Einleitung
Das ist unser Predigttext, einen Bericht von der Himmelfahrt Jesu.
Apostelgeschichte eins, die Verse 4-11
Als Jesus mit den Jüngern zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu
verlassen, sondern zu warten auf die Verheißungen des Vaters, die ihr, so
sprach er, von mir gehört habt, denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr
aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen
Tagen. Die nun zusammengekommen waren, fragten Jesus und sprachen: Herr,
wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel. Sie konnten
es sich gar nicht anders vorstellen, als dass jetzt wieder das Königtum
Davids in den Grenzen Judäa aufgebaut wird in Glanz und Herrlichkeit. Jesus
sprach aber zu ihnen: es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen,
die der Vater in seiner Macht bestimmt hat. Aber ihr werdet die Kraft des
Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine
Zeugen sein. In Jerusalem, und in ganz Judäa, und Samarien, und bis an das
Ende der Erde. Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben
und eine Wolke nahm ihn vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie
er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer, in weißen
Gewändern, die sagten: ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und sie zum
Himmel. Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird
so wieder kommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
Ich freue mich so an diesen herrlichen Frühlingstagen. Ich weiß nicht, wann
es das je gegeben hat im Mai. Solche wunderschönen Tage, das zieht einen ja
in die Wälder, in die herrliche Schöpfung Gottes. Und doch sind wir heute
Morgen hier zusammen, und lesen Bibel. Warum? Weil wir mehr brauchen, als
einen Blick in diese wunderschöne Schöpfung Gottes. Jeder von uns trägt
seine Last mit sich, und seine Ängste und seine Sorgen. Wir versuchen die
immer wieder abzuschütteln, und wir können das nicht. Es gibt unter uns
welche, diesen traurig, andere, die sorgen sich um schwere Krankheitsnot,
andere, die haben ungelöste Probleme, die sie nicht weiter irgendwie einer
Lösung zutreiben können, und jetzt beschäftigt sie das. Und wenn wir durch
die herrliche Schöpfung wandeln, löst das nicht unserer Ängste, unsere
Traurigkeit. Unsere Krankheitsnot. Aber, was ist das, wenn wir uns jetzt
vergegenwärtigen, und bewusst machen, dieser verachtete Jesus, der
Verspottete und Verlachte, den so viele mit Füßen treten, wo so viele
zweifeln, dieser Jesus hat alle Macht im Himmel und auf Erden. Ich darf zu
ihm rufen, und er hört, was mich bekümmert. Ich darf mein Herz bei ihm
ausschütten. Das ist sein Amt und sein Geschäft, dass er hört auf die
Gebete und die Schreie der Seinen. Und er führt durch die Jahrhunderte
hindurch seine Geschichte. Ich lese so gerne in der Offenbarung, weil man
da einen Blick bekommt, wie das aussieht in der Ewigkeit, man kann sich das
ja hier mit unserem Verständnis, mit unserer Erfahrung nur ganz
bruchstückhaft vorstellen, wenn das immer nur so in Bildern und mit
Gleichnissen dargestellt wird, dass Jesus zur Rechten des ewigen Vaters
sitzt. Das heißt dort, wo die Entscheidungen gefällt werden, dort, wo die
Taten getan werden. Aber in der Offenbarung heißt es immer wieder: dass
Jesus die Wundmale trägt, und dass die, die schon uns vorangegangen sind im
Glauben, die zur vollendeten Gemeinde gehören, wie es dort in der
Offenbarung genannt wird, dass die jubeln und schreien und danken und loben
und sagen: du hast alles wunderbar gemacht, Herr, unser König, und dann
kommt immer wieder dieses Wort: dieses Lamm, das geschlachtet ist. Und da
erinnern sie sich an diese große Tat Jesu, dass er für uns den Weg zu Gott
wieder freigemacht hat, das er uns versöhnt hat mit Gott. Dass der Friede
wiederhergestellt ist. Ich darf zu Gott kommen, das hat Jesus in Kraft
gesetzt. Ich bin angenommen bei Gott, und, auch das wird dort vor den Thron
Gottes gerühmt, dass er uns durchbringt durch alle Bedrängnis, und durch
alle Not. Die, die gekommen sind aus der großen Trübsal, und haben ihre
Kleider hell gemacht im Blut des Lammes. Das ist ein herrlicher Ausblick.
