Serie•Teil 2 / 6E21 Regionalkonferenz Ost 2017
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Die Grundlage für wahre Erkenntnis
1. Korinther 2,6-16. Von Weisheit reden wir aber unter den Vollkommenen, doch nicht von einer Weisheit dieser Welt, auch nicht von den Herrschern dieser Welt, die vergehen, sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit. Keine von den Herrschern dieser Welt hat sie erkannt. Denn wenn sie sie erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Sondern wir reden, wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.
Uns aber hat Gott es offenbart durch den Geist. Denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen Gottes. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen, was uns von Gott geschenkt ist. Und davon reden wir auch, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.
Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist. Es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, denn es muss geistlich beurteilt werden. Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn.
Wort des lebendigen Gottes. Amen.
Herr Präsident! Es wäre super, wenn jeder von uns die Stelle vor sich haben könnte. Wenn du keine Bibel hast, bitte schau hilflos aus, und jemand anderer wird dir helfen. Wir haben Bibeln zu teilen, aber es wird nur viel mehr Sinn machen, wenn wir das Wort Gottes vor uns haben. Es gibt ein paar Leute jetzt, die Bibeln anbieten, also bitte schau hilflos aus.
Und während wir das machen, möchte ich nur noch etwas vom Interview sagen. Ich habe meiner Mutter erzählt, wie sie reagiert hat, als sie gesagt hat, damals sei sie Christ geworden. Meine Mutter war dann sehr, sehr gegen meinen Glauben, jahrelang, jahrzehntelang, aber sie ist mit achtzig Jahren Christ geworden. Das ist das zweitgrößte Wunder meines Lebens, und ich staune, wie Gott das gemacht hat.
Wenn man vor 20 Jahren mir die Frage gestellt hätte, wer ist der Mensch, den du kennst, der deiner Meinung nach am unwahrscheinlichsten wäre, Christ zu werden, hätte ich keine Zeit gebraucht zum Überlegen. Ich hätte gesagt: meine Mutter. Und der Herr hat es geschafft, Halleluja. Ich könnte fast begeistert werden, das ist so großartig.
Gut, ich hoffe, dass jeder von uns die Stelle vor sich hat. Wir haben schon gebetet in diesem Lied, aber ich möchte, dass wir noch einmal beten. Bitte beten wir!
Vater, danke, dass wir dein Wort in unseren Händen haben. Bitte nimm du unser Leben in deine Hände, verändere uns und rüste du uns aus. Wir beten im Namen Jesu. Amen.
Warum diese Frage überhaupt wichtig ist
Das Thema auf dem Programm ist: „Warum Auslegung durch den Heiligen Geist und das Wort Gottes?“
Ich kann die Frage sehr leicht beantworten: wegen dem, was die Bibel ist. Die Bibel ist das Wort Gottes. Und weil die Bibel das Wort Gottes ist, steckt die Kraft Gottes in diesem Buch. Das wissen wir ja alle, die hier sind. Deswegen sind wir doch da, oder? Diese Kraft Gottes steckt darin, und deswegen ist es wichtig, dass dieses Wort Gottes gelehrt und ausgelegt wird.
Ich möchte, dass wir gemeinsam das zweite Kapitel des ersten Korintherbriefs anschauen, um etwas herauszufinden, was Paulus über die ganze Sache mit der Offenbarung sagt. Fangen wir noch einmal an, oder? Nein, wir fangen nicht noch einmal an. 1. Korinther 2. Wir schauen uns das ganze Kapitel an, von Vers 1 bis Vers 16. Aber wir werden ziemlich schnell vorangehen müssen.
Ich bin begeistert von diesem Thema und sehr dankbar für die Einladung auf diese Konferenz, weil ich überzeugt bin, dass das, was der Heilige Geist mehr als alles andere verwendet, um Menschenleben zu verändern, die Bibel ist. Er verwendet auch andere Dinge, das ist mir klar: Anbetung, Seelsorge und so weiter. Aber vor allem ist es die Bibel, das Wort Gottes, das er mehr als alles andere verwendet, um Menschenleben zu verändern. Denn in diesem Buch steckt so viel Kraft. Deswegen bin ich sehr begeistert von diesem Thema.
Wir werden Paulus’ Erfahrung in Korinth in den ersten fünf Versen anschauen. Dann werden wir in den Versen sechs bis sechzehn die Stelle, die uns vorgelesen worden ist, etwas besser verstehen. Dabei geht es darum, wie der Heilige Geist uns das Wort Gottes, die Botschaft Gottes und die Weisheit Gottes gegeben hat.
