
Lukas 1,1-25: "Souveränität Gottes: Gottes Treue lässt sich nicht aufhalten"
Lukas 1,1-1,2502.03.2008
Serie•Teil 1 / 53Lukas-Evangelium
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein gemeinsamer Anfang mit dem Evangelium
Ich freue mich natürlich wieder ganz besonders, bei euch zu sein. Das ist immer wieder wirklich herzerfrischend. Und vielen herzlichen Dank für den schönen Lobpreis an die Band, das war wirklich toll.
Wir haben etwas Besonderes miteinander in den kommenden Predigten vor. Solange ihr mich noch vorne predigen lasst, möchte ich mit euch das Lukasevangelium durchgehen. Das Lukasevangelium deshalb, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es etwas ist, was das Herz in besonderer Weise berührt, wenn man sich fortlaufend durch einen Text arbeitet, der vielleicht an der einen oder anderen Stelle, ihr werdet das beim Neuen Testamentkurs gemerkt haben, so seine Tücken hat, der aber unglaublich viel Tiefe transportiert und vor allem eines schafft: Er bringt uns fast mit jeder Geschichte in die Gegenwart Jesu und zwingt uns dazu, dass wir uns mit ihm persönlich auseinandersetzen.
Ich glaube, das ist es, was wir mehr und mehr heutzutage brauchen: zu verstehen, wer Jesus ist, wie Jesus funktioniert, wie Jesus tickt, damit wir das, was er uns vorgelebt hat, dann auch nachleben können. Deswegen wollen wir gemeinsam heute anfangen mit dem Lukasevangelium.
Wir schlagen auf Lukas 1 auf, und ich lese die Verse 1 bis 4. Ihr merkt, es lohnt sich jetzt wirklich immer, eine Bibel dabei zu haben. Das ist jetzt ein absoluter Vorteil, weil ihr dann in den Bibeln gleich Sachen anstreichen könnt, ihr könnt das selber mitbekommen. Also in Zukunft einfach mal überlegen, ob das nicht eine gute Investition wäre. Lukas 1,1-4, das ist Service, ja, aber die eigene Bibel ist echt ein Plus.
Da es nun schon viele unternommen haben, einen Bericht von den Ereignissen zu verfassen, die sich unter uns zugetragen haben, wie sie uns die überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, so hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, vortrefflichster Theophilus, der Reihe nach zu schreiben, damit du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.
Mit diesen Worten beginnt Lukas, Mitarbeiter von Paulus, das sogenannte Lukasevangelium. Warum schreibt er das Lukasevangelium? Wenn ich euch fragen würde, was die Schreibabsicht des Lukasevangeliums ist, dann finden wir das hier: Er möchte, dass der Leser erkennt, wie zuverlässig, wie sicher die Lehren sind, in denen dieser Theophilus unterrichtet worden ist.
Lukas geht also irgendwie davon aus, dass auch der antike Mensch nicht jemand ist, dem man so einfach jeden Bären aufbinden kann, sondern dass er, genau wie wir, eine Sehnsucht hat nach Beweisen, nach Sicherheit, nach Gewissheit. Er möchte wissen, warum er glaubt. Und deswegen reicht es auch einem Lukas nicht zu sagen: Na ja, es gibt doch schon andere Augenzeugen, die haben auch schon etwas geschrieben, bleiben wir doch dabei. Sondern er fängt mit seinen Recherchen ganz am Anfang der Jesusgeschichte an, geht dann Schritt für Schritt sorgfältig bis zum Ende, und nachdem er das gemacht hat, schreibt er das auf.
Und heraus kommt ein doppelter Bericht: erst das Lukasevangelium und dann, quasi als Teil zwei, die Fortsetzung der Apostelgeschichte. Für mich ist es wichtig, dass wir das begreifen, was Lukas hier macht. Lukas möchte uns eine präzise Beschreibung der zeitlichen Abläufe geben, und er tut das manchmal vielleicht sogar ein bisschen übertrieben, indem er immer wieder sagt, bei welchem König das passiert und wer da gerade Prokurator ist und so, damit wir eines verstehen: Wir haben es hier im Lukasevangelium nicht mit Mythen zu tun. Oder mit allgemeinen Wahrheiten, die man so mythologisch präsentiert bekommt, sondern wir haben es mit realen Geschehnissen zu tun.
Das ist Lukas ganz wichtig. In Raum und Zeit passiert etwas, und Lukas ist Chronist dieser Dinge.
Der erste Blick auf die Spannung zwischen Gott und Mensch
So, die Jesusgeschichte fängt an, Lukas 1,5, und womit? Und ich weiß nicht, wenn ihr so Bibel lest, ob ihr euch auch manchmal fragt, würde ich, wenn ich jetzt ein Evangelium schreiben würde, mit sowas anfangen?
