Serie•Teil 11 / 23Das Buch der Richter - Selbstbestimmung oder Gottesherrschaft?
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Dass du uns demütig hältst, wenn wir einen Sieg errungen haben. Amen.
Kapitel 8 im Buch Richter: Gideons Kampf gegen seine Brüder. Da haben wir zuerst in den Versen 1 bis 3 sein weises Verhalten gegenüber den Brüdern, seine Beschwichtigung. Hier sehen wir die Weisheit Gideons, wie er auch gegenüber seinen Brüdern vorgeht.
Ein Konflikt aus den eigenen Reihen
Vers 1
Die Männer von Ephraim sagten zu ihm: Was ist das für eine Sache, die du uns getan hast, dass du uns nicht gerufen hast, als du hinzogst, um gegen Midian zu kämpfen? Und sie zankten heftig mit ihm.
Hier kommt ein Angriff von innen, vom Volk Gottes, und die Gefahr, dass hier ein Bruderzwist im Hause Israel entsteht. Man möchte meinen, nun wären alle Stämme Israels zu Gideon gekommen, hätten ihm auf die Schulter geklopft und gesagt: Super hast du es gemacht usw. Aber nein, die Ephraimiten werden zornig. Wir haben ein Recht, dass du uns zu Hilfe rufst. Wir hätten auch gern dem Herrn gedient. Du hast uns nicht gerufen. Und dann fahren sie einen Streit an.
Kennt man so etwas? Gibt es so etwas im Neuen Testament auch, dass wir in der Gemeinde Jesu jemanden haben, der beleidigt ist, weil er nicht zu einem Dienst gerufen wurde und ein anderer hat den Dienst getan? Mich fragen Sie nicht. Gibt es so etwas? Es sind sogar Gemeinden kaputtgegangen, ruiniert worden, weil der Herr sowieso nicht gebeten wurde, den Dienst zu tun. Und dann hat er sich aufgeregt und hat den Frieden in der Gemeinde zerstört.
Ja, man möchte gern der Prediger sein, durch den tausend Menschen zum Glauben kommen, und dann wird man eifersüchtig, oder? In Bhaksing hat einer tausend Gemeinden gegründet in Indien, da könnte man auch eifersüchtig werden, oder? Draußen geht die Welt zugrunde, und wir sind beleidigt, weil wir eine Predigt nicht halten dürfen, und zerstören die Gemeinde.
Ich bin ein bisschen bitter, weil wir zur Kinderstunde nicht gefragt wurden. Das steht nicht im rechten Verhältnis. Oder da ist nicht Gott der Herr, da ist nicht Gott König, wenn so ein Denken da ist.
Und er sagte zu ihnen: Aber jetzt schauen wir, wie Gideon reagiert. Was habe ich nun getan im Vergleich mit euch? Was habe ich getan im Vergleich mit euch? Ich bin nur da gestanden mit 300 Leuten und habe ein bisschen Posaunen und ein paar Krüge zu schlagen. Aber ihr habt dann doch die Nachlese gehabt. Ihr habt den grossen Kampf gehabt. Ihr seid denen alle nachgejagt und habt sie alle vernichtet.
Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als die Weinlese Abiesers? Also, sie hatten sich aufgeregt, weil sie nicht gerufen worden waren, dass sie auch bei der ersten Sammlung, oder? Bei der ersten Sammlung kamen ja nur die von Manasse und von Naftali und noch ein Stamm, aber die wurden dann wieder ausgesiebt, oder? Und jetzt regen sie sich deswegen auf.
Und er sagt ihnen: Schaut, wir haben gar nicht viel gemacht, aber ihr konntet doch jetzt denen nachjagen, und ihr habt grosse Beute eingenommen. Und so haben sie sich wieder beruhigt, weil Gideon sanftmütig gewesen ist. Eine sanfte Zunge zerbricht Knochen. Und er hatte weise geredet mit ihnen.
Aber bei Barak sind sie selber geblieben, also da war eine grosse Not. Da wird jetzt nicht hingestellt, dass der Barak sie nicht gerufen hätte, sondern sie ist nicht gekommen, als sie gerufen wurde, bei Richter 4. Das war wahrscheinlich so, dass es zum Beispiel bei Gideon hauptsächlich das Manasse war, das bedrängt war und in die grosse Not kam. Wie weit es den anderen Stämmen ging, das wissen wir nicht genau.
Aber interessant ist, dass zum Beispiel Jephtha auch wieder einen gewissen Teil betrifft. Da ist es Ephraim und Manasse, auch diese Gegend. Aber bei anderen waren es dann, bei Othniel, da war es im Süden, das war die Gegend von Juda. Und bei Othniel und bei Ehud, das war auch im Süden. Ehud, auch diese Gegend. Und jetzt sind wir mehr im Norden.
Also es kann sein, dass nicht alle in der gleichen Art und Weise bedrängt worden waren und es hier so speziell um die Stämme geht. Aber die anderen hätten gerne mitgekämpft, die Ephraimiter hier. Die waren ja auch im Norden. Ephraim ist ja gar nicht weit weg von Manasse, das haben wir ja gesehen auf der Karte vorher, dass Ephraim und Manasse zusammen sind. Ephraim ist ein bisschen leicht im Süden von Manasse, oder? Manasse ist heutiges Samarien, also späteres Samarien.
