Event•Teil 1 / 10Spurgeon-Konferenz 2014
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein herzlicher Auftakt und das Ziel der Zusammenkunft
Well, thank you so much for your warm welcome. It's a great joy to be here. Herzlichen Dank für das herzliche Willkommen. Es ist eine grosse Freude, hier zu sein. Und ich freue mich schon sehr auf diese Zeit in der Konferenz mit euch. Ich bete, dass der Herr uns ein ganz neues Zutrauen in die Bibel gibt, einen neuen Hunger, die Schrift zu verstehen und sie anderen weiterzusagen.
In dieser ersten Session möchte ich mit uns ein paar Grundlagen legen, um einfach den Ton für das zu setzen, was uns jetzt erwartet, as we try to become workmen who do not need to be ashamed, who rightly handle God's word, um immer mehr Arbeiter zu werden, die sich eben nicht schämen, sondern immer treuer auch das Wort Gottes handhaben.
Deswegen wollen wir uns jetzt in dieser ersten Session einige Bibelpassagen anschauen. Und um uns darauf einzustimmen, werden wir aus dem zweiten Petrusbrief lesen, und zwar aus Kapitel 1, Vers 12 bis 21. Ich lese 2. Petrus 1,12-21:
Darum will ich es nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern, obwohl ihr es wisst und gestärkt seid in der Wahrheit, die unter euch ist. Ich halte es aber für richtig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern. Denn ich weiss, dass ich meine Hütte bald verlassen muss, wie es mir auch unser Herr Jesus Christus eröffnet hat. Ich will mich aber bemühen, dass ihr dies allezeit auch nach meinem Hinscheiden im Gedächtnis behalten könnt.
Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus, sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der grossen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel herkommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.
Um so fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr vor allem wissen: dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
Die Frage nach Verlässlichkeit in einer skeptischen Kultur
In dieser Passage beschäftigt sich Petrus mit dem Problem der Sicherheit. Es geht um die Frage: Können wir wirklich sicher sein, dass das Zeugnis der Schrift vertrauenswürdig ist?
In unserer Kultur hier in Westeuropa herrscht heute doch oft die Überzeugung, dass man eigentlich über nichts wirklich sicher sein könne. Das Einzige, worüber man sich sicher sein kann, ist, dass man sich über nichts sicher sein kann. Ein englischer Bischof hat vor Kurzem gesagt: Es spielt wirklich keine Rolle, was du glaubst, solange du glaubst, dass es keine Rolle spielt. Er hat das nicht als eine Position verkündet, der man folgen sollte. Er hat das einfach beobachtet, als ein Faktum der Gesellschaft, in der wir leben.
Und wir alle haben Erfahrungen damit, dass Dinge, die wir für sicher hielten, letztendlich unterminiert wurden. Fixpunkte in unserem Glaubenssystem wurden herausgefordert. Und vielleicht gibt es diese dunklen Momente, in denen wir uns die Frage stellen, ob unser eigener Glaube wirklich stark und echt bleiben kann. Ganz sicher, wenn wir mit Evangelisation zu tun haben, dann wird das zu einem großen Thema.
Wenn ich den christlichen Glauben annehme, ist das wirklich ein solider Grund, auf dem ich stehen kann? Oder ist der christliche Glaube nicht einfach nur schönes Denken, in der Hoffnung, dass es dir irgendwie helfen wird, wenn du es nur stark genug glaubst?
Diese Probleme sind natürlich nicht neu. In der Tat schreibt Petrus diesen Brief genau, um auf diese Fragen einzugehen. Und kurz gesagt, seine Antwort ist: Ja, wir können sicher sein, weil Gott sich uns selbst offenbart hat durch sein niedergeschriebenes Wort.
Lasst uns nur ein paar Minuten nehmen und noch einmal ein wenig darüber nachdenken. Wenn es einen Gott gibt, der uns gemacht hat, den Planeten, auf dem wir leben, und wenn dieser Gott auch das ganze Universum gemacht hat, was wir kaum verstehen können, dann muss dieser Gott doch die ultimative Realität und die höchste Autorität sein. Er ist die eine unveränderliche Wahrheit, auf der die ganze Schöpfung beruht.
Und wenn er beschlossen hat, sich selbst zu offenbaren, dann können wir Erkenntnis haben. Dann können wir wirklich Wahrheit empfangen, die für alle Menschen überall wahr ist. Unsere Kultur lehnt das natürlich ab, weil es sehr demütigend ist. Aber es ist auch sehr befreiend.
Lassen wir uns das noch einmal von der anderen Seite betrachten. Wenn wir also versuchen müssten, Gott zu erkennen, wer Gott ist, dann würden wir uns in der Welt nicht befreien. Ohne äußere Hilfe, einfach nur mit unserem eigenen Verstand, würdest du vielleicht denken, dass Gott nur von besonders klugen Leuten gekannt werden kann. Und doch wäre dann jeder Gott irgendwie noch ein bisschen kleiner als die intellektuelle Kapazität des Menschen, der ihn sich vorstellt. Und von daher ist alles, was du dir selbst als Gott erdenkst, schon von daher gar nicht wert, Gott genannt zu werden.
Und was intellektuell wahr ist, ist aus moralischer Sicht noch viel mehr wahr. Ein perfekter Gott, ein vollkommen gerechter Gott, ein solcher Gott steht auch nicht in der Verfügung von ungerechten Menschen wie wir selbst. Selbst unsere besten Motive sind ja immer auch ein bisschen verdorben durch Selbstsucht und Sünde. Also wenn wir irgendwie eine moralische Leiter hochgehen müssten, um zu Gott zu kommen, dann wäre der ganze Versuch letztendlich fruchtlos, weil keine solche Leiter die moralische Perfektion Gottes erreichen kann, die sich in der Bibel offenbart. Und kein Leben könnte neben Jesus Christus stehen und mit ihm verglichen werden.
Das erinnert uns aber natürlich daran, dass die großartige Wahrheit die ist, dass Gott sich in der Bibel selbst offenbart hat und die Konversation mit uns begonnen hat. Er hat zu uns gesprochen durch sein Wort und uns besucht in seinem Sohn.
Und diese Offenbarung, die in Raum und Zeit geschehen ist, ist die Basis für all unseren Glauben. Das Leben von Jesus Christus, das vor ungefähr 2000 Jahren in dem geschah, was wir heute Israel nennen, ist die grundlegendste Wahrheit, auf der alles andere aufbaut. Das Alte Testament weist auf ihn hin, und das Neue Testament erklärt seine Person und sein Werk. Und die ganze Bibel, vom ersten Buch Mose bis hin zur Offenbarung, hat Jesus Christus im Zentrum.
Er selbst macht das ganz deutlich. Lasst uns zum Lukasevangelium blättern, zu Kapitel 24. Wir lesen ab Vers 25. Jesus erscheint dort in seinem Auferstehungsleib den zwei Männern, die auf dem Weg nach Emmaus sind. Und während sie mit ihm reden über all die Trauer, über die Dinge, die am Karfreitag geschehen sind, sagt er zu ihnen: O ihr Toren und trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben!
