Das habe ich wirklich unterschätzt. War ich da naiv? Wahrscheinlich.
So ist es bei vielen Menschen. Man merkt es genau in dem Moment, wenn der Stress nachlässt und man aus dem Überlebensmodus herauskommt. Dann sackt plötzlich alles in einem zusammen.
Ich möchte wetten, dass ich nicht der Einzige bin. Hier kann ich mir sofort vorstellen, dass das bei vielen völlig aus den Fugen gerät.
Einführung in das Thema und Vorstellung des Projekts
Um Nachfolge zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit. Ich bin Markus Voss, und hier machen wir drei Dinge.
Wir versuchen, bibeltreue Antworten auf deine Glaubensfragen zu finden. Außerdem überlegen wir, wie du und ich Jesus im modernen Alltag nachfolgen können. Zusätzlich beantworten wir taffe Fragen, die die Gesellschaft an uns Christen stellt.
Zu alldem gibt es Dutzende kostenfreie Tools. Es gibt Hörbücher, Onlinekurse, Tages-Challenges und praktische Alltagsgegenstände, die du dir auf der Website gratis mitnehmen kannst.
Finanziert wird all das durch kleine monatliche Spenden von Menschen wie dir und mir aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das ist sehr hilfreich, denn dieses Projekt wächst jede Woche.
Persönlicher Hintergrund und Bedeutung der Ehe
Hintergrund zum heutigen Thema
Meine Verlobte und ich werden in einigen Wochen heiraten. Jeder, der weiß, was Hochzeit und Ehe im christlichen Zusammenhang bedeuten, weiß auch, dass die Feier eigentlich das Kleinste dabei ist.
Nach der Hochzeit werden wir zusammenziehen und eine komplette Wohnung gemeinsam einrichten. Okay, sie übernimmt das, damit es auch schön aussieht. Außerdem werden wir all unsere Konten und Investitionen zusammenführen. Auch Testament und Patientenverfügungen müssen geändert werden.
Was all das emotional und vor Gott bedeutet, darüber habe ich noch kein einziges Wort verloren. Wir sind beide so dankbar und so glücklich, den anderen gefunden zu haben. Unsere Liebe ist in all der Zeit tatsächlich nur gewachsen.
Trotzdem ist das alles ein großer Aufwand und eine völlige Lebensveränderung. Und das wollen wir ernst nehmen.
Vorbereitung auf die Ehe durch Statistik und Realität
Mein Weg, mich darauf vorzubereiten, besteht eher darin, Ratgeberbücher zu lesen. Besonders interessieren mich dabei die darin enthaltenen Statistiken.
Warum? Ich finde Statistiken deshalb so spannend, weil sie uns ein unverfälschtes Bild der Realität vermitteln. Dieses Bild ist nicht gefärbt von unseren Wunschvorstellungen oder Ideologien. Im Gegenteil: Statistiken bieten uns die Möglichkeit, die Realität so zu erfassen, wie sie wirklich ist.
Sie geben uns die Chance, aus der Vergangenheit zu lernen und ein Stück weit die Zukunft vorauszusehen. Ein harmloses Beispiel aus der Finanzbranche zeigt dies deutlich.
Beispiel aus der Finanzbranche
Wenn du weißt, dass von 19 Menschen über 97 Prozent aller Menschen, die Daytrading betreiben, auf Dauer Geld verlieren, dann kannst du daraus bereits eine wichtige Schlussfolgerung ziehen.
Außerdem ist bekannt, dass von allen Menschen, die hauptberuflich Daytrading betreiben, nicht einmal einer von zweihundert finanziell davon leben kann.
Das bedeutet, du weißt im Vorfeld schon, dass dir aller Voraussicht nach dasselbe passieren wird wie den anderen 19 Menschen, die in dieser Untersuchung erfasst wurden. Nämlich, dass du durch Daytrading auf Dauer Geld verlieren wirst.
Du kannst also die Zukunft vorwegnehmen. Bevor du es am eigenen Leib leidvoll erfahren musst, kannst du vorher sehen, was passieren würde. Anschließend kannst du entscheiden, inwieweit du diesen Weg gehen möchtest.
