Serie•Teil 2 / 12Spurgeon-Konferenz 2017
Generierte Mitschrift
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Einleitung und Rückblick auf die bisherigen Gedanken
Karon, ich bin froh, wenn wir das Buch Hosea wieder aufschlagen. Und wenn wir die Unterlagen vor uns haben können, wird das sehr helfen. Das ist Seite vier in unseren Unterlagen. Es ist ein bisschen schwierig für Leute, die nur für heute Abend da sind, weil ihr die Unterlagen nicht habt, oder? Ich kann nur Mitleid haben, es tut mir leid. Aber vielleicht könnt ihr so neben jemandem sitzen, der die Unterlagen hat. Dann könnt ihr ein wenig mitsehen, weil die meisten Leute hier viel freundlicher sind, als sie aussehen.
Hosea: Das Gericht und die Gnade Gottes
Bevor wir einsteigen, steht dort der Einstieg, also das, was wir bis jetzt gesehen haben. Ich möchte nur ganz kurz versuchen, zusammenzufassen, was wir schon gesehen haben bei der Einleitung und bei Kapitel 1, Vers 1 bis Kapitel 2, Vers 3.
Diese drei Hauptthemen sind da: menschliche Sünde, Gottes Gericht und Gottes Gnade. Das sind die drei Hauptthemen in diesem wunderbaren Buch Hosea. Menschliche Sünde: Das Volk Gottes, Israel, hatte geistlichen Ehebruch begangen. Es hat angefangen, dem Baal zu folgen und nicht Jahwe, dem wahren Gott. Menschliche Sünde: Sie haben sich in Gottes Augen schuldig gemacht.
Gottes Gericht muss dann kommen, weil Gott nicht einfach zuschauen kann, wenn Leute ihm den Rücken kehren. Aber dank Gottes Gnade gibt es auch Gnade. Das haben wir ganz klar gesehen in den ersten drei Versen von Kapitel 2, dass Gott noch immer gnädig ist und dass er etwas für Israel in der Zukunft vorhat.
Jetzt schauen wir uns das an, das wir schon gesehen haben. In den Unterlagen steht da: das Gleichnis 1,1 bis 2,3. Und ich soll auch noch dazu sagen: Gott hat dem Propheten Hosea gesagt, ich werde das noch einmal vorlesen, Kapitel 1, Vers 2. Bitte schaut mit: Kapitel 1, Vers 2. Als der Herr durch Hosea zu reden begann, da sprach der Herr zu ihm: Geh, nimm dir eine hurerische Frau und Hurenkinder, denn das Land ist dem Herrn untreu geworden und hat sich der Hurerei hingegeben.
Das heißt, Hosea soll das erleben, was Gott erlebt. Hosea soll das mit Gomer, seiner Frau, erleben, was Gott mit Israel erlebt. Wie schrecklich das ist, wenn diese Frau, dieses Volk, fremdgeht. Das ist sehr stark. Und darum geht es in dem ersten Kapitel, dem Anfang der Geschichte von Hosea und seiner Frau Gomer.
Und dann geht es auch ein bisschen davon am Anfang von Kapitel 3. Ich habe vor dem Abendessen erklärt, dass das der Grund ist, warum fast alle der Meinung sind, die ersten drei Kapitel sind der erste große Abschnitt in diesem Buch: Kapitel 1, 2 und 3.
Die Botschaft des Gerichts
Und jetzt schauen wir uns den Rest dieses Abschnitts an. Wir haben das Gleichnis angeschaut, 1,1 bis Kapitel 2, Vers 3. Und jetzt kommen wir zweitens zur Botschaft, Kapitel 2, Verse 4 bis 25. Das ist eine Botschaft, die Gott Hosea jetzt gibt, die Hosea dann an das Volk weitergeben wird. Hier geht es aber auch um die Berufung Hoseas überhaupt: dass er berufen wird und dass ihm diese Botschaft von Gott für sein Volk Israel gegeben wird.
In diesen Versen 4 bis 25 gibt es eine schlechte Nachricht und eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht steht in den Versen 4 bis 15.
