drei, nämlich das Gleichnis von dem verlorenen Schaf, der verlorenen Drachme und dem verlorenen Sohn. Genau genommen gehören die drei Gleichnisse so eng zusammen, dass sie eigentlich ein Gleichnis sind, und ich werde sie auch sehr zusammenhängend auslegen.
Der zweite Punkt, den ich hier absolut fantastisch finde, der hat damit zu tun, dass Jesus sich die Mühe macht, überhaupt sein Gleichnis zu erzählen. Also da kommen die, die sowieso immer etwas zu meckern haben, Pharisäer und Schriftgelehrte. Denen kann man es doch eh nicht recht machen. Und Jesus tut das, wozu er gekommen ist: Er kümmert sich um Zöllner und Sünder, und sie kommen: Murr, murr, murr, wie kannst du bloß, das macht man doch nicht, hä, hä, hä, hä, hä, hä.
Und Mann, an der Stelle, wenn ich Jesus gewesen wäre, allmächtig, allwissend, ja, und Tschüss, Freunde, Game over, ich will euch nicht. Und das macht er nicht. Gott hatte ein so weites Herz, so weit ausgestreckte Arme, dass er zu denen, die immer wieder kommen und murren und meckern, ihn nicht wollen, im Hintergrund schon darüber nachdenken, wie können wir den umbringen, wie kriegen wir den los, Gott steht da und sagt: Ich will dich gewinnen.
Und wir hören ein Gleichnis. Gesprochen an Pharisäer und Schriftgelehrte, um ihr Herz zu gewinnen. Fantastisch!
Und ich hoffe, dass uns das motiviert, wenn wir manchmal auf schwierige Leute treffen. Wo wir sagen: Mann, das hat doch wirklich keinen Sinn mehr. Mit diesen ausgestreckten Armen stehen zu bleiben und zu sagen: Ich will es doch noch mal probieren, vielleicht klappt es ja doch.

Die Freude des Himmels über Umkehr

Lesen wir die Verse vier bis zehn. Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem Verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern. Und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: „Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.“
Ich sage euch: So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.
Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, also wenn ihr euch das jetzt nicht vorstellen könnt mit der Drachme, welche Frau, die zehn Paar Ohrringe hat und das eine, das sie anziehen will, verliert, zündet nicht eine Lampe an, kehrt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie sie findet? Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen. Das ist typisch Frau, das ist so herrlich. Wir hatten den Ehekurs, ja, also fantastisch. Sie ruft die Freundinnen und die Nachbarinnen zusammen und spricht: „Freut euch mit mir, denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte.“
So sage ich euch: Es ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Wenn ich euch gefragt hätte, was der Schwerpunkt dieser zwei Gleichnisteile ist: ganz einfach Freude. Und zwar Freude, die einer empfindet, der etwas verloren hat und es wiederfindet. Dann wird diese menschliche Freude genommen und verwendet als eine Analogie zu der Freude, die im Himmel ist, wenn ein Sünder Buße tut und zu Gott umkehrt.
Also wenn einer von diesen Brummkreiseln seine Hände faltet, aufhört, von Gott davonzulaufen, aufhört, sich nur um sich selber zu drehen, sich in die Arme Gottes wirft, Frieden findet, Vergebung findet – nennt man auch Bekehrung in der Bibel –, wenn das jemand tut, bei Gott ankommt, dann ist im Himmel über einen davon unglaublich viel Freude. Und da passiert etwas im Himmel. Das ist nicht so, dass die Engel dastehen mit den Händen in den Hosentaschen und sagen: Na ja, einer mehr. Da passiert etwas. Und das müssen wir begreifen.

Der verlorene Sohn und die Rückkehr zum Vater

Was jetzt kommt danach, ist der dritte Teil dieses Gleichnisses, super bekannt, das sogenannte Gleichnis vom verlorenen Sohn. Im Allgemeinen liest man bis zum Vers 24, also 11 bis 24. Wir wollen das auch gleich tun. Dann redet man darüber, was das Evangelium ist. Ich nehme an, das habt ihr schon gehört. Deswegen fliege ich da mal drüber.
