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Wer hält deine Zukunft wirklich in der Hand? Die Antwort ist unbequem: Nicht Prognosen, sondern Gottes Zusage zählt – und sie entscheidet über Hoffnung, Gericht und Leben.

Ein Blick auf das, was vor uns liegt

Wer hat Zukunft? Ein Hörbuch aus der Inforeihe zum Thema Glauben und Leben erschien bei der Stiftung Missionswerk Werner Heuckelbach, gelesen von Christian Kaspari.
Vorhersagen fesseln uns. „Das Auto hat keine Zukunft, ich setze auf das Pferd“, sagte 1904 der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. und setzte damit offenkundig auf das falsche Pferd. So sollte es uns möglichst nicht ergehen. Deshalb interessieren wir uns sehr für das, was übermorgen nur noch gestern sein wird.
Wir sind neugierig, wir möchten gerne wissen, wie es weitergeht. Die Zukunft ist wie eine verschlossene Tür mit der Aufschrift: streng geheim, kein Zutritt. Solche Türen machen uns unruhig, sie regen unsere Fantasie an. Um sicherzugehen, was sich wirklich dahinter verbirgt, möchten wir die Tür zur Zukunft möglichst weit aufstoßen.
Wir planen gern vorausschauend. Der beste Plan geht selten, der perfekte fast nie auf. Häufig erweisen sich Annahmen als bloße Vermutungen. Ganze Heerscharen von Wissenschaftlern sind angetreten, wenigstens einigermaßen zuverlässige Aussagen über zukünftige Bedingungen und Zustände zu generieren.
Uns ist klar: Sicheres Wissen um die wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen von morgen würde uns unermessliche Vorteile bescheren. Wir haben ein persönliches Interesse. Auch im ganz kleinen persönlichen Bereich hat Zukunftswissen einen großen Reiz. Wie wird es mir nächstes Jahr ergehen? Welche Personen werden in meiner nächsten Lebensphase eine wichtige Rolle spielen?
Neben der Frage des globalen Klimawandels bewegt uns tatsächlich auch die Frage nach dem Wetter am kommenden Wochenende. Nicht von ungefähr bemühen sich die Meteorologen um immer detailliertere Vorhersagen. Wir lassen uns von negativen Aussichten nicht unbedingt abschrecken. Schlechte Prognosen, negative Tendenzen und düstere Vorahnungen können sich wie ein Schatten auf alles Aktuelle legen, doch Zukunftsangst lähmt.
Deswegen nehmen die meisten von uns lieber allen Mut zusammen und stellen sich dem, was kommt, selbst wenn es nichts Gutes verheißt. Schließlich kann nur der hoffen, die Dinge ins Positive wenden zu können, der um sie weiß. Mit Goethe gesprochen: Wir blicken so gern in die Zukunft, weil wir das Ungefähre, was sich in ihr hin und her bewegt, durch stille Wünsche so gern zu unseren Gunsten heranleiten möchten.
Dieser Optimismus ist sicher der Tatsache geschuldet, dass Zukunft immer auch der Rest des eigenen Lebens ist. Mindestens für unsere eigene Zukunft wünschen wir uns eben nur das Beste.