In eure Hand hat Gott die Fürsten von Midian, Oreb und Sebb gegeben. Und was habe ich tun können im Vergleich mit euch? Das ist ein demütiges Wort, oder? Schatz, ich bin nichts. Es geht gar nicht. Ich habe gar nicht viel tun können, aber ihr habt viel getan.
Da liess ihr Zorn von ihm ab, als er dieses Wort redete. Also, er hat den richtigen Ton gefunden, auch Gideon. Er hätte jetzt hart reden können, oder? Hat er nicht getan. Er hätte auch sagen können: Seid still, sonst jage ich meine ganzen Manasse-Soldaten, die so tapfer waren, auf euch. Jephtha hat das getan. Hier ist er ganz anders als Jephtha.
Wenn Zorn das Maß verliert
Und dann, wenn wir weiterlesen, gibt es hier auch etwas Negatives: ein unweises Verhalten gegenüber den Brüdern.
In Vers 4 kam Gideon an den Jordan. Er ging hinüber, er und die dreihundert Mann, die bei ihm waren, ermattet und doch weiter nachjagend. Und er sagte zu den Männern von Sukkot: Gebt bitte dem Volk, das mir nachfolgt, einige Laibe Brot, denn sie sind ermattet, und ich jage den Königen von Midian, Sebach und Salmuna nach.
Es geht ihm wieder um Nahrung. Wir haben hier wieder diese Strategie der Versorgung mit genügend Nahrung. Er weiß, dass das Volk, das jetzt gekämpft hat, Nahrung braucht. Gebt den Soldaten Brot, das war weise von ihm und wichtig. Wenn wir kämpfen müssen, dann brauchen wir Nahrung, geistliche Nahrung. Und wenn wir geistlich kämpfen, müssen wir geistliche Nahrung haben. Auch körperlich können wir nicht endlos kämpfen. Manchmal braucht unser Körper Schlaf, das ist klar, und auch leibliche Nahrung, Erfrischung. Es wäre unweise, wenn wir unseren Körper so auspumpen, dass wir gar nichts mehr tun können und krank werden.
Aber hier sagten die Obersten von Sukkot: Ist die Faust Sebachs und Salmunas schon in deiner Hand, dass wir deinem Heer Brot geben sollten? Das sind Israeliten, Leute von Sukkot. Wenn wir die Karte wieder anschauen: Sukkot liegt unten, hier. Das sind Israeliten vom Ostjordanland, also wahrscheinlich Leute aus dem Stamm Manasse. Sie gehören sicher zu Manasse.
Und jetzt kommt Gideon, und sie erweisen ihm und seinen dreihundert Leuten keine Gastfreundschaft. Sie sagen: Ist die Faust Sebachs und Salmunas schon in deiner Hand? Wir sollen deinem Heer Brot geben? Sie denken sich: Noch hast du die Midianiter ja nicht besiegt. Wir wollen erst einmal schauen, wer gewinnt, damit wir am Schluss auf der Seite des Siegers stehen. Aber jetzt wissen wir noch nicht genau, wer gewinnt, oder?
Das ist keine schöne Geste. Sie verweigern die Gastfreundschaft. Das gehört zu den schlimmsten Sünden überhaupt, dass man jemandem die Gastfreundschaft verweigert, hier sogar einem Bruder aus dem Volk und sogar solchen, die so für den Herrn gekämpft haben. Sie sagen einfach: Warte, du hast ihn noch nicht gewonnen, Gideon. Das ist schlecht.
Gastfreundschaft zu verweigern lässt das Volk Gottes zersplittern oder zerrütten. Wenn Menschen nicht mehr gastfreundlich sind, dann gibt es eine Zersplitterung der Gesellschaft. Wir werden ja noch einiges über Gastfreundschaft in den letzten Kapiteln des Richterbuches lesen. Da ist auch die Rede von Gastfreundschaft, und wenn diese nicht gegeben wird, ist das eine ernste Sache.
Ja, geistlich dürfen wir das auch auslegen, nicht nur eins zu eins, dass auch wir gastfreundlich sein sollen, sondern wir sollen auch geistlich den anderen Speise geben. Wir sollen bereit sein, dem anderen geistliches Himmelsbrot zu geben. Wir sollen etwas haben zum Weitergeben.
Und Gideon sagte darum: Wenn Yahweh Sebach und Salmuna in meine Hand gibt, werde ich euer Fleisch mit Dornen der Wüste und mit Stechdisteln zerdreschen. Das ist ein bisschen hart, Gideon.
Nun zog er von dort nach Pniel hinauf und redete zu ihnen. Dieselbe Weise. Die Männer von Pniel antworteten ihm, wie die Männer von Sukkot geantwortet hatten. Die waren auch so. Sie haben sich gedacht: Na, wir warten noch, mal schauen, wer gewinnt.
Und er sagte auch zu den Männern von Pniel: Wenn ich in Frieden zurückkomme, so werde ich diesen Turm niederreißen, den Verteidigungsturm der Stadt niederreißen.