Wenn ich dieses Kapitel anschaue, fange ich fast immer an, den Herrn anzubeten. Ich bin sehr froh, wenn wir in den nächsten dreißig bis vierzig Minuten zwei Dinge auf einmal tun können. Schafft man das? Einerseits lesen und zuhören, vielleicht auch mitschreiben. Andererseits aber auch mit dem Herrn reden. Nicht laut, bitte, sondern innerlich. Nicht: „Herr, schenk, dass er bald aufhört“ – das war ein schuldbewusstes Lachen gerade –, sondern man kann dem Herrn jetzt, in diesem Augenblick, sagen: Herr, ja, ich will wachsen. Ich will bitten, dass du mich ausrüstest, damit ich dein Wort anderen weitergeben kann.
Es ist super, wenn wir das tun. Es ist schade, wenn das Lied aus ist und die Anbetung aufhört. Du kannst jetzt gleichzeitig lesen, zuhören und mit dem Herrn reden. Einige von uns machen es jetzt gerade, andere noch nicht. Ich lade aber dazu ein.
Paulus und die Mitte seiner Botschaft
Schau dir Paulus an, wie er nach Korinth gegangen ist mit dem Evangelium, in den ersten fünf Versen.
Das nächste Mal, was er entschieden hat, in den ersten zwei Versen:
So bin auch ich, meine Geschwister, als ich zu euch kam, nicht gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkündigen.
Das heißt, er hat die Entscheidung getroffen: Ich werde nicht versuchen, etwas zu bewirken durch meine Kräfte, durch meine Gaben.
Die Entscheidung war, Vers 2: Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten.
Ich nehme an, ein bisschen Übertreibung ist dabei. Ich glaube schon, dass er auch von der Auferstehung zum Beispiel gesprochen hat, von der Sünde. Aber Hauptsache bei seiner Botschaft, das Fundament seiner Botschaft, das Wichtigste bei seiner Botschaft war Jesus und sein Kreuz.
Und das freut mich, dass er den Mut hatte, den Glauben hatte, diese Entscheidung zu treffen. Und wenn du Christ bist, und ich nehme an, die meisten von uns hier sind Christen, wir vertrauen auf Jesus, dann bringt uns das zum Anbeten, weil das das Evangelium ist, oder? Dies ist gewaltig.
Das soll uns nie fremd werden, dass Jesus für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist. Er hat die Strafe auf sich genommen. Wir sind von Gott angenommen worden, nicht wegen dem, was wir für Gott tun, sondern wegen dem, was Gott für uns getan hat am Kreuz.
Ist das eine gute Nachricht oder ist das eine gute Nachricht? Wir werden nicht abstimmen. Aber jetzt kannst du, wenn du denkst: Ja, dann kannst du dem Herrn gleich sagen: Ja, danke, dass das wahr ist, dass das stimmt. Ich bete dich an.
Das ist, was er sich entschieden hat.
Dann in Vers 3, wie er sich gefühlt hat:
Ich war in Schwachheit und mit viel Furcht und Zittern bei euch.
Dieser Vers ist eine riesige Ermutigung für mich. Ich habe immer das Gefühl bei Paulus, dass er eine sehr starke Persönlichkeit ist, und das glaube ich auch, dass er im Grunde genommen so war. Aber es freut mich so sehr, dass er in Furcht und Zittern und Schwachheit nach Korinth gezogen ist, weil ich denke: Wenn Paulus manchmal ängstlich war, dann ist es erlaubt, dass Andrew auch manchmal ängstlich ist.
Das ist super, aber er ist trotzdem hingegangen, weil er überzeugt war, dass diese Botschaft eine Botschaft von Gott war.
Also: was er sich entschieden hat, wie er sich gefühlt hat, und jetzt drittens in den Versen 4 und 5, was er erlebt hat:
Meine Rede und meine Verkündigung bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft.
Als Paulus von Jesus gesprochen hat, von Jesus und von seinem Kreuz, hat er erlebt, wie der Heilige Geist gewirkt hat. Es steht eindeutig da in Vers 4, oder? Die Zuhörer haben das auch erlebt, weil es Menschen dort gab, die zu Jesus gefunden haben. Das ist ein Wunder Gottes.
