Zum Inhalt

Vom Bibeltext zur Predigt

09.08.2014
Event•Teil 8 / 10Spurgeon-Konferenz 2014
Gute Botschaft fällt nicht vom Himmel: Wer klar reden will, braucht Zeit, ein Ziel und einen roten Faden. Sonst bleibt am Ende nur viel Gerede – aber niemand weiß, worum es wirklich ging.

Einleitung und Grundgedanke der Vorbereitung

Wir hatten bisher einen sehr vollen Tag, und der Punkt, zu dem wir jetzt kommen, ist ganz praktisch: So macht man Dinge.
Bitte versteht das nicht so, als würde ich sagen, das sei der einzige Weg, wie man es machen kann. Letztendlich ist es wohl so, dass wir alle in gewisser Weise unterschiedlich predigen und auch unsere Vorbereitungen auf unterschiedliche Weise treffen.
Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich, als ich angefangen habe zu predigen, immer sehr dankbar war, wenn erfahrene Prediger mir gezeigt haben, wie sie dabei vorgehen. Und genau das möchte ich jetzt in den nächsten Minuten mit euch tun.
Ich möchte unsere Vorbereitungszeit in vier Teile unterteilen. Ich denke, sie sollten ungefähr gleich lang sein. And I would suggest that for an expository sermon we need to take at least two to two and a half hours for each section. Ich möchte vorschlagen, dass wir für eine textauslegende Predigt mindestens zwei bis zweieinhalb Stunden für jeden dieser vier Abschnitte brauchen.
Das mag für euch nach sehr viel Zeit klingen. Aber ich denke, wenn wir jetzt da durchgehen, werden wir sehen, dass wir diese Zeit ganz sicher brauchen, um es gut zu tun.
Das heißt: Wenn du eine Einladung annimmst, einen Vortrag zu halten, eine Rede zu halten oder eine Predigt zu halten, dann würde ich dich ermutigen, dir diese Vorbereitungszeit ganz bewusst in deinen Kalender einzutragen. Und wenn du als Pastor ganz regelmäßig Woche für Woche predigst, dann brauchst du in deinem Kalender wirklich jede Woche diese Zeiteinheiten für die Vorbereitung.
Das heißt, gute Predigten beginnen damit, dass ihr euren Kalender im Griff habt, sodass ihr genug Zeit habt, um euch vernünftig vorzubereiten.

Der erste Schritt: Den Text gründlich verstehen

Ich möchte kurz auflisten, was wir in diesen vier Teilen jeweils tun.
Im ersten Teil werden wir die Exegese der Passage vornehmen, die wir predigen wollen. Das bedeutet, dass wir uns mit den Fähigkeiten auseinandersetzen, mit denen wir uns diese Woche beschäftigt haben. Wir gebrauchen sie, um uns klarzumachen: Was sagt diese Passage hier? Wie hängt das alles logisch zusammen? Wir verstehen auch, aus welcher Schriftgattung das kommt, und arbeiten ein Stück weit damit.
Wenn es also von Paulus ist, dann analysieren wir seine Satzstruktur. Wenn es ein alttestamentliches Geschichtsbuch ist, dann gehen wir die Geschichte Stück für Stück durch. Das heißt, wir begeben uns ganz tief in den Text hinein und ziehen daraus die Bedeutung des Textes.
Am Ende dieser Studienzeit möchte ich einen Satz haben, in dem ich das Thema des Abschnitts klar formuliere. Und dieser Themensatz ist letztendlich das, was ich verkündigen muss, damit ich wirklich treu gegenüber dem Text bin, den ich predige. Der Vorteil, wenn ich das Ganze in einem Satz tue und nicht in einem ganzen Abschnitt oder in einem ganzen Aufsatz, ist, dass es mich zwingt, diszipliniert zu sein und zu überlegen: Was ist hier wirklich die Kernaussage?
Also, hier einmal als Beispiel: Da unterhalten sich nach der Predigt an einem Sonntag zwei Damen. Die erste Frau sagt: „Ja, ich habe mich heute früh um die Babys gekümmert in der Kinderbetreuung. Warst du im Gottesdienst?“ Und die andere Frau sagt: „Ja, ja, ich war im Gottesdienst.“ Und dann: „Toll, worum ging es denn in der Predigt?“ Das ist dann der Moment, in dem sich die Wahrheit zeigt.
Sollte sie sagen: „Ach ja, das war wirklich ganz prima. Ich mag unseren neuen jungen Pastor, er ist sehr ernsthaft. Und da war etwas über Gott in der Predigt“, dann ist das ein Fehler, das ist ein Problem. Denn sie sollte in der Lage sein, nach der Predigt ihre eigene Version deiner Themenaussage klar vor Augen zu haben. Sie sollte eigentlich wissen können, was die Hauptaussage deiner Predigt war.
Also, wenn ich vollzeitlicher Pastor wäre, dann würde ich das wahrscheinlich am Dienstagmorgen machen. Und die anderen Abschnitte dann am Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils morgens. An diesen vier Vormittagen würde ich keine Telefonanrufe annehmen und keine E-Mails lesen. Ich würde meiner Gemeinde mitteilen: An diesen vier Vormittagen zwischen neun und elf Uhr dreißig beantworte ich keine Telefonanrufe und lese keine E-Mails. Ich liebe euch zu sehr, um mich durch eure Fragen und eure Kommentare ablenken zu lassen.
Ich möchte mich ganz Gottes Wort widmen, damit ich euch am Sonntag wirklich gut nähren kann. Also: E-Mail ausschalten, Telefon ausschalten und dich auf Gottes Wort konzentrieren.

Die zweite Phase: Die eigentliche Bedeutung herausarbeiten

Und am zweiten Morgen möchte ich dann das machen, was ich jetzt Auslegung nenne. Diese Auslegung geht etwas unter die Oberfläche des Textes und fragt die Warum-Fragen: Warum sagt er das hier? Warum sagt er das zu diesen und nicht zu jenen Leuten?
Wir haben das im Galaterbrief bereits an einer ganzen Menge Stellen getan. Und wenn ich das dann getan habe, also die wirkliche Bedeutung der Raumfragen beantwortet habe, dann sollte ich in der Lage sein, am Ende meines zweiten Abschnitts der Vorbereitung eine Zielformulierung zu haben.
Diese Zielformulierung gibt mir nachher eigentlich genau das Ziel, das ich verfolge, damit ich das Thema verkündige. Diese Zielaussage ist letztendlich genau das, wofür du betest, dass Gott es dann auch in den Hörern tut. Und natürlich kann Gott alle möglichen wunderbaren Dinge tun, die wir uns vielleicht gerade nicht vorstellen. Aber das ist keine Entschuldigung dafür, nicht trotzdem ein klares Ziel zu formulieren, das ich mir in der Predigt verfolge.
Wenn du nämlich auf nichts zielst, dann wirst du wahrscheinlich auch nichts treffen. Das heißt: Hab ein Ziel in deinem Predigen.