Wenn Gewissheit fehlt

Über die Ungewissheit gewisser Voraussagen
Wie können wir unseren großen Wissensdurst nach Informationen über die Zukunft stillen? Auf Schritt und Tritt werden uns kommende Ereignisse und Tendenzen angekündigt, aber häufig sind die Vorhersagen wenig zuverlässig. Woher nehmen wir gesichertes Wissen über die Zukunft?
Wir könnten auf die Überzeugungskraft der Vorhersagenden achten. Wenn jemand nur selbstsicher genug etwas behauptet, hinterlässt das Wirkung. Dennoch wird eine Aussage auch durch häufige Wiederholungen nicht zur Wahrheit. Wir denken zum Beispiel an Weltuntergangsankündigungen verschiedenster Sekten zu fest benannten Jahreszahlen, die sich sämtlich nicht bewahrheitet haben.
Wir könnten auf das Detailwissen bestimmter Experten setzen. Sie kennen ihr besonderes Fachgebiet so genau, dass sie zu Vorhersagen in der Lage sind, die Nicht-Eingeweihte in großes Erstaunen versetzen. Dennoch sind auch ihre Prognosen nicht fehlerfrei, besonders wenn sie versuchen, weit in die Ferne zu blicken.
Der Miterfinder des ersten schnell laufenden Benzinmotors, Gottlieb Daimler, soll um 1900 vorausgesagt haben, die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen werde eine Million nicht überschreiten, allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren. Bereits fünfzehn Jahre nach dieser Aussage wurden weltweit mehr als eine Million Autos produziert, heute sollen es 800 Millionen jährlich sein.
Der geniale Physiker und Begründer der Relativitätstheorie, Albert Einstein, prognostizierte 1932: „Es gibt nicht das geringste Anzeichen, dass wir jemals Atomenergie entwickeln können.“ Robert Metcalfe, der Erfinder des Ethernetstandards zur Datenübertragung in digitalen Netzwerken, prophezeite: „Ich sage voraus, dass sich das Internet bald zu einer Supernova aufbläht und 1996 katastrophal kollabieren wird.“
Die genannten ausgewiesenen Experten irrten sich gewaltig. Dabei ging es in ihren Vorhersagen nicht um Nebensächliches, sondern um Entwicklungen, die heute unser Alltagsleben wesentlich prägen. Darum wurden die Fehleinschätzungen auch schon nach wenigen Jahren für jeden offensichtlich.
Um sicherzugehen, könnten wir Zuflucht suchen bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung, der Stochastik. Diese Wissenschaft beschäftigt sich mit der Wahrscheinlichkeit zufällig auftretender Ereignisse. Sie zeigt uns mathematisch exakt berechnet deren statistische Häufigkeit auf. Wir erhalten also eine Aussage darüber, welches Phänomen mit welcher Wahrscheinlichkeit auftritt. Wir können damit zwar gewisse Risiken gegeneinander abwägen, nicht aber exakt die Zukunft voraussehen.
Auszuschließen ist eben nichts, auch wenn die berechnete Wahrscheinlichkeit verschwindend klein wäre. Ohne sicheres Wissen über die Zukunft werden wir sie nicht so positiv gestalten können, wie wir es uns wünschen. Im Alltagsleben spielen gefühlte Wahrscheinlichkeiten eine größere Rolle, das heißt, wir orientieren uns an dem, was unserer Erfahrung nach eher wahrscheinlich ist. Dennoch bleibt die entscheidende Frage unbeantwortet: Welches Ereignis wird tatsächlich eintreffen?

Grenzen von Erfahrung und Naturgesetzen

Bliebe noch der Verweis auf klare, einfache Gesetzmäßigkeiten, wenn Prinzipien uns eine eindeutige Aussage über das liefern, was wir zu erwarten haben. Hierzu zählen die einfachen Naturgesetze der Physik, die wir in der Schule kennengelernt haben. Ursache und Wirkung stehen in direkter Beziehung, und alle beeinflussenden Variablen sind bekannt.
Viele Vorgänge sind jedoch weitaus komplexer. Eine Vielzahl von Faktoren nimmt Einfluss auf das Ergebnis. Sie können sich gegenseitig verstärken, abmildern oder sogar aufheben. Wissenschaftler kennen häufig nicht einmal alle Einzelfaktoren, die sie berücksichtigen müssten.
Das hat beispielsweise die Konsequenz, dass wir das örtliche Wettergeschehen kaum zuverlässig über mehr als drei Tage voraussagen können, obwohl wir die grundlegenden Naturgesetze kennen. Auch hier gibt es also keine Gewissheit. So scheint es dabei zu bleiben: Die Zukunft ist für uns eine Blackbox. Weder Überzeugung noch Fachwissen, weder einfache Gesetzmäßigkeit noch wissenschaftliche Forschung können uns endgültige Sicherheit geben. Ohne sicheres Wissen über die Zukunft werden wir jedoch nicht alles so positiv wenden können, wie wir es uns wünschen.

