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Du musst nicht bleiben wie du bist

Veränderung (1/2)
05.03.2023
SerieTeil 1 / 2Projekt: VERÄNDERUNG
Als Menschen haben wir einen tiefen Wunsch nach Veränderung: Denn unser Leben ist häufig nicht so, wie wir uns das vorstellen. Daher packen wir unsere Veränderungs-Projekte an und versuchen uns an verschiedenen Stellen zu verbessern – manchmal erfolgreich, manchmal weniger erfolgreich. Gott hat in seinem Wort auch Veränderung für uns angekündigt. Doch geht er sehr viel weiter, als nur ein paar Beulen in unserem Leben auszubessern. Denn sein Change-Projekt ist erheblich größer als unseres…

Ein neuer Blick auf Veränderung

Hey, herzlich willkommen zum Predigt-Podcast von Neuland. Wir freuen uns, dass du eingeschaltet hast, und hoffen, dass du dir von der folgenden Predigt gut etwas mitnehmen kannst für deine Beziehung zu Gott und für dein Leben.
Die erste Predigt, um die es heute geht, heißt: Du musst nicht bleiben, wie du bist.
Und ich finde es total erstaunlich, wie viel unnützes Wissen sich so im Kopf ansammelt. Denn ich bin sicherlich nicht der Einzige, dem es so geht. An welches Werbelied denkt ihr, wenn ihr diesen Titel hört? Richtig! Das heißt nämlich: Ich will so bleiben, wie ich bin. Ich will so bleiben, wie ich bin.
Genau, dann kommt diese hocherotische Frauenstimme: Du darfst, will so bleiben, wie ich bin. Ich bin verrückt, solche Dinger merkt man sich irgendwie immer total, und die kommen einem dann gleich so hoch.
Und die gute Nachricht, die wir heute haben, ist: Du musst nicht bleiben, wie du bist.
Und vielleicht gibt es ganz unterschiedliche Typen, die hier so sitzen. Ja, ich will das mal so in drei verschiedene Gruppen klastern: Die einen, die so sagen: Also eigentlich will ich so bleiben, wie ich bin, weil ich finde mich ziemlich gut, wie ich bin, und ich wüsste jetzt eigentlich nicht unbedingt, wo ich mich verändern soll.
Dann gibt es vielleicht diejenigen, die sagen: Ja, Veränderung ja, aber das ist mir irgendwie zu anstrengend. Ich habe das so ein Stück weit aufgegeben. Nehmt mich, wie ich bin.
Und dann gibt es vielleicht die, die, wenn sie von Veränderung hören, in ihrem Inneren schon so eine Liste aufgehen sehen, mit lauter Punkten, so Change Punkt eins bis fünfundsiebzig, so ungefähr, oder bis x, um es mal so zu sagen. Und die sagen: Ja, ich will gerne Veränderung. Ich sehne mich nach Veränderung in Bereichen in meinem Leben, die nicht so sind, wie sie eigentlich sein sollten.
Und ich hoffe, ganz egal, wo du dich da jetzt eingruppierst in diesen Gruppen, dass wir am Ende der Predigt alle davon begeistert und geflasht sind, nicht von unserem eigenen Veränderungsprojekt, sondern von Gottes Veränderungsprojekt, das er in uns bewirken will.

Warum wir Veränderung oft falsch verstehen

Also ich persönlich liebe Veränderung. Hermann Hesse hat das ja mal so wunderschön gesagt: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Oh ja, das ist voll mein Ding. Lasst uns was Neues machen. Und wenn wir es dreimal gleich gemacht haben, können wir auch nicht mal was Neues machen und etwas anderes ausprobieren.
Manchmal nerve ich damit wahrscheinlich Leute, aber ich, gell Mario, mag Veränderung. Und das ist schon immer in meinem Leben gewesen. Als ich so zurückgedacht habe an meine Kindheit, da wollte ich auch immer gerne anders sein. Ich war mehr so ein bisschen klein und schmächtig, hatte dafür aber eine umso größere Klappe. Das hat mich manchmal in ein bisschen blöde Situationen gebracht. Aber ich hatte einen Freund, der mich immer ein bisschen beschützt hat.
Dann habe ich einmal einen Film gesehen, und zwar war das ein Film mit Arnold Schwarzenegger. Und der hat so angefangen, und ich habe mir gedacht: Oh, das ist es. So will ich auch sein. Ich meine, gebt euch diesen Typen, gebt euch diese Arme, entspannt so einen fünf Meter Stamm auf der Schulter, in der anderen Hand noch seine Motorsäge. Das ist der Traum eines jeden Mannes. Auf jeden Fall war es mein Traum, und ich habe gedacht: Das will ich sein. Das ist Coolness in Person. So will ich sein.
Und dann geht dieser Film weiter, der heißt Kommandos, für jeden, der mal schauen will. Also nicht so toll, aber Arni ist cool. Danach sitzt er mit seiner dicken kubanischen Zigarre da und pafft, und ich habe gedacht: Alter, so will ich auch sein.
Also was habe ich gemacht als 15-jähriger Pups? Ich habe mich im Fitnessstudio angemeldet und habe das Rauchen angefangen. Das mit dem Fitnessstudio ging da nicht allzu lang, das Rauchen habe ich durchaus lange durchgezogen. Aber das war für mich so, wo ich gedacht habe: Das will ich darstellen. Ich will, dass Leute auf mich schauen und sagen: Boah, Alter, was ein Typ, was eine Maschine. Ich will diese Sicherheit ausstrahlen, und das ist das, was ich gerne darstellen möchte.