Ich habe mich das immer gefragt beim Matthäusevangelium. Das fängt am Anfang mit irgendwie so einem Kapitel-Namen an. Und ich denke mir, wenn jemand fragt: Jürgen, ich möchte mal in der Bibel lesen, was soll ich denn lesen? Dann sage ich: Ja, fang beim Neuen Testament an, aber nicht bei Matthäus. Oder wenn du bei Matthäus anfängst, dann halt die erste Seite durch. Der Anfang ist ein bisschen zäh mit den Namen.
Und hier ist das irgendwie ähnlich. Wir wollen wissen, wer ist dieser Jesus, was hat dieser Jesus uns zu sagen. Und Lukas hat ein Riesenmaterial. Wir müssen davon ausgehen, dass er mit vielen Leuten gesprochen hat, dass er gesammelt hat, dass er zusammengetragen hat. Und jetzt kann er aus diesem ganzen Material sich überlegen: Mit welcher Geschichte fange ich eigentlich an?
Und dann kommt eine Geschichte dabei heraus, die es eigentlich nicht geben darf. Also die erste Geschichte, die wir uns heute anschauen wollen, die geht um einen Priester Gottes, der nicht glaubt. Das wäre toll: Ich will die Geschichte von der Rettung der Welt durch Glauben bringen, und ich fange mit einem an, der nicht glaubt. Das wäre erst mal merkwürdig.
Ich glaube, es ist bewusst, dass Lukas das so macht, weil bereits die erste Geschichte, die wir im Lukasevangelium lesen, das gesamte Dilemma, in dem wir als Menschen drinstecken, auf den Punkt bringt. Auf der einen Seite steht Gott, absolut treu, zuverlässig, der Versprechen gibt und sie einhält. Und auf der anderen Seite steht der Mensch, der noch inmitten aller Religiosität bereit ist, Gott zu misstrauen.
Das ist die erste Geschichte, die wir uns heute anschauen wollen. Und in dieser Spannung, wo ein treuer Gott auf den immer wieder zur Untreue bereiten Menschen trifft, in diese Spannung hinein wird das Evangelium gesprochen. Und wir erleben hier in dieser ersten Geschichte etwas von dem, was wir ganz am Anfang der Bibel schon gelesen haben. Der Mensch fällt, und was macht Gott? Gott sucht den Menschen: Adam, wo bist du? Gott sucht den Menschen. Gott lässt den Menschen nicht einfach ziehen.
Gott hätte allen Grund gehabt, dieses Projekt Errettung einzustellen. Also, wenn ich Manager gewesen wäre und gesagt hätte: So, wir machen jetzt mal hier ein Projekt Errettung des Menschen. Und das wäre so gestartet, wie die Bibel halt startet, so mit Paradies und Sündenfall. Ich hätte mir doch gedacht: Komm, das probieren wir noch mal. Die Mannschaft wechseln wir aus, und da fangen wir lieber noch mal von vorn an. Das lohnt sich doch nicht mit der Crew.
Aber so ist Gott nicht. Gott sei Dank ist Gott nicht so. Gott sei Dank ist Gott nicht so leicht aus der Fassung zu bringen, und seine Gnade und seine Geduld ist tatsächlich jeden Morgen neu. Und er bringt das zum Abschluss, was er angefangen hat: die Errettung des Menschen. Und das gegen allen Widerstand, der sich vom Menschen dagegen aufbaut.
Paulus wird einmal schreiben im zweiten Timotheusbrief, 2,13: Wenn wir untreu sind, bleibt er treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen. Wenn wir untreu sind, bleibt er treu. Denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
Und deswegen heißt der Titel für diese Predigt auch: Gottes Treue lässt sich nicht aufhalten. Und das ist das, was wir hier in der allerersten Geschichte im Lukasevangelium deutlich vor Augen geführt bekommen.
Ein alter Priester und ein unerwarteter Auftrag
Und wir wollen weiterlesen: die Verse fünf bis sieben aus Lukas 1.
Es war in den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, ein Priester mit Namen Zacharias aus der Abteilung des Abia. Und seine Frau war aus den Töchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth. Beide aber waren gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Satzungen des Herrn. Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war; und beide waren in ihren Tagen weit vorgerückt.
Die Geschichte, die uns Lukas beschreibt, beginnt etwa im Jahr sechs vor Christus. Das ist so der zeitliche Rahmen hier. Herodes der Große, um den es hier geht, wird etwa vier vor Christus sterben. Es muss also ein bisschen davor sein, etwa im Jahr sechs vor Christus, mit einem alten Ehepaar, das keine Kinder hat.
