Event•Teil 3 / 10Spurgeon-Konferenz 2016
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Wir brauchen Seite sieben in euren Unterlagen. Wir schauen uns den zweiten Teil an, ab Kapitel 4, Vers 43.
Gut, beten wir miteinander.
Vater, Du hast uns gerade daran erinnert, dass wir als Sünder zu Dir kommen. Wir wissen, dass wir immer wieder versuchen, unser eigenes Leben zu führen. Wir wollen alles selbst in der Hand haben, und wir sind oft nicht bereit, uns Dir unterzuordnen. Vater, vielen Dank für das Evangelium. Danke, dass Jesus gekommen ist. Danke, dass er der Retter der Welt ist, der Messias, der Sohn Gottes. Und wir bitten Dich, dass Du schenkst, dass wir eine Freude in unserem Herzen erleben, weil Jesus unser Retter und Erlöser ist. Bitte sprich Du jetzt zu uns ins Herz hinein. Schenke, dass wir die Kraft Deines Wortes erleben, und rüste uns auch aus, bitte, damit wir auch anderen aus Deinem Wort Deine Wahrheit sagen können. Wir danken Dir im Namen Jesu. Amen.
Super, also ich habe den zweiten Teil die Vollmacht genannt. Das fängt in Kapitel 4, Vers 43 an und geht bis Kapitel 5, Vers 47, weil ab Kapitel 6 wieder zwei Ereignisse da sind. Das ist der Anfang des dritten Teils.
Das heißt, schau mal kurz den Überblick an: Die zwei Ereignisse sind, dass Jesus den Sohn eines königlichen Beamten heilt, am Ende des vierten Kapitels, und dann, dass Jesus einen Kranken beim Teich Bethesda in Jerusalem heilt. Das sind die zwei Ereignisse, in denen Jesus seine Vollmacht zeigt.
Und dann gibt es drei Einheiten. Das ist ein sehr wichtiges Gespräch zwischen Jesus und den führenden Juden. Zunächst einmal die Behauptung, also wo Jesus etwas sehr Wichtiges über sich selbst behauptet. Dann die Beweise dafür, dass diese Behauptung stimmt. Und dann zum Schluss etwas über die Reaktion seiner Zuhörer, also die Reaktion der religiösen Führer. Das ist der Überblick.
Fangen wir dann an mit den zwei Ereignissen. Zunächst einmal heilt Jesus den Sohn eines königlichen Beamten, Kapitel 4, ab Vers 43.
Zunächst einmal gibt es eine Brücke in dieses Wunder hinein, Vers 43: Nach den zwei Tagen aber zog Jesus fort und ging nach Galiläa. Jesus selbst bezeugte zwar, dass ein Prophet in seinem eigenen Vaterland nicht geachtet wird. Als er aber nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er während des Festes in Jerusalem getan hatte. Denn auch sie waren zu dem Fest gekommen.
Wichtig ist Vers 45: Die Galiläer nehmen Jesus auf wegen dem, was sie gesehen haben. Seht ihr das in Vers 45? Weil sie alles gesehen hatten, was er während des Festes in Jerusalem getan hatte, also diese Wunder, diese Zeichen, die er in Jerusalem getan hat. Sie haben das gesehen, und deswegen nehmen sie Jesus auf. Das heißt, es ist eventuell etwas oberflächlich.
Schau noch einmal Kapitel 2, Vers 23 an, bitte: Kapitel 2, Vers 23. Als Jesus aber am Passerfest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, weil sie seine Zeichen sahen, die er tat. Das ist das Gleiche, was er tat. Und auch hier in Kapitel 4, Vers 48 sagt Jesus dem königlichen Beamten: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht. Das ist keine Basis. Das kann helfen, aber das soll nicht das Fundament des Glaubens sein, sonst ist dieser Glaube nur oberflächlich. Es muss viel tiefer gehen.
Was soll es denn dann eigentlich anders sein als sie seinen Kasten aufnehmen?
Ja, ich meine, ich denke, wenn wir nur diesen Satz hätten, würden wir sagen, das ist alles sehr positiv. Sie sind freundlich, sie sind froh, dass er da ist, sie sind froh, dass sie ihn kennen. Aber ich glaube, dass Johannes uns sagen will, dass das oberflächlich ist, so wie in Kapitel 2, Vers 23 und so wie Jesus hier in Vers 48 sagt. Aber es ist sicher eine Überraschung. Ihr gebt ihr Recht, dass hier steht, sie nahmen ihn auf. Ich hätte irgendwie das Gegenteil erwartet.