Zunächst einmal: keine Liebe, Verse 4 bis 6. Ich lese den Anfang von Vers 6 vor: Über ihre Kinder werde ich mich nicht erbarmen. Das ist sehr stark, dass Gott das über Israel sagt. Über ihre Kinder werde ich mich nicht erbarmen. Und schau bitte Vers 4 an: Weist eure Mutter zurecht, weist sie zurecht, denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann. Das ist nicht Hosea, der spricht, das ist Gott, der spricht. Er spricht von Israel, damit sie ihre Hurerei von ihrem Angesicht wegschaffe und ihre Ehebrecherei von ihren Brüsten. Und schauen wir uns den Anfang von Vers 5 an: Sonst werde ich sie nackt ausziehen und sie hinstellen, wie sie am Tag ihrer Geburt war. Das ist sehr starke Sprache, oder? Israel hat sich ausgezogen, um Ehebruch zu begehen. Jetzt werde ich Israel ausziehen, als Strafe, als Schande. Keine Liebe.
Zweitens: keine Liebhaber, Verse 7 bis 9. Die Liebhaber sind natürlich die Baalim, die Baals, Baal, dieser falsche Gott, und andere Baalgötter. Keine Liebhaber. Schau Vers 7 an: Denn ihre Mutter hat Hurerei getrieben. Die Gebärende bedeckte sich mit Schande, denn sie sprach: Ich will doch meinen Liebhabern nachlaufen, die mir mein Brot und Wasser geben, meine Wolle, meinen Flachs, mein Öl und meinen Trank. Das hat Israel gesagt. Israel hat gesagt: Wir kriegen alles, was wir brauchen, von Baal, nicht von Jahwe. Wir kriegen etwas zu essen, etwas zu trinken, etwas anzuziehen; wir kriegen das alles von Baal. Und deswegen sagt Gott, Israel wird ihre Liebhaber verlieren.
Vers 8: Darum siehe, ich will deinen Weg mit Dornen verzäunen, ja, ich will eine Mauer für sie errichten, damit sie ihre Pfade nicht mehr finden soll. Wenn sie dann ihren Liebhabern, diesen falschen Göttern, diesen Baalgöttern, nachjagt, wird sie sie nicht mehr einholen. Wenn sie sie sucht, wird sie sie nicht finden. Also wird Gott es unmöglich machen, dass Israel weiterhin Baal nachgeht, ihm nachfolgt. Gott wird es in Zukunft irgendwie so machen, dass Israel sich nicht mehr auf Baal verlassen kann. Gott wird etwas tun, damit Israel ihren Götzen nicht mehr nachlaufen kann.
Und dann wird Israel zurückkommen. Die zweite Hälfte von Vers 9: Dann wird Israel sagen: Ich will hingehen und wieder zu meinem ersten Mann zurückkehren. Das ist Jahwe, das ist Gott. Denn damals hatte ich es besser als jetzt. Das heißt: Gericht kommt, aber das wird dazu führen, dass Umkehr stattfindet. Das Volk wird die Entscheidung treffen, oder einige aus dem Volk werden die Entscheidung treffen, zu Gott zurückzukehren.
Der Verlust aller falschen Sicherheiten
Keine Liebe, keine Liebhaber und drittens kein Segen: die Verse 10 bis 15.
Vers 10: Israel erkannte ja nicht, dass ich es war, der ihr das Korn, den Most und das Öl gab und ihr das Silber und Gold mehrte, das sie für den Baal verwendet haben. Israel hat das nicht erkannt. Diese Dinge sind von mir gekommen, nicht von Baal. Gott hat ihnen diese Dinge gegeben, und deswegen wird er diesen Segen wegnehmen.
Vers 11: Darum will ich mein Korn zurücknehmen zu seiner Zeit und meinen Most zu seiner Frist und will ihr meine Wolle und meinen Flachs entziehen, womit sie ihre Blöße bedeckt. Und ich will nun ihre Schande enthüllen vor den Augen ihrer Liebhaber, und niemand will sie aus meiner Hand erretten. Und ich will all ihrer Freude ein Ende machen, ihren Festen, ihren Neumondfeiern und ihren Sabbaten und allen ihren Feiertagen. Ich will auch ihren Weinstock und ihren Feigenbaum verwüsten, von denen sie sagt: Das ist der Lohn, den mir meine Liebhaber, die die Baalsgötter, gegeben haben. Ja, ich will sie in eine Wildnis verwandeln, dass sich die Tiere des Feldes davon nähren sollen.
Ich will sie strafen für die Festtage der Baale, an denen sie ihnen räucherte und sich mit ihren Ohrringen und ihrem Geschmeide schmückte und ihren Liebhabern nachlief. Also: Diese ganze Segen. Sie haben gesagt, dieser Segen kommt von Baal, und deswegen werde ich diesen Segen wegnehmen, damit mein Volk lernt, damit mein Volk umkehren kann.
