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Vom Sterben des Menschensohnes – Teil 7

Jesu Leben und Lehre | Episode 751
Johannes 12,31-3213.10.2026
Serie•Teil 7 / 9Vom Sterben des Menschensohnes
Am Kreuz kippt alles: Schuld verliert ihre Macht, der Ankläger seinen Zugriff. Die eigentliche Frage ist nur noch: Lässt du dich vom Licht ziehen oder bleibst du in der Finsternis?

Einleitung und thematische Verortung

Gott wird Mensch
Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Episode 751
Vom Sterben des Menschensohnes, Teil sieben.
Wir beschäftigen uns noch mit der Frage, wie der Vater sich durch den Sohn verherrlicht. Johannes 12, die Verse 31 und 32.
Jetzt ist das Gericht dieser Welt. Jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.
Also: Die Welt wird gerichtet, der Teufel entmachtet und die Rettung für alle errungen.

Gericht und Liebe am Kreuz

Noch ein Wort zur Welt als gottfeindlicher Ordnung, die am Kreuz gerichtet wird. Das Gericht über die Welt bedeutet nicht, dass jeder Mensch bereits endgültig verloren ist. Die Welt wird am Kreuz nämlich nicht nur gerichtet, sondern auch geliebt.
 1. Johannes 3,16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Beides gehört zusammen. Am Kreuz offenbart sich die abgrundtiefe Bosheit des Menschen und die schier unglaubliche Liebe Gottes. Wenn der Text davon spricht, dass die Welt gerichtet wird, dann geht dieses Gericht oder Urteil Gottes direkt auf das Verhalten der Menschen zurück.
 1. Johannes 3,18-19 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des einzigen Sohnes Gottes. Dies aber ist das Gericht: dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse.
Gerichtet werden die Menschen, die nicht glauben. Grundlage für das Gericht ist dabei ihr Umgang mit Jesus. Das Licht kommt in die Welt, und die Frage, die sich damit für jeden Menschen stellt, lautet: Was liebe ich mehr, die Finsternis oder das Licht?
Man kann also sagen: Menschen sprechen sich selbst das Gericht. Und nirgendwo tun sie das deutlicher als dort, wo das Licht der Welt gekreuzigt wird.

Der Ankläger und sein Machtbereich

Andere Frage: Warum muss der Teufel den Himmel verlassen?
Antwort: Weil das Kreuz ihm die Grundlage seiner Anklage und Herrschaftsmacht entzieht. Das muss ich erklären.
Der Satan ist der Diabolos, wörtlich übersetzt: der Verleumder, Anschwärzer oder Ankläger. Der Teufel ist der, der durch Lüge und Unterstellung Beziehungen zerstört. Er tut das zwischen Mensch und Gott, zwischen Menschen untereinander und sogar im Gewissen des Menschen selbst.
Schauen wir uns das kurz einmal an:
 Hiob 1,6: Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor dem Herrn einzufinden. Und auch der Satan kam in ihrer Mitte.
Hier ist der Satan als Engel noch im Himmel und steht vor Gott. Und was tut er? Er unterstellt Hiob, dass der nur aus Eigeninteresse fromm ist.
 Hiob 1,9-11: Ist Hiob etwa umsonst so gottesfürchtig? Hast du selbst nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, rings umhegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Besitz hat sich im Land ausgebreitet. Strecke jedoch nur einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, ob er dir nicht ins Angesicht flucht.
Hier erleben wir den Satan als den Diabolos, als den Verkläger der Brüder. Und über ihn heißt es dann in der Offenbarung:
 Offenbarung 12,10: Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen, denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte.
Der Teufel muss also den Himmel verlassen, weil der Herrschaftsantritt des Herrn Jesus ihn entmachtet.

Das Kreuz als Sieg über Schuld, Tod und Finsternis

Was passiert am Kreuz? Wir haben das schon in der letzten Episode gehört: Der Schuldschein wird getilgt. Am Kreuz stirbt Jesus stellvertretend für meine Sünde. Das heißt aber, dass jegliche Anklage gegen mich ihre Grundlage verliert, weil der Christus als Lamm Gottes alle meine Sünde wegnimmt.
Und noch etwas geschieht am Kreuz: Die gottfeindlichen Mächte des Teufels und seiner Dämonen werden besiegt. Kolosser 2,15 spricht davon, dass sie im Triumphzug umhergeführt werden. In Hebräer 2,14 haben wir gelesen, dass der Herr Jesus den zunichte gemacht hat, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel. Das Kreuz entzieht dem Teufel also sein Recht auf Anklage, und es befreit die Menschen, die er sich durch die Furcht vor dem Tod unterworfen hat.
Der Herr Jesus stirbt, um wieder aufzuerstehen. Paulus formuliert es in 1. Korinther 15,20 so: Nun aber ist der Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen. Erstling als Begriff ist hier entscheidend. Jesus besiegt den Tod. Er stirbt, um wieder lebendig zu werden. Aber er ist nur der Erstling, der Erste einer langen Reihe, der Erstling einer neuen, befreiten Menschheit.
Für den Teufel war der Tod und die Furcht vor dem Tod das Mittel, um Menschen zu manipulieren und zu knechten. Und genau das ist jetzt vorbei. 1. Timotheus 1,10: Jetzt aber offenbart worden ist durch die Erscheinung unseres Retters Christus Jesus, der den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium.
Merkt ihr: Tod war gestern, mit Jesus wird Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht. Der Herr Jesus hat die Schlüssel des Todes und des Hades. Nicht der Teufel verfügt über den Tod, sondern der auferstandene Christus. Der war tot, ist lebendig geworden, lebt in Ewigkeit und lädt alle ein, sein himmlisches Leben zu teilen.

Die neue Ordnung durch die Erhöhung Christi

Die Frage war: Warum muss der Teufel den Himmel verlassen?
Antwort: Weil das Kreuz ihm die Grundlage für sein Tun entzieht. Er hat dort nichts mehr verloren. Jesus hat dort seine Herrschaft aufgerichtet, und die Ordnung im Himmel hat sich geändert. Aus dem erfolgreichen himmlischen Verkläger wird deshalb ein besiegter, hinausgeworfener Feind.
Solange Schuld ungesühnt ist, kann der Ankläger auftreten und gegen Gottes Volk sprechen. Aber am Kreuz wird die Schuld gesühnt, die Anklageschrift wird getilgt. Deshalb gibt es für den Diabolos im Himmel nichts mehr zu tun. Darüber hinaus verliert der Fürst dieser Welt seinen Anspruch an die Welt.
Durch das Kreuz richtet der Herr Jesus seine Herrschaft auf und bekommt alle Macht im Himmel und auf Erden. Darum kann Paulus sagen, dass Gott uns aus der Macht der Finsternis errettet und in das Reich seines Sohnes versetzt hat.
Das Kreuz ist Sühnung und Intronisation. Es ist die Reinigung der himmlischen Dinge. Der Zugang zu Gott ist frei, die Stadt des lebendigen Gottes hat ihre Tore geöffnet, und ein himmlisches Vaterland wartet auf uns.
Das Kreuz bewegt den Himmel. Und dort, wo Gottes Engel feiern, ist einfach kein Raum mehr für den Teufel.

Schluss und praktische Anwendung

Was könntest du jetzt tun? Fang heute an, für Menschen zu beten, die sich immer noch in der Knechtschaft des Teufels befinden.
Das war’s für heute. Wenn du es noch nicht getan hast, schreibe deine Bekehrungsgeschichte auf.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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