Wenn Veränderung zum Selbstbild wird

Es war jetzt lange her. Ich bin jetzt schon jenseits der Vierzig, ich habe drei Kinder, und dann könnte man denken: Na ja, jetzt bist du ja so gesettelt in deinem Dasein und weißt, wer du bist.
Ich wäre ein Lügner, wenn ich sagen würde, es geht mir nicht immer wieder so, dass ich gewisse Leute sehe und mir denke: So will ich auch sein. Der Nächste auf der Liste war dieser hübsche Mann, Daniel Craig als James Bond. Und ich habe mir gedacht: Boah, der ist so cool, ey. Ja, der hat immer den richtigen Spruch drauf, der kommt irgendwie nie in die Situation, dass er nicht weiß, was er sagen soll. Der weiß immer, was zu tun ist. Ja, der entscheidet immer sofort, der überlegt nicht erst Pro und Kontra, der macht einfach. Und wenn es halt eine blöde Entscheidung ist, dann rennt er halt durch die Wand oder schießt ein paar Leute um, aber der macht einfach sein Ding. Und ich habe mir gedacht: Boah, das ist cool, will ich irgendwie auch sein.
Und ich merke so, das ist ganz tief in mir drin, dass ich immer wieder merke: In verschiedenen Bereichen in meinem Leben möchte ich anders sein, ich möchte irgendwie etwas darstellen, und Bereiche meines Lebens sind eigentlich nicht so, wie ich es mir vorstelle. Und ich denke mir, dass ich damit nicht alleine bin. Ich kann mir gut vorstellen, dass es vielen von euch auch so geht, dass ihr euch an vielen Stellen in eurem Leben eigentlich nach Veränderung sehnt und wünscht, dass ihr Teile in eurem Leben erlebt, wo ihr sagt: Das ist nicht so, wie es sein sollte, das ist nicht so, wie ich mir Leben vorstelle, ich habe irgendwie eine andere Vision von meinem Leben.
Und das kann in ganz unterschiedlichen Bereichen sein. Dass du irgendwie sagst: Hey, ich wünsche mir irgendwie eine bessere Partnerschaft, ich wünsche mir, ich wäre gern ein besserer Mann für meine Frau oder eine bessere Frau für meinen Mann, ich wünsche mir mehr Intimität, ich wünsche mir vielleicht mehr Tiefe in unseren Gesprächen, ich wünsche mir mehr Intimität in unserem Sexleben, ich wünsche mir mehr Nähe, was auch immer, wo wir merken: Das ist nicht so, wie es sein sollte.
Oder wenn du Vater oder Mutter bist, dass du sagst: Ich wäre gerne eine bessere Mama, mehr Geduld, nicht so schnell schreien. Oder als Papa möchte ich meine Kinder besser begleiten. Und du siehst, das ist auch noch nicht so das Ding.
Oder du möchtest Veränderung in deinem Aussehen, dass du sagst: Ich wünsche mir irgendwie, dass ich anders aussehe, da ist irgendwie ein bisschen zu viel Speck oder irgendwas in meinem Gesicht passiert, das passt mir nicht. Oder auch vom Äußeren ins Innere: Du wünschst dir Veränderung in deinem Charakter, dass du sagst: Ich unterbreche Leute so schnell, das muss ich mal irgendwie lernen, dass das nicht mehr so ist. Oder ich möchte irgendwie, dass andere mich mehr mögen und mehr lieben, und ich möchte mehr Humor lernen.
Also ganz unterschiedliche Dinge, wo du dir Veränderungen wünschst. Vielleicht auch in deinen Gewohnheiten, dass du merkst: Puh, ich habe eigentlich schlechte Gewohnheiten in meinem Leben, zu viel Netflix, zu viel Handy, ich verdumme so viel Zeit damit, und ich will das irgendwie ändern. Oder ich will endlich mit dem Rauchen aufhören. Oder ich trinke zu viel Alkohol und muss das mal ändern. Oder vielleicht ist es so, dass du sagst: Ich hänge in der Pornografie fest, und das ist nicht gut, und ich möchte irgendwie frei werden, vielleicht auch von anderen Süchten, die in deinem Leben sind.
Und ich glaube, ganz generell haben wir ein Ja zur Veränderung. Ganz generell sagen wir: Ja, Veränderung ist was Gutes, und wenn nicht in meinem Leben, dann wenigstens in deinem. Denn: Du hast wirklich viel zu ändern. Wir sind für Veränderung. Und wir haben wahrscheinlich auch viele Baustellen, die wir gerne ändern möchten.

