Einführung in das Thema und Kontext der Videoreihe
Um Nachfolge zu verstehen, mach dich Hashtag Bibelfit. Heute behandeln wir ein ernstes und trauriges Thema, mit dem wir unsere Videoreihe über das Jenseits fortsetzen.
Vor kurzem haben einige aus dieser Community mir hier ein Buch empfohlen: "Gott ist nicht böse auf dich". Ich bin mir sicher, dass das nicht stimmt. Gott ist nicht nur böse auf dich – Gott ist stinksauer.
Weil es so wichtig ist, das zu begreifen, schauen wir uns das jetzt gemeinsam in einem anders strukturierten Video an. Dieses Video ist Teil unserer Videoreihe über das Jenseits. Nächste Woche folgt dazu der zweite Teil.
Deshalb schau dieses Video bis zum Ende. An dieser Stelle möchte ich allen Leuten danken, die jede Woche hier die Glocke klicken. Das ist so ein technisches Ding, damit christliche Inhalte auf dieser Plattform nicht ausgesperrt werden. Danke dir!
Klärung der Zielgruppe und Umgang mit Kritik
Bevor wir starten, möchte ich noch kurz zwei Worte an die Hater richten. Dieses Video ist von einem Christen für Christen. Jesus sagt: Folge mir nach. Wir Christen sind die Nachfolger von Jesus. Was Jesus sagt, ist für uns gültig und bindend.
Wenn jetzt die Frage kommt: „Markus, auf welcher Grundlage sagst du das?“, dann lautet die ehrliche Antwort: Ich bemühe mich, das auf Grundlage dessen zu sagen, was Jesus gelehrt hat. Dazu habe ich ein eigenes Video gemacht. Wenn jemand behauptet, dass die Lehren von Jesus nicht gültig oder bindend sind, kann diese Person das gerne tun. Das wäre dann aber eine andere Religion, nicht das Christentum.
Und zweitens: Bevor du jetzt fragst: „Markus, warum denkst du, dass deine Bibelauslegung richtig ist?“, was eine legitime Frage ist, habe ich ebenfalls ein Video gemacht. Darin erkläre ich, wie wir hier auf diesem Kanal die Bibel lesen und vor allem, warum wir das tun und welche Gründe es dafür gibt.
Bevor du also einen Hasskommentar schreibst, schau doch mal dort rein. Vielleicht ist deine Frage ja schon beantwortet.
Grundproblem der Abgötterei und biblische Grundlage
Weißt du, das Grundproblem dahinter ist im zweiten Gebot zusammengefasst, dem zweiten der zehn Gebote: Du sollst dir kein Bildnis machen.
Dabei geht es um Idolatrie, also Abgötterei. In deiner Bibelübersetzung steht vielleicht Götzendienst. Du sollst nichts als Gott behandeln, was nicht der biblisch-christliche Gott ist.
Um das ganz klar zu sagen: Wir Christen halten uns an die Bibel, weil Jesus historisch nachweislich gesagt hat, dass wir das tun sollen – und nicht umgekehrt.
Darüber haben du und ich im Video über Bibelinterpretation ganz deutlich gesprochen. Wir können nicht einfach Dinge behaupten, die der Bibel widersprechen, und dann so tun, als ginge das schon irgendwie. Es geht eben nicht.
Gottes Zorn und die Realität der Sünde
Eine ganz häufige Behauptung lautet zum Beispiel: Gott hasst die Sünde, aber liebt den Sünder.
Darüber sprechen wir am Ende des Videos noch einmal, aber zunächst nicht. Gott ist geschmerzt, Gott ist verletzt, Gott ist tief traurig und Gott ist stinksauer darüber, dass freie Wesen mit einem freien Willen – wie du und ich –, die sich freiwillig Gott unterstellen sollten, sich gegen Gott stellen und gegen alles, was er als gerecht und gut festgelegt hat.
Siehst du, am Ende des Tages bestraft Gott ja nicht die Sünde abstrakt, sondern er würde dich und mich als Sünder bestrafen. Das ist der Punkt.