Weil mich heute gar nicht so sehr der verlorene Sohn interessiert, denn das Gleichnis wird zu den Schriftgelehrten und Pharisäern gesprochen. Mich interessiert gleich für die, die schon wissen, worum es geht, der Sohn, der scheinbar nicht verloren geht, der zu Hause bleibt, aber der am Ende mit seinem Vater ein viel grösseres Problem hat.
Wir fliegen mal über den ersten Teil, und ich versuche mal ganz kurz, so zu predigen, wie man es predigen würde, wenn man es evangelistisch predigen würde. Er sprach aber: Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der Jüngere von ihnen sprach zu dem Vater. In dem Bild werden wir merken: Der Vater ist gleichzeitig Gott im Himmel, und der Jüngere ist einer, der von Gott beschenkt wird, aber davonläuft. Also jemand, der, wie jeder Mensch eigentlich, von Gott gute Gaben bekommt, aber diese guten Gaben nicht einsetzt, um seine Beziehung zu Gott zu fördern, sondern irgendeinen Unsinn damit macht, bis er am Ende völlig arm, dreckig und ohne Hoffnung dasteht.
Ein Mensch hatte zwei Söhne, und der Jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt. Und er teilte ihnen die Habe. Das ist eine freche Sache. Der Junge kommt und sagt: Also darauf warten, bis du tot bist, das schaffe ich nicht, gib mir jetzt was. Und das Irre dabei ist, dass der Vater nicht sagt: Was bist du für ein nutzloser Tropf, raus!, sondern dass er das wirklich macht. Er teilt die Habe.
Und nach nicht vielen Tagen, also es dauert jetzt gar nicht lange, quasi bis die Überweisung stattgefunden hat, ja, kaum hat er den ersten Bankauszug und alles ist da, nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte.
Das ist das Schicksal, was einem Menschen normalerweise passiert. Seine Hände sind gefüllt mit den guten Gaben Gottes, er hat Talente, er lebt irgendwo, er ist von Gott gesegnet, er lebt in dem, was Gott geschaffen hat, und er verschwendet es. Er denkt kein Stück darüber nach, warum habe ich das eigentlich und wofür. Aber das geht natürlich nicht ewig gut.
Als er aber alles verzehrt hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und er selbst fing an, Mangel zu leiden. Und er ging hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landes, der schickte ihn auf seinen Acker, Schweine zu hüten.
Und ihr müsst das aus einer jüdischen Perspektive lesen, okay? Das ist somit das Übelste. Du hast unreine Tiere, und du musst diese unreinen Tiere hüten. Also, das ist ganz unten. Und weil es noch einen Tick tiefer geht, kommt das auch noch. Da heisst es dann: Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit ihren Schoten, mit Schweinefutter. Er hat Lust auf Schweine. Er ist so hungrig, er sagt, ich möchte da in diesen Trog reinfahren, in diesen Schmadder, den möchte er mal reinbeissen.
Und als er das denkt, da macht es Klick, da denkt er: Irgendwas ist doch völlig schief. Ich stelle ihn mir so vor, er hängt mit dem Gesicht schon über dem Trog, er schaut da rein, er hat diesen Geruch. Ich weiss nicht, wer von euch schon mal Schweinefutter gerochen hat, aber Schweine sind Allesfresser. Das heisst, sie haben nicht nur diese Schoten, da kannst du alles reinschmeissen, was von irgendwo übrig bleibt, wenn das ein bisschen älter ist. Kein Problem, Schweine sind sehr, sehr entspannt, was das angeht, was man fressen kann. Und du hängst mit dem Gesicht darüber, über diesem Trog, und denkst: Oh, einmal reinbeissen. Dann schreit einer von hinten: Ist nicht erlaubt. Und niemand gab ihm.
Aber er fängt an, nachzudenken. Als er aber in sich ging, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot? Er denkt an früher zurück. Wie geht es den Mitarbeitern bei seinem Vater? Die hungern nicht, ich aber komme hier um vor Hunger.
Und dann im Bild: Bekehrung. Ein Mensch geht durchs Leben und merkt: Mann, ich fühle mich wie so einer, der über dem Schweinetrog hängt. Das kann doch kein Leben sein, was ich hier lebe. Ich bin mit so viel Idealismus gestartet, als ich 15, 16, 17 war. Ich wollte die Welt erobern. Jetzt stehe ich da vor kaputten Beziehungen, kaputter Gesundheit. Alles, was ich an Idealen hatte, hat sich irgendwie aufgelöst. Was soll ich denn machen?