Struktur, Strategie und die Frage nach dem Weg zur Gemeinde

In meiner dritten Vorbereitungsphase möchte ich mir eine Struktur anschauen und auch eine Strategie zurechtlegen. Das sind die zwei weitergehenden Schritte, die ich jetzt noch tun muss.
Wenn ich also das Thema klar habe und mein Ziel formuliert habe, dann stellt sich die Frage: Wie vermittle ich das jetzt der Gemeinde? Wie wird also jetzt die Struktur meiner Predigt aussehen? Wie viele Punkte werde ich zum Beispiel haben? Was werden die Punkte sein, und wie will ich sie rüberbringen? Und mit was für einer Strategie möchte ich das jetzt vermittelt bekommen, sodass ich es in die Köpfe und die Herzen der Gemeinde hinein predige?
Dieser dritte Abschnitt wird mich also letztendlich dahin bringen, dass ich ein Outline, eine Predigtstruktur, niederlege. Und diese drei Dinge haben wir alle gestern in unserer Gruppenphase, in unserer Gruppenzeit, zusammen gemacht. Also erkläre ich das hier noch einmal.
Als ich ein junger Prediger war, dachte ich, dass die Gemeinde diese Naturfilme wahrscheinlich mag, die man im Fernsehen sehen kann. Da ist eine Kamera, die einfach so in das Vogelnest schaut. Die Vögel brüten die Eier aus, und dann gehen die Eier auf, und dann kommen die kleinen Vögelchen raus. Die sind ganz hungrig, und dann gehen ihre Schnäbel auf, und sie warten ganz begierig auf das Essen. Dann kommt der erwachsene Vogel und wirft das Essen in diese offenen Schnäbel hinein, und dann sind sie alle ganz glücklich.
Das ist ein wunderschönes Bild, aber leider sind Gemeinden eben nicht so. Heute verstehe ich, dass die Gemeinden eher so ein Raketensystem haben. Das heißt, sie haben so ein Abfangsystem, um die hereinkommenden Raketen abzufangen, und viele Leute in eurer Gemeinde sind sehr begabt, mit so einem System umzugehen.
Das heißt, die Strategie ist letztendlich: Wie komme ich jetzt unter diesen Radarschutzschirm? Wie kriege ich sie dazu, jetzt auf diese Botschaft zu hören und eben nicht so ein Schutzschild aufzubauen?
Diese drei Dinge brauchen deshalb Gebet, Gebet und Gebet. Ganz harte Arbeit und viel Nachdenken. Und diese beiden Dinge gehören ganz eng zusammen.
Wir blättern mal zusammen, wenn ihr bereit wärt, zum zweiten Timotheus, Kapitel zwei, wo Paulus an den jungen Pastor Timotheus schreibt und in Vers sieben eine sehr interessante Aufforderung gibt. Schaut euch die beiden Teile dieses Verses an: Bedenke, was ich sage; der Herr aber wird dir in allen Dingen Verstand geben. Das ist 2. Timotheus 2,7.
Er sagt nämlich: Du denkst nach, und Gott schenkt dir das Verständnis. Er sagt dir nämlich nicht, Gott will dir schon die Erkenntnis schenken, und du brauchst deshalb gar nicht hart daran zu arbeiten. Wenn du etwas verstehen willst, dann musst du wirklich auch die harte Arbeit des Nachdenkens tun. Aber du denkst nach mit all der Energie, die dir Gott gibt. Und diese Energie kommt als Antwort auf dein Gebet.
Das heißt, durch diesen Prozess hindurch solltest du beten. Also wenn du die Exegese beginnst, dann betest du, dass Gott dir Erkenntnis schenkt und Weisheit. Und wenn du dann dahin kommst, dass du dein Outline schreibst, dann betest du weiterhin dafür, dass Gott dir Erkenntnis schenkt und Verständnis.

Vom Gerüst zur ausformulierten Predigt

Und dann lege ich das alles am Donnerstagabend zur Seite, und dann komme ich am Freitagmorgen zurück für den vierten Schritt. Im vierten Schritt wirst du dann deine Notizen zusammenfassen, die du gebrauchen wirst, um zu predigen.
Es gibt keinen richtigen Weg. I would say in a wrong way, but there is kein richtiger Weg, das zu tun. Es gibt also nicht das eine System, das du ausüben musst. Manche Leute werden sehr ausführliche Notizen machen, vielleicht sogar ein komplettes Skript für ihre Predigt. Und das kann ein sehr guter Weg sein, um zu beginnen, weil es bedeutet, dass du genau durchdenkst, was du sagen willst. Gerade am Anfang kann das ein sehr guter Weg sein, weil es dich dazu zwingt, genau zu überlegen, was du sagen willst. Wenn du ein ganz junger Prediger bist, dann wäre meine Empfehlung: Schreib es komplett aus, was du sagen willst.
Aber manche Prediger machen das nicht. Sie schreiben sich nur ein paar Hauptpunkte auf. Und wenn Sie ein gutes Gedächtnis für diese Dinge haben, dann können Sie vielleicht auch einfach nur mit dem Outline, mit einer Predigtstruktur, arbeiten.
Und als ich anfing zu predigen, da hatte ich einen Hauptpastor, und der hat das auf eine sehr ungewöhnliche Art und Weise mit seinen Notizen gemacht. Er hat nämlich in unterschiedlichen Farben einfach um den Text herum etwas geschrieben, und manchmal sogar zwischen den Zeilen des Textes hat er noch Notizen gemacht. Denn wenn er seine Bibel geöffnet hat, dann konnte das niemand lesen, außer nur er selbst. Aber er hat sehr gut so gepredigt.
Das heißt, es gibt nicht den einen richtigen Weg. Von daher würde ich Sie ermutigen, es auf verschiedene Weise auszuprobieren und deinen eigenen Weg zu finden, der für dich passt.

Die sieben Schritte vom Bibeltext zur Predigt

Im Folgenden möchte ich jetzt sieben Schritte betrachten, vom Text bis zur Predigt. Der erste Schritt ist also: Entscheide, was dein zentrales Thema ist.
Die Funktion davon ist, dass du diesen Themensatz während des ganzen Prozesses immer vor Augen hast. Manche Prediger nennen das die große Idee, den großen Gedanken. Es ist eben diese Botschaft, die dieser Text von uns verlangt, dass wir sie predigen. Das ist also nicht der Predigtitel, sondern die große Idee, der große Gedanke der Predigt.
Vielleicht sagst du jetzt aber: Ich habe mehrere Gedanken, mehrere Ideen, mehrere Themen für die Predigt. Und natürlich wirst du durch die ganze Passage gehen und dabei vielleicht verschiedene Dinge sehen. Aber was vielen jungen Predigern passiert, ist, was ich das Verlorengehen im Mittendrin nennen würde: Too many ideas fighting one another to try to become the big idea. Und das geschieht, wenn man zu viele verschiedene Ideen hat, die miteinander darum kämpfen, vielleicht so die große eine Idee zu werden. And the problem then is that the congregation doesn't know what is the really important thing in the sermon. Und das Problem für die Gemeinde ist dann, dass letztendlich keiner so richtig weiß, was jetzt hier wirklich der Hauptgedanke dieses Abschnitts ist.
So it's worth sitting down and thinking hard about it. Deswegen lohnt es sich, sich wirklich intensiv Gedanken darüber zu machen. Denn je klarer du deine Hauptaussage des Textes herausgearbeitet hast, desto einfacher wird es auch für die Gemeinde sein, diese Hauptaussage zu verstehen. Manche Leute sagen zum Beispiel: Wir haben einen sehr ernsthaften Prediger, aber er scheint irgendwie gar keinen Punkt zu haben, auf den er zusteuert. Er nimmt uns auch so eine kleine Reise mit durch die verschiedenen Verse, über die er redet. But we don't see what the important things are that he's trying to say to us. Aber wir sehen überhaupt nicht, was jetzt die wichtigen Dinge sind, die er uns vielleicht vermitteln sollte.
Now, if you can't write the theme sentence, you probably haven't yet understood the passage. Und wenn du diesen Themensatz noch nicht schreiben kannst, dann hast du wahrscheinlich deinen Predigtabschnitt einfach noch nicht ganz verstanden. So I'd encourage you to go back to the passage and do some more work on that central Theme, which is there. Und dann würde ich dich ermutigen, noch einmal zurückzugehen zu dem Bibeltext und noch intensiver daran zu arbeiten, bis du wirklich zu deinem Themensatz kommst.
Und wenn du das dann gemacht hast, wenn du jetzt das Thema formuliert hast und es ist vor deinen Augen hier geschrieben, dann macht der genau das Gleiche auch am Ende der zweiten Einheit mit deiner Zielformulierung. Denn dein Zielsatz formuliert letztendlich, worum es hier wirklich in der Predigt geht. Also der Zielsatz erklärt dir wirklich: Warum predigst du das?
Wenn wir zum Beispiel in der großen christologischen Passage aus Kolosser 1, wo Jesus offenbart wird als der Herr der ganzen Schöpfung und der Herr der Gemeinde, dann könnte es sein, dass der Themensatz vielleicht so ist, dass Jesus über alles herrscht, das Sichtbare und das Unsichtbare. Und die Zielformulierung könnte dann vielleicht ungefähr so klingen, dass die Leute nach Hause gehen mit einem neuen Vertrauen in Christus, dass er derjenige ist, der wirklich alles im Griff hat, und die Leute sich deshalb wieder neu seinem Willen unterordnen.