Ist es Ruben? Ich muss jetzt die Karte schauen, wo das ist. Jetzt macht er mal gar nichts. Ich kann nur schauen, wo das ist. Ich finde die Karte nicht. Hier, also Manasse ist rosarot, Manasse und Ephraim. Hier ist der untere Teil Ephraim, oder? Und hier ist Manasse und Halbmanasse. Hier, und hier, wie heißt das hier, Ruben? Gad, dann ist es Gad, oder? Dann ist es also Gad. Waren es Gaditer in dem Fall? Denn Sukkot ist hier etwa gelegen, oder? Ja, danke.
Gideon ist hier schon sehr verärgert offensichtlich, oder? Die geben uns nichts zu essen, na warte, wenn wir zurückkommen, dann sollt ihr es spüren. Dann sollt ihr es spüren. Und im Zorn verliert man leicht das Maß. Er verwendet da die scharfen Dornen und Disteln. Das sind ja die Pflanzen, die durch den ausdrückenden Fluch, den Gott über die Erde gebracht hat, hervorgebracht werden. Dornen und Disteln soll die Erde bringen usw. Er verwendet sie und zerdrischt diese Leute. Ich weiß nicht, ob das auch beinhaltet, dass sie darunter dann sterben, unter diesem Auspeitschen.
Jedenfalls nimmt er den Leuten von Pniel den Verteidigungsturm weg. Man fragt sich: Auf welcher Seite kämpft eigentlich Gideon? Er hinterlässt seine Volksgenossen noch verteidigungsärmer als vorher und nimmt ihnen den Turm weg, den Turm der Stadt. Das ist ja für jede Stadt ganz wichtig, dieser Befestigungsturm, wo man sich, wenn man nicht mehr kann, dann in den Turm flüchtet und sich dort versteckt, damit man noch überleben kann, der Verteidigungsturm.
Gideon schießt hier über das Ziel hinaus. Das waren immerhin noch Gottes Volk, das waren nicht die Feinde, das waren Israeliten. Sie waren also anders zu behandeln als die Kanaaniter. Es ist schon klar, dass manche im Volk Gottes Züchtigung brauchen, ja, aber bitte nicht eine maßlose oder eine so übermäßige Züchtigung. Also das ist schon ein Schwachpunkt. Er verliert hier das Empfinden für das rechte Maß, weil er wirklich zornig ist. Und man sieht auch nicht, dass er hier betet, dass er in der Abhängigkeit des Herrn steht.
Der Sieg über die Feinde und die Gefahr des Übermaßes
Sebach und Salmuna waren in Karkor. Na, ich finde es jetzt nicht mehr. Ah, hier: Karkor, hier in dieser Gegend, in der Nähe von Jogbeha. Und ihre Heere, mit ihnen etwa fünfzehntausend Mann, alle, die übrig geblieben waren vom ganzen Lager der Söhne des Ostens, und 120 Mann, die das Schwert zogen, waren gefallen, also insgesamt 135.
Und Gideon zog den Weg zu den Zeltbewohnern hinauf, östlich von Nobach und Jogbeha. Hier haben wir Jogbeha, also im Süden. Und er schlug das Lager, und das Lager war sorglos. Und Sebach und Salmuna flohen, und er jagte ihnen nach. Und er fing die beiden Könige von Midian, Sebach und Salmuna, und das ganze Lager versetzte er in Schrecken. Und Gideon, der Sohn des Joasch, kehrte aus dem Kampf zurück, von der Anhöhe Heresch herab. Und er fing einen Jüngling von den Männern von Sukkot und befragte ihn. Und dieser schrieb ihm die Obersten von Sukkot und seine Ältesten auf, siebenundsiebzig Mann.
Und er kam zu den Männern von Sukkot, das sind diese Leute, die vorher dem Gideon die Gastfreundschaft verweigerten. Und er sagte: Seht hier Sebach und Salmuna, derentwegen ihr mich verhöhnt habt, indem ihr spracht: Sind denn die Fäuste Sebachs und Salmunas schon in deiner Hand, dass wir deinen Männern Brot geben sollten? Und er nahm die Ältesten der Stadt und Dornen der Wüste und Stechdisseln und züchtigte die Männer von Sukkot damit.
Ja, die Lektion, die wir hier herauslernen können, ist: Wir sollen vorsichtig sein, wenn wir zornig werden, wenn wir aufgebracht sind über einen bösen Bruder oder eine böse Schwester, die so böse gehandelt hat. Züchtigung mag schon gut und recht sein, aber es ist vielleicht besser zu warten, bis man nicht mehr so erregt ist. Dann soll man sich besinnen und den Herrn fragen, eingreifen und dann auf biblische Weise vorgehen.
Es ist leider schon in der Gemeinde Jesu passiert, dass Leute, die gezüchtigt werden sollten, über die Maßen gezüchtigt wurden, und es wurde ihnen der Weg zur Umkehr verbaut. Da ist viel Not entstanden im Laufe der Geschichte der Gemeinde Jesu.
Und einen Turm in Pniel riss er nieder und schlug die Männer der Stadt. Also hier haben wir es: Die sind also getötet worden. Und er dezimiert das Volk Gottes noch mehr, hat eine ganze Stadt, die Männer der Stadt, getötet, von Pniel.
Er sagte zu Sebach und zu Salmuna: Wie waren die Männer, die ihr bei Tabor erschlagen habt? Und sie sagten: Sie waren so wie du, jeder angestarrt wie ein Königssohn, wie ein Königssohn. Und er sagte: Das waren meine Brüder, die Söhne meiner Mutter. So wahr Jachwe lebt: Wenn ihr sie am Leben gelassen hättet, so erschlüge ich euch nicht.