Die eigentliche Frage hinter dem Wunsch nach Wandel

Und ich möchte in dieser ersten Predigt mit euch darüber nachdenken, warum wir eigentlich Veränderung wollen. Also gar nicht darüber, wie Veränderung funktioniert, sondern warum wir eigentlich Veränderung wollen. Denn diese Motivation ist erst einmal das Erste, das wir anpacken müssen, damit wir wissen, wohin die Reise eigentlich geht.
Und ich möchte mit einer ziemlich steilen These einsteigen. Ich werde euch im Laufe der Predigt dann erklären, was ich damit meine, aber ich sage euch die These jetzt einfach mal, okay?
Dein Wunsch nach Veränderung kann total legitim sein. Aber jetzt passt auf: Bestenfalls ist unsere Sehnsucht nach Veränderung viel zu klein, und schlechtestenfalls ist sie einfach falsch. Also bestenfalls ist unsere Sehnsucht nach Veränderung viel zu klein, und schlechtestenfalls ist sie einfach falsch.
Und vielleicht geht jetzt bei ein paar von euch schon so ein kleiner Rebell los: Was, wer bist denn du, dass du mir sagst, dass meine Veränderungswünsche falsch sind? Das kannst du doch nicht machen.
Also, Piano. Ich erkläre euch, was ich damit meine, okay?
Und weil ich ja jetzt ein paar von euch ganz gut kenne, aber die meisten nicht so akut, spreche ich jetzt einfach mal von mir, okay? Ich lasse jetzt so ein bisschen die Hosen vor euch runter, und ihr könnt dann überlegen, ob das vielleicht auf euch auch so ein bisschen zutrifft. Und wenn nicht, alles gut. Ich rede jetzt nur über mich, okay?

Drei Motive, die uns antreiben

Passt auf: Warum ist mein Wunsch nach Veränderung schlechtestenfalls einfach falsch?
Der erste Punkt ist: Warum wollen wir uns verändern? Ich will mich verändern, ich rede jetzt von mir, um mir selbst etwas zu beweisen. Ich will mich verändern, um mir selbst zu beweisen: Ich habe es drauf, ich habe die Disziplin, ich bin mein eigener Meister, und ich bin der Schmied meines eigenen Glückes. Ich habe mich unter Kontrolle, und ich kriege das hin. Ich kann das erreichen, was ich erreichen will. Ich kann eigentlich alles schaffen, was ich schaffen will.
Und das ist ja auch so dieses Mantra unserer Gesellschaft, ja? Du kannst alles schaffen, du musst dich nur genug anstrengen, du musst es nur genug wollen. Kleine Randnotiz: Ist das eine Lüge? Ja, das stimmt nicht. Also viele von euch sind jetzt schon Ü30. Für alle, die gerne irgendwie Profifußballer werden wollen: Sorry, es ist einfach vorbei. Du kannst nicht schaffen, was du willst. Du kannst es noch so sehr wollen, und du kannst dich noch so sehr anstrengen, du schaffst es nicht. Du kannst gar nicht alles schaffen. Aber das ist ein anderes Thema.
Aber ich möchte das gerne. Ich möchte es mir selbst beweisen, dass ich alles kann, was ich will. Also muss ich ja fragen: Warum meine Sehnsüchte? Warum meine Sehnsüchte nach der tollen Karriere, nach den Leistungen? Warum will ich mich verändern, damit ich noch mehr Geld habe? Warum wünsche ich mir die tolle Ehe, die tolle Familie und die tollen Kinder? Warum wünsche ich mir den tollen Körper und das tolle Aussehen? Warum will ich all das? Was steht dahinter?
Ich will es mir selbst beweisen. Ich will mir beweisen, wie gut ich bin. Und ich will mich selbst gut über mich fühlen. Ich will sagen: Wow, du bist ein richtig toller Typ, was du alles hinkriegst. Ich will mich selbst gut über mich fühlen, weil ich so erfolgreich bin, weil ich so reich bin, weil ich so gut aussehe und weil ich alles schaffe, was ich anpacke.
Der zweite Punkt ist damit ganz eng zusammen: Warum will ich mich verändern? Das Erste war jetzt, um mir selbst etwas zu beweisen. Das andere ist, um anderen etwas zu beweisen. Ja, ich will nämlich auch, dass ihr wisst, wie cool ich bin. Das sollt ihr bitteschön wissen. Ich möchte, dass ihr seht, was ich alles hinbekomme, was ich alles schaffe, wo ich überall Veränderungen reinbekomme und was ich alles hinkriege.
Und natürlich: Woher kommt das? Naja, es kommt daher, dass ich mich vergleiche. Also das ganze Ding fängt natürlich auch mit Vergleichen an. Ganz viel von diesem Wunsch nach Veränderung kommt natürlich aus dem Vergleichen.
Also warum, ja, jetzt wird es wieder Sommer, und vielleicht denkst du jetzt so: Oh, meine Bikinifigur, ja, die schlanken Beine, der straffe Bauch, die großen Brüste, das muss alles da sein. Du hast noch vier Monate, gib Gas. Aber warum? Ist es nicht deswegen, weil du halt irgendwie so durch deinen Instagram-Channel da durchscrollst und dann siehst du die ganzen perfekten Menschen? Und das ist die Messlatte, die dir jetzt vorgelegt wird. Und deswegen sagst du: Okay, wenn das die Messlatte ist, so gut muss ich auch sein, weil ich im Vergleich mithalten muss.
Und natürlich möchte ich, ja, ich möchte da mithalten können, und ich möchte, dass ihr mich auch bewundert. Und deswegen möchte ich euch etwas beweisen. Ich möchte, dass ihr mich beneidet. Ich möchte, wenn ihr meine Fotos seht in irgendwelchen Channels, dass ihr sagt: Oh, der hat so eine schöne Familie und so eine schöne Frau und diese lieben Kinder. Und jetzt sind die schon wieder im Urlaub, übrigens schon das vierte Mal in diesem Jahr. Und boah, was die alles hinkriegen, das ist so toll. Und ich sage: Liebt mich, nehmt mich an, bewundert mich.
Und vielleicht denkt jetzt so: Alter Engmar, du bist aber ganz schön kaputt. Tut mir leid, aber ihr seid’s auch.