Schau mal jetzt den ersten Teil hier an: Erstens, in den Versen 46 und 47, ein belastendes Problem.
Vers 46: Jesus kam nun wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und da gab es einen königlichen Beamten, dessen Sohn lag krank in Kapernaum. Der königliche Beamte ist fast sicher Jude, wie sein König Herodes Jude war. Das ist ein Jude.
Vers 47: Als dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er zu ihm und bat ihn, er möchte herabkommen und seinen Sohn gesund machen, denn er lag im Sterben. Also das ist eine riesige Notsituation. Der Mann hat von Jesus gehört, hat von diesem Zeichen gehört, hört, dass Jesus da ist, und er kommt und bittet ihn, ihm zu helfen und seinen Sohn gesund zu machen. Offensichtlich glaubte er, dass Jesus das kann.
Interessant ist, dass er sagt in Vers 47, er bat ihn, er möchte herabkommen. Er rechnet damit, dass Jesus, wenn Jesus zusagt, mitkommt nach Kapernaum, um den Sohn zu heilen. Aber das ist ein belastendes Problem für den Vater. Stellen wir uns vor, wie es dem Vater geht, dass sein Sohn im Sterben liegt.
Der Weg vom Eindruck zum Vertrauen
Zweitens, in den Versen 48 bis 50, ein hartnäckiges Gebet.
Vers 48: Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht. Der königliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.
Ich mag das, dass der königliche Beamte nicht aufgibt nach dem, was Jesus in Vers 48 sagt. Er bittet weiter. Er ist nicht bereit zu schweigen. Er ist nicht bereit aufzugeben. Das finde ich gewaltig. Er ist hartnäckig, er lässt nicht los: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.
Vers 50: Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Und der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sprach, und ging hin.
Also, das ist erstaunlich, was hier ist. Der Mann sagt: Herr, komm herab, Vers 49. Er rechnet damit, dass Jesus mitkommt. Jesus soll mitkommen, um das Kind zu heilen. Aber Jesus sagt einfach: Geh hin, dein Sohn lebt. Jesus behauptet, dass er den Sohn auf Distanz heilen kann, also aus der Entfernung heilen kann. Jesus ist in Kana, der Sohn ist in Kapernaum, und Jesus sagt: Dein Sohn lebt. Und erstaunlicherweise, ich meine, das fängt schon wirklich jetzt mit dem dritten Punkt an, echter Glaube, aber es ist in Vers 50: Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sprach, und ging hin.
Er hat keine Zeichen gesehen, im Gegensatz zu den Menschen in Kapitel 2, Vers 23. Aber er glaubt Jesus. Er glaubt seinem Wort. Er glaubt das, was Jesus gesagt hat. Und er sagt nicht: Nein, das kann nicht stimmen, du musst mitkommen, um das zu machen. Ich glaube, dass du heilen kannst, aber komm mit. Ich finde es erstaunlich, dass dieser Mann dem Wort glaubte, das Jesus zu ihm sprach, und er ging hin. Er glaubt, dass es stimmt. Er glaubt, dass Jesus aus der Entfernung heilen kann und geheilt hat.
Ein hartnäckiges Gebet.
Und dann drittens, in den Versen 51 bis 54, ein echter Glaube. Vielleicht sollte ich noch etwas sagen über diesen Glauben, weil dieser Mann keine Zeichen gesehen hat. Könnt ihr kurz Kapitel 20, Vers 29 anschauen, bitte? Kapitel 20, Vers 29. Das ist, nachdem der auferstandene Jesus dem Thomas erschienen ist. Vers 28 in Kapitel 20: Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast. Glückselig sind die, die nicht sehen und doch glauben.
Und dieser königliche Beamte hat keine Zeichen gesehen, aber er glaubt. Er vertraut auf Jesus.
Schauen wir uns diesen echten Glauben an in Vers 51, in Kapitel 4, Vers 51: Als der königliche Beamte noch unterwegs war, kamen ihm seine Knechte entgegen und berichteten ihm und sprachen: Dein Sohn lebt!
Stell dir vor, wie sich dieser Mann fühlt. Nun erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in welcher es mit ihm besser geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebte Stunde verließ ihn das Fieber. Da erkannte der Vater, dass es eben in der Stunde geschehen war, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Genau zum selben Zeitpunkt.
Siehst du die Vollmacht Jesu? Siehst du, was er alles kann? Er heilt. Er heilt aus der Entfernung, und er heilt sofort.