Dieser junge Mann tut das, was man tun muss: umkehren, Busse, zu Gott umkehren. Ich will mich aufmachen, zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Das ist das, wo jeder Mensch steht. Wir haben gesündigt gegen den Himmel und gegen die Menschen, die mit uns zu tun hatten.
Er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Was jetzt steht, ist absolut faszinierend. Da heisst es nämlich: Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt. Überleg mal, da zieht einer weg, du weisst nicht, wann er wiederkommt. Aber vom Bild her: Der Vater sieht ihn von fern, weil er einer ist, der nie aufgehört hat, nach diesem verlorenen Sohn Ausschau zu halten. Quasi vom ersten Tag an wartet er an der Grundstücksgrenze und schaut: Wann kommt er wieder? Er hat den Blick gerichtet auf die Strasse. Er weiss, der Moment wird kommen, wo der Sohn zurückkommt. Und er schaut.
Und das ist Gott, nicht ein Gott, der sich versteckt, den wir lange suchen müssen, sondern ein Gott, der in dem Moment, wo wir uns aufmachen, ihm zu begegnen, dasteht und sagt: Ich habe schon lange nach dir ganz persönlich Ausschau gehalten, weil ich will dich.
Und es geht weiter. Der Vater sieht ihn und wurde innerlich bewegt und lief hin. Könnt ihr euch das vorstellen? Der Vater läuft diesem, wie kommt er denn da an, mit seinen abgeranzten Kleidern, die von oben bis unten wahrscheinlich noch nach Stall und Mist und Schwein stinken. Und der Vater läuft ihm entgegen, fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn zärtlich. Du möchtest den Sohn nicht küssen, das verspreche ich dir. Du möchtest nicht mal mich küssen, wenn ich von der Outdoor-Bibelschule nach Hause komme, aber ihn definitiv nicht. Der hat sich ja vorher nicht noch mal zwei Tage Zeit genommen und eine Wellnessoase gesucht, sondern der kommt in seinem ganzen Schmutz. Und der Vater fällt ihm um den Hals, er küsst ihn zärtlich.
Und der Sohn sprach: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heissen. Das ist die Haltung eines Sünders: Ich bin es nicht würdig, Kind Gottes, ich bin es noch nicht mal würdig, Geschöpf Gottes zu sein.
Und dann die Antwort des Vaters, fantastisch, Vers 22: Der Vater aber sprach zu seinem Sklaven: Bringt das beste Kleid her und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füsse. Und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein. Kein Vorwurf, nicht dieses: Na, hab ich dir doch eh gesagt, oder wurde ja auch langsam Zeit, oder hast du mir nichts mitgebracht? Nein, er ist wieder da. Und wenn wir Gott begegnen, dann nimmt er uns einfach in die Arme. Er weiss doch, wie es uns geht.
Lasst uns essen und fröhlich sein, denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
Das wäre so die normale Auslegung von dem Text, die werdet ihr schon kennen. Jetzt machen wir mal weiter, weil mich alles, was danach kommt, heute mal mehr interessieren möchte. Es geht, wie gesagt, eigentlich vom Gleichnis her, es ist der dritte Teil eines grösseren Gleichnisses, gar nicht so sehr um die Sünder und die Zöllner, es geht eigentlich um die Pharisäer und die Schriftgelehrten. Und deswegen schauen wir mal, was jetzt über den älteren Sohn gesagt wird.
25 bis 28: Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld. Und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Reigen. Klar, da war die Willkommensparty für den anderen Sohn voll im Gange, und er ist noch ein bisschen später gekommen, klar, braucht eine Weile Musik. Und er rief einen der Sklaven herbei und erkundigte sich, was das wäre. Der aber sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wieder erhalten hat.
Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen. Warte mal, da kommt dein jüngerer Bruder wieder, und du bleibst draussen stehen und sagst: Nee, möchte ich nicht hin, will ich nicht rein. Wisst ihr, was sein Grund ist, warum er an der Stelle nicht rein will? Der Grund ist ganz einfach: Dieses Fest, was da gefeiert wird, ist für meinen kleinen Bruder zu gut. Der Kerl ist das gemästete Kalb nicht wert.
Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen, bis Vers 30: Sein Vater aber ging hinaus und redete zu ihm. Er aber antwortete und sprach zu dem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und niemals habe ich ein Gebot von dir übertreten. Und mir hast du niemals ein Böckchen gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. Da aber dieser dein Sohn, dein Sohn, ja nicht mein Bruder, da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Habe mit Huren durchgebracht hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet.
Du, dein Sohn, ja, der Kerl, der kriegt das gemästete Kalb. Ja, ich gehe jeden Tag an diesem gemästeten Kalb vorbei und denke mir: Boah, würde ich mir gerne Fete machen. Und dann komme ich nach Hause und der Kerl kriegt es, der Kerl. Weisst du eigentlich, was das für einer ist? Aus seiner Sicht ist die Haltung des Vaters total unverständlich, absolut falsch. Seinem Bruder nach all dem, was er angestellt hat, überhaupt noch so zu begegnen, ihn so zu empfangen, heisst das nicht, dass man aufs Sündigen eine Prämie aussetzt? Ja, wenn man nur viel sündigt, kriegt man auch noch was dafür. Heisst das nicht, dass man Verschwendung belohnt? Was ist denn ein Leben aus harter Arbeit wert, wenn jeder Sünder so empfangen wird? Was ist denn das strikte Halten von Geboten wert, Askese, Selbstverleugnung, Verzicht, wenn einer durch Busse und Bekehrung einfach so den Himmel kriegt? Was ist denn das dann noch wert? Mit so einer Einstellung von Vergebung, von Rettung für Verlorene, da kann ja gar nichts anfangen.
Klar, jeder Hirte würde sich über ein verlorenes Schaf freuen, riesig sogar. Jede Frau würde sich über dieses verlorene Geldstück oder ein paar Ohrringe, was sie nicht mehr gefunden hat, riesig freuen. Und das ist auch normal. Freude über das Verlorene ist etwas völlig Normales, das hängt nicht unbedingt am Wert.

Die eigentliche Ursache der geistlichen Kälte

Kleine interne Geschichte
Meine Frau sucht seit zwei Wochen einen türkisfarbenen Pulli. Ja, es ist so: Immer wenn Ehekurs ist, würde sie den gerne anziehen. Aber er ist nicht da. Sie weiss nicht, wo er ist.
Und wir kaufen durchaus Sachen im Second-Hand-Laden. Also ist es jetzt nicht so, dass er riesig teuer wäre. Wahrscheinlich hat das Ding keine zehn Euro gekostet.
Ich verspreche euch eins: Ich weiss noch nicht, wo er auftaucht, aber in dem Moment, wo er wieder da ist, werden ihre Augen leuchten. Und sie wird zu mir gerannt kommen: Ich habe ihn wiedergefunden! Vielleicht im Schrank der Kinder, irgendwo hinten drin. Ich habe ihn wiedergefunden!
Wenn man etwas verliert, woran man hängt, und man findet es wieder, ist es völlig normal, dass man sich einfach darüber freut. Und deswegen protestiert der Vater auch, Vers 32, und sagt: Es geziemt sich aber, fröhlich zu sein und sich zu freuen.
Es geziemt sich. Das ist völlig normal. Wenn man etwas verliert und es wiederfindet, freut man sich. Und ein Fest zu feiern, ist für einen Vater einfach genau das Richtige.
Es geziemt sich aber, fröhlich zu sein und sich zu freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist gefunden worden.
Dieses Gleichnis ist gesprochen, weil Jesus den Pharisäern etwas beibringen möchte. Er möchte ihnen zeigen, er möchte ihnen eine Vorstellung geben von der Freude, die im Himmel ist über einen Sünder, der zum Glauben findet.
Und er möchte das tun, weil sie, die Pharisäer, in der Gefahr stehen, dass sie diese Quelle der Freude verpassen. Vielleicht einer Freude, die dann ... wir hatten ja beim letzten Mal das Gleichnis vom grossen Abendmahl, wo Leute nicht hingehen wollten, das war ihnen zu langweilig. Und man kann sich fragen: Warum freuen die sich eigentlich nicht auf das grosse Abendmahl? Könnte es sein, dass sie sich hier auf der Erde schon nicht gefreut haben, als Menschen zum Glauben gefunden haben, und dass dann natürlich auch nichts in der Ewigkeit ist, worauf man sich freuen kann?