Wenn sogar Gott zum Beweisobjekt wird

Also, warum wollen wir uns verändern? Das Erste war: Ich will mich verändern, um mir selbst etwas zu beweisen. Das Zweite: um anderen etwas zu beweisen. Das Dritte hat jetzt vielleicht mehr mit den Leuten zu tun, die schon so ein bisschen mit Gott unterwegs sind und teilweise eine falsche Vorstellung von Gott haben: Ich will mich verändern, um Gott etwas zu beweisen.
Ja, ich will Gott zeigen, wie gut ich bin. Ich will Gott beeindrucken. Vielleicht, und jetzt rede ich mal kurz von dir: Vielleicht sitzt du heute Morgen oder jeden Sonntag in irgendeinem Gottesdienst, weil du denkst, dann ist Gott mit mir zufrieden und dann findet Gott mich sicher toll. Du versuchst, Gott mit dem, was du tust, zu beeindrucken. Denn wenn du das nicht tust und wenn du keine Veränderungen in dein Leben bringst, bei denen du auch merkst: Uh, das ist ein Bereich, mit dem ist Gott sicher nicht happy, da ist Sünde in meinem Leben, und du kriegst den nicht unter deine Füße, na ja, was passiert dann? Dann wird Gott mich nicht mehr segnen. Also muss ich irgendetwas Gutes tun, weil erst dann kriege ich Gottes Segen.
Und das ist auch eine Lüge, das ist falsch, okay? Aber das ist oftmals ein Antrieb für uns, und er ist ganz tief in uns drin: dieses Ich will Gott etwas beweisen. Ich muss so eine fromme Performance abziehen, und ich bin bei jedem Church-Meeting irgendwie dabei, und ich mache extra lange heilige Gebete, damit natürlich auch die anderen wieder mitbekommen, wie gut ich bin und wie toll ich bin, aber natürlich auch, dass Gott sieht, wie heilig ich bin. Und deswegen lese ich jeden Morgen in meiner Bibel, damit Gott auch zufrieden mit mir ist und dass er mich ansieht, dass ich es wert war, gerettet zu werden.
Und auch das ist so ein Antrieb in unserem Leben, warum wir uns Veränderung wünschen. Und wenn ihr euch jetzt diese drei Punkte anseht, dann merkt ihr eine Sache, die sie alle miteinander gemeinsam haben: Es dreht sich in allen drei Bereichen um mich. In aller Veränderung geht es nur um mich. Es geht um mein Ansehen, es geht darum, dass ich mich gut fühle, es geht darum, dass andere mich toll finden, es geht um meine Ehre, es geht um meine Herrlichkeit.
Und wisst ihr, wie die Sünde, wie die Bibel das nennt, wenn sich alles nur um mich dreht? Dann ist das Sünde. Und das ist genau der Grund, warum ich gesagt habe: Bestenfalls ist deine Sehnsucht nach Veränderung viel zu klein, aber schlechtestenfalls ist sie einfach falsch. Denn deine Motivation, ich würde das einfach mal so nennen, ist vollkommen sündig.
Und ich sage das jetzt über mich, und vielleicht findet ihr euch in dem einen oder anderen Punkt wieder, wo ihr sagt: Ja, das habe ich bei mir auch schon entdeckt.

