Generierte Mitschrift
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Ein ungewöhnlicher Anfang mit einer klaren Frage
Was soll ich mit Jesus?
Also, da hatte ich vor vielen Jahren einmal eine Versammlung in Augsburg, in einem Zelt auf dem Plärrer. Das ist so ein Platz, wo sonst Kirmes ist. Und da kamen die Brüder auf die Idee: Wir wollen in Augsburg eine Versammlung machen. Da ist ringsum Land, und da kommen die Bauern samstagsabends in die Stadt hinein, in die Vergnügungslokale, und da geht es dann tüchtig zu.
Und da haben sie beschlossen: Wir machen eine Versammlung am Samstagabend, nachts um zwölf. Das wurde gar nicht bekannt gemacht, sonst wären also liebe neugierige Christen angerannt. Meine Freunde fuhren mit dem Auto um zwölf nachts los und sammelten alle Nachtschwärmer ein, die aus den Lokalen kamen, und Kellner, die nach Hause gingen, und Paarmädchen. Dann fuhren dauernd die Autos los und luden ihre Inhalte ab.
Und als ich um zwölf auf das Podium trat, da hatte ich eine Versammlung vor mir. Das war ehrlich, sage ich Ihnen. Manche waren so leicht bläulich, nicht, und also tüchtig angetrunken. Einer saß so gerade vor mir, so ein Dicker. Der hatte so eine Böller auf, so eine Bombe, wie sagt man, Melone, wissen Sie, und den Zigarrenmund so halb angebrannt. Ich dachte: Wenn das mal gut ausgeht.
Und dann fing ich an zu reden. Und als ich zum ersten Mal das Wort Gott sagte, da brüllte der Dicke mit der Melone: Gibt’s doch gar nicht! Alles lachte. Und da beugte ich mich über das Pult und sagte: Wissen Sie ganz genau, dass es keinen Gott gibt? Wissen Sie es hundertprozentig?
Und da kratzte er sich so, dass die Melone nach vorne rutschte, und schob seinen Zigarrenstummel in den anderen Mundwinkel und sagte schließlich: Na ja, genau weiß ja niemand was darüber. Genau weiß ja niemand was.
Und ich mache jede Wette, dass das ganze christliche Lübeck zu neunzig Prozent so denkt. Da lassen wir von dem Pfarrer nichts erzählen. Ist nicht so, genau weiß ja niemand was. Da habe ich dem Dicken ins Gesicht gelacht und gesagt: Doch, ich weiß ganz genau Bescheid.
Na, nun sagt er: Woher wollen Sie denn genau etwas über Gott wissen?
Und da habe ich ihm gesagt: Es war einfach große Stille in der Versammlung, weil Gott die Panzer zertrümmert hat, die ihn von uns trennen. Wir leben in der dreidimensionalen Welt, um es mal so auszudrücken. Da gibt es Breite, Länge und Höhe. Jeder Physiker sagt Ihnen, dass die dreidimensionale Welt nicht alles ist. Es gibt noch andere Dimensionen.
Gott hat die Mauer, die unsere dreidimensionale Welt von ihm trennt, zerbrochen und ist in Jesus zu uns gekommen. Und durch Jesus weiß ich über Gott ganz genau Bescheid. Wir haben das Thema Gott, ja, aber Jesus? Wozu brauche ich Jesus? Das ist das Erste, was ich Ihnen sagen möchte.
Ohne Jesus weiß ich über Gott gar nichts Gewisses. Das ist der Wahnsinn heute: Die Leute sagen, ich glaube, dass es einen Gott gibt, und wenn dann ein Krieg ist, dann sagen sie: Wie kann Gott das alles zulassen? Dann werden sie wieder ganz wackelig.
Ohne Jesus weiß ich über Gott nichts. Er ist ein verborgener Gott. Er ist ein verborgener Gott, noch niemand hat ihn gesehen. Und wenn Sie bloß an einen Gott glauben, dann wissen Sie im Grunde gar nichts. So nennen wir das: Gott hat sich durch Jesus geoffenbart. Und das ist das Erste, wozu Jesus da ist.
In ihm ist Gott gekommen. Ohne ihn wüsste ich über Gott gar nichts. Ich möchte Ihnen das, was Offenbarung ist, einmal deutlich machen an einer kleinen Geschichte.
Also sehen Sie: Als die Nazis regierten, gefiel ihnen meine Nase nicht irgendwie, und so war ich oft in Gefängnissen. Nun, es war so, dass Jugendpfarrer nicht erwünscht waren. Und so habe ich viele schreckliche Gefängnisse kennengelernt.
Und da war ich einmal in einem Gefängnis in Gelsenkirchen, und das war so ein Betonbau mit so dünnen Wänden. Wenn im dritten Stock einer gehustet hatte, hat man es unten aus der Klappe gehört. Man hörte alles.