Auswahl und Ordnung der Inhalte

Und wenn ihr dann zu dem dritten Punkt kommt, wenn ihr also einen Themensatz und eine Zielformulierung habt, dann habt ihr nämlich einen Raster, um zu entscheiden, was jetzt in die Predigt hineingehört und was auch nicht hineingehört.
Denn in deiner Vorbereitungsphase werden dir ganz, ganz viele Ideen kommen. Die werden dann alle auf deinem Papier sein, auch wenn du sie nie geschrieben hast. Sie werden dir alle zurufen: Ich bin wichtig. Die sind wie lauter kleine Kinder, die alle sagen: Ich will auch in die Predigt!
Aber du kannst sie nicht alle in die Predigt hineintun. Das heißt, du musst dich nachher entscheiden, auf welcher Basis du bestimmte Ideen hineinnimmst oder eben auch nicht. Es ist wie so ein Sieb, durch das du die Ideen hindurchbringst. Und das Sieb, das du da gebrauchst, das ist dein Themensatz und deine Zielformulierung.
To clarify the understanding of the congregation? Werden diese verschiedenen Dinge uns dabei helfen, das Thema und das Ziel klarer zu verstehen?
Der zweite Schritt: Entwerfe dann deinen Outline. Du brauchst eine klare, logische, fortschreitende Struktur für deine Predigt. Und es hilft der Gemeinde, einen Plan zu haben und ein paar Orientierungspunkte.
Das heißt, der Outline gibt der Predigt Struktur und Form. Und wenn es eine sehr klare Struktur ist, dann wird es den Leuten dabei helfen, die Predigt als Ganzes zu erinnern.
Und jetzt an dieser Stelle musst du dich einfach entscheiden: Wie viele Hauptpunkte wird deine Predigt haben? Du musst dir jetzt entscheiden, wie du deine Zeit der Predigt gebrauchen wirst. Also wenn du dir zum Beispiel nur zwanzig Minuten zum Predigen hast, da musst du für dich selber entscheiden: Wie werde ich jetzt diese zwanzig Minuten gebrauchen?
Wenn du das nämlich nicht tust, dann besteht die Gefahr, dass du vielleicht viel zu viel Zeit beim ersten Punkt verbrauchst. Und dann sagst du zur Gemeinde vielleicht: Ach, liebe Freunde, die Zeit ist jetzt fast um, und ich habe noch nicht einmal die Hälfte gepredigt.
Wessen Fehler ist das? Es ist der Fehler vom Prediger. Er hat nämlich noch nicht vernünftig geklärt, wie er seine Zeit nutzen will.
Also wenn ich mich dazu entscheide, dass meine Predigt drei Hauptpunkte haben soll, und es müssen nicht unbedingt drei sein, es kann auch mal zwei sein oder vier, aber vielleicht nicht unbedingt fünf, sechs oder sogar sieben. Wenn du das hast, ist deine Passage einfach zu lang.
Dann überlege dir also, wenn du deine Punkte hast, welche von diesen Punkten die meiste Zeit braucht, um erklärt und angewendet zu werden.
Jetzt einfach mal als Beispiel, unterstellen wir uns Punkt zwei: Ich habe also zwanzig Minuten. Ich brauche vielleicht zwei oder drei Minuten für die Einleitung, und ich brauche vielleicht am Ende noch mal zwei oder drei Minuten für eine gute Zusammenfassung, einen guten Abschluss. Das heißt, es bleiben mir noch vierzehn Minuten.
Und wenn der erste Punkt mir drei oder vier Minuten braucht, dann habe ich noch zehn übrig. Und dann muss ich mir jetzt überlegen, wie viel von dieser Zeit ich für Punkt zwei und drei gebrauchen werde.
Und vielleicht sagst du jetzt: Naja, das ist aber ganz schön formell und strukturiert, wenn ich da vorne stehe.
Aber ich möchte dir ermutigen: Sei diszipliniert, denn du willst ja, dass deine Gemeinde auch die Botschaft versteht und du sie wirklich mitnimmst. Gute Prediger wissen ganz genau, was sie in zwei, drei oder fünf Minuten erreichen können.
Und es ist überhaupt nicht hilfreich, dir Notizen zu machen, von denen du weißt, dass sie 40 Minuten brauchen, und dann zu hoffen, dass du durch irgendein großes Wunder das dann schon schaffst, auch in 20 Minuten zu predigen.
Und deswegen musst du an dieser Stelle überlegen, wie deine Struktur aussehen wird und welche Strategie du haben wirst.

