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Gesegnet, weil ich einen Maßstab habe

Matthäus 5,724.09.2018
Serie•Teil 3 / 14Blessed - gesegnet, weil...
Warum deinem Gefühl nicht blind trauen? Die Bibel gibt dir einen Maßstab, der dich rettet, klüger macht und rechtzeitig warnt, bevor dich falsche Wege ruinieren.

Ein persönlicher Einstieg mit einer überraschenden Wendung

Mein Name ist Jürgen Fischer, wir stecken mitten in der Reihe. Darüber sage ich gleich noch mehr.
Ich fange mal so an: Ich liebe meine Frau, ganz ehrlich. Ich bin ein großer Verfechter der Idee, dass eine Ehe auch leidenschaftlich jenseits der Fünfzig sein darf. Aber manchmal ärgert mich meine Frau. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern auf so eine ganz empfindliche Weise. Ihr habt gesehen, dass sie reingekommen ist.
Vor kurzem gab es so einen Vorfall. Und dann ist es so, dass ich die Nacht danach meistens nicht gut schlafe und auch schon am nächsten Tag manchmal noch so ein bisschen angefressen bin. Also ich, am Tag danach, alleine in meinem Büro, sauer, angefressen. Bitte Gott, dass er mir doch zeigen möge, was jetzt dran ist in der Situation. Und ich bekomme, ihr ahnt das wahrscheinlich schon, ich bekomme so, ich wiederhole so meine Bibelferse, die ich auswendig lernen will, und ich bekomme zufällig folgenden Vers: Matthäus 5,7. Dieser Vers kommt vorbei: Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren.
Und okay, ich lese den Vers und denke mir: Hm, hm, hm, hm, hm, ja. Ich wiederhole weiter, kommt der nächste Vers vorbei: Lukas 6,36 und 37: Seid nun barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist, und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden, und verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden, lasst los, und ihr werdet losgelassen werden.
Ich weiß jetzt nicht, wie es euch geht an so einer Stelle, wenn ihr Gott darum bittet, dass er euch zeigt, was dran ist, und an solche Bibelstellen vorbeikommt. Ich habe da kapituliert, ja. Ich habe über mein Angefressensein Buße getan, innerlich meine Frau losgelassen, und dann war das so weit gut.
Warum erzähle ich euch diese, ich sage mal, wenig rühmliche Episode aus meinem Eheleben? Na ja, ich bin ein schräger Typ, und du bist es auch. Also wir alle, wie wir hier sitzen, und auch die, die ich nicht kenne, schließe ich einfach mal ein: Wir alle, die wir hier sitzen, sind mehr oder weniger komisch. Bei dem einen fällt das ein bisschen mehr auf, bei dem anderen ist das vielleicht ein bisschen versteckter. Aber ich habe im Verlauf meines Lebens so eine ganze Reihe Menschen kennengelernt, und ich würde heute so formulieren: Jeder hat auf seine Weise eine Klatsche.
Und das ist irgendwie so ein Punkt. Im Lauf des Lebens ist mir das immer deutlicher geworden. Also, damit wir uns nicht falsch verstehen: Ja, ich rede ja auch zu gläubigen Leuten hier. Nach meiner Bekehrung ist es natürlich so, dass manche Sünde sofort ihren dominierenden Einfluss in meinem Leben verliert. Das ist schon richtig. Aber ein Leben mit Jesus, so sehr es auf Dauer meinen Charakter auch verändert, macht mich nicht von jetzt auf gleich zu einem ganz anderen Menschen.
Wenn jemand glaubt, ich bekehre mich zu Gott, und in dem Moment, wo ich mich bekehre, weil ich jetzt Kind Gottes bin, weil mir meine Sünden vergeben sind, weil ich eine ewige Hoffnung habe, damit bin ich von jetzt auf gleich so ein ganz anderer Mensch, dann klack, dann ist das leider nicht der Fall. Ausnahmen bestätigen vielleicht die Regel. Ich bin keine, das ist das Problem.
Und deswegen bin ich auch heute noch ein schräger Typ. Ich war früher bestimmt schräger. Also wer mich länger kennt, der wird jetzt ja machen. Aber ich bin immer noch ein bisschen schräg. Und solltest du das jetzt nicht so finden, lern mich besser kennen.