Jetzt denkst du vielleicht, das ginge dich nichts an, du doch nicht, du bist doch ein guter Mensch. Ich zumindest habe früher so gedacht. Aber wenn du dir einfach mal die Gesetze, die Gebote von Gott, die er aufgestellt hat, ansiehst und sie als Maßstab vor Augen hältst, dann denk einfach mal darüber nach.
Konkrete Beispiele für Sünde im Alltag
Ich meine, frag dich mal selbst: Mehr als zehntausend oder weniger als zehntausend – wie viele Lügen hast du in deinem Leben schon erzählt? Weißt du, wie man jemanden nennt, der Lügen erzählt? Einen Lügner.
Frag dich einfach selbst, wie oft du dir schon Dinge angeeignet hast, die nicht deine waren. Wie oft hast du schon Dienstleistungen geschnorrt? Wie oft hast du dir Gegenstände genommen, für die du nicht bezahlt hast? Wie oft hast du schon gestohlen, unabhängig vom Wert? Was nennt man jemanden, der gestohlen hat? Einen Dieb, ja?
Die Männer unter uns, fragt euch einfach: Wie oft hast du in deinem Leben schon jemanden begehrlich angesehen, den du nicht hättest begehren sollen, weil du nicht mit ihr verheiratet bist? Nicht so gut, oder? Rede ich da von Pornos? Na klar, rede ich da von Pornos – auf jeden Fall.
Trag das einfach selbst grundlegend für alle von uns. Jesus sagt: Wer jemanden begehrlich ansieht, mit dem er nicht verheiratet ist, der begeht Ehebruch in seinem Herzen. Na toll, ja.
Du kannst auch einen Schritt weitergehen. Jesus sagt zum Beispiel: In dem Moment, in dem du mit Aggression in eine Situation, in einen Konflikt oder in ein Gespräch gehst, begehst du schon Mord in deinem Herzen. Toll, ja.
Überleg dir einfach mal: Wie oft haben du und ich Gottes Namen schon durch den Dreck gezogen, indem wir so etwas sagen wie „Oh Gott“, „Oh mein Gott“ oder „Ach herrje“? Das ist in manchen Gegenden von Deutschland und Österreich ja schon fast sprichwörtlich geworden, dass man Gottes Namen respektlos ausspricht.
Das würden du und ich doch niemals tun mit dem Namen deiner Freundin, mit dem Namen deiner Ehefrau, mit dem Namen deiner Mutter oder mit dem Namen deiner Tochter. Das würden du und ich niemals tun mit dem Namen von jemandem, der uns wirklich etwas bedeutet. Aber Gottes Namen ziehen wir alle Nase lang durch den Dreck. Weißt du, was ich meine?
Ich breche es an dieser Stelle ab. Das könnten wir noch ewig weitermachen. Aber am Ende des Tages: Jemand, der lügt, jemand, der stiehlt, jemand, der Aggression und Ehebruch im Herzen hat und der den Namen seines Schöpfers, der ihm all dieses Leben geschenkt hat – seine Augen, seine Hände, seine Geschmacksknospen –, der dich heute Morgen hat aufwachen lassen und der seinen Lebensatem gegeben hat, all das durch den Dreck zieht – nennen wir uns gute Menschen? Wirklich jetzt?
Ich glaube nicht.
Gottes Gerechtigkeit und Unausweichlichkeit des Gerichts
Jesus sagt, wir sollen uns an die Bibel halten. In der Bibel heißt es, dass Gott der Inbegriff der Gerechtigkeit ist. Man kann auch sagen, Gott ist die Gerechtigkeit in Person.
Dort steht, dass Gott, selbst wenn er es wollte – und das will er nicht –, niemals Unrecht einfach stehen lassen oder Verbrechen ungestraft lassen könnte. Das ist unmöglich.
Im Psalm 7 heißt es: Gott ist ein gerechter Richter, und jeden Tag ist er zornig auf die Bösen. Ja, die Bösen – das sind du und ich. Es tut mir leid, das so sagen zu müssen, und ich fühle mich dabei auch nicht wohl.