Kein Segen. Die Ernte wird nicht da sein. Schau dir Verse 11 bis 15 an: Es wird Hungersnot geben, Israel wird keinen Segen mehr haben. Das ist sehr stark. Und warum das? Warum diese schlechte Nachricht? Es gibt drei Gründe.
Grund Nummer eins ist in Vers 4: Israel hat geistlichen Ehebruch begangen. Israel hat geistlichen Ehebruch begangen.
Grund Nummer zwei ist in Vers 10: Israel hat Gott nicht anerkannt. Israel hat gesagt, das kommt alles von Baal, nicht von Gott, nicht von Jahwe.
Und Grund Nummer drei ist in Vers 15, ganz am Ende. Das habe ich noch nicht vorgelesen. Das Ende von Vers 15. Der Satz ist sehr stark. Am Ende von Vers 15, wo fange ich an? So wie es hier übersetzt ist, ist es so kompliziert. Ich lese das Ganze vor:
Vers 15: Ich will sie strafen für die Festtage der Baale, an denen sie ihnen räucherte und sich mit ihren Ohrringen und ihrem Geschmeide schmückte und ihren Liebhabern nachlief und mich vergaß, spricht der Herr.
Im Hebräischen steht: Mich vergaß sie. Mich haben sie vergessen. Mich haben sie vergessen. Ich habe sie gerettet, ich habe sie zu einem Volk gemacht, ich habe sie aus Ägypten aus der Sklaverei gebracht. Mich haben sie vergessen.
Spüren wir, wie sich Gott fühlt in dieser Situation, wo sein Volk geistlichen Ehebruch begeht.
Die Verheißung neuer Nähe und neuer Gaben
Das ist die schlechte Nachricht: keine Liebe, keine Liebhaber, kein Segen. Aber es gibt auch eine gute Nachricht. Die Gnade Gottes ist auch hier in diesem Kapitel, und das ist großartig, in den Versen sechzehn bis fünfundzwanzig.
Zunächst einmal eine neue Liebe. Das ist wirklich großartig, und die gute Nachricht hat hier zwei, drei Teile. Schau bitte Vers sechzehn an:
Darum siehe, ich will sie locken und in die Wüste führen und ihr zu Herzen reden. Ich werde Israel wieder lieben, sagt Gott.
Vers sechzehn: Ich will sie locken. Mein Deutsch ist nicht besonders gut, es ist da, es ist anlocken, anziehen. Ist das verständlich? Es ist Liebe dabei, es ist ein Gefühl dabei. Es ist nicht so, dass Gott einfach sagt: Ich werde Israel lieben. Ich will Israel gewinnen für mich neu, ich will sie wieder zu meiner Braut machen. Es ist Liebe dabei, es ist Zuneigung, es ist intim, diese Sprache hier. Am Ende von Vers sechzehn: Ich werde ihr zu Herzen reden. Ich werde ihr zu Herzen reden, das ist intim. Neue Liebe.
Und Vers siebzehn:
Darum siehe, ich will sie locken und in die Wüste, nein, Vers siebzehn: Ich will ihr von dort aus ihre Weinberge wiedergeben und ihr das Tal Achor zu einer Tür der Hoffnung machen, dass sie dort singen soll, wie in den Tagen ihrer Jugend und wie an dem Tag, als sie aus dem Land Ägypten zog.
Das Tal Achor in Vers siebzehn ist das Tal, wo Achan gesündigt hat. Das ist am Anfang vom Buch Josua, Kapitel 4, gegen den Anfang des Buches Josua. Achan hat dort gesündigt im Tal Achor. Aber was wichtig ist für uns, ist: Achor bedeutet Ärger. Und schau Vers siebzehn noch einmal an: Ich werde Ärger, Achor, zu einer Tür der Hoffnung machen.
Also Israel steckt in einem dunklen Tal. Viel Ärger kommt, Hungersnot, der Segen ist weg, viel Bedrängnis, viele Schwierigkeiten. Aber wenn sie genau schauen, finden sie eine Tür, und das ist eine Tür der Hoffnung. Gott schenkt eine Tür der Hoffnung, er gibt Israel Hoffnung. Das ist Gnade, das ist eine neue Liebe, das ist Gottes Spezialität. Er kann Ärger in Hoffnung verwandeln. Wow, das ist ein englischer Ausdruck für Halleluja.
Ein neuer Bund und neue Gaben
Zweitens: ein neuer Liebhaber, ein neuer Liebhaber, und der neue Liebhaber ist natürlich Gott selbst.