Warum Selbstvertrauen nicht genügt

Damit wir uns noch einmal nicht falsch verstehen: Wir leben aus Gnade, davon bin ich hundert Prozent überzeugt. Das heißt, nur weil ich schräg bin, heißt das nicht, dass ich nicht gerettet bin.
Und doch: Schräg sein heißt, und da merkt ihr schon, wir kommen langsam in Richtung Predigtthema, für mich, dass ich mir selbst nicht, oder wenigstens nicht immer, trauen darf. Also die Art, wie ich denke, mich verhalte, wie ich Menschen und Situationen einschätze. Das ist auch nach meiner Bekehrung so. Obwohl ich ganz ehrlich formulieren würde: Jesus ist der Herr in meinem Leben. Auch nach meiner Bekehrung ist noch viel mehr von alten Gewohnheiten, von Erziehung oder von dem, was meine Eltern dafür hielten, geprägt. Das gibt es ja auch von schlechten Vorbildern, vom Zeitgeist, von üblen Erfahrungen. Es ist mehr davon geprägt, als mir lieb ist.
Meine Bekehrung zu Gott, meine ehrliche Umkehr zu Gott, macht nicht, dass der alte Jürgen einfach weg ist. Ich nehme meine Vergangenheit mit in mein Leben mit Gott. Es ist wichtig, dass wir das ehrlich zugeben. Also, ich habe gemerkt, das ist so eine Erkenntnis, die ist noch gar nicht so furchtbar alt, weil sie so furchtbar schmerzhaft ist: dass da noch Dinge sind, die ich gerne schon vor zwanzig Jahren losgelassen hätte, und die sind immer noch irgendwie da.
In meiner Psyche gibt es Punkte, wenn du die anstupst, dann gehe ich direkt durch die Decke. Es sind nicht viele, aber wenn du sie triffst, dann ist in einem Moment alles an Gelassenheit, an Gottvertrauen und Bruderliebe weg. Und dann erlebst du mich in dem, was ich persönlich den Terminatormodus nenne. Den gibt es. Ich tue darüber immer wieder Buße, ja, aber es ist eben immer noch da.
Zu sagen, Jürgen wäre wie so ein Engelchen, das da so durch den Raum fliegt und wo du machen kannst, was du willst, und der wird irgendwie nie laut und der ist irgendwie nie eingeschnappt und immer gut drauf, das wäre schön. Kommt. Davon bin ich überzeugt, ja. Das ist ein Himmel. Aber heute? Jetzt sind wir so auf dem Weg, und jeder von uns ist da auf diesem Weg so ein Stückchen woanders.
Und deshalb, weil das so ist, vertraue ich mir nicht. Nicht meinen Gefühlen, nicht meinem Denken, nicht meiner Intuition. Ich vertraue mir nicht, weil ich gesehen habe, wie meine Eltern Entscheidungen getroffen haben, und zwar nach bestem Wissen und Gewissen, und doch würde ich im Nachgang sagen: Das war für mich nicht das Beste. Und ich bilde mir jetzt nicht ein, es irgendwie besser zu können.
Also da fehlt mir so ein Stück Überheblichkeit, mich hinzustellen und zu sagen: Mögen auch alle anderen Fehlentscheidungen treffen und sich manchmal ein bisschen dumm anstellen, ich nicht. Ich bin die Ausnahme. Das fehlt mir. Das kriege ich nicht hin. Das ist dann einfach zu weit weg. Bei sowas kann ich losprusten, da kann ich einfach nur herzlich lachen, wenn das irgendjemand so auch nur andeutet, dass er so das Leben durchschaut und genau weiß, wie es geht. Da sage ich: Quatsch. Einfach nur Quatsch.
Und weil ich das nicht kann, weil ich weiß, ich bin in der Lage, die dümmsten Entscheidungen zu treffen, bin mir meiner Hilflosigkeit selbstbewusst, deswegen heißt heute aus dieser Reihe Blessed, gesegnet, unsere aktuelle Predigtreihe. Deswegen heißt der Titel heute gesegnet, weil ich einen Maßstab habe. Es geht um Dinge, die Gott uns geschenkt hat. Wir sind diese schrägen Typen, und Gott schenkt uns etwas. Und ich wollte in dieser Predigtreihe euch einfach zeigen: Dinge, wo ich einfach denke, boah, Hammer, einfach mal ganz, ganz edel.