Macht das Sinn soweit?
Studie zu den stressigsten Lebensereignissen
Jedenfalls bin ich in einem Eheratgeber auf eine Statistik gestoßen, die mich sehr nachdenklich gemacht hat. Es geht dabei um die stressigsten Dinge, die dir in der westlichen Welt passieren können.
Ich möchte gleich dazu einräumen, dass diese Studie kurz vor den Siebzigerjahren veröffentlicht wurde. Außerdem bin ich kein Soziologe oder Statistiker und kann die Ergebnisse der Studie daher nicht inhaltlich bewerten.
Das gesagt, finde ich es durchaus bemerkenswert, dass sich diese Studie heute noch mehrfach zitiert findet – nicht nur in modernen Eheratgebern, sondern auch in diverser psychologischer Fachliteratur.
In der Studie wurden über fünftausend Patienten befragt. Außerdem wurden Krankenakten und Dokumente untersucht, um herauszufinden, welche Ereignisse oder Veränderungen im Leben eines Patienten aufgetreten sind, bevor dieser einen gesundheitlichen Zusammenbruch erlitt, der auch tödlich verlaufen kann.
Später wurde das Ergebnis mit einer weiteren Studie abgeglichen, bei der zweitausendfünfhundert weitere Individuen untersucht wurden. Diese Ergebnisse wurden zudem von der US Navy und der renommierten Cornell University bestätigt.
Die Ergebnisse liegen in Form von zwei Listen vor: Eine mit 39 Punkten für Minderjährige und eine mit 43 Punkten für Erwachsene.
Deswegen schauen wir uns jetzt nur die Liste für Erwachsene an – und davon die Top zehn Punkte, also die zehn stressigsten und schlimmsten Dinge, die dir in der westlichen Welt passieren können.
Platz zehn: in den Ruhestand gehen.
Die Top zehn stressigsten Lebensereignisse
Platz 10: Ruhestand
Das ist etwas, was ich aus meiner Erfahrung als Berater ein Stück weit bestätigen kann. Es ist tatsächlich so, auch wenn man sich bestimmte Gesundheitsstatistiken anschaut: In dem Moment, in dem jemand aufhört zu arbeiten, verlieren viele Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen wichtigen Lebensrhythmus. Viele haben ihr Leben auf den Rhythmus aufgebaut, den ihnen die Arbeit vorgibt.
Ob es gesund ist oder nicht, die Arbeit so ins Zentrum zu stellen, dass sie das Leben bestimmt, ist eine ganz andere Debatte. Fakt ist aber, dass es häufig so ist. Wenn Menschen aufhören zu arbeiten, verlieren sie damit eine ganze Menge an Dingen. Gerade für Männer ist das wirklich gefährlich.
Sie verlieren zum einen den sozialen Anschluss, weil sie nicht mehr von Berufskollegen und Ähnlichem umgeben sind. Außerdem verlieren sie sehr häufig ihren Tagesablauf, was natürlich sehr schwierig ist. Gerade Männer definieren sich, seien wir ehrlich, oft sehr stark über das, was sie beruflich erreicht haben – über ihre Karriere, was auch immer das sein mag, und über den finanziellen Status, den sie erwirtschaften. Dieser ist im Ruhestand meist deutlich geringer, zumindest in Deutschland und Österreich.
Das bedeutet also, dass gerade Männer in dem Moment, in dem diese Dinge wegfallen, einen starken Rückgang ihres Selbstbewusstseins und ihres Sinngefühls erleben. Es geht dabei auch um die Frage, wofür man lebt. Man sieht jedenfalls diesen signifikanten Knick. Sehr häufig ist es so, dass Menschen, wenn sie in den Ruhestand gehen – und das muss nicht unbedingt bedeuten, dass sie komplett aufhören zu arbeiten –, beispielsweise wenn sie von der Arbeit ins Ehrenamt wechseln, bei einem solchen harten Schnitt schnell gesundheitlich, emotional und psychisch stark abbauen können.