Und da wurde eines Tages neben mir in der Zelle ein Mann eingeliefert. Ich habe bald gemerkt, dass dieser Mann schrecklich unglücklich war. Wir hatten keine Betten, nur so Holzpritschen, auf denen man lag. Ich habe nachts gehört, wie er sich da herumwälzte auf der quietschenden Holzpritsche. Da durfte man sich nicht hinlegen. Da hörte ich ihn, wie er ruhelos auf und ab lief, zweieinhalb Schritte hin, zweieinhalb Schritte her, stundenlang wie ein Tier.
Und das Schrecklichste war: Oft hörte ich ihn weinen. Wenn ein Mann weint, das ist furchtbar. Ich hörte ihn schluchzen, so unterdrückt schluchzen. Ich merkte: Der Mann ist ganz verzweifelt. Ich hatte keine Ahnung, warum. Aber schließlich hielt ich es nicht mehr aus, diesen Jammer.
Und da habe ich, als der Wächter kam, dieser SS-Mann, gesagt: Hören Sie mal, ich bin Seelsorger. Lassen Sie mich mal zu dem Mann nebenan. Der nimmt sich noch das Leben, der ist verzweifelt.
Nein, nein, sagte er, das geht nicht. Und schlug die Eisentür zu, ratschratschrasch, die drei Riegel davor. Ich habe den Mann nie gesehen. Ich habe jeden Laut von ihm gehört, aber ich habe ihn nie gesehen.
Und können Sie verstehen, dass ich manchmal vor der Wand stand, wenn ich den Mann da weinen hörte, und dachte: Wenn ich doch die Wand einhauen könnte, um zu diesem armen Menschen hinzugehen? Können Sie verstehen, wie der Wunsch vor der Mauer steht: Ich möchte sie einhauen können und durch das Loch zu diesem Mann hingehen?
Ich konnte die Wand nicht einschlagen. Aber nun passen Sie auf: Das, was ich nicht konnte, das konnte der lebendige Gott. Er ist durch eine dünne Mauer von uns getrennt. Er ist da, er ist da, nicht achtzig Kilometer in der Luft da oben.
Die Bibel sagt: Von allen Seiten umgibst du mich. Ab und zu hört man sogar von Pfarrern, die Bibel hätte so ein altes Weltbild, wo Gott da oben säße. Mensch, die Kerle sollten erst mal ihre Bibel lesen. Das steht nicht in der Bibel. In der Bibel steht: Von allen Seiten umgibst du mich. Von allen Seiten. Gott ist ganz nah, aber da ist die Wand dazwischen.
Und zum Ohr Gottes ist all der Jammer dieser Welt gedrungen, die Einsamkeit der Seelen und die Verzweiflung und das Lachen der Sünde, das in die Hölle führt. Es ist zum Ohr Gottes gedrungen. Und da hat Gott das gekonnt, was ich nicht konnte. Er hat die Mauer kaputtgeschlagen und ist mitten unter uns getreten, in Jesus, seinem Sohn.
Da sagt die Bibel: Das Leben ist erschienen. Er ist gekommen, dass wir Leben und volles Genüge haben. Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben.
Da treffe ich ab und zu Leute, die sagen mir: Jesus war ein Mensch wie wir. Da sage ich: Meinen Sie einen Offenbarer? Oder einen Religionsstifter? Religionsstifter bin ich gar nicht interessiert, nicht. Ich könnte selber einen Religionsstifter machen, wenn es nötig wäre. Daran bin ich gar nicht interessiert. Aber dass der Sohn Gottes in die Welt gekommen ist, daran bin ich interessiert. Das ist eine aufregende Botschaft, eine atemberaubende Botschaft, dass Gott die Wand zerschlagen hat und hereingekommen ist in diese Welt der Verzweiflung, die im Grunde verzweifelt ist.
Sehen Sie: Gott ja, aber Jesus? Wozu Jesus? Er ist die Offenbarung Gottes. In ihm ist Gott unter uns getreten. Als die Engel auf Bethlehems Feld riefen: Euch ist heute der Heiland geboren, da war Gott in seinem Sohn zu uns gekommen. Und da Jesus nach seinem Tode auferstanden ist und lebt, ist er unter uns.
Lübeck wird Jesus nicht mehr los. Verstehen Sie? Lübeck wird Jesus nicht mehr los, Essen übrigens auch, nicht? Und Honolulu auch. Er ist da, ob Sie wollen oder nicht, er ist da. Hoffentlich wollen Sie.
Gott ja, aber warum Jesus? Er ist die Offenbarung Gottes. Sehen Sie, ich muss Ihnen das noch einmal auf andere Weise deutlich machen. Sie glauben gar nicht, was ein Pfarrer alles für dummes Zeug zu hören kriegt. Unablässig kriege ich von höheren Schülern oder so mitgeteilt: Pastor Busch, das ist doch ganz egal, ob ich Mohammedaner oder Buddhist oder so etwas bin oder Christ.