Die Bibel als verlässlicher Maßstab

Gesegnet, weil ich einen Massstab habe, nämlich das Wort Gottes, die Bibel. Ich weiss, diese Predigt hat einen autobiografischen Touch. Ich bin heute noch restlos davon begeistert, als ich mit etwa zwanzig Jahren zu Gott finden durfte und die Bibel kennengelernt habe. Und zwar nicht so als Kinderbuch, nicht so als das, wo man die wichtigsten Geschichten mal gelesen hat und dann so als Ausmalbildchen, sondern so richtig: lesen, studieren und mein Leben danach ausrichten.
Das ist heute noch so, wenn ich zurückblicke. Gerade weil ich diese Erfahrung davor machte, wie wenig vertrauenswürdig erwachsene Entscheidungen sind, ist diese absolute Begeisterung immer noch da. Und deswegen möchte ich euch damit hineinnehmen und einfach nur ein bisschen zeigen, wie genial das ist. Dass Gott uns in einer Welt, die dominiert wird von Lüge und Dummheit, ein Buch schickt, wo wir einfach sagen können: Schlag auf, lies. Sei nicht naiv dabei, darfst schon deinen Kopf auch anstrengen. Nimm es als ein Stück Literatur, meistere dieses Stück Literatur, und du bist ein durch und durch gesegneter Mensch.
Am Ende eines Buches, das sich mit der Frage beschäftigt, wofür lohnt es sich eigentlich zu leben, das ist im Alten Testament dieses Buch, das Buch Prediger, findet sich folgendes Fazit. Da heisst es in Prediger 12,13: Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das soll jeder Mensch tun.
Und die Übersetzung hier, die haben sich nicht getraut, es ganz radikal zu übersetzen, wie es eigentlich dasteht. Hier steht im Grundtext, also im Hebräischen, nicht: denn das soll jeder Mensch tun, sondern wörtlich steht da: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das ist der Mensch oder das ist wahres Menschsein.
Mit dem Sündenfall hat der Mensch sich selber verloren. Und ich weiss, wir bilden uns ein, dass wir alle genau wüssten, was immer für uns gut ist. Das ist so eine Angewohnheit, die Menschen haben: Ich weiss, was für mich am besten ist. Ich habe aufgehört, das zu glauben. Ich habe aufgehört, meinen Gefühlen, meiner Intuition oder meinen Ideen bedingungslos zu vertrauen.
Und damit meine ich nicht, dass ich diese Dinge verleugne. Bitte versteht mich nicht falsch, darum geht es mir überhaupt nicht. Ich halte es für total wichtig, dass ich mir meiner Gefühle bewusst werde. Das ist total wichtig. Es gibt eine ganz lange Reihe über Gefühle auf Frogwords, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle zu kennen, gerade die negativen Gefühle, und sich zu fragen: Was sagt das über meine Gottesbeziehung aus?
Das Gleiche gilt für Spontaneität. Ich bin total dafür, dass man spontan ist. Ich denke, Leben lebt in gewisser Weise davon, dass man sich das auch erlaubt. Und natürlich auch eigene Ideen: Die sind total wichtig, dass wir die entwickeln.
Was ich sagen will, ist nur: Ich denke nicht, dass alles, was ich fühle, oder alle Impulse, die ich habe, oder alles, was ich denke, automatisch, nur weil ich es gedacht habe oder weil ich es gefühlt habe oder weil es bei mir plötzlich da war, deshalb wahr ist oder das Beste für mich ist.
Ich glaube eher andersherum: Leben ist ziemlich kompliziert. Und ich glaube, dass es nicht reicht, einfach nur das zu tun, was alle tun, und das zu tun, was aus mir rauskommt. Deswegen auch am Anfang dieses Beispiel, dass man da gemerkt hat: Dieses Angefressensein war nicht die klügste Entscheidung. Und ich war so dankbar, dass Gott mir durch sein Wort zeigt: Schau mal, das ist gut für dich.
Ja, aber das fühle ich doch gar nicht. Wenn man angefressen ist, fühlt man nicht Barmherzigkeit. Aber Gott sagt: Ja, das ist mir jetzt egal, was du fühlst. Du hast gefragt, was du tun sollst, hier.
Das geniesse ich. Ich geniesse es, dass das in meinem Leben passieren darf.

Das Denken des Menschen und seine Grenzen

Im Alten Testament steht das Herz, wenn es irgendwo in dem Text auftaucht, für das Denken des Menschen. Und der Prophet Jeremia sagt in Jeremia 17,9: Trügerisch ist das Herz, also das Denken, trügerisch ist das Herz mehr als alles, und unheilbar ist es; wer kennt sich mit ihm aus?
Trügerisch – man könnte auch schön übersetzen: höckerig oder uneben. Zu denken wäre an so einen Weg mit Schlaglöchern: hoppel, hoppel, wapp, und du liegst auf dem Boden. Das ist unser Denken. Es passiert immer wieder, dass wir gedanklich einfach mal auf der Nase liegen: falsch gedacht, hingefallen. Oder unheilbar ist es, mein Denken ist krank, von sich aus nicht gesund.
Wir sind selten wirklich logisch. Ist es dir schon mal aufgefallen, dass, wenn du eine Sache möchtest, also sie wirklich möchtest, egal was das ist, sagen wir ein neues Motorrad oder sagen wir ein hübsches Kleid, das du irgendwo gesehen hast, und dein Partner sagt dir: Das brauchst du doch gar nicht, du hast doch schon genug, dass du an dieser Stelle ohne nachzudenken beliebig viele Argumente dafür findest, warum du das jetzt in diesem Moment genau brauchst?
Es ist doch lustig: Wenn wir von einer Sache überzeugt sind, dass wir sie brauchen, finden wir auch die Argumente. Ich habe jetzt zwei x-beliebige Beispiele genannt, nimm dein Beispiel. Wenn du eine Sache haben willst, fallen dir die Argumente dafür ein. Warum? Weil mein Denken nicht logisch ist, weil mein Denken sich an dem ausrichtet, was ich will. Viel mehr, als du das glaubst.
Meine Frau könnte ein Lied davon singen, wenn ich eine neue Idee habe und sie sagt: Ja, dann ballere ich sie mit so vielen Argumenten zu, ich weiß, warum meine neue Idee definitiv die richtige ist. Das geht ganz einfach. So sind wir. Wir sind unheilbar, wir sind einfach ein bisschen plemplem. Und die Frage: Brauchst du das wirklich? Die hält uns nicht auf. Oder: Wer kennt sich mit ihm aus? Antwort: niemand.
Wisst ihr, ich verstehe mich manchmal selber nicht. Ich verstehe manchmal nicht, warum ich so drauf bin, wie ich drauf bin. Das Schöne ist: Ich muss es auch nicht verstehen, das beruhigt mich manchmal. Weil ich wäre Gott, wenn ich verstehen würde, warum ich manchmal so drauf bin, wie ich drauf bin. Ich würde aber schon manchmal mehr gerne wissen, warum ich so drauf bin, wie ich drauf bin, aber ich kenne mich mit mir selber nicht aus.
Und das sage ich, und ich habe schon relativ viel über mich nachgedacht, bin durchaus ein reflektiver Typ. Das ist auch ein bisschen Teil meiner Biografie: viel über mich selber nachzudenken. Es hat mir viel Trost gegeben, dieses Nachdenken über mich selber vor Gott. Und trotzdem: Jürgen, kennst du dich? Nein, also würde ich jetzt mal nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass ich mich wirklich kenne.
Es gibt immer wieder Momente, wo ich mich selber von außen betrachte und sage: Du spinnst. Die gibt es wirklich, wo ich einfach denke: Jetzt drehst du einfach am Rad, das muss man nicht tun oder so. Diese Momente gibt es. Also der Vers: Trügerisch ist das Herz, das Denken mehr als alles, und unheilbar ist es; wer kennt sich mit ihm aus? Das ist eine Realität. Ich glaube, es trifft jeden Menschen. Und auch uns Gläubige.
Und deshalb, weil ich mir selbst nicht vertraue, deshalb bin ich so dankbar, fühle mich so megamäßig gesegnet, das Wort Gottes kennen zu dürfen, die Bibel zu haben, einen Maßstab zu haben, an dem ich mein Denken und mein Fühlen ausrichten kann. Gerade in solchen Momenten, wo ich morgen selber stehe und sage: Was passiert hier eigentlich gerade?