Gottes Offenbarung als Massstab

Die Bibel und ihre Ankündigungen
Gott sagt: Ich verkündige von Anfang an das Ende. Warum sollten wir auf der Suche nach Gewissheit über unsere Zukunft in die Bibel schauen? Weil Gott sich in ihr offenbart: allwissend, allmächtig und unveränderlich. Er hat also genau jene Eigenschaften, die uns Menschen fehlen, um zuverlässig über die Zukunft reden und sie zum Besten beeinflussen zu können.
Ich bin der Herr, das ist mein Name, und ich will meine Ehre keinem anderen geben, noch meinen Ruhm den Götzen. Siehe, das Frühere ist eingetroffen, und Neues verkündige ich; ehe es hervorsprosst, lasse ich es euch hören. Jesaja 42,8-9.
Ich verkündige von Anfang an das Ende und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen. Jesaja 46,10.
Die Bibel enthält zu mehr als einem Viertel Aussagen, die zur Abfassungszeit auf die Zukunft gerichtet waren. Rund die Hälfte dieser Aussagen bezieht sich auf eine Zeit, die inzwischen Vergangenheit ist. Wir müssen also nicht mehr gespannt auf ihre Erfüllung warten, sondern können den Wahrheitsgehalt dieser biblischen Aussagen anhand der Geschichte überprüfen.
Nehmen wir zunächst zwei Beispiele aus dem ersten Buch der Bibel heraus. Aus gegebenem Anlass musste Gott Mann und Frau Negatives voraussagen. Unter anderem kündigte Gott allen werdenden Müttern an, dass sie ihre Schwangerschaft und die Geburt als etwas Leidvolles erleben werden.
In 1. Mose 3,16 lesen wir: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären. Offensichtlich ist das in der heutigen Welt, die sich ihrer ungeheuren medizinischen Fortschritte rühmt, immer noch eine unbestreitbare Tatsache. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO verlieren täglich durchschnittlich 830 Frauen weltweit im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt ihr Leben. Man kann einwenden, dass das Phänomen der Müttersterblichkeit hauptsächlich Frauen in sogenannten unterentwickelten Ländern betrifft, dennoch bleibt die Zahl sehr hoch. Zudem sind auch in der westlichen Welt Schwangerschaft und Geburt trotz Kaiserschnitt und moderner Anästhesieverfahren eine besondere Herausforderung, was die vielen Ratgeber im Internet, in Zeitschriften und Büchern eindrucksvoll illustrieren.
Ein zweites Beispiel ist wenige Kapitel weiter nachzulesen. Dort wird Abraham versprochen, er würde Stammvater eines großen Volkes werden, genauer gesagt, die Anzahl seiner Nachkommenschaft würde unzählbar werden wie die Sterne, vergleiche 1. Mose 15,5 und 1. Mose 16,10. Mit dem heutigen Wissen um das explosionsartige Anwachsen der Weltbevölkerung im zwanzigsten Jahrhundert klingt eine solche Vorhersage eher banal.

Verheissungen, die Geschichte überdauern

Halten wir uns aber vor Augen, dass selbst für die Zeit nach der Geburt Christi noch gilt, dass die Weltbevölkerungszahl in den ersten achtzehn Jahrhunderten extrem langsam stieg. Bis ins achtzehnte Jahrhundert war nicht klar, ob die allgemeine Tendenz wachsend oder abnehmend sei. Unter den Gelehrten herrschte ein Streit um die These, dass die Weltbevölkerungszahl im Altertum möglicherweise größer gewesen sei als in der Neuzeit.
Tatsächlich hatte zum Beispiel Europa, bedingt durch Epidemien und Kriege im siebzehnten Jahrhundert, vielerorts einen Bevölkerungsverlust von mehr als der Hälfte erfahren. Es war also nie selbstverständlich, dass sich der Nachwuchs eines Stammes aus der Zeit des Altertums tatsächlich immerfort mehrt.
Doch bezieht sich die Vorhersage nicht auf irgendeinen Stamm, sondern auf die Nachkommenschaft Abrahams, die zu großen Teilen vom Volk der Juden gebildet wird. Es geht also gerade um ein Volk, das während seiner gesamten Existenz, vom Altertum im persischen Weltreich über die Kreuzzüge des Mittelalters bis in die Zeit des Nationalsozialismus, unter besonderer Anfeindung anderer Völker stand und mehrfach vom Völkermord bedroht war.
Beachtenswert ist zudem die Tatsache, dass diese Vorhersage mit einer weiteren Entwicklung verbunden ist, die damals nicht abzusehen war. Die Anzahl der Nachkommen Abrahams würde, ebenso wie die Zahl der Sterne, nicht zu beziffern sein. Bekanntlich hielt die Wissenschaft bis Galilei die Zahl der Sterne sehr wohl für zählbar und schätzte sie auf circa fünf bis siebentausend. Das wurde dann auf etwa siebzig Trilliarden nach oben korrigiert, bevor sich die Einsicht durchsetzte, dass der überwältigende Teil der Sterne selbst mit heutigen Instrumenten gar nicht zu sehen ist.
Die Bibel sagt Erstaunliches über ein einzelnes Ehepaar des Altertums voraus und verwendet dazu eine Ausdrucksweise, die uns erst heute in ihrer ganzen Bedeutung bewusst wird. Eine solche Vorhersage kann nur von Gott stammen.
So geht es weiter. Wir können in der Bibel noch viele andere Beispiele für erstaunliche, inzwischen erfüllte Voraussagen Gottes entdecken. Die wichtigsten davon betreffen das persönliche Auftreten Gottes selbst in der Weltgeschichte, die Menschwerdung des Sohnes Gottes, Jesus Christus.