Das heißt hier, dass Zacharias aus der Abteilung des Abia war. Das möchte ich gern erklären. Es gab damals, wenn man sich alle Priester angeschaut hat, Einteilungen. Es gab 24 Abteilungen, und jede Abteilung tat zweimal eine Woche im Jahr Dienst. Also: Ich war Priester, ich wohnte irgendwo und war einer Abteilung zugeordnet. Und ich wusste: Aha, in der Woche und in der Woche muss ich nach Jerusalem. Und da habe ich quasi so eine Art Messedienst. Wer bei einer Messe regelmäßig ist, der hat halt Messedienst, und da muss ich dann vor Ort arbeiten.
Und das war hier so: Zacharias hatte gerade, weil seine Abteilung dran war, Dienst.
Vers 8: Es geschah aber, als er in der Ordnung seiner Abteilung den priesterlichen Dienst vor Gott verrichtete. Er ist also jetzt in Jerusalem. Er arbeitet im Tempel. Da traf ihn nach der Gewohnheit des Priestertums das Los, in den Tempel des Herrn zu gehen, um zu räuchern.
Die Bibel ist immer so herrlich nüchtern. Das ist für Zacharias der wahrscheinlich bedeutendste Moment, der bedeutendste Tag seines Lebens. Müsst ihr euch vorstellen: Es gibt etwa achttausend Priester in Judäa. Rein statistisch, weil die Aufgaben im Tempel mit Los verteilt wurden, hattest du ein oder zweimal in deinem ganzen Leben die Chance, den Dienst zu tun, der dich in den Tempel hineinführte. Nämlich beim Abend- oder Morgenopfer in den Tempel hineinzugehen und dort zu räuchern. Du hattest ein oder zweimal diese Chance.
Ihr stellt euch den Tempel vor. Der Tempel ist ein großer Kasten mit zwei Räumen, die hintereinander liegen. Diese beiden Räume sind durch einen großen Vorhang voneinander getrennt. Vor diesem Vorhang, also man tritt in den Tempel hinein und kommt in den ersten Vorraum, das sogenannte Heilige. Und im Heiligen findet sich dem Eingang gegenüber, vor diesem Vorhang, der dann die Begrenzung zum Allerheiligsten darstellt, der Räucheraltar.
Ein normaler Priester, und ich rede jetzt nicht vom Hohepriester, sondern ein ganz normaler Priester, kam dem Allerheiligsten, also dem Ort hinter diesem trennenden Vorhang, nie näher als in dem Moment, wo er in das Heilige eintritt, das Heilige durchschreitet, vor dem Räucheraltar stehen bleibt und dort Räucherwerk verbrennt.
Bildhaft stellt dieses Räucherwerk das Gebet der Heiligen dar, das Gebet der Gläubigen. Denn draußen betet das Volk, und der Priester geht als Stellvertreter des Volkes in den Tempel hinein, tritt vor Gott und verbrennt dort das Räucherwerk, während draußen die Gebete aufsteigen, steigt innen dieses Räucherwerk, dieser Rauch, auf.
Und in diesem heiligen Moment, der für Zacharias sehr intensiv sein muss, das muss somit das intensivste gewesen sein, was sein Beruf hergegeben hat, tritt der Engel Gabriel neben ihn und möchte ihm etwas sagen.
Die Botschaft des Engels und die Verheißung eines besonderen Kindes
Verse 11 und 12: Ihm erschien aber ein Engel des Herrn und stand zur Rechten des Räucheraltars. Und als Zacharias ihn sah, wurde er bestürzt, und Furcht kam über ihn.
Das verstehen wir, oder? Du stehst da, du bist hochkonzentriert, du möchtest keinen Fehler machen. Es ist der Tag deines Lebens, es ist die Erfüllung deiner beruflichen Berufung. Und mit einem Mal, aus dem Nichts, steht rechts neben dem Räucheraltar jemand anderes. Und du bist erst einmal erschrocken.
Ich weiß nicht, ob man gleich erkennt, dass das ein Engel ist. Ich hatte da anscheinend wenig Probleme. Aber wenn ein Engel Gottes kommt, dann ist das nicht immer positiv. Du denkst dir: Oh Backe, habe ich jetzt etwas falsch gemacht? Schlägt jetzt mein letztes Stündchen? Ruft mich Gott jetzt hier ab? Was ist los? Das ist doch nicht normal. Die anderen kommen da auch nicht raus und sagen: Ich habe ständig einen Engel. Nein, das war neu. Und er kriegt erst einmal Angst.
Und es ist so schön: Immer wenn Engel in der Bibel auftauchen, müssen sie, oder fast immer, die, zu denen sie reden, erst einmal beruhigen. Ich glaube, der erste Satz, den so ein Engel lernt, lautet: Fürchte dich nicht!