Begeisterung für das Evangelium, Vorbilder, Weisheit und Heiligkeit

Und heute Morgen möchte ich nur eines. Nein, heute Morgen ist gut, sorry, ich habe heute Morgen schon gepredigt. Heute Nachmittag möchte ich nur eines: Ich möchte diese Begeisterung transportieren. Ich möchte euch da ein kleines bisschen mit hineinnehmen.
Es geht mir nicht darum, dass am Ende die Predigt darauf hinausläuft im Sinne von: Lies mehr Bibel oder lern mehr Bibelverse auswendig. Das ist heute überhaupt nicht mein Punkt. Mein Punkt ist heute wirklich nur: Ich will schwärmen. Ich möchte, dass du merkst: Boah, stimmt, das ist wirklich gut. Das ist wirklich gut, ja. Und ich möchte, dass ihr so ein Stückchen merkt, wie sich in meinem Leben das Wort Gottes, die Bibel, grandios als Segen bewährt hat. Und wie ich auch nicht mehr anders ohne leben möchte, weil ich zu oft an Punkte komme, wo ich fairerweise sagen muss: Jürgen, da hast du dich verrannt. Gut, dass Gott da ist, der mich auffängt. Wie in dieser einen Szene, die ich am Anfang geschildert habe.
Also: gesegnet, weil ich einen Maßstab habe. Vier Bereiche bringe ich mit.
Bereich Nummer eins: Wo merkt man das besonders? Der erste Bereich, das ist das Evangelium. Was muss ein Mensch tun, um gerettet zu werden? Also wenn es Gott gibt, ist das die wichtigste Frage im Leben. Wenn Menschen tatsächlich nur einmal leben und dann für jedes Wort und für jeden Gedanken und für jede Tat gerichtet werden und es dann auch kein Zurück mehr gibt, dann brauchen wir ganz schleunigst für den Bockmist unseres Lebens eine Lösung.
Wir brauchen, und das ist jetzt ganz witzig, weil wir keine Moslems sind, eine Lösung, die nicht darin besteht, mehr Gutes zu tun. Vielleicht kennt ihr diese Waage der Moslems. Da geht es darum, möglichst viele gute Taten zu tun, und dann gibt es die schlechten Taten, und die müssen sich irgendwie so aufwiegen. Das ist der muslimische Glaube. Es hat mit Christentum absolut nichts zu tun. Warum nicht? Weil wir es mit einem Gott zu tun haben, dem es nicht darum geht, dass du ein paar mehr gute als schlechte Taten in deinem Leben tust. Wir haben es mit einem absolut heiligen Gott zu tun, der keinerlei Unheiligkeit und Sünde in seiner Nähe duldet.
 Jakobus 2,10: Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden.
Also du nimmst dir eine Sache, machst sie einmal falsch, und Gott sagt: So, das ist der Moment, wo es in deinem Leben zu spät ist. Jetzt hast du ein Problem. Und ich wette, jeder wird sagen: Wenn das so ist, na, das ist schon lange her. Das ist einfach da. Das ist das grösste Problem, das wir haben. Wir sind schuldig vor Gott. Und es reicht nicht, ich habe das als Teenager auch gedacht, dass wir ein bisschen besser sind irgendwie als die anderen. Nein, das reicht nicht. Wir brauchen einen Retter. Wir brauchen Gott selbst, der Mensch wird und den Dreck meines Lebens beseitigt, den Dreck beseitigt, den ich gemacht habe.
Für mich persönlich ist das Evangelium eine Überraschung. Als ich so Teenager war, dachte ich: Okay, man muss halt so bis zum Tod warten. Und bis dahin strengt man sich an, und wenn man dann so quasi wieder lebendig wird, ich glaubte schon an Auferstehung, ich glaubte auch an so jüngstes Gericht, dann kriegt man irgendwie so mit, ob es gereicht hat oder nicht. Das war mein Denken. Und jetzt kommt so ein Vers, und jetzt merkst du: Das stimmt ja gar nicht. Das stimmt ja überhaupt nicht. Es geht ja überhaupt nicht darum, was ich tue, sondern es geht um das, was Jesus getan hat.
Könnt ihr euch vorstellen, wie irre das ist, wenn man das das erste Mal versteht? Manche von euch kommen aus dem gläubigen Elternhaus. Ihr habt das Evangelium schon verstanden, da konntet ihr noch nicht lesen und schreiben, da hat man euch schon erzählt: Jesus ist für eure Sünden gestorben. Aber könnt ihr euch vorstellen, wie es einem Zwanzigjährigen geht, der immer dachte: Du musst dich anstrengen, und du musst ein bisschen besser sein als die anderen, und dann kommt mit einem Mal, liest du einfach nur deine Bibel und kommst an einer Stelle vorbei und merkst: Darum geht es gar nicht. Es geht nicht darum, besser zu sein. Es geht wirklich darum, Jesus zu finden. Es geht nicht darum, noch selbstgerechter zu sein. Es geht um Buße, es geht darum, vor Gott zu zerbrechen, meine ganze Hilflosigkeit auf ihn zu werfen, ihm wirklich vor die Füße zu werfen, an Jesus zu glauben, darum geht es. Dass Jesus Herr ist in meinem Leben.