Lehrpunkte, Merkhilfen und der Fluss der Predigt

Und natürlich ist es der Predigttext, der Bibeltext, der deiner Predigt eine Struktur gibt. Also muss ich mir nicht eine Struktur ausdenken und sie irgendwie in den Text hineinfügen. Nein, die Outline kommt aus dem Text heraus.
Und wenn du den Text durch deine Themenformulierung gut verstanden hast, dann kann es sogar sein, dass dein Themensatz dir schon die Unterpunkte für deine Predigt gibt. Also formuliere deine wesentlichen Punkte als Lehrpunkte. Versuch sie so zu formulieren, dass darin die Lehre und die Wahrheit zum Ausdruck kommt, die du lehren möchtest.
Stellen wir uns zum Beispiel vor, wir lehren den Text, in dem Abraham bereit ist, seinen Sohn Isaak zu opfern. The Faith of Abraham. Du könntest als deinen Punkt haben: der Glaube von Abraham. Denn er war bereit, es zu tun, weil er der Verheißung geglaubt hat.
Aber der Glaube von Abraham ist eine ziemlich abstrakte Formulierung. Abraham ist einfach ein normaler Name, der zu einer Zeit vor dreitausend Jahren gehört, und von daher ist er irgendwie ziemlich weit weg von der Gemeinde. Wenn du diesen Punkt jetzt aber zu einem Lehrpunkt machst und dann den Namen Abraham herausnimmst und stattdessen Gläubige sagst, dann wird es gleich zeitgemäßer. Dann sagst du zum Beispiel: Gläubige halten daran fest, den Verheißungen zu glauben, selbst wenn die Gebote scheinbar gegen sie sind. Believers go on trusting the promises even when the commands seem to work against them.
Das ist so eine Lehraussage: Gläubige halten an den Verheißungen Gottes fest, selbst wenn die Gebote scheinbar gegen sie sind. Denn das hat jetzt Relevanz für mein Leben in dieser Woche, vielleicht im Büro oder sonst wo. Denn wenn Gehorsam schwierig ist, dann kommt die Versuchung auf, vielleicht den Verheißungen Gottes nicht zu glauben.
Das heißt, der Lehrpunkt ist, dass wir Gott, wenn wir ihm wirklich vertrauen, auch gehorsam sein werden. Und der Grund, warum wir ihm manchmal nicht gehorsam sind, ist, dass wir ihm nicht wirklich glauben, nicht wirklich vertrauen. Das ist der Punkt dieser Geschichte. Und wenn du das in deine Formulierung hineinbringen kannst, die du der Gemeinde vermittelst, dann wird das der Gemeinde helfen, das viel besser zu erinnern.
Ein anderer Aspekt, der helfen kann, damit die Leute sich das merken können, ist, wenn die Punkte eine gewisse parallele Struktur haben. Dass du vielleicht zum Beispiel in jedem dieser drei Punkte eine ganz ähnliche Aussage bringst. Manche fangen gerne mit dem gleichen Buchstaben bei drei Punkten an. Das ist manchmal ganz hilfreich, wenn es gut funktioniert. Aber wenn du das alles so drehen und wenden musst, dass es irgendwie so hinkommt, dann ist das nicht von Vorteil. Wenn es aber ganz natürlich so in den Sinn kommt und du alle Punkte zum Beispiel mit P beginnen lassen kannst, dann ist das sehr hilfreich. Dann können Leute sich das vielleicht gut merken.
Also, was wir in dieser Strategiezeit probieren, ist einfach zu überlegen: Wie können wir das ganz effektiv vermitteln?
Und das andere, was du auch bedenken willst, ist, wie du von dem einen Punkt zum anderen kommst. Wie bringt mich also dieser logische Fluss der Predigt von Punkt eins zu zwei und weiter? Und wie komme ich von dem einen zum anderen Punkt, was sage ich denn genau in diesem Übergang?
Denn du möchtest letztendlich, dass deine Predigt sich so gut wie möglich entwickelt durch dieses ganze Material hindurch. Also ist das ein guter Weg, deine Zeit in diesem dritten Abschnitt zu gebrauchen. Und am Ende dieser Zeit hast du dann also ein grobes Gerüst, ein Outline.

Erklärung, Anwendung und die Rolle von Illustrationen

Der dritte Punkt ist dann: Jetzt kommt das Fleisch ans Skelett. Das heißt, formuliere diesen Punkt, erkläre ihn und wende ihn dann an. Das kann man auf ganz unterschiedliche Weise tun.
Manchmal zeigt man den Leuten einfach nur die logische Entwicklung des Textes. Aber manchmal wirst du vielleicht auch einen anderen Text aus der Bibel hineinbringen, sodass die Bibel sich selbst interpretiert. Ein oder zwei solcher Querverweise können in einer Predigt sehr, sehr hilfreich sein. Stell aber sicher, dass sie wirklich relevant sind und dass du nicht zu viele davon hast.
Entscheide dich auch, ob du möchtest, dass die Gemeinde diesen Text mit dir aufschlägt, oder ob du das einfach für sie tust. Wenn du also in einer Gemeinde bist, in der Bibeln ausliegen und jeder eine Bibel in der Hand hat, dann ist es eine gute Sache, die Leute noch zu bitten: Schaut doch bitte mal in folgenden Text. Gegebenenfalls kannst du dann noch die Seitenzahl nennen. Warte dann und ermutige die Leute, wirklich nach dem Text aufzuschlagen.
Natürlich werden da Leute sein, die das nicht tun werden. Es gibt ja überall diese Rebellen, nicht wahr? Und die werden das also gar nicht tun. Dann kannst du vielleicht ermutigend sagen: Ich möchte gern das Geräusch hören, wie die Blätter umgeblättert werden. Dann nimmst du sie mit in den Text, den du anschließend vorlesen wirst.
Wenn du in einer Gemeinde bist, in der die Leute keine Bibeln haben, dann musst du entweder den Text durch PowerPoint projizieren oder die Arbeit für sie tun und den Text sehr sorgfältig lesen, sodass sie wirklich verstehen können, was in diesem Text gesagt wird.
Es ist ein sehr, sehr wichtiges Prinzip, dass die Bibel sich selbst interpretiert. Deshalb ist es auf jeden Fall gut, andere Bibelpassagen zu gebrauchen, um eine bestimmte Bibelstelle zu erklären. Aber stellt sicher, dass die Leute auch nachvollziehen können, was ihr da tut.
Ein persönliches Zeugnis kann ein anderer Weg sein, wie ihr ein bisschen Fleisch an die Knochen bringt, vielleicht ein eigenes Zeugnis oder etwas von jemand anderem. Du kannst zum Beispiel sagen: Ich fand Vers zwölf wirklich schwierig. Ich habe früher mal gedacht, dass Vers zwölf dieses bedeutet, aber diese Woche beim Studieren des Textes wurde mir deutlich, dass aufgrund dessen, was ich dann in Vers dreizehn lese, Vers zwölf wirklich das bedeutet.
Das heißt, du musst da vielleicht gar nicht viel mehr sagen. Du musst vielleicht nicht unbedingt sagen: Also am Mittwoch, da habe ich mich ganz schwer getan mit diesem Vers, und ich kann mich noch genau erinnern, wie schwer das war. Mittwoch, das muss keiner wissen. Aber wenn du deiner Gemeinde deutlich machst, dass auch du ganz hart daran arbeiten musst, deine Bibel richtig zu verstehen, dann kommt daraus vielleicht auch eine Kultur in der Gemeinde, in der jeder das so tut, in der Menschen einfach damit rechnen, dass sie hart daran arbeiten müssen.
Ein anderer Weg könnte auch sein, dass wir Dinge aus unserer zeitgenössischen Kultur nehmen, also vielleicht Illustrationen, vielleicht Bilder, die diesen Punkt, den wir versuchen zu machen, einfach gut illustrieren. Vielleicht auch Zitate aus zeitgenössischen Büchern oder aus den Medien, vielleicht auch eine Statistik über die Kultur, in der wir leben. Das sind alles Werkzeuge, die der Prediger vielleicht nutzen kann, um ein bisschen Fleisch an die Knochen zu bringen.
Aber das beste Werkzeug, das ihr habt, ist die Erklärung davon, was der Text wirklich sagt. Ihr müsst also selber entscheiden, was in Deutschland vielleicht jetzt ganz besonders wichtig ist. Aber ich würde sagen, in England ist Folgendes ganz wichtig: Viele englische Prediger sagen, was der Text bedeutet, und dann springen sie darüber, um den Punkt zu illustrieren. Aber sie vergessen, den Text wirklich zu erklären. Sie sagen also: Ja, Folgendes sagt der Text. Und dann sagen sie: Ja, und das ist ein bisschen so wie Folgendes, was ich diese Woche gelesen habe. Aber sie haben mir jetzt noch nicht die Nahrung, die Qualität des Textes wirklich nahegebracht.
Das heißt, das Wort des Predigers, wenn das gut war, das hält vielleicht eine halbe Stunde. Aber das Wort Gottes, das bleibt für alle Ewigkeit. Deswegen gibt es keinen Ersatz dafür, dass wir wirklich die Bedeutung von Gottes Wort erklären. Das heißt, alle anderen Dinge können vielleicht helfen, dem Ganzen ein bisschen Fokus zu geben, aber die wirkliche Erklärung des Textes selbst, das ist das Zentrale, das Herzstück. Und ich hoffe, ich habe das diese Woche im Galaterbrief auch ganz gut illustrieren können.
Und jetzt der vierte Schritt: Jetzt kommen die Fenster ins Haus. Jetzt überlege, wie kommt das Licht in deine Predigt hinein? Durch die Illustration, durch die Beispiele, die du nennen willst.
Manche Leute verstehen Illustrationen einfach als einen Weg, die Bedeutung des Textes zu vermitteln. Aber ich sehe mehr und mehr, dass Leute Illustrationen wirklich zu schätzen wissen, die uns mehr zur Anwendung des Textes hinbringen. Das heißt, wenn du gut erklärst, was der Text bedeutet, dann werden viele Leute in der Gemeinde sagen: Okay, ja, interessant. Aber was hat das jetzt konkret mit mir zu tun?
Also musst du eventuell einfach die Anwendung mehr illustrieren als die eigentliche Erklärung. Der Zweck der Illustration ist dann, die Wahrheit des Textes noch besser zu erklären. Es hilft also unserem Verstehen, und es hilft wohl auch dem Hörer, von dieser Wahrheit überzeugt zu werden. Wenn ich in der Illustration darüber spreche, wie diese Aussage im Leben eines Menschen funktioniert hat, dann ist das für die Zuhörer ansprechend, weil sie sich mit der Person identifizieren können. Und das erhöht dann die Überzeugungskraft dieses Punktes. Das heißt, die Gemeinde muss sich mit der Illustration irgendwie identifizieren können.
Wenn eure Illustration zum Beispiel damit beginnt, dass diese Geschichte, die ich jetzt nennen will, aus dem dreizehnten Jahrhundert aus Litauen kommt, dann könnte es sein, dass sich die Leute im einundzwanzigsten Jahrhundert in München nicht sofort angesprochen fühlen, weil sie sich damit einfach nicht identifizieren können. Vielleicht ist es eine sehr gute Geschichte, aber sie wird den Leuten vielleicht eben nicht helfen, die Überzeugung des Textes selbst zu verstehen. Das heißt, die Illustrationen müssen glaubwürdig sein, und wir müssen uns mit ihnen identifizieren können.
Es ist oft auch gut, mit einer Illustration zu beginnen. Sie kann vielleicht noch ein bisschen ausschmücken, was der Hauptgedanke ist, den ihr dann in der Predigt predigen wollt. Und wenn ihr das Thema dann gut, oder die Aussage, und wenn ihr die Predigt gut formuliert habt, dann kommt ihr zurück zu dieser Eingangsillustration. Das gibt der ganzen Predigt dann so einen inneren Zusammenhang.
Aber denkt auf gar keinen Fall, ihr müsstet jetzt alles in der Predigt illustrieren. Das könnte langweilig werden. Denkt also darüber nach, wo vielleicht die Erklärung des Textes oder die Anwendung des Textes noch ein bisschen mehr Überzeugungskraft braucht. Und fokussiert dann eure Illustration genau auf dieses Ziel.
Daher gibt es ganze Bücher über Illustrationen, die man kaufen kann, und die sind größtenteils nutzlos. Es ist viel besser, Illustrationen aus deinem eigenen Verständnis davon zu bekommen, was in der Welt losgeht, oder aus deiner eigenen Erfahrungswelt in dieser Welt. Ein anderer sehr guter Weg für Illustrationen ist die Bibel selbst. Das haben wir heute Vormittag in Galater 4 gesehen.
Was ihr auf gar keinen Fall wollt, ist, dass die Illustration letztendlich die Predigt übernimmt. Sie ist einfach nur ein Diener, um die Hauptaussage effektiver zu vermitteln.