Vers 18: „An jenem Tag wird es geschehen, spricht der Herr, dass du mich meinen Mann und nicht mehr mein Baal nennen wirst.“ Baal ist das Wort für Meister, ja, für Herr. Das hebräische Wort für Herr ist Baal. Israel, du wirst mich wieder deinen Mann nennen. Das wird wie eine neue Eheschließung sein zwischen Gott und Israel. Es wird wie Flitterwochen zum zweiten Mal sein. Das ist die Art von Sprache, die hier verwendet wird.
Es ist viel Liebe in diesem Buch, und nicht nur Liebe, von der gesprochen wird. Es ist Liebe, die gefühlt wird, die ausgesprochen wird, die ausgedrückt wird.
Die Verse 19 bis 22: „Ich werde die Namen der Baale aus ihrem Mund entfernen, dass an ihren Namen nicht mehr gedacht werden soll. An jenem Tag will ich auch zu ihren Gunsten einen Bund schließen mit den Tieren des Feldes, mit den Vögeln des Himmels und mit allem, was auf Erden kriecht. Und ich will Bogen, Schwert und alles Kriegsgerät im Land zerbrechen und sie sicher wohnen lassen. Und ich will dich mir verloben auf ewig. Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmen. Ja, ich will dich mir verloben in Treue, und du wirst den Herrn erkennen.“
Das ist wie ein Liebesbrief, oder? Von Gott an ein Volk, das geistigen Ehebruch begeht.
In den Versen 21 und 22 geht es darum, dass sie sich wieder verloben, dass alles neu anfängt, und Gott wird einen Brautpreis zahlen. Er wird Israel Geschenke geben. Israel, ich gebe dir fünf Geschenke. Vier der Geschenke sind in Vers 21, das fünfte ist in Vers 22. Schau dir bitte die Verse mit mir an, die sind super.
Und wenn du willst, kannst du gleichzeitig, während du schreibst und liest, auch anbeten. Bitte nicht laut, aber du kannst einfach dem Herrn sagen: Wow, Halleluja, ich bete dich an, dass du so ein Gott bist.
Geschenk Nummer eins in Vers 21: Gerechtigkeit. „Ich will dich mir verloben auf ewig. Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit.“ Das heißt, du wirst sauber sein, Israel. Du wirst gerecht vor mir sein. Du wirst nicht mehr schmutzig sein.
Geschenk Nummer zwei: Recht. „Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht.“ Das hebräische Wort für Recht bedeutet letztlich: Ich werde dein Leben in Ordnung bringen, Israel. Aus dem Chaos bringe ich Ordnung in dein Leben hinein.
Geschenk Nummer drei in Vers 21 ist Gnade. „Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade.“ Ich werde nie aufhören, dich zu lieben. Es hat so ausgesehen beim Gericht, aber ich werde nie aufhören, dich zu lieben.
Und Erbarmen ist am Ende von Vers 21. Du bist schwach, und ich kümmere mich um dich.
Das sind die vier Geschenke, und das fünfte Geschenk ist in Vers 22: Treue. „Ja, ich will dich mir verloben in Treue.“ Israel, ich werde dir treu sein, und du wirst lernen, mir gegenüber treu zu sein.
Es fängt neu an. Es ist eine neue Verlobung. Es ist ein Liebesbrief.
Die Wiederherstellung von Fruchtbarkeit und Beziehung
Neue Liebe, ein neuer Liebhaber und drittens neuer Segen: die Verse 23 bis 25.
Vers 23: Es soll geschehen an jenem Tag, spricht der Herr, da will ich antworten. Ich will dem Himmel antworten, und er soll der Erde antworten, und die Erde wird antworten mit Korn, Most und Öl. Das heißt: Hungersnot usw. Das hört alles auf, und diese werden Jezreel antworten.
Jezreel haben wir schon in Kapitel 1 gesehen. Jezreel, das Wort Jezreel, ist nicht nur ein Ort, es bedeutet: Gott pflanzt. Gott pflanzt. Und das bedeutet, Gott wird Israel ins Land zurückpflanzen. Aus Assyrien sind die Soldaten gekommen, um Israel wegzuziehen, ins Exil. Aber eines Tages wird Gott einen Überrest von Israel zurückpflanzen in das Land. Es gibt eine Zukunft für das Nordreich Israel. Das ist die Bedeutung von Kapitel 2, Vers 2, das wir heute Nachmittag angeschaut haben.
Und das Land wird wieder fruchtbar sein, das haben wir schon gesehen in Vers 22. Und ich lese Vers 24 vor: Die Erde wird antworten mit Korn, Most und Öl. Fruchtbarkeit wieder. Sehen wir, was Gott alles vorhat? Sehen wir, wie er Israel liebt?