Und dann predigt er sich selbst als den Christus durch die Propheten. So sagt er in Vers 27: Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war.
Das heißt, Jesus ist im Zentrum der biblischen Offenbarung. Und als er dann einige Zeit später seinen Jüngern begegnete, in dem Raum etwas weiter im Kapitel, ab Vers 44, da sagt er eigentlich genau das Gleiche auch zu ihnen. Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen. Und in Vers 45 öffnete er ihnen das Verständnis, so dass sie die Schrift verstanden.
Das ist also das Programm, das der auferstandene Jesus jetzt für seine Jünger einführt. Das Gesetz des Mose sind die ersten fünf Bücher. Und die Juden haben die historischen Bücher die vorderen Propheten genannt, weil das Geschichtserzählung aus göttlicher Perspektive war. Und das, was wir die Propheten nennen, bezeichnen sie als die späteren Propheten. Der Rest des Alten Testaments ist zusammengefasst unter dem Begriff „die Schriften“, was oft dann aber auch unter dem Titel des ersten Buches der Schriften bezeichnet wurde, nämlich dem Buch der Psalmen.
Also wenn Jesus sagt: Alles, was von mir geschrieben ist im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen, dann meint er wirklich das ganze Alte Testament. Und was er also in diesen vierzig Tagen zwischen seiner Auferstehung und der Himmelfahrt tut, ist, dass er wirklich eine kleine Bibelschule mit seinen Jüngern aufmacht, wo er ihnen erklärt, wie sie das ganze Alte Testament verstehen sollen, so dass sie nun ausgesandt werden können und zugerüstet sind, um das Evangelium den Nationen zu predigen.
Christus im Zentrum von Geschichte, Zeugnis und Offenbarung
Also das heißt, der christliche Glaube ist vor allem auch ein historischer Glaube. Er spricht von einem Gott, der eingreift, der in seine Welt hineinkommt, der sich selbst offenbart in Raum und Zeit und in einer Person, die der fleischgewordene Gott ist, Jesus Christus.
Das ist entweder wahr oder falsch. Es ist entweder passiert oder eben nicht. Und wenn wir solche Wahrheitsansprüche untersuchen, dann hängt das immer davon ab, welche Qualität die Belege haben, die dann angeführt werden.
Gestern vor hundert Jahren haben unsere beiden Länder einen Krieg gegeneinander begonnen. Es war eine schlimme Zeit für den ganzen Kontinent Europa. Aber woher wissen wir, dass das überhaupt passiert ist? Es gibt zum Beispiel einige ganz frühe Filme, auf die wir uns anschauen könnten. Andere haben niedergeschrieben, was geschehen ist. Sie haben Worte gebraucht, um zu erklären, welche Tragödien sich auf beiden Seiten abgespielt haben.
Und wenn man dann noch weiter zurückgeht, in das neunzehnte Jahrhundert, bevor es Filmmaterial gab, dann müssen wir sagen: Da sind wir vollkommen abhängig von den Augenzeugenberichten derer, die dabei waren. Und im Fall von Jesus Christus sind die Zeugnisse überwältigend.
Rousseau, der französische Philosoph, sagte: Wenn Jesus Christus nicht existierte, dann muss der Geist, der ihn hervorgebracht hat, genauso groß sein wie sein Geist. Und der französische Philosoph Rousseau hat gesagt, wenn Jesus Christus nicht wirklich existiert hat, dann muss der Verstand, der ihn erschaffen hat, mindestens so brillant gewesen sein wie Rousseau selber. Und dann stellte er die Frage: Welcher Gedanke, welcher Kopf, welches Gehirn war das?
Niemand hat Jesus als eine Fiktion erfunden. Das Zeugnis ist fest und klar. Wir haben die Augenzeugenberichte. Die Frage ist einfach, ob wir der Autorität des niedergeschriebenen Augenzeugnisses vertrauen.
Wenn wir also nicht die Bibel als ultimative Autorität anerkennen, was denn dann? Um das noch einmal anders zu fragen: Wenn die Bibel nicht in den Gemeinden und durch die Gemeinden der ganzen Welt gepredigt wird, wie sonst können wir Gottes Stimme hören?
Und natürlich gibt es verschiedene Arten von Christen, die meinen, das könnte man anders machen. Es gibt andere Autoritäten. Die liberale Theologie würde sagen: Na ja, es ist vor allem dein Verstand, der letztendlich Autorität hat. Die würden zum Beispiel sagen, wenn dir irgendetwas in der Bibel unwahrscheinlich vorkommt, dann hast du natürlich das Recht, das abzulehnen. Im Endeffekt liegt es an dir selbst.
Viele andere würden sagen: Nein, nein, die Kirche ist die letzte Autorität, die Institution Kirche. Bischöfe und deshalb ist die Kirche durch ihre Autoritäten, die Bischöfe, die Priester und so weiter, in der Lage, euch zu sagen, was jetzt genau geglaubt werden soll.
Und sehr populär unter Christen heute ist, dass es einfach deine Erfahrung ist, die letzte Autorität. Wenn es dir wirklich real vorkommt, dann ist es für dich auch real. Wenn es nach deiner Erfahrung gut zu sein scheint, dann nimm das halt so.
Aber keine dieser Autoritäten, Verstand oder Erfahrung oder Institution, hat Autorität außerhalb von mir. Das heißt, letztendlich bin in all diesen drei Fällen ich die letzte Autorität. Das sind nämlich alles menschliche Autoritäten.
Aber der Anspruch der Bibel ist ein anderer, nämlich dass das Licht von außen hinein scheint, dass es eine von Gott gegebene Autorität ist und innerhalb der niedergeschriebenen Offenbarung Gottes Zeugnis gegeben wird von dem fleischgewordenen Wort.
Und deshalb ist es für uns so wichtig, Gottes Wort richtig zu verstehen und gut zu interpretieren. Das Werkzeug, das Gott uns dazu gegeben hat, ist die Bibel selbst. Die Bibel ist ihr eigener Ausleger. Sie gibt sich selbst das Recht.
Das wird ja hier die Spurgeon-Konferenz genannt. Charles Haddon Spurgeon wurde er genannt, der „Prinz der Prediger“, als er im neunzehnten Jahrhundert im Süden Londons seinen Dienst tat. Da kamen Tausende, um ihn zu hören, und Tausende sind durch ihn zum Glauben gekommen.
Spurgeon soll natürlich eine ganze Menge Dinge gesagt haben, es gibt viele Geschichten über ihn. When you see him in heaven there will be a long queue of preachers queuing up to ask him did you really say so and so and when ihr ihn im Himmel trefft, da werdet ihr eine Menge Prediger sehen, die sich anstellen, um ihn zu fragen: Hast du das und das auch wirklich so gesagt?
But Spurgeon said, Would you defend a lion? Und Spurgeon hat also mal angeblich gesagt: Würdest du einen Löwen verteidigen? Nein, du würdest ihn einfach loslassen, dann wird er sich selber verteidigen. Und so ist das mit der Bibel. Die Bibel braucht mich nicht als Verteidiger. Lass sie einfach los, und sie wird sich selber verteidigen.