Ich möchte heute schon mit einstimmen in das Lob, wenn wir gesungen haben,
Jesus Christus herrscht als König, der ist das nicht nur ein Song, den man
heute am Himmelfahrtstag singt, sondern das müssen wir singen in traurigen
Tagen, in der Angst, in der Not. Ja, er ist König und Herr. Und das andere
Lied, dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht. Sein ist die ganze Welt.
Und jetzt möchte ich aber aus unserem Abschnitt den Finger auf drei kleine
Beobachtungen legen. Das erste: Jesus ist uns ganz besonders nahe.
Jesus ist uns ganz besonders nahe
Man kann die Himmelfahrtgeschichte missverstehen, als ob es um einen
Abschied geht, die Jünger waren traurig. Bisher haben sie sich immer an
Jesus halten können, er war vor ihnen. Sie haben ihn gesehen mit ihren
Augen, sie konnten ihn betasten, sie haben mit ihm gespeist, das war für
sie beruhigend, du bist da, im Kahn, wenn der Sturm war, Jesus ist da, da
ist die Angst gewichen. Jesus hat es bei seinem Abschied schon den Jüngern
angekündigt, so steht es im Johannesevangelium, es ist gut, dass ich gehe.
Warum ist es gut, wenn Jesus geht? Weil er dann seinen Geist schenkt, und
durch seinen Geist ist er jetzt überall, wo seine Leute sind, an jedem Ort
der Welt. Das konnte Jesus vorher nicht. Jesus war nur im Kana oder in
Nazareth, oder in Kapernaum,... Mit der Himmelfahrt kann er ja alles
erfüllen, mit seinem Geist, das ist doch seine Gegenwart, jetzt kommt er zu
Menschen, in Südamerika, oder in der Mongolei oder in Korea, oder im Sudan,
überall ist er bei seinen Menschen durch die er wirkt. Ich bin bei euch
alle Tage bis an der Welt Ende. Darum ist das ein großes Freudenfest. Man
kann Jesus noch viel näher kommen als damals die Jünger, die mit Jesus
Kontakt haben konnten, als sie ihn sahen und betastet haben. Jetzt will er
durch seinen Geist in uns Wohnung machen. Ganz nah bin ich bei euch. Darum
haben auch die Engel, der Engel, der dort bei der Himmelfahrt kam, gleich
die Jünger darauf hingewiesen: was starrt ihr da hoch? In die Stratosphäre!