Einer sagt: Ich kann nichts mehr glauben, ich bin in der Welt herumgefahren als Seemann, ich habe buddhistische Tempel gesehen und was weiß ich alles. Da gibt es so viele Religionen, da glaube ich gar nichts mehr.
Also wissen Sie: Wenn Dummheit wehtäte, dann wäre die Welt mit Wehgeschrei erfüllt. Wissen Sie das?
Sehen Sie, lassen Sie mich Ihnen das sagen: Alle Religionen, alle Religionen, es gibt über tausend, gehen alle nach einer Melodie, nach der Melodie: Du musst Gott suchen, du musst etwas tun, um zu ihm zu kommen, du musst gleichsam in den Himmel hineinarbeiten, du musst Gott suchen. Alle Religionen.
Und nun kommt das Evangelium und sagt, wundervolle Botschaft: Gott kommt zu dir, sucht dich durch seinen Sohn. Wenn ich mal so ausdrücken darf: Alle Religionen gehen von unten nach oben, wissen Sie? Und erreichen nichts. Keine Religion hat Gott gefunden. Die fahren mit der Stange im Nebel herum.
Und da kommt die Botschaft: Gott kommt zu uns, von oben nach unten. Du brauchst Gott nie mehr zu suchen, er sucht dich durch seinen Sohn. Der Herr Jesus sucht dich, du hast es noch gar nicht gemerkt. Du hast oft eine Unruhe gespürt, eine Herzensunruhe. Da hat Jesus angeklopft. Er sucht dich.
Wenn ich so Gottsucher sehe, muss ich oft lachen. So ein Witzmensch, er sucht dich. Verstehen Sie den Unterschied von Religion und Evangelium? Alle Religionen sagen: Du musst Gott suchen. Das Evangelium sagt: Geht nicht von unten nach oben, da kommst du nicht weit. Gott hat seinen Sohn gesandt und sucht dich.
Und nun stelle ich mir vor, wie Jesus in diesen Tagen Menschen sucht, wie er anklopft: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen.
Gott ja, aber warum Jesus? Weil Jesus die einzige Offenbarung Gottes ist. Ohne ihn weiß ich von Gott nichts.
Jetzt kommt das Zweite. Ich sage: Wenn beim ersten Teil eingeschlafen ist, der darf beim zweiten wieder mitmachen. Wissen Sie, sind Sie alle wieder dabei? Schön. Können Sie mich hinten verstehen? Wundervoll, wundervoll. Da oben auf der Galerie auch, das ist auch so eine schlechte Ecke. Geht es da oben? Gut.
Jesus, warum Jesus? Hören Sie, ich erkläre es Ihnen jetzt: Jesus ist Gottes letztes Wort. Er ist nicht nur die Offenbarung Gottes, sondern Gottes letztes Wort an die Welt.
Ich will Ihnen das erklären, was das heißt. Möchten Sie gern ein Kind Gottes werden? Möchten Sie gern ein Kind Gottes werden, dann bekennen Sie Ihre Sünden, Ihre Lügereien, Ihre Zaubereien, Ihre Streitigkeiten, all die dunklen Dinge, sagen Sie das Jesus und bitten Sie ihn, dass er bei Ihnen einkehre.
In der Bibel steht: Wie viele ihn aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden. Nehmen Sie Jesus auf, und Sie sind ein Kind Gottes, ein Kind des lebendigen Gottes. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.
Es liegt mir so viel daran, dass Sie zuhören, da oben. Ja, könnt ihr hören? Gut.
Jetzt fragt mich neulich einer: Ja, und die Jesus nicht aufnehmen, wie ist es mit denen? Das sind doch Tausende. Denen hat Gott in Zeit und Ewigkeit nichts mehr zu sagen. Sie dürfen beten, er antwortet nicht. Sie dürfen den sterbenden Pastor holen. Völlig wirkungslos. Sie fahren in die Hölle. Sie dürfen schreien in der Hölle, er hört nicht mehr.
So steht es in der Bibel. Ich will Ihnen das wörtlich sagen. Es ist ein schwerer Satz: Hebräer 1. Nachdem Gott manchmal und auf mancherlei Weise geredet hat in alten Zeiten durch die Propheten zu den Vätern, hat er am letzten geredet durch seinen Sohn.
Gott hat noch einmal gesprochen. Dies Wort ist Mensch geworden. Darum wird Jesus Gottes Wort genannt. Er ist Gottes Wort. Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.
In Jesus bietet dir Gott Frieden an. Du darfst alle Zweifel über Bord werfen und ihn in die Arme stürzen, aber es ist Gottes letztes Wort. Wer Jesus nicht aufnimmt, dem schweigt Gott für alle Zeiten. So steht hier: Hat Gott am letzten geredet durch seinen Sohn.
Das ist der tödliche Ernst. Ich habe so eine frohe Botschaft. Ich sage Ihnen: Sie dürfen all Ihre Sünde und Ihre Zweifel über Bord werfen und Jesus aufnehmen und Kind Gottes werden. Das ist herrlich.