Und wenn wir dieses Vertrauen teilen können, das die Bibel in sich selbst hat, dann werden wir verstehen, warum wir die Bibel sorgfältig studieren und verkündigen sollten und auch, wie die Bibel uns instruiert, wie wir es tun können. Und dann werden wir darauf achten, wie die Bibel uns lehrt, wie genau wir das tun sollen.
Deswegen möchte ich jetzt noch einmal mit euch zurückkehren zum 2. Petrus 1. Habt ihr gesehen, wie Petrus sein Argument aufbaut im Hinblick auf die Zuversicht, die wir in die Bibel selbst haben können? In Vers 16 schreibt er ja: Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus.
Es gab da viele falsche Propheten, viele Irrlehrer, so sagt er in Kapitel 2, Vers 1, spricht er von den falschen Propheten unter dem Volk. Und die haben in Frage gestellt, ob man wirklich Vertrauen haben kann in das apostolische Zeugnis über Jesus. Aber hier ist der Mann, der mittendrin war, und sagt: Das sind keine Fabeln, keine früheren Fabeln, die wir uns ausgedacht haben, denn wir haben euch doch von der Kraft und dem Kommen des Herrn Jesus Christus gesprochen.
Eine Sache, auf die wir immer achten sollten, ist, sorgfältig auf das Vokabular, die Aussagen der Bibel zu schauen. Die Kraft von Jesus ist offensichtlich in seinen mächtigen Mirakeln und in seinen wunderschönen Worten. Die Kraft von Jesus sieht man offensichtlich durch seine Wunder und seine mächtigen Taten.
Aber das Wort „Kommen“, das ist das griechische Wort „parousia“. Das ist das griechische Wort „parousia“. Das ist das griechische Wort „parousia“. Und das wird in der Bibel eigentlich für das zweite Kommen von Jesus gebraucht. Also was Petrus hier sagt, ist: Wir haben zu euch gesprochen vom ersten Kommen Jesu und von seiner Wiederkehr. Und das sind keine clever ausgedachten Geschichten.
Und seine Widersacher sagen jetzt wahrscheinlich: Beleg das mal. Und so macht er das dann. Im Vers 16, am Ende von Vers 16, sagt er nämlich: Wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen. Das war ein Augenzeuge. Und dann in Vers 18: Und diese Stimme haben wir gehört, vom Himmel kommend.
Also das apostolische Zeugnis, was ja das Fundament des Neuen Testaments ist, hängt davon ab, was die Apostel gesehen und gehört haben. Sie sind Augenzeugen und Ohrenzeugen der Offenbarung von Jesus Christus. Und so funktioniert die Bibel.
Wenn wir jemanden kennenlernen wollen, uns selbst jemand anderem offenbaren wollen, dann funktioniert das dadurch, was wir miteinander tun und was wir zueinander sagen. Und genau so offenbart sich Gott auch uns in dem, was er sagt und in dem, was er tut. Und die beiden kommen zusammen und geben uns so dann die Schrift.
Also wir könnten im Prinzip sagen: Die Geschehnisse und deren Interpretation zusammen ergeben die Offenbarung. Das heißt, Gott tut Dinge und erklärt, warum er sie tut, um seine eigene Natur, seinen Charakter zu offenbaren. Ereignis plus Erklärung ergibt Offenbarung.
Und das Geschehen, das hier beschrieben wird, das ist die Verklärung. Was haben sie gesehen? Vers 17: Er empfing von Gott dem Vater Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit. Und die Stimme erklärt jetzt das, was dort geschieht: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich wohlgefallen habe.
Und so sagt Petrus dann: Wir selber haben diese Stimme gehört, die vom Himmel gekommen ist. Also ihr seht, wie Jesus hier verklärt wird vor ihnen mit der ganzen Herrlichkeit, die er hatte von vor Anbeginn der Zeit. Aber das ist keine stumme Darstellung, sondern es kommt eine Stimme dazu, die das erklärt: Das ist mein geliebter Sohn.
Und das hat das Leben von Petrus grundlegend verändert. Und Petrus sagt: Das ist nicht irgendwie nur eine Fabel, die wir uns ausgedacht haben. Und dann verbindet er das mit den Schriften des Alten Testamentes in Vers 19. Er sagt: Durch die Offenbarung des Sohnes Gottes haben wir die Worte der Propheten umso sicherer gemacht.
Now he wants to underline that the prophets only spoke because God spoke to them, und er will damit betonen, dass die Propheten nur deshalb gesprochen haben, weil Gott zu ihnen gesprochen hat. So he says in verse twenty no prophet ever chose to be a prophet for himself. Und so sagt er dann in Vers 20, dass keine Weissagung, kein Wort des Propheten einfach nur kam, weil er es selber so entschieden hatte.
Es war nicht so, dass Jesaja eines Morgens aufgewacht ist und Frau Jesaja gesagt hat: Ich glaube, ich werde jetzt mal ein Prophet. Nein, er wurde vom Geist Gottes getrieben. Vers 21: So heißt es in Vers 21, denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern wie als der Wind des Heiligen Geistes in die Segel hineinblies.
Und so sind diese alttestamentlichen Prophetien noch zuverlässiger, noch vertrauenswürdiger geworden durch das Zeugnis von Jesus Christus. Du kannst dir sicher sein, du kannst Vertrauen haben.
Und er sagt in Vers 19, die Anwendung davon, die für uns sehr relevant ist, ist: Du tust gut daran, darauf Acht zu haben, auf dieses Licht, denn es scheint wie ein Licht an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
Petrus sagt nicht: Look inside you and try to find the source of light within yourself. Also ihr seht, Petrus sagt nicht: Schau in dich selber und find die Lichtquelle irgendwie in dir selber. Das ist das, was diese anderen Autoritäten sagen über die menschlichen Möglichkeiten. Aber hier ist etwas anders: Das Licht scheint von außen hinein.
Und unsere Herzen, das sind die dunklen Orte. Aber eines Tages, wenn der Herr Jesus wiederkommt, da wird dann dieser Morgenstern in unseren Herzen aufgehen. Aber bis zu diesem Tag wird das Licht von außen hineinscheinen.
Und der Geist, der die Schrift inspiriert hat, der bringt nun auch eben diese Erkenntnis in die Herzen der Menschen. Und das ermöglicht es uns dann, Gottes Wahrheit wirklich zu erkennen.
Lasst uns das verbinden mit einer anderen Aussage aus der Schrift. In diesem Fall wollen wir mal zum 2. Timotheus 3 gehen. Und es ist eine sehr bekannte Passage aus dem 2. Timotheus 3, ab Vers 14 bis Kapitel 4, Vers 2:
Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist. Du weißt ja, von wem du gelernt hast und dass du von Kind auf die Heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.
So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit, weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre!
