Serie•Teil 3 / 20Harsewinkel 2015 - Daniel 2 und 7-12
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Rückblick auf die bisherigen prophetischen Linien
Wir kommen heute zu Kapitel 9. Wir sind in Kapitel 8 gewesen, und wir kommen zu Kapitel 9. Aber ich habe doch noch einige Dinge nachzutragen.
Wir hatten gestern Kapitel 7 betrachtet, und Sie erinnern sich an die vier Reiche: der Löwe, das babylonische Reich; der Bär, das medopersische Reich; dann der Panther, das makedonische Reich unter Alexander, also schon der erste Teil des griechischen Reiches; und dann das Seleukidenreich, vor allem als viertes nach dem makedonischen Reich. Da hatten wir das geteilte Reich, Sie erinnern sich. Das ist natürlich auch ein griechisches Reich: Seleukiden und Ptolemäer. Das Seleukidenreich folgte auf das Alexanderreich.
Wir hatten dann auch noch die Karten betrachtet am ersten Abend. Das babylonische Reich war zwar kleiner, aber es war eine starke Monarchie. Das medopersische Reich war sehr gross geworden und war dann eine konstitutionelle Monarchie. Das heisst, das Gesetz stand über dem König.
Und wir hatten in Kapitel 2 und in Kapitel 7 immer parallel diese Reiche: das dritte also das makedonische Reich Alexanders bis zum Jahr 323, das sehr schnell wieder zerfallen ist, also nur zwölf Jahre. Das war in Kapitel 2 und in Kapitel 7. Und dann haben wir gestern auch gesehen, das wurde ja auch in Kapitel 8 noch erwähnt.
Und dann dieses vierte Reich, hier vor allem das Reich des Königs des Nordens, das geteilte Reich nach Alexander, König des Nordens und König des Südens, wobei in Kapitel 7 vor allem jetzt der König des Nordens beziehungsweise die zehn Könige des Nordens im Blickfeld waren. Und wir erinnern uns auch an die Karte: Das Alexanderreich wurde in vier Teile geteilt. Man nennt das vier Diadochenreiche. Die Teilung geschah dann im Jahr 301, nachdem der Antigonus, der eine grosse Macht hatte und der als fünfter noch da war, getötet worden war. Entstanden aber diese vier Reiche: das Seleukidenreich im Norden, hier gelb; das Ptolemaische Reich im Süden, das ist hier blau, wenn man es sieht, dunkelblau, wo Ägypten ist; und dann haben wir in der heutigen Türkei und in Makedonien das Reich von Lysimachos, das nur zwanzig Jahre standhielt, bis 281, und dann von dem Seleukidenreich verschluckt, verschlungen wurde. Und dann erhielt Cassandros das heutige Griechenland, das ist hier grün gezeichnet.
Später, also um 281, sieht es so aus, dass also das Reich des Königs des Nordens noch grösser wurde und das Reich des Königs des Südens gleich blieb. Und wir hatten dann noch gesagt, dass sich unter den verschiedenen Königen das Seleukidenreich sehr stark bis Antiochus IV. hielt, aber nachher, und auch schon zum Teil vorher, bröckelte das Reich langsam ab. Aber ganz besonders dann ab dem Jahr 164 wurde das Reich schwächer und schwächer und fiel dann schlussendlich den Römern in die Hände im Jahr 63 nach Christus.
Die Abfolge der Herrscher im Norden
Und dann hatten wir gestern noch diese zehn Hörner betrachtet. Sie erinnern sich auch daran, dass ich Ihnen versprochen hatte, Ihnen eine Folie zu zeigen.
Wenn wir den ersten Antigonus nehmen, der ja auch genau dieses Reich beherrschte, in dem dann später Seleukus herrschte, dann war Antigonus der Erste. Der Zweite war dann Seleukus I., 312–380. Der Dritte war Antiochus I., der Vierte war Antiochus II. Wir haben immer den Norden vor Augen; es geht jetzt immer um den König des Nordens, nicht um das südliche Reich, nicht um Ägypten, sondern nur um das nördliche Reich.
Fünftens kam Seleukus II., sechstens Seleukus III., siebtens Antiochus III. und achtens Seleukus IV. Er wurde vergiftet, wahrscheinlich durch diesen Helfershelfer des Antiochus IV., nämlich Heliodorus.
Jedenfalls demütigte dieser gewisse Antiochus IV. drei von den zehn Hörnern. Nun, wir haben hier jetzt acht gesehen, denn einer, der gedemütigt wurde, war Seleukus IV., der vergiftet wurde. Das war also die Nummer acht, durch Heliodorus vergiftet.
Dann haben wir den anderen, das war der Neffe von Antiochus, der eigentlich als Nächster an die Reihe gekommen wäre, als Sohn des Seleukus IV. Er wurde nach Rom verbannt, der Nachfolger von Antiochus, und als Geisel nach Rom geschickt. Er selber regierte dann und gab sich als Vormund für seinen Neffen Antiochus aus. Der war noch ein Baby, das wäre die Nummer zehn gewesen, und er regierte dann anstelle von diesem.
Auf diese Weise hat Antiochus drei gedemütigt: den Seleukus, den Demetrios und den Antiochus, das Baby. Das wurde übrigens später, fünf Jahre später, umgebracht, damit es keine Schwierigkeiten bereitet. Das hatten wir gestern.