Gottes viel größeres Ziel mit uns

Aber das war jetzt natürlich alles sehr negativ. Da gibt es natürlich auch eine gute Seite dazu. Und das ist der erste Teil.
Bestenfalls ist unsere Sehnsucht nach Veränderung viel zu klein. Diese Veränderung, nach der du dich sehnst, ist deswegen viel zu klein, weil Gott etwas viel, viel Grösseres in dir bewirken möchte. Du möchtest vielleicht hier und da ein paar Dellen ausbeulen, die in deinem Leben sind, und ein paar Kratzer wegmachen. Und Gott sagt: Nein, nein, nein, das ist viel zu klein. Wir machen alles neu. Wir machen alles neu. Ich mache dich zu etwas viel Grösserem, ich mache dich zu etwas viel Schönerem, ich mache dich zu dem, was du eigentlich sein solltest. Ich bringe dich in deine ursprüngliche Bestimmung, in deine ursprüngliche Berufung zurück. Ich mache dich zu dem, was du sein sollst, wozu ich dich gemacht habe.
Und deswegen ist unser Wunsch nach Veränderung, selbst wenn er aus einer guten Motivation kommt, bestenfalls zu klein. Denn Gott hat etwas viel Grösseres und viel, viel Schöneres mit dir vor. Weisst du, im Endeffekt ist es nicht dein Veränderungsprojekt. Es ist nicht dein Changeprojekt, an dem du arbeitest, sondern du bist Gottes Changeprojekt. Du bist Gottes Veränderungsprojekt. Er möchte etwas in dir hervorbringen.
Und ich möchte mit euch dazu ein paar Bibelstellen anschauen. Und zwar springen wir ganz an den Anfang, in das erste Buch Mose. Wenn du deine Bibel ganz vorne aufschlägst, dann kommst du zu Mose. Und im 1. Mose, in den ersten drei Kapiteln, wird uns beschrieben, wie Gott diese Welt gemacht hat. Das sind so die Anfänge, und da geht alles los. Und nachdem er dann so einiges gemacht hat, also im Endeffekt die ganze Welt gemacht hat, kommt am Ende der Mensch, den er macht. Und zwar heisst es dann in 1. Mose 1,26:
Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, als unser Bild, uns ähnlich; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen. Und Gott schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.
Wenn ihr diesen Text lest, dann fällt euch etwas auf. Natürlich auch, weil ich es markiert habe. Aber scheinbar wollte Mose einen Punkt rüberbringen. Also, wenn du einen Text liest und er die ganze Zeit etwas wiederholt, dann scheint es so, als ob es dem Autor ziemlich wichtig wäre. Und was Mose hier wichtig war, war diese Idee, dass der Mensch im Bilde Gottes erschaffen ist und geschaffen wurde. Das ist ein so riesiges Thema, da könntest du ganze Bibliotheken mit Büchern füllen, die darüber geschrieben worden sind, was das alles beinhaltet und was das bedeutet. Wir wollen uns auf einen Aspekt anschauen.
Der Mensch ist als Ebenbild Gottes erschaffen, also in seinem Bild. Und was das ein Stück weit mit beinhaltet, ist: Du trägst jetzt das Bild Gottes in dir, du trägst sein Wesen in dir. Das heisst, die Idee von Gott war die: Er schafft diese Welt, und er gibt sie jetzt den Menschen. Er sagt: Liebe Menschen, ihr seid jetzt für diese Welt verantwortlich. Das heisst, ihr herrscht jetzt über sie in einem positiven Sinne. Ihr macht das, was ich schon sehr gut angefangen habe, jetzt weiter.
Und wann immer du jetzt auf Menschen stösst in dieser Welt, ist es so, als ob du eine Begegnung mit Gott hast. Dieser Mensch ist ein Bild, er ist geschaffen im Bilde Gottes. Das heisst, du solltest immer wieder Aspekte von Gott in diesem Menschen entdecken. Es sollten immer wieder Eigenschaften von Menschen da sein, die dich an Gott erinnern. Und wo Gott sagt: Passt mal auf, ihr seid jetzt im Endeffekt meine Repräsentanten auf dieser Welt, ihr seid meine Botschafter. An euch soll man sehen, wer ich bin und wie ich bin. Und das hat Gott in die Menschen hineingelegt: eine unglaublich hohe und heilige Berufung.
Und deswegen, vielleicht hast du diesen Spruch schon mal benutzt oder du hast ihn schon mal gehört, wenn man einen Fehler macht und dann kommt dieser Spruch: Ich bin halt auch nur ein Mensch. Der ist Blödsinn, weil du bist nicht nur Mensch, du bist Mensch, verstehst du? Du bist Mensch, und deswegen bist du über die Massen wertgeschätzt, geadelt und wertvoll.
Diese Idee, dass der Mensch Wert hat, woher kommt die denn? Du hast nicht Wert, weil du etwas leistest oder weil du toll aussiehst oder weil du nett bist. Du hast Wert, weil Gott dich erschaffen hat und weil er sein Bild in dich hineingelegt hat. Deswegen bist du wertvoll. Die Idee vom Wert des Menschen ist eine urbiblische Idee, dass der Mensch wertvoll ist. Er hat uns so gemacht, als sein Stellvertreter, als sein Haushalter. Wir sollen ihn in dieser Welt repräsentieren.