Vers 13: Der Engel aber sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Flehen ist erhört. Elisabeth, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes nennen.
Schön, ja? Dein Flehen ist erhört. Ein älteres Ehepaar – das war nicht nur mal ein Stoßgebet, die haben Jahre und Jahrzehnte dafür gebetet. Und jetzt kommt ein Engel und sagt: Deine Gebete sind erhört worden, du wirst einen Sohn bekommen, und ich möchte, dass du ihn Johannes nennst.
Und das ist noch nicht alles. Es wird ein ganz besonderer Sohn sein. Es wird ein Sohn sein, der, wenn wir die Weltgeschichte einteilen in vor Jesus und nach Jesus, genau an dieser Zeitenwende eine tragende Rolle spielt.
Um das zu verstehen, möchte ich, dass wir uns überlegen, wie das Alte Testament endet. Das letzte Buch im Alten Testament, der letzte Prophet, der auftritt, das ist Maleachi. Maleachi gibt seine Prophezeiung, und nach Maleachi haben wir ja so eine Lücke von ungefähr 400 Jahren, 400 Jahre Stille. Also: Gott redet die ganze Zeit immer wieder, jedes Jahrhundert, und dann mit einem Mal Stille. Ein Jahrhundert, noch ein Jahrhundert, noch ein Jahrhundert, über vierhundert Jahre Stille.
Und jetzt wollen wir uns kurz anschauen, wie Maleachi aufhört. Maleachi Kapitel 3, also ihr müsst nur ein bisschen zurückblättern, das letzte Buch im Alten Testament: Maleachi Kapitel 3, die Verse 23 und 24. Und wir merken das, wenn ich das gleich vorlese, dass das Alte Testament am Ende wie so einen Wegweiser setzt, wie so einen Blick nach vorne. Dieses: Hey, hier ist noch nicht Schluss, noch nicht aufhören zu lesen, aber da kommt noch was.
Maleachi 3, Vers 23: Siehe, ich sende euch den Propheten Elija, bevor der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare. Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage.
Der Tag des Herrn, das ist der Tag des Gerichts. Aber bevor Gott Gericht übt, bevor Gott kommt als der Richter der Welt und Schluss macht mit der Ungerechtigkeit, vorher kommt der Prophet Elija. Seine Aufgabe besteht darin – ich lese das noch einmal – er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu den Vätern umkehren lassen.
Ich drücke das mit meinen Worten aus: Seine Aufgabe besteht darin, dass Väter wieder anfangen, ihre Kinder zu lieben, und Söhne wieder anfangen, ihre Väter zu achten und zu lieben. Oder noch einmal anders: Er wird Menschen auffordern, einander zu lieben, füreinander da zu sein, zerbrochene Beziehungen wiederherzustellen und miteinander gut umzugehen.
Und ich habe mir die Frage gestellt: Warum beschreibt Gott Umkehr oder Buße mit diesen Worten? Und die Antwort ist die: Eine Umkehr zu Gott, die nicht auf der Ebene der Familie ankommt, ist eigentlich keine Umkehr. Woher weiß ich, dass sich ein junges Mädchen bekehrt hat? Das gilt auch für junge Männer. Woher weiß ich, dass sie sich bekehrt haben, dass die Bekehrung echt ist?
Ja, doch nicht daran, dass sie vorne hingehen und ein Zeugnis geben, also: Ich habe jetzt auch hier irgendwo auf irgendeiner Freizeit bin ich nach vorne gegangen und habe meinen Namen an ein Kreuz gepinnt. Das ist noch nicht Bekehrung. Bekehrung ist, wenn dieser junge Mensch nach Hause kommt und, ohne dass man es ihm sagt, den Müll rausbringt. Und ich merke: Da ist im Herzen etwas passiert. Da hat eine Bekehrung stattgefunden hin zu echter Liebe, zu echtem Mitgefühl, zu echtem Miteinander, zu echter Hingabe.
Da hat jemand gemerkt, dass Jesus gekommen ist, um mich von meinem grenzenlosen Egoismus zu heilen und umzudrehen und aus mir einen Menschen zu machen, der liebt, der selbständig nachdenkt darüber, was heißt es denn zu lieben? Das ist Bekehrung.
Und deswegen: Wenn meine Frau und meine Kinder von meiner Bekehrung zu Gott nichts mitbekommen, dann ist da auch nicht viel dran. Echte Umkehr zu Gott ist echte Umkehr zur Liebe. Und die fängt einfach nun mal in unseren eigenen vier Wänden an.