Er ist doch hier bei euch! Das war eine Rüge. Eine sanfte Rüge, wie das
unser Herr immer sanft und mit Liebe tut, um uns zurecht zuweisen. Ihr
dürft doch jetzt seine Macht und seine Nähe erfahren. Er ist doch mitten in
unserer Mitte, und wirkt doch. Wir waren gestern Abend im Jugendbibelkreis
zusammen im Gemeindehaus, und da hatten wir Galater fünf gelesen. Wie das
ist, wenn Jesus in einem Menschen leben zu wirken beginnt. Die Frucht des
Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Sanftmut, Freude, Sanftmut,
Keuschheit. Da verändert er unsere ganze Person, unser ganzes Wesen. Da
möchte ich darum bitten, und sagen, Herr, jetzt komme du in mir wohnen. Das
ist meine Bitte. Und ich denke an manche von ihnen, die so schwer geführt
werden. In der Krankheitsnot: Herr, jetzt geht du mit mir durch diese
Krankheitsnöte hindurch, du weißt doch alles, und ich bin so froh, dass du
durch deinen Geist Wohnung in mir machst. Es ist weiter gar nichts nötig,
als das ich die Türe aufmache, und sage: Herr, bitte, komm. Wer um den
Geist Gottes bittet, der empfängt, wie ein Kind dem Vater bittet, so darf
ich bitten, Herr, komm in mir wohnen. Jetzt, du kannst doch ein Heiligtum
aus mir machen, ich kann die ganze Not nicht mehr tragen, die mich so
belastet, und die mich nieder drückt. Und dann geschieht das so, dass der
Herr uns gewiss und fröhlich macht und mutig. Wie wir gerade eben das Lied
von Gerhard Tersteegen gesungen haben, dachte ich daran, wie Gerhard
Tersteegen ein schwer kranker Mann war. Der hat sehr viel gelitten. Und er
singt das in diesem Lied so und ist sich darin so fest, das er sagt, jetzt
kann gar niemand mehr diese Freude rauben, ich weiß doch, was Jesus gemacht
hat, und ich vertraue mich ihm an, und ich glaube ihm, und darum bin ich
mutig und fröhlich und gehe meinen Weg. Wir wollen an unserem Platz
bleiben, dienen, wo uns der Herr braucht, in unserem Beruf. Ich denke an
die Mütter, denen das manchmal so schwer wird, mit der großen
Verantwortung, denen die Decke auf den Kopf fällt: Herr Jesus, du bist da,
auch in meiner Aufgabe. An meinem Berufsplatz bist du da, du willst alles
allerorten nun erfüllen und nahe sein, komm du in mein Leben, ich habe das
Himmelfahrtsfest begriffen, so sollen Sie sagen, ich möchte, dass du
Wohnung machst in mir, und dass du mein Leben erfüllt ist, und bei mir
bist. Und wo Jesus ist, da ist der Himmel offen. Und wir sind heute schon
versetzt in die Nähe Gottes. Der Himmel ist offen, das Himmelreich ist
angebrochen, ich bin bei Jesus, und er wirkt in mir. Das war mein erster
Punkt.
Er ist ganz nah. Ich brauche nicht irgendwo zum Himmel blicken, sondern
gerade, weil er in den Himmel aufgefahren ist, kommt er zu mir, in meine
Verhältnisse, in meiner Not, und ich darf ihn dort entdecken, und finden.
Die Welt bleibt nicht ohne Hoffnung
Eine andere Beobachtung: Die Welt bleibt nicht ohne Hoffnung.
Der Himmelfahrtstag hat es ganz stark mit unserer Welt zu tun. Roland
Lauschke hat erzählt von der Not dieser Stämme, die im Geisterglauben
leben, gepeinigt von den dämonischen Mächten, wir wissen das ja oft gar
nicht mehr, wie das ist, wenn Menschen Jesus nicht kennen. Wie sie oft von
allen dunklen Finsternismächten getrieben und gejagt werden. Haben sie
gestern Abend Nachrichten angesehen im Fernsehen? Was ist diese Welt, wo
gemordet und gehasst und geschändet wird? Und wenn dann Leutefragen, wo ist
denn dann die Macht Jesu? Jesus bringt heute seine Macht nicht so zum
Vorschein, dass er gegen den Menschen kämpft, das wird er tun in seiner
Wiederkunft. Er lässt uns eine königliche Freiheit. Sie dürfen Ihr Leben
ohne Jesus führen. Sie können selbst bestimmen, was sie tun. Und das machen
wir ja auch so oft. Darüber brauche ich jetzt nicht reden, unsere Welt ist
eine Welt, wo die Menschen sich nicht von Jesus bevormunden lassen wollen,
die den Herrschaftsanspruch Jesu ablehnen. Aber ich darf umgekehrt sagen,
in einer Welt, in der so viel gelitten und geweint wird, und gekämpft wird,