Punkt neun: Aussöhnung unter Ehepartnern.
Platz 9: Aussöhnung unter Ehepartnern
Aussöhnung unter Ehepartnern – das ist ein Punkt, den ich beim ersten Lesen der Studie nicht ganz verstanden habe. Hier meine Vermutung dazu: Ich vermute, dass eine Aussöhnung unter Ehepartnern, also wenn es vorher einen großen Streit oder einen echten Konflikt gegeben hat, natürlich etwas sehr Schönes ist, wofür man auf Knien dankbar sein kann.
Nichtsdestotrotz glaube ich, dass dieser Prozess, dieser Vorgang der Aussöhnung, etwas ist, das viel Kraft kostet. Das kennst du ja selbst von deinen eigenen Konflikten, die du mit Geschwistern hattest, die du mit deinem Partner hattest, früher mit deinen Eltern oder vielleicht auch mit deinem Ehemann oder deiner Ehefrau hast. Das zerrt richtig an einem, das geht tief unter die Haut.
Dieser Prozess der Aussöhnung und das Klären von Konflikten ist etwas Gutes und Konstruktives, wofür wir uns als Christen wirklich bemühen sollten. Dennoch sollten wir die Kraft, die es kostet, einen Konflikt zu klären, nicht unterschätzen. So interpretiere ich diesen neunten Punkt.
Punkt acht...
Platz 8: Kündigung
Das trifft wahrscheinlich wieder mehr auf Männer zu: Dir wird gekündigt, dir wird gekündigt. Das ist in dem Sinne, je nachdem wann es passiert, so etwas wie ein unfreiwilliger Ruhestand.
Jetzt kommt es natürlich sehr auf das Alter an. Wir müssen unterscheiden, wie eine Kündigung im Ruhestands- oder Vorruhestandsalter wirkt. Wenn es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass man jetzt direkt etwas findet, das einer ähnlichen Stellung entspricht, dann ist das möglicherweise, noch in Anführungsstrichen, ein bisschen entspannter. Man hat sich auf den Ruhestand sowieso schon vorbereitet. Der einzige Unterschied ist, dass dieser vorherkommt und unvorbereitet ist.
Nichtsdestotrotz, wenn die Kündigung in einem Alter erfolgt, in dem man noch nicht bereit ist, in den Ruhestand zu gehen, dürfen wir nicht unterschätzen, was das alles bedeutet. Die Frage lautet: Was sagt das über mich als Mann aus? Was sagt das über mich als Leistungsbringer aus? Was sagt das auch über den Respekt aus, der mir für meine Lebensleistung entgegengebracht wird? Was sagt das darüber aus, wie andere das Resultat meiner Arbeit wertschätzen?
Das kann ich mir sofort vorstellen, und ich möchte wetten, ich bin nicht der Einzige hier, der sich vorstellen kann, dass einen das völlig aus den Latschen haut. Und das haben wir ja leider in den letzten, ja, ich würde mal sagen, fast zwei Jahren am Fließband gesehen – mit erster Welle, zweiter Welle und so weiter –, wie viele Menschen dadurch in die Armut gerutscht sind, hier in unseren Ländern. Und was das einfach mit Menschen gemacht hat, auch emotional und psychisch, ja, dazu muss ich nichts weiter sagen, oder?
In wenigen Sekunden geht es weiter. Ich möchte nämlich allen danken, die schon die Glocke unter diesem Video gedrückt haben, damit mehr Internetnutzern christliche Inhalte angezeigt werden. Das ist anonym in zwei Sekunden erledigt und hilft auch diesem Kanal. Vielen Dank.
Punkt Nummer sieben: Heiraten.
Platz 7: Heiraten
Im letzten Jahr haben vier meiner allerengsten Freunde geheiratet, und ich durfte diesen Prozess live miterleben – nicht zuletzt, weil ich sie getraut habe. Ich muss wirklich sagen: Als Außenstehender ist es schwer, sich vorzustellen, wie stressig Hochzeitsvorbereitungen sein können. Darf ich das so sagen? Ja, das darf ich.