Und mit diesem Blick nach vorne endet das Alte Testament. Da kommt der Elija, und er kommt, um Menschen, die sich voneinander entfremdet haben, denen es an natürlicher Liebe fehlt, wo Eltern nicht mehr mit den Kindern können und Kinder nicht mehr mit den Eltern können, um die zur Buße aufzurufen. Zu sagen: So geht es nicht weiter, das ist der falsche Weg, ihr braucht einen ganz neuen Anfang, ihr braucht echt Buße, ihr braucht Gott.
Auf diesen Elija zu warten, ihn zu sehen als den, der noch kommt, mit dieser Verheißung endet das Alte Testament. Und natürlich kennt Zacharias diese Verheißung. Er ist ein Priester, wir würden sagen, er ist ein Berufstheologe. Und deswegen kann er das, was der Engel jetzt in den Versen 14 bis 18 sagt, auch richtig einschätzen.
Der angekündigte Vorläufer des Messias
Also zurück zu Lukas 1, die Verse 14 bis 18. Da sagt der Engel Gabriel über diesen kleinen, noch nicht geborenen Johannes: Er wird dir zur Freude und Wonne sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Ach, das hört jeder Vater gern. Denn er wird groß sein vor dem Herrn, weder Wein noch starkes Getränk wird er trinken, und schon von Mutterleibe an mit Heiligem Geist erfüllt werden. Und viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elija, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten.
Bis dahin stell dir vor, du bist Priester in Jerusalem. Du stehst im Tempel, dir erscheint ein Engel, und du bekommst solche Sachen gesagt: Du wirst einen Sohn bekommen, was du dir immer schon gewünscht hast, und mehr noch. Er wird zeitlebens ein, man nennt das im Alten Testament, Nasiräer sein. Das ist die Sache mit dem keinen Wein trinken, jemand sein, der sich freiwillig von Gott, also freiwillig auf Wein und solche Sachen verzichtet, um zu zeigen, wie sehr er für Gott da ist. Er wird genauso wie einige wenige Größen im Alten Testament den Heiligen Geist haben, und mehr noch: Er wird der verheißene Elija sein.
Ihr merkt, es geht nicht darum, dass Johannes der Täufer die Reinkarnation von Elija ist. Das geht gar nicht. Sonst hätte auch Jesus auf dem Berg der Verklärung nicht mit Elija reden können. Also das ist nicht der Punkt. Aber er kommt im Geist und in der Kraft des Elija. Was bedeutet das?
Im neunten Jahrhundert vor Christus haben die Israeliten ein Riesenproblem. Sie haben einen König, der zum ersten Mal mit dem Gott Israels bricht. Er heiratet eine Frau, die Götzendienst mitbringt, und nicht einmal wird dieser Baalskult zur Staatsreligion. Vorher gab es ungläubige Könige, die nicht mit Gott gelebt haben. Aber diese offensichtliche Revolution hin zum Bösen, die war neu. Jetzt war Baal der Gott des Landes. Und Gott erweckt einen Propheten: Elija, der sich dieser Herausforderung stellt. Der vor Gott hintritt und sagt: Also ich weiß auch nicht, ob ich das schaffen kann, ich bin irgendwie der Letzte. Und Gott macht ihm Mut und schickt ihn in diese Auseinandersetzung hinein.
Also Elija ist jetzt nicht der Superheld, sondern jemand, der sich gebrauchen lässt. Und er tritt vor das Volk, und seine Botschaft ist: Ihr sollt erkennen, wer der wahre Gott ist. Ich möchte, dass ihr erkennt, wer der wahre Gott ist. Und deswegen machen wir ein Experiment. Wir machen ein Experiment: 400 gegen einen. Auf der einen Seite die Baalspriester alle miteinander. Die dürfen sich einen Altar bauen, und die dürfen auf diesem Altar Holz und dann Opfer drauflegen. Und dann ist die Aufforderung nur: Betet, dass an dieser Stelle dieses Opfer angenommen wird von eurem Götzen Baal. Und er soll doch nur eines machen: Er soll einfach nur Feuer aus dem Himmel schicken.
Und die Baalspriester beten und beten und beten. Und nach einer Weile, wo nichts passiert, sagt dann Elija: Ihr müsst ein bisschen lauter beten, vielleicht ist euer Gott schwerhörig. Und dann kommt dieses: Na ja, vielleicht ist er gerade auf dem Klo. Also noch ein bisschen mehr. Und die beten den ganzen Tag. Und sie fangen an, sich zu ritzen, und sie machen all das, bis das Blut runterläuft. Sie sind völlig erschöpft. Es passiert nichts.
