Serie•Teil 1 / 5Hochmut und Demut (Ethik)
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und thematische Zuspitzung
Was heißt es, hochmütig beziehungsweise demütig zu sein? Fünf Punkte, die du wissen solltest. Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt, Nachfolge praktisch, dein geistlicher Impuls für den Tag.
Mein Name ist Jürgen Fischer, und heute geht es um zwei Definitionen. Es gibt in der Bibel ein Gegensatzpaar, das es so richtig in sich hat: Demut und Hochmut. Wie ich über mich denke und dann, weil ich so über mich denke, auch lebe, das macht einen riesigen Unterschied.
Hochmut macht klein, Demut macht groß. Sprüche 29,23: Der Hochmut eines Menschen erniedrigt ihn, der Demütige aber erlangt Ehre.
Hochmut macht klein, Demut macht groß. Und deshalb wollen wir uns diese Woche mit diesen beiden Begriffen beschäftigen. Wir starten damit, dass wir uns die Frage stellen: Woran erkenne ich, ob ich hochmütig bin, und woran sieht man, dass ich demütig bin? Was steckt hinter den Begriffen?
Ein biblisches Beispiel für Hochmut
Fangen wir mit Hochmut an und suchen uns ein gutes Beispiel dafür in der Bibel: Usia, ein jüdischer König.
Usia wird als Teenager König, und er hat einen wirklich guten Start. Es heißt von ihm, dass er tat, was recht war in den Augen des Herrn. Er sucht Gott, er bekämpft die Philister und gewinnt politisch immer mehr an Einfluss. Er befestigt Jerusalem, fördert den Ackerbau, hat ein schlagkräftiges Heer und liebt die Ingenieurskunst. Eigentlich ein toller Leiter, eigentlich ein tolles Leben.
Aber dann passiert etwas ganz Schlimmes. 2. Chronik 26,16-20:
Und als er mächtig geworden war, wurde sein Herz hochmütig, bis er verderblich handelte. Und er handelte treulos gegen den Herrn, seinen Gott, und drang in den Tempel des Herrn ein, um auf dem Räucheraltar zu räuchern.
Da ging der Priester Asarja hinter ihm her, und mit ihm achtzig Priester des Herrn, tüchtige Männer. Und sie widerstanden dem König Usia und sagten zu ihm: Nicht dir, Usia, steht es zu, dem Herrn Rauchopfer darzubringen, sondern den Priestern, den Söhnen Aarons, die geheiligt sind, Rauchopfer darzubringen. Geh aus dem Heiligtum hinaus, denn du hast treulos gehandelt, und es wird dir nicht zur Ehre gereichen vor dem Herrn, Gott.
Aber Usia wurde wütend, und er hatte schon in seiner Hand eine Räucherpfanne, um Rauchopfer darzubringen. Und als er über die Priester wütend wurde, brach der Aussatz aus an seiner Stirn, angesichts der Priester im Haus des Herrn neben dem Räucheraltar. Und der Oberpriester Asarja und alle Priester wandten sich ihm zu, und siehe, er war aussätzig an seiner Stirn. Und sie trieben ihn schleunigst von dort weg.
Was für eine traurige Geschichte! Ein junger Mann wird König, noch dazu ein überaus guter und erfolgreicher, und dann, als er mächtig geworden war, wurde sein Herz hochmütig.
Wie Hochmut sich im Denken und Handeln zeigt
Was ist da passiert? Usia schaut auf seinen Erfolg, und er sieht sich nicht mehr als jemanden, den Gott beschenkt hat. Stattdessen fängt er an, sich für etwas Besseres zu halten. In seinen Augen wird er zu jemandem, der über den Regeln steht und dem eine Sonderbehandlung gebührt.
Bei ihm zeigt sich der Hochmut darin, dass er Gott im Tempel ein Rauchopfer darbringen will, was er als König natürlich nicht darf. Das Rauchopfer war eine Sache der Priester. Aber Usia ist so davon überzeugt, dass er etwas ganz Besonderes ist, dass ihm niemand etwas zu sagen hat, nicht einmal die Priester Gottes. Er streckt tatsächlich seine Hand nach einer Räucherpfanne aus, bis Gott eingreift und ihm Aussatz ins Gesicht bricht.