Der Bruch und die Rettung

Aber jetzt blätterst du ein bisschen weiter in der Bibel, und dann siehst du: Ups, ganz schön schiefgegangen. Irgendwie, weil der Mensch sagt: Nein, darauf habe ich eigentlich keinen Bock. Ich will mein eigenes Bild sein. Also, ich will nicht das Bild Gottes sein. Ja, ich bin doch auch wer, ich will ja auch etwas darstellen. Schau mal, wie toll ich bin.
Und deswegen verlässt der Mensch die gute Herrschaft Gottes. Er missachtet und bricht das einzige Gebot, das Gott gegeben hat. Ein einziges Gebot, und der Mensch bricht es und sagt: Ich will mein eigenes Ding machen. Und mit dieser Entscheidung kommt er von der guten Herrschaft, unter der er bei Gott steht, unter eine furchtbar zerstörerische, eigentlich tödliche Herrschaft, nämlich unter die Herrschaft der Sünde.
Weil wir unter diese Herrschaft gekommen sind, weil wir diese Beziehung zu Gott verloren haben, haben wir nicht das Bild Gottes und die Ebenbildlichkeit Gottes verloren, aber es ist wie verschüttet. Das liegt nicht mehr einfach so an der Oberfläche, dass es da ist. Es ist noch in jedem Menschen vorhanden, dieses Bild Gottes, aber es ist wie ein Stein, da braucht jemand, der es wieder herausklopfen muss. Dieses Bild ist wieder verschüttet gegangen.
Also, für alle Tolkien-Fans unter euch, Herr der Ringe: Es wird gesagt, dass die Orks ursprünglich Elben waren. Elben sind so diese ganz fast engelgleichen Wesen, voll rein und heilig, und die Orks sind so diese ganz fiesen, bösen Gestalten. Und es wurden Elben gefangen genommen. Die wurden so lange gequält und misshandelt, bis sie zu Orks wurden, bis sie so verderbt und vollkommen böse waren und nur noch böse waren.
Und das ist vielleicht so ein Bild auf uns Menschen auch. Wir waren mal diese reinen Wesen, aber wir sind verdorben, und trotzdem steckt noch diese Ebenbildlichkeit in uns.
Und das ist jetzt das Wunderschöne, dass Gott uns nicht in unserem Zustand lässt, in dem wir sind, in dieser Verlorenheit. Er sagt nicht: Dann habt ihr euch ja selbst entschieden. Sondern er sagt: Ich rette euch. Das ist das, was wir gerade gefeiert haben, dass Gott ein Retter ist und dass er uns von all diesem Dreck wäscht, der da in unserem Leben ist, dass er uns reinwäscht.
Jesus ist gekommen, hat ein vollkommenes Leben geführt, so wie Gott sich das ursprünglich gedacht hat. In Jesus findest du das. Lies das nach in den Berichten über Jesus, da siehst du, wie er gelebt hat. Und das ist die Idee, dass, wenn immer jemand eine Begegnung mit Jesus hat, er im Endeffekt eine Begegnung mit Gott hat. Natürlich auch, weil Jesus der Sohn Gottes ist.
Aber dann geht Jesus am Ende seines Lebens an dieses Kreuz und er stirbt dort, um für unsere Verfehlung zu sterben, für das, was wir eben nicht sind. Wir sind nicht dieses Ebenbild. Also leben wir das nicht mehr aus. Und Jesus sagt: Okay, ich trage das. Und dann steht er auf zu neuem Leben, und jetzt lädt er jeden ein, der ihm nachfolgen will, und sagt: Wir starten jetzt dieses Changeprojekt. Du kannst neues Leben haben, in dir kann jetzt etwas ganz Neues beginnen.
Und deswegen sagt er: Jeder, der Jesus vertraut, jeder, der seine Hoffnung auf Jesus setzt, der bekommt den Heiligen Geist. Das heißt, Gott zieht in diese Person ein. Und dieser Geist ist es jetzt, das ist der Schlüssel zur Veränderung. Dieser Geist ist es, der in dir Leben hervorbringt und der in dir diese Veränderung hervorbringt.

Der Geist als Quelle des Lebens

Jesus sagt das an einer Stelle so, und zwar im zweiten Teil der Bibel, im Neuen Testament, im Johannesevangelium. Da heisst es, dass Jesus sagt: Der Geist ist es, der lebendig macht. Das Fleisch ist dazu nicht fähig.
Und was er damit meint, ist: Dieser Heilige Geist schenkt Leben. Und das Fleisch bedeutet all das, was du aus dir selbst hervorbringen möchtest, wo du versuchst, dich irgendwie ein bisschen zu verändern, ein bisschen besser zu werden, ein bisschen lieber zu werden. Das ist ja total in Ordnung. Aber du wirst niemals das schaffen, was der Geist in dir bewirken will, weil er dich zu dem machen möchte, was du eigentlich sein solltest. Und das wirst du nie aus eigener Kraft schaffen.
Der Geist ist es, der lebendig macht. Und wisst ihr, was daran so schön ist? Ich glaube, dass in all den Veränderungen, die wir uns wünschen, etwas ganz Tiefes steckt. Wir haben vorhin gefragt, warum wir uns eigentlich verändern wollen. Ich glaube, wir wollen uns verändern aus dieser Sehnsucht heraus, Leben zu haben. Ich will leben. Ich will echtes Leben erleben. Ich will nicht so einen Krampf und so einen Mist, wo alles nicht läuft und wo ich in kaputten Beziehungen bin und wo mein Leben irgendwie echt ein Kack ist.
Und wir wünschen uns doch Leben. Wir wollen leben, und deswegen wollen wir Veränderung. Und jetzt kommt Jesus und sagt: Weisst du was, du suchst nach Leben, das ist super, aber du kannst dir kein eigenes Leben geben. Das kann nur der Geist machen. Nur der Geist kann dich lebendig machen. Du brauchst diesen Geist, wenn du wirklich leben möchtest.
Er ist, um das mal so zu sagen, diese Veränderung. Er ist dieser, im Englischen würde man sagen, change agent, derjenige, der wirklich die Veränderung in dein Leben hineinbringt, dieser Heilige Geist.
Paulus hat das anders ausgedrückt. Paulus war einer der Autoren im Neuen Testament, der relativ viele Briefe geschrieben hat. Er hat an eine Gemeinde in Galatien einen Brief geschrieben, und zwar heisst es da:
Wer auf dem Boden seiner selbstsüchtigen Natur sät, wird als Frucht seiner Selbstsucht das Verderben ernten. Wer dagegen auf dem Boden von Gottes Geist sät, wird als Frucht des Geistes das ewige Leben ernten.
Klingt vielleicht erst mal ein bisschen kompliziert. Die Idee ist folgende: Du säst etwas aus mit dem, was du tust, mit deinen Wünschen, mit deinen Veränderungen, mit deinen Taten, mit deinem ganzen Leben. Und er sagt jetzt Folgendes: Wer auf dem Boden seiner selbstsüchtigen Natur sät, also das ist das, was Jesus das Fleisch genannt hat, wenn du meinst, ich kriege das schon alles selber hin und ich brauche niemanden, ich brauche nichts, ich brauche auch keinen Gott, und ich mache das alles aus mir heraus, wenn du darauf aufbaust, dann wird da eine Saat auch hochwachsen, auf jeden Fall.
Und diese Saat würde ihr Verderben bringen. Sie würde ihr kein Leben bringen. Sie würde ihr nicht das bringen, was du dir davon wünschst. Das würde nicht dabei herauskommen. Ja, du wirst da einen Crash bauen.
Und hey, manche von euch, ihr habt schon so ein paar Lebensjahre hinter euch, und ihr könnt so einiges reflektieren. Vielleicht fallen euch auch einige Beispiele ein, wo ihr merkt: Ich wollte hier Veränderung reinbringen, und es ist voll gegen die Wand gegangen. Es hat überhaupt nicht geklappt. Vielleicht ist das ein Resultat daraus, dass du nur auf das geschaut hast, was du willst, und dass es um dich geht, um dein eigenes Projekt.
Jetzt stellt Paulus aber das Gegenkonzept davor. Er sagt: Wer dagegen auf den Boden von Gottes Geist sät, wird als Frucht des Geistes das ewige Leben ernten. Das heisst: Ey, du kannst die Sache auch mit Gottes Geist anpacken. Und weisst du was? Auch dann wächst eine Frucht hervor, und diese Frucht nennt Paulus ewiges Leben.
Und versteht ewiges Leben nicht nur im Kontext von Länge, also dass es nie aufhört, sondern von Qualität. Das ist göttliches Leben. Du wünschst dir Leben von göttlicher Qualität? Du brauchst den Geist Gottes. Anders funktioniert es nicht, okay? Es wird nicht klappen.