Ihr seht, was Paulus hier tut: Er gibt uns eine große Zuversicht in die Schrift selbst, und zwar nicht nur in die Autorität der Schrift, dass sie von Gott ausgeatmet ist, das ist natürlich grundlegend, sondern eben auch, dass die Schrift genügt, dass sie alles ist, was wir brauchen.
Es ist fast so, als wenn er zur Bibel sagt: Bibel, was ist deine Arbeitsbeschreibung? What do you exist for, what's your purpose? Und ihr werdet sehen, es gibt zwei Dinge, die er sagt. Und es sind zwei Dinge, die er darüber sagt.
It is firstly verse fifteen that the scriptures are able to make you wise for salvation. Und das Erste, was er dann sagt, ist, dass die Heilige Schrift uns unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. Das heißt, die erste Aufgabe der Bibel ist, uns in Jesus Christus zu bringen, zum Glauben an Jesus Christus zu bringen und damit zur Rettung.
Und das ist auch der Grund, warum ihr in Evangelisationsbemühungen immer so schnell wie möglich mit Leuten dazu kommen wollt, dass sie die Bibel lesen, denn das Wort Gottes wird sie zum ewigen Leben bringen. Dein Zeugnis, deine Freundschaft mit den Menschen, das kann ein Mittel sein, warum sie dann vielleicht bereit sind, die Bibel zu lesen, aber der Glaube selbst kommt durch das Hören von Gottes Wort.
Also der erste Grund ist immer, die Güte Jesu Christi durch die Schrift zu verkündigen. Die Gemeinde braucht weiterhin auch das Evangelium, muss es hören, denn der Weg in den christlichen Glauben hinein und der weitere Weg im christlichen Glauben sind beide begründet im Evangelium.
Und das ist auch der zweite Zweck der Schrift, denn diese von Gott gegebene Schrift ist nütze und in Vers 16 zeigt es uns, wie: zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.
Seht ihr, wie es die Schrift selber ist, die die Menschen zurüstet zu jedem guten Werk? Das heißt, ihr seht, ich muss nicht irgendetwas mit der Bibel machen, wenn ich predige, sondern die Bibel muss erst einmal etwas mit mir tun.
Und wenn die Bibel mich verändert, während ich es verkündige, dann besteht auch die Hoffnung, dass es dann auch euch verändert. Biblisches Predigen hat Christus in Kontrolle, weil sein Wort dominant ist.
Ich gebe euch mal eine Illustration. Denkt mal an ein Auto. Das Auto steht für dein eigenes Leben oder auch für deine ganze Gemeinde. Und wo im Auto ist die Bibel? Und für viele Leute ist die Bibel hinten im Auto. Es wurde aber irgendwann hinten hineingelegt, und dann haben alle vergessen, dass sie da ist.
Also ich habe im Kofferraum Sachen liegen, von denen ich auch nicht mehr weiß, was da eigentlich so rumliegt. Es ist wirklich eine Tragödie, wenn die Bibel einen solchen Platz hat im Leben eines einzelnen Menschen oder einer ganzen Gemeinde.
Für manche Christen ist die Bibel aber auch hinten auf einem der hinteren Plätze. Und ihr wisst ja, dass man immer mit den Leuten ist, die hinten sitzen und immer meint, dass sie dir sagen wollen, wie du das Auto fahren sollst. Das ist wirklich nervig.
Und so sagen dann die Leute: Ah, die Bibel, die will uns immer korrigieren, das ist so, ah, das mag ich gar nicht.
Aber ich glaube, für die meisten echten Gläubigen ist die Bibel mehr so auf dem Beifahrersitz. You know, it's like a sort of celestial sat nav which guides you along the way. No, I have no idea what you're talking about, but I can make something up. Yeah.
Das ist für die meisten das Navigationsgerät. Genau, das ist wie so ein Navigationsgerät, was man anmachen kann, oder eine göttliche Straßenkarte oder sowas. Das heißt, wenn du es brauchst, dann kannst du ihm mal was sagen. Du könntest sagen, wie jemand dir aus der Karte vorliest, wo du mal abbiegen musst, wo du rechts oder links abbiegen musst.
Also ja, die Bibel hat eine ganz wichtige Rolle in meinem Leben. Aber natürlich kannst du trotzdem den Beifahrer ignorieren, wenn du selber das Auto fährst.
Aber worum es uns geht, was uns wichtig ist, ist, dass die Bibel wirklich selber das Steuer in der Hand hat, weil dann sitzt Christus auf dem Fahrerplatz. Und wie bringt Christus seine Autorität zu seinem Volk? Durch sein Wort, durch seinen Geist.
Und das ist der Grund, warum die Bibel eben auf dem Führerplatz in der Gemeinde sein muss, auf dem Fahrerplatz auch in unserem persönlichen Leben, und deshalb auch im Zentrum unserer eigenen Predigten und Lehreinheiten. Das heißt, der Text selbst bestimmt den Inhalt der Predigt.
Das heißt, es ist nicht so, dass die Predigt der Prediger versucht, die Bibel irgendwie auch noch zu benutzen, sondern dass der Text selbst die Predigt bestimmt. Also mein Bild des Predigens ist ungefähr dieses: Ich teile den Bibeltext mit euch, indem ich meinen Finger auf dem Text habe und sage: Das ist, was die Bibel sagt, deshalb ist das, was Gott sagt.
Now I am behind the text and beneath the text and I'm simply holding it out, und ich bin letztendlich hinter dem Text, unter dem Text, ich halte sie eigentlich nur hoch.
Of course there are preachers who preach like this, es gibt natürlich Prediger, die predigen mehr so with a large amount of the preacher and a little bit of the text occasionally, mit ganz viel Prediger vorne und so ein bisschen Text danebenbei. I'm not advocating that, und das fördere ich gar nicht, nor this sort of preaching.
Aber auch nicht dieses Predigen, was nämlich vortäuscht, dass der Prediger selber gar keine Persönlichkeit hat, sondern mehr so, dass die Bibel in der Hand des Predigers ist, aber er sie der Gemeinde gibt.
Eine letzte zentrale Stelle: Kolosser 1. Wir lesen Vers 25 bis 29, Kolosser 1,25-29:
Ihr Diener bin ich geworden durch das Amt, das Gott mir gegeben hat, dass ich euch sein Wort redlich predigen soll, nämlich das Geheimnis, das verborgen war seit ewigen Zeiten und Geschlechtern. Nun aber ist es offenbart seinen Heiligen, denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
Den verkündigen wir und ermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen in aller Weisheit, damit wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen machen. Dafür mühe ich mich auch ab und ringe in der Kraft dessen, der in mir kräftig wirkt.
Paulus beschreibt uns hier, was wirklich sein Auftrag von Gott beinhaltet. Das ist nämlich, das Wort Gottes in seiner Fülle darzulegen. Das ist Vers 25. Und der Zweck dafür ist in Vers 28, damit wir jeden Menschen vollkommen machen in Christus. Das ist das, was Paulus in seinem Dienst tut.