Und hier ist das Allerwichtigste: Vers 22, am Ende des Verses: Du wirst den Herrn erkennen. Und das bedeutet im Hebräischen nicht nur erkennen, dass er Gott ist, sondern auch kennenlernen, kennen in einer Beziehung. Es wird wieder eine enge, intime Beziehung geben zwischen mir und dir, Israel, sagt Jahwe, der Herr.
Ich will sie mir im Land ansehen und mich über die Unbegnadigte erbarmen und zu Nicht-mein-Volk sagen: Du bist mein Volk. Und es wird sagen: Du bist mein Gott.
Im ersten Kapitel haben wir die Namen der drei Kinder angeschaut, oder? Und wir haben gesehen, dass Gott letztlich mit diesen Namen, mit diesen Kindern, mit diesen unehelichen Kindern besonders sagen wollte: Ja, es kommt das Gericht, ihr seid nicht mehr mein Volk. Aber jetzt sieht man in Vers 25: Wow, Gott wird das umkehren. Doch, es kommt das Gericht, aber es wird Umkehr geben von einem Überrest in Israel, und diese Leute werden anfangen, Gott neu anzuschauen und zu sagen: Du bist unser Gott.
Der Ruf zur Umkehr und die Hoffnung für die Zukunft
Das war jetzt die schlechte Nachricht und die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht in Kapitel 2: Das Gericht Gottes kommt. Die gute Nachricht: Der Segen Gottes kommt. Das Gericht Gottes kommt wegen des geistigen Ehebruchs von Israel, der Segen Gottes kommt wegen der Liebe Gottes.
Es gibt einiges hier, was ich nicht verstehe. Aber ich verstehe hier, dass Gott heilig und gerecht ist. Und ich verstehe hier, dass Gott gnädig und liebevoll ist. Das bringt mich zum Anbeten.
Gehen wir jetzt zu Kapitel 3, es sind ja nur fünf Verse. Das Ergebnis, das Ergebnis. Schauen wir, was passieren wird. Schauen wir zunächst einmal, was mit Hosea und Gomer passiert. Gomer sollte nicht Homer sein, es hat nichts mit den Simpsons zu tun, Entschuldigung. Das wird das, was mit Hosea und Gomer passiert, Verse 1 bis 3.
Ich lese Vers 1 an: Und der Herr sprach zu mir: Geh nochmals hin und liebe deine Frau, die von ihrem Freund geliebt wird und im Ehebruch lebt, gleich wie der Herr die Kinder Israels liebt, obwohl sie sich anderen Göttern zuwenden und Traubenkuchen lieben.
Das heißt, Gott sagt Hosea, er soll etwas meiner Meinung nach sehr Schwieriges machen, oder? Seine Frau arbeitet fast sicher als Prostituierte, hat Ehebruch begangen, immer wieder, hat Hosea uneheliche Kinder gegeben, und jetzt sagt Gott Hosea: Geh hin, finde Gomer, nimm sie zurück, nimm sie zurück.
Schau erst Vers 1 an, noch einmal die zweite Hälfte: gleich wie der Herr die Kinder Israels liebt, obwohl sie sich anderen Göttern zuwenden und Traubenkuchen lieben. Israel denkt nach wie vor, dass Traubenkuchen wichtiger ist als eine Freundschaft mit Gott. Ich denke immer an: Gibt es Kaiserschmarrn in Deutschland? Also, die denken, dass Kaiserschmarrn wichtiger ist als seine Beziehung zu Gott. Ich bin zwar sehr begeistert von Kaiserschmarrn, aber er ist nicht so wichtig wie eine Beziehung mit Gott.
Der Herr liebt Israel, und deswegen soll Hosea Gomer lieben.
Die Verse 2 und 3: Da erkaufte ich sie mir um fünfzehn Silbergeld und um ein Homer und ein Letech Gerste. Und ich sprach zu ihr: Du sollst mir viele Tage so bleiben und nicht huren und keinem anderen Mann angehören; ebenso will auch ich mich dir gegenüber verhalten.
Gomer hat Ehebruch begangen, Gomer hat als Prostituierte gearbeitet, und Hosea nimmt sie zurück. Er muss sogar etwas für sie zahlen, habt ihr das gesehen in Vers 2? Das erinnert mich an etwas. Die Liebe Gottes zu uns kostet etwas. Ein Preis ist damit verbunden, und Hosea nimmt sie zurück. Das ist erstaunliche Liebe.
