Serie•Teil 4 / 4Vater-Unser Teil 2
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Die Suche nach göttlicher Einsicht
Ich brauche Zeit für andere Projekte und deshalb habe ich für euch eine aktuelle Predigt.
Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt. Nachfolge praktisch — dein geistlicher Impuls für den Tag.
Mein Name ist Jürgen Fischer. In meiner Predigt geht es um den zweiten Teil des Vaterunsers.
Wenn du dir die Frage stellst, wo du überall Weisheit brauchst, na ja: Schau dir einfach dein Leben an. Was gibt es da?
Jetzt sind wir bei der Frage: Wie kann ich eine Liste mit Gebetsanliegen schreiben?
Ich will ja am Ende immer, dass ihr Gebetslisten habt. Sie sollen euch als Sprungbrett für gute Ideen dienen.
Und wenn du fragst, wie du so eine Weisheitsliste anfangen kannst, außer damit, die aktuellen Probleme zu beschreiben, die heute wirklich anliegen: Mein Tipp ist, schau dir deine Lebensbereiche an.
Schau dir die Aufgaben an, die in den nächsten Monaten vor dir liegen. Achte auf Herausforderungen in der Familie, am Arbeitsplatz oder mit dir selbst. Schau, welche Schwächen du hast und welche Entscheidungen anstehen. Schreib das auf und bitte Gott um Weisheit.
Konkrete Gebetsformulierungen aus dem Alltag
Du darfst dich unter seine mächtige Hand demütigen. Du darfst ihm ganz ehrlich sagen, wo du Weisheit brauchst.
Ich habe ein paar Formulierungen mitgebracht, damit ihr versteht: Das ist aus meiner eigenen Gebetsliste. Da steht: Ich brauche Weisheit, um meine Zeit auszukaufen.
In welche Projekte investiere ich meine Zeit? Wo macht es Sinn, wo macht es keinen Sinn?
Vielleicht sagst du: Ich brauche Weisheit, um ein System zum Auswendiglernen von Bibelversen zu finden. Jürgen hat mich überzeugt, ich muss die Dinge ins Herz bekommen. Wie kann ich das machen?
Ich brauche Weisheit, wirklich, um mehr Sport zu machen. Wie bekomme ich das in mein Leben?
Vielleicht sagst du: Ich brauche Weisheit, um mehr Tiefgang in die Beziehung zu meinem Sohn, zu meiner Tochter, zu meiner Frau, zu meinem Ehemann zu entwickeln. Überlege dir, wo die Dinge sind. Trau dich, das mal aufzuschreiben, und fang an, dafür zu bitten.
Gott ist ein Gott, der gebeten werden will. Jakobus 4: Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet. Es ist so simpel: Bitte macht es nicht kompliziert. Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet. Wupp — ihr habt, weil ihr bittet.
Wem Weisheit mangelt, der bitte Gott, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht. Jakobus 1,5
Ermutigung: Keine Vorwürfe, nur Einladung
Gott ist ein Gott, der nicht sagt: „Wie doof bist du denn?“ Er macht keine Vorwürfe. Er freut sich, wenn du kommst und sagt: „Yeah, super, du hast das geschnallt. Du brauchst mich – wunderbar, ich bin da. Ich möchte dir Weisheit schenken.“
Das ist das Wunderbare am Christsein.
Und wenn wir uns vergegenwärtigt haben, dass wir Weisheit brauchen, dann möchte ich ganz kurz zum Schluss noch den letzten Punkt bringen, nämlich Bewahrung.
Entscheidungen, Versuchung und geistlicher Widerstand
Matthäus ergänzt diese Bitte um Weisheit und fügt hinzu: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns von dem Bösen.“
Wir treffen unsere Entscheidungen inmitten eines Konflikts. Wir leben in einer Welt, die eine dunkle Seite hat. Es gibt dämonische Mächte, die versuchen, unser Leben zu zerstören.
Das Problem ist so groß und so virulent, dass sich der Apostel Paulus in Epheser 6 ein halbes Kapitel mit der Frage beschäftigt: Was ist eigentlich geistlicher Kampf? Was braucht es, um diesen bösen Mächten zu widerstehen? Er macht deutlich, dass es in jedem Leben böse Tage geben wird, an denen der Teufel versucht, Menschen zu zerstören.