Und er sagte zu Jeter, seinem Erstgeborenen: Steh auf und erschlage sie! Aber der Knabe zog sein Schwert nicht, denn er fürchtete sich, weil er noch ein Knabe war. Und Sebach und Salmuna sagten: Steh auf, steh du auf und stoß uns nieder, denn wie der Mann, so seine Kraft. Und Gideon stand auf, und er schlug Sebach und Salmuna. Und er nahm die Halbmonde, die an den Hälsen ihrer Kamele waren.
Also, dass er die Feinde getötet hat, das war sicher sehr gut, denn das war auch Gottes Befehl. Die Feinde müssen getötet werden, die kanaanitischen Feinde. Aber was er jetzt tut, er nahm die Halbmonde, die an den Hälsen ihrer Kamele waren. Das war nicht gut, denn alles von den Feinden, von den Kanaaniten, ist dem Bann verfallen. Das ist jetzt nicht recht, und er soll sich jetzt nicht an dem Gold dieser Heiden bereichern.
Jetzt kommt der Fehler, sein Rückfall in den Götzendienst beziehungsweise seine Grundlage. Er legt den Grund für einen Rückfall in den Götzendienst. Aber bevor er das tut, haben wir wieder etwas Gutes: ein positives Verhalten. Dann das falsche Verhalten.
Ablehnung von Macht und die Versuchung des Besitzes
Das positive Verhalten
Die Männer von Israel sagten zu Gideon: Herrsche über uns, sei Herr oder walte du über uns. Sie verwenden hier noch nicht das Wort König; das steht im Hebräischen nicht da, sondern das Wort für Herrschen. Herrsche über uns, sowohl du als auch dein Sohn und dein Sohnes Sohn, denn du hast uns aus der Hand Midians gerettet.
Interessant ist, dass dieser Gedanke des Herrschens hier aufkommt, oder? König oder wenigstens Herr: Sei Herr über uns. Und die Feinde hatten gesagt, seine Söhne sähen aus wie Königssöhne. Da kommt der Gedanke des Königtums schon ein wenig vor. Aber er lehnt es ab, Herrscher zu werden.
Denn was war denn das Ziel gewesen? Was war das Ziel des Kampfes gegen die Midianiter gewesen? Nicht nur, dass die Midianiter besiegt werden, sondern dass die Herrschaft Gottes wieder aufgerichtet wird über das Volk. Wer soll die Autorität über das Volk haben? Der Herr ist König, und der Herr soll die Autorität haben.
Er sagte zu ihnen: Nicht ich will über euch herrschen, und nicht mein Sohn soll über euch herrschen, Jachwe soll über euch herrschen.
Diese Gefahr war immer wieder da im Volke Gottes, und man kann nicht genügend davor warnen. Da ist irgendein Mann Gottes, und der ist so gewaltig, und er predigt so gut, und der Herr segnet ihn so, und er hat so viele Gemeinden gegründet, und es ist wirklich ein wunderbarer Mann Gottes. Und was macht man? Man erhebt den Menschen. Und es ist immer wieder geschehen, und man verehrt vielleicht noch Hunderte und zweihundert Jahre später immer noch diese Menschen: Ja, dieser Mann.
Menschen dürfen aber nicht im Mittelpunkt stehen. Wir sind nicht Nachfolger Luthers und Nachfolger von Menno und wie sie alle heißen. Wir sind Christen, Nachfolger Jesu Christi. Und wir sind nicht Calvinisten und Lutheristen oder Lutheraner, meine ich, und wie sie alle heißen. Es gibt viele, Darbisten und so fort. Der Mensch tendiert dahin, andere Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
Aber wir haben eine Theokratie in der Gemeinde Gottes. Wer sind wir? Hirten, Unterhirten. Er ist der große Hirte. Also hüten wir uns davor, dass wir Menschen nur deshalb nachfolgen, weil sie so beeindruckende Kämpfer des Herrn sind, weil sie so gewaltige Männer Gottes sind. Irgendwann kommt einer, der ist noch beeindruckender, noch gewaltiger, und dann rennen wir dem nach.
Die Philister waren auch so, und die Israeliten waren auch so. Da kommt der große Saul, ein Kopf größer als alle anderen, und sie denken sich: Wow, das ist ein König, groß, herrlich, schau dir die Diktatur an. Ja, und dann kommt ein größerer, oder? Der Goliath, und da zittert der Saul. Es kommt immer wieder einer, der größer ist, oder?
Dann was macht Gott? Er holt sich einen kleinen David, den kleinen David, den Jungen. Und David stellt den Herrn vor Augen. Darum geht es: Die Theokratie Gottes muss errichtet werden.
Weiter, Vers 24: Und Gideon sagte zu ihnen: Eine Bitte will ich von euch erbitten. Gebt mir jeder die Ohrringe seiner Beute, denn sie hatten goldene Ohrringe, weil sie Ismailiter waren.
Gebt mir irgendwie möchte doch auch noch was haben, der Gideon. Gebt mir das Gold. Das wäre noch schön, ein bisschen Gold zu haben. Alles andere könnt ihr haben, aber das Gold, das hätte ich gerne.