Es ist erstaunlich: Wenn du Hosea kennen würdest und Gomer kennen würdest, würdest du schon staunen, wie groß die Liebe Hoseas ist, oder? Aber jetzt ist die Botschaft natürlich, dass Gott so mit Israel umgehen wird. Aber denken wir nur zunächst einmal an Hosea und Gomer.
Wie fühlt sich Hosea, wenn er hingeht, Gomer findet, Geld ausgibt und sie zurücknimmt? Wie fühlt er sich? Wenn wir uns das überhaupt vorstellen können, dann stellen wir uns das auch vor, wie Gott sich fühlt, dass er die Entscheidung trifft, Sünder zu lieben. Und stellen wir uns vor, wie Gomer sich fühlt. Sie weiß, dass sie Unrecht gehabt hat. Sie weiß, dass sie falsch gehandelt hat, falsch gelebt hat, gelogen hat, Ehebruch begangen hat. Und jetzt kommt ihr Mann und sagt: Hey, ich nehme dich zurück. Ich werde dich lieben, komm, gehen wir nach Hause.
Wie fühlt sie sich? Und noch erstaunlicher ist die Liebe Gottes. Schauen wir, was Gott mit Israel passiert.
Gericht und Gnade in der Zukunft
Vers vier ist Gericht. Denn die Kinder Israels werden viele Tage ohne König bleiben und ohne Fürsten, auch ohne Opfer, ohne Bildsäule, ohne Ephod und ohne Therafim. Das ist Gericht. Das bedeutet letztlich, dass Israel in Gefangenschaft in Assyrien sein wird. Wir werden das später in diesem Buch noch einmal sehen; jetzt wird es klarer ausgedrückt. Sie werden so viel verlieren. Das ist Gericht, weil die Assyrer kommen werden, um sie wegzuschleppen nach Assyrien. Das ist Gericht.
Aber Vers 5 ist Gnade. Fühl dich frei, dich wieder darauf vorzubereiten, Gott anzubeten. Vers 5: Danach werden die Kinder Israels umkehren und den Herrn, ihren Gott, und David, ihren König, suchen. Und sie werden sich bebend zu dem Herrn und zu seinen Gütern flüchten am Ende der Tage.
Eines Tages, sagt Hosea, werden die Israeliten, zumindest ein Überrest der Israeliten, nach Hause zu Gott kommen. Eines Tages wird es passieren. Die Schlüsselworte in Vers 5 sind wichtig. Diese Schlüsselworte im ganzen Buch Hosea merken wir uns bitte.
Zunächst einmal: Israel wird zurückkommen. In meiner Übersetzung steht: Danach werden die Kinder Israels umkehren. Das geht auch, aber zurückkommen ist ein Schlüsselwort, wenn es um die Gnade Gottes geht, was Gott tun wird. Israel wird zurückkommen.
Ein zweites Schlüsselwort ist suchen. Und da steht es in Vers 5: Sie werden ihren Gott und David, ihren König, suchen.
Und das dritte Schlüsselwort ist beben. Sie werden sich bebend zu dem Herrn und zu seiner Güte flüchten. Also, im Hebräischen steht: Sie werden zurückbeben zu Gott. Beben wäre also ein Bewegungswort. Sie werden zurückbeben. Und deswegen ist die Übersetzung hier: Sie werden sich bebend zu dem Herrn und zu seiner Güte flüchten.
Aber wann wird das sein? Wann wird das passieren? Es gab eine Zeit, in der das passiert ist, dass ein Überrest zurückgekommen ist. Aber wichtig ist in Vers 5 auch, dass wir diesen Ausdruck haben: in den letzten Tagen. Ganz am Ende von Vers 5 steht in meiner Übersetzung: am Ende der Tage. Man könnte es genauso übersetzen: in den letzten Tagen.
Die Erfüllung in Christus und in der Gemeinde
Und im Neuen Testament sind die letzten Tage die ganze Zeit zwischen den zwei Kommen Jesu, zwischen dem ersten Kommen und dem zweiten Kommen Jesu. Das sind die letzten Tage. Wir sind jetzt in den letzten Tagen, zwischen den beiden Kommen Jesu.
Schauen wir uns an, was Paulus sagt. Können wir Römer 9 aufschlagen, bitte? Römer 9. Es wäre schön, wenn ich die Seiten hören würde. Römer 9. Ja, aber ihr verwendet Computer, deswegen höre ich keine Seiten. Bilde ich mir ein?