Einleitung und Schluss bewusst gestalten

Und dann jetzt der fünfte Schritt: Wähle deinen Weg hinein. Also am Ende, wenn ich meine Outline geschrieben habe, kann ich meine Einleitung schreiben. Und ich würde meine Einleitung nicht schreiben, bis ich weiß, was die Struktur meiner Predigt sein wird. Also, ob es jetzt ein, vielleicht ist es ein ganz starkes Statement am Anfang, oder vielleicht ist es eine zeitgenössische Illustration, die dich in dieses Thema mit hineinnimmt.
Was du auf jeden Fall tun willst: Du willst den Leuten, wie ich heute früh erklärt habe, das Menü geben, damit sie wissen, warum sie jetzt die Predigt hören wollen. Also, eine Einladung muss nicht lang sein, aber sie sollte mitreißend sein, sie sollte relevant sein. Also sieh zu, dass die Einladung für dich funktioniert. Versuche also, ein bisschen die Stimmung der Predigt in deiner Einladung zu vermitteln.
Oft genug verhauen wir die Einladung dadurch, dass wir zu vage sind, nicht klar genug sind. Manchmal entschuldigen sich die Prediger in der Einladung dafür, was für eine schlechte Predigt sie heute predigen werden. Und dann würde ich sagen: Sag den Leuten das nicht vorher, das können sie dann selber herausfinden. This last week we did this, this week we do the next. Und seid auch nicht langweilig, indem ihr immer das Gleiche tut: Letzte Woche war man das gesagt, nächste Woche war man das. And don't be too heavy and labored about it, because you're not building a skyscraper, you're building a one story sermon.
Aber übertreibt’s auch nicht, ihr baut kein Hochhaus, keinen Wolkenkratzer, sondern einfach ein einstöckiges Haus. Aber wenn die Einleitung gut ist, dann werden die Leute sagen: Okay, das lohnt sich, da jetzt mal zuzuhören. Und wenn du dann auch noch das tust, was du versprochen hast, dann wird es den Leuten wirklich helfen.
Sechstens: Plane auch das Ende deiner Predigt. Also entscheide, wie du einsteigen willst, und entscheide, wie du enden willst. Vielleicht kennt ihr das Straßenschild, das wir in England haben. Also vielleicht habt ihr das mal gesehen, dass dann so mit Gelb durchgestrichen ist, weil ihr an einer Kreuzung nicht anhalten dürft. Und da steht dann manchmal drin: Bitte nicht in die Kreuzung einfahren, wenn der Weg raus nicht frei ist!
Was für ein großartiges Motto für einen Prediger! Geh in die Predigt hinein, wenn du nicht weißt, wie du aufhören willst. Du musst genau wissen, wo du hin willst und wie du enden willst. Und das ist auch das, was die Gemeinde wissen muss. Das heißt, das Ende ist wirklich ein ganz wichtiger Aspekt der Predigt.
Als ich angefangen habe zu predigen, da habe ich am Ende oft so ein bisschen verloren. Da habe ich nämlich oft so innerlich noch nachgedacht: Mensch, was habe ich eigentlich getan? Punkt zwei, den habe ich nicht so klar rübergebracht. Und dann habe ich noch mal so ein bisschen in Punkt zwei aufgegriffen und noch mal ein bisschen wiederholt.
Und was mich davor befreit hat, war dann, dass ich geheiratet habe. Meine Frau hat mir gesagt: Warum hörst du nicht auf, wenn du fertig bist? Und ich sage: Genau so mache ich das doch. Und dann hat meine Frau gesagt: Nein, du warst eigentlich schon fertig, fünf Minuten bevor du aufgehört hast. Habe ich gesagt: Ja, aber ich dachte, ich könnte es vielleicht noch ein bisschen verbessern. Aber das schaffst du niemals.
Also denk über das Ende nach und stell sicher, dass es kurz und knapp ist. Und stell sicher, dass es noch einmal das Ziel der Predigt irgendwie aufgreift, sodass du also klar formulierst, was jetzt das Ziel war, was wir damit jetzt tun sollen. Und hab keine Angst davor, den Leuten wirklich Zeit zu geben, jetzt am Ende darüber nachzudenken, was du gesagt hast.
Wenn deine Predigt also so endet, dass du zum Beispiel sagst: Und wir sehen hier also, die haben nicht geglaubt, und so kam Gottes Gericht über sie. Wir singen jetzt das Lied 461. Also wenn diese Botschaft jetzt am Ende wirklich so wichtig ist, dann gib den Leuten Zeit, darüber nachzudenken. Da sagst du dann zum Beispiel: Wir haben heute ein paar wirklich harte, schwere Dinge gehört. Und dann lasst uns doch jetzt noch einen Moment Zeit nehmen, jeder für sich darüber nachzudenken, was der Herr dir jetzt heute ganz persönlich vielleicht damit sagen möchte.
Und vielleicht möchtest du dann, wenn du darüber nachdenkst, das in ein persönliches Gebet bringen, wo du einfach noch mal vor Gott bringen kannst, was du aus der Predigt jetzt gehört hast. Und das muss jetzt keine lange Zeit sein, die du dafür nimmst, vielleicht zwei, drei Minuten. Aber es hilft der Gemeinde zu verstehen, dass sie reagieren soll auf das Gehörte.
Also wenn ein Ende kraftvoll ist und fokussiert, dann stell sicher, dass du den Leuten wirklich die Möglichkeit gibst, dort und sofort auf das Gehörte zu reagieren. Das andere, was ich am Anfang meiner Predigerzeit getan habe, das war, dass ich, wenn ich so ungefähr noch drei Minuten hatte, bevor ich dann zu einem Ende kommen wollte, diese ganz schlechte Angewohnheit hatte, meine Bibel zu schließen. Und wenn ich das tue, dann sorgt das für ein bisschen Aufregung in der Gemeinde. Dann haben sie immer gedacht: Oh, jetzt gleich kommt das Ende. Aber dann hören sie nicht mehr zu in den letzten drei Minuten.
Also ist es besser, dann aufzuhören, wenn sie vielleicht noch nicht ganz damit rechnen. Es ist schon wichtig, irgendwann aufzuhören. But when it comes a little bit surprising, so that the people don't expect that it's almost over, that's quite gut.
Also predige nicht immer genau die gleiche Zeit. Variiere ein bisschen, denn manche Passagen brauchen einfach ein bisschen mehr Zeit als andere. Und natürlich ist die Länge einer Predigt nicht wert an sich. Aber du musst einfach genug Zeit nehmen, um den Text zu erklären und anzuwenden, zu verstehen.