Und jetzt das Ende von Vers 53: Er glaubte samt seinem ganzen Haus. Und ich denke, das bedeutet seine Familie und auch seine Diener, also die ganzen Leute, die in diesem Haus gelebt haben. Sie haben gesehen, erfahren, was Jesus alles kann. Er glaubte samt seinem ganzen Haus.
Es sind zwei Wunder da. Das erste Wunder ist, der Sohn wird geheilt. Das zweite Wunder ist, dass der Vater Jesus vertraut und sein ganzes Haus. Andere Wunder getan, aber dieses Wunder ist gewaltig, dass dieser Mann, dass der Sohn geheilt wird und dass dieser Mann gläubig wird. Und er hat geglaubt, und er erkennt das sicher. Kapitel 20, die Verse 30 und 31, diese zwei Verse sind im Hintergrund, die ganze Zeit. Das ist das Ziel des ganzen Buches, und Johannes sagt uns noch einmal: Seht ihr, was passiert? Er erkennt, wer Jesus ist, er kennt, was Jesus alles kann, und er glaubt. Und diese Familie erlebt Leben. Der Sohn erlebt physisches Leben, aber die ganze Truppe erlebt Leben, weil sie an Jesus glauben. Das ist gewaltig.
Vers 54: Das ist das zweite Zeichen, das Jesus wiederum tat, als er aus Judäa nach Galiläa kam. Ich denke, das bedeutet das zweite Zeichen in Galiläa. Wir wissen, dass er andere Wunder und Zeichen in Jerusalem getan hat. Jesus heilt den Sohn eines königlichen Beamten. Schau seine Macht an, schau seine Vollmacht an, schau, was Jesus alles kann. Wer kann so etwas tun? Das ist der Schöpfer des Universums.
Das zweite Ereignis: Jesus heilt einen Kranken beim Teich Bethesda, Kapitel 5, die ersten 15 Verse. Wir werden diese Stelle in der Gruppenarbeit heute Nachmittag anschauen, und deswegen werden wir das jetzt überspringen.
Jetzt sind wir bei den drei Einheiten. Die Stelle, die ich am schwersten im Johannesevangelium finde, sollen wir alleine machen. Das Leben ist hart, gell? Vielleicht ist es nicht Zufall, dass ich gerade diese Stelle ausgesucht habe. Ich will nur eines dazu sagen: Es ist sowieso da in Vers 16. Also, drei Einheiten, jetzt die Behauptung.
Also, dieses Gespräch jetzt, diese Auseinandersetzung jetzt zwischen Jesus und den religiösen Führern kommt aus dieser Heilung am Teich Bethesda in Jerusalem. Also, das ist jetzt passiert. Kapitel 5, Vers 1 lese ich doch vor: Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Wir wissen nicht einmal, welches Fest das war, aber er ist wieder in Jerusalem, und dann findet diese Heilung statt.
Und wichtig ist Vers 16: Deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbat getan hatte. Das ist das große Problem. Sie können irgendwie damit leben, so kommt es mir vor, wenn er am Donnerstag Heilungen macht. Das ist okay, Donnerstag, das passt. Aber am Sabbat? Und der Sabbat ist so wichtig für die führenden Juden im ersten Jahrhundert. Deswegen ist es fast das wichtigste Gebot. Aus diesem Grund, wenn ich meine: Das wichtigste Gebot ist natürlich, dass wir Gott lieben sollen mit ganzem Herzen, mit dem ganzen Verstand, mit der ganzen Seele, mit der ganzen Kraft. Aber ich kann nicht kontrollieren, ob du das machst. Ich kann jetzt nicht dich anschauen und sagen: Ja, mit der Seele schon, aber nicht mit der ganzen Kraft heute Vormittag. Nein, das kommt nicht durch. Ich kann das nicht kontrollieren.
Aber das Sabbatgebot: Wenn ich genug Spione habe, die in deiner Nähe lauern, dann kann ich kontrollieren, ob du den Sabbat brichst oder nicht, oder? Deswegen ist das super, wenn ich Kontrolle machen will, wenn ich so eine geistliche jüdische Geheimpolizei sein will, kann ich kontrollieren, ob du den Sabbat hältst oder nicht. Und deswegen war dieses Sabbatgebot so wichtig für die Juden zu diesem Zeitpunkt im ersten Jahrhundert.
Also, deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten. Sie treffen die Entscheidung so früh: Wir müssen diesen Mann loswerden. Sie haben die Entscheidung getroffen, einen Mord zu begehen, weil Jesus das alles am Sabbat getan hat.