Wenn du also eine Kleingruppe leitest, eine Jugendgruppe oder Bibelstunde oder auch eine Gemeinde leitest, dann machst du das Gleiche. Denn Gott möchte uns gebrauchen, um Menschen reifen zu lassen, in der Reife wachsen zu lassen, in Christus.
Der Weg, über den Menschen wachsen in der Fülle Christi, ist durch die Fülle aus Gottes Wort. Und Paulus hilft uns jetzt zu verstehen, dass das nicht dadurch funktioniert, dass wir alle Doktrinen, die die Schrift lehrt, verstehen, denn du könntest natürlich ganz viel Doktrinen, ganz viel Lehre in deinem Kopf haben, ohne dass es dein Leben berührt.
Nein, das Wort Gottes in seiner ganzen Fülle, das definiert er am Ende von Vers 27. Das ist nämlich Christus in euch, die Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit. Also wenn uns die ganze Schrift auf den Christus in uns hinweist und der uns eines Tages hinführen wird zu seiner Herrlichkeit, dann ist es ja kein Wunder, dass er sagt: Ihn verkündigen wir.
Jesus ist das Zentrum all unserer Verkündigung. Es geschieht dadurch, dass wir Christus verkündigen, dass dann sein Volk wächst in der Reife. Ich hoffe, ihr seht, wie uns das ganze Neue Testament immer wieder dazu bringen will, dass wir die Bibel genau so gebrauchen.
Schaut noch einmal auf den letzten Vers in dem Kapitel. Und er sagt: Dafür mühe ich mich und ringe in der Kraft. Das erste Wort, was hier steht, steht für Menschen, die wirklich ganz harte Arbeit tun. Und das zweite Wort des Ringens, das ist wie in so einer Ringkampfarena, wo Menschen ihre ganze Kraft einsetzen.
Er sagt: Christlicher Dienst ist harte Arbeit, das alle Energie betrifft. Das ist wirklich harte Arbeit, die alle deine Kraft, alle deine Energie braucht.
Als ich Theologiestudent war, da bin ich zu einer Konferenz wie dieser gegangen, in der es ums Predigen ging, und der Vortragende bei dieser Konferenz war ein bekannter englischer Prediger, John Stott. Und dann kamen wir zu der Frage-und-Antwort-Runde. Da fragt einer: Herr Stott, können Sie uns verraten, was ist das Geheimnis Ihres tollen, textauslegenden Predigens?
Ihr könnt euch vorstellen, alle, die da saßen, die hatten einen Stift in der Hand und waren gespannt, das Geheimnis niederzuschreiben. Und John Stott sagte: Es gibt drei Geheimnisse, und die Leute waren alle ganz gespannt.
Er sagt: Das erste Geheimnis ist harte Arbeit. Okay, dann haben sie es niedergeschrieben: harte Arbeit. Und er sagt: Das zweite Geheimnis ist noch mehr harte Arbeit. Und jetzt könnt ihr schon erahnen, was dann das dritte Geheimnis war.
Und ihr könnt euch vorstellen, es war fast so, als wenn dann die Luft rausgelassen wurde, alles so pfff. Aber dann sagt er etwas, und das habe ich nie vergessen. Er sagt: Wir können alle noch härter arbeiten, als wir es schon tun. Das heißt nicht unbedingt mehr Stunden, aber bessere Qualität.
Und er sagt: Wenn du nicht bereit bist, hart zu arbeiten, dann geh nicht in den christlichen Dienst. Und ich denke, das ist wahr. Denn es gibt zu viele Prediger, die nicht hart genug arbeiten, nicht hart genug am Text arbeiten, um ihn wirklich zu verstehen und ihn dann anzuwenden auf das Leben der echten Menschen, die das hören, zu denen er spricht.
Und Paulus sagt, es ist wie reden und streiten. Und ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber ich hätte aufgehört, wenn das alles wäre, was hier steht. Seht ihr, wie dieser Vers endet? In der Kraft dessen, der in mir kräftig wirkt.
Das heißt, die Energie für diese harte Arbeit liegt nicht in mir selber, sondern diese Energie, diese Kraft, dass der Heilige Geist in mir wirkt und mich befähigt. Das ist nämlich das Begeisternde, wenn ich anfange, die Bibel besser zu verstehen. Dann setzt Gott mein Herz in Brand mit einer Botschaft für sein Volk.
Und das ist der Grund, warum wir an jeden lehren und ermahnen können mit aller Weisheit, so dass wir dann schlussendlich die Menschen in der Vollkommenheit Christi zeigen können. Und das ist die allerwichtigste Arbeit in der ganzen Welt, weil es nämlich ewig währt. Es ist diese Investition, die Ehre und Ruhm zu Jesus Christus bringt.
Wir haben noch ein bisschen Zeit in dieser Einheit über, aber ihr habt schon länger zugehört. Und deswegen möchte ich jetzt euch Raum geben für ein paar Fragen und ein bisschen Diskussion. Und dann werden wir die letzten wenigen Minuten sehen, wie die Apostel das in der Praxis einbringen. Bevor ich dann ganz am Ende noch einmal sage, wie die Apostel das dann noch einmal angewandt haben.
Also ihr könnt gerne Fragen stellen. Ich weiß nicht, ob wir das Mikrofon dafür haben, damit das auch mit aufgenommen wird. Hier vorne haben wir unseren Freund aus Jena, Stefan Beyer. Du kannst auf Deutsch fragen, ich übersetze.
Sie haben sehr viel über die Autorität der Heiligen Schrift gesprochen und dass wir auf die Schrift vertrauen sollen. Und ich habe in letzter Zeit öfters mal von einigen gehört, dass sie darüber dann so ein bisschen spotten und sagen: Wir glauben an die Autorität Gottes und Jesus und der Heiligen Schrift, also das ist die Dreieinigkeit von uns und nicht der Heilige Geist. Also als ob das sozusagen, wenn wir jetzt auf die Schrift vertrauen, wir würden irgendwie nicht wirklich auf den Heiligen Geist vertrauen.
Also wie bringt man das zusammen, dass man auf das offenbarte Wort Gottes vertraut, aber trotzdem im Vertrauen auf den Heiligen Geist lebt. to trust in the power of the word of God and yet also in the power of the Spirit of God right thank you it's a very important question so gute Frage danke für die Frage there has been in recent perhaps the last thirty forty years a big division between the word and the spirit in den letzten vierzig Jahren hat es tatsächlich da oft eine große Unterteilung gegeben in das Wort und den Geist.
So in my own country people will often say, oh you are word Christians, but we are spirit Christians. You major on truth, but we major on love. Und die sagen, du hast es ganz stark mit der Wahrheit, aber wir sind mehr für die Liebe. Und sagen, dein christlicher Glaube, da geht es nur um Wissen, aber bei uns, da geht es um Erfahrung.
Aber das ist natürlich ein vollkommen falscher Gegensatz. Denn letztendlich siehst du, ist das Wort Gottes doch inspiriert durch den Geist Gottes. Und das Wort Gottes verstehen wir auch nur durch den Heiligen Geist, der gibt uns die Erkenntnis. Der Geist Gottes ist unser Lehrer durch das Wort Gottes. Und es ist der Geist Gottes, der uns dazu befähigt, das Wort Gottes auszuleben.