und Menschen sterben, und ohne Hoffnung sind, da hat Jesus versprochen,
dass er sein Königreich aufrichtet, und das macht er nicht mit Gewalt. Es
war immer notvoll, wo Christen meinten, das mit Druck machen zu müssen oder
mit Gewalt oder mit öffentlicher Einflussnahme. Die Missionsboten ziehen in
die Welt, und haben nichts weiter, als dass sie von Jesus reden. Ihr werdet
die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und werdet meine Zeugen sein. Was
kann ein Zeuge tun? Er kann nur erzählen, dass Jesus alle Macht hat im
Himmel und auf Erden. Und das, was mich immer so beeindruckt, wenn ich so
berichtete, aus der Weltmission Gottes. Wie dann plötzlich einzelnen
Menschen diesen Schritt tun und Jesus als ihren Herren annehmen, und dort
ein Stück Königreich Jesu entsteht. Und wie plötzlich in dieser
zerrissenen, gespaltenen, leidenden Welt, ein Stück der Herrschaft Jesu
sichtbar wird, in Liebe und Versöhnung. Ich habe nicht behauptet, das
überall, wo Christen sind, ist Frieden, es friedlich zugeht. Leider ist das
oft eine Dissonanz, unser Anspruch, Christusmenschen zu sein, und das, was
wir wirklich leben. Das kommt darauf an, ob Jesus Raum hat in unserem Leben
zu wirken, in unseren Ehen und Familien, da, wo wir arbeiten und wirken.
Ist dort das Königreich Jesu? Das geht nur durch die Kraft des Heiligen
Geistes. Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen. Wenn sein,
Jesu Geist, uns erfüllt. Dann kann Liebe und Versöhnung, Freundlichkeit und
Demut uns ergreifen, es ist auch nötig, dass man sich zuerst bei Jesus
überhaupt zur Verfügung gestellt, wie geschieht denn das, die Ausbreitung
des Reiches Gottes? Es war ganz gewiss nie da, wo im Mittelalter Könige und
Herrscher meinten, das Reich Gottes auszubreiten, und die Macht der Kirche
zu verbreiten. Dort war nur ein furchtbares, dunkles Menschenreich. Aber
gerade dort war es vielleicht bei der Schar der Verfolgten Bibelbekenner,
Märtyrer, und auch heute ist es oft gar nicht das Eindrucksvolle, was uns
in die Augen springt, es geschieht ja immer in ganzer Stille, achten sie
einmal darauf, dass das Werk des Geistes Gottes gar nichts Spektakuläres,
damals waren es elf mickrige Leute, schwache Leute. Aber ihnen verspricht
Jesus die Kraft seines Geistes. Und in aller Stille vollzieht sich im
Römerreich eine Revolution. In aller Stille. Keine Zeitung hat das
beschrieben. Die Geschichtsschreiber haben es kaum beobachtet. Und nach
zwei oder drei Jahrhunderten hat das Evangelium im ganzen Römerreich eine
Riesenzahl von Menschen erfasst und Jesus herrscht. Und ich bin überzeugt,
dass das heute durch die Völkerwelt geht. Menschen, die sich für Jesus
öffnen, wie geschieht das, dass Menschen sich für Jesus öffnen konkret? Wie
macht man das? Indem die Zeugen einfach sagen, das Jesus Herr ist. Und sie
sagen das, das eher Schuld vergeben kann, gültig. Und dass, wer an Jesus
glaubt, ein neuer Mensch ist. Wenn ich das einem Ungläubigen so sage, dann
zweifle ich selber, kann er das überhaupt fassen? Und ich war sehr dankbar,
wie in diesen Tagen auf der Rückseite von Idea ein Wort von Billy Graham
stand, der erzählt, wie er in Afrika war, und vor einem Stamm dort
gepredigt hat, der noch nie das Evangelium gehört hat. Und er sagt er, das
war überraschend, ich habe diese Wahrheiten von Jesus erzählt, seinen Tod
für uns am Kreuz, seine Auferstehung, die Menschen konnten das ja
eigentlich gar nicht verstehen, aber es ist ein geistliches Geheimnis, sagt
Billy Graham, es kamen Menschen zum Glauben. Und wenige Tage später war er
in Cambridge vor Studenten der berühmten Universität, und hat genau die
gleiche Predigt noch einmal gehalten, die er vor diesen Steinzeitmenschen
von Afrika gehalten hat, und hat ihnen das Evangelium von Jesus erzählt,
und der Geist Gottes hat es gewirkt, dass Akademiker in England durch die
gleiche Predigt zum Glauben kamen. Das Evangelium ist nur eins, und man
kann es nicht modern interpretieren, und nicht umdeuten, sagt Billy Graham.