Der Messias im Licht der alten Schriften

Warum Jesus Christus keine Überraschung sein musste und doch war
Im Alten Testament finden wir von den ersten Zeilen im ersten Buch Mose bis zum Ende im Buch des Propheten Maleachi Vorankündigungen zum zukünftigen Erscheinen von Jesus Christus. Natürlich geht es dabei nicht nur um seinen Namen, sondern vor allem um seine Eigenschaften und den Lebensweg, den er gehen würde.
Das beginnt schon unmittelbar nach dem Ereignis, bei dem die ersten Menschen sich für die Sünde entschieden. Gott sagte voraus, dass das Problem der Sünde von jemandem gelöst werden würde, der noch geboren werden sollte. 1. Mose 3,15
Wer diese Person sein und wie diese Erlösung geschehen würde, wird im Verlauf des Bibeltextes immer mehr konkretisiert. Vor unseren Augen entfaltet sich im Alten Testament durch viele und verschiedenartigste Aussagen und Andeutungen ein immer klareres Bild. Hier wird der neutestamentliche Lebenslauf von Jesus Christus beschrieben. Zukunftsworte wurden zu historischen Tatsachen.
Dass Jesus Christus tatsächlich gelebt hat, darf als geschichtliches Faktum gelten. Das zeigen biblische und außerbiblische Belege ebenso eindrucksvoll wie die zweitausendjährige Geschichte des Christentums. Einzigartig wird seine Biografie dadurch, dass sich in ihr die Vielzahl konkreter Vorhersagen des Alten Testaments erfüllte.
Diese betrafen unter anderem die Vorankündigung durch das öffentliche Wirken eines Wegbereiters, seine übernatürliche Zeugung, seinen Geburtsort, seine genaue Abstammung, sein zeitweiliges Exildasein als Kind, sein Aufwachsen in einfachen Verhältnissen, den Zeitpunkt seines öffentlichen Auftretens, einzelne seiner Wundertaten, die Reaktionen auf sein Verhalten in der Öffentlichkeit, den Verrat, den ein naher Freund an ihm begehen würde, seine Hinrichtung am Kreuz sowie Einzelheiten bei seiner Kreuzigung, sein Begräbnis und schließlich seine Auferstehung.
Verschiedene Buchautoren führen über dreihundert solcher detaillierter Prophezeiungen zum Leben Jesu an, die sich alle erfüllt haben. Natürlich muss für jede einzelne dieser Aussagen nachgewiesen werden, dass sie sich auf den Messias bezieht und nicht im Nachhinein als Ankündigung auf den Messias umgedeutet wurde. In den allermeisten Fällen ist dieser Nachweis jedoch ohne Weiteres möglich, oder die Argumentation ist zumindest sehr plausibel. Die Einzelheiten sind derart umfangreich, dass die Gesamtheit ihrer Erfüllung kein Zufall sein kann.
Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: „Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn Josephs, von Nazaret.“ Johannes 1,45
Kann es sein, dass die Vorhersagen erst nach dem Geschehen formuliert oder umformuliert wurden und deshalb so zutreffend sind? Nein, das ist auszuschließen. Bereits zweihundert Jahre vor Christi Geburt übersetzten jüdische Gelehrte das gesamte Alte Testament ins Griechische. Diese Übersetzung, die Septuaginta, wurde außerhalb von Palästina angefertigt und überliefert. In ihr finden sich dieselben konkreten Vorhersagen.
Es bleibt die Frage: Hat die Kenntnis des alten Bibeltextes Menschen so beeinflusst, dass genau das geschah, was vorab aufgezeichnet worden war? Konnte jemand seinen Lebenslauf so den alten Texten anpassen, dass er alle biblischen Aussagen erfüllt? Das ist absurd, denn Menschen können mit größter Anstrengung nicht den Zeitpunkt ihrer Geburt, ihrer Abstammung und die Zusammenhänge ihres Todes frei bestimmen.
Zudem hat Jesus Christus sich selbst legitimiert, indem er öffentlich Heilungswunder und andere Wundertaten vollbrachte. Genau das war über den Messias vorausgesagt worden.

Zeugnisse, Zweifel und historische Plausibilität

Aber wie können wir die Echtheit der Erfüllung überprüfen, wenn doch die Berichte hauptsächlich von seinen Anhängern verfasst und überliefert wurden? Müssen wir ihre Zuverlässigkeit anzweifeln? Haben die Verfasser der Evangelien möglicherweise alles so formuliert, dass es als Erfüllung der alten Prophezeiungen gelten konnte? Haben wir vielleicht manipulierte Berichterstattung statt erfüllte Vorhersagen vor uns?
Gegen solche Annahmen spricht die Tatsache, dass die Berichte der Augenzeugen Matthäus, Petrus und Johannes alle noch im ersten Jahrhundert verschriftlicht wurden, wie wir inzwischen aufgrund einer ausgezeichneten Quellenlage feststellen können. Davor wurden sie mündlich überliefert. Es gab zudem, wie der Apostel Paulus bemerkte, genügend andere Augenzeugen, die den Berichten hätten widersprechen oder auf Abweichungen zwischen mündlicher und schriftlicher Überlieferung hätten hinweisen können.
Weil die ersten Christen ihre Überzeugungen häufig genug mit dem Märtyrertod bezahlen mussten, können sie kein Interesse an Geschichtsfälschungen gehabt haben. Außerdem haben wir in den vier Evangelien Berichte von Menschen unterschiedlichster Prägung und Herkunft, die aus unterschiedlicher Perspektive berichten. Sie schrieben weder am selben Ort noch zur selben Zeit. Und doch stimmen sie in ihren Berichten erstaunlich überein. Das können sie sich nicht ausgedacht haben.
Hier liegt wohl der Schluss nahe, dass die vorher angekündigten Ereignisse unter der Regie Gottes tatsächlich stattfanden und wahrheitsgemäß aufgezeichnet wurden.