Ich erinnere mich an Gespräche mit einer Braut im Vorfeld. Was das emotional mit einem macht, sollte man nicht unterschätzen. Nach unserer Verlobung habe ich damals sehr ernsthaft nach Büchern gesucht, die beschreiben, wie eine Verlobungsphase abläuft und worauf man achten sollte. Ich weiß, das klingt sehr nerdig, aber es wäre schön gewesen, so ein Buch zu haben. Wir hatten damals keines.
Auch jetzt, wo die Hochzeitsvorbereitungen bei uns Schritt für Schritt Fahrt aufgenommen haben, standen viele wichtige Entscheidungen an. Es gab viel zu organisieren – und natürlich auch viel Emotionales, das dahintersteckt. Der Stressfaktor ist enorm. Es geht nicht nur um finanzielle und zeitliche Aspekte, sondern auch um die ganze Involvierung, die das bedeutet. Das habe ich unterschätzt. War ich da naiv? Wahrscheinlich.
Das ist wirklich etwas Besonderes. Noch einmal: Es ist schön, es ist ein wunderschönes Erlebnis – aber etwas kann gleichzeitig super schön und auch stressig sein. Zum Beispiel ein Bungee Jump. Das kann eine richtig, richtig schöne Erfahrung sein. Gleichzeitig fordert es dich körperlich. Es verlangt dir etwas ab.
Oder nehmen wir einen Halbmarathon. Eine superschöne Erfahrung, total schön. Du kommst euphorisiert zurück und kannst gar nicht erwarten, in zwei, drei Tagen wieder laufen zu gehen. Aber es ist trotzdem etwas, das dir etwas abverlangt. Im Englischen würde man sagen: "It takes a toll on you." Es fordert dich heraus.
Ähnlich ist es beim Thema Heiraten. Heiraten steht auf Platz sieben in dieser Liste. Es ist wirklich etwas, das dazu führen kann, dass Menschen vor Hochzeiten gesundheitlich zusammenbrechen. Ich kann mir das mittlerweile besser vorstellen.
Unabhängig davon: Es steht auf der Liste. Schreib gerne in die Kommentare, welche Erfahrungen du bis jetzt mit diesem Thema gemacht hast.
Platz Nummer sechs: Ein Unfall mit gesundheitlichen Folgen oder eine schwere Erkrankung.
Platz 6: Unfall oder schwere Erkrankung
Nun muss ich kurz klarstellen: Bei diesem sechsten Punkt geht es nicht unbedingt um die gesundheitlichen Folgen eines Unfalls. Es geht auch nicht um die schwere Erkrankung an sich. In der Statistik geht es vielmehr darum, dass selbst wenn die körperlichen Unfallfolgen beseitigt sind – denn manchmal kann man einen schweren Unfall haben, wie ich zum Beispiel als Kind, ohne dass gesundheitliche Folgen bleiben – oder eine schwere Erkrankung, die auch wieder heilen kann, dann ist das alles möglich.
Mir geht es vielmehr darum, was das psychisch mit dir macht, welchen Stress es auslöst und welche Belastung in deinem Nervensystem bleibt, wenn plötzlich etwas so Unvorhergesehenes passiert. Etwas, das deinen kompletten Tagesablauf und die Sicherheiten, die du bis dahin in deinem Leben hattest, infrage stellt.
Deshalb ist es häufig so, dass Menschen, die gesundheitlich von einem schweren Eingriff, Unfall oder einer schweren Erkrankung genesen sind, selbst wenn alles verheilt ist und gut gelaufen ist, Monate später noch gesundheitlich stark beeinträchtigt sind. Ihr Immunsystem gerät völlig aus dem Gleichgewicht.
Es ist ein bisschen so, wie du es vielleicht selbst schon einmal beobachtet hast: Wenn du aus einer sehr stressigen Lebensphase kommst und dann in den Urlaub fährst, passiert es bei vielen Menschen, dass sie plötzlich krank werden. So war es zum Beispiel bei mir nach meinem Diplom oder Masterabschluss. Ich bin danach in die USA geflogen und war dort gesundheitlich total angeschlagen. Ich hatte in meinem Leben noch nie so eine heftige Grippe gehabt. Das war wirklich extrem; ich habe nur geschnieft, um es harmlos auszudrücken.