Aber das ist die Kehrseite: Wenn Sie es nicht tun, dann hat Ihnen Gott nie mehr etwas zu sagen. Es ist sein letztes Wort. Ich habe im Krieg, wie ringsherum alles brannte, mal einsam in der Straße gestanden. Man konnte nicht mehr löschen, war alles kaputt. Und da kommt eine Frau durch die Trümmer und packt mich hier und sagt: Wie kann Gott das alles zulassen?
Da habe ich gesagt: Sie dummes Weib, er hat Ihnen nichts mehr zu sagen, weil Sie sein letztes Wort, Jesus, nicht wollten.
Im Wohlstand oder im Feuer, das ist unheimlich, wenn eines Tages den Lübeckern aufgeht: Gott schweigt, er kümmert sich nicht mehr. Dumm, wir wollten ja Jesus nicht. Das ist eine ernste Sache.
Sie verstehen doch den Ausdruck: mein letztes Wort. Na also, wenn ich Ihnen eine Kuh verkaufen wollte, nicht, oder was weiß ich, was Sie verhandeln. Ich verkaufe auch keine Kühe, aber nehmen wir mal an, nicht. Ich weiß noch nicht, wer sich da meldet. Und Sie sagen mal zweitausend Mark. Was kostet eine Kuh? Dann sagen Sie: Viel zu teuer. Tausend. Da sage ich: Zwölfhundert. Da sagen Sie: Elfhundert. Da handeln wir so, nicht?
Und auf einmal sagt einer: Das ist mein letztes Wort. Wenn ich jetzt kein Hampelmann bin, dann gilt das. Gott ist kein Hampelmann. Er bietet uns volles Leben in Jesus an. Wie viele ihn aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.
Aber da steht alles auf des Messers Schneide: sein letztes Wort an uns, sein letztes Wort an die Welt. Es kommt jeder Mensch, der von Jesus hört, einmal in eine unheimliche Entscheidung. Ich beschwöre Sie um Ihretwillen: Bekehren Sie sich zu Jesus und nehmen Sie ihn auf.
Ich möchte ein drittes sagen: Gott ja, aber warum Jesus? Also ein dritter Teil, nicht? Kleine Pause, Atempause, dreimal atmen. Sie müssen wissen, was mit Jesus los ist. Wenn ich alles über Jesus sagen wollte, dann wäre ich morgen früh noch am Reden, und Sie wären alle nach Hause gelaufen. Ich will nur die Hauptsache rauspicken, nicht?
So, dritter Teil: Warum Jesus? Jesus ist der einzige im Himmel und auf Erden, der mir vergeben kann. Gott kann mir die Sünden nicht vergeben, denn er ist ein gerechter Richter. Das wäre ein komischer Richter, der sagt: Na ja, wollen fünf Grade sein lassen. Ein Engel kann mir die Sünden nicht vergeben, dazu hat er keine Macht. Ein Priester kann mir die Sünden nicht vergeben, denn er ist ja selber ein Sünder.
Es gibt nur einen einzigen, der mir Vergebung der Sünden schenken kann. Und das ist Jesus. Und der kann es, weil er für Ihre und meine Sünden schon bezahlt hat und das Gericht getragen hat am Kreuz von Golgatha.
Jetzt muss ich Ihnen eine nette Geschichte erzählen. Ich hatte mal so eine Versammlung in Zürich, in der schönen Stadt Zürich, im Kongresshaus, einen wunderbaren Saal, einen Saal mit zweitausend Plätzen, ganz modern, am Zürichsee. Und als das zu voll wurde, lässt man einfach die Wände runter, und dann können auf einmal fünftausend Menschen da sein. Die versenken einfach die Wände.
War eine Riesenversammlung, und viele mussten noch stehen. Komisch, mit dem Aufwand, den man hier gemacht hat, könnte man in Zürich also mindestens fünftausend Menschen auf die Beine bringen, nicht? Tatsächlich.
Und da standen eine ganze Reihe Leute an der Wand, und da sah ich: An der Wand standen so zwei Herren. Die fielen mir auf, weil sie sich so lustig unterhielten. Man sah ihnen an, sie waren so aus Neugierde reingekommen, als Straßenbahnen-Reklame. Und einer, der hatte, nahm ich so ein schönes Männlein-Bärtchen, so ein ganz schmales, kleines schwarzes Bärtchen. Das fiel mir auf. Ich dachte: Schade, dass ich so eins nicht tragen kann. Ich habe keine schwarzen Haare.
Also waren mir die aufgefallen. Ich dachte: Mensch, die müssen mir zuhören. Und dann hörten sie auch sehr interessiert zu. Und dann sagte ich das Wort Vergebung der Sünden. Und in dem Moment, wo ich Vergebung der Sünden sagte, da sehe ich, wie der mit seinem Männlein-Bärtchen etwas spöttisch lächelte und seinem Nebenmann was ins Ohr flüsterte.