Römer 9, die Verse 22 bis 26. Römer 9, Vers 22:
Wenn nun aber Gott, da er seinen Zorn erweisen und seine Macht offenbar machen wollte, mit großer Langmut die Gefäße des Zorns getragen hat, die zum Verderben zugerichtet sind, damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeige, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat.
Das ist kompliziert. Meiner Meinung nach machen wir uns keine Sorgen.
Vers 24:
Als solche hat er auch uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden.
Wie er auch durch Hosea spricht:
Ich will das mein Volk nennen, was nicht mein Volk war, und die Geliebte, die nicht Geliebte war. Und es soll geschehen: An dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, da sollen sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden.
Seht ihr in den Versen 25 und 26, dass dort Hoseas Sprache verwendet wird? Es kommt euch bekannt vor aus Kapitel 1 und dann auch aus Kapitel 2, Vers 24 und 25. Und Paulus sagt: Es wird eine weitere Erfüllung von Hosea geben. Ist euch Vers 24 aufgefallen? Römer 9,24: Als solche hat er auch uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden.
Kriegt ihr das mit? Die Verheißungen Gottes durch Hosea finden ihre letzte Erfüllung in der Gemeinde. Wow! Es geht nicht nur um Israel damals. Wenn wir das Fernrohr verwenden, dann schauen wir mal weiter in die Zukunft, und wir sehen: Die Verheißungen Gottes durch Hosea finden ihre Erfüllung in der Gemeinde.
Schauen wir uns an, was Petrus sagt: 1. Petrus 2, bitte. 1. Petrus 2. Das ist ein Brief, der an Heidenchristen geschrieben worden ist, nicht an jüdische Christen, an Heidenchristen. Und schauen wir uns an, was Petrus schreibt: 1. Petrus 2, Verse 9 und 10:
Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht.
Jetzt kommt’s:
Euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.
Seht ihr das in Vers 10? Es ist wieder Hoseas Sprache. Es ist nicht nur Paulus, der es in Römer 9 sagt, es ist auch Petrus, der es in 1. Petrus 2 sagt. Diese Verheißungen im Buch Hosea finden ihre letzte Erfüllung in der Gemeinde.
Mit anderen Worten: Im Buch Hosea geht es auch um uns. Ich sage es noch einmal, weil das mich zum Staunen bringt. Im Buch Hosea geht es auch um uns, um die Gemeinde Gottes, um Menschen, ob Juden oder Heiden, die von ihrer Sünde umkehren und auf Jesus vertrauen, den Messias. Halleluja, wow!
Wir sind ein Teil der Erfüllung von Hosea 3,5. Wir sind zu Gott gekommen, wir sind bebend zu Gott gekommen, weil wir gewusst haben, wir sind Sünder. Wir sind nicht zu David gekommen, zum König David, wir sind zum Sohn Davids gekommen. Und ihr wisst, wie der Sohn Davids heißt? Es ist Jesus.
Wir sind ein Teil der Erfüllung von Hosea 3,5.
Zuspruch, Anbetung und Gebet
Darf ich eine Frage stellen, am Anfang unserer Zeit: Wie geht es dir? Bist du momentan in einem dunklen Tal, das Achor heißt, Ärger? Machst du eine schwierige Zeit durch? Vielleicht etwas in deinem eigenen Leben, oder etwas in deiner Familie, oder etwas in deiner Gemeinde, oder etwas mit der Arbeit, oder was immer das ist: Du machst deine schwierige Zeit durch.
Vielleicht bist du entmutigt. Vielleicht machst du dir Sorgen, was deine Gemeinde betrifft. Aber denk daran: Was sieht Gott, wenn er dich anschaut? Er sieht dich vor allem nicht als Mitarbeiter in der Gemeinde Gottes. Das bist du auch, hoffentlich, aber vor allem sieht er dich als sein geliebtes Kind. Er ist begeistert, dass du sein Kind bist. Und du bist sein Kind, weil du auf Jesus vertraust, der für dich gestorben und auferstanden ist.
Oder verwenden wir ein anderes Bild: Ich bin für den Schluss jetzt zurück bei Hosea. Können wir Hosea noch einmal aufschlagen? Hosea, Kapitel 2. Hosea, Kapitel 2, die Verse 21 und 22:
Ich will dich mir verloben auf ewig. Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmen. Ja, ich will dich mir verloben in Treue, und du wirst den Herrn erkennen.