Vers 17 und 18, das gehört auch zur Brücke dazu. Vers 17: Jesus aber antwortete ihnen. Es ist interessant, sie haben nicht eine Frage gestellt, sie haben nichts ihm gesagt, aber Jesus antwortete ihnen. Das steht im Griechischen. Mit anderen Worten: Er weiß eh, was sie vorhaben, er weiß eh, was sie denken. Und jetzt kommt seine Antwort auf das, was sie denken und vorhaben.
Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch.
Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleichmachte.
Das ist sehr stark, das ist sehr heavy, dass es so zu einem Höhepunkt kommt, diese Spannung, und so früh im Evangelium. Es ist interessant: In Vers 17 sagt Jesus: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch. Niemand im ersten Jahrhundert hat gedacht, dass Gott nichts macht am Sabbat. Sie haben geglaubt, dass Gott immer am Wirken ist, weil er die Welt zusammenhält, weil er Gott ist. Aber sie haben Gott nicht vorgeworfen, er würde das Sabbatgebot brechen. Und Jesus sagt: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich auch. Das heißt, ich bin in derselben Kategorie wie Gott.
Und auch sagt er, sehr wichtig, Vers 17: Schau, wie er von Gott spricht: Mein Vater. Die Juden im ersten Jahrhundert haben hin und wieder von unserem Vater gesprochen, wenn sie von Gott geredet haben, aber es ist fast nie passiert, dass ein Jude gesagt hätte: Gott ist mein Vater. Jesus behauptet hier, dass er eine einzigartige Beziehung hat zu Gott dem Vater: Mein Vater.
Und Vers 18, seht ihr das Problem hier? Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern noch schlimmer auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte, als ob er ein zweiter Gott wäre. Letztlich ist das das Problem. Er behauptet nicht, der Gott zu sein, von dem das Alte Testament spricht, er spricht, als ob er ein zweiter Gott wäre, gleich wie Jahwe. Der Einwand ist: Jesus macht sich Gott gleich.
Und jetzt kommt diese sehr, sehr wichtige Rede Jesu, von den Versen 19 bis 30. Und ich denke, dass das wieder ein Cheeseburger ist, ein Luxus-Cheeseburger. Ich werde das so präsentieren, und ihr könnt nachher die Entscheidung treffen, ob das stimmt. Das ist ein Luxus-Luxus-Cheeseburger, also Brötchen. Und dann hier Tomaten oben und unten und dann Käse oben und unten und dann in der Mitte Fleisch. Ja, ihr seid nicht überfordert, ihr wisst, wie Cheeseburger sein können, obwohl ich so einen Cheeseburger noch nie gesehen habe und nicht sehen will.
Okay, Jesus und der Vater, die Verse und den Anfang von Vers 20, Vers 19: Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht. Denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut.
Jesus und der Vater, das ist sehr wichtig. Was Jesus hier in Vers 19 sagt: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun. Der Vater ist nicht unabhängig vom Vater. Ich bin kein zweiter Gott. Ich arbeite immer mit dem Vater zusammen. Also, es geht nicht um zwei Götter.
Und schau in Vers 19, es ist eindeutig: Der Sohn ordnet sich dem Vater unter. Wir werden ein bisschen mehr darüber nachdenken müssen, aber es ist eindeutig da. Der Sohn, Jesus, ordnet sich dem Vater unter. Vers 19: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht. Vielleicht ist ein bisschen das Gleichnis im Hintergrund die Idee: Wenn du ein Zimmermann bist und wenn du einen Sohn hast, dann wie bringst du deinem Sohn deinen Beruf bei? Er schaut zu, wie du deine Arbeit als Zimmermann machst, und dann macht er das auch. Und Jesus verwendet so ein Bild hier in Vers 19: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht. Denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
Der Vater ergreift die Initiative. Aber Jesus ist kein zweiter Gott. Jesus ordnet sich dem Vater unter. Und es ist keine kalte Beziehung. Vers 20, der Anfang von Vers 20: Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut. Ich stelle mir vor, ich kann es mir nicht richtig vorstellen, wie sich Jesus fühlt, wenn er sagt: Der Vater liebt den Sohn. Der Vater freut sich über seinen Sohn Jesus. Ich liebe es bei der Taufe, als der Vater vom Himmel sagt: Dies ist mein Sohn, den ich liebe!
Jesus und der Vater. Schauen wir uns die andere Seite von dem an.
Vers 30: Jesus und der Vater noch einmal. Vers 30: Jesus sagt, es ist fast das Gleiche: Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat.