Was Paulus erlebt hat in Korinth: Ja, es gab Widerstand, aber was er erlebt hat, ist, dass der Heilige Geist Menschen zum Glauben gebracht hat durch seine Botschaft.
Vers 5: Damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.
Das ist irgendwie das Fundament für dieses Kapitel jetzt.
Die vier Wirkweisen des Geistes
Und jetzt in den Versen sechs bis zehn oder sechs bis neun. Wir werden diese Verse nicht näher anschauen, aber es ist letztlich eine Gegenüberstellung in diesen Versen, wenn ihr sie bitte jetzt anschaut.
Es geht darum: Was für Weisheit, was für Botschaft ist das? Woher kommt diese Botschaft, woher kommt diese Weisheit, woher kommt das alles, was Paulus damals gepredigt hat?
Und Paulus sagt, es gibt zwei Arten von Weisheit, zwei Arten von Botschaft. Es gibt eine weltliche und es gibt eine göttliche. Es gibt eine weltliche, die die Menschen sich ausgedacht haben, sich einfallen lassen haben, und es gibt eine göttliche, die Gott herabgesandt hat.
Vers 6: Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften, aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit, da ist die Gegenüberstellung, im Geheimnis, die Verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, die keine der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat. Denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt, sondern wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.
Zwei Arten von Botschaft, zwei Arten von Weisheit. Und Paulus sagt: Diese Botschaft des Evangeliums, die ich euch damals nach Korinth gebracht habe, das ist nicht eine Botschaft, die Menschen sich ausgedacht haben. Dies ist eine Botschaft, die eine Offenbarung Gottes ist.
Darum geht es in den Versen sechs bis neun, und der Höhepunkt davon ist der Anfang von Vers zehn: Uns, und Paulus meint uns Aposteln, hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist. Es ist das Thema der Offenbarung, dass die Botschaft eine Offenbarung von Gott ist.
Und was Paulus jetzt machen will in den Versen zehn bis sechzehn: Er will erklären, er will den Prozess anschauen, wie der Heilige Geist das alles gemacht hat, so dass wir die Wahrheit Gottes erlebt haben, gehört haben, hören konnten.
Es gibt vier Schritte hier, vier Dinge, die wir über den Heiligen Geist sehen können. Und es bewegt mich jedes Mal, wenn ich diese vier Schritte anschaue. Schauen wir sie jetzt an.
Wie Gottes Geist Erkenntnis schenkt
Zunächst einmal in der zweiten Hälfte von Vers 10 und in Vers 11: Der Heilige Geist ist der forschende Geist. Er ist der forschende Geist.
Paulus verwendet hier ein menschliches Beispiel. Denn wer von den Menschen kennt die Gedanken des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Das stimmt, oder? Wenn ich jetzt etwas denke, bin ich der Einzige, der weiß, was ich denke.
Wir probieren das. Wir machen jetzt ein Experiment, ich bitte ums Mitmachen. Ich denke jetzt an einen europäischen Politiker. Okay, Vorschläge, Angebote: An wen denke ich? Bitte? Merkel? Nein? Bitte? Boris Johnson? Nein? Sarkozy? Nein? Wow, ja, nein? Andere Vorschläge? Maggie Thatcher? Nein? Theresa May? Nein? Ihr seht, es ist etwas schwer, diese Aufgabe.
Ich denke eigentlich an Helmut Kohl. Ist das euch ein Begriff? Ich bin der Einzige, der das gewusst hat. Mein Geist weiß, was Andrew Page denkt.
Jetzt schau bitte die zweite Hälfte von Vers 11 an: So kennt auch niemand die Gedanken Gottes als nur der Geist Gottes. Und die zweite Hälfte von Vers 10 macht es sehr klar: Der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Das ist das, was ich damit gemeint habe, als ich gesagt habe, der Geist ist der forschende Geist. Er hat genau erforscht, was Gottes Wahrheit ist. Er weiß es eh, weil er selber Gott ist.
Der Geist ist der forschende Geist. Das heißt: Der Geist weiß alles von der Wahrheit Gottes, nicht das meiste. Er weiß alles von der Wahrheit Gottes. Er ist der forschende Geist. Das war Schritt Nummer eins.
Schritt Nummer zwei: Der Heilige Geist ist der offenbarende Geist, der offenbarende Geist. Vers 12 jetzt: Wir aber, und Paulus spricht wieder von den Aposteln, wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, so dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist.