Und ich weiß noch, als das Klick machte. Es ist so irre: Du bist die ganze Zeit dabei, dich anzustrengen, und du merkst, dass es nicht klappt, verzweifelst auch ein bisschen daran, und dann sagt dir jemand: Weißt du, mit all deiner Anstrengerei auf diesem Weg, wenn du den weitergehst, wirst du Gott nie gefallen, das wird nie reichen. Und du stehst da und denkst: Ja, und dann? Und dann sagt dir jemand: Weißt du, es geht gar nicht darum. Es geht darum, dass du Gott findest. Dass er Herr wird in deinem Leben, dass er dich retten darf. Darum geht es.
Versteht ihr, das ist Wort Gottes. Das ist: boah, was für ein Segen, was für ein Segen! Und alle, die hier gerettet sind, werden sagen: Ja, ja, kann ich alles, ist mir schon klar, dass das für euch nicht neu ist. Aber dieser Moment, stell dir vor, es gäbe die Bibel nicht, du könntest nicht einfach lesen. Vorgestern habe ich über den einen Herrn Wulfila was gelesen, kennt ihr wahrscheinlich alle nicht, Gotenmissionar, also viertes Jahrhundert. Der hat das erste Mal die Bibel in eine Fremdsprache, nämlich ins Gotische, übersetzt. Und da sind zehntausend Leute zum Glauben gekommen. Warum? Weil sie es lesen konnten. Und plötzlich: bam.
Jeder New-Tribes-Missionar geht irgendwo hin, verbringt fünf, sieben, zehn Jahre damit, eine Sprache zu lernen, schreibt das auf. Leute, warum? Denn damit sie es lesen können. Das Evangelium.
Punkt Nummer zwei, warum mich das so beeindruckt: der Bereich Vorbilder. Also ich finde es schwierig, Leben immer in Regeln zu packen. Ich mag Prinzipien, ich mag auch Regeln, aber das Leben ist so komplex, dass es oft gut ist, zu erleben, wie jemand mit bestimmten Problemen umgeht.
Mein Lieblingsvorbild steht hier dran. Mein Lieblingsvorbild ist Jesus, und deswegen habe ich auch diese Jesus-Reihe gemacht, die hinter uns liegt. Ich finde es super, dass Christsein einfach darin besteht, Jesus nachzufolgen, mein Leben seinem Vorbild anzupassen. Aber wisst ihr, die Bibel hat noch so viel mehr als nur Jesus anzubieten. Und auch wenn Leute in der Bibel manchmal schräg drauf sind, das sind die ja auch. Du merkst ja förmlich: Das ist jetzt Jesus, und dann hast du so die ganzen anderen Typen.
Vor kurzem habe ich ein paar E-Mails, SMS gekriegt zum Thema Gideon. Und zum Thema Simson. So ganz verrückte Typen aus dem Alten Testament, wo du sagst: Wie passen die denn da rein? Ja, die passen schon auch auf ihre Weise da rein. Auch da gibt es was mitzunehmen, da gibt es was zu lernen, da gibt es etwas, wo man sich daran orientieren kann. Das ist so schön. Und es begeistert mich. Es ist einfach nur bereichernd, mich auseinanderzusetzen mit den Leuten in der Bibel, die ihren Gott erleben und die für ihren Gott etwas wagen und die an der Stelle Dinge tun, wo ich sagen würde: Da muss ich nochmal drüber nachdenken.
Und sei es einfach diese Leute, die in Apostelgeschichte 19 sich bekehren und die dann einfach mal sagen: Hey, wir kommen aus so einem okkulten Hintergrund, wir stellen uns mal vor die Gemeinde, wir bekennen mal unsere Sünden, und dann tragen wir diese ganzen alten Zauberbücher, all das, was unser Leben früher ausgemacht hat, dieser ganze heidnische Schrott, den tragen wir zusammen und verbrennen.
Und ich weiß, dass es hier Brüder gibt, die genau das Gleiche gemacht haben, die den heidnischen Schrott, diese ganzen Bücher, CDs, Filme, wo sie gesagt haben: Damit will ich nie wieder was zu tun haben, einfach entsorgt haben. Weg damit, weg mit dem Dreck. Einfach Vorbilder haben und sagen: Wenn die das gemacht haben, und das war eine irre Summe, da steht, wie viel das wert war, das ist richtig viel Geld gewesen. Es waren also nicht nur ein paar Tausend Euro, das waren zig Hunderttausend Euro im Wert. Und die haben nicht gesagt: Das könnten wir doch verkaufen und in die Mission spenden. Nee, der war weggegeben. Einfach brillant.
Und so gibt es ein Vorbild nach dem anderen, wo du merkst, was das heißt, Jesus mit ganzem Herzen nachzufolgen. Und ich bin so dankbar, dass das in der Bibel drinsteht.