Was ist seine Stärke gewesen? Was war seine Stärke? Vorrat. Vorrat schaffen, Nahrungsvorrat. Und wenn man Gold hat, dann kann man ja mit dem Gold wieder Nahrungsvorrat kaufen, oder? Das war seine Stärke: Vorsorge treffen. Und die Stärke kann gleichzeitig auch oft wieder die Schwäche sein.
Ja, gebt mir ein bisschen materiellen Vorrat!
Es ist interessant. Es gibt so Versuchungen, und wenn man die Kirchengeschichte beachtet und auch die biblische Geschichte beachtet, findet man immer wieder gewisse Versuchungen für Männer Gottes. Und ich habe hier die drei großen Versuchungen aufgeschrieben, in denen Männer Gottes gefallen sind, und man findet sie immer wieder. Und hier bei den Richtern, die wir jetzt dann haben, kommen sie auch vor.
Bei Gideon war es das Geld oder das Gold, der materielle Vorteil. Bei Jephtha ist es die eigene Ehre, und bei Simson sind es die Frauen. Und das haben wir immer und immer wieder: Geld, eigene Ehre oder Frauen oder alle drei oder zwei von ihnen. Aber das sind die Dinge, wo wir immer wieder sehen, dass Männer Gottes und Frauen gefallen sind. Bei den Frauen sind es dann die Männer, klar. Aber das andere Geschlecht einfach.
Interessant ist, wenn man die Geschichte der Hugenotten liest: Die Hugenotten waren wirklich treue Kämpfer Gottes in der Kirchengeschichte. Aber an einem Punkt konnten die Hugenotten überwunden werden. Die katholische Kirche hat sich überlegt: Wie können wir die Hugenotten besiegen, oder? Und die Hugenotten waren bereit, in den Tod zu gehen für den Herrn. Aber an einem Punkt kamen sie auf die Idee: Wir schicken unsere katholischen Frauen aus, und die sollen die Hugenotten verführen, gleich wie Biliam, Biliams Rat. Und das hat funktioniert. Es gab Hugenotten, die wurden verführt durch Frauen, die sich an sie heranmachten.
Hier ist es das Geld. Das Geld kann eine ganz, ganz große Versuchung werden, gerade in einer Zeit, in der man merkt, die Wirtschaft ist schlecht und es wäre schon gut, dass man Geld hat. Und immer wieder kommt diese Gefahr. Hier haben wir sie bei Gideon. Sie sagen: Gerne wollen wir sie geben. Und er breitet ein Oberkleid, ein Gewandtuch, aus und warf jeder die Ohrringe seiner Beute darauf. Und das Gewicht der goldenen Ohrringe, die er erbeten hatte, war 1700 Schäkel, 20 Kilo Gold, das ist nicht schlecht, oder? Etwa.
Ich glaube, ein Schäkel war elf Gramm, mal siebzehn, also mal siebzehnhundert, mal tausendsechshundert, also kommt man etwa auf siebzehn, achtzehn, neunzehn Kilo vielleicht, ja, außer den Halbmonden und den Ohrgehängen und den Purpurkleidern, das kommt auch noch dazu, die die Könige von Midian trugen, und außer den Halsketten, die an den Hälsen ihrer Kamele waren. Also noch mehr als zwanzig Kilo Gold war es.
Gideon lehnt also einerseits die Königswürde ab, aber die Ornamente eines Königs nimmt er gerne in Empfang. Er machte ein Souvenir aus seinem Sieg. Anstatt weiter zu kämpfen, machte er ein Ephod aus Gold und stellte es auf in der Stadt Ofra. Er selber wurde kein Götzendiener, aber später wurde gerade dieses Gold-Ephod ein Götze. Ein Götze für Israel. Ganz Israel hurte diesem dort nach, und es wurde Gideon und seinem Hause zum Fallstrick.
Also Israel fällt hier durch das schlechte Vorbild eines Führers jetzt in genau den Götzendienst, von dem dieser Führer das Volk Israel eigentlich befreien wollte und sogar befreit hatte. Jetzt, aber vorher war es fast Götzendienst plus Midianiter, jetzt ist es Götzendienst ohne Midianiter.
Der Feind schläft nicht. Wer da glaubt, zu stehen, siehe zu, dass er nicht falle. Der nächste Angriff kommt bestimmt, und er kommt von einer unerwarteten Seite. Hier haben wir das. Das hat Gideon nicht erwartet, oder? Dass der Angriff von dieser Seite kommt.
Ein Ende mit Schatten und ein Blick auf die nächste Generation
So wurde Midian von den Söhnen Israels gebeugt, und es hob sein Haupt nicht mehr empor. Midian wurde also wirklich geschlagen und ganz vernichtet, und das Land hatte in den Tagen Gideons vierzig Jahre Ruhe. Jerubbaal, der Sohn des Joasch, ging hin und wohnte in seinem Haus.
Und Gideon hatte siebzig Söhne, die aus seiner Lende hervorgegangen waren, denn er hatte viele Frauen. Nun, viele Frauen haben es ja auch nicht gerade zum Besten. Wir haben aus 5. Mose 17 gelernt, dass ein König nicht viele Frauen haben soll. Nun, er ist kein König, aber auch das war nie eine gute Sache, wenn Gottesmänner viele Frauen hatten. Das war auch bei David nicht gut, oder?