Mit anderen Worten: Der Heilige Geist hat uns gezeigt, was die Wahrheit Gottes ist, was Gott uns alles geschenkt hat. Es ist noch klarer da am Anfang von Vers 10: Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist. Das heißt, der Geist hat, nachdem er alles erforscht hatte, es uns Aposteln offenbart, so dass wir die Wahrheit Gottes erfahren haben.
Und das ist genau das, was Jesus den Aposteln versprochen hat, bevor er zum Kreuz gegangen ist, Johannes 14. Jesus hat gerade das Abendmahl gefeiert mit seinen Jüngern, und in Johannes 14 in den Versen 25 und 26 sagt er Folgendes. Es ist gewaltig, was Jesus sagt.
Johannes 14, Vers 25: Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Das ist nicht eine Verheißung an uns, denn Jesus sagt: Er wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Jesus hat physisch mir nichts gesagt. Aber die Apostel waren drei Jahre lang mit Jesus unterwegs, oder? Sie haben irrsinnig viel Lehre von Jesus gehört, nicht nur die Lehre, die wir in unseren Evangelien haben, sondern viele andere Sachen, oder? Sie haben sehr viel gehört, und jetzt sagt Jesus ganz ruhig nach dem Abendmahl: Er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Alles.
Jesus sagt nicht, der Heilige Geist wird euch an das Meiste erinnern, sondern alles. Das ist gewaltig. Das bedeutet, dass Johannes sein Evangelium geschrieben hat, und Gott hat kein einziges Mal gesagt: Oh, schade, dass er das geschrieben hat. Ach, hoffentlich ist der nächste Satz besser. Nein, der Heilige Geist hat ihn an alles erinnert. Er hat keine Fehler gemacht.
Das ist Johannes 14, die Verse 25 und 26. Und zwei Kapitel später, Kapitel 16 im Johannes-Evangelium, Verse 12 und 13, Johannes 16, Vers 12: Noch vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
Worauf ich aufmerksam machen will, ist diese Phrase: Wenn der Geist der Wahrheit kommt, so wird er euch in die ganze Wahrheit lehren. Nicht nur: Er wird euch lehren, sondern: Er wird euch in die ganze Wahrheit lehren. Das ist eine Verheißung der Offenbarung, oder? Der Geist wird euch das offenbaren.
Und darum geht es in 1. Korinther 2, am Anfang von Vers 10: Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist. Und das, was man von den Aposteln sagen kann und von ihrem Kreis, kann man auch von den Propheten im Alten Testament sagen. Aber Vers 12 und der Anfang von Vers 10 in 1. Korinther 2 machen klar: Der Heilige Geist ist der offenbarende Geist.
Schritt Nummer eins, ich hoffe, dass ihr diese vier Schritte merken werdet: Schritt Nummer eins: Der Geist ist der forschende Geist. Schritt Nummer zwei: Der Geist ist der offenbarende Geist. Und Schritt Nummer drei ist Vers 13: Der Heilige Geist ist der inspirierende Geist.
Vers 13: Und davon reden wir auch nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich erklären.
Schau den Anfang des Verses an, bitte, das ist gewaltig: Davon reden wir auch nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in Worten, die vom Heiligen Geist gelehrt sind. Das ist eine erstaunliche Aussage.
Paulus sagt hier, es ist nicht nur so, dass der Heilige Geist uns Aposteln offenbart hat, was Gottes Wahrheit ist. Er hat uns auch inspiriert, so dass wir das genau richtig weitergeben, ob durch Predigt oder ob durch Schreiben. Die Behauptung ist da in Vers 13, ist das euch aufgefallen? Er hat sogar die Worte geleitet. Nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in Worten, die vom Heiligen Geist gelehrt sind. In Worten, die vom Heiligen Geist gelehrt sind.
Ich möchte erklären, was das nicht bedeutet. Das bedeutet nicht, dass der Heilige Geist das Neue Testament diktiert hätte. Absolut nicht! Es ist nicht so, dass Markus zum Beispiel, als er sein Evangelium geschrieben hat, gebetet hat. Ja, ich bin sicher, dass er gebetet hat. Aber es ist nicht so geworden, dass er nach seinem Gebet so etwas passiert ist: Uh, das ist sehr gut! Nein, Markus hat genau das geschrieben, was er schreiben wollte, aber kein einziges Mal hat der Heilige Geist gesagt: Uff, nicht ganz richtig. Jedes Wort war richtig.