Enttäuschung und verborgene Erfüllung

Unerwartetes erfüllte sich. Wir mögen Zukunftsvorhersagen, die genau das in Worte kleiden, was ohnehin unser Wunschdenken ist. Genauso kennen wir Beispiele für Umdeutungen der Geschichte nach unseren Wünschen. Beides trifft jedoch auf die Vorhersagen der Bibel zum Lebenslauf von Jesus Christus nicht zu.
Wir lesen in den Evangelien, wie die meisten seiner Zeitgenossen enttäuscht reagierten: Nein! So hatten sie sich die Erfüllung der biblischen Vorhersagen nicht vorgestellt, und erst recht nicht gewünscht. Das ist gut nachvollziehbar. Israel war mit Jesus Christus ein kommender Erlöser vorausgesagt worden. Er würde zum gesalbten König werden und die Nation zu großem Wohlstand und zur Weltmacht führen.
Von diesen guten Aussichten wird man in Israel gern gelesen haben. Doch muss die Mehrheit der Leser mindestens zwei weitere wichtige Voraussagen in diesem Zusammenhang übersehen haben. Erstens würden der ruhmreichen Herrschaft des Messias seine ungeheuer schweren Leiden vorausgehen. Zweitens würde sich die Einstellung des Volkes zu seinem Gott grundlegend ändern müssen, bevor er seine Regentschaft über sie antreten könnte.
Diese letztere Bedingung wies das Volk mehrheitlich von sich. Nein, zum radikalen Umdenken war man damals nicht bereit. Somit endete das Leben Jesu nicht, wie Israel es sich erträumt hatte. Die Herrschaft von Jesus Christus über die Welt wird sich erfüllen, aber wie angekündigt erst dann, wenn die genannten Voraussetzungen vorliegen.
Und so wurde wahr, was Gott über die vorangehenden Leiden des Messias prophezeit hatte. Er würde leiden und nicht offenkundig herrschen. Jesus selbst kündigte den Zweck seines ersten Kommens so an: Der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, also die erwartete Herrschaft anzutreten, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
Opfertod statt Weltherrschaft, das bedeutete, bisheriges jüdisches Denken über ihren Messias auf den Kopf zu stellen. Dabei ahnten selbst die Götterverehrer des Altertums schon etwas vom Zorn Gottes und begriffen die Prinzipien von Gerechtigkeit, Schuld und Strafe. Während sie opferten, um die Götter zu besänftigen, hatte der Gott des Alten Testamentes den Juden angekündigt, dass er selbst in die Welt kommen würde, um die Strafe zu bezahlen.
Er wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Aber der Herr warf unsere ganze Schuld auf ihn. Der Herr ließ ihn leiden. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und seine Tage verlängern. Jesaja 53,5-6.10.
Diese Ankündigung zu erfüllen, war Ziel des Lebens, Sterbens und Auferstehens von Jesus Christus. Trotz aller eindeutigen Voraussagen waren selbst engste Vertraute von Jesus enttäuscht vom Ausgang der Geschehnisse. Sie hatten entweder die Tragweite der Vorhersagen nicht verstanden, wie die Propheten, die sie einst im Auftrag Gottes aussprachen, oder aber einfach das, was ihnen unangenehm erschien, ausgeblendet.
Weit davon entfernt, Wunschträume zu erfüllen, war die Erfüllung biblischer Vorhersagen, wie ebenfalls vorausgesagt, den Juden ein Ärgernis geworden. Vergleiche 1. Korinther 1,23.