Aber das Gleichnis geht noch einen Schritt weiter. Jesus analysiert das Warum hinter der fehlenden Freude der Pharisäer, und zwar am Verhalten des älteren Bruders. Und das ist jetzt für mich absolut spannend.
Wo hat der ältere Bruder ein Problem? Er sagt: Meine harte Arbeit, ich habe mich angestrengt. Ich kann einfach nicht verstehen, warum mir meine harte Arbeit weniger Festfreude eingebracht hat als das ausschweifende Leben meines jüngeren Bruders. Ich kann das einfach nicht verstehen. Heisst das nicht, dass man ehrliche Arbeit bestraft und Selbstsucht, Ausschweifung oder Brasserei belohnt?
Jetzt übertragen wir das. Das ist genau das, was die Pharisäer im Blick auf die Zöllner und die Sünder denken. Sie selber sind die, die sich anstrengen, die Regeln halten. Selbstgemachte Regeln, häufig. Das hat dann oft nichts mehr mit Gott zu tun. Sie sind ein Stückchen stolz auf das, was sie erreicht haben. Aber eine Sache haben sie damit nie erreicht: Sie haben nie wirklich Freude bekommen.
Und das Verrückte ist: Ich kenne Christen, denen geht es genauso. Die haben in ihrem Leben Regeln. Sie haben ihr Christsein strukturiert, aber wirkliche Freude haben sie nie gefunden.
Diese Pharisäer haben sich immer als Diener gesehen, genau wie der ältere Bruder. Aber sie haben sich nie als Söhne wahrgenommen und noch viel weniger als Erben Gottes.
Ich finde das so spannend: Hier in Kapitel 15, Vers 12, da heisst es ja: Und er teilte ihnen die Habe. Der Jüngere und der Ältere bekommen beide ihren Anteil. Und in Vers 31 da sagt der Vater: Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein.
Der ältere Sohn hätte jederzeit zu diesem Gatter hingehen können, dem Kalb in die Augen schauen können und sagen: Heute bist du mein. Ja, das hätte der einfach machen können. Gatter aufmachen, rausholen, mitnehmen und sagen: Pats, wir machen eine Fete. Ich habe ein paar Freunde eingeladen, wir müssen ein neues Kaltmesten.
Ja, das hätte er jeden Tag tun können. Er hat es nicht gemacht.
Bei den Pharisäern ist es so: Sie meiden Sünde, sie strengen sich an, aber es macht ihnen nicht wirklich Spass. Diese Freude an der Errettung kommt nicht wirklich in ihr Leben hinein. Ihr Leben ist Arbeit und Mühe, aber nicht Freude und Fest.
Und jetzt kommt da so ein Zöllner und Sünder, der scheinbar allen Spass hatte, dem man sich so verkneift, und der kriegt, ohne sich anzustrengen, das, wonach ich die ganze Zeit mich so sehr anstrenge. Durch ein bisschen Umkehr nimmt Gott den einfach an. Das, wonach ich mich seit Jahren sehne, das kriegt der. Ist all meine Mühe wirklich umsonst?
Und das Problem der Pharisäer ist, dass sie eine Sklavenmentalität haben. Und dass diese Sklavenmentalität es einfach nicht wahrhaben will, was es heisst, Sohn Gottes zu sein. Geschweige denn, was es heisst, wenn der Vater sagt: Ich bin allezeit bei dir. Was es heisst, dass es nicht nur um das geht, was man hat und macht, sondern um Beziehung geht.
Pharisäer wollen sich alles verdienen. Sie wollen nicht Erben sein, Erben, denen irgendwie unverdient der Reichtum des Vaters in den Schoss fällt. Sie wollen noch viel weniger verlorene Söhne sein, die umkehren, um dann vom Vater beschenkt zu werden.
Und ich kenne viele Pharisäer, leider.
Und ich komme jetzt noch mal zum eigentlichen Ziel des Textes. Das sind Menschen. Wir fragen uns ja: Wie kann es sein, dass ein Mensch die Ewigkeit verpasst? Wie sieht dieser erste Schritt durch die breite Pforte auf dem weiten Weg des Verderbens aus? Wie kommt man da drauf?