So ist es bei vielen Leuten: Sobald der Stress nachlässt und man aus dem Überlebensmodus herauskommt, fühlt sich der Körper so, als würde er zusammenbrechen.
Punkt fünf: Tod eines nahen Familienmitglieds.
Platz 5: Tod eines nahen Familienmitglieds
Da muss ich jetzt nicht viel zu sagen. Ich glaube, wir können nur beten, dass wir alle möglichst lange davon verschont bleiben.
Punkt vier: Inhaftiert werden.
Platz 4: Inhaftiert werden
Inhaftiert zu werden bedeutet Folgendes: Du wirst eines Verbrechens bezichtigt. Dann findet ein Gerichtsverfahren statt, um festzustellen, ob und inwieweit du dieses Verbrechen begangen hast. Im Rahmen dieses Verfahrens wird festgestellt, ob du schuldig bist. Wenn das der Fall ist, wirst du als Schuldiger ins Gefängnis verurteilt.
Natürlich gibt es eine Dunkelziffer – die Frage ist, ob diese in Deutschland wirklich so groß ist – von Menschen, die durch das System rutschen und möglicherweise unschuldig ins Gefängnis kommen. Solche Fälle gibt es immer wieder. Bis jetzt haben wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch keine absolut sichere Methode gefunden, das zu verhindern. Das ist einer der Gründe, weshalb in diesen Ländern keine Todesstrafe existiert. Das bedeutet, selbst wenn es einen Justizirrtum gibt, wird dadurch zumindest nicht irreversibel das Leben eines Menschen ausgelöscht.
Die meisten Menschen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz inhaftiert sind, sind jedoch deshalb dort, weil sie schuldig sind, ein Verbrechen begangen haben. Sie wurden dabei erwischt und überführt. Das ist die Konsequenz davon – nicht nur, aber auch.
In dem Moment, in dem das passiert, zeigen Menschen unterschiedliche Reaktionen darauf, inhaftiert zu werden. Das sieht man auch in der psychologischen Gefängnisliteratur. Dort werden im Wesentlichen vier verschiedene Varianten beschrieben, wie Menschen auf die Inhaftierung reagieren. Darauf können wir in einem separaten Video näher eingehen. Wenn Interesse besteht, kann man das gerne thematisieren.
Viele Menschen ziehen während des Prozesses der Schuldfeststellung ein Resümee über ihr bisheriges Leben. Sie nehmen diesen Moment als eine krasse Zäsur wahr – als einen Bruch oder Cut in ihrem bisherigen Leben. Sie fragen sich: „Ist das jetzt das, worauf alles hingelaufen ist?“ und betrachten sich oft als gescheitert. Verstehst du, was ich meine?
Der Stress, unfreiwillig aus dem eigenen Leben herausgerissen zu werden und dann ins Gefängnis zu gehen, führt zu enormen Belastungen. Gefängnisse sind leider auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine sicheren Orte, da das Problem oft die Mithäftlinge sind. Das erzeugt eine starke Stressreaktion.
Das sind nur die Top-Ten-Punkte. Einige davon, wie zum Beispiel ein Unfall oder der Tod eines Familienangehörigen, liegen natürlich völlig außerhalb deiner Kontrolle. Das ist klar. Wenn man sich jedoch die anderen 43 Punkte für Erwachsene auf der Liste anschaut – und bei Kindern ist es nicht anders – fällt auf, dass die meisten dieser Punkte hausgemacht sind. Sie sind leider oft selbst verursachtes und vermeidbares Elend.
Reflexion über vermeidbares Leid und Angebot einer Challenge
Ich weiß, das klingt jetzt brutal und lieblos. Deshalb möchte ich es kurz erklären.
Aus meiner jahrelangen Berufserfahrung als Berater von Tausenden von Menschen muss ich das leider bestätigen. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass 70 bis 80 Prozent des Leids, das ich in all den Jahren täglich gesehen habe, hausgemacht und vermeidbar war.