Seht ihr da in Vers 30, das ist wieder Unterordnung. Er ordnet sich seinem Vater unter. Es ist oft ein Problem in einem Streitgespräch zwischen Christen und Zeugen Jehovas. Der Christ sagt: Jesus ist Gott, Jesus ist Gott. Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Eindeutig: Jesus ist Gott. Und der Zeuge Jehovas sagt: Ja, ja, ja, aber Jesus sagt zum Beispiel, er tut nur das, was der Vater macht, er ordnet sich dem Vater unter, er sagt sogar: Mein Vater ist größer als ich, Johannes 14,28. Und der Christ denkt: Aha, Problem. Ja, aber Johannes 1,1: Im Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Er sagt das ein bisschen lauter, damit das überzeugt. Und der Zeuge Jehovas sagt: Ja, aber Jesus sagt: Mein Vater ist größer als ich, Johannes 14,28.
Und es ist ein totales Aneinander-vorbeireden, oder? Wie bringen wir diese zwei Dinge zusammen? Weil die Gefahr ist, dass der Zeuge Jehovas nur auf Unterordnung hört und nicht sieht, dass die Schrift klar sagt, dass Jesus Gott ist. Und die Gefahr bei uns ist, dass wir klar sehen, dass Jesus Gott ist, aber Unterordnung, wir wissen nicht wirklich, wie wir damit umgehen sollen. Wie können wir diese zwei Dinge zusammenbringen?
Ich glaube, dass die Lösung so aussieht: Es ist der Unterschied zwischen Wesen und Rolle, Wesen und Rolle. Ich möchte kurz darüber reden, über mich und Angela Merkel. Das ist nicht etwas, was ich oft in der Öffentlichkeit mache, aber das werde ich jetzt kurz anschneiden. Ist das Deutsch? Anschneiden, okay.
Was unser Wesen betrifft, sind Angela und ich gleich. Wir sind beide Geschöpfe Gottes. Gott liebt uns. Wir sind Geschöpfe Gottes. Was das Wesen betrifft, wir sind einander gleich. Aber was unsere Rolle in der Politik in Deutschland betrifft, das wird vielleicht ein Schock für euch sein, aber ich wage zu sagen: Angela ist wichtiger, größer als ich. Es stimmt. Das heißt, ihr versteht schon, was ich meine, oder? Ja, ja.
Das heißt, hier ist die Frage: Sind Angela und ich gleich, oder ist Angela wichtiger, größer als Andrew? Die Antwort ist: Ja, beides stimmt. Das ist der Unterschied zwischen Wesen und Rolle. Und genau so ist es mit Jesus und seinem Vater. Was das Wesen betrifft, gleich. Jesus sagt selber: Ich und der Vater sind eins. Johannes 10,30. Am Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Aber Jesus ordnet sich seinem Vater unter und sagt: Mein Vater ist größer als ich. Johannes 14,28.
Das heißt: Sind Jesus und sein Vater gleich, oder ist der Vater größer als der Sohn? Die Antwort ist: Ja. Wesen und Rolle. Rolle in der Erlösung der Welt, in der Erlösung von der Sünde. Und diese Kombination sieht man in A und A1 hier in diesem Abschnitt. Das ist ein sehr wichtiger Abschnitt, und ich hoffe, dass das, was ich gerade gesagt habe, über mich und Angela, euch helfen wird, das nächste Mal, wenn ihr ins Gespräch kommt mit einem Zeugen Jehovas. Aber ihr müsst nicht mich erwähnen.
Okay, schauen wir jetzt zurück: Jesus, der Lebensspender. Das ist Teil B, das Ende von Kapitel 5 und Vers 21. Das Ende von Kapitel 5: Der Vater wird ihm, dem Sohn, noch größere Werke zeigen als diese, so dass ihr euch verwundern werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.
Das ist eine erstaunliche Aussage. Im ersten Jahrhundert hätte man gesagt, dass man zwei Eigenschaften Gottes besonders betont: Nur Gott spendet Leben, und nur Gott ist der Richter. Nur Gott spendet Leben, und nur Gott ist der Richter. Und hier sagt Jesus in Vers 21: Ich spende auch Leben. So macht der Sohn lebendig, welche er will. Ich denke, dass es hier um geistliches Leben geht, obwohl es auch um physisches Leben geht, das haben wir gesehen mit dem königlichen Beamten, mit dem Sohn des königlichen Beamten. Jesus ist der Lebensspender.
Und dann gehen wir zurück zu den Versen 28 und 29, bitte. Wieder Jesus, der Lebensspender. Vers 28: Verwundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden. Das ist die Stimme Jesu. Und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts.