Ich finde es gewaltig. Man sieht die Persönlichkeit der menschlichen Autoren in der Bibel, oder? Die sind verschieden, die sind unterschiedlich, das ist super. Aber die Behauptung hier ist, dass der Heilige Geist der inspirierende Geist ist, der sogar die Wortwahl geführt hat. Der englische Ausdruck dafür ist „wow!“. Das heißt, die Bibel ist hundertprozentig Menschenwort, die haben das geschrieben, was sie schreiben wollten. Und die Bibel ist hundertprozentig Gottes Wort. Bitte nicht 50 und 50.
Wenn man sagen würde, die Bibel ist zu 50 % Menschenwort und zu 50 % Gottes Wort, könnte man Bibelstudien nur mit einer Schere machen, weil man immer bereit sein müsste, die Dinge auszuschneiden, die meiner Meinung nach nicht zum Wort Gottes gehören. Nein, hundertprozentig das Wort Gottes, weil der Heilige Geist der inspirierende Geist ist. Das erfüllt mich mit Freude.
Das erinnert mich daran, ich weiß, wir haben das schon einmal gehört: Was für ein Geschenk Gott uns hier gegeben hat, oder? Hundertprozentig das Wort Gottes.
Wenn Gottes Wort auf Menschen trifft
Der Heilige Geist ist der forschende Geist, der Heilige Geist ist der offenbare Geist, der Heilige Geist ist der inspirierende Geist. Und jetzt, der vierte Schritt in den Versen 14 bis 16: Der Heilige Geist ist der erleuchtende Geist.
Hier geht es darum, was passiert, wenn wir das Wort Gottes lesen oder hören. In Vers 14 spricht Paulus von Menschen, die noch nicht Christen sind: Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss.
Wenn der Heilige Geist uns das Herz nicht aufmacht, dann macht es überhaupt keinen Sinn. Dann ist das, was die Bibel sagt, die Botschaft über Jesus: Was soll das bitte?
In den Versen 15 und 16 geht es um Christen: Der geistliche Mensch dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt. Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, dass er ihn belehre? Wir aber haben den Sinn des Christus.
Der Heilige Geist ist der erleuchtende Geist. Das finde ich gewaltig. Das bedeutet: Wenn die Bibel, wenn das Wort Gottes gelehrt wird, ausgelegt wird, sind wir nicht allein. Der Heilige Geist ist da, um demjenigen zu helfen, der spricht, aber auch um denjenigen zu helfen, die hören. Der erleuchtende Geist ist da.
Wenn er sich die ganze Mühe gemacht hat, uns die Bibel zu schenken, und das hat er, dann ist es ja klar: Er setzt sich voll dafür ein, oder? Dass wir das Wort Gottes hören, dass wir die Stimme Gottes hören, wenn wir mit der Bibel zu tun haben.
Und das hat jeder von uns in diesem Raum erlebt, oder? Du warst beim Bibellesen, und auf einmal hat dich etwas so getroffen. Das war der erleuchtende Geist. Oder du warst in einem Gottesdienst und hast eine Predigt gehört oder einen Bibelvortrag oder irgendetwas anderes, und es war für dich fast so, als ob der Vortrag, die Predigt, nur für dich wäre. Du hast gedacht: Wie hat der Typ vorhin das von mir gewusst, dass ich diese Woche solche Gedanken hatte? Er hat es nicht gewusst, aber der Heilige Geist weiß es. Das hast du schon erlebt, oder? Zwei, drei von uns haben das erlebt, das freut mich.
Und das passiert, weil der Heilige Geist der erleuchtende Geist ist. Er macht Wunder in Menschenherzen, so dass die Predigt oder die Bibellehre oder was immer das ist, Bibelstudium in einer Kleingruppe, nicht einfach die Vermittlung von Informationen ist, obwohl das auch wichtig ist, sondern auch eine Begegnung mit Gott. So dass es ein übernatürliches Ereignis ist. So dass man weiß: Gott spricht zu mir. Das ist nicht einfach ein Typ vorne oder einfach ein Buch. Gott spricht zu mir ins Herz. Das hast du sicher schon erlebt. Und das ist, weil der erleuchtende Geist am Wirken ist.
Eine Frau ist einmal die folgende Frage gestellt worden. Man hat sie gefragt, ob sie die Romane von einem bestimmten Autor gelesen hatte. Sie hat gesagt: Ich habe angefangen, seine Bücher zu lesen, aber es hat mich nicht interessiert, und ich habe nicht weitergelesen.