Oder nächster Punkt, der Bereich Weisheit. Mein Lebensweg ist eine Folge von Lebensentscheidungen. Jeden Tag muss ich Dutzende von mehr oder weniger wichtigen Entscheidungen treffen. Manche sind richtig, andere sind falsch. Ich bin begeistert total, dass die Bibel mir dabei hilft, weise Entscheidungen zu treffen.
Also das ist auch so mein Lebensweg wieder. Irgendwann machte es Klick, und ich frage mich: Warum gibt es ungefähr neunhundert Verse im Buch der Sprüche? Das muss ja einen Grund haben. Also einunddreißig Kapitel Sprüche, wozu denn so viele? Und dann noch das Buch Prediger obendrauf. Das sind so die zwei wesentlichen Bücher, wenn man sich mit Weisheit beschäftigen möchte. Ich dachte mir: Irre, Gott hat ein Interesse daran, dass ich jeden Tag kluge Lebensentscheidungen treffe, eben nicht wie so ein Lemming einfach den anderen hinterherlatsche und dann wird es schon irgendwo werden. Nein, wird es nicht.
Mir ist schon auch klar, wenn man das Buch der Sprüche oder Prediger und andere Texte auch, die Bergpredigt oder so, wenn man das liest, da werden Themen angesprochen, die nicht gleich eins zu eins zu übertragen sind. Aber hey, es ist so irre. Es ist so irre. Es macht so viel Spaß, das einfach zu lesen, sich damit zu beschäftigen und das eigene Leben anzupassen.
Gib mir mal die nächste Folie bitte.
Ich habe, ich dachte, ich bringe das mal mit. Das ist, wenn man keine Grafik am Rechner erstellen will, dann malt man sie an sein Whiteboard und fotografiert sie selbst. Schaut mal, das ist das Leben. Und ihr merkt schon, in einem Leben, da gibt es Entscheidungen, ja. Hier ist so die Mittellinie, da gibt es gute Entscheidungen, die sind oben, und schlechte Entscheidungen, und hier unten der Pfeil, ja, welche Achse ist das, X? X, ja danke. Also die X-Achse, das ist das Leben, Lebenszeit, und jeder Punkt hier ist so eine Entscheidung. Also du machst Lebensentscheidungen, die nicht so gut sind, da gibt es ganz unten die ganz bösen Lebensfehler. Also du kannst Entscheidungen treffen, die ein ganzes Leben lang, wo du dich wirklich jeden Morgen ärgern kannst, dass du sie getroffen hast. Aber es gibt natürlich auch sowas wie gute Gewohnheiten. Also Herr Jesus hat gute Gewohnheiten gehabt, der ging immer am Sabbat in die Synagoge, das war eine gute Gewohnheit. Die sind also immer gut. Also die ganzen guten Gewohnheiten da oben sind immer gut, die bösen Lebensfehler sind alle da unten.
Und jetzt, wenn ich Blätter lese und wenn ich merke, wo Gott sagt: Hey, mach das, und das lass. Das ist immer so: Geh in die Richtung, und die gehst du nicht. Wieso stehst du bei so einer Lebensentscheidung und Gott sagt: Ich würde dir links empfehlen. Du kannst auch rechts probieren, das wird dann deutlich schwieriger und vielleicht nicht so nett, und du wirst irgendwann merken, dass es falsch war, aber ich würde dir links empfehlen. Und dann stehst du da vor und denkst dir: Ja, und das machst du dann halt.
Und was ich festgestellt habe in meinem Leben ist: Du triffst Lebensentscheidungen, und du triffst über die Jahre immer wieder, ja, es ist ja nicht so, dass du als Christ immer gleich alles richtig machst, deswegen bleiben hier unten Punkte, logisch. Aber einfach so diese Fähigkeit zu wissen, bestimmte Themen, also die mache ich nicht mehr so oft falsch, die laufen eigentlich, die sind gut. Da treffe ich sehr, sehr oft richtige Entscheidungen. Aber es geht immer so ein bisschen nach oben. Irgendwann treffe ich einfach immer mehr gute Lebensentscheidungen. Warum? Also in meinem Leben ist das ganz einfach, weil ich die Bibel lese.
Ich kenne relativ wenig Literatur zu dem Thema Weisheit neben der Bibel. Ich habe wenig Konfuzius gelesen, wenig Marc Aurel gelesen, wenig Glückskekse geöffnet in meinem Leben. Ja, das ist nicht so mein Ding. Aber ich habe viel Bibel gelesen, und ich habe versucht, die Sprüche zu studieren und mir zu schauen, was sagen die, und mich genau daran zu halten. Und wenn ich merke, es fällt mir nicht leicht, ich bin halt ein schräger Typ, was soll ich denn sagen? Aber es heißt doch nicht, dass ich nicht begeistert sein kann davon, dass es das gibt.