Die letzte Phase: Notizen, Sprache und Vortrag

Und wenn ich jetzt mein Buch schließe, dann wisst ihr: Wir kommen jetzt zum letzten Punkt, zum siebten Punkt.
Schreib deine Notizen.
Du hast jetzt deine Outline, du hast dir deine Illustrationen überlegt, und du weißt, wie du anfangen und aufhören wirst. Je tiefer du predigen kannst, desto besser. Je besser du vorbereitet bist, desto mehr wird es der Gemeinde helfen. Aber auch an dieser Stelle bete, dass der Herr dir die richtigen Worte gibt, um zu reden. Denn du musst die Worte wählen, um diese Wahrheit jetzt zu vermitteln.
Ich würde empfehlen, dass das klare, ganz allgemein verständliche Worte sind, möglichst wenige sehr technische oder besonders theologische Fachbegriffe. Schreib also auf, was du sagen willst. Du schreibst nicht einfach einen Aufsatz. Wenn Leute jetzt von der Bibelschule kommen, wo sie die letzten Jahre einfach nur Aufsätze geschrieben haben, dann beginnen sie ihre Predigten oft so, dass sie letztendlich Aufsätze vorlesen. Und nichts ist langweiliger für die Gemeinde als so etwas. Das heißt, du sollst es so aufschreiben, wie du es sagen willst.
Denn es ist eben keine schriftstellerische Aufgabe, sondern eine verbale Aufgabe.
Als ich in der Schule gelehrt habe, da hatten wir einen Lehrer, der in Griechisch und Latein eine Ausbildung hatte. Der Direktor war besonders gut in Hebräisch und Latein, und es war Griechisch und Latein, glaube ich. Alle seine Sätze hatten also eine ganz klassische Formulierung. Und so hat er zu den Jungs gesagt: „Obwohl ich das schon alles gesagt habe, nichtsdestotrotz usw.“ Ihr habt das verstanden, ich kann das nicht nachmachen, das würde jetzt schiefgehen. Und es ging also immer weiter, er fand gar kein Ende mit diesen Formulierungen. Das waren ganz vollgepackte Sätze.
Und dann kam sie nachher zu mir und sagte: „Was hat der Headmaster gemeint?“ Und manche Predigten sind genauso. Worüber hat der eigentlich geredet? Sei einfach, direkt, klar!
Und dann baust du in deine Notizen auch ein bisschen eine Variante zwischen Lautstärke und Tempo ein. Sprich nicht die ganze Zeit in der gleichen Geschwindigkeit. Hab ein paar Passagen, wo du schneller wirst, und manchmal welche, wo etwas langsamer geredet wird. Und sprich nicht immer in der gleichen Lautstärke. Das ist ein sehr froher Vers. Sei also darauf vorbereitet, deine Stimme mal zu erhöhen und mal ein bisschen niedriger zu machen.
Du bist kein Schauspieler, aber du willst gut kommunizieren. Also übe das ein bisschen. Hör dich vielleicht selbst mal an auf MP3. Wenn die Möglichkeit besteht, kann dich vielleicht auch jemand aufnehmen, und dann kannst du dich selbst anschauen. Das ist eine sehr hilfreiche Sache. Das hilft dir dann zu sehen, wie liebevoll und geduldig die Gemeinde ist, dass sie dich erträgt.
Alles, was du tun kannst, um deine Fähigkeit zu verbessern, die Wahrheit zu vermitteln, ist eine sehr wertvolle Sache in der Vorbereitung.
Man hat mir damals, als ich angefangen habe, gesagt, ich solle ein volles Manuskript schreiben, und das tue ich bis zum heutigen Tag. Und oft ist es so, dass die Dinge, die mir ganz wichtig sind, die spreche ich erst einmal und schreibe sie dann auf. Und vielleicht habt ihr ein viel besseres Erinnerungsvermögen, als ich es habe. Ich brauche es auf dem Papier, damit ich es wirklich so sage, wie ich es sagen will.
Aber ich habe kein Skript über meine Illustrationen. Das heißt, wenn ich eine Illustration mache, trete ich etwas zurück von meinen Notizen, und es gibt mehr informellen Kontakt mit der Gemeinde. Das heißt, wenn ich eine Illustration gebe, dann gehe ich einen Schritt zurück von meinen Notizen, und das ist ein bisschen informeller in der Art, wie ich mit der Gemeinde rede. Das bringt eine gewisse Varianz hinein, im Tempo und in der Intensität. Und so wird der Vortrag, die Rede einfach ein bisschen lebhafter.
Aber du musst einfach deinen eigenen Weg finden, das zu tun. Und die besten Notizen sind letztendlich die, die dir am besten dabei helfen, deinen Vortrag so klar und so gut wie möglich zu vermitteln.