Und dann kommt Elija und sagt: So, und jetzt wollen wir uns mal den wahren Gott anschauen. Und er baut seinen Altar wieder auf, legt sein Opfer drauf, außen herum wird so eine Rinne um den Altar herumgezogen. Und dann sagt der Sohn: Jetzt machen wir es dem wahren Gott einen Tick schwerer. Bringt Wasser! Und er schüttet Wasser drüber, damit das hier nicht gefakt sein kann. Noch mal Wasser, noch mal Wasser. Und dieses Opfer schwimmt im Wasser. Und er betet, und Feuer kommt aus dem Himmel und verzehrt das Opfer und den Altar, und alles ist weg.
Das ist Elija, der sich in einer Situation, in der alles verloren erscheint, hinstellt und sagt: Ich werde euch zeigen, wer der wahre Gott ist. Und es ist mir völlig egal, was ihr in dem Fall mit mir macht. Aber ich werde mich auf die Seite Gottes stellen. Und in diesem Geist, in dieser Kraft kommt Johannes der Täufer. Wir würden heute sagen: in derselben Dynamik. Und er wird zum Wegbereiter des Messias, so heißt es in Vers 17 am Anfang. Er wird vor ihm, vor dem Messias, hergehen und am Ende, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten.
Bevor die Herrlichkeit des Herrn sein Volk besuchen kann, braucht es im Volk einen Gesinnungswechsel. Da muss etwas Neues anfangen. Es braucht ein neues Denken, es braucht neue Maßstäbe. Wer ist es hier? Aus lieblosen Vätern müssen fürsorgliche Väter werden. Und aus Ungehorsam müssen Gerechte werden. Das ist eine ganz wichtige Lektion für uns. Wer Gott finden will, der braucht die richtige Einstellung. Wenn Menschen die Ungerechtigkeit nicht loslassen wollen, wer sich nicht ändern will, wer nicht bereit ist, den ersten Schritt auf Gott zuzumachen, und wer sich von Gottes Botschaft nicht herausfordern lässt, der wird Gott nicht finden. Warum? Weil Gott uns ewiges Leben nicht aufzwingt.
Der Unglaube des Priesters und die Stille als Antwort
So, jetzt zurück in den Tempel. Zacharias steht immer noch da. Er ist alt, er kennt das Alte Testament, er weiß um die Verheißungen. Er steht in größtmöglicher Nähe zum Thron Gottes. Neben ihm ist ein Engel, der ihm gerade das größte Geschenk macht, das man einem Mann wahrscheinlich nur machen kann: ihm nämlich zu sagen, du wirst ein Kind bekommen. Und es wird nicht irgendein Kind sein, sondern es wird ein Kind sein, das gläubig ist, ein gläubiges Kind. Wahnsinn!
Und was macht Zacharias? Er versagt. Die ewige Treue Gottes trifft auf den Unglauben des Menschen. Gott will sein Versprechen aus Maleachi einlösen. Er will den letzten Schritt zur Errettung des Menschen gehen, und er trifft auf Unglauben.
Vers 18: Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich dies erkennen? Denn ich bin ein alter Mann, und meine Frau ist weit vorgerückt in ihren Tagen.
Also, was ich erwartet hätte, wäre doch Demut. Ja, boah, wie kann das sein, dass ich, alter Mann, von Gott noch mal so gesegnet und so herausgehoben werde? Das ist ja fantastisch, dass ich so etwas erleben darf. Nee, Zacharias fallen nur seine Lebensumstände ein. Weißt du, ich bin alt, und das mit meiner Frau, weißt du ja auch. Und er entschließt sich, einem Engel nicht zu glauben. Das Wort eines Engels im Tempel ist ihm nicht genug.
Woran soll ich das erkennen? Oder mit meinen Worten: Was gibst du mir für eine Sicherheit, dass das stimmt?
Hier steht der offizielle Vertreter des jüdischen Volkes im Tempel, bekommt eine persönliche Botschaft von Gott. Und das ist mehr als nur irgendeine Gebetserhörung. Ihm wird der Vorläufer des Messias angekündigt. Hier steht ein ungläubiger Priester, der in wenigen Minuten nach draußen gehen wird, um das Volk zu segnen. Was kann man mit einem solchen Würdenträger noch anfangen?
Und die Antwort heißt: Man muss dafür sorgen, dass er erst mal den Mund nicht aufmacht. Und das ist das, was hier passiert.
Vers 19: Und der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht. Und ich bin gesandt worden, zu dir zu reden und dir diese gute Botschaft zu verkündigen. Und siehe, du wirst stumm sein und nicht sprechen können bis zu dem Tag, da dies geschehen wird, dafür, dass du meinen Worten nicht geglaubt hast, die sich zu ihrer Zeit erfüllen werden.