Und welches Leid du davon einfach und im Vorfeld vermeiden kannst – Stichwort Statistik – habe ich dir hier zusammengefasst. In dieser Sieben-Tage-Challenge für ein Leben mit weniger Leid findest du in sieben kurzen Inputs die wichtigsten Dinge, die ich als Berater gelernt habe, um Leid in deinem Leben zu vermeiden.
Mehrere hundert Menschen nutzen diese Inhalte bereits. Du kannst sie dir gern kostenlos ansehen. Klicke dafür einfach auf den Link, in dem ich alles zusammengefasst habe.
Punkt Nummer drei: Das Auseinanderziehen von deinem Ehepartner.
Weitere belastende Lebensereignisse
Platz 3: Auseinanderziehen von Ehepartnern
Es gibt bestimmte Situationen, in denen man keine Wahl hat, zum Beispiel wenn einer der Ehepartner beim Militär arbeitet. Das ist leider etwas, das man sich vor der Ehe gut überlegen muss. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass die Ehepartner vorübergehend getrennt leben müssen, wenn ein notwendiger Einsatz ansteht.
Jeder, der aus einer Militärfamilie stammt, kann davon ein Lied singen und hat deutlich mehr Erfahrung damit, als man es von außen erahnen kann.
Es gibt aber auch Situationen, in denen die Trennung nicht durch äußere Umstände erzwungen wird. Manchmal handelt es sich um eine vorübergehende, manchmal um eine dauerhafte Trennung, die oft im Zusammenhang mit der Einleitung einer Scheidung steht.
Dieses Auseinanderziehen, obwohl man verheiratet ist – vielleicht sogar mit der Absicht, die Ehe zu erhalten und später wieder zusammenzuziehen – ist tatsächlich eines der belastendsten Lebensereignisse überhaupt. In der westlichen Welt zählt es zu den drei stressigsten und schlimmsten Erfahrungen, die man machen kann.
Daran anschließend folgt auf Platz zwei...
Platz 2: Scheidung
Das hatte mich am Anfang überrascht, als ich das auf der Liste gesehen habe. Aber als ich dann ein bisschen darüber nachgedacht habe, war ich doch nicht mehr so erstaunt.
Platz zwei der stressigsten und schlimmsten Dinge, die man in der westlichen Welt erleben kann – und die ausreichen, um jemanden wirklich komplett gesundheitlich kollabieren zu lassen, Menschen ins Krankenhaus zu bringen und tatsächlich tödlich verlaufen können – ist das Thema Scheidung, Ehescheidung.
Bevor wir jetzt Platz eins enthüllen: Du siehst schon, fünf von zehn der stressigsten Dinge, die man in der westlichen Welt überhaupt erleben kann, haben tatsächlich auf die eine oder andere Weise mit dem Familienstand zu tun.
Deshalb sollte man sich sehr gut überlegen, ob man wirklich sein Singleleben aufgeben und das Ziel der Ehe verfolgen will – und wenn ja, mit wem. Denn wenn da etwas schiefgeht, dann richtig. Und das kann einen deutlich, deutlich mehr mitnehmen, als man vielleicht denkt.
Ehe ist eine große Sache, und das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Platz eins: Tod des Ehepartners.
Platz 1: Tod des Ehepartners
Das ist etwas, das du vielleicht schon in deiner Familie oder im erweiterten Bekanntenkreis erlebt hast. Deshalb sterben tatsächlich viele Senioren, nachdem ihr Ehepartner zuvor gestorben ist.
Statistisch gesehen ist es häufig so, dass zuerst der Mann stirbt und die Frau oft kurz darauf folgt. Diese Tatsache ist tatsächlich sehr verbreitet.
Solange Jesus nicht vorher wiederkommt, wird das wahrscheinlich einem von beiden Ehepartnern passieren. Das ist ernüchternd, oder?
Schlussgedanken
Also das Fazit daraus lautet: Lass uns die Zeit miteinander so gut und so liebevoll wie möglich nutzen.