Und deswegen gehören der Geist und das Wort ganz direkt zusammen. Und deswegen sagen wir, dass das Wort und der Geist in keinster Weise irgendwie voneinander getrennt werden sollten.
Also wenn du nur das Wort Gottes hast, ohne das Vertrauen auf den Geist Gottes, dann hast du nämlich eine rein intellektuelle Form des Glaubens, die man durch eine Vorlesung einfach weitergeben kann. Aber wenn du den Geist Gottes ohne Wort Gottes hast, dann wirst du in all verschiedenen experimentellen Ideen landen, denn dann besteht letztendlich die Gefahr, dass du in allen möglichen experimentellen Ideen abdriftest, die dich weit wegbringen können von dem, was Gott tatsächlich in seinem Wort sagt. Denn nicht jede kluge Idee, die mir vielleicht so kommt, ist tatsächlich vom Heiligen Geist.
So when someone, as I was talking recently with a young couple, say, well, the Holy Spirit has told us that it's okay, also zum Beispiel vor einiger, vor kurzer Zeit habe ich mit einem jungen Pärchen gesprochen, die haben uns gesagt: Der Heilige Geist hat uns gesagt, dass es für uns okay ist, zusammenzuleben, ohne verheiratet zu sein, wenngleich die Bibel deutlich erklärt, dass das eben nicht so sein sollte. Das wäre die Behauptung aufzustellen, dass der Heilige Geist sich selbst widerspricht.
Und das ist natürlich unmöglich, denn der Geist ist der Geist der Wahrheit. Und deswegen müssen wir diesem Widerspruch widersprechen und aufzeigen, denn er ist falsch. Denn diesen Gegensatz gibt es nicht, das Wort Gottes und der Geist Gottes gehören zusammen.
Gibt es noch eine Frage?
Ganz hinten, Mike Clark. Mehr ein Kommentar, ich habe gehört, Tom, ich brauche es nicht mehr. I heard your comment about God working in us by his energy reminded me of a story about Spurgeon that I heard where David Livingston, the great missionary, asked him where he gets all the energy to do all the work that he did. Spurgeon ran Orphanages and preached to a church of 4000 and was writing correspondence 500 letters a week or something and he just said where do you get the strength to do the work of two men and Spurgeon said you forget there's more than one of us here that was his answer.
Ich weiß nicht, ob ich das übersetzen soll. Das erinnert an eine Geschichte, die Mike von Spurgeon gehört hat. David Livingston hat Spurgeon mal gefragt: Wie kannst du das alles tun, was du da tust? Gemeinde mit 4 Leuten und er hat mehrere Kinderheime noch geleitet und sagt: Du machst ja die Arbeit von zwei Männern. Und da hat Spurgeon dann hineingeschaut und gesagt: Was du vergisst, ist, hier sind mehr als einer, weil er den Geist Gottes in sich hat.
Das erinnert uns vielleicht auch daran, dass sich keiner bewusster darüber war, über die Gegenwart des Geistes, wie die Apostel selbst, und trotzdem waren die Apostel ganz tief in der Bibel fokussiert in ihrem Dienst. Und vielleicht können wir uns dazu einfach noch einmal zwei, drei Beispiele anschauen.
Also wir blättern mal zur Apostelgeschichte 17. Herr Paulus ist auf seiner Reise und kommt nach Thessalonika. Er geht in die Synagoge der Juden, und dann schaut man, wie er das Alte Testament behandelt: An drei Sabbaten redete er mit ihnen von der Schrift, explaining and proving that the Christ had to suffer and rise from the dead, und er tat sie ihnen auf und legte ihnen dar, dass Christus leiden musste und von den Toten auferstehen, und dass dieser Jesus, den ich so sprach, er euch verkündige, der Christus ist.
Seht ihr, wie die Verben hier wieder so hilfreich sind? Was tut er hier, um Christus zu verkündigen? Er argumentiert mit ihnen, er zeigt es ihnen, er beweist ihnen, dass der Jesus der Christus ist. Das heißt, verkündigen heißt nicht, mit einer lauten Stimme herumzuschreien. Es gibt Prediger, die je schwächer ihr Argument ist, desto lauter schreien sie. Aber Paulus legt es ihnen dar, er erklärt es und überzeugt sie so.
Und das ist genau das, was dann in Vers 4 steht, dass einige von ihnen sich überzeugen ließen. Er meint damit, dass sie bekehrt wurden. Und wie immer im apostolischen Dienst, da, wo die Bibel verkündigt wird, da kommt dann auch der Widerstand. Das heißt, wenn du die Bibel in deiner Gemeinde verkündigst, da wirst du sehen: Es wird Widerstand geben. Wo immer die Bibel verkündigt wird, da wird es immer Widerstand geben.
Und hier in Thessalonika sehen wir, dass die Juden sich ereifern und einen Pöbel zusammenrotten. Es ist faszinierend, den Unterschied zu sehen, wie Christus agiert und wie der Feind agiert. Der Weg des Christus ist, zu erklären, zu überzeugen, während der Widerstand hier so agiert, dass sich ein Pöbel zusammenrottet, der gewalttätig ist und mit Gewalt versucht, die Ausbreitung des Evangeliums aufzuhalten.
Es ist faszinierend zu sehen, wie das Vertrauen der Apostel in die Schrift und in die Verkündigung Christi ist. Es war in einer jüdischen Synagoge, und später im Kapitel sehen wir dann, was er in einer heidnischen Situation in Athen tut. Und selbst da gebraucht er immer noch die Bibel als die Basis seiner Verkündigung. Aber weil er da im Areopag mit den Philosophen im Gespräch ist, benutzt er natürlich biblisches Material, aber nicht in the same textual way as in Thessalonica.
Da gebraucht er immer noch das biblische Material, aber nicht in der gleichen Form wie vorher in der Synagoge. Und er sagt dann zum Beispiel in Vers 23, dass er ihnen den unbekannten Gott verkündige. Was er in dieser Pioniersituation in der Evangelisation tut, das ist sehr lehrreich für uns, denn er nimmt biblische Wahrheiten, um die Position seiner Opponenten nachher auseinanderzunehmen.
Denn letztendlich die Kernaussage, das Herzstück seiner Verkündigung in Vers 24 bis 28, beruht letztendlich auf drei negativen Dingen, die das falsche Denken der Athener aufzeigt, nämlich zum Beispiel in Vers 24, dass Gott eben nicht in Tempeln wohnt, oder dass Gott sich nicht von Menschenhänden dienen lässt, und dass er eben nicht fern von einem jeden unter uns ist.
Ich glaube, das ist für uns als Prediger ein sehr hilfreiches Werkzeug in einem nicht evangelisierten Kontext. Athen ist eine sehr religiöse Stadt, aber sie hat keine Kenntnis vom lebenden Gott.