Einer der vielen Söhne, die er gezeugt hatte, hieß Abimelech. Seine Nebenfrau, die in Sichem war, gebar ihm ebenfalls einen Sohn, und er nannte ihn Abimelech. Das wäre jetzt interessant, im Hebräischen nachzuschauen, aber ich glaube, es ist hier die männliche Form. Es ist also nicht die Frau gewesen, sondern Gideon. Man könnte eventuell auch übersetzen: „Man nannte seinen Namen.“ Das wäre nun noch möglich. Wenn es heißt: „Man nannte seinen Namen“, dann war es nicht Gideon, der ihm den Namen gegeben hat. Aber üblicherweise müssen wir annehmen, dass er seinen Namen gegeben hat. Von daher ist es ziemlich sicher, dass es doch Gideon war, der ihm diesen Namen gegeben hat: Abimelech.
Das bedeutet: „Mein Vater ist König.“ Es könnte eventuell auch übersetzt werden mit: „Vater des Königs“, also dass er, der Abimelech, ein Königsvater wird. Aber die erste Übersetzung ist wahrscheinlich richtig, nämlich: Abi = mein Vater und Melech = König, also: mein Vater ist König.
Gideon, der Sohn des Joasch, starb in gutem Alter, und er wurde begraben im Grab seines Vaters Joasch in Ofra, der Abiesriter. Und es geschah, als Gideon gestorben war, da wandten sich die Söhne Israels wieder ab und hurten den Baalen nach. Sie machten sich Baal-Berith, also den Bundesbaal, zum Gott. Und die Söhne Israels gedachten nicht Jachwes, ihres Gottes, der sie gerettet hatte aus der Hand all ihrer Feinde ringsum. Und sie erwiesen keine Freundlichkeit, keine Güte, an dem Hause Jerubbaals, Gideons, nach all dem Guten, das er an Israel getan hatte.
Also, jetzt geht es wieder abwärts mit dem Volk Gottes. Ruhe war vierzig Jahre, aber das Volk fällt wieder in den Götzendienst. Nicht einmal ein Dank blieb übrig für das Haus Gideons. Gideon ist wie eine Wasserscheide unter den Richtern, denn von nun an geht es bergab. Von nun an werden die Richter selber das Problem. Gideons Nachfolger Abimelech, der kein Richter war, sondern ein Tyrann, wird zum großen Problem. Und dann Jeftah und dann Simson.
Jetzt haben wir noch ein bisschen Zeit. Sind noch Fragen übrig geblieben? Wo Jakob gegen den Engel Gottes kämpfte. Ja, das Angesicht Gottes, Pniel, am Fluss dort, am Jordanfluss. Sukkot war auch das andere. Das kennen wir ja auch von Jakob. Die Stadt Sukkot war ja diese Stadt, wo Jakob dorthin kam mit seiner Familie und dort eine Zeit lang gewohnt hat.
Ausblick auf Last, Prüfung und Gottes Weg
Der Nächste wird heute Abend Gideons Sohn sein, der Abimelech, der aber kein Richter ist. Man kann ihn mit einem Fremdwort einen Usurpator nennen, das heißt einen, der sich selbst die Macht an sich reißt. Und er wird zu einem Tyrannen.
Wenn es sein kann, dass wir Lasten auferlegt bekommen, die über unser Vermögen hinausgehen, können wir dann auch zusammenbrechen und gleichzeitig geistlich sein? Können wir dann auch zusammenbrechen? Hier geht es ... Also, wovon Paulus spricht, ich habe ja eigentlich nur Paulus zitiert, wenn ich in 2. Korinther 1 lese, dass er über die Maßen beschwert wurde, also über das Maß hinaus, über das Vermögen. Dort ist es natürlich eine Last, eine Beschwernis im Dienst gewesen, die ihn eigentlich in den Tod gebracht hätte. Das kann sein, dass es eine Aufruhr war in Ephesus, wo sie ihn fast zerreißen wollten. Wir wissen nicht genau, was es ist.
Wir reden meistens von irgendwelchen Problemen, die wir bekommen, wenn wir so von Lasten sprechen, von irgendwelchen schwierigen Situationen, in die wir hineinkommen. Da haben wir die Kraft des Herrn, und es geht oft über unser Vermögen. Das heißt, von uns aus gesehen schaffen wir das nicht. Wir schaffen es nicht, jetzt richtig zu reagieren. Wir schaffen es nicht, von uns aus gesehen das jetzt zu überstehen, sei es physisch zu überstehen, sei es innerlich zu überstehen. Wir sagen: Ich kann nicht mehr, ich kann einfach nicht mehr. Kennt ihr das?
Und da ist es dann wichtig, dass man sich auf den Herrn stützt und zum Herrn kommt und sagt: Herr, ich kann wirklich nicht mehr, aber jetzt zeig du deine Kraft. Ich bin am Ende. Da kann es ja wohl passieren, dass wir dann sündigen, und das dürfen wir nicht, das sollen wir nicht. Es ist ja oft so, dass wir uns rechtfertigen: Ja, ich konnte nicht mehr, mir hat es gereicht, ja, und dann habe ich das und das getan. Aber das ist falsch, oder? Und der Herr möge uns daran erinnern, dass er die Kraft ist und dass er uns beistehen wird, auch in diesen ganz schwierigen, unmöglichen Situationen, die wir nicht mehr aushalten können. Denn der Herr weiß ja darum, der Herr hat sie zugelassen, die Situation. Das ist aber kein Recht, dass ich jetzt sündigen darf, sondern das ist eine Gelegenheit, dass jetzt eine übernatürliche Kraft Gottes zum Ausdruck kommt. Das ist gemeint.