Vorbereitung durch Gebet und Achtsamkeit
In Situationen, in denen man nichts anderes tun kann als stehenzubleiben und sich darauf vorbereiten muss, nicht umgeworfen zu werden, ist eine Vorbereitung nötig. Eine solche Vorbereitung ist natürlich Gebet.
Ich darf Gott darum bitten, dass er mich vor dem Bösen rettet. Und ich darf das vor allem dort tun, wo es um Entscheidungsprozesse im Leben geht. Ich muss Entscheidungen treffen; ich möchte, dass sie klug sind. Nun merke ich, dass Kräfte von außen auf mich einwirken, die mich dazu bringen wollen, dumme Entscheidungen zu treffen.
Ich treffe meine Entscheidungen nicht in einem irgendeinen neutralen Raum. Deshalb ist dieser Wunsch Rette uns von dem Bösen. Es ist der Wunsch, nicht vom Bösen verführt zu werden und dafür zu sorgen, dass ich schlau genug bin, zu erkennen, wo das Falsche liegt.
Moderne Verlockungen und wiederkehrende Gefahren
Und das Verrückte ist: Die Probleme sind leider ein bisschen größer, als wir sie uns vielleicht zugeben. Deswegen darf auch dieser Teil deiner Gebetsliste ein bisschen länger sein.
Wenn du dir überlegst, wo Probleme herkommen — Probleme für mich, der ich Entscheidungen treffen will — dann kommen sie einerseits natürlich von diesen modernen Götzen. Ich habe mich mal bekehrt und eigentlich die Götzen dieser Welt hinter mir gelassen. Aber sie kommen ganz schnell wieder in mein Leben.
Eigentlich wollte ich mit diesen Götzen abschließen. Ich habe euch mal die wichtigsten hier aufgeschrieben: Hedonismus, Materialismus, Selbstdarstellung, Eigenwilligkeit, Gefühle als Maßstab für Wahrheit, oberflächlicher Medienkonsum, sexuelle Unreinheit und Lüsternheit, das Okkult‑Esoterische.
Eigentlich habe ich mich davon wegbekehrt. Eigentlich habe ich gesagt: Das ist alles Mist, womit ich nichts mehr zu tun haben will. Aber es kann ganz leicht sein, dass sich das wieder in deinem Leben findet.
Du hast irgendwann mal gesagt: Geld spielt in meinem Leben keine Rolle. Materialismus ist nicht meins. Findet sich diese Einstellung auch auf deiner Kreditkartenabrechnung wieder?
Verstehst du? Wir müssen aufpassen, wo wir stehen. Das Böse will wieder in dein Leben einziehen, und du darfst dafür beten, dass es draußen bleibt und deine Entscheidungen nicht beeinflusst. Du darfst auch dafür beten, dass deine Ängste nicht zur Grundlage für Entscheidungen werden.
Innere Faktoren und transgenerationale Einflüsse
Du hast Ängste und eine Persönlichkeit, die dich prägt. Sie kann bei Entscheidungen, besonders dort, wo es um Weisheit geht, auf falsche Weise mitsprechen.
Du trägst eine Biografie mit dir. Es gibt sogar transgenerationale Weitergabe: Die Biografien deiner Eltern und Großeltern bringst du damit gleich mit.
Das sind Einflussgrößen, derer du dir bewusst sein musst. Sie können auf dein Leben einwirken.
Es kann einfach Sünde sein, die du noch nicht überwunden hast. Vielleicht sind es auch intellektuelle oder emotionale Einschränkungen und Grenzen.
Das sind alles Dinge — errette uns vor dem Bösen.
Diese Faktoren können dich dazu bringen, die absurdesten Entscheidungen zu treffen. Auf lange Sicht können sie dazu führen, dass du das Leben deiner Kinder ruinierst, dass deine Frau vom Glauben abfällt und dass du am Ende mit Ach und Krach in einer Höhle wohnst.