Das ist die Haltung dazu: Ich will mir den Himmel erarbeiten. Irgendwie. Das ist jetzt der Gedanke. Irgendwie muss Gott das doch anerkennen, dass ich mich 40 Jahre für meine Familie abgerackert habe. Irgendwas muss es doch bedeuten, wenn ich die Laune meines Mannes ertragen habe, wenn ich meine Schwiegermutter gepflegt habe, wenn ich drei Kinder grossgezogen habe, wenn ich mir nichts gegönnt habe. Irgendwas muss das doch vor Gott gelten.
Sklavenmentalität.
Soll das wirklich alles vor Gott nichts gelten? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Das, was ich eben gesagt habe, kann ein Ausdruck echten Glaubens sein. Aber es kann genauso gut der Versuch sein, sich den Himmel zu verdienen.
Und ich möchte euch zwei Indikatoren mitgeben, wenn ihr euch selber testen wollt, wo ihr steht.
Der eine Indikator für deine Haltung ist ein Herzenstest. Okay, wir schauen mal in dein Herz rein. Genauer gesagt: Mich interessiert, wie nah ist dein Herz am Herzen Gottes? Ich sage das deshalb, weil es sein kann wie bei dem älteren Sohn: Der war räumlich ganz nah beim Vater. Räumlich haben die beiden zusammen gewohnt, im selben Haus. Aber innerlich, das Herz betreffend, waren die Lichtjahre auseinander.
Und ich denke, es gibt immer wieder Menschen, die räumlich durch ihr Verhalten Gott nahe sind, aber im Herzen Lichtjahre von Gott entfernt. Die es nur äusserlich schaffen, zum Beispiel dadurch, dass man einen Gottesdienst besucht, dass man bestimmte Regeln hält, die es nur äusserlich schaffen, Gott zu begegnen, aber im Herzen Gott fremd sind.
Und der Test der Nähe zu Gott, die Frage, ob dein Herz quasi im Rhythmus von Gottes Herzen schlägt, das ist die Frage, ob du dich freuen kannst, wenn so ein waschechter Sünder zum Glauben findet.
Also ich meine jetzt schon so einen, der vorher alles hatte. Stell dir so jemanden vor, der das Leben lebt, wo du sagst: Ich will es ja nicht zugeben, aber cool war es schon. So einer, der vor seiner Bekehrung alles gemacht hat, was man sich so irgendwie wünscht. Das muss nicht immer nur schlecht sein, aber so einfach bis zum Rand: Motorrad fahren, Urlaub machen, Fifth Avenue shoppen bis zum Abwinken, goldene Kreditkarte, einfach das gesamte Programm. Party, die ganze mit entsprechend viel Kokain von Freitagabend bis Sonntagnacht durchgezogen, einfach das volle Programm durchgezogen.
Und so einer kommt zum Glauben. Kannst du dich freuen? Kannst du an der Stelle, wenn der vorne steht und sagt: Ich habe einfach meine Hände gefaltet und habe mein Leben dem Herrn übergeben, es war früher alles Dreck, kannst du dich von ganzem Herzen über so jemanden freuen?
Kommt da überhaupt so etwas wie Freude auf, oder denkst du vielleicht in deinem Herzen: Nee, das ist nicht fair. Ne, ne, ne, nicht so einfach, bitte nicht so einfach! Was denkst du an der Stelle?
Das ist der erste Test. Wenn du dich nicht freuen kannst, sei ein Stückchen vorsichtig. Es könnte sein, dass in deinem Denken über Gott etwas verschoben ist. Weil wenn im Himmel sich gefreut wird und wir auf der Erde so na ja, na ja, na ja, dann ist das einfach falsch.
Und der zweite Test: Der zweite Test heisst, kannst du dich an den guten Gaben Gottes freuen?
Der ältere Sohn sagt: Du hast mir nie ein Böcklein gegeben. Das stimmt ja gar nicht. Das stand die ganze Zeit im Gatter, das war schon seins. Nee, nee, du hast mir nie ein Böcklein gegeben. Nee, du hast dir keines genommen.