Aber wir können als Christen nicht einfach Christen sein und behaupten, dass das, was in der Bibel steht, uns nichts angeht. Das geht nicht.
Gottes Hass auf das Böse und moralische Forderungen
Die Bibel sagt, Gott hasst jeden, der Unrecht tut. Er hasst böse Absichten, heißt es. Er hasst Lügen, falsche Versprechen, Ehebruch und Ehescheidung.
Er verabscheut Menschenopfer. Ebenso verabscheut er es, wenn jemand nicht gegen Böses vorgeht, sondern schweigsam bleibt.
Gott verabscheut es auch, wenn Menschen Sexualität, die er geschaffen hat, außerhalb der Ehe ausleben. Im Gegenteil sagt er zu uns: Klammert euch an das, was richtig ist. Hasst das Böse und hasst die Ungerechtigkeit.
An einer anderen Stelle heißt es: Gott fürchten bedeutet, das Böse zu hassen.
Jesu Worte über Gottes Zorn und die Herausforderung für Christen
Und was sagt Jesus selbst über Gottes Zorn? Jesus sagt: Wer sich nicht an mich hält, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm. Nicht kommt auf ihn, sondern bleibt auf ihm, weil er schon da ist. Er geht nur nicht weg.
Na klar ist Gott wütend, Gott ist stinkwütend. Ich habe viel darüber nachgedacht, warum uns das nicht nur aufwühlt, sondern wir es als etwas ablehnen, das wir nicht hören wollen.
Ich meine, klar ist das unangenehm, aber es ist noch mehr als das. Es ist völlig ungewohnt, dass wir in Deutschland als Christen so etwas gesagt bekommen.
Ursachen für das Unverständnis und Hilfsangebote
Ich denke, ich weiß jetzt, warum es für uns so überraschend ist, das zu hören. Das Hauptproblem ist nicht immer, aber immer öfter, dass wir eine Karikatur vom Christentum haben und uns danach richten.
Wir lassen uns von anderen Menschen vorschreiben, was wir glauben sollen, was wir denken und was wir als Christen zu tun haben. Mal ehrlich: Wir als Christen wissen oft selbst nicht mehr genau, worum es uns eigentlich geht, oder? Und wenn wir es schon nicht wissen, wie können wir dann erwarten, dass die Gesellschaft es weiß?
Niemand weiß wirklich, wer wir Christen sind und wofür wir stehen, weil wir häufig unsere eigene Bibel nicht mehr lesen. Das ist doch klar, oder?
Ich verstehe das. Um dir genau dabei zu helfen, wie du mit Kopf und Herz die Bibel lesen kannst, kannst du dir hier gern kostenlos die Bibel-Starthilfen mitnehmen. Ich habe sie genau dafür kreiert. Bis jetzt haben sie schon hunderten Menschen dabei geholfen.
Darin findest du zum Beispiel die häufigsten Bibellesefehler noch einmal einfach erklärt, die einfachsten Bibelübersetzungen und Leitfäden dazu. Außerdem bekommst du einen Bibelleseplan und noch vieles mehr.
Das kannst du dir alles gratis mitnehmen. Ich verschenke das, weil ich möchte, dass mehr Menschen die Bibel lesen.
Aufforderung zum eigenständigen Bibellesen und Ausblick
Am Ende des Tages brauchst du kein Video von mir. Im nächsten Video machen wir hier weiter, aber du brauchst keine Starthilfe für die Bibel oder irgendetwas anderes.
Du musst einfach die Bibel lesen. Die Bibel ist das Testament, das dir hinterlassen und anvertraut wurde. Das musst du lesen.
Das ist hart. Wir könnten jetzt auch noch viel mehr darüber sprechen, dass Gott Liebe ist und dass Jesus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Das werden wir auch tun, aber in einem späteren Video. Heute nicht.
Für heute darf es einmal wehtun und sacken lassen, ohne dass wir gleich den Zuckerguss der Vergebung darüber gießen wollen. Gott ist wütend. Gott ist richtig wütend.
Wir sehen uns im nächsten Video. Bis dann.