Ein Segen aus dem Mund eines Mannes, der es Gott nicht zutraut, ihm und seiner Frau im zugegebenermaßen fortgeschrittenen Alter noch Kinder zu schenken. Ein Segen aus dem Mund eines solchen Mannes ist eine leere Formalie, und die hat keinen Wert.
Und so beginnt die Jesusgeschichte mit einem ungläubigen Priester. Die letzten Verse, die ich nicht lese, werden beschreiben, wie Zacharias aus dem Tempel herauskommt, nicht reden kann, nach Hause geht und Elisabeth tatsächlich schwanger wird.
Was dieser Anfang für uns bedeutet
Bleibt die Frage: Was können wir ganz praktisch aus diesem Text für uns mitnehmen? Wir wollen uns kurz eine Zusammenfassung von vier Punkten anschauen, die mir wichtig sind.
Erstens: Wo wir untreu sind, bleibt Gott treu. Ich denke, das dürfen wir niemals vergessen. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Gott ist Liebe, und er macht seine Liebe nicht an unserem Versagen fest. Wisst ihr, wir können fromme Anbetungslieder singen und im Herzen nicht glauben, was wir gerade gesungen haben, und im Alltag vergessen, was wir gesungen haben. Und trotzdem würde Gott sich nicht davon abbringen lassen, uns zu lieben. Warum? Weil Gott uns nicht geschaffen hat aus Zeitvertreib oder deshalb, weil er uns für irgendetwas braucht. Gott braucht uns nicht, aber Gott will uns. Und deshalb lässt Gott sich von einem ungläubigen Priester nicht abhalten, sein Werk der Errettung zu vollenden. Und auch wenn ich euch jetzt nicht für Untreue anreizen möchte, ich glaube, es ist unglaublich segensreich zu wissen, dass da, wo wir versagen, seine Liebe und seine Treue jeden Morgen neu sind. Und dass nicht die ganze Last der Verantwortung für die Rettung dieser Welt auf meinen Schultern liegt. Das ist der erste Punkt.
Der zweite Punkt: Gott erhört Gebet manchmal auf ganz schön merkwürdige Weise. Ein Leben lang auf eine Gebetserhörung zu warten, um dann den größten der alttestamentlichen Propheten zur Welt zu bringen, das würde ich als außergewöhnlich bezeichnen. Das ist ganz schön merkwürdig. Das ist ungewöhnlich. Und ich möchte dir heute Morgen Mut machen, wenn du für Dinge betest, damit nicht aufzuhören. Zum Glauben gehört es, dass wir Gott Gott sein lassen. Und Glauben heißt: Ich vertraue einem liebenden Gott, ich vertraue darauf, dass er weiß, was er tut.
Und dann gibt es diese Momente, in denen mein Beten und Hoffen und meine Lebenswirklichkeit so aufeinanderstoßen, dass ich für eine Sache bitte, und die Realität ist ganz anders. Es gibt so einen Frontalzusammenstoß. Und ich denke: Wie kann das sein? So wie hier im Leben von Elisabeth und Zacharias. Wir leben untadelig nach dem Gesetz, man kann uns keinen Vorwurf machen, alle finden uns gut, und wir finden auch nichts, was wir ändern können. Und trotzdem sind wir kinderlos. Gott hilft uns nicht, Gott greift nicht ein, Gott lässt die Lebensumstände in dieser blöden Situation so, wie sie sind. Bamm!
Dann möchte ich dir den Tipp geben: Hör nicht auf zu beten. Und sei nicht überrascht, wenn Gott es zulässt, dass deine Gebete vielleicht nicht so erhört und erfüllt werden, wie du dir das wünschst und vorgestellt hast. Gott weiß, warum er es tut. Und du wirst es auch einmal verstehen, auch wenn das noch ein bisschen hinlässt.
Dritter Punkt: Das Evangelium wächst am besten in vorbereiteten Herzen. Wenn Gott sich einen Herold leistet, aber dazu muss man, glaube ich, Mittelalter mögen, wenn Gott sich so einen PR-Manager leistet, der erst einmal eine Werbekampagne startet und dafür sorgt, dass der Messias und das Evangelium vorbereitet werden, dass Menschen im Inneren umgekrempelt werden, im Inneren verändert werden, um offen zu sein für das Evangelium, dann dürfen wir daraus lernen, dass Menschen im Allgemeinen eine innere Vorbereitung brauchen, bis sie den Messias aufnehmen können.