Die Grenze zwischen kluger Orientierung und moralischem Abgrund

Und es geht noch einen Punkt weiter, Bereich Nummer vier, sogenannte No-Go-Areas. Also, das ist dann so: Das eine war eben Weisheit trifft die richtige Entscheidung. Und dann gibt es Dinge, die die Bibel auch Sünde nennt. Da geht es dann nicht nur um Dummheit, sondern da geht es darum, dass man richtig auf Abwege geraten kann.
Also, wir leben, wenn ich das so sagen darf, nicht in einem moralischen Vakuum. Sondern ich drücke das mal so aus: Du stehst in einem Spannungsfeld. Und dieses Spannungsfeld hat auf der einen Seite eine sehr böse Komponente. Da ziehen diese Welt und der Teufel. Und auch das, was die Bibel dein Fleisch nennt, das ist so dieser nicht erneuerte Teil deiner Persönlichkeit, der zieht dich permanent von Gott weg. Und auf der anderen Seite steht dann Gott, da steht der Heilige Geist, da steht auch das Wort Gottes, und die ziehen nicht in die andere Richtung. Und jetzt stehen wir da dazwischen. Die Frage ist: Wohin lassen wir uns ziehen? Worüber denke ich nach?
Und da, wo ich dann merke, in diesem Spannungsfeld Entscheidungen zu treffen, die nicht nur weise, sondern auch moralisch richtig sind, da denke ich: Boah, da hilft mir die Bibel am allermeisten. Weil die Bibel Sünden verschiedener Kategorien kennt. Sie kennt Dinge, die ganz harmlos sind. Das nennt man so unordentlicher Lebenswandel. Ja, da fängt das irgendwo an. Und dann geht das von der Unordentlichkeit rüber zu, ich sage mal, so einer Unreinheit. Das ist das, was man noch nicht so richtig greifen kann, aber wo du schon merkst: Irgendwie fühle ich mich ganz schön dreckig jetzt. Das ist so ein inneres Bauchgefühl.
Und dann geht das von der Unreinheit rüber zu dem, wo man sagt: Das ist jetzt echt eine Übertretung. Wenn du das machst, sage ich dir auch, wo es in der Bibel steht, dass es falsch ist. Und wenn du noch ein Stück weiter gehst, dann landest du im Bereich der Gräuelsünden. Das ist das, was die Bibel mir gibt, dass sie mir wirklich zeigt: Hey, das ist eben nicht nur Schwarz-Weiß, sondern schau, das fängt ganz langsam an.
Irgendwo, ja, ich weiß nicht, was man jetzt, könnte jetzt Beispiele dafür bringen. Ich finde es immer lustig, wenn Leute zu mir kommen und sagen: Jürgen, und jetzt soll sich keiner angegriffen fühlen, ich habe jetzt ein Beispiel genommen aus einem ganz, ganz anderen Kontext, ja, keiner von euch hat das gesagt, aber Jürgen, was findest du bei der Serie Game of Thrones oder Zones, ich weiß es gar nicht, ist auch egal. Warum? Wenn jemand fragt: Jürgen, wie findest du die Serie?, dann sage ich ihm: Weißt du, eine Serie, wo ich nach jedem Mal, wo ich die schaue, Buße tun muss, weil ich einfach viel zu viel Grausamkeit, viel zu viel Softporno und viel zu viele blöde Ideen gesehen habe, das tue ich mir nicht an. Das bin ich.
Warum? Weil ich dieses Schema einfach habe. Weil ich sage: Wenn du mir einen Film zeigst, ja, wo ich mir permanent irgendwo Zeug anschauen muss, was ich eigentlich nicht sehen will, wo ich sage: Widerlich, das will ich nicht, dann ist das vielleicht noch keine Sünde, aber es ist so ein bisschen nur wahr, so dieser Bereich, wo ich es halt einpacke. Und da will ich nicht hin. Das ist für mich No-Go.
Jetzt kannst du sagen: Boah, ist der eng. Weil ich bin noch viel enger. Ich könnte mit dir über unnütze Dinge reden, die im Bereich des Unordentlichen liegen, und und und. Und mir geht es nicht darum, was du machst. Mach, was du willst. Ich finde es einfach begeisternd, dass Gott mir sein Wort gibt, und ich merke: Diese ganze Welt liegt im Argen und lässt sich verführen zu allem möglichen Blödsinn. Und ich stehe da und sage: Mache ich nicht mit. Mache ich einfach nicht mit. Es ist einfach Junk, brauche ich nicht.
Woher weiß ich das? Weil es diese No-Go-Areas gibt. Nächster Vers: 2. Korinther 7,1. Das ist mein Vers, das ist der Vers, den ich mag:
Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.
Hey, das ist mal ein Anspruch, zu sagen: Machen wir alles, was so an Fleisch, was man so anfassen kann, was man so sehen, hören kann, ja, aber auch hier oben drin, was in Gedanken ist. Ich möchte, ich mache einen Liedtext, der pervers ist, ich mache ihn einfach aus. Ich muss mir das nicht geben. Ich muss nicht hier oben. Ich mache Hörbücher. Es passiert, dass ich Hörbücher kaufe und nach zwei, drei Kapiteln am Abend: Boah, mache ich aus. So logisch, versteht ihr? Ich brauche das nicht. Ich brauche das einfach nicht.
Warum nicht? Ich weiß einfach, dass es diese No-Go-Area ist, wo Gott sagt: Lass gut sein, mach es nicht, mach es einfach nicht. Warum mache ich das nicht? Und nochmal: Ich feiere meinen Umgang mit der Bibel. Ich feiere es einfach, dass Gott mir sagt: Lass das sein. Ich habe etwas Besseres für dich.
Ich habe vor kurzem mal einen Satz gehört, der geht etwa so: Gott hasst, was dich hasst. Gott hasst Sünde, weil die Sünde dich hasst. Und zwar in jeder Form hasst die Sünde dich. Ob das nur so ein bisschen unordentlich ist, oder schon ein bisschen unrein, oder ob das schon so eine richtige Übertretung ist, oder ob du sagst: Also ja, so was, weiß ich. Gibt es die dir so? Ich weiß nicht, ich könnte Beispiele machen, aber die Bibel sagt, wir sollen nicht mal drüber reden über die Beispiele. Deswegen kann ich keine Beispiele machen. Die Bibel sagt, wir sollen nicht mal drüber reden.
Ich möchte nicht mal euch ein Beispiel geben, damit ihr dann wisst, was gemeint ist. Ihr könnt mich in privaten Fragen, wenn ihr wollt. Ich gebe euch tausend Beispiele, wo ich sage: Perverses Zeug hat in meinem Leben nichts verloren, kann rausfliegen. Warum? Es gibt No-Go-Areas. Das ist mein Ziel. Das ist das, wo Gott sagt: Hey, schau, dass du dein Leben heiligst.
Es gibt so viel Schönes zu genießen in diesem Leben, wenn du dich traust, dich zu reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit zu vollenden. Zu sagen: Ich möchte so rein wie möglich vor einem heiligen, reinen Gott stehen. Und ich werde definitiv, egal was ich rausschmeiße, egal was du loswirst, du wirst nie und nimmer zu den Verlierern zählen, du wirst immer gewinnen. Das ist das Schöne. Ist das toll? Das ist das, was die Bibel macht. Und deswegen ist es so ein Segen, das Wort Gottes zu haben.