Also die Stadt Athen ist voller Tempel und Altäre, aber Paulus sagt: Ich will euch einen Gott erzählen, der größer ist als der Gott, den ihr je gedacht habt. Aber Paulus sagt: Ich will euch hier einen Gott vorstellen, der viel größer ist als die Götter, über die er bisher nachgedacht hat.
Er ist der Gott, der die ganze Welt gemacht hat und alles in ihr drin. Er ist der Herr über Himmel und Erde. Und du kannst ihn nicht einfach einsperren in deinen kleinen Tempel. Den Gott, den ihr nicht kennt, der ist so viel größer als all die Götter, von denen ihr denkt, dass ihr sie kennt.
Was er hier tut, ist: Er gebraucht biblische Wahrheiten, um das falsche Denken dieser Leute offenzulegen. Er gebraucht also die positive Wahrheit, um den Fehler zu offenbaren. Und dann sagt er in Vers 25: Dieser Gott, der wird eben nicht, dem wird nicht gedient durch Menschenhände.
All die Götzenaltäre, die hatten Offerungen. Die hatten Orte, wo Menschen ihnen irgendwelche Gaben brachten. Aber Paulus sagte: Der wahre Gott, der braucht nichts von dir. Im Gegenteil, er gibt allen Menschen Leben und Atem und alles.
Du kannst Gott kein Haus bauen, denn er hat die ganze Welt für dich gemacht. Und du kannst Gott nichts geben, denn er hat dir alles gegeben, was du überhaupt hast, von Anfang an. Und du musst dir nicht irgendwie vorstellen, dass Gott weit weg ist, irgendwie nicht erreichbar. Denn in ihm leben und weben wir und haben unser ganzes Sein. Und deswegen ist er eben nicht weit weg von jedem von uns.
Das heißt, ihr falsches Denken wird unterminiert durch die Offenbarung aus dem Alten Testament. Er zitiert hier nicht Jesaja und sagt, dass Gott mit denen ist, die einen demütigen Geist haben. Aber es ist eben genau dieses biblische Denken, das ihr falsches Denken unterminiert.
Das heißt, die Apostel haben ein großes Vertrauen in die Kraft der Schrift. Und man muss falsches Denken zu. Und das Gleiche sehen wir dann in Kapitel 18 in Korinth und in Kapitel 19 in Ephesus.
Ich möchte mit euch noch zu Kapitel 20 gehen, und zwar zu einigen Dingen, die Paulus den Ältesten aus Ephesus sagt. Denn in seiner berühmten Abschiedsrede zu den Ältesten von Ephesus, da sagt Paulus noch einmal einige Dinge, die zentral sind für seine Lehre.
Und wenn wir den Text genau anschauen, dann können wir hier die Spannbreite der verschiedenen Worte sehen, die er gebraucht: predigen und verkündigen oder verkündigen und lehren, in Vers 20. Und er sagt, dass er sie gelehrt hat, und zwar sowohl in privaten als auch in öffentlichen Veranstaltungen. Und so hat er Juden und Griechen bezeugt, dass sie umkehren sollen zu Gott.
Ihr seht, das sind so alles Worte, die man für die öffentliche Verkündigung gebrauchen kann. Das ist der Grund, warum das Predigen wirklich von Bedeutung ist, die öffentliche Verkündigung, die Erklärung, das Testifying des Gospels.
Und er sagt in Vers 24, dass dies die Aufgabe ist, die er vom Herrn Jesus Christus empfangen hat, diese Aufgabe zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes. So that is the nature of the gospel and he describes it as preaching the kingdom in verse twenty five.
Und in Vers 25 beschreibt er das als das Verkündigen und das Predigen des Reiches, und dann in Vers 27 nennt er es das Verkündigen des ganzen Ratschlusses Gottes. Und das letzte Verb, das er gebraucht, ist in Vers 31.
Und dann das letzte Verb, das er gebraucht hat, ist in Vers 31. Da sagt er, dass ich bei Tag und Nacht nicht abgelassen habe, einen jeden unter Tränen zu ermahnen.
Und wenn ihr das alles zusammentut, dann seht ihr hier die Prioritäten des apostolischen Dienstes. Also bedenkt: Ephesus ist der Ort, wo Paulus seine längste Dienstzeit hatte, ungefähr drei Jahre. Was hat er dort in Ephesus getan? Predigt, gelehrt, bezeugt, Proclaiming the Kingdom, Declaring the Will of God, and Warning the People to Follow in God's Ways. All of that is Word-Dienst. Und all das ist Wort-Dienst.
Und deshalb ist Vers 32 der Höhepunkt seiner ganzen Rede. Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der mächtig ist, euch zu erbauen und euch das Erbe zu geben mit allen, die geheiligt sind.
Das Wort seiner Gnade, das ist das Wort des Evangeliums. Das Evangelium in seinem weitesten Sinn, dass Jesus Christus der Herr ist. This will give you your divine inheritance. That's why he says to Timothy, Preach!
Das ist der Grund, warum er zu Timotheus sagt: Predige das Wort! Da sind welche, die predigen, aber sie predigen nicht das Wort. Und dann gibt es andere, die haben das Wort, aber sie verkündigen es nicht. Aber wir müssen das beides zusammen tun: Predige das Wort!
Denn wie wir einfach gesagt haben: Es gibt keinen alternativen Plan. Und deshalb, wenn die Gemeinde eben nicht das Wort Gottes gelehrt bekommt, dann wird da ein Mangel sein an Stärke und Energie in der Gemeinde. Denn das Wort Gottes ist das Brot des Lebens, es nährt die Gemeinde.
Und es mag einige Jahre dauern, wenn da vorher kein Wortdienst war, nein, wenn da kein Wortdienst ist. Aber es wird letztendlich passieren. Wenn das Wort Gottes nicht verkündigt wird, dann wird sie nicht genährt durch das Wort Gottes.
Das heißt, dann wird die Gemeinde selber, dann werden die Menschen in der Gemeinde hungrig sein, abgemagert sein, das geistliche Energielevel wird niedergehen, es wird immer schwieriger werden, Menschen zu irgendwelchen Diensten der Gemeinde zu motivieren, und sie kommen immer unregelmäßiger sonntags, und Mitglieder werden immer mehr sich entfernen.
Manche gehen vielleicht zu anderen Gemeinden, manche hören vielleicht ganz auf, überhaupt zu Gottesdiensten zu gehen. Manche sitzen vielleicht Woche für Woche da an ihrem Platz, aber ihre Herzen werden nicht mehr beherrscht von Christus und seinem Wort. Und wenn dann das Wort gepredigt wird, dann werden sie zum Prediger sagen: Ach, das wollen wir eigentlich nicht, wir wollen nicht so viel von der Bibel hören.
Und so öffnet sich dann ein schwarzes pastorales schwarzes Loch. So many people then are consumed by the world and the flesh and the devil, und dann werden immer mehr Menschen geprägt sein durch die Welt und den Teufel und das Fleisch.
And before we know where we are the church is in its terminal state. Bevor wir das überhaupt richtig wahrnehmen, wird die Gemeinde so auf ihrer allerletzten Wegstrecke sein, kurz und tot.