Es ist ja eine Tatsache von Jesus, der der Herr der Welt ist, und der seine
Liebe darreicht, indem er für die Schuld der Welt stirbt. Und darum
Menschen Versöhnung mit Gott suchen, und Jesus als ihren Herren annehmen,
da wird das Königreich Jesu auf einmal sichtbar, Menschen leben das im
Gehorsam. Ihr werdet die Kraft des Geistes, die Kraft des Heiligen Geistes
empfangen, und werdet mir Zeugen sein. Ich hätte verstehen können, dass
Jesus einen Befehl sagt, und sagt, bitte schön, mach das mal. Aber es steht
nicht als Befehl. Es gibt ja viele Befehle: tut das! Und tu jenes! Sondern
es steht da als ein Versprechen, als eine Zusage, ihr kriegt die Kraft des
Heiligen Geistes, ihr könnt darauf zu gehen, ihr dürft es erleben. Wenn wir
das Ehepaar Lauschke dann wieder hinaus schicken, nach ihrem Urlaub, und
sie draußen sind in Gutschi, in einer ganz fremden Kultur, ihr werdet die
Kraft des Geistes Gottes empfangen. Und werdet seine Zeugen sein. Wir
können nur erzählen, was ihr wisst, was ihr entdeckt hat, was ihr aus dem
Wort kennt, und darüber geschieht die Ausbreitung des Königreiches Jesu.
Nicht anders, wenn unsere Mitarbeiterin im Kindergarten arbeitet, wenn Sie
in ihr Geschäft gehen, die Zusage Jesu ist gültig: ihr werdet das erfahren,
und ihr könnt es erleben, wie das bei euch geschieht. Das Wort von Zeuge
heißt im griechischen Martyr. Märtyrer. Die das mit ihrem Leben bezeugen.
Das war bei der ersten Christenheit sogar die Kraft, die sie hatten, das
sie es im Leiden bezeugen mussten. Und ich habe oft den Eindruck, dass das
Jesus in unserer Mitte das besonders eindrücklich bei denen macht, es wird
mir oft ganz schwer, Sie spüren das, wenn ich daran denke, wie viele aus
unserer Mitte plötzlich in schwerste unheilbare Krankheitsnot geführt
werden. Und sie dann bekennen können, und sagen, ich bin in den Armen Jesu
geborgen. Und meine Krankenzeit geschieht zur Verherrlichung Gottes. Und
ich nehme das aus seiner Hand an, er ist der König. Und ich darf in einer
Welt, wo der Teufel triumphiert, und wo die Krankheit tobt, mich in die
Hände Jesu befehlen, und ich weiß selbst, wenn der Tod mein Leben
auslöscht, ich bin nicht im Tod, ich bin bei Jesus, in seinem neuen Reich,
und ich bin so fröhlich darüber. Das ist eine Hoffnung für die Welt, wir
sind von Jesus in dieser Welt gesandt, sie hat doch gar keine Hoffnung. Vor
Monaten hat noch unser verehrter und hoch geschätzter Bundes-Außenminister
immer so schön gesagt beim Jugoslawienkonflikt, jetzt kommt der
Krisenmechanismus in Gange, aber da ist nicht viel in Gang gekommen,
Menschen sind darunter ums Leben gekommen, sonst gar nichts. Unsere Welt
hat so wenig Hoffnung, und sie ist so hilflos. Wir sind ja hilflos bei der
kleinsten Ehenot. Bei dem Streit mit dem Hausnachbarn. Wir sind so hilflos
bei diesem, was an Bösem in unserer eigenen Mitte geschieht, und da bin ich
sehr froh, dass die Welt eine Hoffnung hat, da, wo Jesus als König und Herr
aufgenommen wird. Und das geschieht dort, wo die Menschen an Jesus glauben.