Diese Verlobungssprache und Braut-Bräutigam-Sprache kennen wir, oder? Wir wissen, wie diese Sprache im Neuen Testament verwendet wird. Jesus ist der Bräutigam, und die Braut ist die Gemeinde. Das sind wir. Diese Verse können wir auch auf uns beziehen, weil wir Römer 9,22-26 haben und weil wir 1. Petrus 2,9-10 haben. Es geht auch um uns. Das ist eine Liebesgeschichte. Und wir wissen alle: Gott hat seine Liebe so klar gezeigt am Kreuz Christi.
Ich bin so froh. Ich mag diese Sätze, deswegen werde ich sie wahrscheinlich zweimal sagen: Ich bin von Gott angenommen, nicht wegen dem, was ich für Gott tue. Ich bin von Gott angenommen wegen dem, was Gott für mich getan hat am Kreuz Christi. Halleluja! Ich bin nicht angenommen wegen dem, was ich für Gott tue. Ich bin von Gott angenommen wegen dem, was Gott für mich getan hat am Kreuz Christi. Das ist Gnade, das ist Liebe.
Und er ist hier, wie immer es dir geht, am Anfang unserer Zeit. Er ist hier, er will dir zu Herzen reden, er will dich locken. Wo war das? Kapitel 2, Vers 16. Er will dich anziehen, er will dich neu gewinnen. Er will, dass du neu eine intime Beziehung mit ihm hast, sie genießt und erlebst. Und er kann das Tal Ärger in eine Tür der Hoffnung verwandeln.
Schauen wir jetzt wirklich zum Schluss das Ende von Vers 17 an. Das Ende von Vers 17, dass sie dort singen soll, wie in den Tagen ihrer Jugend und wie an dem Tag, als sie aus dem Land Ägypten zog. Beziehen wir das jetzt auf uns: Der Tag, an dem du aus Ägypten heraufgezogen bist, ist der Tag, an dem du Christ geworden bist. Vielleicht weißt du nicht genau, was das genaue Datum ist. Egal. Aber du weißt, dass du Christ geworden bist, irgendwann einmal in der Zeit, während der Monate oder in dem Jahr. Du weißt ungefähr, wann das war, und du hast noch in Erinnerung, wie die Freude war, oder? Wie du manchmal am Anfang so eine Freude gehabt hast: Ich bin von Gott geliebt, ich bin gerettet, ich bin erlöst, wegen Jesus, wegen seinem Kreuz.
Und Gott sagt hier: Das kannst du noch einmal erleben. Ich will das dir noch einmal schenken. Der himmlische Liebhaber liebt dich. Suchen wir ihn, beben wir zu ihm, kommen wir zu ihm, kommen wir zum Sohn Davids, zu Jesus, beten wir an. Beten wir ihn an, vertrauen wir ihm neu, verlassen wir uns neu auf ihn. Er wartet auf uns.
Ich möchte beten. Wenn du die Stelle noch offen hast, vielleicht findest du in diesen ersten drei Kapiteln ein paar Verse, die dich besonders ansprechen. Schau sie noch einmal an in der Stille, vielleicht Kapitel 2, die Verse 16 und 17, oder auch in Kapitel 2, die Verse 21 und 22, oder vielleicht Kapitel 3, Vers 5, der letzte Vers. In Gebittel drei beten wir in der Stille, und dann werde ich ein kurzes Gebet sprechen.
Vater, wir danken dir so sehr, dass du Hosea berufen hast. Danke, dass du ihm diese Aufgabe geschenkt hast. Danke, dass er dir gehorcht hat, dass er bereit war, Gomer zu heiraten, und dass er bereit war, Gomer noch einmal zu sich zu nehmen. Wir danken dir. Und wir danken dir, dass dieses Bild von Hosea und Gomer uns hilft zu verstehen, wie du bist, wie du damals Israel angeschaut hast und wie du uns heute anschaust.
Vater, danke, dass du unsere Sünde siehst, aber danke, dass du uns zur Umkehr aufrufst und dass du uns deine Gnade und deine Liebe anbietest. Wir beten dich an. Und vielen Dank für Jesus, danke, dass wir zum Sohn Davids gekommen sind, bebend. Und danke, dass wir alle, wahrscheinlich in diesem Raum, wissen, dass du uns angenommen hast, nicht wegen dem, was wir für dich getan haben, sondern wegen dem, was Jesus für uns getan hat. Halleluja!
Und, Vater, wir bitten dich besonders für einige unter uns. Du weißt, wer das ist: vielleicht für Leute, die wirklich down sind, die im Tal Ärger sind, die manchmal beim Verzweifeln sind. Vater, bitte zeig denen ganz besonders die Tür der Hoffnung. Vater, wir danken dir. Wir beten dich an, im Namen Jesu. Amen.