Und war das ein Riesensaal, das war weit weg, ich konnte nicht hören, aber ich sah an seiner Miene, was er sagte, etwa so: Vergebung der Sünden, so richtig Pastoren-Geschwätz. Du lieber Himmel, in keiner Zeitung kommt sowas vor. Ich bin doch kein Verbrecher. Ich brauche doch keine Vergebung der Sünden. So sagen sie doch nicht. Ich tue doch recht, scheue niemand. Ich brauche doch keine Vergebung der Sünden.
So ähnlich wird er gesagt haben. Und da packte mich die Wut. Ich weiß es, Sie brauchen mir keinen Brief zu schreiben, dass Wut vor Gott nicht recht ist. Aber ich kriegte trotzdem eine. Ich kriegte einen Zorn. Ich sah rot. Ich lasse mich nicht gerne auslachen.
Und da habe ich gesagt: Moment mal, ich mache jetzt eine halbe Minute Pause, und da stelle ich Ihnen eine Frage. Und bitte, jeder soll sich die Frage mit Ja oder Nein beantworten. Jetzt kommt die Frage, sagte ich. Und dann eine halbe Minute Pause.
Wollen Sie in alle Ewigkeit verzichten auf Vergebung Ihrer Sünden, weil Sie sie nicht brauchen? Ja oder nein?
Und dann war ich mit den über viertausend Menschen in einer halben Minute ganz still. Wollen Sie in alle Ewigkeit verzichten auf Vergebung der Sünden, weil Sie sie nicht brauchen?
Und da sehe ich, wie der auf einmal ganz bleich wird und sich richtig schon an der Wand festhält. So erschrak der Kerl. Auf einmal ging ihm auf: Jetzt rede ich so, ich bin kein Verbrecher. Aber wenn es ans Sterben geht, wenn es ernst wird, dann möchte ich doch wohl Vergebung der Sünden haben. Ich möchte nicht für alle Zeit darauf verzichten. Sie auch nicht.
Und dann habe ich ihm in die Versammlung hineingesagt: Selbst bietet Ihnen Jesus Vergebung der Sünden an. Los, bekennen Sie ihm Ihre Sünden! Hören Sie auf mit dem dummen Geschwätz: Ich tue recht, scheue niemand. Das ist ja die größte Lüge, die es gibt!
Los, bekennen Sie Ihrem Heiland Ihre Sünden. Er hört es, er ist da, er lebt! Gehen Sie in die Stille und sagen Sie ihm: Ich bin ein Hurer, und meine Gedanken sind schmutzig, und ich habe, weil ich besoffen war, gestohlen, und ich habe eine elende Streiterei, und ich bin selbstsüchtig, und ich quäle die Umgebung mit meiner Laune.
Sagen Sie das alles. Und ich habe die Sonntage entheiligt. Bekennen Sie Jesus Ihre Sünden! Er ist der Einzige, der Vergebung der Sünden schenken kann.
Ich habe mir auch vorgestellt, wie das Sterben ist. Ich bin ja allmählich nah dran, nicht? Und man hält nach Liebe Hand vielleicht fest, und dann kommt der Augenblick, wo ich sie loslassen muss. Und dann fährt mein Lebensschiff in das große Schweigen vor Gott, vor sein Angesicht.
Glauben Sie mir, Sie stehen vor ihm. Und da kann ich nichts mitnehmen: meine Bücher nicht und kein Sparkonto und nichts. Nur eins nehmen Sie mit: Ihre Schuld, Ihre Sünde. Die geht mit, wenn nicht Jesus vorher sie vergeben hat.
Das wird ein Entsetzen sein, wenn einer entdeckt: Mein ganzes Sündenpaket nehme ich mit, und ich hätte gemeint, ich wäre in Ordnung gewesen und hätte einen Heiland haben können, der mir die Sünde vergibt, weil er am Kreuz dafür gestorben ist.
Oh, ich möchte ihn Jesus wieder vor die Augen malen, wie er am Kreuz hängt, der Sohn Gottes, der es nicht nötig hat, mit der Dornenkrone, die sein Angesicht zerreißt, und mit den angenagelten Händen. Er neigte sein Haupt und verschied.
Warum, warum? Da trägt er das Gericht Gottes an meiner Stelle. Es gibt einen Satz in der Bibel, der ist so schön, dass es mich durchschauert. Ich liebe viele schöne Verse von Goethe, aber das ist nichts gegen diesen einen Satz: Die Strafe, die ich haben sollte, liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
Ach, wenn mir einer sagt: Gott, ja, wozu Jesus? Das ist ja furchtbar. Wer sollte deine Sünden vergeben? Nur er kann’s. Du musst ihn haben, du musst ihn aufnehmen, nicht?
So, ich möchte noch mehr sagen. Ich kann nur so ein paar Punkte rauspicken, nicht? Warum Jesus. Ich könnte fünfundzwanzig Punkte haben, aber ich will die Hauptsache nur sagen.