Das zweite Kommen und die offene Frage der Zeit

Warum Jesus Christus eine Überraschung sein wird und doch nicht werden muss
Er kommt ein zweites Mal. Die Bibel ist also ein Zukunftsbuch. Ihre Vorhersagen über Gottes Erscheinen in der Weltgeschichte gingen im Leben von Jesus Christus präzise in Erfüllung. Doch das ist Geschichte. Was sagt die Bibel nun zu unserer Zukunft?
Die Bibel enthält viele weitere Voraussagen, die Jesus Christus betreffen, die aber noch nicht erfüllt sind. Wie kann das sein? Das Neue Testament erklärt uns: Jesus Christus kommt ein weiteres Mal auf die Erde. Er selbst kündigte das unmissverständlich an: Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder. Johannes 14,3
So selbstverständlich, wie Jesus Christus sein Zurückgehen in die unmittelbare Nähe Gottes vorhersagte, sprach er auch von seinem Wiederkommen: Denn ich sage euch, ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn. Matthäus 23,39
Entsprechend verkündigten Engel bei der Himmelfahrt: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen. Apostelgeschichte 1,11
Demnach wird Jesus Christus wie beim ersten Mal persönlich in Raum und Zeit kommen. Wie bei seinem ersten Kommen werden sogar geographische Eckdaten des Ereignisses genannt: in Jerusalem auf dem Ölberg. Er kommt, um zu regieren.
Jedoch wird die Art und Absicht seines zweiten Auftretens auf der Erde grundlegend anders sein. Er wird nicht als Kind geboren werden und keinen Leidensweg beschreiten, der in Selbstopferung gipfelt. Vielmehr wird er mit großer Kraft und Herrlichkeit die angekündigte Herrschaft verwirklichen. Vergleiche Markus 13,26.
In gewisser Hinsicht wird sein zweites Auftreten das Ende der Menschheitsgeschichte einläuten. Die Zeitspanne, die Gott den Menschen gewährt, um das stellvertretende Opfer seines Sohnes Jesus Christus anzunehmen, wird dann abgelaufen sein. Die Menschheit wird zu Genüge unter Beweis gestellt haben, zu welchen Bosheiten sie in der Lage ist.
Krieg, Willkürherrschaft, Ausbeutung, Missbrauch und Zerstörung von Menschenleben sowie anderen Schöpfungsgütern werden bis dahin fortbestehen. Doch dann wird das Maß von Gottes Geduld erreicht sein. Jesus Christus wird gewaltsam dazwischentreten und allem ein Ende bereiten. Er wird die gesamte Menschheit vor sich versammeln und sein Urteil über sie fällen.
Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass dieses Einschreiten Gottes für den größten Teil der Menschheit ein schreckliches Gericht Gottes bedeuten wird. Vergleiche Matthäus 25,31-46.

Gericht, Hoffnung und die Frage nach dem Ende

Der Zeitpunkt seines zweiten Kommens. Wie viel Zeit bleibt uns noch? Gibt es ein angekündigtes Datum für dieses zweite Kommen von Jesus Christus? Nein, anders als wir vielleicht erwarten, nennt die Bibel in diesem Fall keinen genauen Zeitpunkt. Sie verspricht auch nicht, dass man diesen Zeitpunkt aus indirekten Aussagen und Ereignissen ableiten könnte. Ganz im Gegenteil: Jesus Christus sagt: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater.“ 1. Matthäus 24,36
An anderer Stelle wird der Vorgang mit der Plötzlichkeit eines weltweiten Blitzeinschlags verglichen. Lukas 17,24
Zwar gab Jesus Christus in seiner sogenannten Endzeitrede einige Hinweise auf die Zustände dieser Zeitepoche. Er sprach von einer Ära wie der unsrigen, in der Weltkriege bekannt sind und sich Naturkatastrophen mehren. Vergleiche Matthäus 24,7. Die Bosheit der Menschen wird in dieser Epoche immer noch zunehmen, obwohl sich die Bibel weiter verbreiten wird. Doch das sind allgemeine Kriterien, die uns nicht erlauben, ein Datum zu nennen. Wir können nicht wissen, wie weit die bereits jetzt offenkundigen Abwärtstendenzen noch fortschreiten werden. Deshalb wird das Eingreifen Gottes die meisten Menschen, allen Warnungen zum Trotz, völlig unvorbereitet treffen.
In Lukas 17,26-27 steht: „Und wie es in den Tagen Noas zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes. Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, und die Sintflut kam und vernichtete alle.“