Ein Jahr später hat jemand anderes ihr ziemlich dieselbe Frage gestellt, bezüglich der Bücher desselben Autors. Sie hat gestrahlt und gesagt: Ja, ich habe alle seine Bücher gelesen, und ich bin dabei, sie ein zweites Mal durchzulesen. Die sind großartig, oder?
Was hat den Unterschied gemacht? In der Zwischenzeit hatte sie den Autor kennengelernt und geheiratet.
Wir haben den Autor von diesem Buch kennengelernt, Geschwister. Nicht nur kennengelernt durch das, was Jesus, der Gekreuzigte, für uns getan hat, nicht nur kennengelernt: Der Autor von diesem Buch, weil wir Christen sind, er lebt in uns. Er kommt nicht auf Besuch, er lebt in uns.
Und er hat einige Ziele mit uns. Aber ein Ziel, das er mit uns hat, ist, dass wir immer wieder erleben, dass Gott durch dieses Buch zu uns spricht. Und wenn du willst, kannst du in diesem Augenblick dem Herrn sagen: Herr, ich möchte das immer mehr erleben.
Drei Überzeugungen für den Umgang mit der Schrift
Warum Auslegung? Weil das das Wort Gottes ist, weil der Heilige Geist der forschende Geist ist, der offenbare Geist, der inspirierende Geist und jetzt auch der erleuchtende Geist. Deswegen ist es irrsinnig wichtig, dass das den Menschen erklärt wird, weitergegeben wird, ausgelegt wird.
Wenn ich keine Auslegungspredigt halte, ist die Gefahr, dass ich, anstatt die Stelle auszulegen, Dinge in die Stelle hinein stelle. Entweder wird die Stelle ausgelegt, oder die Zuhörer werden reingelegt. Ich denke, es ist sehr wichtig.
Wir haben gesehen, dass diese Botschaft von Gott ist. Wir haben gesehen, dass das nicht die Botschaft der Welt ist, sondern eine Botschaft, die Gott uns Menschen geschenkt hat durch das, was der Heilige Geist getan hat: der forschende Geist, der offenbare Geist, der inspirierende Geist, der erleuchtende Geist.
Drei Überzeugungen zum Schluss, zum Überlegen, zum Nachdenken, vielleicht zum Miteinander besprechen.
Zunächst einmal eine Überzeugung, was die Bibel betrifft: Die Bibel ist das Wort Gottes. Es gibt keine Fehler. Es gibt Dinge in der Bibel, wo ich Schwierigkeiten habe, wo ich denke: Wie bitte? Uh, ich verstehe. Es gibt schwierige Teile in der Bibel, das gebe ich zu. Aber ich bin überzeugt: Die ganze Bibel ist das Wort Gottes, ganz eindeutig. Theoretisch wissen wir das alle, aber ich denke, es tut gut, daran erinnert zu werden. Eine Überzeugung, was die Bibel betrifft: Die Bibel ist das Wort Gottes.
Zweite Überzeugung, eine Überzeugung, was den Heiligen Geist betrifft: Der Heilige Geist hat dafür gesorgt, dass wir die Bibel haben und dass die Bibel das Wort Gottes ist. Aber der Heilige Geist ist noch immer am Wirken, er ist der erleuchtende Geist. Das bedeutet: Wenn immer wir uns darauf vorbereiten, anderen von der Bibel zu erzählen, kann es sein, dass es eine Kindergruppe ist, oder eine Jugendgruppe, oder Männergruppe, Frauengruppe, im Gottesdienst, was immer das ist, oder in einer Kleingruppe, in einem Hauskreis. Oder es kann sein, dass ich eine Bibelstelle studiere mit einem Freund zu zweit. Ist der erleuchtende Geist immer da?
Und es freut mich, dass diese Bibelstelle mich noch einmal daran erinnert hat, was für ein Geschenk es ist, was für ein Privileg es ist, dass der Heilige Geist, der Autor von diesem Buch, in mir lebt. Ich weiss nicht, ob ihr Stücke von Shakespeare gelesen habt. Ich habe versucht, einige Stücke von Shakespeare zu lesen. Ich habe mehr von Goethe gelesen als von Shakespeare eigentlich, und bei beiden habe ich Schwierigkeiten gehabt, ehrlich gesagt. Ich habe einiges überhaupt nicht verstanden. Es wäre vielleicht leichter für mich, wenn Goethe oder Shakespeare mich besuchen würden, um mir Dinge zu erklären.