Ich darf das ihnen heute wieder als Angebot sagen. Nehmen Sie das doch in
ihrem Leben auf, und leben sie das als ein Zeuge Jesu. Als eine Mission,
die nur mit dem Mund babbelt, die hat keinen Wert, wenn man es nicht mit
seinem Leben unterstreicht, und sagt, ich möchte, dass Jesus meine Taten,
meine Gedanken, meine Entscheidungen regierte. Noch das letzte:
Bis dass er kommt
Bei der Himmelfahrt zeigt uns Jesus, er ist ganz nahe. Er zeigt uns die
Aufgabe in der Welt: geht hin in alle Welt, das war der Missionsbefehl. Bis
dass er kommt. Die Welt wird ihre Nöte nicht lösen können bis zu
Wiederkunft Jesu. Und sie bleibt eine unerlöste und friedlose Welt, das ist
immer wieder schockierend, dass die Bibel das so hart sagt. Bis dass Jesus
kommt, wenn Jesus wieder kommen wird in den Wolken des Himmels, dann wird
er sein Reich sichtbar herbeiführen, und einen neuen Himmel und eine neue
Erde schaffen. Gut, das Jesus die Termine in seiner Hand hat. Und die Welt
ist nicht der Hand Gottes entglitten, wie es so scheinen könnte, es ist in
der Tat schwer, dass das Böse so viel Raum hat in der Welt, aber das Böse
kann nicht weiter gehen als die Herrschaft Jesu. Und vor heute Menschen
hinein gehen mitten in den Machtbereich ja Satans, können sie das stoppen
im Namen Jesu. Wir sollten wieder evangelisierende, vorwärts Drängen, da,
wo der Teufel regierte, wo Menschen gebunden sind, ihnen verkünden, Jesus
macht dich frei. Gib dich seine Herrschaft hin. Jesus hat seine Jünger
gesandt nach Jerusalem, das heißt doch da, wo er herkommt. Geh wieder
zurück an deinen Platz in deine Küche, in deine Schulklasse, geht wieder
zurück an deine Uni, an deinen Berufsplatz, Christen sind Leute, die dort
die Königsherrschaft Jesu bekennen und leben. Und auch in ihrer
Heimatgemeinde, da haben wir einen Platz, da, wo wir leben, wir wollen hier
Jesus bekannt machen. Einander daran erinnern, und auch zu denen gehen, die
angefochten sind, und im Zweifel sind. In Judäa, das ist das Volk der
Juden, auch sie müssen vom Messias König Jesu hören. Im Samaria, die
Galiläa hatten immer Probleme, wenn sie durch Samarien reisen mussten, da
waren besondere Spannungen. Eigentlich waren die Galiläer nicht gut auf
diese zu sprechen, es mag sein, dass es Menschen sind, mit denen wir kaum
im Frieden leben können, wir schulden ihnen die Botschaft des Evangeliums.