Das ist jetzt eine Gelegenheit für Gott. Herr Jesus, ich bin völlig am Ende und ich weiß nicht weiter, aber jetzt bitte handle du, ich kann nicht. Dann muss man auf den Herrn schauen. Es gibt ja Geschwister, die haben sehr, sehr schwere Dinge erlebt. Es ist für mich schwierig, darüber zu reden, weil ich das nicht erlebt habe. Man kann sehr leicht reden als einer, der das nicht erlebt hat. Aber es gibt Leute, die das erlebt haben. Die können dann besser darüber reden, können sagen, wie der Herr sie dann aufgerichtet hat, wenn sie auf den Herrn auch geblickt haben.
Es gibt Leute, die zerbrechen und sagen: Mir reicht es, und dann tun sie das. Dann werden sie bitter gegen Gott, oder dann sündigen sie in irgendeiner Weise. Das ist unberechtigt, denn die Kraft des Herrn wäre ja da, aber es ist seine Kraft, nicht unsere.
Dort heißt es: Keine Versuchung hat euch erfasst als nur eine menschliche. Dort, bei den Korinthern, sagt er: Das, was ihr erduldet, das ist ja nur etwas Menschliches. Aber Gott ist treu, der euch nicht über euer Können hinaus versuchen lassen wird, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, sodass ihr sie ertragen könnt. Das heißt also, es geht hier um eine Versuchung. Eine Versuchung ist eine Prüfung. Die Prüfung ist: Gott schaut, wie wirst du jetzt reagieren in dieser Situation? Und da sagt er: Du musst nicht sündigen, Gott wird einen Ausgang schaffen, dass du nicht sündigen musst.
Aber es geht hier nicht um eine Last wie bei Paulus, die über das Vermögen geht, im Sinne, dass er jetzt beschlossen hat zu sterben. Dort spricht er ja nicht von einer Versuchung, hier spricht er aber von Versuchung. Also wenn Gott uns in eine Prüfungssituation schickt, dann gibt er auch den Ausgang. Ich muss nicht sündigen. Eine Last kommt über mich, die mir zu schwer ist, um sie zu tragen, dann ist das gleichzeitig auch eine Prüfung: Was wirst du jetzt tun? Wirst du jetzt aufgeben? Wirst du jetzt dem Herrn bitter werden? Wirst du dem Herrn Vorwürfe machen? Wirst du ärgerlich gegen Gott? Oder wirst du darunter bleiben und sagen: Herr, ich kann aber nicht darunter bleiben, ich schaffe es nicht, aber jetzt stärke du mich? Und ich bin am Ende. Und du übergibst dich dem Herrn.
Paulus spricht in der anderen Stelle von einer Situation, wo er dem Tode nahekam, also zu sterben, und er war bereit zu sterben. Und darum geht es doch, oder? Es geht darum, ob wir bereit sind zu sterben. Sind wir bereit zu sterben? Sind wir bereit zu sagen: Okay, Herr, lieber sterben als sündigen, lieber sterben als jetzt bitter sein gegen dich, lieber sterben als zornig sein gegen dich. Ich will mich fügen in diese Situation hinein. Und jetzt stärke du mich. Und dann kommt auch die Kraft oder das Durchtragen. Gott wird mich durchtragen durch diese Situation.
Wer hat jetzt gewonnen, so die Aufsicht wie die Königin für jemanden Zernungen abzuschüssen, weil er noch zu jung ist, oder eigentlich diese Aufsicht ist noch zu jung, ist ja eigentlich, es kommt ja auch noch mal der Zunge vor. Ja, warum soll jetzt der ... na ja, ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass er seinen Sohn schon recht früh die Kriegskunst lernen will und dass man die Feinde alle vernichten muss und so weiter. Das ist ja sehr gut, oder? In diesem Sinne, in diesem Zusammenhang, es geht ja um die Kanaaniter, es geht ja nicht um Mord, es geht ja um Ausrottung der Feinde Gottes. Hier ist ja ein Gericht, das ausgeübt wird über die Feinde Gottes, und er möchte halt, dass sein Knabe jetzt schon lernt, möglichst früh schon radikal gegen die Feinde vorzugehen. Aber der Knabe, das ist noch ein Knabe, der schafft das nicht.
Ja, natürlich, genau, danke. Wer will schon von einem Knaben getötet werden? Der Abimelech will auch nicht von einer Frau getötet werden. Das sagte er seinem Waffenträger, er soll ihn schnell umbringen, bevor er stirbt, denn sonst heißt es noch, eine Frau hat ihn erschlagen, hat ihn getötet.
Also hier, was den Knaben betrifft, das ist eine Erziehung. Er will den Kleinen möglichst bald an den Krieg gewöhnen. Das verstehen wir natürlich nicht, weil wir ja nicht Kriege führen, wir kämpfen ja nicht physische Kriege, wir denken ja ganz anders über Krieg. Als Christen führen wir nicht die politischen Kriege, und wir töten nicht. Aber hier war ja der Auftrag des Volkes Israels, die Feinde zu töten, die Kanaaniter auszurotten. Viele Leute, die die Bibel lesen, verstehen das nicht und sagen: Wieso ist die Bibel so brutal, und wieso werden da so viele Menschen umgebracht?