Die Vision von Kapitel 8 und ihre Deutung
Wir hatten uns gestern auch noch das Kapitel 8 betrachtet. Sie erinnern sich: Da hatten wir gesehen, dass es in der Vision von Daniel um die zwei Tiere ging. Hier gebe ich Ihnen eine Zusammenschau: links das Standbild, in der Mitte die vier Tiere aus Kapitel 7 und rechts dann der Widder und der Ziegenbock, die einander bekämpften.
Der Widder stellt Medopersien dar, der Ziegenbock Alexander. Das heißt: Der Ziegenbock steht eigentlich für Alexander und die Nachfahren, denn das erste Horn war Alexander. Hier wird also das griechische Reich zusammengenommen, Alexander und die Nachfahren. Und aus diesen anderen Hörnern dieses Ziegenbocks steht dann ein Horn auf, dieses zuerst kleine Horn, das immer größer wird, so groß bis an den Himmel, bis es an die Sterne reicht. Da waren wir dann stehen geblieben.
Sie erinnern sich an Daniel 8,11. Und ich denke, gerade da wollen wir jetzt einsetzen: Daniel 8,11. Dieses Horn, das bis zu den Fürsten des Heeres sich erhob, und es nahm ihm das beständige Opfer weg, und seine heilige Wohnung wurde verwüstet. Und das Heer, das israelitische Heer, wurde dahingegeben samt dem beständigen Opfer wegen des Frevels. Und das Horn warf die Wahrheit zu Boden, und sein Unternehmen gelang ihm.
Die Entweihung des Heiligtums und die Dauer der Not
Also haben wir hier das Horn Antiochus IV., der sich gegen die Israeliten wandte und schlussendlich im Tempel Gott einfach das Opfer weggenommen hat. Das heißt, er hat das Schlachtopfer und das Speisopfer aufhören lassen und verboten, dass man Gott weiterhin Opfer darbringt.
Die heilige Wohnung, das ist der Tempel, den hat er verwüstet. Und das Heer, das sind die israelitischen, treuen Gotteskinder, die dem Herrn treu gedient haben. Dieses Heer wurde dahingegeben, das heißt, es wurde preisgegeben. Es wurden viele, viele Menschen getötet.
Das Heer samt dem beständigen Opfer wegen des Frevels, und Sie erinnern sich, er hat einen Frevel, einen ganz besonderen Frevel, getan: Er hat ein Götzenbild auf dem Brandopferaltar aufgerichtet, nämlich eine Zeusstatue. Und dieses Horn warf die Wahrheit zu Boden, das heißt, das Wort Gottes warf er zu Boden, und sein Unternehmen gelang ihm.
Dann lesen wir weiter in Vers 13: Bis wie lange? Da ist eine Frage, die gestellt wird. In Vers 13 heißt es dann in der Mitte, da wird eine Frage gestellt: Bis wie lange geht dieses Gesicht, nämlich von dem beständigen Opfer und dem verwüstenden Frevel, dass sowohl das Heiligtum als auch das Heer, das israelitische Heer, der Zertretung preisgegeben wird?
Und er sagte zu mir: Bis 2300 Abendmorgen vergangen sind, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt, das heißt, wieder eingeweiht werden. Also sollte es eine Zeit von sechseinhalb Jahren vergehen, wenn Sie das ausrechnen wollen. 2300 Abendmorgen, das heißt 2300 Tage, das sind umgerechnet etwa sechs Jahre und vier Monate, also nicht mal sechseinhalb Jahre. So lange sollte das dauern, bis schlussendlich das Heer, das israelitische Volk, nicht mehr der Zertretung preisgegeben wird und bis auch das Heiligtum wieder eingeweiht wird.
Das heißt, diese Zeit betrifft die Zeit der Verwüstung des Volkes Gottes unter Antiochus.
Die geschichtliche Entsprechung im Makkabäerbuch
Ich habe dann gestern noch erwähnt, dass man das im Makkabäerbuch nachschlagen kann. Ich habe Ihnen jetzt den Text aus dem Makkabäerbuch, nur einen Teil, ein paar Verse, hier aufgeschrieben.
In 1. Makkabäer 1,39 heißt es: Das Heiligtum wurde öde wie die Wüste, ihre Feste verwandelten sich zu Trauertagen, ihre Sabbate wurden geschändet, und ihre Ehre wurde zur Verachtung. Das Heiligtum und die Heiligen solle man verunreinigen, das wurde dort verkündet.
Und dann in 1. Makkabäer 3,45: Jerusalem lag unbewohnt da. Nun, das ist ein bisschen übertrieben, es war nicht mehr ganz unbewohnt, aber es waren die Häuser verbrannt und die Stadtmauern zerstört, und die Leute zum Teil geflohen, die meisten geflohen und dann wieder zurückgekommen. Jerusalem lag unbewohnt da wie eine Wüste, niemand ging mehr ein und aus von seinen Kindern. Das Heiligtum war zertreten, also entweiht. Fremdlinge hausten in der Burg, also in der Königsburg. Eine Herberge der Heiden war die Stadt geworden. Lauter griechische seleukidische Soldaten waren da. Die Freude war verschwunden aus Jakob, es schwiegen Flöte und Zither.
Das Makkabäerbuch beschreibt im Einzelnen diese Dinge, die hier beschrieben sind.
Übergang zum nächsten Abschnitt
Dann gehen wir weiter. Entschuldigung.