Schlussgedanke: Gesegnet durch Orientierung

Letzte Folie einfach noch einmal die Übersicht: gesegnet, weil ich einen Maßstab habe. Ich will euch anstecken mit der Begeisterung für die Bibel, einfach nur anstecken für die Begeisterung. Was ihr damit macht, ist euer Ding. Aber mich begeistert es, die Bibel zu haben, weil sie das Wort Gottes ist, das mir zeigt, wie man gerettet werden kann.
Und wenn du hier sitzt und nicht weißt, ob du ewiges Leben hast, wenn du nicht weißt, dass deine Sünden vergeben sind, wenn du nicht weißt, dass du, wenn du heute Nacht stirbst, morgen wirklich beim Herrn bist und zu einem ewigen Leben auferweckt wirst, wenn das nicht deine Identität ist, dann sprich uns an. Denn das darfst du wissen. Das ist das Kreuz.
Das Zweite: Wir haben Vorbilder. Das Dritte: Ich darf weise Entscheidungen treffen. Und das Vierte: Ich darf Sünde in all ihren Facetten, in all ihrer diabolischen Verschlagenheit, die sich in mein Leben hineindrängt wie Wasser in ein U-Boot, erkennen. Manchmal komme ich mir so vor: um mich herum eine Welt, und ich bin so ein U-Boot. Und ich muss ständig schauen, dass sie nicht irgendetwas reindrückt. Und ich darf das erkennen. Ich darf es schon lange erkennen, bevor es mich umbringt, und darf es gleich rausschmeißen, wo das noch gar kein so großes Thema ist.
Mich begeistert das. Ich fühle mich wirklich zutiefst von Gott gesegnet, dass er mich das lernen und leben lässt. Und das wollte ich euch heute einfach mitgeben. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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