Serie•Teil 4 / 5Was ist Buße? (Bekehrung)
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Was ist eigentlich Buße? Fünf Punkte, die du wissen solltest.
Buße ist ein Begriff, der in der Bibel und im christlichen Glauben eine wichtige Rolle spielt. Oft wird er missverstanden oder auf ein bloßes Gefühl von Schuld reduziert. Dabei meint Buße weit mehr als nur Reue. Sie beschreibt eine innere Umkehr, die das ganze Leben betrifft.
- Buße beginnt mit der Erkenntnis der eigenen Schuld
Buße setzt voraus, dass ein Mensch erkennt, dass er vor Gott schuldig geworden ist. Es geht nicht nur darum, Fehler einzugestehen oder unangenehme Folgen zu bedauern. Vielmehr geht es um die Einsicht, dass das eigene Denken, Reden und Handeln nicht mit Gottes Willen übereinstimmt.
Diese Erkenntnis ist schmerzhaft, aber notwendig. Ohne sie gibt es keine echte Umkehr. Wer seine Schuld verharmlost oder verdrängt, bleibt innerlich unverändert. Buße beginnt dort, wo ein Mensch ehrlich wird vor Gott.
- Buße bedeutet mehr als Reue
Reue kann bedeuten, dass man sich über etwas ärgert, das schiefgelaufen ist. Buße geht tiefer. Sie ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine bewusste Hinwendung zu Gott. Ein Mensch erkennt nicht nur, dass er falsch gehandelt hat, sondern dass er Gottes Vergebung braucht.
Darum gehört zur Buße immer auch der Wunsch, sich von der Sünde abzuwenden. Wer Buße tut, bleibt nicht bei der Traurigkeit über das eigene Versagen stehen. Er wendet sich Gott zu und sucht einen neuen Weg.
- Buße führt zur Umkehr
Buße ist nicht nur ein innerer Vorgang, sondern zeigt sich auch im Leben. Wer umkehrt, verändert seine Richtung. Das bedeutet nicht, dass ein Mensch plötzlich vollkommen fehlerfrei lebt. Aber es bedeutet, dass er nicht mehr bewusst in der Sünde bleiben will.
Echte Buße zeigt sich in Taten, in einer veränderten Haltung und in dem Bemühen, Gottes Willen zu folgen. Wo Buße echt ist, bleibt sie nicht unsichtbar. Sie wirkt sich auf Entscheidungen, Beziehungen und Prioritäten aus.
- Buße ist ohne Gottes Gnade nicht möglich
Der Mensch kann sich nicht aus eigener Kraft erlösen. Auch Buße ist letztlich ein Werk Gottes im Herzen. Es ist Gott, der Einsicht schenkt, der zur Umkehr ruft und Vergebung anbietet. Ohne seine Gnade bliebe der Mensch in Schuld und Selbsttäuschung gefangen.
Das macht Buße nicht unwichtig, sondern zeigt ihre Tiefe. Sie ist keine Leistung, mit der man sich Gottes Annahme verdient. Vielmehr ist sie die Antwort auf Gottes Ruf und seine Barmherzigkeit.
- Buße führt zur Vergebung und zum neuen Leben
Wo echte Buße geschieht, bleibt sie nicht ohne Folgen. Gott verheißt Vergebung denen, die sich ihm zuwenden. Wer seine Schuld bekennt und sich von ihr abkehrt, darf auf Gottes Gnade vertrauen.
Buße öffnet den Weg zu einem neuen Leben mit Gott. Sie ist kein Ende, sondern ein Anfang. Aus Schuld wird Vergebung, aus Trennung wird Gemeinschaft, aus altem Leben wird ein neuer Weg im Vertrauen auf Gott.
Buße ist also nicht nur ein religiöser Begriff. Sie beschreibt eine grundlegende Bewegung des Herzens: weg von der Sünde und hin zu Gott. Wer Buße versteht, versteht auch besser, was Gottes Heiligkeit, seine Gnade und seine Einladung zum neuen Leben bedeuten.
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Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt. Nachfolge praktisch – dein geistlicher Impuls für den Tag.
Mein Name ist Jürgen Fischer, und heute geht es um eine Buße nach der Bekehrung.
Der Anfang des Glaubens und die erste Umkehr
Bis jetzt haben wir uns dem Thema Buße so genähert. Wir haben so getan, als sei Buße etwas, das man im Leben einmal tut. Damit wird man Christ, und dann war es das mit der Buße. Buße als radikale Umkehr zu Gott. Aus dem Heiden wird ein Jesusjünger.
Das ist die Buße am Anfang des geistlichen Lebens. Ich erkenne mich und mein hoffnungsloses Schicksal im Licht von Gottes Wort, ergreife das Evangelium und bitte den Herrn Jesus, dass er mich rettet. Ich werfe mich in seine Arme und erwarte nichts mehr von mir, sondern alles von ihm. Und ich will auch nur noch eins: dem Herrn Jesus nachfolgen, von ihm lernen, für ihn leben.
Apostelgeschichte 3,19: So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden.
Das ist die Buße, die wir bis jetzt betrachtet haben.
Wenn Christen vom Weg abkommen
Aber es gibt in der Bibel auch eine Buße, die sich nicht auf Heiden bezieht, sondern auf Christen. Und bevor wir uns ein Beispiel anschauen, eine Vorbemerkung, die wichtig ist:
Man kann sich als Christ geistlich verlaufen und vom Weg abkommen. Wie in allen Dingen gilt auch für unser Leben mit Gott, was der Prediger so ausdrückt: Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang. Ein noch so glanzvoller Start garantiert nicht, dass wir mit unserem geistlichen Leben auch am Ziel ankommen.