Freiheit statt religiösem Leistungsdruck

Und vielleicht bist du jetzt ein bisschen enttäuscht, weil du den Titel der Predigt heute gelesen hast und dir ein wenig erhofft hast, hier gäbe es jetzt irgendwie so YouTube-mäßig zehn Wege, alles zu schaffen, was du möchtest. Sorry. Oder fünf Gebete, die Gott dazu bewegen, das zu tun, was ich will. Auch das nicht.
Ich will euch das noch einmal so sagen: Bestenfalls ist unsere Sehnsucht nach Veränderung viel zu klein. Wenn du Wünsche hast, können sie vollkommen legitim sein. Ich will nicht über deine Wünsche urteilen, aber Gott hat etwas viel Größeres vor. Schlechtestenfalls sind sie einfach falsch. Mach dir das bewusst.
Und wenn deine Wünsche sich nur um dich drehen, um deine Veränderung, deinen perfekten Körper, vielleicht auch deine perfekte Ehe oder dein vieles Geld oder was auch immer du dir an Veränderung wünschst, und sich das nur um dich dreht, dann denk nicht, dass Gott daran interessiert ist, solange es dein sündiges Wesen nur noch mehr füttert. Er möchte etwas viel Schöneres in dir hervorbringen. Und das ist, dass du ihn widerspiegelst, in seinem Glanz, in seiner Schönheit und in seiner Herrlichkeit.
Was Gott dir schenken will, ist etwas viel Schöneres: Freiheit. Paulus sagt in einem anderen Brief im Neuen Testament: Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Dieser Geist gibt dir so unglaublich viel, dieser Geist Gottes.
Und wisst ihr, wie befreiend diese Wahrheit ist? Du musst dir nicht deine eigene Bestimmung geben. Du musst dir nicht überlegen: Ich muss irgendwie etwas darstellen, ich muss etwas sein, ich muss jemand sein. Das musst du überhaupt nicht. Du bist frei davon. Du musst dir nicht selbst Sinn und Wert zusprechen. Und du musst nicht mal irgendetwas darstellen, was du gar nicht bist. Und du musst auch nicht für die Standards von anderen Menschen leben. Du bist jetzt frei.
Mit diesem Geist bist du frei, zu sein, das zu sein, was du sein sollst. Und Gott verändert dich, damit du immer mehr wirst, was du sein sollst. Wir dürfen uns nach Veränderung ausstrecken, wir sollen uns sogar nach Veränderung ausstrecken. Aber wir dürfen frei sein von den Ansprüchen dieser Welt um uns herum. Wir dürfen frei sein von unseren eigenen Ansprüchen. Und wir dürfen auch frei sein von unserer Religiosität, wo wir meinen, wir müssten Gott irgendwie etwas beweisen, etwas darstellen.