Das Erstaunliche ist: Der Heilige Geist wohnt in uns, und er will uns das Wort Gottes erklären. Er will uns Klarheit geben. Er will uns Verständnis schenken.
Eine Überzeugung, was den Geist betrifft, und drittens eine Überzeugung, was uns betrifft: Wir haben eine grosse Verantwortung, Geschwister, dass wir anderen das Wort Gottes weitergeben. Dass wir nicht nur über Gott reden – natürlich sollten wir das auch machen – und über Jesus reden, sondern dass wir auch anderen helfen, sich mit der Bibel auseinanderzusetzen. Dass sie die Bibel aufmachen, mit uns oder ohne uns, dass sie die Bibel aufmachen und das lesen.
Und unsere Aufgabe, wenn wir reden, ob das eine Predigt ist oder im Hauskreis oder was das ist, bildlich gesehen jetzt, ist nicht so zu sein, dass alle Leute uns hören, aber wirklich nichts von der Bibel mitkriegen. Das ist auch nicht unsere Aufgabe, dass Leute nur die Bibel sehen und nichts von uns, von unserem Leben, von unserer Persönlichkeit mitkriegen. Nein, nein, die richtige Einstellung ist, dass ich anderen zeige, was das Wort Gottes sagt.
Und das ist die dritte Überzeugung, mit der ich heute Schluss machen werde. Meine Aufgabe ist, meine Verantwortung ist: Wenn der Herr mir dieses Geschenk gegeben hat, dann habe ich die Verantwortung, Gelegenheiten zu suchen, bei denen ich anderen zeigen kann, was das Wort Gottes sagt, wie ich anderen helfen kann, das zu verstehen, was im Wort Gottes steht.
Ich weiss nicht, wie es euch geht. Ja doch, wahrscheinlich, weil ihr vor dem Vortrag gegessen habt, deswegen seid ihr beim Einschlafen. Aber wenn ich über diese Sache denke, wenn ich über den Heiligen Geist denke, wie er uns die Bibel gebracht hat, wenn ich denke, mir Gedanken mache über meine Verantwortung, anderen das Wort Gottes weiterzugeben, wie der Herr mir Gelegenheit schenkt, fängt mein Herz an, schneller zu schlagen, zu klopfen, zu schlagen. Geht es bei dir so? So ein Geschenk, so etwas machen zu dürfen.
Wenn das bei dir der Fall ist, dann möchte ich vorschlagen, dass wir dem Herrn sagen, dass wir ihm zur Verfügung stehen.
Ein abschließendes Gebet und die Bitte um Bereitschaft
Beten wir miteinander. Zunächst eine kurze Stille, in der jeder allein für sich mit dem Herrn sprechen kann. Vielleicht gibt es irgendeinen Gedanken, etwas aus dieser Bibelstelle in 1. Korinther 2, das dich sehr angesprochen hat. Bitte rede in der Stille mit dem Herrn darüber, und dann werde ich ein kurzes Gebet sprechen. Beten wir in der Stille.
Wir danken dir so sehr, dass das Evangelium wahr ist, dass Jesus, der Gekreuzigte, unser Retter und Erlöser ist. Wir beten dich an. Danke, dass wir Vergebung von dir haben, nicht wegen dem, was wir für dich tun, sondern wegen dem, was er für uns am Kreuz getan hat. Wir danken dir.
Und wir danken dir so sehr, dass du uns dein Wort geschenkt hast. Danke, dass der Heilige Geist sich so dafür eingesetzt hat, dass wir die Bibel haben, die wahr ist, die dein Wort ist. Und danke, dass der erleuchtende Geist uns erleuchtet hat und noch immer erleuchtet.
Vater, viele von uns, die hier sind, wollen dir danken für Menschen, die du in unserem Leben gebraucht hast, damit wir auch anfangen konnten, deine Stimme in deinem Wort zu hören. Danke für das, was wir erlebt haben, als wir erkannt haben: Gott spricht zu mir durch die Bibel.
Und viele von uns, die hier sind, wollen sagen: Herr, gib uns die Gelegenheit, anderen zu helfen. Rüste du uns aus, damit wir dein Wort auslegen, lehren und weitergeben können. Rüste du uns auch durch deinen Geist, bitten wir dich.
Und wir beten diese Dinge im großen und starken Namen Jesu. Amen.