Sie werden seine Stimme hören, Vers 28, und sie werden lebendig, sie werden da sein, sie werden lebendig sein. Das ist dasselbe: Jesus ist der Lebensspender. Vers 29: Es geht um das jüngste Gericht, und in Vers 28 geht es darum, was vor dem jüngsten Gericht geschehen wird. Alle Menschen werden die Stimme Jesu hören. Jesus gibt Leben.
Gehen wir zurück zu Teil C: Jesus, der Richter. Das ist die zweite Eigenschaft, erinnert ihr euch? Nur Gott kann Leben spenden, und nur Gott ist der Richter. Also, wir haben schon gesehen, dass Jesus der Lebensspender ist, und jetzt steht in den Versen 22 und 23, dass Jesus der Richter ist.
Vers 22: Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.
Wer ist der Richter am jüngsten Gericht? Jesus. Aber nur Gott kann richten. Jesus ist der Richter, das ist stark. Der Richter am jüngsten Tag heißt Jesus. Vers 22 ist schockierend, sehr schockierend für die Zuhörer damals, oder? Und warum hat der Vater Jesus die Vollmacht gegeben, der Richter zu sein? Vers 23: Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wenn Jesus nicht Gott wäre, wäre das schockierend. Aber das ist wieder ein Hinweis darauf, dass Jesus Gott ist. Der Vater will, dass wir Menschen seinen Sohn ehren.
Ich liebe das Ende von Vers 23: Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Jesus ist kein Wahlfach. Wenn Menschen sagen: Ja, ich glaube an Gott, das ist mir sehr wichtig, aber mit Jesus kann ich nichts anfangen, der ist eh nicht so wichtig, dann sagt das Ende von Vers 23: Das stimmt nicht. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Und merken wir uns bitte das Ende von diesem Satz: der ihn gesandt hat. Das ist sehr wichtig im Johannesevangelium. Jesus sagt es immer wieder: Gott, der Vater, hat mich gesandt. Das ist wieder Unterordnung.
Und dann Jesus, der Richter, die Verse 25 bis 27, das ist C1 bei den Unterlagen. Vers 25: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, die Stunde kommt, und sie ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören werden leben. Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist.
Jesus ist der Richter, ganz klar in Vers 27, er wird Gericht halten. Und habt ihr das gesehen? In Vers 25 ist es klar, Jesus sagt, dass er der Sohn Gottes ist. Er hat eh von Gott als seinem Vater gesprochen, und jetzt spricht er von sich selbst und sagt: Ich bin der Sohn Gottes. Und habt ihr gesehen, warum er Gericht halten wird, Vers 27? Er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist. Und das ist nicht Sohn des Menschen im Sinne ich, das ist Sohn des Menschen im Sinne Daniel, Kapitel 7, die Verse 13 und 14. Nur so kann man das verstehen, das ist der herrliche Sohn des Menschen von Daniel 7,13 und 14.
Jesus spendet Leben, und er ist der Richter, und er ordnet sich auch dem Vater unter. Dieser Ausdruck: Der Vater, der mich gesandt hat, kommt immer wieder vor in dieser Stelle: Vers 23, Vers 24, Vers 30, Vers 36, Vers 37, Vers 38. Falls du die Nummern aufschreiben willst: 23, 24, 30, 36, 37, 38. Immer wieder sagt Jesus: Der Vater hat mich gesandt. Damit zeigt er, dass er eine einzigartige Beziehung zum Vater hat, meinen Vater, und damit zeigt er, dass er sich dem Vater unterordnet. Der Vater hat mich gesandt. Das ist heiliger Boden, Geschwister. Fühl dich frei, Jesus anzubeten.
Wir haben es gesehen: Jesus und der Vater, Jesus, der Lebensspender, Jesus, der Richter, und in der Mitte der Stelle, Teil D bei den Unterlagen, Vers 24: Jesus und du.
Vers 24: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.
Ich weiß nicht, ob ich das auf Deutsch sagen kann. Eine Kuh nimmt Gras oder was immer in den Mund und dann wiederkaut und wiederkaut und wiederkaut und wiederkaut und wiederkaut. Wir sollten das Gleiche machen mit Vers 24. Eigentlich mit der ganzen Stelle, eigentlich mit dem ganzen Johannesevangelium, eigentlich mit der ganzen Bibel. Aber ihr wisst, was ich meine.