Warum die Ungewissheit gewollt ist

Warum diese Überraschung? Für das erste sichtbare Eintreten Gottes in Raum und Zeit durch Jesus Christus gab es einen präzise angekündigten Termin. Für das zweite Kommen verzichtet die Bibel bewusst auf eine solche genaue Angabe. Warum? Wenn Gott das Erste quasi mit Datum vorankündigen ließ, hätte er es für das Zweite doch auch tun können. Stattdessen stoßen wir nur auf eine allgemeine Beschreibung der Ära, in der die konkret beschriebenen Ereignisse geschehen werden.
Die offensichtlichste Erklärung ist, dass die Bibel uns nicht in falscher Sicherheit wiegen möchte. Stellen wir uns einmal vor, es gäbe eine klare biblische Aussage, die das Ende der Menschheitsgeschichte auf in fünfhundert Jahren festlegen würde. Scheinbar könnten wir uns beruhigt zurücklehnen: Ach, erst in fünfhundert Jahren. Dann könnte der Einzelne also noch vierhundertneunundneunzig Jahre beruhigt weiterleben? Natürlich nicht, er wäre längst verstorben. Dann könnte ihn das Weltgericht also völlig kalt lassen? Nein, derselbe Gott, der zum festgelegten Datum die gesamte Menschheit richtet, wird alle bis dahin Verstorbenen ebenso richten.
Die Bibel sagt in Johannes 5,28: Verwundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden. Und in Offenbarung 20,11-15: Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet. Und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.
Der zukünftige Urteilsspruch Gottes wird hier mit einem Ort der Bestrafung verbunden. Die Ortsangabe Feuersee greift ein Bild auf, das aus anderen Bibelstellen bekannt ist. Wir lesen im Markus 9,43 von einem unauslöschlichen Feuer. „Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit“ Offenbarung 14,11. An diesem Ort der Qual wird Gottes Strafe vollzogen. Es wird eine ewige Strafe sein.
Wir empfinden das zu Recht als eine bedrohliche Zukunftsvoraussage. Aber was nutzt uns das Gerede von „am Ende wird alles gut werden“, wenn es sich schließlich nicht bewahrheiten sollte? Was Zukunftsaussagen betrifft, sollten wir die unbequeme Wahrheit einem falschen Vertrösten vorziehen.

Zwei Wege für die Zukunft

Sind unsere Zukunftsaussichten also ausnahmslos düster? Keinesfalls. Wenn Jesus Christus bei seinem Regierungsantritt erneut auf dieser Erde erscheint, wird er die Menschheit in zwei Gruppen einteilen.
Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich. Alle anderen werden hören müssen: „Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!“
 Matthäus 25.
Weiter heißt es: „Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“
Für die Zukunft Gewissheit über Weg und Ziel. Jesus Christus lässt niemanden im Ungewissen, wie sich die Gerechten und Gesegneten von denen unterscheiden, die eine ewige Strafe zu erwarten haben. Entscheidend ist für jeden von uns, wie wir uns zu Lebzeiten zu Jesus Christus stellen. Was es genau heißt, sich mit ihm zu identifizieren, und welche positive Zukunft daraus resultiert, verdeutlicht das Neue Testament immer wieder.

Rechtfertigung und Versöhnung

Wie Gott Menschen als Gerechte ansehen kann
Gottes Lösungsweg, Jesus Christus, wird ihm endgültig die Antwort Gottes auf alle scheinbar ungeahnten Ungerechtigkeiten geben, die wir heute wahrnehmen. Jeder wird sein gerechtes Urteil bekommen. Wenn Gott die Mächtigen und die Namenlosen vor sich versammeln wird, so lautstark wir manchmal auch nach Gerechtigkeit schreien, so oft wir vielleicht Gott schon angeklagt haben wegen des Unrechts, das er zulässt, dieser Gerichtsprozess kann für keinen Angeklagten mit Freispruch enden. Wir sind alle mehr oder weniger schuldig geworden.
Dennoch muss es die Möglichkeit geben, dass schuldige Menschen der zukünftigen Verurteilung entgehen und als Gerechte in das ewige Leben gehen. Dazu müssen wir jemanden haben, der an unserer Stelle den schweren Gang ins Gericht Gottes auf sich nimmt. Genau einen solchen Stellvertreter kündigt die Bibel an, wenn vom ersten Kommen Jesu Christi im Alten Testament die Rede ist.
Jesus Christus hat es selbst bezeugt, denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Markus 10,45
Lösegeld ist der Preis, der zu zahlen ist, um jemanden aus einer Gefangenschaft freizukaufen. Jesus Christus hat um den Preis seines Lebens viele aus der Gefangenschaft der Sünde befreit. Durch seinen Tod hat Jesus Christus stellvertretend die Strafe Gottes übernommen, denn die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten. Jesaja 53,5
Unsere Sünden ziehen den berechtigten Zorn Gottes nach sich. Böses schreit nach Sühnung, also nach einer Handlung, welche die Schuld auslöscht. Jesus Christus hat diese Sühnung bewirkt. Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden.
Unsere gestörte Beziehung zu Gott kann wiederhergestellt werden. Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus, weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete. 2. Korinther 5,18-19
Gott erklärt nun diejenigen für gerecht, die auf Jesus Christus als ihren Stellvertreter vertrauen. Durch den Glauben an Jesus Christus wird Gottes Gerechtigkeit dem Einzelnen zugerechnet und beginnt in ihm zu wirken. Wir können nichts zu unserer Rechtfertigung vor Gott vorbringen, aber wir können uns an Jesus Christus klammern.
Wer glaubt, bemüht sich nicht zuerst darum, seine Errettung zu verdienen, sondern nimmt einfach die Gabe an, die Gott ihm anbietet. Glaube ist der Weg, auf dem uns Gottes Gerechtigkeit erreicht, und Glaube ist auch der einzige Weg.