Was echte Veränderung trägt

Weisst du, das sagt die Bibel dir ganz klar: Veränderung kommt nicht aus dem, was du selbst anstrengst, aus diesem Wunsch, irgendwie selbst etwas darzustellen, sondern Veränderung, echte göttliche Veränderung, kommt aus dem Wunsch heraus, das zu sein, wozu Gott dich gemacht hat.
Gott hat dich zu etwas gemacht, zu seinem Bild. Und meinst du, du bist jetzt ein besserer Ehepartner, weil du jetzt noch mehr die Zähne zusammenbeisst und dich mehr anstrengst, um deinen Partner zu lieben und ihm zu zeigen, wie sehr du ihn liebst? Oder indem du auf Jesus schaust? Indem du auf Jesus schaust, der seine Braut, die Gemeinde, mit einer so innigen und heissen Liebe liebt, dass er sich selbst für sie hingegeben hat, dass er gesagt hat: Du bist das Grösste für mich. Und der jetzt diese Liebe in dir hervorbringen möchte. Was meinst du, was wird die grösseren Auswirkungen haben?
Weisst du, du willst vielleicht eine liebevollere Mama sein, aber du wirst es nicht, indem du irgendwelche Atemübungen machst und dich noch mehr anstrengst, oder indem du noch einmal, keine Ahnung, das nächste Buch liest. Das ist ja alles gut, ich will das gar nicht schlecht machen. Aber du wirst es doch vor allem, indem du auf Gott schaust, der die Liebe selbst ist, der die perfekte Mama ist, der der perfekte Papa ist und der genau diese Liebe in dir hervorbringen will.
Und du wirst auch frei von deinen schlechten Angewohnheiten und Süchten, indem du auf Jesus vertraust, der dich im Endeffekt aus der stärksten Macht dieser Welt befreien möchte, nämlich aus der Macht der Sünde und des Todes. Er hat diese Macht zerbrochen, er kann jede andere Macht auch brechen.
Und ich will jetzt gar nicht sagen, dass das ein Entweder-oder ist. Wir sollen uns nach Veränderung ausstrecken, aber die Veränderung kommt aus Gott. Wir können nichts tun. Der Geist ist es, der lebendig macht. Das Fleisch ist dazu nicht fähig.
Und wir können jetzt ein Umfeld schaffen, in dem Wachstum möglich ist. Aber wir können das Wachstum nicht machen. Wir können diesen Geist dämpfen, wir können ihn sogar ausschalten, sodass dieser Geist nichts mehr in unserem Leben macht. Auch das ist möglich. Aber Wachstum, Veränderung, all das kommt aus Ihm.
Und diese Veränderung wirkt Gott in dir zu seiner Ehre. Er steht im Mittelpunkt dieses Change-Projekts. Es ist nicht deins, es ist seins. Du bist sein Change-Projekt. Und all die Veränderung, die in dir passiert, ist zu seiner Ehre, so dass Menschen dich anschauen und sagen: Alter, du hast dich so verändert. Preis den Herrn. Ich weiss nicht, ob eure Veränderung so gross sein muss, aber...
Also, der Punkt ist der: Ja, du sollst deine ureigenste Bestimmung ausleben, nämlich ein Bild Gottes zu sein. Und an jeder Stelle, wo du nur diesem Standard der Gesellschaft oder von jemand anderem entsprechen und genügen willst, ist das erstens mal viel zu klein und zweitens mal furchtbar anstrengend und wird dich einfach zerstören. Streng dich an, genüg mir, mach was, schaff dir Bedeutsamkeit – und Jesus sagt: Ich mache dich frei davon. Vertrau mir, ich will dir meinen Geist geben, ich sage dir, wer du bist, ich mache dich zu dem, der du sein sollst.

Die entscheidenden Fragen zum Schluss

Ist die alles entscheidende Frage zunächst einmal die? Es sind so unsere Schritte. Eigentlich machen wir das am Ende immer so: Schritte in dein Neuland. Was machst du jetzt damit?
Ja, es ist die Frage: Was ist eigentlich deine Motivation für Veränderung? Das heißt, stell dir mal diese Frage: Warum will ich mich denn eigentlich verändern? Was steckt da dahinter? Ist es, dass ich selber besser dastehe, oder ist es, dass du sagst: Hey Vater, ich möchte, dass du groß gemacht wirst?
Und die zweite Frage, die du stellen kannst: Willst du auf deine eigene Leistung bauen oder auf den Geist Gottes? Also, worauf baust du auf?
Und die dritte Frage ist für mich die größte und die entscheidende, nämlich die Frage: Hast du den Geist Gottes? Weil ohne ihn ist all das nicht möglich, okay?
Und wir wollen jetzt noch einmal eine kurze Zeit der Stille haben, in der wir das noch einmal ein bisschen in uns sacken lassen können. Vielleicht hat dieser Geist auch bei dir angeklopft. Vielleicht sind dir ein paar Dinge bewusst geworden während der Zeit, die wir jetzt hier hatten, wo du sagst: Oh ja, ey, ich möchte hier irgendwie darauf reagieren. Dann reagier darauf, schieb das nicht raus.
Und ich möchte euch jetzt gerne noch einen Text vorlesen von einem Propheten aus dem Alten Testament. Und ich möchte euch einladen, einfach die Augen zu schließen und so zu hören, als ob Gott das jetzt zu euch spricht. Als ob es seine Worte sind, die direkt in euer Herz gehen.

Ein letzter Ruf zum Leben

Auf, ihr Durstigen, alle, kommt zum Wasser! Und ihr, die ihr kein Geld habt, kommt, kauft und esst. Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch.
Warum wiegt ihr Geld für das ab, was kein Brot ist, und euren Verdienst für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich und esst das Gute. Eure Seele labe sich am Fetten. Neigt euer Ohr und kommt zu mir. Hört, und eure Seele wird leben.