Ich komme zu einem neuen Punkt. Warum ich Jesus brauche: Sehen Sie, ich kenne Gott nicht, Gott ist ferner. Er ist gekommen in Jesus, und so ist Jesus mein bester Freund geworden. Ich habe Ihnen eben erzählt, wie er starb, das ist eine herrliche Geschichte, wie er drei Tage im Grabe liegt. Und das Grab hat man verschlossen mit einer Felsplatte. Das war nicht ein Erdgrab, sondern ein Felsengrab, und eine Felsenplatte davor und ein römisches Siegel davor, dass keiner rangeht, und Soldaten hielten Wache.
Und dann geschieht es am dritten Tage, morgens in der Frühe, dass es strahlend hell wird und diese Kriegsknechte, ehe sie in Ohnmacht fallen, sehen, wie der Stein wegfliegt und Jesus herauskommt.
Meine Freunde, glauben Sie keinem, der Ihnen darum herumschwätzen will. Wenn Jesus nicht ganz wirklich und real auferstanden wäre und sein Grab leer gewesen wäre, dann würde ich heute aufhören, hier mich hinzustellen und zu predigen. Dann lohnte sich das nicht. Ich bezeuge Ihnen den lebendigen Heiland, und nun ist er mein bester Freund.
Und das ist mein nächster Punkt: Jesus lebt und ist mein Freund. Also, ich ging mal über die Straße, und da haben sich so ein paar Jungs geprügelt, und da kriegte so ein Kleiner wahrscheinlich aus Versehen auch Prügel mit. Und ich überlegte: Soll ich dazwischengehen? Da habe ich gedacht: Für Jungs ist das ein gutes Training so, nicht, die brauchen das ab und zu.
Und da sah ich eine entzückende Szene, wie der Kleine sich aus dem Tümmel herausmacht. So richtig verprügelt, und die Augen laufen, und die Nase läuft, und alles läuft, und er läuft auch. Und wie er so fünf Schritte weg ist, da dreht er sich noch mal rum und schreit: Aber das sage ich meinem großen Bruder!
Und dann merkte ich auf einmal: War alles gut. Ich habe einen großen Bruder, dem sage ich das. Und da habe ich gedacht: Mein Junge, wie schön, dass du einen großen Bruder hast, dem du es sagen kannst.
Und dadurch fuhr es mich auf einmal an. So sage ich im Blick auf den lebendigen Herrn Jesus: Ich sag’s meinem großen Bruder. Sehen Sie, ich bin durch viel Leid gegangen, hatte zwei Söhne, sind mir beide schrecklich umgekommen, ich komme nie drüber. Ich wäre nie drüber gekommen, ich konnte es meinem großen Bruder sagen, und er hat mich getröstet, wirklich mit göttlichem Trost.
Es geht uns wie Petrus oft, der seinen Heiland verleugnete. Wir Christen, wir erleben Niederlagen, da möchte man sich selber verzweifeln. Wundervoll, dass ich meine eigenen Pannen meinem großen Bruder sagen darf: Herr Jesus, jetzt habe ich dir so Schande gemacht, vergib mir das. Du bist ja dafür gestorben, ändere doch auch mein Herz um.
Und da ist eine Sache, mit der ich nicht fertig werde mit anderen Menschen. Es fängt ein Streit an. Ich sage es meinem großen Bruder: Heiland, bewahr mich vor einem Krach. Du kannst die Knoten lösen. Und er kann sie wundervoll lösen.
Es ist etwas Wundervolles, mit Jesus zu leben. Sie können denken, das wäre eine Illusion. Das ist keine Illusion. Es ist furchtbar, ohne ihn zu leben.
Ich habe vor Jahren meine Geschichte erzählt, ich habe sie oft erlebt, die habe ich oft erzählt, ich glaube, ich muss es doch noch mal eben erzählen. Sehen Sie, da hatte ich in Essen einen Mann aus der Industrie, den ich ab und zu traf. Der war so richtig ein netter Kerl. Der kannte alle Rotweinsorten am Geschmack und so ein Bonvivant. Und ab und zu gab er mir hundert Mark für meine Jugendarbeit. Ist gut, sagt der Pastor, dass Sie die Jugend zum Guten anhalten und so.
Wenn ich dann sagte: Ja, Sie selber? sagte er: Wissen Sie, Pastor Busch, mich lassen Sie mit dem Kram in Ruhe.
Und mit dem Mann habe ich mal eine tolle Sache erlebt. Da war eine Trauung, wie an einer Hochzeit. Und er ist immer so trostlos in so einer großen, leeren Kirche, nur so ein paar Leute dann, und nicht so kalt. Und unter den Trauzeugen war er schön im Frack und Zylinder und Abendband sogar.