Zusammenfassung, Gebet und Fragen

Also, wenn wir jetzt diese sieben Schritte nehmen und durch diese vier Punkte hindurchgehen, dann verschwenden wir unsere Zeit ganz sicher nicht. Ein Pastor hat mir mal gesagt: Die erste Stunde meiner Vorbereitung verbringe ich damit, dass ich mir die Wand anschaue. Da habe ich mir gedacht, die Zeit kann man wahrscheinlich besser verbringen.
Also nutze deine Struktur, diese Struktur, weil sie dir helfen wird, die Zeit wirklich sinnvoll zu nutzen. Und wenn wir beten, dass Gott uns Erkenntnis schenkt, uns hilft und uns stärkt, dann fang an, die Botschaft zuerst in deinem eigenen Herzen zu predigen. Und dann fang an, in deinem eigenen Leben auf das gepredigte Wort Gottes zu reagieren. Denn dann ist es nicht nur von Kopf zu Kopf gepredigt, sondern dann wirst du von deinem Herzen zu den Herzen sprechen.
I don't know if we have time for one or two questions. I'm sure we have time. I think we're nearly at the end of our tether.
Okay, wir haben noch ein bisschen Zeit für Fragen, wenn ihr jetzt noch ein paar Fragen zu dem Gesagten stellen möchtet. Ja, Jonas.
Vielleicht, David, kannst du noch mal kurz erklären, den Punkt drei und vier von den sieben Punkten, also das mit dem Fleisch und den Knochen und dem Fenster ins Haus. Da habe ich noch nicht so ganz kapiert, was da jetzt der Unterschied ist.
Ich sage es einmal für das Tonband noch mal auf Deutsch: Jonas möchte, dass dir von den sieben Punkten Punkt drei und vier noch mal ein bisschen erklärt wird, mit dem Fleisch an die Knochen und den Fenstern ins Haus. Das ist für das Tonband. Ich weiß, was ich tue, Marek. Können Sie sich ein bisschen mehr auf die Punkte drei und vier konzentrieren, also die sieben Punkte, also das Mehl auf die Bohnen, die Wände in der Hausstelle, einstehen?
Wenn du noch einmal zurückgehst zu diesem grundsätzlichen Muster, dann sag, was da steht, erkläre es und wende es an. Auf der Outline steht der wesentliche Punkt, der Hauptpunkt, und dann überlegst du: Okay, wie werde ich jetzt diesen Punkt, den ich da habe, erklären?
Und das meinte ich mit dem Fleisch an die Knochen bringen. Der Knochen ist erst einmal: Du nimmst den Text, wie er da steht, die Aussage. Und das Erklären ist dann, dass du das Fleisch an die Knochen bringst.
Und wenn du das dann im dritten Schritt getan hast, dann schaust du noch einmal zurück und sagst: Okay, welche von diesen Punkten, die ich genannt und erklärt habe, sind vielleicht noch nicht ganz klar? Oder wie kann ich diesen Punkt noch überzeugender machen?
Und da kommen jetzt die Illustrationen dazu. Denn sie sind so wie Fenster im Haus, durch die noch mehr Licht hineinkommt. Das heißt, was ich damit sagen will, ist: Nimm dir wirklich die Zeit, um über die Illustration nachzudenken. Und wenn sie aus dem tagtäglichen Leben kommen, dann sind sie viel effektiver.
Sorry, Maric. Das ist mehr nur, um noch einmal zu verdeutlichen, was du eigentlich sagen willst. Also ich denke, Illustrationen tun letztendlich zwei Dinge: Sie verdeutlichen Dinge, und sie überzeugen.
Also wenn da vielleicht eine recht komplizierte, schwierige Aussage ist, dann brauchst du vielleicht eine Illustration, um sie ein bisschen besser zu erklären. Oder wenn du die Anwendung vielleicht noch ein bisschen klarer, ein bisschen schärfer machen willst, dann hilft dir vielleicht auch eine Illustration dabei.
Das heißt, der Predigttext bestimmt letztendlich, was die Illustration tun soll. Und das ist viel besser, als wenn der Prediger sagt: Oh, ich habe eine ganz tolle Illustration, mal schauen, ob ich die noch irgendwie in die Predigt mit einbauen kann.

Weitere Rückfragen zu Länge, Struktur und Humor

Okay, now, Mr. Clark. Also, Mike Clark fragt, ob wir irgendeinen Ratschlag haben, wie lang so eine Predigt sein soll.
Ich glaube, das hängt ganz stark von der Gemeinde ab, zu der ihr predigt, und davon, wie lang so eine Predigt überhaupt sein kann. Ich predige regelmäßig in einer kleinen anglikanischen Gemeinde, in der es eigentlich schon sehr lange keine vernünftige biblische Auslegung mehr gab. Ein guter Freund von mir ist vor drei Jahren dort zum Pastor berufen worden, und er bringt jetzt zum ersten Mal seit vierzig Jahren wieder Bibeltextpredigten in die Gemeinde hinein. Und er hat mir gesagt, die werden nicht mehr als fünfzehn Minuten ertragen.
Als ich das erste Mal dort für fünfzehn Minuten gepredigt habe, war ich sehr sorgfältig darauf bedacht, nicht länger zu predigen. Da kam dann eine Frau zu mir und sagte: Das ist ja viel zu lang, diese Predigt. Eine Predigt sollte maximal zwölf Minuten lang sein. Das habe ich gelernt, als ich ein Mädchen war.
Was sie damit eigentlich sagen wollte, ist: Sie war ihr ganzes Leben lang gelangweilt durch schlechte Predigten. Es bringt dann gar nichts, wenn ich sage: Aber von mir kriegst du zwanzig Minuten. Nein, ich muss sie so langsam mit hineinnehmen, dass sie bereit werden, etwas länger zuzuhören.
Wenn ich aber in der Gemeinde St. Helens Bishopsgate predige, wo seit fünfzig Jahren tolle Predigten gehalten werden, und wenn ich da nicht mindestens dreißig Minuten predige, dann sagen die Leute: Was machst du denn hier? Das war ja gar keine richtige Predigt, das war ja gerade mal eine Andacht.
Das kommt also auf die Gemeinde an. Die Länge ist also kein Selbstwert. Der wirkliche Wert liegt in der Qualität der Predigt. In der Gemeinde, in der mein Freund jetzt seit drei Jahren Vikar ist, sind wir inzwischen an dem Punkt, dass die Leute bereit sind, achtzehn bis zwanzig Minuten zuzuhören. Und diese zusätzlichen fünf Minuten, da kann man schon ganz schön viel mitmachen. Das ist sehr hilfreich.
In vergangenen Generationen haben Leute eher fünfzig oder sechzig Minuten gepredigt, aber wenige zeitgenössische Prediger können heute noch so lange predigen und die Gemeinde dabei konzentriert halten. Meine Sicht wäre wahrscheinlich: Für viele Gemeinden sind zwanzig bis dreißig Minuten schon genug. Ich weiß aber nicht, wie du jetzt darauf reagierst. Es variiert so stark, wirklich von Gemeinde zu Gemeinde.
Ganz hinten ist eine Frage.
Wie stehst du also, David, zu Punktepredigten? Jetzt nicht in dem Sinne einer Struktur, sondern es gibt ja oft Predigten, wo es heißt: Okay, zehn Punkte für ein einfacheres Glaubensleben im Alltag oder für etwas, das das Glaubensleben im Alltag erleichtert. Denken wir da immer: Ich kann als Prediger nicht von einer Gemeinde erwarten, dass sie sich Punkte merkt, die ich mir selbst erst von meinem Blatt ablesen muss. Wie steht er dazu, oder wie ist es?
Ja, ja, ich stimme zu. Du siehst, ich denke, das legt letztendlich eine Struktur auf den Text drauf. You have all these books: seven secrets of or five ways in which. Du hast ja all diese Bücher: sieben Geheimnisse von ... oder fünf Wege, um ...
Ja, damit kann man vielleicht ein paar Bücher verkaufen. Aber ich denke, wenn du mehr als vier Punkte hast, dann ist das typischerweise zu viel für Leute, um das noch zu merken.
Morgen, wenn wir noch einmal zum Abschluss einen Gesamtüberblick über den Galaterbrief machen, werde ich noch ein bisschen darüber reden, wie lang vielleicht die Abschnitte sein sollen, die wir predigen. Denn das ist wirklich nicht die ganz große Entscheidung, die der Prediger treffen muss: wie lang sollen die Abschnitte sein? Und wir werden morgen darüber nachdenken, was man vielleicht bedenken sollte, wenn man diese Entscheidung trifft.
Okay, Stefan?
Hier ist eine Frage über Humor im Predigen. Humor, ja. Weil es für mich manchmal ein bisschen schwierig ist in unserer Region. Ich habe leider die negative Erfahrung gemacht, dass viele Pastoren eher so wissen oder Halter sind, als wirklich Auslegung zu können. So is his experience in the region where he is: a lot of preachers seem to be more interested in entertaining the congregation than actually preaching the text.
Und auch wenn ich vorne stehe, merke ich halt, wie leicht es ist, Emotionen auszulösen. Aber ich weiß nicht immer, ob das dann sozusagen für einen guten Zweck ist. Also: Wie gehe ich mit Humor um, oder wie kann ich die Gipfel auch wirklich ansprechend machen und auflockernde Elemente haben?
So, how do I handle humor, and at the same time how do I make sure that it is not boring and has some lightness?
Yes, I, I, I.
Also, ich glaube, der erste Schritt ist schon mal, dass man sich über die Problematik im Klaren ist, wie du es offensichtlich schon bist. Manche Prediger fangen zum Beispiel mit einer wirklich total witzigen Geschichte an, und jeder lacht sich schlapp und denkt, das ist super. Und dann siehst du, dass er die Entscheidung trifft: Oh, jetzt erzählt er noch eine witzige Geschichte, und vielleicht sogar noch eine dritte. Und das Ganze geht bergab. Wanting to be an entertainer rather than a pastor-teacher.
Weil er jetzt die Entscheidung getroffen hat, eher ein Entertainer zu sein als ein Prediger, ein Pastor. Wenn Humor etwas ist, was du ganz natürlich hast, ja, dann gebrauch es auch, aber diszipliniere dich beim Gebrauch deines Humors. Also schau dir zum Beispiel nicht dein Endprodukt der Predigt an und sag: Wie viele Witze habe ich jetzt eigentlich eingebaut?
Ein Missbrauch ist letztendlich, ja, aus dem zweiten Grund der vier, genau. Weil du nämlich im Endeffekt die Gemeinde damit manipulierst. Und das wirst du nicht tun, wenn du ein Prediger des Wortes bist, denn das Wort selbst wird die Arbeit tun. Also, Humor ist nicht schlecht, aber er muss kontrolliert werden.
Dr. Clark.
Mike sagt hier gerade, eine Versuchung, die er schon häufiger auch bei sich selbst erlebt hat, ist, dass er, wenn er einen sehr schwierigen, sehr harten Text predigt, der wirklich eine Reaktion auslöst, merkt, dass in der Gemeinde etwas schwer auf den Leuten liegt. Dann hat er ein bisschen die Tendenz, das aufzulockern und zu sagen: Ach ja, aber ist ja alles gar nicht so schlimm. Damit nimmt er so ein bisschen die Spannung raus.
Aber damit unterminiert man letztendlich genau die Funktion des Textes, der uns ja gerade in diese Konfrontation hineinbringt. Und das sollten wir auf gar keinen Fall tun. Dieser Versuchung sollten wir nicht nachgeben. Denn die Gefahr davon ist nämlich, dass man damit wirklich den Geist dämpft. Der Heilige Geist nimmt das Wort und wendet es auf die Herzen der Menschen an, und dann kann ich mich womöglich da in den Weg stellen und im Weg stehen.