Was ist Hochmut, Überheblichkeit oder Stolz? Es ist zuerst einmal ein Denken über mich selbst, also die Art, wie ich mich wahrnehme. Der Hochmütige hält sich für etwas Besonderes. Es sind Menschen, die arrogant auftreten, sich für unersetzlich halten, alles besser wissen, Ratschläge ignorieren, andere beurteilen und verurteilen, gern provozieren, herablassend über andere reden, sich in den Mittelpunkt stellen und bewundert werden wollen.
Wenn du nach Warnzeichen für Hochmut in deinem Leben suchst, dann schau dir diese drei Punkte an:
Warnzeichen:
Mir werden andere Meinungen egal. Ich höre nicht mehr richtig zu und beharre übertrieben auf meinem Standpunkt.
Ein zweites Warnzeichen:
Mir werden meine Fehler egal. Ich mache nämlich keine, egal was die anderen sagen.
Drittes Warnzeichen:
Mir werden Menschen egal. Für die unter meinem Niveau habe ich einfach keine Zeit, und Lust auf sie habe ich sowieso nicht.
Das waren die drei wahren Zeichen: Mir werden andere Meinungen egal, meine Fehler egal und Menschen egal. Wenn du das in deinem Leben auch nur ansatzweise feststellst, dann denke ernsthaft darüber nach, ob du hochmütig sein könntest.
Das Gegenbild: Demut als Haltung der Selbstzurücknahme
Schauen wir uns die Demut an. Was ist Demut? Demut ist die Fähigkeit, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen.
Aber hören wir einfach mal dem Herrn Jesus zu. Lukas 14,7-11.
Er sprach aber zu den Eingeladenen ein Gleichnis, als er bemerkte, wie sie die ersten Plätze wählten, und sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zur Hochzeit eingeladen wirst, so lege dich nicht auf den ersten Platz, damit nicht etwa ein Geehrterer als du von ihm eingeladen ist und der, welcher dich und ihn eingeladen hat, kommt und zu dir spricht: Mach diesem Platz. Und dann wirst du anfangen, mit Schande den letzten Platz einzunehmen.
Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und lege dich auf den letzten Platz, damit, wenn der, welcher dich eingeladen hat, kommt, er zu dir spricht: Rücke höher hinauf. Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch liegen.
Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Der Hochmütige erhöht sich selbst, der Demütige macht sich selbst klein.
Jesu Beispiel und die praktische Frucht der Demut
Der Demütige macht das, was Gott macht, als er Mensch wird. Gott hätte bei der Menschwerdung ganz groß herauskommen können: Sohn des Kaisers, Reichtum, Palast, beste Schulbildung, einfach das volle Programm. Aber Gott kommt in Bethlehem, in einem Stall, als Sohn eines armen jüdischen Ehepaars zur Welt. Das ist Demut.
Sich selbst klein machen können, weil mich nicht interessiert, was Menschen über mich denken, sondern weil mich interessiert, wie ich selbst anderen zum Segen werden kann. Weil ich mich als Diener verstehe, der Gottes Reich baut und Menschen liebt.
Das ist der Grund dafür, dass Jesus sagen kann: Matthäus 11,28-29. Kommt her zu mir alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.
Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. Es ist die Demut des Herrn Jesus, die den Mühseligen und Beladenen zum Segen wird. Er machte sich klein, damit wir für unsere Seelen Ruhe finden. Und wo wir uns wie er klein machen, da finden Menschen in unserer Nähe etwas von dem Segen, den Gott ihnen durch uns schenken will.
Abschluss und praktische Anregung
Was könntest du jetzt tun? Du könntest Jakobus 4,6 auswendig lernen oder einen anderen Bibelfers rund um das Thema Hochmut und Demut. Gern kannst du dir auch die Lektionen über Hochmut und Demut im Jüngerschaftskurs auf www.frogwirts.de durchlesen.
Das war's für heute. Morgen geht es weiter. Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.
Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.