An und für sich ist das nicht schwer. Um anzukommen, braucht es nämlich nur genau eine Sache: Ich muss ein Leben lang an der Seite Jesu bleiben, auf seine Stimme hören und ihm folgen. Dann kann mir nichts passieren.
Johannes 10,27-29
Da sagte der Herr Jesus: Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.
Bei Jesus sind wir sicher.
Die Gefahr eines verlorenen Bezugs zu Jesus
Aber was, wenn diese Verbindung schwächer wird? Was, wenn wir anfangen, uns für ein falsches Jesusbild zu öffnen, oder uns mit fremden Geistern und mystischen Erfahrungen einlassen? Oder wenn wir in Selbstgerechtigkeit beziehungsweise Liberalität abdriften, uns also für ein falsches Evangelium öffnen oder von einem Irrlehrer verführt werden, der unseren Glauben zerstört? Was dann?
In 2. Timotheus 2,26 lesen wir von Christen, die Gefangene des Teufels sind. So sehr hat er ihr Leben im Griff. Deshalb ist ein glanzvoller Start noch kein Garant für ein triumphales Ende.
Ein gutes Beispiel ist die Gemeinde in Laodizea. Ihr Problem ist dies: Sie hält sich für großartig, ist aber in Gottes Augen der letzte Schrott. Offenbarung 3,15-16. Da sagt der Herr Jesus zu dieser Gemeinde: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest! Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.
Nicht kalt, um etwas zu kühlen. Nicht heiß, um damit zu kochen. Lauwarm, unbrauchbar, zum Kotzen.
Selbsttäuschung und geistliche Armut
Offenbarung 3,17-20. Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts, und nicht weißt, dass du elend und bemitleidenswert, arm, blind und bloß bist, rate ich dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du siehst. Das, was hier beschrieben wird, ist ein Maximum an falscher Selbsteinschätzung. Mehr geht eigentlich nicht.
Wie kann eine Gemeinde sich für reich halten, wenn Gott sie als elend, bemitleidenswert, arm, blind und nackt bezeichnet? Ihr fehlt einfach alles. Sie hat keine guten Werke, sie hat keine Glaubensgerechtigkeit, und sie hat keinerlei geistlichen Durchblick. Diese Gemeinde dreht sich um sich selbst und kennt weder das Evangelium noch die Bibel.
Aber das Schlimmste ist: Sie hat den Herrn Jesus verloren. Sie feiert sich und ihre Unabhängigkeit, und Jesus steht draußen. Deshalb heißt es in Offenbarung 3,20: Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich hineingehen und mit ihm essen, und er mit mir. Jesus steht draußen.
Die Rückkehr zur Stimme Jesu
Und die Frage ist: Was muss ich tun, wenn ich in einer solchen Gemeinde bin, wenn ich mich an Selbstüberschätzung, an Sünde und an Unwissenheit gewöhnt habe? Wenn ich meinen Bezug zu Jesus verloren habe, was muss ich tun?
Antwort: Ich muss neu hören. Nochmal Offenbarung 3,20: Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir.
Der Herr Jesus sucht die Gemeinschaft. Aber ich muss neu anfangen, auf ihn zu hören. Bitte erinnert euch an das, was Jesus gesagt hat: Meine Schafe hören meine Stimme, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen ewiges Leben.
Und mit welchen Worten fordert mich der Herr Jesus dazu auf, wieder auf ihn zu hören? Schauen wir uns den Vers vor Offenbarung 3,20 an: Offenbarung 3,19. Da sagt der Herr Jesus: Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße!
Sei nun eifrig und tu Buße – das ist ein Wort an Christen, deren Leben von Arroganz, Ungehorsam und Dummheit geprägt ist.
Ein neuer Schritt der Umkehr im Leben von Christen
Sei nun eifrig und tu Buße! Wir können uns geistlich verlaufen und vom Weg so weit abkommen, dass fast so etwas wie eine zweite Bekehrung nötig ist. Dann müssen wir in unserem Herzen ganz neu eine Entscheidung für den Herrn Jesus und für die Gemeinschaft mit ihm treffen.
Wo das der Fall ist, wo wir ein Überwinderleben gegen selbstgefällige Scheinheiligkeit eingetauscht haben, wo wir dem Namen nach Christen nennen, aber sich unser Leben nicht mehr um den Christus, sondern um uns selbst dreht, dort gilt: Ego-Trip statt Jesus-Jünger.
An dieser Stelle haben wir nur eine Chance auf ewiges Leben. Wir müssen neu den hören, der zu uns spricht: Sei eifrig und tu Buße!
Schluss und praktische Anwendung
Was könntest du jetzt tun? Du könntest dafür beten, dass Gemeinden in deinem Umfeld, die keine Liebe zur Demut, zum Evangelium oder zum Wort Gottes haben, dass in diesen Gemeinden einzelne Gläubige ganz neu, vielleicht auch zum ersten Mal, die Stimme Jesu hören und Buße tun.
Das war’s für heute. Ich freue mich über Gebet. Wenn du einmal im Monat drei Gebetsanliegen bekommen möchtest, findest du auf Einen Link, oder du schaust ins Skript. Dort ist auch ein Link zum Gebets-Newsletter.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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