Vers 24: Denken wir darüber nach, freuen wir uns darüber. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben. Nicht: wird ewiges Leben haben, der hat ewiges Leben. Das ist schon gegeben. Das gehört schon dir, wenn du Gott dem Vater vertraust. Und kommt nicht ins Gericht, Vers 24, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. Das ist schon passiert. Ich bin nicht mehr in der Todesgruppe, ich bin in der Lebensgruppe. Ich habe ewiges Leben. Und ewiges Leben ist nicht einfach ein Leben, das nie aufhört. Ewiges Leben ist Gottesleben in mir, jetzt und für immer. Halleluja!
Wie können wir das Leben empfangen? Vers 24: Jesus hören und dem Vater glauben. Und wenn wir diese zwei Dinge tun, bekommen wir ewiges Leben, und dann haben wir keine Angst mehr vor dem jüngsten Gericht. Es ist so schön, keine Angst vor dem jüngsten Gericht zu haben. Ich denke, ich werde es etwas peinlich finden, aber ich habe keine Angst. Wer mir vergeben ist. Ich bin schon, also Vers 24 von Kapitel 5 im Johannesevangelium, das stimmt für mich, und das stimmt für dich. Du vertraust auf Jesus, keine Angst vor dem jüngsten Gericht. Wow!
Also seht ihr das? Ich hoffe, ihr seht, dass diese Rede Jesu von Vers 19 bis Vers 30 sehr wichtig ist, was Jesus von sich selbst behauptet. Und es geht letztlich darum, in den Versen 19 bis 30, wer Jesus ist. Es geht um die Identität Jesu, und das ist wieder Johannes 20, Vers 31, dass er glaubt, dass Jesus der Messias, der Sohn Gottes ist. Wenn du wissen willst, wie Gott ist, schau Jesus an.
Die zweite Einheit, die Beweise: drei Hinweise darauf jetzt, dass Jesus Vollmacht hat, zu heilen und zu predigen. Ja. Kann man ja gemeinsam dann die Stelle anschauen, 22 und 23: Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wenn man das auch dem Zeugen Jehovas sagt, dann muss es doch auch bei ihm sehr deutlich werden.
Das stimmt, obwohl viele Zeugen Jehovas würden sagen: Ich ehre schon den Jesus, den Sohn. Aber natürlich, wir ehren Jesus nicht, wie wir den Vater ehren. Du hast Recht. Ja, aber alles Gericht hat er dem Sohn überbracht. Ja, ja, ja, ja, danke.
Okay, diese Beweise, diese Hinweise, die Verse 31 bis 40. Zunächst einmal ein Grund, warum wir das alles glauben sollen, ein Grund, warum wir glauben können, dass das wirklich stimmt, was Jesus sagt, ist, was Johannes sagt. Es geht um Johannes den Täufer.
Vers 31: Wenn ich von mir selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis nicht glaubwürdig. Ich erkläre: 5. Mose 19,15 sagt, auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen soll jede Sache beruhen. Das ist 5. Mose 19, Vers 15.
Und dann Vers 32 hier: Ein anderer ist es, der von mir Zeugnis ablegt, und ich weiß, dass das Zeugnis glaubwürdig ist, das er von mir bezeugt. Er hat zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben.
Ja, ich lese auch Vers 34: Ich nehme kein Zeugnis von einem Menschen an, sondern ich sage das, damit ihr gerettet werdet. Jener, das ist Johannes der Täufer, war die brennende und scheinende Leuchte, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde an ihrem Schein erfreuen.
Also, was Johannes gesagt hat: Johannes hat Zeugnis abgegeben, er hat gesagt, dass es stimmt mit dem, der nach ihm kommt, Jesus, was Johannes sagt.
Zweitens, Vers 36: Der zweite Hinweis darauf, dass Jesus tatsächlich Vollmacht hat, ist das, was Jesus tut. Vers 36: Ich aber habe ein Zeugnis, das größer ist als das des Johannes. Denn die Werke, die mir der Vater gab, dass ich sie vollbringe, eben die Werke, die ich tue, geben Zeugnis von mir, dass der Vater mich gesandt hat.
Also, die Zeichen, die Wunder, die Werke sind schon sehr wichtig. Die sind nicht gut als einziges Fundament für den Glauben, aber sie sind ein Hinweis darauf, wer Jesus ist, auf die Identität Jesu.
Und der dritte Hinweis ist das, was geschrieben steht, oder man könnte das dem Titel geben: was der Vater sagt. Vers 37: Und der Vater, der mich gesandt hat, schon wieder da, hat selbst von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt weder seine Stimme jemals gehört noch seine Gestalt gesehen, und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat. Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.