Und das lehrt uns etwas über unsere Aufgabe als Evangelisten. Zum einen macht es uns demütig, weil wir niemanden bekehren können. Wir sind am Ende nicht verantwortlich. Wir können beten, und wir können, und darauf soll dieser Punkt hinweisen, durch das, was wir leben und reden, Menschen vorbereiten. Unser Job ist es, Menschen durch unser Leben darauf vorzubereiten, dass sie Jesus begegnen und ihn dann als Messias aufnehmen. Lasst uns das tun. Lasst uns das als Aufgabe verstehen und begreifen, dass Menschen ihre Zeit brauchen und dass nicht jeder in jedem Moment gleich aufnahmefähig ist.
Das hört sich jetzt brutal an, aber es ist halt die Realität: Nicht jeder ist in jedem Moment gleich aufnahmefähig.
Echtheit vor Gott und die Kraft des Schweigens
Letzter Punkt: Gott sucht echten Glauben und keine leeren Worthülsen, so wie Zacharias aus dem Tempel kommt und schweigt.
So ist es, glaube ich, gut, wenn wir manchmal schweigen und uns die Frage stellen: Was ist mein Gottesdienst eigentlich wert? Ist er eigentlich echt?
Es passiert mir ganz leicht, dass man fromme Worte macht. Ich kann reden, und weil ich reden kann, kann ich auch fromm reden. Und ich bin Gemeindegründer. Von jemandem, der Gemeinde gründet, erwartet man, dass er ein bestimmtes vorbildliches Leben führt, ja, und keine Fehler macht usw. Aber ist das die Realität? Doch bestimmt nicht, oder?
Also ihr werdet doch bestimmt nicht annehmen, dass hier vorne der perfekte Christ steht, jemand, der nie sündigt, der nie böse Gedanken hat, der nie seine Frau anfährt oder seine Kinder, der nie Dinge tut, wo er reumütig zu Gott umkehrt und Buße tut und sagt: Entschuldigung, das war völlig daneben.
Und ich glaube, wir dürfen uns eingestehen, dass wir manchmal schwach sind. Und ich glaube, es ist gut, dass wir uns von Gott in die Stille führen lassen, dass wir manchmal den Mund halten und aus einem frommen Betrieb ausscheren.
Gerade die, die in Leitungsverantwortung sind: Euch möchte ich wirklich Mut machen. Es ist manchmal das Beste, den Mund zu halten, still zu werden, ohne viel zu reden, über Gott nachzudenken, ihm persönlich von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Und ich hoffe, dass wir das tun.
Ich hoffe auch, dass ihr als Gemeinde euren Leitern diesen Freiraum gebt, dass ihr sie nicht zwingt, immer zu funktionieren, sondern dass ihr immer wieder auch diese Frage stellt: Sag mal, wie sieht es in deinem Leben wirklich aus?
Also Andreas, ich nehme dich jetzt mal: Du stehst hier vorne und machst Gottesdienstleistungen und bist immer fröhlich und betest und so. Wie viel ist davon echt? Und wie viel wird gemacht? Weil natürlich, du stehst auf dem Plan drauf, du warst heute dran, und deswegen musstest du dich irgendwie vorbereiten.
Und ich kenne es selber: Manchmal läuft man in so einer Routine mit. Und man hat dann so viel zu tun, dass die Frage, wie echt ist meine Beziehung eigentlich noch, nach hinten rutscht, weil ich jetzt funktionieren muss.
Und es passiert ganz leicht, dass wir in fromme Floskeln abrutschen. Das kann im Gebet passieren. Dass wir mitten im Gebet wach werden und sagen: Was rede ich eigentlich hier die ganze Zeit? Ich bete schon zehn Jahre, natürlich kann ich reden und beten, ohne nachzudenken.
Wie viele Floskeln sind in deinem Leben drin? Wie echt ist das, was du sagst?
Und ich finde es so schön hier bei Zacharias: Der kriegt dann tatsächlich Schweigen verordnet. Mal so eine längere Zeit, ungefähr neun Monate oder so in dem Dreh, da redet er nicht. Und dann kommt der Moment, wo er den Mund wieder aufmacht. Und was sind seine ersten Worte? „Gepriesen sei der Herr!“
Und das wünsche ich uns, diese Spannung, dass wir es zulassen, ehrlich zu sein und zu sagen: Vater im Himmel, mach mir das deutlich, wie echt mein geistliches Leben ist. Und wenn da nichts dran ist, dann führe mich in die Stille, dass ich vor dir Buße tue, den Mund halte, neu diese Beziehung baue.
Und wenn ich dann wiederkomme, dann möchte ich der sein, der vorne steht und aus einem ehrlichen Herzen sagt: Gepriesen sei der Herr!
Das ist der vierte Punkt. Ich wünsche euch eine von Ehrlichkeit und Lebendigkeit geprägte Beziehung zum Herrn, die sich nicht mit frommen Phrasen zufriedengibt, sondern Gott sucht, Gott dient und Gott mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln nachfolgt. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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