Gebet zum Abschluss

Okay, letzte Frage damit. Wer will das so? Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so. Er will das so.
Also würde ich mir am Anfang all dieser vier Punkte jeweils ein paar Minuten Zeit zum Gebet nehmen. Dann erlebe ich, dass meine Vorbereitung oft ein Dialog mit Gott durch das Wort ist. Das heißt, ich bete immer wieder nur ein Satzgebet, immer wieder im ganzen Prozess. Herr, den Vers zwölf finde ich wirklich so schwer zu verstehen. Hilf mir zu verstehen, was du damit sagen willst.
Er gibt mir dann in meinen Gebeten immer wieder auch die Energie und die Einsichten. Und dann, an einem typischen Sonntagmorgen, nehme ich mir die Notizen, bevor ich predige, und bete wirklich durch meine ganzen Notizen hindurch. Ich bete dann: Herr, nimm diesen Punkt und hilf, dass er wirklich klar ist und dass er die Herzen der Menschen verändert. Ja, das ist die Weise, wie es für mich funktioniert. Das ist, wie es bei mir funktioniert.
Das ist der dritte Punkt. Na, nein, weil es in all of these oh i see sunday yes yes get the notes out of the freezer and microwave them thoroughly okay ich denke i think we we probably conclude at this point yeah could I ask you to pray for those of us who are regular preachers or who will be, that God will help us to be disciplined and that he will aid us so that we can do what he wants us zu tun with his Wort.
Ja, absolutely, let's do that, let's pray. Let's think about that Verse in 2 Timothy, wo Paul sagt zum Timotius: Bedenke, was ich sage, und der Herr wird dir Erkenntnis schenken.
O himmlischer Vater, wir sind so dankbar, dass wir die Botschaft nicht uns selber ausdenken müssen. Danke, dass du der Herr bist, der spricht in Klarheit und mit Autorität. Und dass unsere Aufgabe einfach die ist, unter deinem Wort zu sitzen und es auf unsere eigenen Herzen und in unser Leben anzuwenden. Und dann, so wie dein Geist uns Verständnis schenkt, uns auf deine Kraft zu verlassen im Predigen. So beten wir füreinander in dieser großen Aufgabe, die du uns gegeben hast. Denn von all den Dingen, die wir in dieser Welt tun, hat diese Ministry ewige Konsequenzen.
So bitten wir dich, dass du uns zu ernsthaften Arbeitern machst in dieser Arbeit. Herr, hilf uns allen, immer mehr in Selbstdisziplin zu wachsen. Hilf uns, unsere Zeit wirklich weise und gut zu nutzen. Und hilf uns nicht, irgendwie Abkürzungen zu nehmen und schnelle, einfache Lösungen zu suchen, sondern mach uns zu Arbeitern, die sich nicht schämen müssen, weil sie auf rechte Weise dein Wort austeilen.
Und Herr, für alle unter uns, die du in irgendeiner Form auch zu dieser Arbeit rufst, beten wir, dass du uns befähigen willst, diese Arbeit gut zu machen in unserem Predigen, um auf diejenigen zuzugehen, die noch nicht zu deinen Leuten gehören, und sie durch deine Gnade zu dir zu bringen. Und auch, um zu denen zu sprechen, die noch nicht zu deinen Kindern gehören, damit auch sie das Evangelium glauben können. Und auch, um deine Gemeinde zu erbauen, damit wir immer mehr verwandelt werden in das Ebenbild Christi.
Hilf uns nicht, den Menschen gefallen zu wollen. Hilf uns aber auch, keine Angst vor ihren Blicken zu haben. Hilf uns nicht, unsere Botschaft zu verändern, nur weil es vielleicht nicht populär ist oder weil es Widerstand erfährt. Hilf uns, treu zu sein, beten wir. Und gib uns den Mut und die innere Überzeugung, dein Wort zu verkündigen.
Und so beten wir, dass wir am Ende deine Stimme hören mögen: Gut gemacht, mein treuer Diener. Und dass das, was wir dann tun, wirklich für die Ewigkeit wert ist und dass es in deiner Gnade dann viel Ehre zu deinem Namen bringen wird. So beten wir durch Jesus Christus. Amen.
Amen.