Und da merkte man ihm an, er war sehr, sehr hilflos. Er wusste nicht: Muss ich mich bekreuzigen oder niederknien? Er war ja nicht zu Hause in dem Milieu. Da saß er ziemlich verzweifelt da mit seinem schönen Frack als Trauzeuge auf so einem Stuhl und dachte wahrscheinlich die ganze Zeit: Wenn das hier zu Ende wäre, dass das Festessen beginnt, da kenne ich mich wieder aus, da weiß ich dann Bescheid, was gespielt wird.
Und nun war die Braut im Kindergottesdienst Helferin gewesen. Und so kam es, das habe ich gar nicht gewusst, dass die andere Helferin mit der kleinen Mädchengruppe auf die Galerie gegangen war. Und wie ich meine Rede vollendet hatte, da fingen die an zu singen mit süßen Stimmen, die kleinen Mädchen, das Kinderlied: Weil ich Jesu Schäflein bin, kennen Sie das? Freue ich mich immerhin über meinen guten Hirten, der mich wohl weiß zu bewahren, der mich liebt, der mich kennt.
Und auf einmal sehe ich, wie der Herr da seine Hände vors Gesicht schlägt und sich so vorbeugt. Und bei meinem Namen nennt, sangen die. Unter seinem sanften Stab gehe ich aus und ein und habe unaussprechlich süße Weide. Ich denke: Was hat der Mann? Der sitzt da an den Schütteltes. Ist dem schlecht, ist er krank?
Und auf einmal merke ich, das war erschütternd: Der Mann weint, der weint herzbrechend. Und so oft ich durstig bin, sagen die Kinder, führt er mich zum Brunnquell hin. Da heißt es am Schluss: Denn nach diesen Erdentagen werden Engel heimig tragen des Hirten Arm und Schoß. Und da sitzt der Mann und schüttelt ihn vor Weinen.
Ich denke: Was ist denn das? Und auf einmal geht mir auf: Der Mensch hat auf einmal kapiert, wie arm sein Leben ist ohne Heiland, ohne Trost, innerlich leer, völlig arm, ohne Ewigkeit, ohne Hoffnung. Das ging ihm auf einmal bei dem Kinderlied auf und warf ihn richtig um.
Wie es weiterging, das geht Sie jetzt nicht mehr an. Aber in dem Moment da ging mir auch auf: Ich darf wirklich sagen, Jesus ist mein guter Hirte. Wie reich ist mein Leben dadurch geworden! Ich habe nicht so einen schönen Wagen wie der Mann, ich habe nicht so einen Weinkeller, aber wie reich ist mein Leben durch diesen Heiland.
Wozu Jesus? Warum leben Sie ohne Heiland? Er hat gesagt: Ich bin gekommen, dass Sie das Leben und volle Genüge haben sollen.
Zu dem großen Prediger Spurgeon kam nach so einer Versammlung ein junger Mann und sagte: Herr Prediger, Sie haben ganz recht, und ich will mich dann auch mal später zu Jesus bekehren.
Und da hat Spurgeon gesagt: Später? Warum später?
Und da hat der junge Mann gesagt: Ja, wissen Sie, ich will erst noch ein bisschen was vom Leben haben, verstehen Sie? Ich will erst noch ein bisschen was vom Leben haben.
Kann man verstehen, nicht? Ja, und da lacht Spurgeon ihn schallend aus und sagt: Was bist du für ein anspruchsloser Typ! Du willst etwas vom Leben haben, das wäre mir zu wenig. Ich will das Leben haben!
Und Jesus sagt: Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben sollen. Wie ein bisschen was? Das Leben!
Ich denke oft, die Welt ist so langweilig, weil sie einen Heiland nicht kennt. Wo er ins Leben kommt, da gibt es eine göttliche Vitalität und Freude und Leben.
Ich muss zu Ende kommen, Freunde, es ist schrecklich. Jesus, wozu Jesus? Also, neuer Punkt, nicht? Er ist die Offenbarung Gottes, er ist Gottes letztes Wort, er ist der Einzige, der Sünden vergibt, er ist mein großer Bruder. Er ist ein großer Befreier. Ich hätte möchten, ich hätte den ganzen Abend bloß dafür.
Aber ich erzähle Ihnen die Geschichte, die mir ein Berliner Stadtmissionar erzählt hat. Er betreute einen Mann, der am Suff gebunden war. Und da sind schrecklich solche Bindungen in der Sexualität oder im Alkohol oder was es ist. Ach, wie viele Süchte sind hier!
Eines Tages hörte er, dass der Mann wieder schrecklich getrunken hat, die Möbel kaputtgeschlagen, seine Frau verprügelt, und da geht er hin. Um nachmittags um fünf da saß der Mann in der Wohnküche und trank Kaffee, und neben ihm sitzt sein kleiner fünfjähriger Junge.
Da sagt der Stadtmissionar: Ist es wieder schiefgegangen?
Da knirscht der Mann mit den Zähnen, springt auf, sagt kein Wort und geht nebenan in die Kammer. Und kommt zurück mit einem Wäscheseil und dann fängt er an, ohne ein Wort zu sagen, den kleinen Jungen auf den Stuhl anzubinden.