And the people don't realize it, they, we still sing the same songs. Die Leute nehmen das gar nicht wahr, wir singen immer noch die gleichen Lieder. Wir haben immer noch das gleiche Lächeln, aber die wirklichen Nöte werden nicht mehr erfüllt und die Herzen werden härter.
Und die Leute gehen immer mehr durch die Hintertür raus, als Leute vorn reinkommen. Und das ist, weil da eine Hungersnot vom Wort Gottes her ist. Du tust deinen Hirtendienst in der Gemeinde durch die Predigt.
Deswegen ist der effiziente Weg, deine Gemeinde zu lieben, der, dass du viel Zeit in deine Predigtvorbereitung steckst. Und dein Predigen wird dann die pastorale Arbeit weiter öffnen. Und die pastorale Arbeit wird dann wiederum auch dein Predigen informieren.
Aber in so vielen Orten schauen die hungrigen Schafe nach oben, aber es gibt keine Nahrung. Und deshalb ist genau das, was wir in den nächsten Tagen hier tun wollen, von größter Wichtigkeit: Arbeiter sein, die das Wort Gottes treu handhaben und sich nicht schämen müssen. Das ist 2. Timotheus 2,15.
Und ich möchte vorschlagen, dass wir 2. Timotheus 2,15 vielleicht zu unserem Kernvers machen für unsere Zeit. Lasst uns das noch einmal kurz im Kontext anschauen, 2. Timotheus 2,15. Das ist Teil der Anweisung von Paulus an den jungen Pastor Timotheus.
Der Kontext ist, dass er sagt, dass falsche Lehre sich ausbreitet, da gibt es also Streit und Diskussionen in der Kirche über Dinge, die nicht wichtig sind. Es klingt sehr vertraut für uns, oder? Aber er sagt dann in Vers 15: Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen, untadeligen Arbeiter, einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht.
Und warum braucht er keinen Tadel, warum ist er untadelig? Weil er das Wort der Wahrheit recht austeilt. Und das ist das, was wir gemeinsam erzielen wollen: das Wort Gottes noch treuer auszuteilen.
Die Einheit von Wort und Geist in der Leitung der Gemeinde
Der apostolische Dienst als Vorbild für Verkündigung und Seelsorge
Schlussgedanken über Arbeit, Treue und die Kraft Gottes
Lasst mich schliessen mit einem Zitat aus einem Buch, das vor vierzig Jahren erschienen ist. Es wurde geschrieben von dem grossen deutschen Prediger Helmut Thielicke. Der Titel dieses Buchs war, mal so grob geschätzt, Das Problem mit der Gemeinde.
Er hat sich mit der westlichen Welt nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt. Er hat sich mit der westlichen Welt auseinandergesetzt nach dem Zweiten Weltkrieg und er hat gefragt: Was ist eigentlich geschehen mit der Reformationswahrheit, der Verkündigung von Gottes Wort als Quelle der Wahrheit und Erkenntnis? Er hat gefragt: Was ist eigentlich geschehen mit der Reformationswahrheit, der Verkündigung von Gottes Wort als Quelle der Wahrheit und Erkenntnis?
Und das war vor vierzig, fünfzig Jahren. Da meint er, dass die Werbung die Vertrauenswürdigkeit in den Glauben reduziert hat. Und da war immer mehr so ein Gedanke, dass der christliche Glaube vielleicht mehr das Resultat von psychologischer Führung war. Und das hat sich natürlich alles weiter verbreitet in den Jahren seitdem.
Aber für Thielicke war die zentrale Sache, auf die er hier hinweisen wollte, folgende: Lebt der Prediger wirklich in dem Haus der Lehren, die er verkündigt? Passt alles sonst in seinem Leben ausserhalb der Gemeinde oder der Verkündigung zu diesem Haus? Wo ist seine persönliche Schwerkraft? Wir sollten ja erkennen, dass da, wo unser Herz ist, da ist auch unser Schatz. Wenn er argumentiert, wenn der Prediger die Gemeinde langweilt, dann ist es vielleicht, weil er selber gelangweilt ist, weil er eben selber nicht mehr in dem Haus dieser Dinge lebt.
Also auch wenn wir anerkennen, dass gutes Predigen nicht unbedingt eine Gemeinde füllt, so können wir doch wissen, dass schlechtes Predigen relativ schnell eine Gemeinde lehren wird. Wir haben Jahrhunderte von Attacken gegen die Bibel geerbt, das rationale Denken des achtzehnten Jahrhunderts, das liberale Denken des neunzehnten Jahrhunderts, den Skeptizismus und den Materialismus des zwanzigsten Jahrhunderts und den postmodernen Relativismus unserer Zeit. Können wir immer noch Zuversicht haben in textauslegendes Predigen?
Ja, wenn der Prediger das Wort Gottes aus der Schrift verkündigt, denn dann wird die Stimme Gottes klar gehört werden. Das beruht dann gar nicht so sehr auf den technischen Fähigkeiten des Predigers, sondern es hängt ab von dem Gott selber, der spricht durch die Lippen eines Predigers. Und deswegen ist und soll für alle Zeit bleiben die Bibel die Norm für unser Predigen. Denn wenn die Bibel die Norm ist, dann ist textauslegendes Predigen der einzige legitime Weg.
Und darauf werden wir später heute Abend eingehen, wenn wir anfangen, uns dem Galaterbrief zuzuwenden. Ich möchte beten, und dann haben wir eine Pause.
Himmlischer Vater, wir danken dir für das immense Privileg eines Wortes von dir, von Gott. Hab Dank für die 66 Bücher in der Bibel, die wir in einer Sprache haben, die wir verstehen können. Danke für die, die du dazu inspiriert hast, es niederzuschreiben, und danke für die, die uns die Bibel in unsere Sprachen übersetzt haben, teilweise dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben. Und wir danken dir für die, die du gebraucht hast, um uns das Wort Gottes zu lehren in unserem eigenen Leben.
Herr, da ist kein grösserer Schatz in der ganzen Welt als dein Wort. Und so beten wir, dass du uns dabei hilfst, immer mehr zu Arbeitern zu werden, die dein Wort untadelig verkündigen. Rüste uns immer mehr dazu zu, dein Wort richtig auszuteilen. Und wenn wir uns jetzt darum bemühen, in unseren Fähigkeiten das zu verstehen und zu tun, immer mehr zu wachsen, da bitten wir dich auch, dass du uns dabei hilfst, nicht unsere eigenen Herzen zu verhärten, sondern in allen Dingen dir zu vertrauen und gehorsam zu sein. Und so dann auch unser ganzes Leben zu leben in dem Haus unserer Worte.
Hilf uns, keine Heuchler zu sein. Hilf uns nicht, das eine zu sagen und dann das andere zu tun. But may your word in all its fullness bring us to maturity in Christ. Sondern möge uns dein Wort immer mehr dahin erbauen, dass wir vollkommen werden. And we ask it for the glory of his name. Amen. Und das beten wir im Namen unseres herrlichen Herrn. Amen.