Das Ziel der Geschichte

Ewiges Leben, das Ziel der Geschichte, Gottes Plan für alle Zeiten. Gottes Zukunftsplan endet nicht mit einem Tag des Gerichts über alles Böse und dem Freispruch für alle Glaubenden. Bereits unsere Gerichte heute können Böses bestrafen, doch selbst wenn diese Urteile immer gerecht und angemessen wären, blieben sie doch unbefriedigend. Sie können zwar bestrafen, aber nicht ungeschehen machen. Gerichtsurteile können Opfer und Täter nicht zwingend miteinander versöhnen und erst recht nicht das Böse gänzlich aus der Welt schaffen.
Gott lässt deshalb die Geschichte derer, die an Jesus Christus glauben, unaufhaltsam auf eine Erneuerung aller Dinge zulaufen. Wie beim ersten Kommen von Jesus Christus Gottes Liebe über das Böse siegte, so wird sein zweites Kommen die Vollendung dieses Sieges in der Zukunft sichern, für jeden, der aus dem ersten Kommen die richtigen Schlussfolgerungen gezogen hat. Wer auf dem Weg, den Jesus Christus gewiesen hat, der ewigen Strafe entgangen ist, den führt er in eine Zukunft, in der es das Böse nicht mehr geben wird. Und zwar in einen neuen Himmel und eine neue Erde, die von der Gebundenheit an Vergänglichkeit und Tod befreit sind. Darin wird nichts und niemand mehr unter dem Fluch Gottes stehen. Es wird demzufolge kein wie auch immer geartetes Leid mehr geben.
So ist also ewiges Leben mehr als ausgesetztes Sterben, es ist fortbestehende Nähe zu einem Gott, der uns liebt. Jesus Christus definiert es einmal mit diesen Worten, nachzulesen im Johannes-Evangelium 17,3: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“
Damit ist die Zukunftshoffnung der Bibel einzigartig. Aus säkularer Sicht gibt es keine Zukunft jenseits des Todes. Andere Religionen stellen uns einen Trost oder einen Ausgleich für vergangenes Leid und Mühen in Aussicht, die Bibel verspricht jedem, der an Jesus Christus glaubt, Wiederherstellung. Wir können neues Leben bekommen, und zwar ein Leben, das wir uns immer gewünscht, aber nie erlebt haben. Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung, das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden. 2. Korinther 5,17

Schlusswort und Einladung

Liebe Hörerin, lieber Hörer!
Ich freue mich über Ihr Interesse an diesem Hörbuch. Sie interessieren sich für die Zukunft, sonst hätten Sie wohl nicht bis zum Ende gehört.
Meine Absicht war, Ihnen Gott als den vorzustellen, der die Zukunft in den Händen hält. Deshalb kann er so genau vorhersagen, was geschehen soll. Das hat er bewiesen, als Jesus Christus die vielen biblischen Voraussagen in Bezug auf sein Leben exakt erfüllte. Deswegen bin ich überzeugt, dass auch das zweite Kommen von Jesus Christus genau so ablaufen wird, wie es die Bibel sagt.
Ob das für Sie eine wünschenswerte oder eine sehr ernst zu nehmende, bedrohliche Perspektive ist, hängt von Ihnen ab. Ihre Zukunft gestalten Sie selbst. Nehmen Sie die Stellvertretung, die Jesus Christus Ihnen anbietet, an. Sie fällt Ihnen nicht automatisch zu. Sie müssen sich als Sünder vor Gott erkennen und Buße tun. Sie müssen zustimmen, dass Sie Gottes Zorn verdienen und nichts zu Ihrer Rechtfertigung vorbringen können.
Ihnen helfen weder gute Werke der Vergangenheit noch Vorsätze für die Zukunft. Sie werden allein durch den Glauben an den stellvertretenden Opfertod Christi gerettet. Der Glaube an Jesus Christus, an sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung führt zum Frieden mit Gott. Dem, der glaubt, rechnet Gott die Gerechtigkeit seines Sohnes zu.
Wer an Jesus Christus glaubt, wendet sich von seiner Sünde ab und hin zu Christus. Er nimmt das Heil dankbar an und erkennt Jesus als Herrn seines Lebens an. Befreit von der Schuld und der Sklaverei der Sünde, können Sie dann in Dankbarkeit und Freude zur Ehre Gottes leben. Eine wunderbare Zukunft erwartet Sie.
Doch Sie müssen sich entscheiden. Noch ist Zeit dafür. Wie lange, weiß niemand. Schreiben Sie uns, wenn Sie weitere Fragen haben oder mit uns in einen Dialog treten möchten.
Ich wünsche Ihnen beste Zukunftsaussichten.

Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach

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