Serie•Teil 39 / 41Why not?! Glaubensfragen
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein Gespräch über Glauben und Herkunft
Why not Glaubensfragen, der YouTube-Kanal des Why-not-Teams. Knifflige Fragen einfach erklärt, dialogisch und durchdacht.
Hey Marc, na?
Hey Paul, du siehst so nachdenklich aus. Was ist los?
Wenn du das wissen willst?
Du, ich denke über dich nach.
Mich? Wie meinst du das?
Ich grüble einfach, wieso du so überzeugt von deinem Glauben bist. Sieht man ja bei vielen immer wieder. Und es stört dich sogar nicht, dass Frau Meier immer wieder erklärt, wie Religion zustande kommt, als ob euch die Argumente völlig egal wären.
Mache ich echt den Eindruck, dass mir die Argumente egal sind?
Also, eigentlich nicht. Aber unter uns: Ich finde Frau Meiers Argumente einfach nicht besonders überzeugend. Aber vielleicht bestätigt das ja auch, dass Glauben eher etwas damit zu tun hat, wie Familien und Freunde ticken, und nicht so sehr mit Nachdenken und Argumentieren.
Also, ich habe das mal gegoogelt und einen Blog gefunden, der das ganz gut erklärt. Religiöse Menschen sind eigentlich fast immer in religiösen Familien aufgewachsen. Also ist Glaube wohl eher so etwas wie eine Gewohnheit in der Familie.
Hm, interessant. Da muss ich dir nur leider sagen, ich falle aus deiner Statistik auf jeden Fall schon mal raus.
Ach ja, warum?
Na, ich bin der einzige, der in meiner Familie Christ ist. Meine Eltern gehen beide nicht zur Kirche. Vor allem mein Vater ist nicht gut darauf zu sprechen. Meine eine Grossmutter war sogar Mitglied in der humanistischen Vereinigung. Das ist ein grosser Verein von Menschen, die bewusst nicht religiös sind.
Hm, das überrascht mich zwar, aber Ausnahmen bestätigen ja meist die Regel. Also, wenn ich Sie richtig verstehe, gehst du davon aus, dass Kinder christlicher Familien meist Christen werden und Kinder aus nichtchristlichen Familien nicht.
Genau so kann man das ausdrücken.
Hm, also irgendwie raffe ich noch nicht, wie man darauf kommt. Also, ich kenne da auch ganz andere Sachen.
Vor zwei Jahren im Urlaub habe ich mich zum Beispiel mit Freunden aus Norwegen unterhalten. Die wohnen auf der Insel Vega, das ist eine recht grosse Insel mit mehreren Ortschaften. Da war das so: Die meisten Leute von den Grosseltern waren irgendwie Fischer und hatten ein richtig hartes Leben. Und viele haben da echt heftig am Alkohol gehangen.
Also, das muss schon echt krass abgegangen sein.
Und dann sind auf einmal einige Christen geworden und haben mit Alkohol aufgehört. Es gab dann eine ganze Welle von Leuten, die Christen wurden und Alkohol, wilde Frauengeschichten und was weiss ich noch alles in die Tonne gedrückt haben und ihr Leben radikal geändert haben.
Klingt ja gut. Also, sowas ist ja auch voll in Ordnung, wenn die Leute nicht mehr saufen durch den Glauben. Und die Eltern von diesen Fischern waren jedenfalls auch keine Christen.
Aber es geht noch weiter. Also, die Fischer haben ihr Leben radikal verändert. Und weil sie vorher so krass kaputt gelebt haben, haben sie hinterher genauso krass alles richtig machen wollen. Und so haben sie auch ihre Kinder erzogen.
Und, na, was soll ich sagen: Die Kinder von diesen Christen kamen damit überhaupt nicht klar. Es war für sie bloss Zwang. Die haben überhaupt nicht gecheckt, was das alles sollte und wieso die so radikal waren. Also, es war schon cool, dass sie nicht mehr gesoffen haben, aber so extrem fanden sie das dann auch nicht gut.
Am Ende waren die meisten der Kinder keine Christen und wollten damit auch eigentlich nichts zu tun haben.
Da haben es diese Fischer wohl ein bisschen übertrieben.
Hm, kann gut sein, weil sie ihr Leben so radikal ändern mussten. Auf jeden Fall war das komplett umgekehrt wie deine Theorie.
Na, aber wie ist es denn hier? So krass wie auf der Insel ja bestimmt nicht.
Also, ich kenne schon echt viele Jugendliche, die überhaupt keinen Bock auf den Glauben ihrer Eltern haben. Da gibt es sogar ein Sprichwort: Gott hat keine Enkel, nur Kinder.
Okay, aber was ich nicht verstehe: Warum finden Wissenschaftler in ihren Untersuchungen etwas ganz anderes heraus?
Was religiöse Zugehörigkeit wirklich bedeutet
Hm, ich hätte eine Idee, wenn ich so nachdenke. Also, was für Leute werden denn da befragt? Du hast ja gelesen.
Hm, na zum Beispiel Leute, die auf einem Pilgerweg sind, oder einfach Kirchenmitglieder, oder Leute, die sich selbst als religiös bezeichnen, oder eben nicht.
Hm, da haben wir es.
Was haben wir?
Na ja, man kann total religiös sein, ohne Christ zu sein. Vielleicht sind ja wirklich viele Leute religiös, weil ihre Familien das sind. Und bei Christen hat man das vielleicht gar nicht so genau untersucht.
Hä, jetzt komme ich nicht mit.
Ja, also religiös bin ich halt, wenn ich bestimmte gesellschaftliche Formen einhalte, bestimmte Feste feiere, Pilgerwege gehe, zu bestimmten Organisationen gehöre und so weiter. Das sagt aber doch noch gar nicht, warum ich das mache.
Du meinst, es kann sein, dass man in die Kirche geht, aber das eigentlich nur aus Gewohnheit macht.
Genau. Also, natürlich kann ich von außen nicht beurteilen, wie das bei dem einen oder anderen ist, aber ich kenne schon einige, die gehen nur hin, weil man das halt so macht oder weil andere das von ihnen erwarten.
Und Christ ist wohl dann nur, wenn man, na ja, wie soll ich sagen, ein echter Freund von Jesus ist und aus voller Überzeugung tut, was er sagt.
Ich sehe schon, das ist mal wieder komplizierter, als wir das im Unterricht behandelt haben oder der Blogger das geschrieben hat.
Genau, also erstens ist nicht jeder religiöse Mensch Christ.
Hm, zweitens habe ich den Eindruck, dass man wegen der Familie vielleicht religiös werden, aber nie wegen der Familie wirklich Christ werden kann.
Also ist es egal, ob man in einer christlichen Familie aufwächst.
Na ja, egal auch nicht. Aber ob man Christ wird, hängt von jedem selbst ab. Von dem, was man aus dem macht, was man bei seinen Eltern gesehen hat. Und man muss Jesus schon aus erster Hand kennenlernen.
Okay, jetzt raucht mir der Kopf. Kommst du mit zum See? Ich brauche eine Abkühlung.
Ja, super Idee. Ich hole schnell mein Badezeug. Wir sehen uns in zehn Minuten am Strand. Bis gleich!
Abschluss und Segensworte
Das war's für heute.
Bitte unterstütze den Kanal, indem du ihn abonnierst und die Videos deinen Freunden empfiehlst. Bete dafür, dass der Kanal bekannter wird.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.
Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.