Und der Punkt, auf den ich hinaus möchte, ist: Wer ist Gott für dich? Dieser ewig alles Verbieter, dieser strenge Übervater, dem man nie etwas recht machen kann? Oder ist Gott in deinem Denken ein freigiebiger Gott, ein Gott, der nach verlorenen Sündern Ausschau hält und der dabei sich freuen kann und wirklich gerne feiert?
Und der voll dafür ist, wenn wir in den Grenzen seines Gesetzes, ja, bitte, Gott setzt uns Grenzen, damit uns der Genuss nicht zur Falle wird, aber der sich in den Grenzen seines Gesetzes, seiner Gebote riesig darüber freut, wenn wir das, was er uns gibt, geniessen.
Was ist das Motto über deinem Leben? Ist das Motto: Meine Messschnüre sind gefallen auf gutes Land? Altes Testament, okay, das heisst, ich habe so einen Acker. Mann, wenn ich dir sage, was da wächst, boah, der ist einfach fruchtbar, da wird man satt. Der schmeckt. Messschnüre gefallen auf Gutes. Ist das dein Lebensmotto? Oder ist dein Lebensmotto: Du hast mir nie ein Böcklein gegeben?
Wir müssen uns da so ein Stückchen entscheiden, wo wir stehen.
Es gibt tatsächlich Christen, die sagen, Genuss sei Sünde. Und ich möchte einfach mal zwei Bibelferse dagegen halten. Das eine ist aus Prediger 5. Wir machen das jetzt nicht zum Thema, ich will einfach nur zwei Verse reinstreuen. Prediger 5,18, da heisst es: Auch jeder Mensch, dem Gott Reichtum und Güter gegeben hat, und den er ermächtigt hat, davon zu geniessen. Nicht jeder kann das, nicht jeder lebt in einer Zeit oder mit den Möglichkeiten, das, was er hat, auch zu geniessen. Logisch, da gibt es Unterschiede. Aber wenn das so ist: Auch jeder Mensch, dem Gott Reichtum und Güter gegeben hat und den er ermächtigt hat, davon zu geniessen und seinen Teil zu nehmen und sich bei seiner Mühe zu freuen, das ist eine Gabe Gottes.
Wenn Gott dich beschenkt, dir die Chance gibt, es zu geniessen, und dein Herz froh wird, dann ist das eine Gabe Gottes. Es ist nicht vom Teufel.
Und das Gleiche in 1. Timotheus 6,17: Den Reichen in dem gegenwärtigen Zeitlauf gebiete nicht hochmütig zu sein. Natürlich gibt es Gefahren, wenn du was hast. Noch auf die Ungewissheit des Reichtums Hoffnung zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darreicht zum Genuss.
Wer mehr dazu hören will zu diesem Thema und männlich ist: Wir werden am 22. Juni auf dem Männertreff dieses Thema vertiefen, und wir werden es mit einem Whisky-Tasting verbinden. Also, ihr müsst Männer sein, 22. Juni.
Aber dieses ganze Thema Genuss ist definitiv nur ein Nebenthema. Im Zentrum stand die ganze Zeit die Frage: Welcher Typ Mensch schafft es nicht in den Himmel? Darum ging es mir.
Und die Antwort ist: Jeder, der sich den Himmel erarbeiten will. Jede Form von Selbstgerechtigkeit oder von Werksgerechtigkeit bringt uns nicht zum Ziel.
Letzte Bibelstelle: Römer 10,3. Und da heisst es in Vers 3, es geht hier um die Israeliten. Es geht genau um die Menschen, die Jesus gehört haben: Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten, also das, was Gott eigentlich von ihnen wollte, haben sie nicht erkannt. Sie haben nicht erkannt, dass Gott Glauben will und Gerechtigkeit aus Glauben. Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene aufzurichten trachteten, selber schaffen, selber arbeiten, es mit eigener Hand machen, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes, der Gerechtigkeit aus Glauben, nicht unterworfen.
Diese Schiene eigener Gerechtigkeit, die funktioniert nicht.
Und jetzt könnte oder jetzt kommt eigentlich die Frage auf: Ja, aber wenn das alles so ist, welchen Wert hat denn dann eigentlich noch mein Leben? Ist es wirklich egal, ob ich mein Leben dann einfach so verschwende?
Und das schauen wir uns in zwei Wochen an, mit dem nächsten Gleichnis. Da geht es nämlich um Verwalterschaft.
Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.

Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.