Vers 38: Es geht um sein Wort, sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch. Also, sie haben schon die Schriften gehabt, das, was wir das Alte Testament nennen. Aber sie haben es nicht bleibend in sich gehabt.
Und Vers 39: Es geht um die Schriften, das ist wieder das, was wir das Alte Testament nennen. Und das Ende von Vers 39 ist sehr wichtig: Sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Lest die Schriften, lest die Schriften! Jesus sagt: Das Alte Testament, das, was wir das Alte Testament nennen, spricht von mir.
Die Beweise.
Und dann zum Schluss die Reaktion. Jesus weiß, was in ihrem Herzen alles passiert, alles stattfindet, und es ist wie eine Diagnose hier, die er gibt von ihrem Herzen. Zunächst einmal Selbstliebe, Vers 41: Ich nehme nicht Ehre von Menschen, aber bei euch habe ich erkannt, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. Erinnert ihr euch, das erste Gebot ist, dass man Gott lieben soll? Und Jesus kann Menschen durchschauen, und er sagt: Die Liebe Gottes ist nicht in euch. Die Liebe Gottes ist nicht in euch.
Vers 43: Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen. Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht? Sie wollen Ehre voneinander haben, sie denken nicht an Liebe zu Gott, das ist nicht ihr Anliegen.
Und im Vers 44 ist es interessant, dass das Wort Ehre wortwörtlich im Griechischen Herrlichkeit ist, und Herrlichkeit gehört letztlich nur Gott. Jesus hat seine Herrlichkeit gezeigt, die Gottheit Gottes gezeigt, und hier sagt er: Ihr wollt Herrlichkeit voneinander haben. Es geht nur darum, was andere Leute über dich sagen. Sie wollen Herrlichkeit voneinander bekommen, anstatt die Herrlichkeit Gottes in Jesus zu sehen.
Sie lieben Gott nicht, Vers 42, und wenn man Gott nicht liebt, ist letztlich die einzige Alternative Selbstliebe. Ich bin im Mittelpunkt. Wenn wir nicht bereit sind, zu erkennen, dass Gott der Herrscher ist, unserer Welt, wenn wir das ablehnen, dann letztlich sagen wir: Ich will die Krone auf meinem Kopf setzen. Es wäre super, wenn wir Bilder erfinden könnten, um das zu erklären. Oder vielleicht hat jemand die Bilder schon erfunden. Es ist genau das.
Selbstliebe und dann Unglaube, oben auf Seite neun in den Unterlagen.
Vers 45: Denkt nicht, dass ich euch bei dem Vater anklagen werde. Es ist einer, der euch anklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. Denn wenn ihr Mose glauben würdet, so würdet ihr auch mir glauben, denn von mir hat er geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?
Sie glauben Mose nicht, deswegen glauben sie Jesus nicht. Unglaube, Selbstliebe und Unglaube. Wahnsinn, das ist eine starke Diagnose, oder? Ein starker Vorwurf den religiösen Führern gegenüber. Sie sind nicht bereit zu glauben. Und es ist interessant für mich, dass es hier endet, dass sie nicht bereit sind zu glauben.
Erinnert ihr euch an das Ende vom ersten Teil gestern Abend mit den Samaritern? Sie haben geglaubt. Kapitel 4, Vers 42: Zu der Frau sprachen sie: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; wir haben selbst gehört und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Messias ist.
Glaube.
Und hier sagt Jesus am Ende vom zweiten Teil den führenden Juden: Unglaube, Selbstliebe und Unglaube. Und im Hintergrund ist wieder Kapitel 20, die Verse 30 und 31. Das ist immer wieder da, bei jeder Stelle, wenn man darüber nachdenkt, wie ich das lehren kann, ob das eine Predigt am Sonntag ist oder eine Kurzbotschaft in einem anderen Zusammenhang, immer soll ich das im Hintergrund haben, in meinem Kopf, in meiner Vorbereitung: Kapitel 20, die Verse 30 und 31, weil das das Ziel des Ganzen ist. Es bezieht sich auf jede Stelle im Johannesevangelium.
Also, ich muss sagen, ich finde Kapitel 5, also diese besonders die Verse 19 bis 30, sehr stark und sehr bewegend, wie Jesus von sich selbst redet, von seiner Beziehung zum Vater, davon, dass er der Lebensspender ist, davon, dass er der Richter ist, und davon, dass wir durch ihn von Tod zum Leben kommen können und ewiges Leben haben können. Wow!