Das willst du nicht. Glaub mir: das willst du einfach nicht.
Praktische Anleitung: Führung suchen und den Weg gehen
Lasst uns das an dieser Stelle zu Ende bringen.
Führung und Bewahrung, dieser letzte Block im Vaterunser, möchte euch bitten, dass ihr, wenn ihr nach Hause geht und eure Gebetslisten schreibt, euch die Frage stellt: Wo brauche ich Weisheit?
Fangt klein damit an, aber beginnt bitte damit, regelmäßig darüber nachzudenken. Wo brauche ich Weisheit? Was macht mir Angst? Welche falschen Einflüsse versuchen mich Tag für Tag zu manipulieren? Wo muss ich Gott darum bitten, dass er diese Einflüsse von mir fernhält?
Am Ende bleibt mir nur noch eine Sache zu sagen, und diese eine Sache ist das alles Entscheidende.
Das Herzstück: Beziehung, Gebet und Berufung
Trau dich, viel zu beten. Du weißt jetzt, wie es geht. Die Jünger kommen und sagen: „Herr, lehre uns beten.“ Der Herr Jesus sagt: „Kein Problem, können wir machen. Schaut mal, hier ist das Vaterunser.“ Ihr fangt mit Anbetung an. Und dann, im nächsten Schritt, lernt ihr Fürbitte.
Wir beten für das Reich Gottes, dass sein Wille, wie er im Himmel geschieht, auch auf der Erde geschieht. Dann bringst du deine täglichen Anliegen, also die Herausforderungen, die du so hast. Wenn du das hast, dann bekennst du einfach mal deine Sünde von gestern. Wie sieht es aus? Was hast du falsch gemacht? Freu dich an der Vergebung. Frag dich: Kann ich noch irgendjemandem vergeben?
Wenn du das hast, dann denkst du über dein Leben nach und sagst: Wo stehe ich gerade? Was ist der nächste Schritt, den ich gehen muss? Was sind die Planungen für die nächsten Tage, Wochen, Monate? Wo brauche ich Weisheit ganz grundsätzlich und wo brauche ich sehr speziell Gottes Führung in diesem Leben? Warum brauche ich die?
Darf ich dir ein Geheimnis verraten? Ich werde immer wieder gefragt: „Wie finde ich die Berufung in meinem Leben?“ Das Geheimnis lautet: Deine Berufung findet dich gar nicht von selbst. Und weißt du, wie deine Berufung dich findet? Indem du betest und Schritt für Schritt an der Hand Gottes den Weg gehst, den er für dich hat. Es ist dein persönlicher Weg.
Und wenn du sagst: „Ich möchte diesen Weg gehen, den Weg der Berufung, und ich möchte ihn erfolgreich gehen, sodass ich am Ende auf mein Leben zurückblicke und sagen kann: Das war vielleicht nicht einfach, aber es hat sich gelohnt und ich habe einen Unterschied im Leben anderer Menschen gemacht,“ dann kommt es nicht auf deinen Intelligenzquotienten an. Es kommt nicht auf die Leute an, die du kennst. Es kommt nicht auf deine körperliche Kraft an. Es kommt leider nicht einmal darauf an, wie viele Bibelverse du auswendig weißt. Das würde ich gerne anders sagen, aber es ist einfach so.
Auf all diese Dinge kommt es nicht an. Aber auf eine Sache kommt es an: auf deine ganz persönliche Beziehung zum Herrn, ob du sie gepflegt hast und ob du aus dieser Beziehung heraus gelebt hast, so wie der Herr Jesus es dir vorgemacht hat. Im Kern dieser Beziehung, beziehungsstiftend, steht das Gebet.
Deswegen wünsche ich dir von ganzem Herzen: Trau dich viel! Was könntest du jetzt tun? Denke darüber nach, welche Aspekte der Predigt für dich herausfordernd waren. Gibt es Dinge oder Einstellungen, die du ändern musst? Das war's für heute.
Bete für die Geschwister deiner Gemeinde, dass sie die Wichtigkeit des Gebets erkennen und ihr Gebetsleben an Tiefe gewinnt. Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.
Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.