Aller Welt. Bis an die Enden der Erde. Was wussten diese Fischer schon von
den großen Ozeanen der Welt. Die kannten den See Genezareth, und wenn es
hoch kam, noch das Mittelmeer. Die wussten nichts vom Atlantik und nichts
vom Pazifik. Und nun spricht Jesus von seiner großen Weltkarte, wo das
Evangelium ausgebreitet werden muss. Weltmission ist der Auftrag Jesu, der
uns in der Himmelfahrt noch einmal dringlich gemacht wird. Ich freue mich
immer wieder so, wenn solche Mitarbeiter, wie die Lauschkes, sie als
Krankenschwester, er als Agrarbiologe und landwirtschaftlicher Berater,
draußen sind, aber die den Leuten sagen, auch alle Berufsarbeit, ob bei der
Aufforstung, oder auf dem Acker, hat darin ihren Sinn, das Jesus König und
Herr ist. Und dass dein Leben mit Gott neu gelebt wird. Ist doch wunderbar,
wenn die Harmonie ganzheitlich da ist, hergestellt wird, wissen Boten
Gottes. Die Jünger hat es sehr interessiert, wird Jesus auch das Reich
Israels wieder aufrichten, warum hat sie das interessiert? Ja das
interessiert uns heute auch. Wir lesen ja heute sehr viel genauer die
biblischen Prophetien. Da steht viel wieder in der Idea von der Sammlung
Israels. Genau die Frage hat damals die Jünger beschäftigt. Ist das jetzt
gerade so direkt vor der Tür, wann wird dann wieder Israel gesammelt
werden? Gott lässt er seine Verheißungen nicht einfach unerfüllt. Es gibt
Jesus eine wichtige Antwort: es gebührt euch nicht zu wissen, Zeit oder
Stunde. Wir brauchen den Terminplan Gottes nicht zu kennen. Es gibt heute
immer wieder Leute, die meinen, sie wüssten mehr als Jesus. Und da müssen
wir vorsichtig sein. Den Zeitpunkt, wann Jesus Israel erwecken wird, und
wiederherstellen wird, ist uns unklar, wir staunen nur, wie viel schon auf
diesem Weg erfüllt ist. Eins ist die Voraussetzung dafür: dass das
Evangelium den Heidenvölkern überall gepredigt werden muss, und dieser
Aufgabe wollen wir uns widmen. Es ist eine Tragik, dass die Christen in
zweitausend Jahren das so lässig getrieben haben, und ganze Generationen
sich nicht dafür eingesetzt haben. Das ist die wichtigste Aufgabe, auf die
Jesus seinen besonderen Segen legt. Da muss man seine Kraft einsetzen. Dass
über all das Evangelium gepredigt wird, bis dass er kommt. Dieser Jesus,
denn ihr habt den Himmel fahren sehen, dieser Jesus, den kennen wir. Der so
gütig und barmherzig war, der die Kinder gesegnet hat, der sich selbst als
den guten Hirten bezeichnet hat, und mit einer so großen Liebenswürdigkeit
auch mit gefallenen Menschen reden konnte, der Jesus kommt wieder. Wir
haben doch eine Perspektive für die Welt. Ich wollte, dass sie heute an
diesem Himmelfahrtstag ihr Leben neu gesehen, mit den Lasten und
Schwierigkeiten, die vor ihnen stehen. Es ist doch nicht so, dass sie das
alles managen müssen. Legen Sie es in die Hände Jesu. Und wissen Sie, vor
mir steht nicht die dunkle Mauer des Todes, sondern von mir steht der gute,
barmherzige Herr, der mich aufnimmt, und einlädt, und zu dem ich heimkehren
darf, die Christen haben eine neue Perspektive, wir wollen nicht in eine
verworrene Weltgeschichte nur blicken, sondern wir wollen wissen, dass in
dieser Weltgeschichte eine Reich-Gottes-Geschichte läuft. Die einmündet in
die Herrlichkeit vor den Thron bei Jesus. Und da möchte ich dazu gehören,
und ich möchte sie bitten, dass sie heute an diesem Tag zwischen Jesus und
ihnen alles klarmachen. Dass er König und Herr auch in den Entscheidungen
ihres Lebens sein kann. Amen.