Der Stadtmissionar denkt: Was soll das werden? Ist er noch betrunken? Aber er lässt ihn mal machen. Und der fesselt den kleinen Jungen und verknotet das Seil. Und dann brüllt er den Jungen an: Steh auf! Und der Kleine fängt an zu weinen und sagt: Ich kann doch nicht.
Und da wendet sich dieser Trinker mit herzbrechender Miene an den Missionar und sagt: Da sehen Sie es, ich kann doch nicht. So geht es mir auch, ich kann doch nicht. Ich habe Männer im Ehebruch gesehen, ich kann doch nicht daraus. Mit Frauen in Streitgeschichten gesehen, ach hören Sie auf, ich kann doch nicht. Erschütternd, ich kann doch nicht.
Da fasst der Stadtmissionar in die Tasche, nimmt sein Taschenmesser raus und schneidet, unbekümmert um die Unkosten, die entstehen, das schöne neue Wäscheseil ratsch ratsch ratsch kaputt und sagt dem Jungen: Steh auf!
Da steht der Junge auf, und da sagt der Stadtmissionar: Na bitte, ja, wenn Sie den Strick zerschneiden!
Und da sagt der Stadtmissionar: Es ist einer gekommen, der die Stricke zerschneidet, und das ist Jesus! Die Welt ist voll von Menschen, die bezeugen können, was wir neulich gesungen haben: Jesus ist kommen, nun springen die Bande, Stricke des Todes, die reißen entzwei, unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden, er, der Sohn Gottes, er mache recht frei, bringe zu Ehren aus Sünde und Schande, Jesus ist kommen und springt die Bande.
Ach, der Befreier!
Und nun kommt mein letzter Punkt, den ich Ihnen nennen will. Noch einmal umschalten, letzter Punkt. Wozu Jesus? Meine Freunde, Jesus ist der Todesüberwinder. Ist Ihnen das klar, dass wir in hundert Jahren alle tot sind? Wenn die Kirche dann noch steht, sitzen da andere Leute, dann ist keiner von uns mehr da. Wissen Sie, dass wir unaufhaltsam dem Grab entgegengehen?
Denken Sie mal darüber nach. Mir graust, was der Tod für eine Macht hat. Wie viele liebe Menschen hat er mir weggenommen. Um mich herum, ich bin jetzt bald siebzig, wird es einsam. Eine Todesnachricht nach der anderen. Es kommt mir manchmal vor, als wenn der Tod trommelt, ein Siegesgetrommel.
Und dann lese ich von Jesus so ein Wort: Wer an mich glaubt, wird nimmermehr sterben. Ich lebe, und ihr sollt auch leben. Und dann lese ich, dass er selber aus dem Grab gekommen ist. Da ist ja einer, der dem Tod ein Loch in die Pauke gehauen hat. Da ist ja Jesus, der einzige, der durch diese schreckliche Todesbronne durchbricht.
Und wie ich das begriffen habe, da habe ich gesagt: Da hänge ich mich an seine Rockschöße. Er soll mich auch zum Leben führen.
Und ich will Ihnen ganz einfach sagen: Seitdem ich Jesus gehöre, habe ich eine gewisse Hoffnung des ewigen Lebens. Mit dem Tod ist nichts aus. Man kann in den zweiten Tod fahren, in die Hölle. Aber mit Jesus bekommt man eine gewisse Hoffnung des ewigen Lebens.
Also, ich habe hier in Lübeck etwas Tolles erlebt. Nach einer Versammlung hat ein junger Mann, der mit dem schönen Wagen hier von auswärts gekommen war, gesagt, er wolle mich sprechen. Dann haben wir uns zusammengesetzt, in diesen Tagen. Da sagt er: Ich will Ihnen was sagen, Pastor Busch. Ich habe von Jugend auf eine schreckliche Angst vor dem Tod, eine Grauen vor dem Sterben.
Sag ich: Kann ich verstehen.
Und da sagt er: Haben Sie keine Angst vor dem Tod?
Sag ich: Hatte ich, aber jetzt nicht mehr.
Sie sagen: Sie werden doch keine zehn Jahre mehr leben.
Nein, glaube ich nicht.
Ja, und was denken Sie denn?
Ich sage: Ich weiß, dass in dem Moment, wo ich hier die Augen schließe, ich aufwache am Angesicht Jesu. Dann werde ich ihn sehen. Ich will satt werden, wenn ich erwache an deinem Bilde.
Da sagt der Pastor Busch: Das ist die Frage, die ich stelle. Beim Tod hört jeder Spaß auf, wissen Sie das ganz bestimmt?
Ja, das weiß ich ganz bestimmt. Er hat mir meine Sünden vergeben, ich lebe mit ihm, und ich will satt werden, wenn ich erwache an seinem Bilde.
Ein starker Tod ist worden, singt Luther. Da ist ein Lebensfürst, der den Tod überwunden hat. Soll ich dem nicht angehören?