Gott wollte das, das war sogar nötig. Entweder werden jetzt die Feinde getötet oder die Feinde werden das Volk Gottes töten. Und die Feinde, die Kanaaniter, waren so böse, dass Gott gesagt hat: Die Bosheit ist voll. Die Bosheit dieser Völker ist voll, und jetzt schicke ich das Gericht. Israel war ja nur der Henker. Israel hatte einfach den Gerichtsauftrag, den Auftrag, das Gericht auszuführen, das Gott über diese Völker beschlossen hat. Also Gott verwendet hier Israel als Zuchtrute oder als Gerichtsrute für diese kanaanitischen Völker.
Das lesen wir auch schon in 1. Mose 15. Da sagte er, die Missetat der Amoriter und der anderen Völker, die ist noch nicht voll. Aber wenn sie dann voll ist, dann wird das Gericht kommen. Also von daher müssen wir das so lesen: Hier geht es um Gerichtsausübung über die Völker. Später wird Gott wieder andere Völker gebrauchen, um die Israeliten zu züchtigen, zum Beispiel die Assyrer. Die waren eine Zuchtrute für das Volk Israel, Babylonier.
Aber dann haben die Assyrer, weil sie viel zu maßlos vorgegangen sind, hat Gott gesagt: Aber für das, was ihr getan habt, bekommt ihr auch euer Gericht. Dann wurden die Assyrer wieder geschlagen. Und so etwas gibt es bis heute. Es gibt so etwas wie eine göttliche Vergeltung, wo Gräueltaten geschehen sind. Da kann es sein, dass das Gottesgericht dann auf eine andere Weise über ein Volk kommt. Das gab es immer wieder in der Geschichte.
Vorsicht vor politischer Vereinnahmung und ein abschließender Ruf zur Einordnung
Ja, soweit. Ist es auch gut, dass die Israeliten das Land einnehmen wollen, vielleicht auch nicht gegen Iran, oder wie soll man als Christenländer jetzt über die Verschärfungen darüber reden, ob das gut ist oder nicht? Nein, sicher nicht.
Also, hier geht es ja um Politik. Das ist ja eigentlich alles von den Zionisten ausgegangen. Das geschah ja nicht im Glauben. Der ganze Zionismus, seit wann war das, 1800 irgendetwas, Herzl, 1875 oder wann, Theodor Herzl war sogar ein Österreicher, wenn ich mich nicht täusche, die haben diesen Zionismus ins Leben gerufen. Und das sind ja alles politische Sachen.
Wir dürfen nicht meinen, nur weil wir glauben, dass Israel eine Zukunft hat, ist alles, was die Israeliten tun, gut. Wir akzeptieren das, und wir freuen uns, dass Gott noch eine Hoffnung für das Volk Israel als Ganzes hat. Aber vergessen wir nicht: Dieses selbe Volk Israel wird den Antichristen annehmen. Also, wir können doch nicht gutheißen, was hier geschieht.
Auch nicht alles, was Jakob getan hat, war gut, oder? Oder war es gut, dass er seinen Vater betrogen hat? Das war eine böse Sünde. Dass Gott es trotzdem verwendet hat, ist eine andere Sache. Dass Gott es zugelassen hat oder für seine Zwecke gebraucht hat, zeigt, dass Gott Dinge vorausweiß.
In Bezug auf diese ganze endzeitliche Entwicklung in Israel ist das eine Sache. Gott weiß es voraus, und es wird auch so kommen. Aber das heißt nicht, dass die Israelis deshalb gut sind in ihren Unternehmungen. Man muss da schon vorsichtig sein. Und ich glaube, manchmal denke ich mir, dass die Christen da zu stark Israel unterstützen, also zu positiv sind in Bezug auf die Aktionen Israels.
Ich mische mich da gar nicht ein. Die sind alle Heiden im Denken, die sind alle unbeschnitten an Herzen und Ohren, die sind alle Sünder, die Palästinenser wie die Israelis. Die brauchen alle den Retter, Jesus Christus. Also, von daher würde ich ein bisschen vorsichtig sein.
Wir sollen nicht Politik betreiben, auch nicht Israelpolitik. Dennoch beten wir für Israel, und dennoch beten wir, dass noch viele Juden zum Glauben kommen. Und wir wissen von der Schrift her, dass Gott etwas vorhat mit dem Volk, dass es einen Überrest geben wird, der sich bekehren wird. Keine Frage: Wir sind nicht Antisemiten, wir sind auch nicht Antipalästinenser, wir sind nicht antiarabisch. Wir sind für alle Menschen. Wir wollen, dass alle Menschen das Heil in Jesus Christus finden. Aber wir müssen da nicht mitmischen in diesen ganzen politischen Angelegenheiten.
Ja, dann wollen wir hier abschließen. Betet noch jemand mit uns zum Abschluss.
I would like to say that we are all here and that we are all with us in Holland and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are all here and that we are here and that we are all that we are here and that we are here and that we are all that we are all that we are here and that we are all that we are all that you and that you and that you and that you and that

